Absolventenstudie Fakten statt MärchenSeite 3/3

DIE ZEIT: Warum?

Leitner: Viele Uni-Professoren empfinden den Anspruch, ihre Absolventen auf den Arbeitsmarkt vorbereiten zu sollen, als Angriff auf die wissenschaftliche Unabhängigkeit, die humanistische Orientierung und die kritische Funktion der Studiengänge.

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DIE ZEIT: Vielleicht zu Recht?

Leitner: De facto bilden sie den überwiegenden Teil ihrer Studenten für den Arbeitsmarkt aus – nicht für die Wissenschaft. Eine solche Haltung ist daher schlicht nicht angemessen.

Das Gespräch führte Nadja Kirsten

 
Leser-Kommentare
  1. Ein gutes Interview, das mit einigen hartnäckigen Vorurteilen - Märchen - aufräumt.

    Was Martin Leitner über die "unglücklichste Akademikergruppe" sagt, kann ich bestätigen, fast nirgends ist der Konkurrenzkampf (und damit der Neid!) so stark ausgeprägt wie unter den Absolventen in den Geisteswissenschaften. Knappe Ressourcen sind sicherlich ein Grund dafür, aber auch das hohe Anspruchsdenken des Einzelnen.

    Das Problem mit den Geisteswissenschaften ist aber nicht dadurch zu lösen, daß man Studierende auf naturwissenschaftliche Schlüsselfächer verweist. Es gibt nun einmal unterschiedliche Talente und Interessen. Und: Die meisten Geisteswissenschaftler wären totunglücklich, wenn sie am Ende Computerprogramme schreiben oder logistische Probleme bei der (effizientesten) Verteilung von Cola-Flaschen lösen müßten. Genau damit aber läßt sich Geld verdienen.

    Die Geisteshaltung mancher Geisteswissenschaftler ist das eigentliche Problem: (einerseits) die fehlende Bereitschaft, sich anders im Arbeitsmarkt einzubringen; (andererseits) das Unvermögen, das "arm, aber glücklich"-Modell wirklich zu leben.

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    Ich sehe auch noch ein anderen Problem, allerdings bei den Arbeitgebern: In England oder den USA ist es z.B. viel üblicher, auch jemanden mit einem Studium einer Geisteswissenschaft (oder auch Gesellschaftswissenschaft) im Management eines Unternehmens einzusetzen. Vorausgesetzt, das Studium ist auch anspruchsvoll gewesen.

    Die Logik dahinter: Wenn jemand in der Lage ist, solch ein anspruchsvolles Studium zu meistern, wird er sich im Unternehmensalltag auch die notwendigen Fähigkeiten aneignen können, die nötig sind.

    • macey
    • 03.07.2009 um 19:33 Uhr

    Geisteswissenschaftler sind eben nicht arm, aber glücklich, sondern arm und unglücklich!
    Wer 6 Jahre lang studiert hat, anschließend keine Job bekommt, allenfalls Aushilfstätigkeiten ausübt, die man auch ohne Studium locker bewältigt, dazu noch
    mickriges Gehalt und einen befristeten Arbeitsvertrag, wie soll dieser Mensch mit
    seiner Situation glücklich sein. Ich habe vor einigen Jahrzehnten Sozialwissenschaften studiert, bin mit diesem Fach entsetzlich hereingefallen und habe mir immer überlegt, wie ich junge Leute vor
    diesem Studium warnen kann. Heute sehe ich mit Entsetzen, dass die Anzahl der
    Studienanfänger in Soziologie immer größer wird. Warum werden die jungen Leute
    nicht gewarnt?
    Besser eine betriebliche Ausbildung, als ein Studium, das in die Arbeitslosigkeit oder Armut führt, das sollten sich alle Abiturienten hinter die Ohren schreiben!

    Ich sehe auch noch ein anderen Problem, allerdings bei den Arbeitgebern: In England oder den USA ist es z.B. viel üblicher, auch jemanden mit einem Studium einer Geisteswissenschaft (oder auch Gesellschaftswissenschaft) im Management eines Unternehmens einzusetzen. Vorausgesetzt, das Studium ist auch anspruchsvoll gewesen.

    Die Logik dahinter: Wenn jemand in der Lage ist, solch ein anspruchsvolles Studium zu meistern, wird er sich im Unternehmensalltag auch die notwendigen Fähigkeiten aneignen können, die nötig sind.

    • macey
    • 03.07.2009 um 19:33 Uhr

    Geisteswissenschaftler sind eben nicht arm, aber glücklich, sondern arm und unglücklich!
    Wer 6 Jahre lang studiert hat, anschließend keine Job bekommt, allenfalls Aushilfstätigkeiten ausübt, die man auch ohne Studium locker bewältigt, dazu noch
    mickriges Gehalt und einen befristeten Arbeitsvertrag, wie soll dieser Mensch mit
    seiner Situation glücklich sein. Ich habe vor einigen Jahrzehnten Sozialwissenschaften studiert, bin mit diesem Fach entsetzlich hereingefallen und habe mir immer überlegt, wie ich junge Leute vor
    diesem Studium warnen kann. Heute sehe ich mit Entsetzen, dass die Anzahl der
    Studienanfänger in Soziologie immer größer wird. Warum werden die jungen Leute
    nicht gewarnt?
    Besser eine betriebliche Ausbildung, als ein Studium, das in die Arbeitslosigkeit oder Armut führt, das sollten sich alle Abiturienten hinter die Ohren schreiben!

  2. Ich möchte doch einmal zu gerne wissen, wie genau die besagte Umfrage des Hochschul-Informations-Systems (HIS) denn überhaupt vonstatten gegangen ist? Wahrscheinlich in der Form, daß man sich ganz gezielt diejenigen Akademiker herausgegriffen hat, welche nach Studienende überhaupt Arbeit bekommen haben. Was im Prinzip ja auch ziemlich einfach ist, braucht man dazu doch lediglich in die Betriebe zu gehen und das akademische Personal zu interviewen. Was genau dann aber mit dem akademischen Taxifahrer ist, oder mit dem akademischen Hartz 4 Empfänger, das genau bleibt getrost auf der Strecke und kommt in einer solchen Umfrage garnicht erst vor. Denn das Arbeitsamt/die Arge wird ja gemeinhin nicht aufgesucht. Und im Endergebnis hat man dann wieder einen klassischen Bericht vom Typ Verlautbarungsjournalismus, der die ach so guten Jobchancen für Akademiker propagiert und weitere Unerfahrene zu einem Studium animieren soll, damit sich Arbeitgeber und Firmen hier das Beste vom Besten heraussuchen können, während der Rest schlichtweg auf der Strecke bleibt, dann auch nicht mehr in Umfragen berücksichtigt und letztendlich wahrscheinlich auch garnicht mehr als Akademiker gesehen wird.

    In meinem Bericht unter

    http://kommentare.zeit.de...

    habe ich mich dieser Thematik bereits ausführlich angenommen. Unter anderem auch mit diversen Verweisen auf einige sehr interessante weitere Links. Links, denen ich nach einiger Konversation mit ebenfalls Betroffenen jetzt noch einige weitere hinzufügen kann. Und auch will, da insbesondere im Rahmen der letzten Kommentare zu meinem Bericht ja der Eindruck aufkommen kann, meine Situation wäre vielleicht einzigartig. Daß dies nicht so ist, ist neben den Links in meinem Bericht des Weiteren auch sehr gut unter

    http://forum.jurawelt.com...
    http://www.wiwi-treff.de/...
    http://www.wiwi-treff.de/...
    http://www.neues-deutschl... nutzlosigkeit.html

    zu verfolgen.

    Ich weiß nicht wie es anderen geht, aber ich interessiere mich sehr für Science Fiction. Nur daß sich Art und Weise meines SciFi-Konsums mit der Zeit etwas geändert hat. Während ich früher derartige Dinge hauptsächlich Ihrer fantastischen Geschichten und Effekte wegen konsumierte, tue ich dies heute auch, um den Bezug zur Realität nicht zu verlieren. Denn schalte ich danach den Fernseher aus oder lege das Buch zur Seite, so weiß ich, daß diese Geschichten zumindest wortwörtlich nicht wahr sind. Bei Berichten wie dieser Umfrage, welche wie diverse Science Fiction und Fantasy ja auch sehr real wirken, möchte ich deren Wahrheitsgehalt gerne glauben. Obwohl ich mir da (siehe Berichte und Links) seit einiger Zeit nicht mehr so sicher bin.

    So habe ich gestern erst mit einem Personalvermittler telefoniert, welcher mir telefonisch bestätigte, daß die Situation der Chemiker und insbesondere auch die der Biologen nahezu katastrophal ist. Es war in diesem Gespräch dann sogar von mehreren hundert Anfragen wie der Meinen die Rede, welche dieser Personalvermittler jede Woche bekäme. Eine Situation, die sich, unterbrochen von einigen Aufs und Abs, in den letzten Jahrzehnten auch nicht geändert hat. Ebenso ist allenthalben aus meinem Bekanntenkreis zu hören, daß auch hier Akademiker bekannt sind, die es seit Jahren nicht in feste Beschäftigungsverhältnisse geschafft haben. Erfahrungen und Umstände, welche mit den hier genannten Berichten und Links die Frage aufwerfen, welche Umfragen und Informationen denn tatsächlich der Wahrheit entsprechen.

    Mein größtes Problem in diesem Zusammenhang ist es vielleicht, daß ich nicht als Journalist, sondern als Naturwissenschaftler ausgebildet worden bin. Und somit einige Schwierigkeiten habe, im Rahmen ordentlicher journalistischer Arbeit sämtliche arbeitslosen oder prekär beschäftigten Akademiker, von denen ich bis jetzt gehört habe, professionell zu erfassen und auszuwerten. Im Rahmen einer Absolventenstudie wie der hier vorgelegten sollte dies allerdings eine Selbstverständlichkeit sein. Vor allem dann, wenn diese Studie die Allgemeinheit ehrlich, umfassend und sachgerecht informieren soll, darf ein solcher Großteil an Akademikern nicht einfach so unterschlagen werden. Ein Umstand, der im Rahmen der Veröffentlichung weiterer und ähnlicher Berichte und Studien unbedingt beachtet werden sollte. Genauso wie auch ein sehr interessanter Artikel bei DPA und GMX mit dem Titel:

    „Naturwissenschaften sind für viele zu hart“

    mit vielfältigen und interessanten Kommentaren unter

    http://meinungen.gmx.net/...

    Denn was genau ist bis heute mit den unzähligen Studienabbrechern geschehen, welche in dieser Studie überhaupt nicht berücksichtigt wurden? Zählt man die nach Ihrem Abbruch gescheiterten noch zu den bis jetzt unterschlagenen Absolventen hinzu, so würde sich sicher eine gänzlich andere Studie ergeben.

    Dr. Jens Romba

  3. Die Aussage, daß "Akademiker nicht weniger Kinder als der Bevölkerungsdurchschnitt" bekommen, halte ich für sehr überraschend. Ich wüßte gern, wo die Daten dafür herkommen. Warum wird in so einem Artikel nicht die betreffende Studie verlinkt?

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    Ich finde das auch verwirrend - und vor allem nicht nachvollziehbar denn die strukturellen Nachteile des Akademikers sind offensichtlich, in erster Linie der späte Eintritt ins Berufsleben und der vergleichsweise hohe Kostennachteil von Kindern verglichen mit anderen Bevölkerungsgruppen. Die Kinderzahl von Akademikern mit der durchschnittlichen Kinderzahl in Deutschland zu vergleichen ist nicht sehr aussagekräftig, sinnvoller wäre es, die Kinderzahl mit jener anderen, definierten Gruppen zu vergleichen. Wobei "Akademiker" ohnehin eine ziemlich heterogene Gruppe ist, was die Arbeitsverhältnisse angeht - der Beamte in sicherer Position kann z.B. leicht alle Möglichkeiten ausschöpfen, welche der Gesetzgeber vorgesehen hat, um das Leben mit Kindern zu erleichtern, der Wissenschaftler in der Industrie hingegen kann das nicht.

    Ich finde das auch verwirrend - und vor allem nicht nachvollziehbar denn die strukturellen Nachteile des Akademikers sind offensichtlich, in erster Linie der späte Eintritt ins Berufsleben und der vergleichsweise hohe Kostennachteil von Kindern verglichen mit anderen Bevölkerungsgruppen. Die Kinderzahl von Akademikern mit der durchschnittlichen Kinderzahl in Deutschland zu vergleichen ist nicht sehr aussagekräftig, sinnvoller wäre es, die Kinderzahl mit jener anderen, definierten Gruppen zu vergleichen. Wobei "Akademiker" ohnehin eine ziemlich heterogene Gruppe ist, was die Arbeitsverhältnisse angeht - der Beamte in sicherer Position kann z.B. leicht alle Möglichkeiten ausschöpfen, welche der Gesetzgeber vorgesehen hat, um das Leben mit Kindern zu erleichtern, der Wissenschaftler in der Industrie hingegen kann das nicht.

  4. Ich sehe auch noch ein anderen Problem, allerdings bei den Arbeitgebern: In England oder den USA ist es z.B. viel üblicher, auch jemanden mit einem Studium einer Geisteswissenschaft (oder auch Gesellschaftswissenschaft) im Management eines Unternehmens einzusetzen. Vorausgesetzt, das Studium ist auch anspruchsvoll gewesen.

    Die Logik dahinter: Wenn jemand in der Lage ist, solch ein anspruchsvolles Studium zu meistern, wird er sich im Unternehmensalltag auch die notwendigen Fähigkeiten aneignen können, die nötig sind.

    • macey
    • 03.07.2009 um 19:33 Uhr

    Geisteswissenschaftler sind eben nicht arm, aber glücklich, sondern arm und unglücklich!
    Wer 6 Jahre lang studiert hat, anschließend keine Job bekommt, allenfalls Aushilfstätigkeiten ausübt, die man auch ohne Studium locker bewältigt, dazu noch
    mickriges Gehalt und einen befristeten Arbeitsvertrag, wie soll dieser Mensch mit
    seiner Situation glücklich sein. Ich habe vor einigen Jahrzehnten Sozialwissenschaften studiert, bin mit diesem Fach entsetzlich hereingefallen und habe mir immer überlegt, wie ich junge Leute vor
    diesem Studium warnen kann. Heute sehe ich mit Entsetzen, dass die Anzahl der
    Studienanfänger in Soziologie immer größer wird. Warum werden die jungen Leute
    nicht gewarnt?
    Besser eine betriebliche Ausbildung, als ein Studium, das in die Arbeitslosigkeit oder Armut führt, das sollten sich alle Abiturienten hinter die Ohren schreiben!

    • Lani
    • 03.07.2009 um 20:19 Uhr

    Nach solchen Interviews und Aussagen sind bestimmt viele Studenten der Geisteswissenschaften sehr erschrocken.
    Ich kann nicht verstehen, warum solche allgemeinen Aussagen über den Arbeitsmarkt unvermittelt in Ratschläge verwandelt werden. Solche Zahlen mögen eine wichtige Orientierung bieten, doch kann es doch wie in Kommentar 1) bemerkt nicht sein, dass individuelle Wünsche so rücksichtslos abgeschlagen werden. Wenn man nun einmal kein Maschinenbauer werden will, dann macht es keinen Sinn dieses Ziel zu verfolgen. Tatsächlich gibt es viele, die es dennoch versuchen und immer wieder stellt man fest, dass die Kommilitonen mit jedem Semester weniger werden.

    Studenten der Geisteswissenschaften sollten sicher wissen, dass es ihnen schwerer fallen wird, einen Job zu finden. Wie Kommentator 2) richtig bemerkt, liegt die Hürde bei den technischen Fächern aber auch bei der Aufnahme des Studiums. Bei Geisteswissenschaftlern ist es Pflicht, sich während des Studiums und danach derartig zu qualifizieren, dass man sie auch einstellen möchte. Diese Zahlen müssen aber in einer solchen Statistik doch berücksichtigt werden.

    Zuletzt möchte ich sagen, dass meine persönliche Erfahrungen eine völlig andere ist. Ich erlebe viele Leute, die als Ingenieur unglücklich waren und nun mehr und mehr in die Sozialwissenschaften gehen, trotz massiv schlechterer Bezahlung.

    Was sagt es mir denn, wenn ein Großteil der Studierenden meines Faches unglücklich ist? Vielleicht geben die Geisteswissenschaftler das ja auch einfach nur zu, oder ihr Horizont ist größer, als der eines Investmentbankers. Ehrlich, das sind doch haltlose Vermutungen.

    Wenn sich an der wahrscheinlich schlechten Situation ändern muss, müssen sich die Studenten in ihrem Fach besser qualifizieren und es muss eine Vermittlung in die Unternehmen stattfinden. Wir brauche Ideen, wie wir so etwas bewerkstelligen können und kein Abraten vom Wunschfach.

  5. Ich finde das auch verwirrend - und vor allem nicht nachvollziehbar denn die strukturellen Nachteile des Akademikers sind offensichtlich, in erster Linie der späte Eintritt ins Berufsleben und der vergleichsweise hohe Kostennachteil von Kindern verglichen mit anderen Bevölkerungsgruppen. Die Kinderzahl von Akademikern mit der durchschnittlichen Kinderzahl in Deutschland zu vergleichen ist nicht sehr aussagekräftig, sinnvoller wäre es, die Kinderzahl mit jener anderen, definierten Gruppen zu vergleichen. Wobei "Akademiker" ohnehin eine ziemlich heterogene Gruppe ist, was die Arbeitsverhältnisse angeht - der Beamte in sicherer Position kann z.B. leicht alle Möglichkeiten ausschöpfen, welche der Gesetzgeber vorgesehen hat, um das Leben mit Kindern zu erleichtern, der Wissenschaftler in der Industrie hingegen kann das nicht.

    Antwort auf "Quelle??"
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    ... eine Differenzierung nach Studienfächern, nach Geschlechtern sowie zwischen Fachhochschule und Universität.

    So, wie es im Artikel aussieht, können die Zahlen unmöglich stimmen. Denn zumindest männliche Akademiker haben bis zum 35. Lebensjahr mit Sicherheit weniger Kinder als der Bevölkerungsdurchschnitt. Das kann sich später ins GEgenteil verkehren - Zahlen darüber gibt es kaum - aber darüber kann die HIS-Studie nichts aussagen.

    Ich vermute, daß der Interviewte ausschließlich Frauen betrachtet und im Interview das Ausmaß der vieldiskutierten Kinderlosigkeit mit der erreichten Kinderzahl verwechselt.

    ... eine Differenzierung nach Studienfächern, nach Geschlechtern sowie zwischen Fachhochschule und Universität.

    So, wie es im Artikel aussieht, können die Zahlen unmöglich stimmen. Denn zumindest männliche Akademiker haben bis zum 35. Lebensjahr mit Sicherheit weniger Kinder als der Bevölkerungsdurchschnitt. Das kann sich später ins GEgenteil verkehren - Zahlen darüber gibt es kaum - aber darüber kann die HIS-Studie nichts aussagen.

    Ich vermute, daß der Interviewte ausschließlich Frauen betrachtet und im Interview das Ausmaß der vieldiskutierten Kinderlosigkeit mit der erreichten Kinderzahl verwechselt.

    • wuze
    • 04.07.2009 um 0:58 Uhr

    Die Studie "Aufgestiegen und erfolgreich" finden Sie auf der Webseite der Hochschul Information System GmbH unter den Publikationen.

    Die Studie verrät nichts neues - nur vielleicht für Träumer könnte es ein Weckruf sein - doch ich finde, dass nicht nur die Beratungsstellen versagen. Ich kenne selbst nur wenige Menschen, die sich extern beraten ließen. Zwar üben die Eltern nicht immer die entscheidende Rolle bei der Studienwahl aus, dennoch prägen sie im Verlauf der Erzeihung das Bild eines Akademikers und seines späteren Statuses. Wenn Studenten in der Mitte ihres Studiums immer noch kein klares Bild über ihre berufliche Karriere oder Richtung haben, dann ist es doch nicht verwunderlich, dass so viele unglücklich sind.

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  • Quelle DIE ZEIT, 02.07.2009 Nr. 28
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