Ich habe einen Traum "Eine militante Gruppe versucht, alle Schauspieler in Hollywood zu eliminieren"

Die Schauspielerin Megan Fox fragt sich, ob die Arbeit in der Filmindustrie ihre Art zu träumen verändert hat

Meine Träume sind meist sehr bizarr und intensiv, vor allem während der Dreharbeiten. Immer wieder tauchen die Kollegen, mit denen ich tagsüber zu tun habe, nachts in meinen Träumen auf. Anscheinend setzen sie sich in meinem Unterbewusstsein fest. Wer weiß, vielleicht sind diese Träume ja auch ein Weg, sie wieder loszuwerden.

Bei den letzten Dreharbeiten hatte ich einen sehr detaillierten Traum, an den ich mich noch gut erinnere. In diesem Traum war Hollywood zu einem gefährlichen Terrain geworden, eine militante Gruppe versuchte, alle Schauspieler in der Stadt zu eliminieren, sie wurden reihenweise verschleppt oder umgebracht. Mein Kollege Shia LaBeouf und ich mussten fliehen, wir lebten in Höhlen unter der Stadt, dann im Keller eines alten Warenhauses. Aber auch da war unser Leben in Gefahr, es kam eine Flutwelle, beinahe wären wir ertrunken. Ich erinnere mich leider nicht mehr, wie wir entkommen sind. Und ich frage mich, was mir mein Unterbewusstsein damit wohl sagen wollte.

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Wasser spielt in vielen meiner Träume eine Rolle. Ich habe mal gelesen, dass Wasser in Träumen die Gefühle repräsentiert. Auch wenn ich wach bin, träume ich vom Wasser. Der Comic-Künstler Michael Turner hat mir mal erzählt, dass es eine Stelle im Ozean gibt, an der man Tigerhaie füttern kann. Wenn du auf den Grund tauchst und dich den Haien von unten näherst, sei das ungefährlich, weil sie dich dann nicht als Beute ansehen. Das möchte ich unbedingt erleben! Ich bin keine sehr erfahrene Taucherin, aber ich bin am Meer aufgewachsen. Ich liebe den Ozean und wünschte, ich könnte mehr Zeit im Wasser verbringen.

Michael hat diese Erfahrung zu seiner Comicserie Fathom inspiriert, in deren Verfilmung ich die Hauptrolle spielen werde. Ich bin ein großer Comicfan. Das Comic-Genre und die Filmindustrie haben viel gemeinsam, beide inszenieren Träume und Fantasien. Manchmal frage ich mich, ob die Arbeit in dieser Traumindustrie meine Art zu träumen verändert hat.

Ich habe einen Traum
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Neulich habe ich geträumt, ich hätte ein Pferd, das ich lange nicht sehen konnte, da ich in einer anderen Stadt drehte. Als ich zurückkam, war das Pferd beinahe verhungert. Ich habe verzweifelt den Stall nach Essen abgesucht, konnte aber nichts finden, was das Pferd hätte fressen können, nur für mich gab es massenweise Nahrung. Ich saß dann neben dem verhungernden Pferd im Stall, stopfte Essen in mich hinein und heulte, vor Angst und Trauer und vor Scham darüber, dass ich nicht für mein Pferd gesorgt hatte. Ohne zu sehr ins Detail zu gehen – der Traum machte mir klar, dass ich dabei war, jemanden, der mir sehr viel bedeutet, zu vernachlässigen und möglicherweise zu verlieren. Das war ein wichtiges Signal für mich.

Megan Fox, 23, wurde 2007 zum Teenie-Idol mit ihrer Rolle im Roboterspektakel "Transformers", dessen Fortsetzung "Transformers – Die Rache"  gerade in Deutschland angelaufen ist. Im US-Staat Tennessee geboren und aufgewachsen, nahm sie bereits mit fünf Jahren Schauspiel- und Tanzunterricht. Mit 16 hatte sie ihren ersten Auftritt in einem Kinofilm.

Aufgezeichnet von Jörg Böckem

Diesen Artikel finden Sie als Audiodatei im Premiumbereich unter www.zeit.de/audio

 
Leser-Kommentare
  1. "Ich bin keine sehr erfahrene Taucherin, aber ich bin am Meer aufgewachsen. " Sagt Megan Fox. "Im US-Staat Tennessee geboren und aufgewachsen", erklärt uns die Redaktion. Seit wann liegt Tennessee am Meer?

  2. Sehr geehrter stefanwolf,
    Megan Fox zog im Alter von zehn Jahren nach Florida. Aber Ihre Irritation ist nachzuvollziehen.
    Mit freundlichen Grüßen,

    Johannes Kuhn, Redaktion ZEIT ONLINE

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