Weltwirtschaft »Asiaten leisten mehr«
Die G 8 sind kraftlos, Schwellenländer laufen dem Westen den Rang ab: Kishore Mahbubani, Politikprofesssor in Singapur, verteidigt seine These vom Siegeszug des Ostens. Ein Interview
DIE ZEIT: Professor Mahbubani, wie wichtig ist der G-8-Gipfel für Asien?
Kishore Mahbubani: G 8 ist überholt. Die Länder werden sich noch eine Weile treffen, weil es schwieriger ist, den Club aufzulösen, als ihn weiter bestehen zu lassen. Immerhin kann das jetzige Treffen nützlich sein, wenn es darum geht, dass die Finanzminister der sieben – Russland spielt dabei ja keine Rolle – enger zusammenarbeiten, um die Weltwirtschaftskrise zu bekämpfen. Dennoch ist der Club so kraftlos, dass China und Indien nicht einmal mehr eine formelle Mitgliedschaft anstreben.
ZEIT: Aber mitreden wollen die Regierungschefs dieser Länder doch.
Mahbubani: Ich würde es umgekehrt formulieren: Sie wissen, dass sie auf jeden Fall einbezogen werden müssen. Die G-8-Regierungschefs machen sich keine Illusionen darüber, dass es gerade in Fragen der Handelskooperation und der Bekämpfung des Klimawandels keine Lösungen ohne China und Indien geben kann.
ZEIT: Überschätzen Sie die Asiaten nicht ein wenig? Chinas Wirtschaft ist, nach Kaufkraftparitäten gemessen, noch relativ klein.
Mahbubani: Das ändert jedoch nichts daran, dass China und Indien noch dramatisch zulegen werden, während das Wachstum des Westens sich verlangsamt. Vor 200 Jahren waren China und Indien entsprechend ihrer Bevölkerungszahl die beiden größten Ökonomien der Welt. Dann verzerrte sich das zugunsten des Westens – und normalisiert sich jetzt wieder. Und die Weltwirtschaftskrise hat diese Entwicklung noch beschleunigt.
ZEIT: Was meinen Sie mit »verzerren«? War der Westen nicht schlicht fleißiger und innovativer als Asien in den vergangenen 200 Jahren?
Mahbubani: Auf jeden Fall. Im Westen betrachtet man gern nur diesen Zeitraum und ist davon überzeugt, dass er den Normalzustand darstellt. Und wir in Asien sind davon überzeugt, dass dies eine historische Ausnahmesituation war. Die Fehlentwicklung konnte nur andauern, solange die Menschen in Asien nicht genauso leistungsfähig wurden wie Amerikaner und Europäer.
ZEIT: Und inzwischen ist das anders?
Mahbubani: Wir schließen wieder auf. Mann für Mann. Frau für Frau. Die Asiaten bringen bessere Leistungen als die Westler. Fragen Sie die Präsidenten der westlichen Eliteuniversitäten: Die Mehrheit der Topstudenten kommt nun aus Asien.
ZEIT: Sind die »Westler« bequem geworden?
Mahbubani: Nein. Der Westen hat weiterhin kluge und fleißige junge Menschen. Aber Asien hat einfach sehr viel mehr Menschen. Schon bisher hatten wir den größten Talentpool. Nur haben wir ihn nicht benutzt. Aber inzwischen schicken wir unsere Kinder auf Schulen und können die Kraft der jeweiligen Generation besser entfalten. Und wir verwalten unsere Länder besser. Der Aufstieg Asiens ist also kein Mysterium.
ZEIT: Und jetzt kommt die große Ernüchterung mit der Weltwirtschaftkrise.
Mahbubani: Nein. Wir sind Rückschläge gewohnt. In der Asienkrise von 1997 zum Beispiel haben wir gelernt, mit einer Krise umzugehen. Das Wichtigste ist die eigene Haltung, und die jungen Menschen in China und Indien sind davon überzeugt, dass die Zukunft in ihren Händen liegt. Die jungen Amerikaner glauben hingegen nicht mehr, dass sie ein besseres Leben haben werden als ihre Eltern. Raten Sie mal, wer mit einer Krise entspannter umgeht: die Aufsteiger oder die Absteiger?
ZEIT: Aber mit der Wahl von Präsident Obama ist die Hoffnung zurückgekehrt.
Mahbubani: Abwarten. Obama muss erst liefern, was er versprochen hat. Und das heißt, er muss nicht nur die Probleme lösen, die in den vergangenen Monaten entstanden sind. Ein Harvard-Professor sagte mir neulich, dass er vor 20 Jahren nach Detroit gefahren sei, um den Vizepräsidenten von General Motors zu sprechen. Er fragte ihn, ob er wisse, dass die Japaner inzwischen die besseren Autos bauten. Ja, antwortete der Vizepräsident, er wisse es, aber wenn das seinem Chef zu Ohren käme, verlöre er seinen Job. Auch für Obama gilt: Je größer die Hoffnung, desto größer die Enttäuschung, wenn nicht bald Besserung eintritt. Die Chinesen haben eine Vision, wie ihr Land in 30 Jahren aussehen soll, die Amerikaner nicht. Sie glauben einfach, sie seien überlegen.
ZEIT: Sie sagen, die Asiaten hätten sich aufgerappelt. Aber dem Westen sprechen Sie diese Fähigkeit ab, die doch nun mit Obama wiederkehren könnte. Warum?
Mahbubani: Ich freue mich, dass Obama die Wahl gewonnen hat, weil damit die Verbindung Amerikas zur übrigen Welt wieder enger wird. Doch die Probleme sind gigantisch. Und viel schlimmer: Amerika galt immer als kompetenter Manager der eigenen Ökonomie und der Weltwirtschaft. Deshalb ist der Dollar die Leitwährung der Welt geworden. Aber nun schütteln wir hier in Asien nur noch den Kopf.
ZEIT: Immerhin haben die Chinesen von der Schuldenpolitik der Amerikaner profitiert, indem sie ihre Produkte verkaufen konnten.
Mahbubani: An Macht haben die Chinesen dadurch auch gewonnen. Sie haben es als der militärisch und politisch Schwächere geschafft, die Abhängigkeit der Amerikaner dramatisch zu erhöhen, während die eigenen Abhängigkeiten zumindest nicht gewachsen sind. Nun kommt der Vertrauensverlust des Westens hinzu. Ich habe eine Geschichte über einen indischen Bankenregulierer gelesen, der eine Schweizer Bank überprüfen musste, weil sie sich an einer indischen Bank beteiligen will. Der Schweizer findet es seltsam, von einem Inder kontrolliert zu werden. Er sagt dem Inder, die Überprüfung werde nicht nötig sein, die Schweiz habe die beste Bankenaufsicht der Welt. Noch vor zwei Jahren hätte der Inder ihm das geglaubt. Heute nicht mehr. Da sieht man schon ein Ergebnis der Weltwirtschaftskrise: Die Menschen hier in Asien sind selbstbewusster geworden.
ZEIT: Aber Sie wollen doch nicht behaupten, dass die asiatischen Manager besser sind?
Mahbubani: Führte man einen IQ-Test zwischen den Top Ten der chinesischen und der amerikanischen Führungselite durch, schnitten die Chinesen besser ab.
ZEIT: Aber es geht doch nicht alles um den IQ.
Mahbubani: Es geht um Urteilskraft und Werte. Da brauchen wir den Westen nicht. Asien hat inzwischen seine eigenen Erfolgsmodelle: Länder, die einen freien Markt mit einer starken Regierung kombinieren.
ZEIT: Ist die wirtschaftsliberale Diktatur also die beste aller Regierungsformen? Sollen wir die auch im Westen einführen?
Mahbubani: Nein. Demokratie muss das Ziel jeglicher Gesellschaft sein. Aber nicht jede Gesellschaft kann jederzeit Demokratie einführen. Anderseits wissen auch die Chinesen, dass sie irgendwann demokratisch werden müssen. Die entscheidende Frage ist: Wann? Die Amerikaner haben 1776 angefangen, über die Gleichheit von Männern und Frauen zu sprechen. Danach herrschte noch fast 100 Jahre lang Sklaverei. Die USA haben 200 Jahre gebraucht, um die Demokratie wirklich durchzusetzen; China wird es schneller schaffen, aber 100 Jahre dauert es.
ZEIT: Worin liegen die Schwächen der westlichen Demokratie aus asiatischer Sicht?
Mahbubani: Die größte Schwäche ist die Neigung der Demokraten, die Demokratie als natürlich überlegen anzusehen. Doch Demokratie braucht viel Kompetenz. Und Kompetenz ist viel Arbeit. Wenn man nicht ständig hart an sich arbeitet, dann wird auch eine demokratische Regierung Opfer von Lobbygruppen, und dann kommt es etwa zur großen Krise.
ZEIT: Immerhin verfügen die Demokratien über eine freie Presse als Korrektiv.
Mahbubani: Dieses Korrektiv birgt auch Gefahren. Indem die Zeitungen berichten, was zu tun wäre, bilden sich die Menschen ein, man habe die Herausforderungen im Griff. Ich bevorzuge eine freie Presse, aber sie kann nicht die Antwort auf fundamentale Veränderungen sein. Dafür braucht man richtige Führung. Und leider erzeugt eine freie Presse in einer Demokratie Politiker, die mehr über ihr Image in den Medien nachdenken als über die Interessen des Landes.
ZEIT: Dennoch ist die Kontrolle wichtig. In China etwa funktioniert das System von Checks and Balances nicht eben zufriedenstellend.
Mahbubani: Ich stimme zu. Die chinesische Regierung sieht das Problem auch und kann die Lage langsam und stetig verbessern, weil sie ihre Politik über Jahrzehnte plant. In Demokratien ist das sehr schwierig, und es wird noch schwieriger, weil die meisten westlichen Demokratien schon heute von der harten Arbeit vorheriger Generationen leben und ihren Nachfolgern nichts als Schulden hinterlassen. Die Demokratie denkt nicht daran, was aus den Kindern und Enkelkindern wird, denn die wählen sie ja nicht.
ZEIT: Wie kann man diesen Fehler vermeiden?
Mahbubani: Die Herausforderung für die westliche Demokratie besteht darin, die Bedürfnisse zukünftiger Generationen mit zu bedenken – und dabei nicht nur die Belange der Nation, sondern der Welt als Ganzes. Denn die globalen Machtverhältnisse wandeln sich dramatisch. Der Westen stellt zwölf Prozent der Weltbevölkerung und will über den Rest mitbestimmen. Das lässt sich nicht halten, weil die Welt demokratischer wird. Der Westen muss sich an diesen Verlust an Einfluss anpassen, er muss wieder wettbewerbsfähiger werden. Also müssen Sie Ihren Arbeitern sagen, sie müssen besser werden. Und wenn die Japaner gute Autos bauen, dann müssen Sie bessere bauen. Es war doch ein Europäer, Joseph Schumpeter, der das Konzept der kreativen Zerstörung in Worte gefasst hat. Nun wenden es die Asiaten an, und da soll es auf einmal nicht gelten?
ZEIT: Und was wird die chinesische Regierung ihren Arbeitern sagen, wenn Abermillionen in der Krise ihre Jobs verlieren?
Mahbubani: Den Chinesen geht es besser als früher – warum sollten sie das wegen zweier Jahre geringen Wachstums aufs Spiel setzen? Sie müssten – mancher Proteste zum Trotz – verrückt sein, um so etwas zu tun. Sie werden die Krise also vielmehr aussitzen, und dann geht es weiter. Sie werden einen riesigen Binnenmarkt aufbauen, wie es auch Asien insgesamt tun wird. Die Asiaten sind davon überzeugt, dass sie weniger vom amerikanischen Markt abhängig sein werden. Sie kreieren ihren eigenen Markt mit drei Milliarden Menschen. Wie die Amerikaner oder der Westen wieder unabhängiger von der übrigen Welt werden sollen, weiß hingegen derzeit niemand.
ZEIT: Sie sprechen immer von den Asiaten. Wenn es jedoch hart auf hart kommt, halten die Asiaten nicht zusammen. Im Kampf um Aufträge aus dem Westen ist China fast jedes Mittel recht, ebenso im Versuch, zu verhindern, dass Japan oder Indien einen Sitz im UN-Sicherheitsrat bekommen.
Mahbubani: Ja, die asiatischen Gesellschaften denken noch sehr nationalistisch. Sie surfen auf globalen Entwicklungen, ohne etwas zu ihrer Gestaltung beizutragen. Das ist eine Herausforderung. Aber das Erstaunliche ist ja, dass der Einfluss Asiens trotz der Querelen untereinander Jahr für Jahr zunimmt.
Das Gespräch führte Frank Sieren
- Datum 17.07.2009 - 18:52 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 09.07.2009 Nr. 29
- Kommentare 29
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Danke für dieses Interview und die deutliche Benennung unserer Hauptprobleme:
- Schuldenberge für unsere Nachkommen
- Lobbygruppen und Demokratie
- Mangelnder Wille und Mut zur Veränderung
- Politiker/innen, ihr Image, ihre Verantwortung
- Braucht die Welt den Westen oder 3 Mrd-Markt vs. westlichen Märkte
Haben wir sowas schon mal aus Politiker/innen-Mund gehört ?
Selten.
der Westen und vor allem Deutschland ruht sich auf den Erfolgen und Muehen der vorherigen Dekaden aus und verwaltet seinen Wohlstand nur noch. Um diesen allerdings langfristig zu halten oder zu vergroessern, muss vor allem weit mehr in Ausbildung, Forschung und Entwicklung besonders in den technischen Disziplinen investiert werden und dafuer braucht es Visionen. Wieso stellt sich in Deutschland kein Politiker hin und sagt, Deutschland braucht mehr Techniker und dafuer wird dann auch bewusst etwas getan? Das faengt schon in den Schulen auch, wo Kindern ihre Neugier fuer Naturwissenschaften regelrecht aberzogen wird und das Bildungsideal doch zu sehr durch das humanistische Gymnasium beeinflusst wird mit dem Resultat, dass ganze Jahrgaenge mittlerweile BWL, Jura oder Politik studieren wollen. Damit kann man nur leider auch in der Dienstleistungsgesellschaft kaum ein Land von 80 Millionen ernaehren.
Noch gibt es in vielen Branchen im Westen einen Technologievorsprung. Auf diesem muss man ausbauen. Noch lernen die asiatischen Topstudenten vor allem alles auswendig und denken wenig kreativ. Zudem wundert man sich doch haeufig ueber die Arbeitsmoral in vielen asiatischen Bueros. Dies wird allerdings nicht so bleiben.
Was mich bei "den Asiaten" allerdings extrem verstoert ist diese naive Begeisterung ueber das Verschieben der geopolitischen Macht, wobei es in Asien so ja als "normal" gesehen wird. "Dann verzerrte sich das zugunsten des Westens – und normalisiert sich jetzt wieder. Und die Weltwirtschaftskrise hat diese Entwicklung noch beschleunigt.". Normal ist doch gar nichts, und so wie die Selbstzufriedenheit im Westen eingesetzt hat, kann sie genauso auch wieder im Osten auftreten. Die haeufig dekadente Mittelschicht in Shanghai wirkt auf mich jedenfalls schon sehr selbstzufrieden und der Ehrgeiz ist auch dort sehr schnell verflacht (wobei die Millionen von Wanderarbeitern natuerlich immer sehr motiviert sind).
Aus Macht erwaechst auch immer Verantwortung und wenn man sieht, wie vor allem China in Bereichen des Umweltschutz oder der Entwicklungshilfe damit umgeht, sind Sorgenfalten berechtigt. Darueber hinaus bewirkt oekonomische Dynamik immer Anlaesse fuer soziale Spannungen, wie derzeit ebenfalls in China zu beobachten, wo die Profiteure der Han Chinesen immer haeufiger mit Minderheiten aneinander geraten. Man muss also bei allen Leistungen noch etwas abwarten bevor man die Leistung Chinas, die vom durch westliche Direktinvestionen und freieren Handel katalysiert worden ist, bewerten kann.
Die "Weltherrschaft", wie sie im Osten gefeiert wird, kann mir von mir aus gestohlen bleiben. Ich bin lieber Luxembourg als die Sowjetunion.
Aus dem Mund unserer Politiker werden wir so etwas wohl nicht hören. Die dürfen uns keinen reinen Wein einschenken, weil die Wahrheit den Wähler kränken würde. Er würde solch einen ehrlichen Politiker abwählen.
Was Professor Mhburbani über unsere Verschuldung sagt, trifft es genau:
"In Demokratien ist das sehr schwierig, und es wird noch schwieriger, weil die meisten westlichen Demokratien schon heute von der harten Arbeit vorheriger Generationen leben und ihren Nachfolgern nichts als Schulden hinterlassen. Die Demokratie denkt nicht daran, was aus den Kindern und Enkelkindern wird, denn die wählen sie ja nicht."
Stellen sie sich vor, Sie sind in der CDU oder SPD aktiv und sagen so etwas! Die Partei würde sie blitzschnell als Wählerschreck ausschließen. Unsere Rentnerdemokratie weiß wohl insgeheim, dass wir aufgrund unserer katastrophalen demographischen Entwicklung keine Zukunft haben und lebt nach dem Motto: Nach uns die Sintflut!
Er hat recht!!
Wir haben schon uns 200 Jahre lang ausbeuten lassen und den Unternehmen fette Gewinne beschert, doch haben viele Menschen einfach keine Lust mehr, sich ausbeuten zu lassen(Gelle, ist doch nett, wenn statt dessen das Wort "Fleiß" benutzt wird")
Doch die Asiaten werden es auch bald merken, das sie nur dem Ruf des Geldes folgen und noch nicht wissen, WAS sie für ihre bisherige Kleinbäuerlichkeit eingetauscht haben.
Spätestens wenn diese Menschen genauso viel Erfahrung mit dem Kapitalismus gesammelt haben, wie der Westen, dann werden sie selber sehen, das industrie und Wachstum eben nicht alles ist...
Je mehr dieser Geld-Aspekt sich verstärkt, um so mehr schwächt sich das Sozialgefüge und macht später im Osten ganz genau die selben Probleme wie im Westen.. Nur hat der Westen ein paar hundert Jahre Zeit gehabt, sich durch all die Untiefen und Fallen der Geschichte hindurch zu kämpfen, welches letztlich in 2 schrecklichen Weltkriegen mündete..
Ich sehe schon jetzt vor meinem geistigen Auge, das ganz genau diese Prozederes, die bei uns wirksam waren,die uns letztlich so verhalten ließen, wie es eben so war, demnächst auch bei den Chinesen und Indern wirksam werden.
Je mehr die Menschen an der ganzen Welt kommunikativ teilhaben können, um so mehr wissen sie um ihre eigene Lage...
Und um so mehr werden die Ungereimtheiten zu den jeweiligen Zorn-Äpfeln, die letztlich ganz genau die selben Konfliktstrukturen schaffen werden wie bei uns...
Schon jetzt wandern immer mehr Bauern in die Städte ab und fristen dort inzwischen öfter ein schlechteres Leben als sie vorher hatten..
Mal sehen, wie lange es dauern wird, bis die Mehrzahl der Bevölkerung bemerkt, das auch SIE nur mit der Mohrrübe vor der Nase dazu verführt werden, das "große" Geld zu scheffeln, was aber statt dessen die Meisten nur an den Rand ihrer eigenen, sowieso schon kümmerlichen Existenz bringt..
Aber wie auch immer...
Der Westen sollte endlich aufwachen und sich ein neues, eigenes Programm gönnen...
Warten nicht schon längst die notwendigen Anpassungen an die kommenden Klimaveränderungen auf uns??
Warum wird immer weiter nur über das Wetter gejammert?
Statt dessen könnten neue Wasserspeicher erschlossen werden, neue Bepflanzungs-Methoden entwickelt werden und eine völlig neue Recyklingstruktur aufgebaut werden,(generelles Pfand auf alles, was sich recyclen lässt!!!) die uns erlaubt, trotz Krise aller Art ein geordnetes und ein "lustiges" Leben zu führen...
Veränderung bedeutet immer ein "sich anpassen", an das Neue!!
Schlafen wir also weiter, oder werden endlich mal die Ärmel hochgekrempelt und ein paar zukunftsorientierte Entscheidungen getroffen??
Der Osten Deutschlands könnte z.B. wieder in die Kornkammer Europas verwandelt werden, die es mal war...
Oder wir könnten schnellwachsende Biomasse anbauen zwecks Energiegewinnung, ökologischen Baumaterialien, oder für all die Verpackungen, die bisher aus teurem Erdöl geschaffen werden..
Wir könnten soooo vieles tun..
Aber anscheinend sind wir schon so total verblödet, das wir es bald nicht mal mehr schaffen, unseren eigenen Hintern zu putzen.....
Schaltet endlich die blöden Glotzophone ab und kümmert euch endlich um DIE Realitäten, die vor eurer Nase von statten gehen!!
Was interessiert mich in Stuttgart, wenn in Hamburg eine Schaufel umfällt??
Dort hat es genügend Menschen mit eigenen Köpfen und Händen, um sich selber darum zu kümmern..
Aber inzwischen hab ich immer mehr den Eindruck, das immer mehr Menschen genau DIESE nur noch zur Zierde rum tragen..
Ich kann nur jedem anraten, mal von Manfred Spitzer die Beiträge "Vorsicht Bildschirm" mal genauer anzusehen.. Dann wird jeder etwas genauer hinschauende Mensch ganz deutlich erkennen, WO unsere wirklichen Probleme nämlich sitzen..
Nämlich in dem Umstand, das wir immer mehr und immer stärker in Informationsfluten ertränkt werden. Von Informationen, die zwar alle irgendwie wichtig sind, aber nicht in jedem Hirn Platz nehmen müssen...
Es gibt jede Menge Leute, die für all die jeweiligen Probleme zu lösen, bezahlt werden!!
Von unseren Steuergeldern!!!
Warum soll ich mir also als kleiner Mann die ganze Panik rein ziehen müssen??
Ich sage, All ihr Großen und Mächtigen, all ihr Unternehmer und Regierungen...
Schert euch endlich um die Dinge, die ihr selber verbockt habt und schiebt uns , dem einfachen Volk nicht mehr ständig die Schuld in die Schuhe, nur weil ihr zu faul und zu feige seid, zu eurem Mist zu stehen, den ihr immer so gerne auf uns abladen wollt, mit der Begründung "das Volk wolle es doch so"
Das ist nur eine Schutzbehaubtung von euch "Großen", nur um nicht selber für den Käse grade stehen zu müssen, den ihr uns regelrecht aufdrängt..
Eure Werbe-Wasserfälle verschmutzen unsere Hirne und führen erst dazu, das all der Mist produziert werden kann, um irgendwelche zweifelhafte Gewinne damit zu erwirtschaften!!
Da könnte ich genauso zu Vattenfall gehen, und ihnen einen Deal anbieten, das sie bei mir im Keller gegen einen bestimmten Betrag ihren radioaktiven Müll unterbringen dürfen... Das wäre auch nur ein Geschäft und müsste so gesehen niemanden interessieren, WAS ich in meinem Keller lagere!!
Wacht also endlich auf und nehmt euere eigene Verantwortung endlich in die Hand, statt sie immer dem kleinen Mann aufzuhalsen..
Wir haben schon genügend Verantwortlichkeiten in unserem eigenen Alltag, da brauchen wir euren Schrott nicht auch noch!!!
Diese Meinung wurde gestiftet von J.Clauss, einem einfachen kleinen Mann!
Japan ist nur noch in geographischem Sinne asiatisch, in Wirklichkeit aber verwestlicht.
... ist Japan nur noch im geographischen Sinne asiatisch?
Japan ist doch, allseits bewundert, mit den angeblich typisch asiatischen Tugenden groß geworden. Fleißige, unterwürfige Arbeiterameisen. Zunächst geschicktes Kopieren und Herstellen gewinnträchtiger Produkte; dann, darauf basierend, Entwicklung und Herstellung eigener Produktlinien.
Wo ist denn da der Unterschied zu den neuen Tigerstaaten? Warum sollen die Verläufe wirtschaftlicher Entwicklung in China und Indien anders verlaufen als in Japan?
(entfernt. Bitte halten Sie sich an die hier gültigen Verkehrssprachen. Die Redaktion/jk)
Zum Artikel:
Dieser Mahbubani ist doch ein billiger Provokateur: erst die Menschenrechte ablehnen und nun auch noch Asiaten als überlegene Rasse darstellen.
Anscheinden sind "wir" im "Westen" doch noch weiter: das hatten wir bereits in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts. In seinem starren Ost/West-Denkschema befindet er sich in einem Diskurs, den wir besser hinter uns lassen sollten.
... ist Japan nur noch im geographischen Sinne asiatisch?
Japan ist doch, allseits bewundert, mit den angeblich typisch asiatischen Tugenden groß geworden. Fleißige, unterwürfige Arbeiterameisen. Zunächst geschicktes Kopieren und Herstellen gewinnträchtiger Produkte; dann, darauf basierend, Entwicklung und Herstellung eigener Produktlinien.
Wo ist denn da der Unterschied zu den neuen Tigerstaaten? Warum sollen die Verläufe wirtschaftlicher Entwicklung in China und Indien anders verlaufen als in Japan?
(entfernt. Bitte halten Sie sich an die hier gültigen Verkehrssprachen. Die Redaktion/jk)
Zum Artikel:
Dieser Mahbubani ist doch ein billiger Provokateur: erst die Menschenrechte ablehnen und nun auch noch Asiaten als überlegene Rasse darstellen.
Anscheinden sind "wir" im "Westen" doch noch weiter: das hatten wir bereits in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts. In seinem starren Ost/West-Denkschema befindet er sich in einem Diskurs, den wir besser hinter uns lassen sollten.
dass Wort Schulden kommt in den Kommentaren genau zweimal vor. Fuer 50% der Eintraege sind Sie verantwortlich.
... ist Japan nur noch im geographischen Sinne asiatisch?
Japan ist doch, allseits bewundert, mit den angeblich typisch asiatischen Tugenden groß geworden. Fleißige, unterwürfige Arbeiterameisen. Zunächst geschicktes Kopieren und Herstellen gewinnträchtiger Produkte; dann, darauf basierend, Entwicklung und Herstellung eigener Produktlinien.
Wo ist denn da der Unterschied zu den neuen Tigerstaaten? Warum sollen die Verläufe wirtschaftlicher Entwicklung in China und Indien anders verlaufen als in Japan?
"geschicktes Kopieren" nennen Sie eine typisch asiatische Tugend? Als die westlichen Kolonialmächte auch im asiatischen Raum immer mehr Fuß fassten, stand Japan vor der Wahl, entweder Kolonie zu werden wie Indonesien, Vietnam oder Indien (oder Halbkolonie wie China), oder sich selber zu einem mächtigen Industriestaat zu entwickeln, der den Westmächten gewachsen ist. Japan entschied sich für letzteres, wozu "geschicktes Kopieren" der Westmächte, ihrer Wirtschaft, ihrer Militärtechnik und und und nötig war. Daher der Hang zum "geschickten Kopieren". Diesen Hang zum Kopieren des Westens haben auch Russland und die Türkei entwickelt, Atatürk bzw. Zar Peter der Große (und später Stalin) haben diese religiös-bäurischen Völker mit eiserner Faust aus der Rückständigkeit herausgeführt, so dass sie vom Westen nicht kolonisiert werden konnten. typisch asiatisch ist das nicht. Und unterwürfigen Ameisenfleiß hat auch Stalin seinen Russen verordnet, um mächtig zu werden.
"geschicktes Kopieren" nennen Sie eine typisch asiatische Tugend? Als die westlichen Kolonialmächte auch im asiatischen Raum immer mehr Fuß fassten, stand Japan vor der Wahl, entweder Kolonie zu werden wie Indonesien, Vietnam oder Indien (oder Halbkolonie wie China), oder sich selber zu einem mächtigen Industriestaat zu entwickeln, der den Westmächten gewachsen ist. Japan entschied sich für letzteres, wozu "geschicktes Kopieren" der Westmächte, ihrer Wirtschaft, ihrer Militärtechnik und und und nötig war. Daher der Hang zum "geschickten Kopieren". Diesen Hang zum Kopieren des Westens haben auch Russland und die Türkei entwickelt, Atatürk bzw. Zar Peter der Große (und später Stalin) haben diese religiös-bäurischen Völker mit eiserner Faust aus der Rückständigkeit herausgeführt, so dass sie vom Westen nicht kolonisiert werden konnten. typisch asiatisch ist das nicht. Und unterwürfigen Ameisenfleiß hat auch Stalin seinen Russen verordnet, um mächtig zu werden.
(entfernt. Bitte halten Sie sich an die hier gültigen Verkehrssprachen. Die Redaktion/jk)
Zum Artikel:
Dieser Mahbubani ist doch ein billiger Provokateur: erst die Menschenrechte ablehnen und nun auch noch Asiaten als überlegene Rasse darstellen.
Anscheinden sind "wir" im "Westen" doch noch weiter: das hatten wir bereits in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts. In seinem starren Ost/West-Denkschema befindet er sich in einem Diskurs, den wir besser hinter uns lassen sollten.
wenig nuetzliches Gehabe in einer interdependenten Welt.
Nur leider denken viele Angehoerige der Eliten in Asien genauso. Nun sei quasi die Zeit der Abrechnung mit dem weissen Mann gekommen, und ab jetzt darf man selber den neuen Herrn spielen; so z.B. in Afrika.
In einer Zeit, wo man sich hierzulande einbildet, geopolitische Spielchen ad acta gelegt zu haben, fangen viele asiatische Laender wieder damit an und fordern ihren Platz an der Sonne. Bei dem ganzen Hegemonialstreben - mittlerweile will ja so ziemlich jeder seine Einflusszone (Russen, Iraner, Pakistaner, Kasachen, Chinesen, Inder, Tigerstaaten, Korea) - und bei Betrachtung der fortschreitenden konventionellen Aufruestung und nuklearen Proliferation, kann einem da schon Bange werden.
wenig nuetzliches Gehabe in einer interdependenten Welt.
Nur leider denken viele Angehoerige der Eliten in Asien genauso. Nun sei quasi die Zeit der Abrechnung mit dem weissen Mann gekommen, und ab jetzt darf man selber den neuen Herrn spielen; so z.B. in Afrika.
In einer Zeit, wo man sich hierzulande einbildet, geopolitische Spielchen ad acta gelegt zu haben, fangen viele asiatische Laender wieder damit an und fordern ihren Platz an der Sonne. Bei dem ganzen Hegemonialstreben - mittlerweile will ja so ziemlich jeder seine Einflusszone (Russen, Iraner, Pakistaner, Kasachen, Chinesen, Inder, Tigerstaaten, Korea) - und bei Betrachtung der fortschreitenden konventionellen Aufruestung und nuklearen Proliferation, kann einem da schon Bange werden.
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