Aktien "Es gibt jetzt zu viele Gewinner"

Fondsmanager John Carey über seine Verluste am Aktienmarkt, die Chancen auf eine Erholung und die Gefahr einer neuen Blase

DIE ZEIT: Ihr Pioneer Fund hat im vergangenen Jahr mehr als 30 Prozent an Wert eingebüßt…

John Carey: …immerhin zwei Prozentpunkte besser, als sich der gesamte Markt entwickelt hat, gemessen am Aktienindex S&P 500, der die wichtigsten US-Unternehmensaktien beinhaltet.

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ZEIT: Mal ehrlich, kann man sich wirklich darüber freuen?

Carey: Unsere Strategie ist, immer alles Geld zu investieren und nichts herumliegen zu lassen, also schwanken wir zwangsläufig mit dem Markt. Das Ziel ist, nicht so stark zu verlieren wie der Vergleichsindex und ihn zu übertreffen, wenn es gut läuft. Vor allem Ersteres. Wir haben uns also ganz gut geschlagen.

ZEIT: Ihre Anleger sehen das beim Blick auf Ihren Auszug vielleicht anders.

Carey: Das stimmt. Die gucken auf die absoluten Zahlen, sehen, dass sie Geld verloren haben, und sind unglücklich oder ängstlich. Das ist verständlich. Dieser Abschwung hat enorme Verluste bei privaten Vermögen verursacht.

ZEIT: Die Fondsbranche wirbt immer dafür, dass man langfristig denken und anlegen soll. In Ihrem Fall hat der Anleger, der von zehn Jahren investiert hat, Verluste gemacht.

Carey: Richtig ist, dass wir das erste Mal in unserer Geschichte ein kleines Minus für die Zehnjahresperiode bis Ende 2008 hinnehmen mussten. Diese Erfahrung wird manche Menschen zu der Überzeugung führen, dass die Börse ein unsicherer Ort ist und sie ihr Geld lieber auf dem Bankkonto lassen. Das Problem war, ähnlich wie in den dreißiger Jahren, dass innerhalb eines Jahrzehnts gleich zwei Blasen geplatzt sind, erst die der New Economy und dann die mit den Immobilien.

ZEIT: Ihren Fonds gibt es schon seit 1928. Der Gründer Philip Carret war auch Ihr Lehrmeister. Was haben Sie von ihm gelernt?

Leser-Kommentare
  1. wirklich erstaunlich, wie frei von jeder Logik der Privatanleger kauft: sind die Kurse in der Höhe glaubt jeder, dass es noch Höher geht .... und kauft! Lobt einer der Analysten eine Aktie wird sie gekauft. Der Kurs steigt bis der Hype endet und der Preis wieder auf Notmalzustand ist. Schade auch!
    Und sind die Kurse im Keller? Dann kauft keiner! Man wartet lieber Höchststände für den Einstieg ab. Zu erklären ist das nicht! Der Kurs der Deutschen Bank kletterte seit seinem Tiefsttand um fast 50%. Glaubte wirklich jemand, dass es die Deutsche Bank eines Tages nicht mehr geben könnte? BASF, Fresinius .... die wirklich grossen!
    Wer jetzt nicht einsteigt, wird in einigen Jahren wieder jammern, wenn kurz nach dem Kauf die Kurse purzeln! Versteht es keiner? Kaufen wenn der Kurs im Keller ist, verkaufen wenn er hoch ist. Nicht umgekehrt. Natürlich funktioniert so keine sichere Gewinnoptimierung (sinkt der Kurs noch weiter, steigt er noch weiter?) möglich. Aber das Aktiengeschäft wird von viel Risiko befreit: Ich kaufe wenn der Kurs unter X sinkt. Und verkaufe wenn er über Y steigt. Egal ob es 1 Jahr dauert oder 10!
    Aktienkauf ist im Zeitalter der Onlinebanken weder teuer noch aufwändig. Und bei diesen Gewinnaussichten sowieso! Nichts wie ran zur Kontoanmeldung. Noch heute!

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    Sie haben leider vergessen zu erwähnen wie Ihre Tel Nr lautet bzw. für welchen Verband Sie hier Werbung für Aktien machen

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  2. 2. @1

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    Hallo Herr Kommtpost,

    die Tatsache dass ich im Finanzdienstsektor arbeite bedeute nicht, dass mein Arbeitgeber mich Samstag um 17 Uhr abstellt um hier in Kommentaren das hohe Lied der Aktien zu singen.
    Die Tatsache dass ich im Finanzdienstsektor arbeitet bedeutet lediglich, dass ich eine andere Sicht auf auf den Aktienmarkt habe. Ich persönlich fahre mit meiner Strategie gut, was anderen auch gegönnt sei.

    Aber warum sind sie so misstrauisch? Sind sie ein Gegner der Aktie? Sehen sie das Geld lieber in andere Bereiche fliessen? Was ist das bei ihnen? Autos? Immobilien? Reisen? Jeder hat doch sein kleines Spezialgebiet, nicht?

    Hallo Herr Kommtpost,

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    Aber warum sind sie so misstrauisch? Sind sie ein Gegner der Aktie? Sehen sie das Geld lieber in andere Bereiche fliessen? Was ist das bei ihnen? Autos? Immobilien? Reisen? Jeder hat doch sein kleines Spezialgebiet, nicht?

  3. Hallo Herr Kommtpost,

    die Tatsache dass ich im Finanzdienstsektor arbeite bedeute nicht, dass mein Arbeitgeber mich Samstag um 17 Uhr abstellt um hier in Kommentaren das hohe Lied der Aktien zu singen.
    Die Tatsache dass ich im Finanzdienstsektor arbeitet bedeutet lediglich, dass ich eine andere Sicht auf auf den Aktienmarkt habe. Ich persönlich fahre mit meiner Strategie gut, was anderen auch gegönnt sei.

    Aber warum sind sie so misstrauisch? Sind sie ein Gegner der Aktie? Sehen sie das Geld lieber in andere Bereiche fliessen? Was ist das bei ihnen? Autos? Immobilien? Reisen? Jeder hat doch sein kleines Spezialgebiet, nicht?

    Antwort auf "@1"

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