Deutschlandkarte Internationaler Geldbeutel
Wo gibt es die meisten ausländischen Euros in deutschen Geldbörsen? In unserer Karte können Sie nachschauen!
Noch immer gibt man Euro aus dem Ausland nicht so gern aus wie deutsche, sie erscheinen kostbarer. Man erkennt sie an den Prägungen auf der Rückseite, die jedes Land anders gestaltet: Finnland etwa hat auf seiner 1-Euro-Münze zwei Schwäne abgebildet, Griechenland eine Eule. Die Karte zeigt, wo die meisten ausländischen Euros in deutschen Börsen kursieren. Die Freude, beim Bezahlen des U-Bahn-Tickets an den Urlaub erinnert zu werden, ist unterschiedlich verteilt. Wo viele Touristen sind, ist die Fremdgeldquote höher – in Frankfurt am Main, in München. Dort sind auch die größten Flughäfen.
Weniger entscheidend ist, ob man in Grenznähe wohnt. Die Werte der Karte hat der Mathematiker Dietrich Stoyan ermittelt: Vor sieben Jahren rief er Bürger dazu auf, in ihre Geldbeutel zu schauen, 8500 Meldungen gingen ein. Neuere Zahlen gibt es nicht. Auch wenn sich die Quote inzwischen erhöht hat: Die Verteilung dürfte noch immer ähnlich sein. Der hohe Wert in Chemnitz sei allerdings ein Statistikfehler, sagt der Professor. Er kommt von dort. Anscheinend wollten ihm die Chemnitzer einen Gefallen tun.
Redaktion: Matthias Stolz; Quelle: Prof. Dietrich Stoyan, TU Freiberg; Lutum + Tappert Geomarketing
- Datum 08.09.2009 - 13:45 Uhr
- Serie Deutschlandkarte
- Quelle DIE ZEIT, 02.07.2009 Nr. 28
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