Sonnenenergie Kompromissloser Visionär
In einer fulminanten Doktorarbeit hat Gregor Czisch vor Jahren ausgerechnet, wie wenig uns grüner Strom aus Afrika kosten würde. Warum wurde er danach arbeitslos?

Gregor Czisch bewies in seiner Doktorarbeit, dass Strom aus regenerativen Quellen wirtschaftlich erzeugt werden kann
Wenn sich das Who’s who der deutschen Wirtschaft am Montag bei der Münchener Rück versammelt und das Wüstenstromprojekt Desertec aus der Taufe hebt, wird von Gregor Czisch keine Rede sein. Der 45-jährige Physiker, der seit mehr als einem Jahrzehnt an der Idee eines interkontinentalen Stromverbundes forscht, lebt in einer winzigen Zweizimmerwohnung in Kassel. In seinem Arbeitszimmer, das zugleich Schlafzimmer ist, steht neben viel Fachliteratur ein Ordner mit der Aufschrift »Arbeitsagentur«. Bis zum April lebte Czisch von staatlicher Unterstützung. Seitdem versucht er sich mit Aufträgen über Wasser zu halten.
»Es ist schon eine verrückte Vorstellung, dass meine Arbeit mit dafür verantwortlich ist, dass jetzt mehrere Hundert Milliarden Euro angefasst werden sollen«, sagt Czisch. »Und ich selbst habe keine Ahnung, wovon ich in Zukunft leben werde.«
Nach einem mittelmäßigen Realschulabschluss macht Czisch zunächst eine Ausbildung als Landwirt auf einem Ökobauernhof. Weil ihm die körperliche Arbeit auf Dauer zu monoton ist, holt er sein Abitur nach und beginnt Ende der achtziger Jahre in München ein Physikstudium. Er belegt Kurse zu erneuerbaren Energien und fängt an, sich Gedanken über die zukünftige Stromversorgung zu machen. Seine Vision ist eine ungewöhnliche Mischung aus Pragmatismus und Größenwahn. Er will regenerative Kraftwerke dort bauen, wo sie am meisten Strom produzieren: in Sibirien, wo der Wind besonders kräftig weht, oder in Afrika, weil dort die Sonne am meisten scheint. Der Strom soll dann über ein riesiges Transportnetz nach Europa geschafft werden.

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Nach seinem Studium, Czisch ist inzwischen 32, will er beweisen, dass seine Idee mehr ist als nur eine Vision. Eine Herkulesaufgabe. Sieben Jahre lang arbeitet er jede Woche 60 bis 70 Stunden an seiner Doktorarbeit. Am Anfang hat er noch ein Stipendium des Max-Planck-Instituts, dann eine halbe Stelle am Institut für Solare Energieversorgungstechnik in Kassel. Später lebt er von Arbeitslosengeld, forscht aber trotzdem weiter. »Der hat gebrannt für seine Idee, sonst hätte er diese Zeit gar nicht durchgehalten«, sagt Markus Landau vom Institut für Solare Energieversorgungstechnik, der mit Czisch während dessen Doktorarbeit viele Gespräche geführt hat.
Mithilfe von Wetterdaten bestimmt Czisch zunächst das Potenzial regenerativer Energien an unterschiedlichen Standorten auf der Welt. Anschließend berechnet er die Kosten für die verschiedenen Kraftwerksarten und den Stromtransport. Beides lässt er dann in einem mathematischen Modell zusammenfließen.
Überraschend vor allem seine Schlussfolgerung zur Wirtschaftlichkeit: Nach Czischs Berechnungen kostet eine Kilowattstunde regenerativ erzeugten Stroms inklusive Transport nur 4,65 Cent – kaum mehr als herkömmlich erzeugter Strom heute. »Ich war selber vollkommen überrascht, als herauskam, wie billig das sein kann, wenn man international kooperiert«, sagt Czisch.

Unersättliches Potenzial: Das Projekt "Desertec" will Solarstrom in Afrika produzieren und ihn nach Europa transportieren
2005 gibt Czisch eine kolossale Arbeit ab. »Das hätte locker auch für fünf Doktorarbeiten gereicht«, sagt sein Betreuer Jürgen Schmid, Professor an der Universität Kassel. Er überprüft Czischs Ergebnisse Berechnung für Berechnung. Und kommt immer wieder zu dem gleichen Schluss: alles korrekt. Schmid gibt seinem Doktoranden die Bestnote summa cum laude. »Wissenschaftlich genial« sei seine Doktorarbeit – Pionierarbeit für das Desertec-Projekt.
Auf seiner Promotionsfeier sagt Czisch, der Beweis der Machbarkeit eines interkontinentalen Stromverbundes sei nun erbracht. Jetzt müssten Politik und Wirtschaft handeln. Doch die lassen sich Zeit.
Also wird Czisch selber aktiv. Anfang 2006 kontaktiert er sogar die Münchener Rück – jenes Unternehmen, das nun zum Gründungstreffen von Desertec geladen hat. Er telefoniert mit Peter Höppe, der bei dem Rückversicherer eine Abteilung zum Klimawandel leitet und heute die treibende Kraft hinter dem Wüstenstromprojekt ist. Anschließend schickt er ihm eine Kurzfassung seiner Arbeit.
Doch Höppe lässt ihm ausrichten, man müsse sich leider auf Initiativen mit engem Bezug zum Kerngeschäft beschränken. Man wünsche ihm aber, dass er »weiterhin Aufmerksamkeit erhalten und Umsetzungspfade eröffnen« könne. Die gewünschte Aufmerksamkeit erhält nun vor allem die Münchener Rück selbst. Czisch, den Vordenker, hat man vergessen.
Bei der Münchener Rück ist Peter Höppe derzeit nicht zu sprechen. Er habe im Vorfeld des Gründungstreffens zu viel zu tun, um sich mit Fragen zur Historie des Desertec-Projektes zu beschäftigen, heißt es in der Pressestelle. Höppe lässt lediglich ausrichten, dass die Technik zur Stromerzeugung und -übertragung vor ein paar Jahren noch nicht ausgereift genug gewesen sei.
Wirklich überzeugend ist das nicht. Czischs Arbeit baut auf Technik auf, die damals bereits vorhanden war. 2006 war es wohl vor allem die Münchener Rück selbst, die noch nicht reif für ein visionäres Stromprojekt dieser Größenordnung gewesen ist.

Unersättliches Potenzial: Das Projekt "Desertec" will Solarstrom in Afrika produzieren und ihn nach Europa transportieren
Ein wenig liegt es aber auch an Czisch selbst, dass er von seiner überragenden Arbeit bisher so wenig profitieren kann. Schmid, der Betreuer seiner Doktorarbeit, nennt ihn »absolut kompromisslos und unbestechlich«. Er meint das nicht nur positiv. Schmid besorgte seinem Exdoktoranden eine Referentenstelle beim wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung zu globalen Umweltfragen. Schon in der ersten Sitzung warf Czisch Teilnehmern vor, mit falschen Zahlen zu hantieren. Später stellte sich heraus: Er hatte recht. Den Job war er trotzdem schnell wieder los.
Man spürt Czischs fachliche Verbissenheit auch beim Gespräch über Desertec. Dieses Projekt soll vor allem Solarstrom nach Europa holen, aber Czisch hat dagegen ausgerechnet, dass eine Nutzung der Windkraft in diesem Fall wesentlich günstiger wäre. Deshalb hat er sich aus der Initiative Trek, die das Desertec-Konzept erarbeitet hat und zu deren Gründungsmitgliedern Czisch gehörte, frühzeitig zurückgezogen. Kompromisse sind seine Sache nicht.
»Ich wollte eine Arbeit abgeben, die man nicht angreifen kann«, sagt er. »Das ist mir gelungen. Und jetzt will ich die Ergebnisse so auch vertreten.« Markus Landau, sein ehemaliger Kollege, sieht in dieser Einstellung den Grund dafür, dass Czisch trotz seiner immensen Verdienste im Abseits steht. »Seine Vision Wirklichkeit werden zu lassen bedeutet mehr als nur die wirtschaftliche und technische Lösung gefunden zu haben. Man muss Menschen gewinnen.« Da könne Czisch dazulernen.
Andererseits, sagt Landau, hätte Czisch, wäre er anders, niemals trotz aller Widrigkeiten eine so großartige, so konsequente Arbeit vollenden können. Seine Kompromisslosigkeit ist wohl beides: Fluch und Segen zugleich.
- Datum 13.07.2009 - 18:56 Uhr
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- Serie Nachhaltigkeit
- Quelle DIE ZEIT, 09.07.2009 Nr. 29
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Es scheint, daß Czischs Vorgesetzte noch nicht ganz den Bodenkontakt verloren haben. Was nutzt es, wenn der Strom aus Solaranlagen in Afrika noch so billig sein könnte, wenn er in Ländern erzeugt wird, die politisch höchst instabil sind?
Auf der einen Seite wird eine irrationale hysterische Debatte über eine angebliche Erpreßbarkeit Europas durch russische Erdgaslieferungen entfacht, obwohl das Land seit Jahrzehnten ein zuverlässiger Handelspartner ist. Auf der anderen Seite will man sich jetzt von Ländern abhängig und erpreßbar machen, die politisch unberechenbar und instabil sind, deren Bevölkerung in großen Teilen antiwestlich eingestellt und in denen sich in den nächsten Jahren islamistische Regimes etablieren könnten, die Europa und seiner gesellschaftlichen Ordnung alles andere als freundlich gesonnen sind?
Es scheint, daß Czischs Vorgesetzte noch nicht ganz den Bodenkontakt verloren haben. Genau so ist es, denn sein betreuender Professor hat ja Czischs Berechnungen bestätigt:
"Betreuer Jürgen Schmid, Professor an der Universität Kassel. Er überprüft Czischs Ergebnisse Berechnung für Berechnung. Und kommt immer wieder zu dem gleichen Schluss: alles korrekt. Schmid gibt seinem Doktoranden die Bestnote summa cum laude. »Wissenschaftlich genial« sei seine Doktorarbeit – Pionierarbeit für das Desertec-Projekt.
"
Dass den Gazprom-Gerhards und ihren Genossen, die uns gerne zu Geiseln der russischen Mafia-Kleptokratie machen wollen, diese Ergebnisse nicht gefallen und sie daher mit Falschbehauptungen von Elfenbeintürmen dagegen agitieren, ist nur noch ein zusätzliches Indiz dafür, dass Desertec so falsch nicht sein kann.
Czischs Geschichte erinnert mich an den US-Erfinder, dessen Geschichte kürzlich verfilmt wurde (Titel vergessen): der hatte in den 60er Jahren den Intervall-Scheibenwischer erfunden und patentiert und Ford angeboten, die aber ablehnten.
Ein Jahr später kamen dann die ersten Fords mit Intervall-Wischern auf den Markt, ganz zufällig natürlich...
Vielleicht wird ja Czischs Geschichte auch mal verfilmt, mit Desertec-Strom :-)
Aber wenn dann erst posthum, denn Leute wie er, die nicht nur Recht haben sondern auch noch darauf bestehen und damit das größte vorstellbare Verbrechen gegen unsere politisch korrekte Kompromisskultur begehen, werden zu Lebzeiten mit Verachtung und Hartz4 abgestraft.
Gruß Skarrin
weltfremd ist diese Arbeit höchstens, weil der Verfasser einfach nur ehrlich sein wollte.
und das wird in dieser Welt der Selbstbetrüger (noch?) sofort bestraft.
Die sinnlose und unbegründete Begeisterung für das derzeitig favorisierte "Desertec"-Projekt wird Punkt für Punkt zerpflückt,
da ich die Arbeit kenne, weiß ich, dass das Resultat dieser Arbeit ist, dass nur Windkraft aus Westafrika tatsächlich positiver Energiebringer sein kann,
alles Andere (insbesondere die "Desertec"-Idee) ist Selbstbetrug
(zu teuer, zu viel Energie wird investiert und nur wenig wird wieder produziert werden).
"Politisch" wäre das Projekt "Windkraft aus Westafrika" schon vor vielen Jahren denkbar, wenn es denn gewollt gewesen wäre!
Der einzige Staat, der Probleme machte, war Marokko und das Problem "Westsahara", und schon jetzt zeigt sich, dass Marokko durchaus kooperationsbereit ist (ohne große politische Anstrengungen!).
Das wäre vor vielen jahren längst lösbar gewesen, aber es war "politisch" überhaupt nicht gewollt!.
In Sachen "Erneuerbare Energie" wird seit Jahren kräftig gelogen,
da ist Ehrlichkeit einfach unerwünscht.
(Nur als Beispiel: Es wird immer von der angeblich hohen Subvention für AKWs gefaselt - sieht man genau hin, stellt sich schnell heraus, dass Photovoltaik zigfach höher gefördert werden muss!)
Windkraft ist die einzige EE, die tatsächlich Energie spart,
Deutschland ist gerade jetzt der perfekte Standort, um Windkrafttechnik in großer Menge zu produzieren (stillliegende Werften für die Flügel und Masten, stilliegende KFZ-Werke und Zulieferer, um die Maschinen zu bauen),
es gibt absolut keinen Grund, das Projekt "Windkraft aus Westafrika" zu schlecht zu reden, wie es auch hier in der "Zeit" geschieht.
Russland als einen "seit Jahrzehnten Zuverlässigen Handelspartner" zu titulieren bedeutet entweder wieder besseres wissen zu sprechen oder schon den letzten Winter vergessen zu haben.
Denn 1. ist und war Russland niemals verläßlich!
Und 2. beziehen die Europäer ihre Ressourcen fast ausschließlich aus unverläßlichen Ländern, in Ihrem Sinne.
Was soll also Ihre Aussage zeigen??
Es scheint, daß Czischs Vorgesetzte noch nicht ganz den Bodenkontakt verloren haben. Genau so ist es, denn sein betreuender Professor hat ja Czischs Berechnungen bestätigt:
"Betreuer Jürgen Schmid, Professor an der Universität Kassel. Er überprüft Czischs Ergebnisse Berechnung für Berechnung. Und kommt immer wieder zu dem gleichen Schluss: alles korrekt. Schmid gibt seinem Doktoranden die Bestnote summa cum laude. »Wissenschaftlich genial« sei seine Doktorarbeit – Pionierarbeit für das Desertec-Projekt.
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Dass den Gazprom-Gerhards und ihren Genossen, die uns gerne zu Geiseln der russischen Mafia-Kleptokratie machen wollen, diese Ergebnisse nicht gefallen und sie daher mit Falschbehauptungen von Elfenbeintürmen dagegen agitieren, ist nur noch ein zusätzliches Indiz dafür, dass Desertec so falsch nicht sein kann.
Czischs Geschichte erinnert mich an den US-Erfinder, dessen Geschichte kürzlich verfilmt wurde (Titel vergessen): der hatte in den 60er Jahren den Intervall-Scheibenwischer erfunden und patentiert und Ford angeboten, die aber ablehnten.
Ein Jahr später kamen dann die ersten Fords mit Intervall-Wischern auf den Markt, ganz zufällig natürlich...
Vielleicht wird ja Czischs Geschichte auch mal verfilmt, mit Desertec-Strom :-)
Aber wenn dann erst posthum, denn Leute wie er, die nicht nur Recht haben sondern auch noch darauf bestehen und damit das größte vorstellbare Verbrechen gegen unsere politisch korrekte Kompromisskultur begehen, werden zu Lebzeiten mit Verachtung und Hartz4 abgestraft.
Gruß Skarrin
weltfremd ist diese Arbeit höchstens, weil der Verfasser einfach nur ehrlich sein wollte.
und das wird in dieser Welt der Selbstbetrüger (noch?) sofort bestraft.
Die sinnlose und unbegründete Begeisterung für das derzeitig favorisierte "Desertec"-Projekt wird Punkt für Punkt zerpflückt,
da ich die Arbeit kenne, weiß ich, dass das Resultat dieser Arbeit ist, dass nur Windkraft aus Westafrika tatsächlich positiver Energiebringer sein kann,
alles Andere (insbesondere die "Desertec"-Idee) ist Selbstbetrug
(zu teuer, zu viel Energie wird investiert und nur wenig wird wieder produziert werden).
"Politisch" wäre das Projekt "Windkraft aus Westafrika" schon vor vielen Jahren denkbar, wenn es denn gewollt gewesen wäre!
Der einzige Staat, der Probleme machte, war Marokko und das Problem "Westsahara", und schon jetzt zeigt sich, dass Marokko durchaus kooperationsbereit ist (ohne große politische Anstrengungen!).
Das wäre vor vielen jahren längst lösbar gewesen, aber es war "politisch" überhaupt nicht gewollt!.
In Sachen "Erneuerbare Energie" wird seit Jahren kräftig gelogen,
da ist Ehrlichkeit einfach unerwünscht.
(Nur als Beispiel: Es wird immer von der angeblich hohen Subvention für AKWs gefaselt - sieht man genau hin, stellt sich schnell heraus, dass Photovoltaik zigfach höher gefördert werden muss!)
Windkraft ist die einzige EE, die tatsächlich Energie spart,
Deutschland ist gerade jetzt der perfekte Standort, um Windkrafttechnik in großer Menge zu produzieren (stillliegende Werften für die Flügel und Masten, stilliegende KFZ-Werke und Zulieferer, um die Maschinen zu bauen),
es gibt absolut keinen Grund, das Projekt "Windkraft aus Westafrika" zu schlecht zu reden, wie es auch hier in der "Zeit" geschieht.
Russland als einen "seit Jahrzehnten Zuverlässigen Handelspartner" zu titulieren bedeutet entweder wieder besseres wissen zu sprechen oder schon den letzten Winter vergessen zu haben.
Denn 1. ist und war Russland niemals verläßlich!
Und 2. beziehen die Europäer ihre Ressourcen fast ausschließlich aus unverläßlichen Ländern, in Ihrem Sinne.
Was soll also Ihre Aussage zeigen??
Aus evolutionsprozess-logischerr Sicht ist Herrn Dr. Gregor Czischs Kompromisslosigkeit in Sachen 'Stehen bei der Wahrheit' ein 'nicht-mit-Geld-zu-bezahlender' Segen, der sich - wie man hier erstaunt lesen kann - auch durchsetzt, und es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis er davon auch richtig profitieren wird.
Was heißt 'evolutionsprozess-logische Sicht'? Der Evolutionsprozess wird organisiert von dem Ziel 'wegemaximale Steigerung der Wechselwirkung'. Aus dieser allels organisierenden Logik leitet sich das Erfolgs- oder evolutionäre Handlungsprinzip 'subjektiver Maximalismus' ab. Der Hebel des Erfolgs ist in hochkomplexen Systemen nicht die eigene oder organisierte, durch Komporomisse erkaufte Durchsetzungsmacht, sondern es ist der relevante, getestete, gesicherte Erkenntnisgewinn, der nur dem subjektiven Maximalisten zufällt. Über viele solcher Erkenntnisgewinne - aus der andauernden Kompromißlosigkeit in Koalition mit dem unbekannten Maximalergebnis !!! hervorgegangen - wird ein solcher Mensch mit seinen Handlungen konkurrenzlos auf seinem Fachgebiet, zu seinem Thema.
Man wird die Korrelation von evolutonsprozess-eigenen und -mächtigen Maximalprinzip und subjektiven Durchsetzungserfolg im Falle von Herrn Dr. Gregor Czischs bestätigt finden.
Das Projekt Desertec, das bis zu 1000 Parabolrinnenkraftwerke zu je 100 MWp Leistung in verschiedenen Ländern Nordafrikas und des Nahen Ostens vorsieht, bringt den betreffenden Ländern auch eine Reihe von wirtschaftlichen Vorteile und somit ein wenig Wohlstand in die Region. Wie sonst wollen Sie die Massenfluchtbewegungen in Richtung Europa zum Einhalt bringen, wie sonst den religiösen Fanatismus bekämpfen, wenn nicht durch TEilhabe am Wohlstand?
Eine allzu große Abhängigkeit ist auch nicht zu befürchten, da viele Länder beteiligt sind und das Risiko gestreut wird. Zudem sollen nur 15% des gesamten Strombedarfs aus der Wüste gedeckt werden. Selbst wenn ein Teil davon ausfällt, reichen die übrigen Erzeugerkapazitäten immer noch aus, um unseren Strombedarf zu befriedigen.
Es scheint, daß Czischs Vorgesetzte noch nicht ganz den Bodenkontakt verloren haben. Genau so ist es, denn sein betreuender Professor hat ja Czischs Berechnungen bestätigt:
"Betreuer Jürgen Schmid, Professor an der Universität Kassel. Er überprüft Czischs Ergebnisse Berechnung für Berechnung. Und kommt immer wieder zu dem gleichen Schluss: alles korrekt. Schmid gibt seinem Doktoranden die Bestnote summa cum laude. »Wissenschaftlich genial« sei seine Doktorarbeit – Pionierarbeit für das Desertec-Projekt.
"
Dass den Gazprom-Gerhards und ihren Genossen, die uns gerne zu Geiseln der russischen Mafia-Kleptokratie machen wollen, diese Ergebnisse nicht gefallen und sie daher mit Falschbehauptungen von Elfenbeintürmen dagegen agitieren, ist nur noch ein zusätzliches Indiz dafür, dass Desertec so falsch nicht sein kann.
Czischs Geschichte erinnert mich an den US-Erfinder, dessen Geschichte kürzlich verfilmt wurde (Titel vergessen): der hatte in den 60er Jahren den Intervall-Scheibenwischer erfunden und patentiert und Ford angeboten, die aber ablehnten.
Ein Jahr später kamen dann die ersten Fords mit Intervall-Wischern auf den Markt, ganz zufällig natürlich...
Vielleicht wird ja Czischs Geschichte auch mal verfilmt, mit Desertec-Strom :-)
Aber wenn dann erst posthum, denn Leute wie er, die nicht nur Recht haben sondern auch noch darauf bestehen und damit das größte vorstellbare Verbrechen gegen unsere politisch korrekte Kompromisskultur begehen, werden zu Lebzeiten mit Verachtung und Hartz4 abgestraft.
Gruß Skarrin
... gibts haufenweise, etwa Dyson, ja genau der Erfinder des beutellosen Staubsaugers. Jetzt springen alle großen Firmen drauf und dumpen seine Erfindung in Grund und Boden, vorher haben sie ihn alle ausgelacht.
Immerhin hat er es mit einer eigenen Firma geschafft, dass wird Czisch wohl nicht gelingen, die benötigten Gelder in Milliardenhöhe werden sich Leute mit entsprechender Macht und Sicherheit im Rücken sichern. Wenn die das Projekt ernst meinen, dann stellen sie einen brillianten Vordenker wie Czisch zu einem guten Gehalt an. Aber wie der gestrige Artikel zeigt, scheinen die es nicht eilig zu haben. Besser noch ein paar Jährchen die alten Kraftwerke abmelken, risikoloser und hochsubventioniert. Man stelle sich vor, die Regierung würde die sinnlose und teure Selbstbedienungskasse "CO2 Verflüssigung" sperren und die Gelder für etwas sinnvolles einsetzen.
Lieber setzt man einige "Experten" zusammen, die das Ganze für unrealistisch und ferne Zukunft halten, einige Jährchen verzögern und die großen Gelder blockiert halten. Dann bekommen sie vielleicht auch endlich Rückenwind für ihre AKW-Laufzeitverlängerungen für ihre offensichtlich fast auseinanderfallenden Profitbringer.
Wenn ich nicht selbst auf dem Zahnfleisch gehen würde, würde ich mit Czisch zusammentun und die Sache angehen, witzigerweise wollte ich nämlich mal Energietechniker werden und über das selbe Thema diplomieren. Ist dann wegen Studiengangwechsel leider nichts geworden. Der Mann ist so eine Art Seelenverwandter, nur konsequenter als ich.
... gibts haufenweise, etwa Dyson, ja genau der Erfinder des beutellosen Staubsaugers. Jetzt springen alle großen Firmen drauf und dumpen seine Erfindung in Grund und Boden, vorher haben sie ihn alle ausgelacht.
Immerhin hat er es mit einer eigenen Firma geschafft, dass wird Czisch wohl nicht gelingen, die benötigten Gelder in Milliardenhöhe werden sich Leute mit entsprechender Macht und Sicherheit im Rücken sichern. Wenn die das Projekt ernst meinen, dann stellen sie einen brillianten Vordenker wie Czisch zu einem guten Gehalt an. Aber wie der gestrige Artikel zeigt, scheinen die es nicht eilig zu haben. Besser noch ein paar Jährchen die alten Kraftwerke abmelken, risikoloser und hochsubventioniert. Man stelle sich vor, die Regierung würde die sinnlose und teure Selbstbedienungskasse "CO2 Verflüssigung" sperren und die Gelder für etwas sinnvolles einsetzen.
Lieber setzt man einige "Experten" zusammen, die das Ganze für unrealistisch und ferne Zukunft halten, einige Jährchen verzögern und die großen Gelder blockiert halten. Dann bekommen sie vielleicht auch endlich Rückenwind für ihre AKW-Laufzeitverlängerungen für ihre offensichtlich fast auseinanderfallenden Profitbringer.
Wenn ich nicht selbst auf dem Zahnfleisch gehen würde, würde ich mit Czisch zusammentun und die Sache angehen, witzigerweise wollte ich nämlich mal Energietechniker werden und über das selbe Thema diplomieren. Ist dann wegen Studiengangwechsel leider nichts geworden. Der Mann ist so eine Art Seelenverwandter, nur konsequenter als ich.
weltfremd ist diese Arbeit höchstens, weil der Verfasser einfach nur ehrlich sein wollte.
und das wird in dieser Welt der Selbstbetrüger (noch?) sofort bestraft.
Die sinnlose und unbegründete Begeisterung für das derzeitig favorisierte "Desertec"-Projekt wird Punkt für Punkt zerpflückt,
da ich die Arbeit kenne, weiß ich, dass das Resultat dieser Arbeit ist, dass nur Windkraft aus Westafrika tatsächlich positiver Energiebringer sein kann,
alles Andere (insbesondere die "Desertec"-Idee) ist Selbstbetrug
(zu teuer, zu viel Energie wird investiert und nur wenig wird wieder produziert werden).
"Politisch" wäre das Projekt "Windkraft aus Westafrika" schon vor vielen Jahren denkbar, wenn es denn gewollt gewesen wäre!
Der einzige Staat, der Probleme machte, war Marokko und das Problem "Westsahara", und schon jetzt zeigt sich, dass Marokko durchaus kooperationsbereit ist (ohne große politische Anstrengungen!).
Das wäre vor vielen jahren längst lösbar gewesen, aber es war "politisch" überhaupt nicht gewollt!.
In Sachen "Erneuerbare Energie" wird seit Jahren kräftig gelogen,
da ist Ehrlichkeit einfach unerwünscht.
(Nur als Beispiel: Es wird immer von der angeblich hohen Subvention für AKWs gefaselt - sieht man genau hin, stellt sich schnell heraus, dass Photovoltaik zigfach höher gefördert werden muss!)
Windkraft ist die einzige EE, die tatsächlich Energie spart,
Deutschland ist gerade jetzt der perfekte Standort, um Windkrafttechnik in großer Menge zu produzieren (stillliegende Werften für die Flügel und Masten, stilliegende KFZ-Werke und Zulieferer, um die Maschinen zu bauen),
es gibt absolut keinen Grund, das Projekt "Windkraft aus Westafrika" zu schlecht zu reden, wie es auch hier in der "Zeit" geschieht.
und dezentrale thermische und fotovoltaische Sonnenkraftwerke auf den Dächern Europas sind mir sympathischer. Das Zeitalter der zentralen Energieversorgung durch wenige Konzerne, die ständig Ihre Marktmacht ausnutzen, sollte schleunigst beendet werden.
Russland als einen "seit Jahrzehnten Zuverlässigen Handelspartner" zu titulieren bedeutet entweder wieder besseres wissen zu sprechen oder schon den letzten Winter vergessen zu haben.
War es das böse Rußland, das Europa erpressen wollte, oder war es das Transitland Ukraine, das für die Unterbrechung der Lieferungen verantwortlich war, weil es einmal nicht bereit war, seine Gasrechnungen zu bezahlen und auf der anderen Seite illegal Lieferungen angezapft hatte, die für Europa bestimmt waren. Das Gazprom auf die Bezahlung seiner Lieferungen bestehen würde, versteht sich unter Handelpartnern.
Also machen Sie nicht die russische Seite für die Unterbrechnungen verantwortlich.
War es das böse Rußland, das Europa erpressen wollte, oder war es das Transitland Ukraine, das für die Unterbrechung der Lieferungen verantwortlich war, weil es einmal nicht bereit war, seine Gasrechnungen zu bezahlen und auf der anderen Seite illegal Lieferungen angezapft hatte, die für Europa bestimmt waren. Das Gazprom auf die Bezahlung seiner Lieferungen bestehen würde, versteht sich unter Handelpartnern.
Also machen Sie nicht die russische Seite für die Unterbrechnungen verantwortlich.
"Höppe lässt lediglich ausrichten, dass die Technik zur Stromerzeugung und -übertragung vor ein paar Jahren noch nicht ausgereift genug gewesen sei."
Ich denke eher da spielt einer den Indianer, die sich bekanntlich mit fremden Federn schmücken oder aber hat einen guten Freund, der im Kerngeschäft, d. h. im Geschäft der Kernkraftwerke, tätig ist.
Im Hinblick auf die Kompromisslosigkeit Csischs denke ich, dass es gut wäre, wenn es noch mehr kompromisslose Leute an wichtigen Stellen gäbe, die sich nicht immer den wirtschaftlichen Interessen einiger weniger beugten, zu Ungunsten von modernen und zukunftsfähigen Konzepten.
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