Stimmt's Erst schlauer, dann dümmer
Wilfried Meyer aus Odenthal fragt: Stimmt es, dass die Menschen immer intelligenter werden?
© Ahmad Zamroni/AFP/Getty Images

Eulen gelten als besonders Weise – das gilt auch für diesen Waldkauz
Dass der Mensch im Verlauf der Evolution seine intellektuellen Fähigkeiten verbessert hat, ist unstrittig. Der sogenannte Flynn-Effekt hingegen ist nicht genetisch zu erklären: 1984 entdeckte der neuseeländische Politologe James Flynn, dass die Menschen in den Industrieländern in IQ-Tests immer besser abschnitten – der Zuwachs betrug etwa drei Punkte pro Jahrzehnt. Da die Tests so normiert werden, dass sich ein Durchschnittswert von 100 ergibt, mussten die Intelligenzforscher ihre Aufgaben immer schwerer machen.
Doch Intelligenztests sind seit jeher umstritten. »Der Zugewinn an IQ-Punkten ist kein Zugewinn an dem, was die meisten Menschen unter Intelligenz verstehen«, sagt Flynn. Die besseren Resultate sollen vor allem zwei Ursachen haben: Erstens sind die Menschen besser ernährt und gesünder. Zweitens sind durch eine breitere Bildung mehr Menschen überhaupt mit Aufgaben vertraut, wie sie in typischen Tests vorkommen. Vor allem dass es weniger Menschen mit sehr niedrigem IQ gab, führte zum Flynn-Effekt.

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Offenbar geht der von Flynn entdeckte Trend aber nicht ewig weiter. In Skandinavien, aber auch in Deutschland ist der IQ inzwischen sogar rückläufig. Wir werden also wieder »dümmer«. Über die Ursachen dafür wird unter Bildungsforschern heftig gestritten. Christoph Drösser
Die Adressen für »Stimmt’s«-Fragen: DIE ZEIT, Stimmt’s?, 20079 Hamburg oder stimmts@zeit.de.
Diesen Artikel finden Sie als Audiodatei im Premiumbereich unter www.zeit.de/audio
- Datum 15.09.2009 - 17:18 Uhr
- Serie Stimmt's
- Quelle DIE ZEIT, 18.06.2009 Nr. 26
- Kommentare 27
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Wenn die Mnschen dümmer werden dann nicht aus biologischen Gründen.
Aktuel kann man dies sehr schön in Großbritanien vergleichen - Deutschland zieht hinterher.
Schüler die nicht lernen wollen - den Unterricht stören...
Dazu nur oberflächliches lehren von immer weniger Inhalt etc. etc.
Gleichzeitig werden Länder mit fleisigen Schülern - z.B. China - sicherlich immer bessere Ergebnisse erhalten.
Zum Thema Bildung in England habe ich in der Community hier etwas geschrieben:
http://kommentare.zeit.de...
Bei so etwas wundert es mich nicht dass Menschen dümmer werden...
Dummheit ist "Nicht Wissen" und ich denke, dass die meisten Tests Wissen und Anpassungsfähigkeit messen, aber nicht Intelligenz, die gar nicht messbar ist.
Es gibt sicherlich einen Zusammenhang zwischen Wissen und Intelligenz, da Wissen eine Voraussetzung für die Anwendung von Intelligenz ist.
Aber viel Wissen ist nicht automatisch ein Mehrwert, es ist nicht mal zwingend produktiver, manchmal sogar destruktiv, wenn Wissen und dafür unzureichende Begabung zusammenfallen.
Wenn dann also immer mehr junge Menschen mangels Motivation nur unwillig auf die Wissensvermittlung in den Schulen reagieren, gar nicht mehr an zusätzlichem Wissen interessiert sind, dann können die Ergebnisse nicht wirklich überraschen.
Die interessante Frage ist, was läuft in unserem Bildungssystem falsch, wenn so viele sich verweigern oder keinen Gewinn mehr darin sehen, sich in der Schule Wissen anzueignen?
H.
Wir werden nicht intelligenter, wir werden auch nicht dümmer. Wir werden spezialisierter.
Heute braucht man jede menge Hirnschmalz um in einer Stadt nicht nach 10m von einem Auto umgenietet zu werden, bzw. wenn man in selbigem sitzt, um nicht das Omchen auf der Haube zu haben.
Heute sind Fähigkeiten gefragt wie Fremdsprachen, die noch vor 200 jahren nur was für ganz wenige Freaks waren. Alleine Computer und Internet haben ein ganz neues Gebiet an Abstraktionsfähigkeit aufgetürmt, was schon unsere Eltern nicht in Ansätzen brauchten.
Dafür sind ettliche Fähigkeiten verkümmert die man heute nichtmehr braucht. Mein Opa konnte noch aus dem Stehgreif eine Wettervorhersage für den nächsten Tag machen, der sich damals (um 1980) durchaus mit dem der Tagesschau messen konnte. Nur das letztere nicht in der Lage war, die Uhrzeit vorherzusagen, wann es anfängt zu Regnen!
Würde man mich nach Anbauzeiten für Gerste oder Schlachtgewichte von Ziegen fragen, dann würde ich wohl mit den Schultern zucken und google fragen. Würde man jemande mit Jahrgang 1900 fragen, was ein Browser ist, würde man wohl ein sehr seltsames Gesicht zurückbekommen.
Jede Generation hatte seine Rütlischule, wie auch jede Generation seine Nobelpreisträger hatte.
Intelligenz kann man festlegen und das durch Vernunft. Ein Rabe mit Brut, ich wollte Rabenmutter vermeiden, wissen wieviele Mueter in Ihrer Umgebung leben und bekommen soviele ?Kuecken? das die andere auch Nachwuchs haben kann und es ernaehren kann. Macht kein Mensch. Das ich Hirnschmalz brauche um zu verhindern das ich "umgenietet" werde kann verhindert werden. Wie wissend waeren wir wenn wir diese Energie besser nuetzen koennten. etc pp.
Fuer mich steht fest das es noch keine Intelligenz gab. Es sind Menschen schon von Anfang an an Ihre Macht gekommen durch Faeuste. Und denen gehoerte dann rechtmaessig das Land auf dem man sich gemeinsam niederliess. Klingt irgendwie komisch. Und die Geschaefte dieser Intelligenz waren genau der Gleichen Qualitaet, womit wir von Geld regierten auch wissen warum es diese krisen und probleme wie nicht nur Kriege kommt. Aber auch davon "?wissen?" wir uns befreit. Das lesen eines Buches beansprucht mehr Abstraktion als das Benutzen eines Computers. Bei den Programmierern also den benutzbarmachenden eines Computers gehe ich mit Ihnen einher. Sagen sie mir doch mal wieviele beim ersten mal wissen warum sie drauf klicken. da ist etwas da wenn ich etwas mache doch warum und wie es dort hin kam ist einem doch schnuppe. da ist also nichts abstraktes.
Maximus Successus
Intelligenz kann man festlegen und das durch Vernunft. Ein Rabe mit Brut, ich wollte Rabenmutter vermeiden, wissen wieviele Mueter in Ihrer Umgebung leben und bekommen soviele ?Kuecken? das die andere auch Nachwuchs haben kann und es ernaehren kann. Macht kein Mensch. Das ich Hirnschmalz brauche um zu verhindern das ich "umgenietet" werde kann verhindert werden. Wie wissend waeren wir wenn wir diese Energie besser nuetzen koennten. etc pp.
Fuer mich steht fest das es noch keine Intelligenz gab. Es sind Menschen schon von Anfang an an Ihre Macht gekommen durch Faeuste. Und denen gehoerte dann rechtmaessig das Land auf dem man sich gemeinsam niederliess. Klingt irgendwie komisch. Und die Geschaefte dieser Intelligenz waren genau der Gleichen Qualitaet, womit wir von Geld regierten auch wissen warum es diese krisen und probleme wie nicht nur Kriege kommt. Aber auch davon "?wissen?" wir uns befreit. Das lesen eines Buches beansprucht mehr Abstraktion als das Benutzen eines Computers. Bei den Programmierern also den benutzbarmachenden eines Computers gehe ich mit Ihnen einher. Sagen sie mir doch mal wieviele beim ersten mal wissen warum sie drauf klicken. da ist etwas da wenn ich etwas mache doch warum und wie es dort hin kam ist einem doch schnuppe. da ist also nichts abstraktes.
Maximus Successus
Über die Ursachen dafür wird unter Bildungsforschern heftig gestritten.
Nun gut, jetzt wissen wir, es wird heftig gestritten. Hmmm ?
Da es sich um eine naturalistische Frage handelt, sollte man über ein "ausgewogenes Nahrungsmittelangebot" reflektieren.
Spaß beiseite, eine Wissensgesellschaft kann nur erfolgreich sein, wenn die Motivation zu lernen individuell angelegt ist und keine "Überdruß"-Erscheinung vorprogrammiert ist.
Überschwemmung mit Banalitäten, "leichte Kost" auf Dauer wirkt abstumpfend.
Der richtige Zugang zur Bildung will gelernt sein. Mein Deutschlehrer (leider noch G9), ein echter Kantianer, überließ es uns, ob wir seinem Exkurs durch Mittelhochdeutsche, Schillers Räuber oder einer Tageszeitung unser Interesse widmen wollten. Ich danke es ihm (und der ZEIT) bis heute .
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Seit wann sind IQ-Tests gute Indikatoren für Intelligenz. Wie definiert man Intelligenz überhaupt?
Ist man besonders intelligent wenn man gut in Mathematik ist, aber in der Disco dabei versagt Freunde zu finden?
Und das mit dem Generationen-Effekt... ist doch klar:
Drückt einem Mädchen aus der Mittelstufe einen Laptop mit Internet-Anschluss in die Hände, ... nach zwei Jahren Google und Wikipedia putzt Sie beim Thema Faktenwissen doch locker jeden Opi weg.
Das hat wenig mit Biologie, aber viel mit moderner Technik und überstrapazierten Ausbildungszeiten zu tun.
Hallo mein-beitrag,
Sie fragen nach der Definition, da habe ich einen Link gefunden: Hier
Das Problem, das man versucht, durch die Faktorenanalyse zu klären, haben Sie schon angesprochen: "... wenn man gut in Mathematik ist, aber in der Disco dabei versagt Freunde zu finden?" Der Lösungsversuch setzt voraus, dass die verschiedenen Formen von Intelligenz korreliert sind. So geht man davon aus, dass es einen Einfluss-Faktor gibt, der die meisten Intelligenzformen erklärt. Dieser Einflussfaktor ist eben durch die Faktorenanalyse messbar, und es wird vorausgesetzt, dass er normalverteilt ist. Durch Normierung wird sein Erwartungswert zu 100, seine Standardabweichung zu 15.
.
Das mit den Laptop-Mädchen habe ich anders erlebt, als ich eben Informatik-Unterricht für solche Mädchen machte. Mit hoher Intelligenz und einer speziellen Ausbildung ist der Erfolg beim Umgang mit dem Internet erheblich steigerungsfähig.
.
Meine Hypothese dafür, dass wir wieder dümmer werden, hat mit dem Genuss von Alkohol zu tun: Seit den 80-er Jahren wird immer weniger gesoffen in der Schwangerschaft. Dadurch wurden die neu geborenen Kinder schlauer. Die Enthaltsamkeit vom Alk betraf aber eher bestimmte Schichten, reiche, bildungsnahe. Und die kriegen immer weniger Kinder. Neugeborene finden sich wieder eher in den Schichten, die traditionell von Alk gefährdet sind.
Die ersten Tests waren einmal dazu entwickelt worden, die allgemeine Beschulbarkeit individuell getesteter Kinder, also ihre "Schulreife", in einer Art positivistischem Abbild der Denkleistung auszudrücken. Es entstand der (Simon)-Binet-Test in Frankreich.
Die andere Variante wurde eine Zeit lang als nützlich erachtet, Rekruten bei der Einstellungsuntersuchung in taugliche und nicht-taugliche zu unterteilen, die wachsende Einwanderung nach den USA nach der Jahrhundertwende in den Griff zu bekommen, man wollte keine intelligenzgeminderten Bürger (Alkohol und Mangelernährung waren dafür die Hauptursachen) und wollte, wie in Frankreich, die Einschulungsalter individuell fest legen. Es entstand zu diesem Zweck, als Weiterentwicklung, der Stanford-Binet Intelligenz Test von Terman, der mehr möglichst kulturfaire Anteile enthalten sollte.
Was moderne Intelligenztests ganz gut können. Kognitiv sehr leistungsfähige und kognitiv eingeschränkte Menschen finden, wenn eine störungsfreie Testteilnahme erfolgt (Konzentration, Krankheiten, Test-Ort, weitere Umgebungsvariablen). Auch spezifische Bereiche der Intelligenzstruktur lassen sich so testen. Für uns durchschnittliche Menschen dürften die Ergebnisse kaum weiter helfen.
Es besteht keine gute Korrelation mit beruflichem Erfolg, jedoch eine Korrelation mit der Schulleistung.
Grüße
Christoph Leusch
PS: Mit Google und Wikipedia kommen Sie in der Beurteilung von Zusammenhängen nicht gut weiter. Sie brauchen gute Lehrbücher und gute Lehrer, Motivation, Mitschüler, Aufgabenstellungen und Training ihrer Leistungsfähigkeit. Also lieber weniger googlen und bei Wikipedia-Artikeln, z.B. wenn es um Intelligenz-Tests geht, zuerst einmal Basisinformationen in einem Buch nachlesen. Die gibt es übrigens, wie Blogs und Kommentare, wie Sand am Meer, wobei den realen Wert der Sandkörner heraus zu finden, viel Lese-Erfahrung und vor allem Vergleichsmöglichkeiten voraus setzt. Die Erfahrung lehrt auch, "Opis" und "Omis" nicht zu unterschätzen und immer daran zu denken, dass unsere biologische Lernkurve ausgesprochen deutlich eine hohe Vergesslichkeitsrate ausweist. - Einfacher ausgedrückt, steigen Sie vom Pferd, gehen Sie ein paar Schritte zu Fuß.
Hallo mein-beitrag,
Sie fragen nach der Definition, da habe ich einen Link gefunden: Hier
Das Problem, das man versucht, durch die Faktorenanalyse zu klären, haben Sie schon angesprochen: "... wenn man gut in Mathematik ist, aber in der Disco dabei versagt Freunde zu finden?" Der Lösungsversuch setzt voraus, dass die verschiedenen Formen von Intelligenz korreliert sind. So geht man davon aus, dass es einen Einfluss-Faktor gibt, der die meisten Intelligenzformen erklärt. Dieser Einflussfaktor ist eben durch die Faktorenanalyse messbar, und es wird vorausgesetzt, dass er normalverteilt ist. Durch Normierung wird sein Erwartungswert zu 100, seine Standardabweichung zu 15.
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Das mit den Laptop-Mädchen habe ich anders erlebt, als ich eben Informatik-Unterricht für solche Mädchen machte. Mit hoher Intelligenz und einer speziellen Ausbildung ist der Erfolg beim Umgang mit dem Internet erheblich steigerungsfähig.
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Meine Hypothese dafür, dass wir wieder dümmer werden, hat mit dem Genuss von Alkohol zu tun: Seit den 80-er Jahren wird immer weniger gesoffen in der Schwangerschaft. Dadurch wurden die neu geborenen Kinder schlauer. Die Enthaltsamkeit vom Alk betraf aber eher bestimmte Schichten, reiche, bildungsnahe. Und die kriegen immer weniger Kinder. Neugeborene finden sich wieder eher in den Schichten, die traditionell von Alk gefährdet sind.
Die ersten Tests waren einmal dazu entwickelt worden, die allgemeine Beschulbarkeit individuell getesteter Kinder, also ihre "Schulreife", in einer Art positivistischem Abbild der Denkleistung auszudrücken. Es entstand der (Simon)-Binet-Test in Frankreich.
Die andere Variante wurde eine Zeit lang als nützlich erachtet, Rekruten bei der Einstellungsuntersuchung in taugliche und nicht-taugliche zu unterteilen, die wachsende Einwanderung nach den USA nach der Jahrhundertwende in den Griff zu bekommen, man wollte keine intelligenzgeminderten Bürger (Alkohol und Mangelernährung waren dafür die Hauptursachen) und wollte, wie in Frankreich, die Einschulungsalter individuell fest legen. Es entstand zu diesem Zweck, als Weiterentwicklung, der Stanford-Binet Intelligenz Test von Terman, der mehr möglichst kulturfaire Anteile enthalten sollte.
Was moderne Intelligenztests ganz gut können. Kognitiv sehr leistungsfähige und kognitiv eingeschränkte Menschen finden, wenn eine störungsfreie Testteilnahme erfolgt (Konzentration, Krankheiten, Test-Ort, weitere Umgebungsvariablen). Auch spezifische Bereiche der Intelligenzstruktur lassen sich so testen. Für uns durchschnittliche Menschen dürften die Ergebnisse kaum weiter helfen.
Es besteht keine gute Korrelation mit beruflichem Erfolg, jedoch eine Korrelation mit der Schulleistung.
Grüße
Christoph Leusch
PS: Mit Google und Wikipedia kommen Sie in der Beurteilung von Zusammenhängen nicht gut weiter. Sie brauchen gute Lehrbücher und gute Lehrer, Motivation, Mitschüler, Aufgabenstellungen und Training ihrer Leistungsfähigkeit. Also lieber weniger googlen und bei Wikipedia-Artikeln, z.B. wenn es um Intelligenz-Tests geht, zuerst einmal Basisinformationen in einem Buch nachlesen. Die gibt es übrigens, wie Blogs und Kommentare, wie Sand am Meer, wobei den realen Wert der Sandkörner heraus zu finden, viel Lese-Erfahrung und vor allem Vergleichsmöglichkeiten voraus setzt. Die Erfahrung lehrt auch, "Opis" und "Omis" nicht zu unterschätzen und immer daran zu denken, dass unsere biologische Lernkurve ausgesprochen deutlich eine hohe Vergesslichkeitsrate ausweist. - Einfacher ausgedrückt, steigen Sie vom Pferd, gehen Sie ein paar Schritte zu Fuß.
... nach zu urteilen, glauben wirklich noch immer viele Menschen, dass Intelligenz abhängig vom Grad der Bildung ist. Dies ist jedoch nur bedingt der Fall. Intelligenz ist als Überbegriff zu verstehen, der die Fähigkeiten eines geistigen Wesens zusammenfasst: Lernfähigkeit, Abstraktionsvermögen, Neugier, etc..
Das bedeutet, dass auch ein ungebildeter Mensch intelligent sein kann und darf, wenn er sich dafür entscheidet, sich nicht zu bilden und sein Leben lang einfachen Arbeiten nachgeht. Denn er kann ja dennoch potenziell dazu in der Lage sein, sich der Werkzeugs Bildung zu bedienen. Ich empfinde einen buddhistischen Mönch, der sich einem einfachen Dasein verschrieben hat und mit sich und dem Leben Frieden geschlossen hat sogar als intelligenter, als eine hochgradig gebildete Physikerin, die sich auf einem Fachgebiet zu behaupten versucht, von dem sie gar keine Ahnung hat und deswegen dort jämmerlich versagt. Das könnte ansteckend sein, weil der Mensch ein Rudeltier ist und stets dem Leithammel (auch wenn dieser weiblich ist) folgt.
So viel zum Thema Intelligenz.
Es ist offensichtlich so, dass Bildung einen immer geringeren Stellenwert in unserer Gesellschaft hat. Witzigerweise geht das mit einem merkwürdigen Trend zur politischen Korrektheit her, wobei man nicht mehr Ross und Reiter nennen darf. Wo man früher sagen konnte ein Mensch sei doof wie Stroh, da heißt es heute er hätte viel Entwicklungspotential (klar, wo nix ist - wäre viel zu entwickeln). Bildungspolitiker sollten regelmäßig mal S-Bahn fahren um der Verbalakrobatik junger Mitmenschen folgen. Alleine der sematische Unterschied zwischen einer Bildungsgesellschaft und der Informationsgesellschaft (fälschlich auch als Wissensgesellschaft deklariert) wird da überdeutlich. Den Information steht heute im Übermaß zur Verfügung und wird entsprechend konsumiert. Das Information alleine aber keinen Wert darstellt, sondern durch Erleben und Erfahrung in Wissen umgesetzt werden muss, wird stillschweigend unter den Tisch fallen gelassen. Keine Generation vorher hatte so gute Bildungschancen - keine Generation nutzt diese Chancen so wenig. Natürlich gibt es Ausnahmen. Uns fallen viele intelligente und eloquente junge Menschen ein - schon weil wir uns mit anderen lieber nicht umgeben. Aber auf die Breite betrachtet haben wir eine youtube-generation, deren Aufmerksamkeitspanne oft der, der präferierten Video-Clips entspricht. Eine Generation die glaubt Google wäre das Allheilmittel zu allen Lebensfragen, ohne verstanden zu haben, dass man Informationen gewichten und in einen Erfahrungskontext setzen muss. Heute sollen Schulen Kompetenzen vermitteln, die angeblich so wichtig sind in unserer Gesellschaft - Kompetenzen in einer Zahl und Fülle, dass man nur staunen und erfurchtsvoll in Richtung der Schulen schauen möchte - um dann festzustellen, dass die Rahmenbeingungen die geforderte Art der Ausbildung nicht hergeben, weder organisatorisch noch materiell oder strukturell. Tatsächlich wäre es wahrscheinlich oft sinnvoller sich erstmal auf Grundfähigkeiten zu konzentrieren, wie Lesen Schreiben und insbesondere Rechnen. Allerdings geht es heute in der Bildungspolitik und der danit verbundenen Debatte längst um Blendwerk auf hohem Niveau, man will ja mit dem Infantilismus der Massenmedien konkurrieren, wo junge Menschen in passenden Formaten lernen, dass man nur zum richtigen Casting muss um was zu werden - Lernen ist was für die ewig gestrigen.
Hallo mein-beitrag,
Sie fragen nach der Definition, da habe ich einen Link gefunden: Hier
Das Problem, das man versucht, durch die Faktorenanalyse zu klären, haben Sie schon angesprochen: "... wenn man gut in Mathematik ist, aber in der Disco dabei versagt Freunde zu finden?" Der Lösungsversuch setzt voraus, dass die verschiedenen Formen von Intelligenz korreliert sind. So geht man davon aus, dass es einen Einfluss-Faktor gibt, der die meisten Intelligenzformen erklärt. Dieser Einflussfaktor ist eben durch die Faktorenanalyse messbar, und es wird vorausgesetzt, dass er normalverteilt ist. Durch Normierung wird sein Erwartungswert zu 100, seine Standardabweichung zu 15.
.
Das mit den Laptop-Mädchen habe ich anders erlebt, als ich eben Informatik-Unterricht für solche Mädchen machte. Mit hoher Intelligenz und einer speziellen Ausbildung ist der Erfolg beim Umgang mit dem Internet erheblich steigerungsfähig.
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Meine Hypothese dafür, dass wir wieder dümmer werden, hat mit dem Genuss von Alkohol zu tun: Seit den 80-er Jahren wird immer weniger gesoffen in der Schwangerschaft. Dadurch wurden die neu geborenen Kinder schlauer. Die Enthaltsamkeit vom Alk betraf aber eher bestimmte Schichten, reiche, bildungsnahe. Und die kriegen immer weniger Kinder. Neugeborene finden sich wieder eher in den Schichten, die traditionell von Alk gefährdet sind.
Vielen Dank für den Link! Das war informativ.
Was die Mädchen angeht, ich weiß was Sie meinen, trotzdem:
Selbst scheinbar geistloses Chatten kann Berge versetzen, wie die Mullahs in Iran gerade feststellen müssen.
Kein Gedanke wäre für diese Herrn wohl schwerer zu verkraften:
Ihr Lebens(un)werk, vernichtet durch ein paar Gören am Rechner. Das macht mich schadenfroh:-)
Vielen Dank für den Link! Das war informativ.
Was die Mädchen angeht, ich weiß was Sie meinen, trotzdem:
Selbst scheinbar geistloses Chatten kann Berge versetzen, wie die Mullahs in Iran gerade feststellen müssen.
Kein Gedanke wäre für diese Herrn wohl schwerer zu verkraften:
Ihr Lebens(un)werk, vernichtet durch ein paar Gören am Rechner. Das macht mich schadenfroh:-)
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