Wie geht's Deutschland? Die Vermögen sind ungleich verteilt
Der Besitz der Ostdeutschen schrumpft, weil ihre Häuser an Wert verlieren und viele arbeitslos sind. Die Altersarmut dürfte zunehmen
Die Deutschen werden immer reicher: 88.000 Euro betrug das durchschnittliche Vermögen Anfang 2007 – rund 8000 Euro mehr als 2002. Doch der Reichtum ballt sich nicht nur stärker in den Händen weniger. Er ist auch zwischen West- und Ostdeutschland noch ungleicher verteilt als vor sieben Jahren.
In den alten Bundesländern lag das durchschnittliche Vermögen 2007 bei mehr als 100.000 Euro – ein Plus von elf Prozent. In den neuen Bundesländern dagegen sank das Vermögen um zehn Prozent auf nur noch gut 30.000 Euro. Vor allem sinkende Hauspreise und eine hohe Arbeitslosigkeit haben die Ostdeutschen ärmer werden lassen.
Das sei »ein sozialpolitisch besorgniserregender Trend«, schreibt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), das die aktuellen Daten im Auftrag der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung ausgewertet hat. Vermögen spielt eine wichtige Rolle bei der Alterssicherung. In Ostdeutschland aber geht es schon unter den Vierzig- bis Fünfzigjährigen deutlich zurück. »Wenn die Politik nicht gegensteuert, wird die Altersarmut in den neuen Bundesländern zunehmen«, sagt DIW-Wissenschaftler Michael Grabka.
- Datum 30.06.2009 - 12:46 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 25.06.2009 Nr. 27
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»Wenn die Politik nicht gegensteuert, wird die Altersarmut in den neuen Bundesländern zunehmen«
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