Iran Gott gegen Gott in Teheran
Demonstranten wie Verteidiger des Regimes berufen sich auf Allah. Ein Tagebuch von den stillen und gefährlichen Augenblicken des Aufstands.

© Olivier Laban-Mattei/AFP/Getty Images
Beten auf der Straße in Teheran
Wieder öffnet sich im letzten Moment eine Tür, diesmal ein Rollgitter, um genau zu sein, das Rollgitter eines schmalen Sanitärgeschäfts an einer sechsspurigen Straße, auf der eine Einheit der Basidschis, der Freiwilligenmilizen, heranrückt, etwa hundert Mann mit Helmen, Schilden, Knüppeln und Schutzwesten über der Zivilkleidung. Der Ladenbesitzer, ein kleiner, leicht gebückter Mann mit grauen Haaren und weißem Schnurrbart, zieht das Gitter hinter uns herab. Wir: vier Menschen, die einander nicht kennen, außer mir zwei Männer und eine Frau, unterschiedlichen Alters.
Hektisch stellen wir uns einander vor, obwohl keine Eile ist, da wir für unbestimmte Zeit ein paar Quadratmeter teilen wie einen Aufzug, der stehen geblieben ist. Einer ist Ingenieur, der andere Student, sie Lehrerin. Wir müssen uns verstecken!, ruft der Ingenieur: Wenn die Basidschis uns entdecken, könnten sie den Laden anzünden. Aber sie erreichen den Laden nicht. Viele der Demonstranten haben sich umgedreht und bewerfen die Basidschis mit Steinen. Müllcontainer werden auf die Straße gerollt und angezündet. Auch aus anderen Richtungen fliegen Steine, keine zwei Meter von uns entfernt, beteiligt sich ein älterer Herr am Kampf, auf der anderen Straßenseite sind es Frauen. Manche der Basidschis wollen weiter vorrücken und werfen ihrerseits mit Steinen, andere weichen zurück. Wir sehen, dass sie untereinander diskutieren, wir sehen den Anführer schreien, als plötzlich die Demonstranten "Gott ist größer!" rufen und nach vorne stürmen.
Der Jubel, der ausbricht, weil die Basidschis davonrennen, währt keine fünf Minuten. Dann rücken schon die Zedde Schuresch an, das Anti-Krawall-Kommando der Polizei. Der Ladenbesitzer schließt die Glastür und nimmt uns mit in sein Lager. Von dort aus hören wir Schüsse, Schreie. Weitere fünf Minuten später ist es wie auf Knopfdruck still. Als der Ladenbesitzer das Rollgitter hochzieht, betreten wir ein verlassenes Schlachtfeld, Rauchschwaden, der Boden übersät mit Steinen und den Glassplittern der Autos, hier und da Feuer. Aus den benachbarten und gegenüberliegenden Häusern kommen zu viele Menschen zum Vorschein, als dass sie alle Anwohner sein könnten, und reiben sich die Augen. In der Luft liegt noch der Geruch des Tränengases. Es ist Samstag, der 20. Juni. Was zum Krieg geworden ist, war noch ein Schweigemarsch, als ich drei Tage zuvor in Teheran eintraf.
Mittwoch, 17. Juni
Selbst von der Hochstraße aus, die auf YouTube später dutzendfach zu sehen sein wird, überblicke ich weder Anfang noch Ende des Zuges. Die meisten halten ein DIN A4 großes Blatt mit einem Spruch oder dem Foto eines Erschlagenen in die Höhe, das sie selbst ausgedruckt haben. Favorit sind sarkastische Anspielungen auf die Behauptung des Präsidenten, dass in Teheran nur einige Hooligans auf die Straße gegangen seien wie nach einem verlorenen Fußballmatch. Noch nie hat eine Masse auf mich so individuell gewirkt, jeder formuliert den Protest auf eigene Weise. Nicht einmal Ordner sind ausgewiesen, nur hier und da steht jemand auf der Leitplanke und verkündet eine Nachricht, die sich wie ein Lauffeuer ausbreitet. Morgen um zwei vor der Vertretung der Vereinten Nationen. Nein, morgen um vier auf dem Freiheitsplatz. Alle die Hände hochhalten! Vor Einbruch der Dunkelheit bitte auflösen.
Es ist nicht klar, ob die Ordner sich spontan auf die Leitplanke gestellt haben oder einem Komitee angehören, das unsichtbar bleibt. Nachdem die Wahlkampfzentralen zerstört wurden, sitzen die Oppositionsführer, die noch nicht verhaftet worden sind, zu Hause und telefonieren. Mir Hussein Mussawi taucht ohne Ankündigung, die zu gefährlich wäre, auf den Demonstrationen auf, hat aber nur ein Megafon, um sich verständlich zu machen. Das Mobilnetz funktioniert nur vormittags, Kurzmitteilungen sind überhaupt nicht möglich, das Internet ist so langsam geworden, dass es nur mit DSL zu gebrauchen ist. Fernsehsendungen und Feuilletondebatten im Westen ranken sich um den Mythos einer Protestbewegung, die mittels Facebook, Twitter, SMS und Google Groups kommuniziert; inzwischen ist sie auf Mundpropaganda zurückgeworfen.
Anders als am Montag, als sich nach Angaben des Bürgermeisters, der selbst ein Konservativer ist, drei Millionen Menschen aus allen Altersgruppen versammelt hatten, sind es vor allem junge Leute, die sich noch auf die Straßen trauen, viele Studenten, aber auch Angestellte, Stewardessen in Uniform, Mädchen im Tschador, überhaupt viele Frauen, mehr als die Hälfte, scheint mir. Das ist beileibe nicht nur die Jugend des wohlhabenden Teheraner Nordens, vielmehr ist die gesamte iranische Studentenschaft vertreten, höre ich aus den Gesprächen heraus, viele Leute aus der Provinz, die in Wohnheimen leben und nun Zeit zum Demonstrieren haben, weil das Ministerium die Prüfungen abgesagt hat.
Der Riss verläuft nicht zwischen den Bürgern und den Habenichtsen, zwischen Stadt- und Landbevölkerung, zwischen Nord- und Südteheran, eher zwischen den Generationen. Viele der Studenten sind die Kinder der gleichen Leute, die für die Revolution gekämpft haben, im Krieg gefallen sind, den Kandidaten des Führers gewählt haben. Sie sind peinlich genau darauf bedacht, den Polizeikommandos der Zedde Schuresch, die hinter diesem oder jenem Häuserblock bereitstehen mögen, keinen Vorwand zum Einsatz zu liefern. An den großen Kreuzungen bleiben sie bei Rot stehen, damit die Autos passieren können. Wenn es grün wird, beeilen sie sich, um die entstandene Lücke zu schließen. Hundert Meter weiter fordert ein Ordner sie auf, wieder langsam zu gehen, damit die Hinteren aufholen können.
Da politische Parolen lebensgefährlich geworden sind, konzentriert sich die Opposition darauf, die Einhaltung des Gesetzes zu fordern, was die größte Provokation zu sein scheint. Überhaupt ist es kurios zu sehen, wie die Demonstranten dem Regime die Symbole geklaut haben. Während die Anhänger Ahmadineschads nationalistisch mit der Landesfahne wedeln, um ihr religiöses Image abzulegen, tragen die Reformanhänger, die nicht mehr in einer Theokratie leben wollen, das islamische Grün: als Schal, als Kopftuch, als Armband oder Schnur zwischen den Fingern. Die grünen Stirnbänder kannte man von den Freiwilligen, die im Krieg gegen den Irak auf die Minenfelder liefen, oder von der libanesischen Hisbollah.
Jeden Abend um zehn rufen Menschen in der ganzen Stadt "Gott ist größer" von den Dächern und Balkonen, selbst der Anhänger der nichtmuslimischen Zoroaster-Religion, der mich abends nach Hause fährt: So weit hat mich die Islamische Republik gebracht, schimpft er, dass ich vor Verzweiflung Allahu Akbar rufe. Dass Gott größer ist, übertrifft jede Parole an Gehalt: größer als ihr, die ihr euch als Götter aufführt.
Donnerstag, 18. Juni
Unter allen hässlichen Plätzen Teherans nimmt der Kanonenhausplatz einen besonderen Rang ein. Er wird überragt von einem zwölf Stockwerke hohen Rechteck aus schmutzigem Beton, in dem das Fernmeldeamt untergebracht ist, ringsum niedrigere Gebäude aus derselben Konsistenz, in der Mitte acht Spuren einer Einbahnstraße und eine ebenso große Asphaltfläche, die einmal ein Parkplatz gewesen sein könnte und heute die nicht weiter definierte Fläche vor dem Eingang der U-Bahn ist. Wer hier in der Gegend wohnt oder seinen Laden hat, einst das prächtige Zentrum Teherans, später Vergnügungsmeile und heute Arme-Leute-Gegend, mag daran glauben, dass Ahmadineschad bei den Präsidentschaftswahlen fast zwei Drittel der Stimmen erhalten haben soll. Der junge Händler, der mir eine iranische SIM-Karte verkauft, winkt spöttisch ab, als ich ihn frage, ob er gleich demonstrieren geht.
- Datum 29.06.2009 - 08:48 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 25.06.2009 Nr. 27
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Sehr guter Artikel, Herr Kermani!
Vielleicht, dass aus diesen Auseinandersetzungen, in der beide Seiten einen religionsbezug für ihr anliegen herstellen, eine religiöse Bewegung auf breiter basis entsteht, die eine theologische trennung von Staat und Religion propagiert in ihrer religionsauffassung.
Das wäre der ultimative gewinn dieser auseinandersetzung.
Sonst könnte es zu gut sein, wenn nicht, dass in einigen jahren/ajhrzehnten, dieselben zustände wieder vorzufinden sein werden - auch wenn die DEmonstantenn sich durchsetzen sollten.
Denn auch dise menschen werden älter werden und dann an den schalthebeln der Macht sitzen bzw. zur beherrschenden gruppierung gehören, und wiederum von anderen i'ihre' revolution , die sie vor jahren vollzogen, gefährtet sehen, ihren lebensinn, ihren preis des Sieges - wie die 'alten' im obrigen artikel.
Denn auch diese waren jung und rebellierten einst für freiheit - in Form der 'Gottesherrschaft' (des religiös begründeten und gestützten Staates).
Herr Kermani , einen ganz netten Live-Bericht liefern Sie uns da.
Koennen Sie auch berichten , wie die Strassenschalchten vor 2 Jahren in Paris niedergeknueppelt wurden ? Oder die Massenunruhen Anfang der neunziger Jahre in Los Angles . als zum ersten Mal in der amerikanischen Geschichte das Militaer eingesetzt wurde , um die Lage wieder unter Kontrolle zu bringen. Ich erinnere mich fern an ganze Strassenzuge , die in Flammen standen und Pluenderungen und andere schreckliche Szenen , die man jederzeit nachlesen kann.
Sie sind Iraner und ich bitte Sie , bei allem , was Sie hier berichten , die uebergeordeneten Realitaeten nicht zu vergessen.
Die Medienhysterie der westlichen Elite , die sich nur an den Ereignissen im Iran aufgeilen wollen , mussen Sie doch als Intellektueller schon laegst durchschaut haben. Was hat ein Mickey Mouse Sender , wie Al Jazeera ( ganz und gar von England dirigiert ) fuer ein Recht fast 24 stuendlich ueber Iran zu berichten , gibt es kein anderes Elend im mittleren Osten , wie Irak , Afghanistan Pakistan , Gaza etc. ? Warum richtet die BBC gerade jetzt einen iranischen Nachrichtensender ein ( BBC Persia ) , obwohl die BBC unter akutem Geldmangel leidet ?
Wo war der Aufschrei von CNN , BBC und Co. also Saddam Giftgas ( Technologie geliefert von Deutschland und Frankreich ) . Gab es auch nur ein einzige Nahricht darueber und an 800 000 getoeteten Iranern ?
Wurde der Abschuss der iranischen Passagiemaschine , Flug IR 655 , bei dem 300 Ihr Leben verloren auch nur im Ansatz kritisch erwaehnt.
Der amerikanische Admiral , der diese ' Heldentat ' vollbrachte wurde anschliessend von hoechster Stelle gelobt und hochdekoriert.
Verraten Sie Ihr Land nicht und seien Sie sich absolut sicher , dass die westlichen Kolonialisten , die islamische Republik Iran , agrundtief hassen , und es von der Weltoeberflaeche tilgen wollen , ob mit Mussavi , oder wem auch immer
Was hat ein Mickey Mouse Sender , wie Al Jazeera ( ganz und gar von England dirigiert ) fuer ein Recht fast 24 stuendlich ueber Iran zu berichten , gibt es kein anderes Elend im mittleren Osten , wie Irak , Afghanistan Pakistan , Gaza etc. ?
Mhh, welche Relationen diese Elendsgebiete wohl haben, das wir ihnen helfen muessen?
in westlichen Ländern und sie werden oft mit Gewalt nieder gehalten.
Der Unterschied ist aber, dass sich diese Demonstrationen gegen einzelne Missstände, Fehlentwicklungen, Fehlentscheidungen richten, nicht gegen das ganze System, das bisher im Großen und Ganzen eine gewisse innere Demokratie gewährleistet. Das ist aber im Iran nicht der Fall und ich kann mich an die Euphorie der hiesigen Iraner vor 30 Jahren erinnern, die damals meinten mit dem Schah gingen auch die diktatorischen Verhältnisse. Sie, alle diese linken Iraner, gingen damals in den Iran um mit zu kämpfen und nach nicht sehr langer Zeit waren sie dann doch sehr enttäuscht als sich dieses rigide System immer mehr festigte.
Ja, die USA unterstützten den verbrecherischen Krieg des Irak gegen den Iran., den Putsch gegen Mossadegh. Aber macht das Falsche früherer Zeiten und damaliger Gegner das Falsche heutiger Diktaturen deshalb richtiger, macht es die Unterdrückung der Frauen, der Meinungsfreiheit und überhaupt eines selbstbestimmten Lebens weniger schlimm?
Weil die westliche Welt, allen voran die USA eine falsche und oft auch geradezu verbrecherische Politik betrieben, ist deshalb nicht das richtig, was deren Betroffene und Gegner nun ihrerseits heute und seit Jahrzehnten tun!
Es gibt nicht nur schwarz und weiß, sondern manchmal auch schwarz und schwarz!
Du kannst doch nicht einen unserer Landsleute vorwerfen, er würde "unser" Land verraten. Er ist lediglich fehlgeleitet, durch seinen Aufenthalt im verruchten Westen ein wenig "verweltlicht". Gott wird ihm verzeihen, so solltest auch Du ihn verzeihen können.
Was hat ein Mickey Mouse Sender , wie Al Jazeera ( ganz und gar von England dirigiert ) fuer ein Recht fast 24 stuendlich ueber Iran zu berichten , gibt es kein anderes Elend im mittleren Osten , wie Irak , Afghanistan Pakistan , Gaza etc. ?
Mhh, welche Relationen diese Elendsgebiete wohl haben, das wir ihnen helfen muessen?
in westlichen Ländern und sie werden oft mit Gewalt nieder gehalten.
Der Unterschied ist aber, dass sich diese Demonstrationen gegen einzelne Missstände, Fehlentwicklungen, Fehlentscheidungen richten, nicht gegen das ganze System, das bisher im Großen und Ganzen eine gewisse innere Demokratie gewährleistet. Das ist aber im Iran nicht der Fall und ich kann mich an die Euphorie der hiesigen Iraner vor 30 Jahren erinnern, die damals meinten mit dem Schah gingen auch die diktatorischen Verhältnisse. Sie, alle diese linken Iraner, gingen damals in den Iran um mit zu kämpfen und nach nicht sehr langer Zeit waren sie dann doch sehr enttäuscht als sich dieses rigide System immer mehr festigte.
Ja, die USA unterstützten den verbrecherischen Krieg des Irak gegen den Iran., den Putsch gegen Mossadegh. Aber macht das Falsche früherer Zeiten und damaliger Gegner das Falsche heutiger Diktaturen deshalb richtiger, macht es die Unterdrückung der Frauen, der Meinungsfreiheit und überhaupt eines selbstbestimmten Lebens weniger schlimm?
Weil die westliche Welt, allen voran die USA eine falsche und oft auch geradezu verbrecherische Politik betrieben, ist deshalb nicht das richtig, was deren Betroffene und Gegner nun ihrerseits heute und seit Jahrzehnten tun!
Es gibt nicht nur schwarz und weiß, sondern manchmal auch schwarz und schwarz!
Du kannst doch nicht einen unserer Landsleute vorwerfen, er würde "unser" Land verraten. Er ist lediglich fehlgeleitet, durch seinen Aufenthalt im verruchten Westen ein wenig "verweltlicht". Gott wird ihm verzeihen, so solltest auch Du ihn verzeihen können.
Navid Kermani lässt in seinem bericht auch das Licht auf die Strömungen und Bewegungen fallen, die in den üblichen Frontkonstruktionen untergehen, die vieles vereinfachen und damit auch der Verständlichkeit einziehen. Im Iran ist viel mehr in Bewegung gekommen als das Machtfundament inzwischen übermütiger Potentaten, die ihrer Unsicherheit mit massiver Gewalt beikommen wollen und ungewollt die Entwicklungen forcieren, die ihnen zum Schicksal werden können. Die Ruhe vor dem Sturm ist sprichwörtlich und die massive Präsenz der Staatsorgane zwingt die Freiheitswilligen, Wege zu suchen, die für den Elefanten unzugänglich sind. Schon der erste offene Schlagabtausch hat ein Ausmass an Freiheitswillen gezeigt, mit dem die iranische Staatsgewalt auf die Dauer überfordert sein wird. Wege der Verhandlung könnten jetzt viele Opfer ersparen. Die Autorität ist kein verlässliches Kriterium mehr. Je häufiger der Anspruch des religiösen Führers missbraucht wird, desto schneller wird er zum bedeutungslosen Etikett.
Jedem das Seine!
Was hat ein Mickey Mouse Sender , wie Al Jazeera ( ganz und gar von England dirigiert ) fuer ein Recht fast 24 stuendlich ueber Iran zu berichten , gibt es kein anderes Elend im mittleren Osten , wie Irak , Afghanistan Pakistan , Gaza etc. ?
Mhh, welche Relationen diese Elendsgebiete wohl haben, das wir ihnen helfen muessen?
in westlichen Ländern und sie werden oft mit Gewalt nieder gehalten.
Der Unterschied ist aber, dass sich diese Demonstrationen gegen einzelne Missstände, Fehlentwicklungen, Fehlentscheidungen richten, nicht gegen das ganze System, das bisher im Großen und Ganzen eine gewisse innere Demokratie gewährleistet. Das ist aber im Iran nicht der Fall und ich kann mich an die Euphorie der hiesigen Iraner vor 30 Jahren erinnern, die damals meinten mit dem Schah gingen auch die diktatorischen Verhältnisse. Sie, alle diese linken Iraner, gingen damals in den Iran um mit zu kämpfen und nach nicht sehr langer Zeit waren sie dann doch sehr enttäuscht als sich dieses rigide System immer mehr festigte.
Ja, die USA unterstützten den verbrecherischen Krieg des Irak gegen den Iran., den Putsch gegen Mossadegh. Aber macht das Falsche früherer Zeiten und damaliger Gegner das Falsche heutiger Diktaturen deshalb richtiger, macht es die Unterdrückung der Frauen, der Meinungsfreiheit und überhaupt eines selbstbestimmten Lebens weniger schlimm?
Weil die westliche Welt, allen voran die USA eine falsche und oft auch geradezu verbrecherische Politik betrieben, ist deshalb nicht das richtig, was deren Betroffene und Gegner nun ihrerseits heute und seit Jahrzehnten tun!
Es gibt nicht nur schwarz und weiß, sondern manchmal auch schwarz und schwarz!
Ihrer Meinung nach Deutschelande.
Ihrer Meinung nach Deutschelande.
Im Iran ist viel mehr in Bewegung gekommen als das Machtfundament inzwischen übermütiger Potentaten, die ihrer Unsicherheit mit massiver Gewalt beikommen wollen und ungewollt die Entwicklungen forcieren, die ihnen zum Schicksal werden können. Die Ruhe vor dem Sturm ist sprichwörtlich und die massive Präsenz der Staatsorgane zwingt die Freiheitswilligen, Wege zu suchen, die für den Elefanten unzugänglich sind. Schon der erste offene Schlagabtausch hat ein Ausmass an Freiheitswillen gezeigt, mit dem die iranische Staatsgewalt auf die Dauer überfordert sein wird.
Ja, wenn die GewaltWelle erstmal bricht.....
Respekt!
Jetzt mal im ernst: die ganze Sache mit dieser Iran-Pseudorevolution ist zum Glück extrem abgeflacht. Es müsste inzwischen jedem Dummkopf klar sein, dass es sich um einen vom Westen angezettelten Aufstand handelt, eine Art neue Schweinebucht, der ein demokratisch gewähltes Regime putschen möchte, um irgendeine ausbeuterische Marionette zu installieren.
Ich bin selbst kein Fan von A., aber wenn das Volk ihn haben möchte, dann soll es so sein und dann muss man auch mit aller Härte gegen Putschisten vorgehen. So ist das nun mal und so würde es auch hier geschehen. Ich empfehle den Artikel von Esam Al-Amin zu lesen: http://www.jungewelt.de/2...
Oder, einen guten Einblick in die Beweise des Westens bzw. der Mini-Medien bietet: http://www.spiegel.de/wis...
Wie es aus sieht ist der ganze Spuck eh vorbei. Ich hoffe dass die Mullahs und Ayatollas etwas daraus gelernt haben und sich in Zukunft mehr um die Jugend kümmern. Denn eigentlich sollte der Mensch in der Religion eine feste Basis finden und nicht so umherirren wie diese Bekloppten mit ihren Fotohandys. Irgendwas läuft da total schief. Ich möchte auf keinen Fall die Taliban mit ihren Religionsschulen loben, aber kann man nicht einen Mittelweg finden?
Eine gute Analyse und und ein herrvorangender Bericht von Esam Al Amin , der uebrigens kein Iraner ist.
Bitte lesen Sie zum Thema TWITTER folgenden Artikel , den ich eingehend studiert habe und immer noch vor Staunen sprachlos bin:
http://pakalert.wordpress...
> Es müsste inzwischen jedem Dummkopf klar sein, dass es sich um einen vom Westen angezettelten Aufstand handelt ... <
Abgesehen davon, dass Sie jeden Andersdenkenden als Dummkopf beschimpfen, wo sind Ihre "Beweise"? Was ist mit Westen gemeint? Europa, Amerika? Oder meinen Sie wie einige andere den "CIA"?
Es sind immer wieder pauschale Kommentare mit Schubladen, genau wie "Alle Banker sind Verbrecher".
Etwas mehr differenzierte und nachvollziehbare Argumente wären angebracht.
Gruß, Bernd
*** Money helps the body to survive, but friends are needed to make the soul survive ***
... der Spuk des blasphemischen "Wächterrates" wird mit "sittenstrenger" Unterstützung der Basidschi und der Revolutions-Milizen weitergehen. Die Kräne zum aufknüpfen warten.
Eine gute Analyse und und ein herrvorangender Bericht von Esam Al Amin , der uebrigens kein Iraner ist.
Bitte lesen Sie zum Thema TWITTER folgenden Artikel , den ich eingehend studiert habe und immer noch vor Staunen sprachlos bin:
http://pakalert.wordpress...
> Es müsste inzwischen jedem Dummkopf klar sein, dass es sich um einen vom Westen angezettelten Aufstand handelt ... <
Abgesehen davon, dass Sie jeden Andersdenkenden als Dummkopf beschimpfen, wo sind Ihre "Beweise"? Was ist mit Westen gemeint? Europa, Amerika? Oder meinen Sie wie einige andere den "CIA"?
Es sind immer wieder pauschale Kommentare mit Schubladen, genau wie "Alle Banker sind Verbrecher".
Etwas mehr differenzierte und nachvollziehbare Argumente wären angebracht.
Gruß, Bernd
*** Money helps the body to survive, but friends are needed to make the soul survive ***
... der Spuk des blasphemischen "Wächterrates" wird mit "sittenstrenger" Unterstützung der Basidschi und der Revolutions-Milizen weitergehen. Die Kräne zum aufknüpfen warten.
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