Weltwirtschaft »Asiaten leisten mehr«

Die G 8 sind kraftlos, Schwellenländer laufen dem Westen den Rang ab: Kishore Mahbubani, Politikprofesssor in Singapur, verteidigt seine These vom Siegeszug des Ostens. Ein Interview

DIE ZEIT: Professor Mahbubani, wie wichtig ist der G-8-Gipfel für Asien?

Kishore Mahbubani: G 8 ist überholt. Die Länder werden sich noch eine Weile treffen, weil es schwieriger ist, den Club aufzulösen, als ihn weiter bestehen zu lassen. Immerhin kann das jetzige Treffen nützlich sein, wenn es darum geht, dass die Finanzminister der sieben – Russland spielt dabei ja keine Rolle – enger zusammenarbeiten, um die Weltwirtschaftskrise zu bekämpfen. Dennoch ist der Club so kraftlos, dass China und Indien nicht einmal mehr eine formelle Mitgliedschaft anstreben.

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ZEIT: Aber mitreden wollen die Regierungschefs dieser Länder doch.

Mahbubani: Ich würde es umgekehrt formulieren: Sie wissen, dass sie auf jeden Fall einbezogen werden müssen. Die G-8-Regierungschefs machen sich keine Illusionen darüber, dass es gerade in Fragen der Handelskooperation und der Bekämpfung des Klimawandels keine Lösungen ohne China und Indien geben kann.

ZEIT: Überschätzen Sie die Asiaten nicht ein wenig? Chinas Wirtschaft ist, nach Kaufkraftparitäten gemessen, noch relativ klein.

Mahbubani: Das ändert jedoch nichts daran, dass China und Indien noch dramatisch zulegen werden, während das Wachstum des Westens sich verlangsamt. Vor 200 Jahren waren China und Indien entsprechend ihrer Bevölkerungszahl die beiden größten Ökonomien der Welt. Dann verzerrte sich das zugunsten des Westens – und normalisiert sich jetzt wieder. Und die Weltwirtschaftskrise hat diese Entwicklung noch beschleunigt.

ZEIT: Was meinen Sie mit »verzerren«? War der Westen nicht schlicht fleißiger und innovativer als Asien in den vergangenen 200 Jahren?

Mahbubani: Auf jeden Fall. Im Westen betrachtet man gern nur diesen Zeitraum und ist davon überzeugt, dass er den Normalzustand darstellt. Und wir in Asien sind davon überzeugt, dass dies eine historische Ausnahmesituation war. Die Fehlentwicklung konnte nur andauern, solange die Menschen in Asien nicht genauso leistungsfähig wurden wie Amerikaner und Europäer.

ZEIT: Und inzwischen ist das anders?

Mahbubani: Wir schließen wieder auf. Mann für Mann. Frau für Frau. Die Asiaten bringen bessere Leistungen als die Westler. Fragen Sie die Präsidenten der westlichen Eliteuniversitäten: Die Mehrheit der Topstudenten kommt nun aus Asien.

Leser-Kommentare
  1. Danke für dieses Interview und die deutliche Benennung unserer Hauptprobleme:

    - Schuldenberge für unsere Nachkommen
    - Lobbygruppen und Demokratie
    - Mangelnder Wille und Mut zur Veränderung
    - Politiker/innen, ihr Image, ihre Verantwortung
    - Braucht die Welt den Westen oder 3 Mrd-Markt vs. westlichen Märkte

    Haben wir sowas schon mal aus Politiker/innen-Mund gehört ?

    Selten.

    • PhilN
    • 09.07.2009 um 10:42 Uhr

    der Westen und vor allem Deutschland ruht sich auf den Erfolgen und Muehen der vorherigen Dekaden aus und verwaltet seinen Wohlstand nur noch. Um diesen allerdings langfristig zu halten oder zu vergroessern, muss vor allem weit mehr in Ausbildung, Forschung und Entwicklung besonders in den technischen Disziplinen investiert werden und dafuer braucht es Visionen. Wieso stellt sich in Deutschland kein Politiker hin und sagt, Deutschland braucht mehr Techniker und dafuer wird dann auch bewusst etwas getan? Das faengt schon in den Schulen auch, wo Kindern ihre Neugier fuer Naturwissenschaften regelrecht aberzogen wird und das Bildungsideal doch zu sehr durch das humanistische Gymnasium beeinflusst wird mit dem Resultat, dass ganze Jahrgaenge mittlerweile BWL, Jura oder Politik studieren wollen. Damit kann man nur leider auch in der Dienstleistungsgesellschaft kaum ein Land von 80 Millionen ernaehren.

    Noch gibt es in vielen Branchen im Westen einen Technologievorsprung. Auf diesem muss man ausbauen. Noch lernen die asiatischen Topstudenten vor allem alles auswendig und denken wenig kreativ. Zudem wundert man sich doch haeufig ueber die Arbeitsmoral in vielen asiatischen Bueros. Dies wird allerdings nicht so bleiben.

    Was mich bei "den Asiaten" allerdings extrem verstoert ist diese naive Begeisterung ueber das Verschieben der geopolitischen Macht, wobei es in Asien so ja als "normal" gesehen wird. "Dann verzerrte sich das zugunsten des Westens – und normalisiert sich jetzt wieder. Und die Weltwirtschaftskrise hat diese Entwicklung noch beschleunigt.". Normal ist doch gar nichts, und so wie die Selbstzufriedenheit im Westen eingesetzt hat, kann sie genauso auch wieder im Osten auftreten. Die haeufig dekadente Mittelschicht in Shanghai wirkt auf mich jedenfalls schon sehr selbstzufrieden und der Ehrgeiz ist auch dort sehr schnell verflacht (wobei die Millionen von Wanderarbeitern natuerlich immer sehr motiviert sind).

    Aus Macht erwaechst auch immer Verantwortung und wenn man sieht, wie vor allem China in Bereichen des Umweltschutz oder der Entwicklungshilfe damit umgeht, sind Sorgenfalten berechtigt. Darueber hinaus bewirkt oekonomische Dynamik immer Anlaesse fuer soziale Spannungen, wie derzeit ebenfalls in China zu beobachten, wo die Profiteure der Han Chinesen immer haeufiger mit Minderheiten aneinander geraten. Man muss also bei allen Leistungen noch etwas abwarten bevor man die Leistung Chinas, die vom durch westliche Direktinvestionen und freieren Handel katalysiert worden ist, bewerten kann.

    Die "Weltherrschaft", wie sie im Osten gefeiert wird, kann mir von mir aus gestohlen bleiben. Ich bin lieber Luxembourg als die Sowjetunion.

  2. Aus dem Mund unserer Politiker werden wir so etwas wohl nicht hören. Die dürfen uns keinen reinen Wein einschenken, weil die Wahrheit den Wähler kränken würde. Er würde solch einen ehrlichen Politiker abwählen.

    Was Professor Mhburbani über unsere Verschuldung sagt, trifft es genau:

    "In Demokratien ist das sehr schwierig, und es wird noch schwieriger, weil die meisten westlichen Demokratien schon heute von der harten Arbeit vorheriger Generationen leben und ihren Nachfolgern nichts als Schulden hinterlassen. Die Demokratie denkt nicht daran, was aus den Kindern und Enkelkindern wird, denn die wählen sie ja nicht."

    Stellen sie sich vor, Sie sind in der CDU oder SPD aktiv und sagen so etwas! Die Partei würde sie blitzschnell als Wählerschreck ausschließen. Unsere Rentnerdemokratie weiß wohl insgeheim, dass wir aufgrund unserer katastrophalen demographischen Entwicklung keine Zukunft haben und lebt nach dem Motto: Nach uns die Sintflut!

    • JGC
    • 09.07.2009 um 10:50 Uhr

    Er hat recht!!

    Wir haben schon uns 200 Jahre lang ausbeuten lassen und den Unternehmen fette Gewinne beschert, doch haben viele Menschen einfach keine Lust mehr, sich ausbeuten zu lassen(Gelle, ist doch nett, wenn statt dessen das Wort "Fleiß" benutzt wird")

    Doch die Asiaten werden es auch bald merken, das sie nur dem Ruf des Geldes folgen und noch nicht wissen, WAS sie für ihre bisherige Kleinbäuerlichkeit eingetauscht haben.

    Spätestens wenn diese Menschen genauso viel Erfahrung mit dem Kapitalismus gesammelt haben, wie der Westen, dann werden sie selber sehen, das industrie und Wachstum eben nicht alles ist...

    Je mehr dieser Geld-Aspekt sich verstärkt, um so mehr schwächt sich das Sozialgefüge und macht später im Osten ganz genau die selben Probleme wie im Westen.. Nur hat der Westen ein paar hundert Jahre Zeit gehabt, sich durch all die Untiefen und Fallen der Geschichte hindurch zu kämpfen, welches letztlich in 2 schrecklichen Weltkriegen mündete..

    Ich sehe schon jetzt vor meinem geistigen Auge, das ganz genau diese Prozederes, die bei uns wirksam waren,die uns letztlich so verhalten ließen, wie es eben so war, demnächst auch bei den Chinesen und Indern wirksam werden.

    Je mehr die Menschen an der ganzen Welt kommunikativ teilhaben können, um so mehr wissen sie um ihre eigene Lage...

    Und um so mehr werden die Ungereimtheiten zu den jeweiligen Zorn-Äpfeln, die letztlich ganz genau die selben Konfliktstrukturen schaffen werden wie bei uns...

    Schon jetzt wandern immer mehr Bauern in die Städte ab und fristen dort inzwischen öfter ein schlechteres Leben als sie vorher hatten..

    Mal sehen, wie lange es dauern wird, bis die Mehrzahl der Bevölkerung bemerkt, das auch SIE nur mit der Mohrrübe vor der Nase dazu verführt werden, das "große" Geld zu scheffeln, was aber statt dessen die Meisten nur an den Rand ihrer eigenen, sowieso schon kümmerlichen Existenz bringt..

    Aber wie auch immer...

    Der Westen sollte endlich aufwachen und sich ein neues, eigenes Programm gönnen...

    Warten nicht schon längst die notwendigen Anpassungen an die kommenden Klimaveränderungen auf uns??

    Warum wird immer weiter nur über das Wetter gejammert?

    Statt dessen könnten neue Wasserspeicher erschlossen werden, neue Bepflanzungs-Methoden entwickelt werden und eine völlig neue Recyklingstruktur aufgebaut werden,(generelles Pfand auf alles, was sich recyclen lässt!!!) die uns erlaubt, trotz Krise aller Art ein geordnetes und ein "lustiges" Leben zu führen...

    Veränderung bedeutet immer ein "sich anpassen", an das Neue!!

    Schlafen wir also weiter, oder werden endlich mal die Ärmel hochgekrempelt und ein paar zukunftsorientierte Entscheidungen getroffen??

    Der Osten Deutschlands könnte z.B. wieder in die Kornkammer Europas verwandelt werden, die es mal war...

    Oder wir könnten schnellwachsende Biomasse anbauen zwecks Energiegewinnung, ökologischen Baumaterialien, oder für all die Verpackungen, die bisher aus teurem Erdöl geschaffen werden..

    Wir könnten soooo vieles tun..

    Aber anscheinend sind wir schon so total verblödet, das wir es bald nicht mal mehr schaffen, unseren eigenen Hintern zu putzen.....

    Schaltet endlich die blöden Glotzophone ab und kümmert euch endlich um DIE Realitäten, die vor eurer Nase von statten gehen!!

    Was interessiert mich in Stuttgart, wenn in Hamburg eine Schaufel umfällt??

    Dort hat es genügend Menschen mit eigenen Köpfen und Händen, um sich selber darum zu kümmern..

    Aber inzwischen hab ich immer mehr den Eindruck, das immer mehr Menschen genau DIESE nur noch zur Zierde rum tragen..

    Ich kann nur jedem anraten, mal von Manfred Spitzer die Beiträge "Vorsicht Bildschirm" mal genauer anzusehen.. Dann wird jeder etwas genauer hinschauende Mensch ganz deutlich erkennen, WO unsere wirklichen Probleme nämlich sitzen..

    Nämlich in dem Umstand, das wir immer mehr und immer stärker in Informationsfluten ertränkt werden. Von Informationen, die zwar alle irgendwie wichtig sind, aber nicht in jedem Hirn Platz nehmen müssen...

    Es gibt jede Menge Leute, die für all die jeweiligen Probleme zu lösen, bezahlt werden!!

    Von unseren Steuergeldern!!!

    Warum soll ich mir also als kleiner Mann die ganze Panik rein ziehen müssen??

    Ich sage, All ihr Großen und Mächtigen, all ihr Unternehmer und Regierungen...

    Schert euch endlich um die Dinge, die ihr selber verbockt habt und schiebt uns , dem einfachen Volk nicht mehr ständig die Schuld in die Schuhe, nur weil ihr zu faul und zu feige seid, zu eurem Mist zu stehen, den ihr immer so gerne auf uns abladen wollt, mit der Begründung "das Volk wolle es doch so"

    Das ist nur eine Schutzbehaubtung von euch "Großen", nur um nicht selber für den Käse grade stehen zu müssen, den ihr uns regelrecht aufdrängt..

    Eure Werbe-Wasserfälle verschmutzen unsere Hirne und führen erst dazu, das all der Mist produziert werden kann, um irgendwelche zweifelhafte Gewinne damit zu erwirtschaften!!

    Da könnte ich genauso zu Vattenfall gehen, und ihnen einen Deal anbieten, das sie bei mir im Keller gegen einen bestimmten Betrag ihren radioaktiven Müll unterbringen dürfen... Das wäre auch nur ein Geschäft und müsste so gesehen niemanden interessieren, WAS ich in meinem Keller lagere!!

    Wacht also endlich auf und nehmt euere eigene Verantwortung endlich in die Hand, statt sie immer dem kleinen Mann aufzuhalsen..

    Wir haben schon genügend Verantwortlichkeiten in unserem eigenen Alltag, da brauchen wir euren Schrott nicht auch noch!!!

    Diese Meinung wurde gestiftet von J.Clauss, einem einfachen kleinen Mann!

  3. 5. @Japan

    Japan ist nur noch in geographischem Sinne asiatisch, in Wirklichkeit aber verwestlicht.

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    • xtc
    • 09.07.2009 um 12:10 Uhr

    ... ist Japan nur noch im geographischen Sinne asiatisch?

    Japan ist doch, allseits bewundert, mit den angeblich typisch asiatischen Tugenden groß geworden. Fleißige, unterwürfige Arbeiterameisen. Zunächst geschicktes Kopieren und Herstellen gewinnträchtiger Produkte; dann, darauf basierend, Entwicklung und Herstellung eigener Produktlinien.
    Wo ist denn da der Unterschied zu den neuen Tigerstaaten? Warum sollen die Verläufe wirtschaftlicher Entwicklung in China und Indien anders verlaufen als in Japan?

    (entfernt. Bitte halten Sie sich an die hier gültigen Verkehrssprachen. Die Redaktion/jk)

    Zum Artikel:

    Dieser Mahbubani ist doch ein billiger Provokateur: erst die Menschenrechte ablehnen und nun auch noch Asiaten als überlegene Rasse darstellen.

    Anscheinden sind "wir" im "Westen" doch noch weiter: das hatten wir bereits in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts. In seinem starren Ost/West-Denkschema befindet er sich in einem Diskurs, den wir besser hinter uns lassen sollten.

    • xtc
    • 09.07.2009 um 12:10 Uhr

    ... ist Japan nur noch im geographischen Sinne asiatisch?

    Japan ist doch, allseits bewundert, mit den angeblich typisch asiatischen Tugenden groß geworden. Fleißige, unterwürfige Arbeiterameisen. Zunächst geschicktes Kopieren und Herstellen gewinnträchtiger Produkte; dann, darauf basierend, Entwicklung und Herstellung eigener Produktlinien.
    Wo ist denn da der Unterschied zu den neuen Tigerstaaten? Warum sollen die Verläufe wirtschaftlicher Entwicklung in China und Indien anders verlaufen als in Japan?

    (entfernt. Bitte halten Sie sich an die hier gültigen Verkehrssprachen. Die Redaktion/jk)

    Zum Artikel:

    Dieser Mahbubani ist doch ein billiger Provokateur: erst die Menschenrechte ablehnen und nun auch noch Asiaten als überlegene Rasse darstellen.

    Anscheinden sind "wir" im "Westen" doch noch weiter: das hatten wir bereits in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts. In seinem starren Ost/West-Denkschema befindet er sich in einem Diskurs, den wir besser hinter uns lassen sollten.

    • PhilN
    • 09.07.2009 um 11:09 Uhr

    dass Wort Schulden kommt in den Kommentaren genau zweimal vor. Fuer 50% der Eintraege sind Sie verantwortlich.

    Antwort auf
    • xtc
    • 09.07.2009 um 12:10 Uhr
    7. Warum

    ... ist Japan nur noch im geographischen Sinne asiatisch?

    Japan ist doch, allseits bewundert, mit den angeblich typisch asiatischen Tugenden groß geworden. Fleißige, unterwürfige Arbeiterameisen. Zunächst geschicktes Kopieren und Herstellen gewinnträchtiger Produkte; dann, darauf basierend, Entwicklung und Herstellung eigener Produktlinien.
    Wo ist denn da der Unterschied zu den neuen Tigerstaaten? Warum sollen die Verläufe wirtschaftlicher Entwicklung in China und Indien anders verlaufen als in Japan?

    Antwort auf "@Japan"
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    "geschicktes Kopieren" nennen Sie eine typisch asiatische Tugend? Als die westlichen Kolonialmächte auch im asiatischen Raum immer mehr Fuß fassten, stand Japan vor der Wahl, entweder Kolonie zu werden wie Indonesien, Vietnam oder Indien (oder Halbkolonie wie China), oder sich selber zu einem mächtigen Industriestaat zu entwickeln, der den Westmächten gewachsen ist. Japan entschied sich für letzteres, wozu "geschicktes Kopieren" der Westmächte, ihrer Wirtschaft, ihrer Militärtechnik und und und nötig war. Daher der Hang zum "geschickten Kopieren". Diesen Hang zum Kopieren des Westens haben auch Russland und die Türkei entwickelt, Atatürk bzw. Zar Peter der Große (und später Stalin) haben diese religiös-bäurischen Völker mit eiserner Faust aus der Rückständigkeit herausgeführt, so dass sie vom Westen nicht kolonisiert werden konnten. typisch asiatisch ist das nicht. Und unterwürfigen Ameisenfleiß hat auch Stalin seinen Russen verordnet, um mächtig zu werden.

    "geschicktes Kopieren" nennen Sie eine typisch asiatische Tugend? Als die westlichen Kolonialmächte auch im asiatischen Raum immer mehr Fuß fassten, stand Japan vor der Wahl, entweder Kolonie zu werden wie Indonesien, Vietnam oder Indien (oder Halbkolonie wie China), oder sich selber zu einem mächtigen Industriestaat zu entwickeln, der den Westmächten gewachsen ist. Japan entschied sich für letzteres, wozu "geschicktes Kopieren" der Westmächte, ihrer Wirtschaft, ihrer Militärtechnik und und und nötig war. Daher der Hang zum "geschickten Kopieren". Diesen Hang zum Kopieren des Westens haben auch Russland und die Türkei entwickelt, Atatürk bzw. Zar Peter der Große (und später Stalin) haben diese religiös-bäurischen Völker mit eiserner Faust aus der Rückständigkeit herausgeführt, so dass sie vom Westen nicht kolonisiert werden konnten. typisch asiatisch ist das nicht. Und unterwürfigen Ameisenfleiß hat auch Stalin seinen Russen verordnet, um mächtig zu werden.

  4. 8. (...)

    (entfernt. Bitte halten Sie sich an die hier gültigen Verkehrssprachen. Die Redaktion/jk)

    Zum Artikel:

    Dieser Mahbubani ist doch ein billiger Provokateur: erst die Menschenrechte ablehnen und nun auch noch Asiaten als überlegene Rasse darstellen.

    Anscheinden sind "wir" im "Westen" doch noch weiter: das hatten wir bereits in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts. In seinem starren Ost/West-Denkschema befindet er sich in einem Diskurs, den wir besser hinter uns lassen sollten.

    Antwort auf "@Japan"
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    • PhilN
    • 09.07.2009 um 12:26 Uhr

    wenig nuetzliches Gehabe in einer interdependenten Welt.

    Nur leider denken viele Angehoerige der Eliten in Asien genauso. Nun sei quasi die Zeit der Abrechnung mit dem weissen Mann gekommen, und ab jetzt darf man selber den neuen Herrn spielen; so z.B. in Afrika.

    In einer Zeit, wo man sich hierzulande einbildet, geopolitische Spielchen ad acta gelegt zu haben, fangen viele asiatische Laender wieder damit an und fordern ihren Platz an der Sonne. Bei dem ganzen Hegemonialstreben - mittlerweile will ja so ziemlich jeder seine Einflusszone (Russen, Iraner, Pakistaner, Kasachen, Chinesen, Inder, Tigerstaaten, Korea) - und bei Betrachtung der fortschreitenden konventionellen Aufruestung und nuklearen Proliferation, kann einem da schon Bange werden.

    • PhilN
    • 09.07.2009 um 12:26 Uhr

    wenig nuetzliches Gehabe in einer interdependenten Welt.

    Nur leider denken viele Angehoerige der Eliten in Asien genauso. Nun sei quasi die Zeit der Abrechnung mit dem weissen Mann gekommen, und ab jetzt darf man selber den neuen Herrn spielen; so z.B. in Afrika.

    In einer Zeit, wo man sich hierzulande einbildet, geopolitische Spielchen ad acta gelegt zu haben, fangen viele asiatische Laender wieder damit an und fordern ihren Platz an der Sonne. Bei dem ganzen Hegemonialstreben - mittlerweile will ja so ziemlich jeder seine Einflusszone (Russen, Iraner, Pakistaner, Kasachen, Chinesen, Inder, Tigerstaaten, Korea) - und bei Betrachtung der fortschreitenden konventionellen Aufruestung und nuklearen Proliferation, kann einem da schon Bange werden.

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