Lionel Messi Die Hummel, die nicht fliegen darf
Lionel Messi ist der beste Fußballspieler der Welt, obwohl er stets auch der schmächtigste ist. Unser Autor, tief bewegt von Messis Spielkunst, traf ihn in Barcelona
© Jasper Juinen/Getty Images

Der kleinste und der beste Fußballer der Welt: Lionel Messi
Ich treffe ihn in der Umkleidekabine des Camp Nou in Barcelona, eines der größten Stadien der Welt. Von den Rängen aus gesehen ist Messi ein kleiner Fleck, unkontrollierbar und blitzschnell. Von Nahem gesehen ist er ein schmächtiger, aber zäher Junge, äußerst schüchtern, fast flüsternd spricht er einen argentinischen Singsang, das Gesicht lieblich und glatt und ohne ein einziges Barthaar.
Lionel Messi ist der kleinste lebende Fußballchampion. La Pulga, der Floh, lautet sein Spitzname. Er hat die Statur und den Körper eines Kindes. Und tatsächlich hörte er als Kind, ungefähr mit zehn Jahren, auf zu wachsen. Die Beine der anderen wurden länger, auch die Hände, ihre Stimmen veränderten sich. Lionel aber blieb klein. Irgendwas stimmte nicht, das bestätigten auch die Laboruntersuchungen: Mit dem Wachstumshormon war etwas nicht in Ordnung. Wie sich herausstellte, litt Messi an einer seltenen Form von Kleinwüchsigkeit. Zusammen mit dem Wachstumshormon war auch alles andere blockiert. Es war unmöglich, das Problem zu vertuschen. Die Freunde auf dem Fußballplatz merkten, dass Lionel stehen geblieben war. "Ich war immer der Kleinste von allen, was immer ich tat, wo immer ich hinging." Genauso redeten sie: "Lionel ist stehen geblieben." Als wäre er irgendwo auf der Strecke zurückgeblieben.
Mit elf bringt er es auf knapp einen Meter vierzig, das Hemd der Newell’s Old Boys, seiner Mannschaft im argentinischen Rosario, ist ihm viel zu groß. Er schwimmt in seinen Schuhen, so straff er die Schnürsenkel auch zieht, wie in Pantoffeln. Er ist ein phänomenaler Spieler, aber mit dem Körper eines achtjährigen Knirpses, nicht mit dem eines Heranwachsenden.
Ausgerechnet in einem Alter, in dem man, mit Blick auf die Zukunft, das Talent zum Wachsen bringen will, bleibt das primäre Wachstum, das der Arme, Beine, des Rumpfs, einfach stehen. Für Messi ist dies das Ende aller Hoffnungen, die er seit seinem allerersten Auftritt auf einem Fußballplatz mit fünf Jahren hegt. Er spürt, dass mit dem Ende des Wachstums auch alles andere beendet ist, alles, was er werden wollte. Da aber besinnen sich die Ärzte, dass man sein Defizit vielleicht beheben könnte, wenn man es rechtzeitig bekämpft. Die einzig mögliche Maßnahme besteht in einer Hormontherapie mit dem Hormon GH: einem jahrelangen Bombardement, mit dessen Hilfe er die Zentimeter aufholen könnte, die er braucht, um mit den Kolossen des modernen Fußballs Schritt halten zu können. Die Kur ist außerordentlich kostspielig, viel zu kostspielig für die Familie: 900 Dollar im Monat kostet die Behandlung. Fußball spielen, um zu wachsen, wachsen, um Fußball zu spielen: Das wird von nun an der einzige Weg.
Während eines Spiels fällt er einem Beobachter auf. Beobachter sind alles im Leben von Fußballern. Mit jedem Spiel, das sie sich ansehen, mit jedem Jüngelchen, dessen Entwicklung sie zu verfolgen beschließen, mit jedem Vater, den sie zu sprechen wünschen, entscheiden sie über ein Schicksal. In den meisten Fällen öffnen sie jungen Spielern damit Türen, aber das, was sie Messi anzubieten haben, ist doch sehr viel mehr. Sie ermöglichen es ihm nicht nur, Fußballer zu werden, sie geben ihm auch die Gesundheit zurück.
"Es genügten fünf Minuten, um zu sehen, dass dieser hier auserwählt ist. Sofort war klar, was das für ein besonderer Junge ist." So spricht Carles Rexach, Sportdirektor des FC Barcelona, nachdem er Lionel auf dem Platz gesehen hat. Es ist offensichtlich, dass Messi ein einzigartiges Talent in seinen Füßen hat, etwas, das über den Fußball hinausgeht. Wenn man ihm beim Spielen zusieht, ist es, als höre man Musik, als kehrte in einem durcheinandergeratenen Mosaik jedes Steinchen an seinen Platz zurück.
Rexach will ihn sofort haben: "Wer immer dort vorbeigekommen wäre, hätte ihn sofort mit Gold aufgewogen." Sie schließen einen Vertrag auf einem Fetzchen Papier, einer Serviette von der Kioskbar. Es unterschreiben Rexach und der Vater des Flohs. Dieses Papierfetzchen wird Lionels Leben verändern. Der FC Barcelona glaubt an dieses ewige Kind. Der Klub beschließt, für die Kosten jenes verdammten Hormons aufzukommen, das sich verheddert hat. Doch um sich behandeln zu lassen, muss Lionel nach Spanien übersiedeln, mitsamt der ganzen Familie, den beiden Eltern und den drei Geschwistern, die nun mit ihm von Rosario wegzieht, ohne Dokumente, ohne Arbeit, im festen Vertrauen auf einen Vertrag, der auf eine Papierserviette gekritzelt wurde, und in der Hoffnung, dass in diesem kindlichen Körper tatsächlich ihr aller Glück verborgen liegen könnte. Im Jahr 2000 garantiert der Klub Messi für die Dauer von drei Jahren jede notwendige medizinische Unterstützung. Man ist der Meinung, dass einer, der entschlossen ist, sich mithilfe des Fußballs aus der Hölle herauszuarbeiten, jenen raren Treibstoff in sich trägt, der ihn jedes beliebige Ziel erreichen lässt.
Die Behandlung aber schlaucht fürchterlich. Ständig ist einem übel, man speit sich die Seele aus dem Leib. Die Muskeln fühlen sich an, als müssten sie platzen, die Knochen, als würden sie zerbersten. In wenigen Monaten wird alles am Körper länger und weitet sich in einem Ausmaß, für das eigentlich Jahre vorgesehen sind. "Ich konnte mir keine Schmerzen erlauben", sagt Messi, "ich konnte sie vor meinem neuen Klub nicht zeigen. Denn ihm verdanke ich doch alles." Es liegt ein abgrundtiefer Unterschied zwischen jenen, die ihr Talent benutzen, um sich selbst zu verwirklichen, und jenen, für die alles davon abhängt. Die Kunst ist dann das Leben, aber nicht in dem Sinn, dass sie alles um einen herum ergreift, sondern so, dass nur die Kunst einem eine Zukunft gibt. Ein Plan B existiert nicht, es gibt keinerlei Alternative, auf die man zurückgreifen könnte.
Nach drei Jahren will der FC Barcelona Lionel Messi endlich einsetzen, und die Familie weiß, wenn er es jetzt nicht schafft, so zu spielen, wie man es von ihm erwartet, wird es für alles Weitere unüberwindbare Schwierigkeiten geben. In Argentinien haben sie alles verloren, in Spanien haben sie noch nichts gewonnen. Doch als der Floh zu spielen beginnt, verfliegt jede Angst. Durch hartes Training, unterstützt von der Mannschaft, gelingt es Messi, nicht nur an Bravour, sondern auch an Körpergröße zu gewinnen, Jahr um Jahr, Zentimeter um Zentimeter. Jeder gewonnene Zentimeter ist erlitten, wie aus dem Innern der Muskeln und Knochen heraus getrieben.
Keiner weiß genau, wie viel er heute misst. Die meisten geben ihm 1,69 Meter, andere etwas weniger, wieder andere behaupten, Messi sei nun bei eins sechzig angelangt und wachse noch immer. Die offiziellen Angaben schwanken, sie gewähren ihm nach und nach ein paar Zentimeter mehr, als handle es sich um ein Verdienst, um einen Preis, den er sich auf dem Platz erspielt hat. Tatsache ist, dass kurz vor dem Anpfiff, wenn beide Mannschaften sich in Reih und Glied gegenüberstehen, die Köpfe der Spieler sich alle mehr oder minder auf der gleichen Höhe befinden. Nur um Messis Gesicht zu erspähen, muss man den Blick senken, bis etwa auf Schulterhöhe seiner Kameraden.
Tatsächlich kommt ihm keiner hinterher. Sein Schwerpunkt liegt tief, die Verteidiger versuchen, ihn umzustoßen, aber er fällt nicht und wankt nicht. Er setzt seinen Lauf fort, schießt den Ball vor sich her, bleibt nicht stehen, dribbelt, überholt, schlüpft davon, flieht, täuscht. Er ist nicht zu stoppen. In Barcelona spottet man, Roberto Carlos und Fabio Cannavaro, die beiden einstigen Starverteidiger von Real Madrid, hätten Lionel Messi noch nie ins Gesicht geblickt, einfach weil es ihnen nie gelungen sei, ihn einzuholen. Lionel ist superschnell, er flitzt davon mit seinen kleinen Füßen, die den Ball festhalten und jede Bewegung kontrollieren, als seien sie Hände. Durch seine Täuschungsmanöver stolpern seine Gegner über ihre eigenen Füße in der nutzlosen Größe 45.
Messi zuzusehen bedeutet, etwas zu sehen, das weit über den Fußball hinausgeht und das mit der Schönheit selbst zusammenfällt. Etwas, das einem Schwung gleicht, fast einem Schauer der Erkenntnis, einer Epiphanie, die denjenigen, der dort sitzt und ihm zusieht, wie er um den Ball herumtänzelt und -trippelt, mit ihm verschmelzen lässt. Der Beobachter spürt keinen Unterschied mehr zwischen sich und dem Spiel, sondern taucht ganz hinein und fühlt sich eins mit diesen eckigen, aber harmonischen Bewegungen. Darin ist Messis Spiel vergleichbar mit dem Klavierspiel von Arturo Benedetti Michelangeli, mit den Bildern Raffaels, den mathematischen Formeln der Spieltheorie John Nashs, die weit mehr sind als Klang, Farbe, Logik – sie üben eine hypnotische Wirkung aus. Genauso ist es, wenn man Messi erstmals beobachtet: Man ist unweigerlich erschüttert, es ist, als erahne man sich selbst. Als blicke man in seine eigene Tiefe.
Schon wenn man nur zuhört, wie die Sportjournalisten Messis Bravourstückchen kommentieren, wird klar, was für ein kunstvoller Jongleur er ist. Während eines Spiels zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid, bei dem die Gegner ihn unablässig zu foulen versuchten, hörte der Kommentator auf, das Spiel zu kommentieren, und stieß nur noch begeistert hervor: "Und er fällt nicht, er fällt nicht, er fääällt niiicht!" Bei einer weiteren Begegnung zwischen den beiden historischen Erzrivalen wurde dem ekstatischen Schlachtruf "Messi, Messi, Messi" ein "a" hinzugefügt, das von nun an dort bleiben sollte: Messia. Das ist der zweite Spitzname, den "der Floh" sich durch die spöttische Grazie seiner Vorstöße eingehandelt hat.
Sein Spiel erweckt ein fast mystisches Staunen. "Und der Mensch wurde Gott und sandte seinen Propheten", so lautet das Leitmotiv einer Fernsehsendung, die El Mesías gewidmet ist – jenem Messias, der ihm, als göttliche Inkarnation des Fußballs, vorangegangen ist: Diego Armando Maradona. Man kann es kaum glauben, aber Messi hat, wenn er spielt, Maradonas Pässe im Kopf, so wie ein Schachspieler sich in bestimmten Momenten von den Lösungen eines Großmeisters leiten lässt, die dieser in einer vergleichbaren Spielsituation anwandte. Jenen Treffer, den Diego Maradona am 22. Juni 1986 in Mexiko erzielte und der als das Tor des Jahrhunderts angesehen wird, konnte Messi in praktisch identischer Form zwanzig Jahre später, am 18. April 2007, in Barcelona wiederholen. Auch Lionel startet in einer Torentfernung von circa sechzig Metern, auch er umrundet in einem einzigen Lauf zwei Gegenspieler, dann beschleunigt er in Richtung Strafraum, wo einer der Gegner, die er überholt hat, noch versucht, ihn zu Fall zu bringen, aber vergebens. Drei Verteidiger drängen sich um Messi herum, doch er, anstatt auf das Tor zu zielen, schlüpft nach rechts davon, umdribbelt den Torwart und einen weiteren Spieler … und trifft. Nach dem Torschuss ein Bild der Fassungslosigkeit, die Spieler des FC Barcelona sind wie versteinert, sie fassen sich an den Kopf und sehen sich um, als könnten sie nicht glauben, dass sie noch einmal ein solches Tor erleben durften.
Als Maradona das Tor in Mexiko schoss, war Messi noch nicht einmal geboren. Erst 1987 kam er zur Welt. Und der Grund, weshalb ich zu ihm nach Barcelona gereist bin, weshalb ich ihn treffen will, ist ebender: weil ich in Neapel mit dem Mythos des Diego Armando Maradona aufgewachsen bin. Nie werde ich jenes Spiel der Weltmeisterschaft 1990 vergessen, als ein grausames Schicksal es wollte, dass die damalige italienische Mannschaft eines Azeglio Vicini und eines Totò Schillaci das Halbfinale gegen das Argentinien eines Maradona austragen musste, ausgerechnet im neapolitanischen Stadio Sao Paolo. Als Schillaci das erste Tor schießt, reagiert das Stadion freudig. Aber man spürt, dass in den Fankurven irgendetwas nicht stimmt. Nach dem Tor von Cannigia beginnen die nichtneapolitanischen, nichteinheimischen Schlachtrufe sich gegen Maradona zu kehren, und nun geschieht etwas, das es in der Fußballgeschichte noch nie gegeben hat und wohl auch nie wieder geben wird: Die Stimmung wendet sich gegen die eigene Nationalmannschaft. Die Fans der neapolitanischen Kurve brüllen: "Diego! Diego!" Sie waren ja gewohnt, ihn zu rufen, wie sollte man sie dafür tadeln, und wie sollten sie sich plötzlich nicht mehr mit ihm identifizieren? Es war Maradona gelungen, die Logik der Parteiergreifung auf den Kopf zu stellen.
Ich erinnere mich sehr gut an jene Tage. Ich war etwa elf Jahre alt, und diese Art Fußball werde ich wohl kaum je wieder erleben. Und doch scheint etwas von damals zurückzukehren. Das Tor von Mexiko im Spiel gegen England und das Tor, das der Floh zwanzig Jahre später schoss, besiegeln einen der unvergesslichen Augenblicke meiner Kindheit. Ich stelle mir vor, wie wunderbar, wie schwindelerregend es wäre, Messi im Stadio Sao Paolo spielen zu sehen, ihn, von dem derselbe Maradona sagte: "Messi spielen sehen ist besser als Sex haben." Und Diego versteht etwas von beidem.
Der unglaublichste Moment meines Treffens mit Messi ist der, als ich ihm sage, dass er, wenn er spielt, Maradona gleicht – ihm "gleicht": weil ich nicht weiß, wie ich eine Beobachtung, die schon tausendmal gemacht wurde, besser ausdrücken soll, aber sagen will ich es ihm trotzdem. Er antwortet mir: "Ist das wahr?", mit einem Lächeln, noch schüchterner als sonst und überglücklich.
Im Übrigen war Lionel Messi bereit, mich zu treffen, nicht weil ich ein Schriftsteller bin oder aus sonst einem Grund, sondern nur weil ich aus Neapel komme. Für ihn bin ich das, was für einen Muslim jemand ist, der in Mekka geboren wurde. "Neapel gefällt mir, ich möchte bald hinfahren", sagt Messi. "Es ist sicher sehr schön, wenn man dort ein wenig länger bleiben kann. Für einen Argentinier ist es wie nach Hause kommen." Neapel ist für Messi und für viele Fans des FC Barcelona ein heiliger Ort des Fußballs. Es ist der Ort der Talentweihe, die Stadt, in welcher der Gott des Fußballs seine besten Jahre verbrachte, wo er aus dem Nichts aufstieg zum Sieger über die großen Mannschaften, zum Eroberer der Welt.
Lionel Messi wirkt wie das glatte Gegenteil dessen, was man sich unter einem Fußballstar vorstellt, er ist linkisch, er benutzt nicht die üblichen Phrasen, die zu benutzen man ihm empfiehlt, er wird rot und schielt auf seine Füße, er beginnt an Daumen- und Zeigefingernagel zu kauen, wenn er nicht weiß, was er sagen soll.
Aber die Geschichte des Flohs ist noch erstaunlicher, in vielerlei Hinsicht. Mit Messi ist es wie mit der Hummel. Man sagt, die Hummel dürfte eigentlich gar nicht fliegen, weil ihr Körper unverhältnismäßig groß und viel zu schwer für ihre kleinen Flügel sei. Aber die Hummel weiß das nicht, sie fliegt einfach. Messi mit seinem Körperchen, seinen kleinen Füßen, seinen Beinchen und der schmalen Brust, mit all seinen Wachstumsproblemen, sollte eigentlich im muskelstrotzenden modernen Fußball gar nicht spielen können.
Aber Messi weiß das nicht. Und ebendeshalb ist er der Größte von allen.
Roberto Saviano wurde 1979 in der Nähe von Neapel geboren. Er arbeitete zunächst als Journalist. 2006 erschien sein Bestseller Gomorrha über Praktiken der CamorraDas Buch wurde verfilmt und in 42 Sprachen übersetzt.
- Datum 07.04.2010 - 09:52 Uhr
- Seite 1 | 2 | 3 | Auf mehreren Seiten lesen
- Quelle DIE ZEIT, 25.06.2009 Nr. 27
- Kommentare 4
- Versenden E-Mail verschicken
- Empfehlen Facebook, Twitter, Google+
- Artikel Drucken Druckversion | PDF
-
Artikel-Tools präsentiert von:







Ein rührender Artikel. Wunderschön geschrieben/ übersetzt.
______________________________________________________________________
"Zweifel ist keine angenehme Voraussetzung, aber Gewißheit ist eine absurde."
"Du bist anderer Meinung als ich und ich werde dein Recht dazu bis in den Tod verteidigen"
- Voltaire
Wirklich schöner Artikel.
Einiziger Schwachpunkt am Originaltext:
"Nur um Messis Gesicht zu erspähen, muss man den Blick senken, bis etwa auf Schulterhöhe seiner Kameraden."
In Wahrheit sind Spieler wie Xavi (1,70m), Iniesta (1,70), Pedro (1,69) oder Krkic (1,70) zumindest körperlich mit Messi auf Augenhöhe.
Jedem, der mal ein Barca-Spiel verfolgt hat, sollte auffallen, dass der Verein zumindest in der Offensive verstärkt auf diesen Spielertyp - klein, wendig, schnell, mit hervorragende Technik und Übersicht - setzt und damit sehr erfolgreich fährt. Wenn man diesen Spielern zuschaut hat man das Gefühl die Zeit würde für sie nur halb so schnell laufen und für uns Beobachter steht sie still.
er ist 23 & sieht auch so aus. er ist genauso groß wie manch andere aus seinem team. & nur weiL er kein bart hat is er jetzt nen kind?! nee. auserdem hat er öfters maL bartstoppeLn in der gusche.!
Nun wissen wir: Das Portrait eines Sportlers durch einen Schriftsteller kann ebenso mitreissend sein wie Händels "Messias" nach der Überarbeitung durch Mozart. Oder die Geschichte des Heiligen Hubertus, wie sie uns von Jacobus von Voragine überliefert wurde. Auch das Leben Lionel Messis ist aus dem Stoff gemacht, aus dem Legenden gestrickt werden, und Roberto Saviano ist es vortrefflich gelungen, dieses Klein-Od zum glänzen zu bringen.
Herzlichen Dank an die ZEIT-Redaktion, diesen herausragenden Artikel noch einmal einzustellen, der mir ansonsten entgangen wäre.
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren