Managerbezüge: Stoppt die Selbstversorger!
Leichtfertige Bonuszahlungen an Spitzenmanager haben zur heutigen Misere beigetragen. Der Markt korrigiert das nicht von allein

© Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images
Die Hände von Porsche-Chef Wendelin Wiedeking mit Porsche-Schlüssel, aufgenommen während eines vom Autohersteller gesponserten Tennisturniers
Allzu leichtfertig seien Millionen-Bonuszahlungen an die Manager geflossen, sagt der Ökonom und Nobelpreisträger Paul Krugman, und das zähle zu den wesentlichen Ursachen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise. Die »verzerrten Anreize haben die Krise unausweichlich gemacht«, glaubt Krugman. Mit anderen Worten: Wer die Regeln nicht ändert, nach denen Manager bezahlt werden, provoziert eine Wiederholung des Beinahekollapses. Weil die Regeln mit darüber bestimmen, welche Risiken ein Manager eingeht.
Aber was passiert? Praktisch nichts. In den meisten Aufsichtsräten jenseits und diesseits des Atlantiks herrscht null Einsicht.
Banken wie die Citigroup erhöhen gerade die Festgehälter ihrer Spitzenkräfte deutlich, um sinkende Bonuszahlungen auszugleichen. Das schreit zum Himmel. Statt ein anderes Risikoverhalten anzuregen, wollen sie einfach nur sicherstellen, dass ihre Superbanker weiterhin annähernd so viele Millionen bekommen wie in den fetten Jahren.
Die Deutsche Bank hat ihrem Konkurrenten Merrill Lynch, der vor dem Untergang gerettet werden musste, mit frischen Millionenprämien einige Spitzenkräfte in New York abgejagt. Andere wildern bei der UBS. Banker in London werden bald wieder Milliardenboni bekommen, weil einige Geschäfte sehr gut laufen. Für Spitzenbanker geht das Leben weiter, als sei nichts geschehen. An den Risiken, die sie verursachen, sind sie weiterhin gar nicht oder nur marginal beteiligt.
Die Frage ist: Wer könnte das ändern? An erster Stelle jene Aufsichtsräte, die das Netzwerk der Wirtschaftselite heute dominieren. Doch die meisten behaupten, dass der Markt sie bis heute zwinge, Manager mit weitgehend risikofreien Verträgen auszustatten. Nur wenige haben wie Klaus-Peter Müller öffentlich gefordert, Einzelne an den Risiken zu beteiligen, die sie verursachen. Müller ist Aufsichtsratschef der Commerzbank und Vorsitzender der Corporate-Governance-Kommission, die freiwillige Regeln zur guten Unternehmensführung entwickelt. Er ist also in doppeltem Sinne ein eher staatsnaher Aufseher.
Andere lehnen neue Gesetze ab, die das Maßhalten erleichtern würden. In Washington haben Lobbyisten bisher verhindert, dass die künftige Bankenregulierung auch die Gehälter erfasst. Und auch hierzulande haben die wichtigsten Aufsichtsräte – von Gerhard Cromme (Siemens, ThyssenKrupp, Lufthansa, Allianz, E.on, Springer) bis Manfred Schneider (Bayer, Linde, Daimler, TUI, Rewe) – versucht, neue Regeln zu blockieren. Sie bedrängten die Bundeskanzlerin, kurz bevor jetzt das neue Gesetz zur Managervergütung und haftung durch den Bundestag ging.
Ignorant, selbstbezogen, unpolitisch: Anders kann man so ein Verhalten nicht nennen. Denn es gibt in Deutschland genug Gehaltsexzesse, Verträge, die schwache Leistung nicht bestrafen, und noch viel häufiger Verträge, die sich nicht an den Risiken orientieren, die ein Manager eingeht.
Michael Frenzel etwa, der Chef des Touristik-Konzerns TUI, hat seine Bezüge in den vergangenen drei Jahren verdoppelt. Dem Unternehmen geht es vergleichsweise schlecht. In zwei der drei Jahre hat es hohe Nettoverluste erwirtschaftet.




Die Vorstände werden doch von den "massgebenden Aktionären" (vulgo Hedge-Funds) geschickt, damit sie die Firma ausplündernund den Kurs - vorzugsweise duch Entlassungen - in die Höhe drücken, damit auch die ausgelutschte Hülle noch einen Dummen findet ...
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"Aristoteles war kein Belgier. Die Hauptbotschaft des Buddhismus lautet nicht: 'Jeder kämpft für sich selbst'. Und die Londoner Untergrundbahn ist keine politische Bewegung."
A Fish called Wanda
sie wissen schon, dass viele politiker selbst in den aufsichtsräten und ähnlichem sitzen? und das nicht nur bei banken, sondern auch bei großen unternehmen. und da wundert man sich, wieso kein derartiges gesetz erfolgt...
Das Wesen einer Gesellschaft zeigt sich in der Rechtsprechung.
Eine Gesellschaft, die eine Vielzahl Gesetze hat, um Arbeitnehmer für kleinste Fehler zu bestrafen (ggf. für 1 Euro Pfandgeld zu kündigen ),
eine Gesellschaft, die offensichtlich keine ausreichenden Gesetze geschaffen hat, um Manager und Politiker für Fehler haftbar zu machen,
eine solche Gesellschaft ist kaum eine echte Demokratie.
Es fing alles an mit der Werbung wo eine Putzfrau im Bundestag die Vorzüge des "Shareholder Value" erläuterte. Das war das Ende der sozialen Marktwirtschaft. Sie ist tot! Die Manager tun genau das für was sie eingesetzt sind - aus Steinen Wasser zu pressen. Das ist moralisch verwerflich aber genau so gewollt. Und an die Spitze eines Unternehmens kommt man nicht wegen seiner hohen ethischen Werte.
Durch die enge Verwebung von Politik und Wirtschaft ist auch nicht damit zu rechnen dass sich irgendetwas ändert. Der Weg in den Kommunismus führt über die Verelendung der Massen. Noch sind sie nicht vollkommend verelendet allerdings sind schon fürchterliche Erosionen erkennbar.
Wenn die Managergehällter das Problem sind wieso entschließen sich dann nicht die G8 Staaten gemeinsam bei einem Einkommen welches zum Beispiel das fünfzigfache des Durchschnitts übersteigt zu einem Steuersatz von 90%.
Damit wäre die Obergrenze praktisch da und die Herren im Nadelstreifen könnten nicht mit Abwanderung drohen.
Das ist noch einfacher als das Klima retten.
Eine solche Initiative gibt es nicht. Und nun sollte man sich mal in Hinsicht auf die Verwebung von Politik und Wirtschaft fragen warum nicht.
Unsere Demokratie ist wie der Morgenkreis im Kindergarten. Jeder darf sagen was er sich wünscht, aber letztendlich entscheidet doch die Kindergärtnerin.
Es ist und bleibt eine andere Welt. Demokratie? Irgendwie erinnert mich das ganze an Feudalherren. Sie leben in ihren Schlössern und sind von dem gemeinen Volk so weit entfernt dass der Kontakt sich auf die Diener beschränkt. Der "Vortschritt" unserer Zivilisation besteht darin das man sie nicht mehr zur Verantwortung ziehen kann dass es dem Volk schlecht geht. Denn offiziell sind sie ja nicht dafür verantwortlich. Dafür haben wir so Dinge erfunden wie Politik und den Markt und soziale Sicherungen. Keine Legitimation also für den Pöbel mit brennenden Fackeln loszuziehen.
Clever gemacht!
Sie nutzen es und drehen ständig daran, setzen ihre Berater (rating-agencies) ein und berauschen sich gemeinsam mit denselben und der politisch vorgebildeten Kaste, natürlich wegen der Aufsicht,am Ergebnis. Korrumption führt zur Korruption und da halten wir uns gerade auf. ZUKUNFT sieht anders aus. Die Geldzähler wurden schon einmal vor 2000 Jahren alle aus dem Tempel gejagt. Nichts gelernt.
... wäre es einfach mal an der Zeit, gesetzgeberische Signale zu setzen. Beispielhaft mag hier eine deutliche Verschärfung des Untreutatbestands im Strafgesetzbuch oder die Möglichkeit (Miß-) Managern ein Berufsverbot aufzuerlegen, genannt werden. Das wäre eine klare Ansage. Nichts gegen die aktuell beschlossenen Gesetze. Nur: Hier wird in typisch merkelscher Manier das ein oder andere Stellschräubchen bewegt, ohne die erkannten, systemimmanenten Mängel mutig zu bekämpfen.
Höchst wahrscheinlich wäre es aber mal wieder an der Zeit, im Politischen Handeln ein Signal zu setzen, wie es die Lehman-Pleite war. Insbesondere die Finanzwirtschaft ist doch längst wieder beim "Alten Spiel" und läßt zudem noch die sogenannte Realwirtschaft am ausgestreckten Kreditarm verhungern. Die ach so systemrelevanten Banken zeigen dem Gesamtwirtschaftssystem die kalte Schulter, um ihr Finanzwirtschaftssystem zu sanieren. Ich wünsche mir, daß man den Nieten in Nadelstreifen gegenüber einfach mal NEIN sagt. Nein, wir retten Deinen Laden nicht. Manchmal bedarf es (im übertragenen Sinne, selbstverständlich) einer "öffentlichen Hinrichtung", um sich Respekt zu verschaffen. Denn, den Respekt vor dem Gemeinwesen, den haben die Wirtschaftsbosse schon lange verloren; so viel ist sicher.
sondern nur ein Handpuppentheater, das "Demokratie" aufführt. Und in diesen Puppen stecken nun mal die Hände der Krisenverursacher themselves. Ohne Direkte Demokratie wird sich daran nie etwas ändern und ohne Generalstreik wid es keine Direkte Demokratie in Deutschland geben.
Schon seltsam dass solch ein Generalstreik in Deutschland verfassungswidrig ist, oder...
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Lassen wir Taten folgen:
Werden Sie Mitglied, wählen Sie die Piratenpartei.
Für Freiheit und Demokratie.
Denn etwas besseres als den Tod finden wir überall.
kann ich hier nicht auffinden. Es wäre das der Sternenhimmel als solcher. Nur abschaffen wird sich hier niemand. Behörden werden, wenn nicht anders geht, für das gemeine Parteivolk geschaffen und die wählen immer.
Also sammelt Eure Lieben um Euch und zeigt "demokratische Stärke" und wählt diejenigen, die Euer Vertrauen gewinnen könnten. Ansonsten wird der Tag nicht mehr sehr fern sein, wenn sich die Bevölkerung an vergangene Revolutionen erinnern wollen und mögen, da gebe ich Ihnen vollstes Recht. Jemand, der es wissen muß. -travelix-
kann ich hier nicht auffinden. Es wäre das der Sternenhimmel als solcher. Nur abschaffen wird sich hier niemand. Behörden werden, wenn nicht anders geht, für das gemeine Parteivolk geschaffen und die wählen immer.
Also sammelt Eure Lieben um Euch und zeigt "demokratische Stärke" und wählt diejenigen, die Euer Vertrauen gewinnen könnten. Ansonsten wird der Tag nicht mehr sehr fern sein, wenn sich die Bevölkerung an vergangene Revolutionen erinnern wollen und mögen, da gebe ich Ihnen vollstes Recht. Jemand, der es wissen muß. -travelix-
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