Mein Deutschland (Teil 15) Die letzte Schlacht der alten Soldaten
Wie die Ausstellung über den "Vernichtungskrieg" der Wehrmacht in den 90er Jahren das Land spaltete.
Die Nachricht erreichte mich am Morgen des 9. März 1999 im Hafen von Oslo, gerade als ich mit meinem Volvo von der Fähre an Land gerollt war: ein Anschlag auf die Ausstellung in Saarbrücken, nachts um 4.34 Uhr, eine Rohrbombe mit vier Kilo Sprengstoff an der Rückseite der Volkshochschule gezündet. Es hatte erheblichen Sachschaden am Gebäude gegeben, zahlreiche Ausstellungstafeln waren von Splittern durchbohrt oder aus ihren Stahlrahmen gerissen worden.
Ich flog sofort nach Saarbrücken zurück. Über die Urheber des Anschlags gab es keinen Zweifel. Rechtsradikale hatten gegen die Eröffnung der Ausstellung demonstriert, jetzt hieß es in einem Bekennerschreiben, man habe deren Fortsetzung verhindern wollen. Seit dem Aufmarsch von 5000 Nazis am 1. März 1997 in München waren solche Demonstrationen unter der Parole »Unsere Großväter und Väter waren keine Verbrecher« zu einem meist gewalttätigen Ritual geworden.
Das Signal dazu hatte der Nazi Manfred Roeder im Sommer 1996 geliefert, als er in Erfurt die Ausstellungstafeln mit der Parole »Lüge« übersprühte. Aber was sich da am rechten Rand zusammenrottete, sich in Soldaten- oder Vertriebenenblättern entlud und in anonymen Briefen drohte – »Heer, du gottverdammte Drecksau. Saarbrücken war erst der Anfang. Wir kriegen auch Dich!« –, bildete nicht das Zentrum des Protestes. Wirksamer waren andere: demokratische Politiker, seriöse Medien, staatliche Institutionen. Erst ihr Widerspruch spaltete das Land – vier Jahre lang.
Als die Ausstellung »Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht 1941 bis 1944« am 5. März 1995 in Hamburg von dem ehemaligen Wehrmachtsoffizier und späteren WDR-Intendanten Klaus von Bismarck eröffnet wurde, begrüßte sie Karl-Heinz Janßen in der ZEIT als »die wichtigste historische Ausstellung seit langem«. Nach der lange gepflegten »Legende von der ›sauberen Wehrmacht‹« werde endlich »die fürchterliche Wahrheit« offenbar, »die sich gegen eine Mauer einvernehmlichen Schweigens in der deutschen Öffentlichkeit nie durchsetzen konnte«.
Die markante Gegenposition bezog, nach monatelangem Schweigen, die Frankfurter Allgemeine Zeitung . Sie nannte die Ausstellung ein »Pamphlet«, das einem nach Anlässen süchtigen »Schuldempfinden« entspreche, und machte, wie bisher üblich, die SS für die Verbrechen verantwortlich. Zeitgleich ließ ein ehemaliger prominenter Fernsehjournalist unter Ministern und Abgeordneten in Bonn eine Broschüre zirkulieren, in der er die Ausstellungsmacher als »Altkommunisten und Spät-68er« diffamierte, die der Bundeswehr als Nachfolgeorganisation der Wehrmacht schaden wollten.

Historische Momente aus 60 Jahren Bundesrepublik
Beide Publikationen hatten politische Folgen: Verteidigungsminister Volker Rühe verbot den Angehörigen der Bundeswehr jeden Kontakt mit der Ausstellung, CSU-Bürgermeister blieben deren Präsentation in ihren Städten fern, in Bremen wäre die Koalition von CDU und SPD fast geplatzt. Zur Eskalation kam es in München, wo die Ausstellung auf Einladung der Stadt im Februar/März 1997 gezeigt wurde. Der Münchner CSU-Vorsitzende Peter Gauweiler höhnte, Jan Philipp Reemtsma, der Erbe des Tabakkonzerns und Finanzier der Ausstellung, solle lieber seine Millionen dem Andenken der toten Raucher widmen, und inszenierte eine nächtliche Kranzniederlegung am Grabmal des Unbekannten Soldaten. Und der Bayernkurier unterstellte uns, wir wollten einen »moralischen Vernichtungsfeldzug gegen das deutsche Volk« führen. Kein Wunder, dass der Kultusminister den Schulen von einem Besuch abriet.
Mit dem Aufmarsch der Neonazis erreichte die Kampagne ihren Höhepunkt und erlitt aber zugleich ihre größte Niederlage: Das Votum von 90.000 Besuchern machte die Ausstellung endgültig zu einem bundesweiten Ereignis. Abzulesen war das an der denkwürdigen Debatte des Bundestages am 13. März 1997: Redner aller Parteien versuchten, sich auf ganz persönliche Weise diesem bisher nicht eingestandenen Teil deutscher Schuld zu nähern. Einen Monat später wurde die Ausstellung in der Frankfurter Paulskirche, dem Sitz des ersten deutschen Parlaments, eröffnet. Das war, so glaubte ich, der Durchbruch. Als Träger fungierten nun Landtage und Universitäten, Museen und Volkshochschulen, die Eröffnungsreden hielten Botschafter wie Avi Primor und Schriftsteller wie Imre Kertész, der künftige Bundespräsident Johannes Rau und der österreichische Bundeskanzler a. D. Franz Vranitzky. Zugleich aber hat mich damals erstmals ein Gefühl der Gefährdung befallen: Der Kampf um die Erinnerung wurde mit einem Furor ausgefochten, als sei es die letzte Schlacht der untergegangenen Wehrmacht.
Die Debatte stellte das Selbstbild einer ganzen Generation plötzlich infrage
Die Ausstellung zeigte anhand dreier Fallbeispiele einen neuen Typ von Krieg, der außerhalb des Völkerrechts und nicht nur um des militärischen Sieges willen geführt wurde: Es ging um die Eroberung von Lebensraum im Osten und, als Voraussetzung, um die Ausrottung von Millionen für rassisch minderwertig erklärter Slawen und Juden. Die Wehrmacht war daran maßgeblich beteiligt: durch die Ermordung von drei Millionen sowjetischen Kriegsgefangenen, durch Kennzeichnung und Ghettoisierung von mehr als zwei Millionen Juden, die dann den nachfolgenden SS-Einsatzgruppen zur Exekution überlassen wurden, durch einen mit Polizei und SS gemeinsam betriebenen Besatzungsterror, dem zehn Millionen Zivilisten zum Opfer fielen.
Ich habe lange gebraucht, zu verstehen, dass der Widerstand gegen diesen wissenschaftlichen Befund kein Ausdruck von Missverstehen, Ignoranz oder Verhetzung war, sondern existenziellere Ursachen hatte. Jutta Limbach, damals Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts, hatte dafür in ihrer Eröffnungsrede in Karlsruhe die Formulierung von der »empfindlichen Stelle im Gemüt einiger Deutscher« verwandt, und Erhard Eppler sprach bei der Stuttgarter Eröffnung davon, dass die Ausstellung »am Nerv einer ganzen Generation hantiere«. Beide Redner wählten Bilder, die von den Schmerzzonen eines Körpers erzählten, und verwiesen damit auf Erlebnisse, die sich tief eingegraben hatten und bei Berührung eine Wunde erkennen ließen.
Die Legende von der »sauberen Wehrmacht«, 1945 von prominenten Exgenerälen in einer Denkschrift für den Nürnberger Prozess fabriziert, half, die Wunde unkenntlich und die Scham vergessen zu machen. Bis die Debatte um die Wehrmachtausstellung das bisherige Selbstbild einer ganzen Generation plötzlich infrage stellte. Es war die Angst vor diesem Dammbruch, die Helmut Schmidt dazu trieb, Reemtsma und mir einen »autosuggestiven Masochismus gegenüber dem eigenen Land« zu unterstellen und Alfred Dregger zu seiner düsteren Prophezeiung veranlasste, die Ausstellung wolle »Deutschland ins Mark treffen«. Sie zerstöre »den Zusammenhalt unseres Volkes« und »treibe einen Keil zwischen die Generationen«. Was nach dem Zusammenbruch von 1945 geglückt war – »das Wir zu bewahren«, wie Max Horkheimer es genannt hatte –, dieses Wir löste sich jetzt vor den bedruckten Spanplatten einer didaktisch anspruchslosen Ausstellung auf.
Zuerst meldeten sich in den Gästebüchern die Landser, denen nach 1945 keiner hatte zuhören wollen: »Es stimmt alles. War vom ersten bis zum letzten Kriegstag dabei.« – »War selbst zwei Jahre an der Front in Rußland und kann die hier gezeigten Dokumente aus eigener Anschauung bestätigen.« – »Leider, leider, es war so!« – »Ich war Offizier im Mittelabschnitt der Ostfront und übernehme meinen Teil an der Verantwortung.« Die Sätze brachen aus den alten Soldaten heraus, als ob etwas in ihnen explodiert sei. Viele hinterließen Namen und Adresse, notierten den Jahrgang und den Truppenteil.
Manche fügten die Erinnerung an Verbrechen hinzu.
Aber es meldete sich auch die verbitterte Mehrheit. Renate Schostack von der FAZ hat den Männern gelauscht, die sich jeden Tag gegenüber der Ausstellung auf dem Münchner Marienplatz trafen, um miteinander zu reden: »Fast immer verlief das nach dem gleichen Muster. Der Sprechende wies auf sich oder zeigte ein Foto: Sehe ich, sieht mein Bruder aus wie ein Verbrecher? Sie erwarteten die Antwort: Nein, Sie sehen nicht aus wie ein Verbrecher. Dann erzählten sie rasch von Greueln, von denen sie gehört oder im Fernsehen gesehen hätten, um sogleich hinzuzusetzen: So etwas haben wir damals nicht gemacht. Danach der dritte Schritt: Wir mussten es ja tun. Man hätte Beichtvater sein müssen, um zu fragen, was sie denn gemacht hätten. Doch niemand nahm diesen Männern die Beichte ab.«
Auch die Kinder der ehemaligen Soldaten ergriffen das Wort, sprachen über das Schweigen, die Andeutungen, die Lügen der Nachkriegszeit, um dann mit der quälenden Frage zu enden: »Vater, wo warst Du?« Die Ausstellung hatte keinen Keil zwischen die Generationen getrieben, sondern diesen sichtbar nur gemacht.
Spätestens mit München hatte die Ausstellung ihre Richtung verändert. Ich konnte es an der Ausweitung der Begleitprogramme in den Städten ablesen, die mit ihren unzähligen Veranstaltungen einen öffentlichen Resonanzboden für einen Prozess schufen, der sich nicht mehr als wissenschaftliche Debatte beschreiben ließ. Was stattfand, war eine kollektive Selbstverständigung über den mit Beteiligung und Wissen von Millionen Deutschen stattgefundenen Völkermord im Schatten des Krieges.
Keiner war’s gewesen, und niemand hatte etwas gewusst
Die Auseinandersetzung verlief so emotional, weil die möglichen Täter vertraute Gesichter und geliebte Namen hatten. Auf jedem der von ihnen selbst geknipsten Fotos konnte einem der eigene Vater begegnen. Die Geschichte der Nazizeit wurde endlich als Familiengeschichte wahrgenommen. Auch bei mir selbst war es, als fiele eine Last von mir ab. Was mich als Jugendlicher verstört und dann den Bruch mit der Familie verursacht hatte, war die Selbst-Entnazifizierung gewesen, die mein Vater als Parteimitglied und Soldat wie Millionen andere vorgenommen hatte: Das »Dritte Reich« war vom eigenen Leben abgespalten und dem Schicksal, den Nazis oder Hitler zugewiesen worden. Keiner war’s gewesen, und niemand hatte etwas gewusst. Dieses Auseinanderreißen von großer Geschichte und individuellem Leben war von jetzt an erschwert. Plötzlich schien möglich, was Jean Améry von den Deutschen gefordert hatte – die Nazizeit als unser »negatives Eigentum« anzunehmen.
900.000 Besucher hatten die Ausstellung gesehen, mehr als 100 deutsche Städte wollten sie noch zeigen, als sie im Oktober 1999 von Jan Philipp Reemtsma wegen des Verdachts massenhaft »gefälschter« Fotos zurückgezogen wurde. Wie die zur Überprüfung eingesetzte Historikerkommission später feststellte, waren bei zwei von 1400 Fotos falsche Bildlegenden aus den Archiven übernommen worden. Reemtsma hatte wegen des politischen Krawalls in München erstmals die Ausstellung loswerden wollen. Deren danach einsetzende Verwandlung zu einer Art nationaler Wahrheitskommission irritierte ihn. Dass er die Ausstellung nicht ausgehalten und eine neue, für die Gegner akzeptable präsentiert hat, bleibt für mich sein Makel. Aber nur er hatte eine solche Ausstellung ermöglichen und durch seine brillanten Reden immer wieder neu interpretieren können. Das bleibt sein Verdienst.
- Datum 08.09.2009 - 18:19 Uhr
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- Serie Mein Deutschland
- Quelle DIE ZEIT, 25.06.2009 Nr. 27
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der belegt, wie wenig öffentliche Auseinandersetzung mit der Historie die Arbeit im Einzelnen ersetzen kann. Dass zwischen dem Deutschland, das Hitler folgte und vom Holocaust nach dem Krieg nichts gewusst haben will, und der frühen BRD nichts weiter liegt als eine Generation, in deren Erziehung viel vom alten Geist weiter atmete, zeigten die Reaktionen auf die Ausstellung in ganz Deutschland.
Zugleich zeigten und zeigen sie, dass die tiefe politische Depression, die durch die Kriegsniederlage in Deutschland zum Tabuschweigen und der radikalsten Abgrenzung (68) gleichermaßen geführt hat, damals nicht durch sich selbst entwickelnden "Verfassungspatriotismus" (Habermas) geheilt, sondern politisch verordnet für beendet erklärt wurde.
Es ist wahrlich die letzte Schlacht der alten Soldaten, aber um ihre Ehre, um ihr Leid und um ihr Opfer, das sie dem Vaterland darbrachten um heute dafür diesen Dank zu ernten. Das ein Krieg nicht mit Samthandschuhen geführt wird, ist bis Heute nicht anders geworden, nur das Wort Kollateralschaden kannte man damals noch nicht. Das es zu Zerstörungen und auch Erschießungen gekommen ist, steht außer Zweifel. Partisanen in Zivilkleidung, die Kampfhandlungen verübten, stehen außerhalb des Völkerrechts und die Liquidierung war rechtens. (entfernt. Bitte verzichten Sie auf persönliche Angriffe. Die Redaktion/jk) Sie ist ein Trauerspiel auf Kosten derer, die für ihr Vaterland die ganze Härte des Krieges erleben mußten, bei denen viele ihr Leben verloren, viele ihre Gesundheit verloren oder lange Jahre der Gefangenschaft erdulden mußten. Die moralische Größe eines Volkes erkennt man daran, wie es nach einem verlorenen Krieg mit seinen ehemaligen Soldaten umgeht, danach tendiert die moralische Größe einiger Deutscher gegen Null.
Sehr schöner Text und sie haben größtenteils Recht, es ist ein Armutszeugnis das man mittelerweile schon beinahe als Neonazi gilt wenn man Blumen an der Gefallenentafel niederlegt. Im Fernsehen wird nur mehr von der "Naziarmee" gesprochen. Tatsache ist doch das der weitaus größte Teil der Soldaten nie überzeugte Nazis waren und genauso ungerne in den Krieg gezogen sind wie all die anderen Soldaten auch.
Es ist sicherlich zu Massakern gekommen die nicht zu rechtfertigen sind und ein Verbrechen darstellen. Aber zu denen ist es auf den Seiten aller Beteiligten gekommen, nur das die der Deutschen immer die sind die man aufzeigen muss, das die Amerikaner genauso Soldaten die sich ergaben einfach niedermähten wird nirgends erwähnt.
Krieg ist ein grausames Geschäft und kein Kindergeburtstag und jede Seite hat dabei um ihr überleben gekämpft, wer im Krieg den Humanismus und die Menschlichkeit sucht , der hat den Krieg nicht verstanden.
Wofür sollten wir uns bei deutschen Wehrmachtssoldaten bedanken? Für die geschätzten 55 Millionen Kriegstoten in diesem verbrecherischen Angriffskrieg? Für die unsäglichen Verbrechen? Fragen Sie mal die Angehörigen der überfallenen Nationen!
Sehr schöner Text und sie haben größtenteils Recht, es ist ein Armutszeugnis das man mittelerweile schon beinahe als Neonazi gilt wenn man Blumen an der Gefallenentafel niederlegt. Im Fernsehen wird nur mehr von der "Naziarmee" gesprochen. Tatsache ist doch das der weitaus größte Teil der Soldaten nie überzeugte Nazis waren und genauso ungerne in den Krieg gezogen sind wie all die anderen Soldaten auch.
Es ist sicherlich zu Massakern gekommen die nicht zu rechtfertigen sind und ein Verbrechen darstellen. Aber zu denen ist es auf den Seiten aller Beteiligten gekommen, nur das die der Deutschen immer die sind die man aufzeigen muss, das die Amerikaner genauso Soldaten die sich ergaben einfach niedermähten wird nirgends erwähnt.
Krieg ist ein grausames Geschäft und kein Kindergeburtstag und jede Seite hat dabei um ihr überleben gekämpft, wer im Krieg den Humanismus und die Menschlichkeit sucht , der hat den Krieg nicht verstanden.
Wofür sollten wir uns bei deutschen Wehrmachtssoldaten bedanken? Für die geschätzten 55 Millionen Kriegstoten in diesem verbrecherischen Angriffskrieg? Für die unsäglichen Verbrechen? Fragen Sie mal die Angehörigen der überfallenen Nationen!
Sehr schöner Text und sie haben größtenteils Recht, es ist ein Armutszeugnis das man mittelerweile schon beinahe als Neonazi gilt wenn man Blumen an der Gefallenentafel niederlegt. Im Fernsehen wird nur mehr von der "Naziarmee" gesprochen. Tatsache ist doch das der weitaus größte Teil der Soldaten nie überzeugte Nazis waren und genauso ungerne in den Krieg gezogen sind wie all die anderen Soldaten auch.
Es ist sicherlich zu Massakern gekommen die nicht zu rechtfertigen sind und ein Verbrechen darstellen. Aber zu denen ist es auf den Seiten aller Beteiligten gekommen, nur das die der Deutschen immer die sind die man aufzeigen muss, das die Amerikaner genauso Soldaten die sich ergaben einfach niedermähten wird nirgends erwähnt.
Krieg ist ein grausames Geschäft und kein Kindergeburtstag und jede Seite hat dabei um ihr überleben gekämpft, wer im Krieg den Humanismus und die Menschlichkeit sucht , der hat den Krieg nicht verstanden.
Sie scheinen dabei zu vergessen, wer diesen Krieg angefangen hatte.
Sie scheinen dabei zu vergessen, wer diesen Krieg angefangen hatte.
Ich bin 1946 geboren und habe die Folgen des Krieges noch spüren können. Alle Männer meiner Familie im wehrfähigen Alter waren im Krieg, einige sind gefallen, einige schwer verwundet worden und einige Wenige haben den Krieg unbeschadet überlebt. Heute lebt keiner mehr von ihnen, aber ich glaube, daß ich es ihrem Andenken schuldig war, hier zu diesem Thema Stellung zu nehmen.
viel Ehre bleibt für die Wehrmacht nicht übrig.
Alle Soldaten mussten einen Eid schwören auf einen anerkannten Großverbrecher.
Der Generalstab war korrumpiert bis auf die Knochen und von Keitel aus angefangen u n f ä h i g bis zur Debilität!
Das Offizierskorps verlor , von Ausnahmen abgesehen, vor allem im Osten, in Russland j e d e s Ehrgefühl, welches sie im preussischen Heer noch besessen haben mögen.
Die Mannschaften, von Einzelnen abgesehen, besoffen sich an der Aussicht auf Kriegsbeute, auf Herrentum über versklavte Untermenschen, auf das Leben im Schlaraffenland nach dem Sieg.
Die Wehrmacht eroberte und verteidigte solange, bis die "Kameraden" hinter der Front die "Drecksarbeit" in den Konzentrationslagern und Vernichtungslagern erledigt hatten. Deutschland hat sie nicht verteidigt. Sie hat es restlos zerstört aus Borniertheit, Feigheit und Inkompetenz. Ihr fehlte das G e w i s s e n .
Es mag sein, auch andere Armeen waren und sind nicht besser. Dann haben die eben auch so wenig Ehre wie die Wehrmacht.
Krieg ist kein "Kindergeburtstag", Ehre kein Putzlumpen.
die heute sogar die gesetzliche Verpflichtung haben und auch anno dazumal nicht am Denken gehindert waren, es aber in vielen Fällen offensichtlich nicht beherrschten:
"§ 11 Gehorsam
(1) Der Soldat muss seinen Vorgesetzten gehorchen. Er hat ihre Befehle nach besten Kräften vollständig, gewissenhaft und unverzüglich auszuführen. Ungehorsam liegt nicht vor, wenn ein Befehl nicht befolgt wird, der die Menschenwürde verletzt oder der nicht zu dienstlichen Zwecken erteilt worden ist; die irrige Annahme, es handele sich um einen solchen Befehl, befreit den Soldaten nur dann von der Verantwortung, wenn er den Irrtum nicht vermeiden konnte und ihm nach den ihm bekannten Umständen nicht zuzumuten war, sich mit Rechtsbehelfen gegen den Befehl zu wehren.
(2) Ein Befehl darf nicht befolgt werden, wenn dadurch eine Straftat begangen würde. Befolgt der Untergebene den Befehl trotzdem, so trifft ihn eine Schuld nur, wenn er erkennt oder wenn es nach den ihm bekannten Umständen offensichtlich ist, dass dadurch eine Straftat begangen wird."
http://www.gesetze-im-int...
"Normalsoldaten" nicht möglich ist die Ungeheuerlichkeit eines Schussbefehls zu sehen, der auf Zivilisten oder Kriegsgefangene (wie etwa im 2. Weltkrieg) abzielt?
Meine Ansicht dazu: Wer das nicht erkennt, wäre wegen geistiger Unzurechnungsfähigkeit durch jede Musterung gefallen.
2. Frage: was halten Sie von dem:
http://de.wikipedia.org/w...
3. Frage:
Wie schätzen Sie den Einsatz deutscher Soldaten in Afghanistan ein, per UNO-Beschluss gedeckt, per Bundestag verabschiedet, per Bundesverfassungsgericht als Grundgesetz-konform gewertet?
Einige die sich hier zu Wort melden, gehen von dem heutigen Wissens oder Glaubensstand aus. Man muß aber die Zeit zurückdrehen können und überlegen, was damals los war. 1933 massive Arbeitslosigkeit und ein Mann der versprach, diese zu beseitigen. Eine stete Aufwärtsentwicklung nach der Wahl. Der Feldzug unter Blumen in das Sudetenland und den Anschluß Österreichs. Der kleine Mann sah nur die Erfolge. Nur die Wenigsten mißtrauten der Entwicklung. Und dann kam der Weltkrieg, große Teile der Jugend meldeten sich freiwillig zur Wehrmacht oder SS. Wer konnte sehen welches Ende beschert war, Keiner. Nur Die, die Heute mit der Gnade der späten Geburt gesegnet sind.
http://kommentare.zeit.de...
mehr als gefeit sind. :-)
Frdl. Gruß
Pf.
es gab genügend Menschen, die schon vor der Machterteilung für die Nazis wussten, wo es enden wird. Es gab während der Diktatur nicht wenige, die wussten und warnten vor dem Ende, das diese Diktatur einst nehmen wird. Es gab selbst im Militär Generäle, die sahen, welches Ende kommen wird.
Und die "die den Rad nicht in die Speichen griffen" (Dietrich Bonnhöffer (hingerichtet am 9. April 1945, auch dafür kämpfte die "Wehrmacht, dass dieses Urteil noch vollstreckt werden konnte),
die nach dem Krieg zwar jede Verantwortung von sich wiesen aber nach "Ehre" verlangten, (und diese sogar zeitweilig zugesprochen bekamen,)
die Mansteins und Konsorten, die zufrieden ihre Pensionen verzehrten, denen darf man wirklich nachrufen:
"Ehrlose Gesellen".
Die Ausstellung war gut und wichtig. Auch und für Soldaten der Wehrmacht, die endlich ihre Wahrheit erzählen konnten, frei von allen Legenden. Damit wurden sie, die sich ihrer Wahrheit stellten frei vom Alpdruck ewiger Verdrängung und Lügerei.
http://kommentare.zeit.de...
mehr als gefeit sind. :-)
Frdl. Gruß
Pf.
es gab genügend Menschen, die schon vor der Machterteilung für die Nazis wussten, wo es enden wird. Es gab während der Diktatur nicht wenige, die wussten und warnten vor dem Ende, das diese Diktatur einst nehmen wird. Es gab selbst im Militär Generäle, die sahen, welches Ende kommen wird.
Und die "die den Rad nicht in die Speichen griffen" (Dietrich Bonnhöffer (hingerichtet am 9. April 1945, auch dafür kämpfte die "Wehrmacht, dass dieses Urteil noch vollstreckt werden konnte),
die nach dem Krieg zwar jede Verantwortung von sich wiesen aber nach "Ehre" verlangten, (und diese sogar zeitweilig zugesprochen bekamen,)
die Mansteins und Konsorten, die zufrieden ihre Pensionen verzehrten, denen darf man wirklich nachrufen:
"Ehrlose Gesellen".
Die Ausstellung war gut und wichtig. Auch und für Soldaten der Wehrmacht, die endlich ihre Wahrheit erzählen konnten, frei von allen Legenden. Damit wurden sie, die sich ihrer Wahrheit stellten frei vom Alpdruck ewiger Verdrängung und Lügerei.
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