Intimrasur Schönheit unter der GürtellinieSchönheit unter ...
Die Schamhaare zu rasieren gehört zum modischen Diktat, dem sich inzwischen eine Mehrheit unterwirft. Auch Intimchirurgie ist kein Tabu. Ein nicht ungefährlicher Trend und seine Ursachen
Julia will nicht mehr ins Schwimmbad. Es ist Hochsommer, ihre Schulfreundinnen warten mit den Badesachen, aber die 13-Jährige hat sich auf ihr Hochbett verkrochen und weint. Die ratlose Mutter wird aus dem Zimmer geschickt. Die große Schwester muss lange nachfragen, bis sie erfährt: Julia wachsen Schamhaare. Auf gar keinen Fall will die Gymnasiastin im Bikini in die Öffentlichkeit – ihre Freunde könnten ja etwas bemerken. Denn Schamhaare sind zu etwas geworden, wofür man sich schämt. Und wer sich wie Julia im Intimbereich (noch) nicht rasiert, glaubt, er gelte als vorgestrig und unhygienisch.
Die Verwirrung der 13-Jährigen ist die Folge eines massiven Wandels des Körperideals. Der Intimbereich wird zum Gegenstand modischer Gestaltung. »Erstmals entwickelt sich eine allgemeingültige, für weite Schichten der Bevölkerung verbindliche Intimästhetik«, stellt der Leipziger Medizinsoziologe Elmar Brähler fest. »Eine bis dato primär zur Privatsphäre zählende Körperzone – die Schamregion – unterliegt fortan einem Gestaltungsimperativ.« Das macht nicht bei den Mitteln der Kosmetik halt. Ärzte, Psychologen und Pädagogen beobachten: Ist die Scham erst freigelegt, folgt im Extremfall die kosmetische Chirurgie.
Bei jüngeren Menschen ist die enthaarte Schamzone längst ein Massenphänomen. Mit harten Zahlen untermauert diesen Trend eine Studie, die Brähler am Montag kommender Woche vorstellen wird (Die Studie hier als PDF-Dokument herunterladen). Der Leiter der Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie des Universitätsklinikums Leipzig hat eine bundesweite repräsentative Befragung junger Erwachsener durchgeführt. Darin bekannte sich rund die Hälfte der Frauen im Alter von 18 bis 25 Jahren zur Intimrasur, ein etwas geringerer Anteil unter den Männern ebenso. Dass es in ausgewählten Milieus noch deutlich mehr sein können, zeigten die Antworten einer Studentengruppe im vergangenen Jahr. Damals gaben 88 Prozent der befragten Frauen (und 67 Prozent der Männer) an, sich regelmäßig im Intimbereich zu rasieren. Nackte in Medien und Werbung oder knappe Badebekleidung, aber auch die zunehmende Akzeptanz von Pornofilmen – diese Gründe nennt Brähler für seinen Befund, dass der Intimbereich zum Thema für die Mode geworden ist.
Zeichen dieses Trends gibt es in jeder Innenstadt: Waxing-Studios, die für 25 Euro eine Komplettenthaarung der Intimzone anbieten, gehören in Hamburg inzwischen genauso zum Stadtbild wie in Berlin oder Dresden. Begriffe wie »Brazilian Hollywood Cut« (eine Komplettentfernung der Schambehaarung) oder »Brazilian Landing Strip« (eine Intimfrisur, bei der nur ein schmaler Streifen auf dem Schambein stehen bleibt) sind ebenso Teil des Vokabulars junger Erwachsener wie früher die »Vokuhila«-Frisur (vorne kurz, hinten lang) für das Schopfhaar. Wirtschaftliche Profiteure dieses Trends wie die Hersteller von Rasierapparaten befeuern den Gestaltungswillen ihrer Kundschaft mit Werbung und Zahlen aus der Marktforschung, die den Eindruck hinterlassen: Wer nicht entfernt, schneidet oder trimmt, gehört längst zur Minderheit.
Man kann die Enttabuisierung der letzten Schamzone als Ausdruck unverkrampfter Körperlichkeit feiern. Doch die vermeintliche Befreiung kann auch Selbstzweifel wecken. Nach einer Voll- oder Teilrasur im Intimbereich entwickeln gerade – aber nicht nur – Frauen einen kritischen Blick auf ihre Genitalien. Manche machen bei der unzufriedenen Selbstbetrachtung nicht halt. »Die neue Sichtbarkeit der äußeren weiblichen Genitalien führt dazu, dass sich auch hier Schönheitsnormen herausbilden«, sagt Brähler. Seine ehemalige Mitarbeiterin Aglaja Stirn ergänzt: »Immer mehr Frauen interessieren sich für die Option, im Intimbereich Korrekturen durch chirurgische Eingriffe vornehmen zu lassen.«
Konkrete Zahlen sind bislang selten und episodisch. Das Deutsche Ärzteblatt zitierte unlängst eine Studie, die 1000 Schamlippenstraffungen im Jahr 2005 angab. In den USA geht man von einer Steigerung der kosmetischen Genitaloperationen um jährlich 30 Prozent aus. Beides sind grobe Schätzungen. Dass es allerdings bei vielen Frauen einen Problemdruck gibt, belegte die Befragung »International Vaginal Dialogue«, die belgische, deutsche und italienische Mediziner vor drei Jahren im Fachmagazin Contraception veröffentlichten. 9441 Frauen im Alter zwischen 18 und 44 Jahren aus 13 Ländern wurden dafür interviewt. Von ihnen äußerten 61 Prozent Bedenken bezüglich des Aussehens und 47 Prozent wegen der Größe der eigenen Vagina. Natürlich wendet sich nicht jede dermaßen Verunsicherte tatsächlich an einen plastischen Chirurgen. Dennoch spricht die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) davon, dass sich die Anfragen ebenso wie die Zahl der Genitaloperationen »drastisch erhöht« haben.
- Datum 15.07.2009 - 15:16 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 09.07.2009 Nr. 29
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Ist eigentlich schon mal jemand auf die Idee gekommen, das Ganze weniger erzieherisch/philosophisch/ästhetisch/erotisch zu betrachten?
Für eine Rasur gibt es auch ganz praktische Gründe.
Heute z.B. die Tatsache, daß man weniger penetranten Schweißgeruch unter den Achseln hat ohne Behaarung.
Oder daß man sich weniger leicht im Schritt einen "Wolf" läuft, das heißt sich weniger leicht wundreibt, ob beim Sport oder beim normalen Gehen. Eine nicht zu unterschätzende Motivation!
Historisch betrachtet (z.B. Antike) setzen sich ohne Schambehaarung nicht so leicht Parasiten fest (die berühmten "Sackläuse" - excuse my French).
Aber danach fragt man die Interviewten vermutlich nicht, wäre ja auch zu banal! Oder?
Das kann ich so nicht unbedingt bestätigen. Eine Intimrasur kann gerade beim Sport sehr unangenehm werden. Ich fahre u.a. viel Rennrad und habe schon so manches mal nach einer Rasur im Intimbereich richtig gelitten. Nicht ganz glatt und an bestimmten Stellen fährt man sich schnell richtig wund. Und durch die Intimrasur ist die Haut auch gereizt und so ziemlich jeder hat schon mal die Erfahrung mit Pickeln im rasierten Bereich gemacht.
Let`s face it. Intimrasur und Körperrasur hat etwas mit dem momentanen ästhetischen Geschmack, bzw. Zeitgeist, zu tun. Nicht mehr und nicht weniger. Alles andere ist dummes Geschwätz und dient nur dazu, sich zu rechtfertigen, weil man wahrscheinlich selbst denkt "wat`n Scheiß!", und man, einmal rasiert ständig mit der Nachrasur beschäftig ist. Haare haben nun mal die Angewohnheit, sehr schnell wieder nachzuwachsen und somit gilt, einmal angefangen gibts zwei Alternativen. Regelmäßiges Rasieren oder wieder wachsen lassen.
Haare im Intimbereich haben sicher nichts mit Hygiene zu tun. Wer sich regelmäßig wäscht, wird wohl kaum hygienische Probleme wegen einer evt. Schambehaarung haben. Auch dass dient nur der eigenen Rechtfertigung. Oder anders ausgedrückt. Eine Intimrasur ersetzt regelmäßige Körpferpflege nicht. Wenn es nur um hygienische Aspekte gehen würde, wäre mir jemand mit Schambehaarung sicher lieber, der sich regelmäßig wäscht, als jemand ohne Schambehaarung, der sich nicht regelmäßig wäscht.
Insofern kann ich aus meiner Warte nur sagen, es fühlt sich mit Rasur erst einmal schöner an und entspricht meinem momentanen ästhetischen Geschmack. Nicht mehr und nicht weniger. Und ich gehe auch davon aus, dass Geschmäcker sich irgendwann auch wieder ändern und wir vielleicht in ein paar Jahren heftigst darüber lachen, wie wir alle gleichgeschaltet wie die Vorpupertierenden durch die Gegend gelaufen sind.
Ich habe für mich einen Mittelweg gefunden. Die Achselhaare werden rasiert, die Brustbehaarung bleibt dran, im Intimbereich wird es kurz gehalten, aber eben nicht komplett glatt und die Beine sind im Sommer dran, da Radfahrer. Und die Brusthaare bleiben u.a. deshalb dran, weil ich mich in meinem Alter von einem 14jährigen doch irgendwie noch unterscheiden möchte. Und es gibt tatsächlich Frauen, die Brustbehaarung sexy finden, sofern es nicht affenähnlich ist. Ein wenig Restindividualität schadet obendrein auch nicht.
Es gibt also einen einzigen Parasiten, den man mit der Intimrasur abwehrt und diesen kann man durch eine Rasur auch sicher entfernen _nachdem_ man sich den zugezogen hat. Das Argument Filzläuse gilt wohl wirklich nur für die Menschen, die sich Filzläuse ohne Intimrasur auf monatlicher Basis zuziehen würden - bei allen anderen wäre der Aufwand einer regelmäßigen Rasur wohl viel größer als der eventuelle Nutzen.
Egal wie oft anderes behauptet wird: Schamhaare sind nicht im geringsten unhygienisch.
Das kann ich so nicht unbedingt bestätigen. Eine Intimrasur kann gerade beim Sport sehr unangenehm werden. Ich fahre u.a. viel Rennrad und habe schon so manches mal nach einer Rasur im Intimbereich richtig gelitten. Nicht ganz glatt und an bestimmten Stellen fährt man sich schnell richtig wund. Und durch die Intimrasur ist die Haut auch gereizt und so ziemlich jeder hat schon mal die Erfahrung mit Pickeln im rasierten Bereich gemacht.
Let`s face it. Intimrasur und Körperrasur hat etwas mit dem momentanen ästhetischen Geschmack, bzw. Zeitgeist, zu tun. Nicht mehr und nicht weniger. Alles andere ist dummes Geschwätz und dient nur dazu, sich zu rechtfertigen, weil man wahrscheinlich selbst denkt "wat`n Scheiß!", und man, einmal rasiert ständig mit der Nachrasur beschäftig ist. Haare haben nun mal die Angewohnheit, sehr schnell wieder nachzuwachsen und somit gilt, einmal angefangen gibts zwei Alternativen. Regelmäßiges Rasieren oder wieder wachsen lassen.
Haare im Intimbereich haben sicher nichts mit Hygiene zu tun. Wer sich regelmäßig wäscht, wird wohl kaum hygienische Probleme wegen einer evt. Schambehaarung haben. Auch dass dient nur der eigenen Rechtfertigung. Oder anders ausgedrückt. Eine Intimrasur ersetzt regelmäßige Körpferpflege nicht. Wenn es nur um hygienische Aspekte gehen würde, wäre mir jemand mit Schambehaarung sicher lieber, der sich regelmäßig wäscht, als jemand ohne Schambehaarung, der sich nicht regelmäßig wäscht.
Insofern kann ich aus meiner Warte nur sagen, es fühlt sich mit Rasur erst einmal schöner an und entspricht meinem momentanen ästhetischen Geschmack. Nicht mehr und nicht weniger. Und ich gehe auch davon aus, dass Geschmäcker sich irgendwann auch wieder ändern und wir vielleicht in ein paar Jahren heftigst darüber lachen, wie wir alle gleichgeschaltet wie die Vorpupertierenden durch die Gegend gelaufen sind.
Ich habe für mich einen Mittelweg gefunden. Die Achselhaare werden rasiert, die Brustbehaarung bleibt dran, im Intimbereich wird es kurz gehalten, aber eben nicht komplett glatt und die Beine sind im Sommer dran, da Radfahrer. Und die Brusthaare bleiben u.a. deshalb dran, weil ich mich in meinem Alter von einem 14jährigen doch irgendwie noch unterscheiden möchte. Und es gibt tatsächlich Frauen, die Brustbehaarung sexy finden, sofern es nicht affenähnlich ist. Ein wenig Restindividualität schadet obendrein auch nicht.
Es gibt also einen einzigen Parasiten, den man mit der Intimrasur abwehrt und diesen kann man durch eine Rasur auch sicher entfernen _nachdem_ man sich den zugezogen hat. Das Argument Filzläuse gilt wohl wirklich nur für die Menschen, die sich Filzläuse ohne Intimrasur auf monatlicher Basis zuziehen würden - bei allen anderen wäre der Aufwand einer regelmäßigen Rasur wohl viel größer als der eventuelle Nutzen.
Egal wie oft anderes behauptet wird: Schamhaare sind nicht im geringsten unhygienisch.
Unerwähnt bleibt hier folgendes: Sind zwei Partner vollständig rasiert, berührt sich bei intimen Begegnungen unbekleidete Haut.
Man gewöhnt sich schnell daran - bedauerlicherweise, denn die ersten Male sind eine durchaus neue und intensivere Erfahrung.
Später kommt einem unrasierter Sex vor wie Küssen mit Bart; Kann man machen - muß aber nicht sein.
und so ist der Versuch immer schön glatt zu bleiben ein dauer Stress.
und so ist der Versuch immer schön glatt zu bleiben ein dauer Stress.
Liebe Leser,
vielleicht ist Ihnen aufgefallen, das wir das Bild zu diesem Artikel geändert haben. Zuvor waren verwirbelte Äste einer Pflanze zu sehen. Dieses Bild weckte die Assoziation von Schambehaarung, die möglicherweise dahingehend eine Art Ekel erzeugt, dass sie als etwas unnatürliches empfunden werden könnte. Aus diesem Grund haben wir uns für das aktuelle, neutralere Bild entschieden.
Grüße aus dem Wissen Ressort
Volontär Wissen, ZEIT ONLINE
hach, wie einfühlsam...
Gibt es echt solche Weicheier unter uns Lesern- oder ist es nur freudianische Projektion seitens der ZEIT-Redaktion?
Zetti
hach, wie einfühlsam...
Gibt es echt solche Weicheier unter uns Lesern- oder ist es nur freudianische Projektion seitens der ZEIT-Redaktion?
Zetti
Einmal mehr die für die ZEIT inzwischen übliche Einseitigkeit: thematisiert werden ausschliesslich Frauen, "Jungs" abgesehend von ein paar Allgemeinplätzen übergangen.
Ich finde das man bei diesem Thema nicht dem Trend oder der Meinung anderer hinterher laufen und vorallem nicht sich wegen Schambehaarung schämen sollte. Dies sollte jeder für sich selbst entscheiden aus welchen Gründen auch immer.
Der spätere römische Kaiser Augustus soll als Jüngling sexuellen Verkehr mit Männern gehabt und die sich die Haare an seinen Beinen abgesengt haben, damit weichere Haare nachwachsen. Berichtet jedenfalls Sueton, der jedoch als Historiker nicht sehr glaubwürdig ist und heute geboren wahrscheinlich als Klatschreporter bei BILD oder der Bunten gelandet wäre. Was soll das bedeuten: "damit weichere Haare nachwachsen"? Eine Art Flaum? Wie bei Halbwüchsigen? Auch wenn es eine Verleumdung ist, kann der Historiker zumindest daraus schließen, dass so etwas bei den Römern Praxis war. Was sollen eigentlich Außerirdische denken, wenn sie uns Menschen beobachten? Wir finden es offenbar gräßlich, erwachsen zu werden. Ist das nicht ein Zeichen von Dekadenz, diese Weigerung, erwachsen zu werden? Die Dekadenz der Römer hat zur Zeit des Augustus bereits eingesetzt und führte schließlich zum Untergang ihres Reiches. Das blüht uns auch.
damit haben wir es...also - die Zielsetzung ist eindeutig: wehret den Anfängen!
Wie wäre es mit einem internationalen Tag des Haares? Und ein Verbot von Rasierapparaten gehört ins Grundgesetz.....die freundlichen Kontrolleure, die einem die Dinger bislang am Flughafen abgenommen haben, werden auch auf Bahnhöfen und Autobahnzufahrten eingesetzt...na ja, Schäuble wird schon noch etwas einfallen...Gefahrenabwehr....Präzedenzfall für den Einsatz der Bundeswehr im Inland.
damit haben wir es...also - die Zielsetzung ist eindeutig: wehret den Anfängen!
Wie wäre es mit einem internationalen Tag des Haares? Und ein Verbot von Rasierapparaten gehört ins Grundgesetz.....die freundlichen Kontrolleure, die einem die Dinger bislang am Flughafen abgenommen haben, werden auch auf Bahnhöfen und Autobahnzufahrten eingesetzt...na ja, Schäuble wird schon noch etwas einfallen...Gefahrenabwehr....Präzedenzfall für den Einsatz der Bundeswehr im Inland.
Das kann ich so nicht unbedingt bestätigen. Eine Intimrasur kann gerade beim Sport sehr unangenehm werden. Ich fahre u.a. viel Rennrad und habe schon so manches mal nach einer Rasur im Intimbereich richtig gelitten. Nicht ganz glatt und an bestimmten Stellen fährt man sich schnell richtig wund. Und durch die Intimrasur ist die Haut auch gereizt und so ziemlich jeder hat schon mal die Erfahrung mit Pickeln im rasierten Bereich gemacht.
Let`s face it. Intimrasur und Körperrasur hat etwas mit dem momentanen ästhetischen Geschmack, bzw. Zeitgeist, zu tun. Nicht mehr und nicht weniger. Alles andere ist dummes Geschwätz und dient nur dazu, sich zu rechtfertigen, weil man wahrscheinlich selbst denkt "wat`n Scheiß!", und man, einmal rasiert ständig mit der Nachrasur beschäftig ist. Haare haben nun mal die Angewohnheit, sehr schnell wieder nachzuwachsen und somit gilt, einmal angefangen gibts zwei Alternativen. Regelmäßiges Rasieren oder wieder wachsen lassen.
Haare im Intimbereich haben sicher nichts mit Hygiene zu tun. Wer sich regelmäßig wäscht, wird wohl kaum hygienische Probleme wegen einer evt. Schambehaarung haben. Auch dass dient nur der eigenen Rechtfertigung. Oder anders ausgedrückt. Eine Intimrasur ersetzt regelmäßige Körpferpflege nicht. Wenn es nur um hygienische Aspekte gehen würde, wäre mir jemand mit Schambehaarung sicher lieber, der sich regelmäßig wäscht, als jemand ohne Schambehaarung, der sich nicht regelmäßig wäscht.
Insofern kann ich aus meiner Warte nur sagen, es fühlt sich mit Rasur erst einmal schöner an und entspricht meinem momentanen ästhetischen Geschmack. Nicht mehr und nicht weniger. Und ich gehe auch davon aus, dass Geschmäcker sich irgendwann auch wieder ändern und wir vielleicht in ein paar Jahren heftigst darüber lachen, wie wir alle gleichgeschaltet wie die Vorpupertierenden durch die Gegend gelaufen sind.
Ich habe für mich einen Mittelweg gefunden. Die Achselhaare werden rasiert, die Brustbehaarung bleibt dran, im Intimbereich wird es kurz gehalten, aber eben nicht komplett glatt und die Beine sind im Sommer dran, da Radfahrer. Und die Brusthaare bleiben u.a. deshalb dran, weil ich mich in meinem Alter von einem 14jährigen doch irgendwie noch unterscheiden möchte. Und es gibt tatsächlich Frauen, die Brustbehaarung sexy finden, sofern es nicht affenähnlich ist. Ein wenig Restindividualität schadet obendrein auch nicht.
Hmm, da wird auf 4 Seiten von Forschern, Statistikern, etc. über Intimrasur philosophiert. Über vermeintliche Modediktate und die "Infantilisierung der Frau". Tenor: Nur charakterlich Schwache, medial Beeinflusste rasieren sich und diese "Modeerscheinung" wird wieder vergehen.
Entschuldigung, aber hat irgendjemand von diesen sogenannten Experten ein eigenes Sexualleben? Anscheinend nicht? Sonst hätte man vielleicht auch mal den naheliegendsten Grund für eine Intimrasur anführen können? Ohne Haare sind viele intime Spielarten definitiv schöner und intensiver. Man könnte auch fragen, wer gerne Haare im Mund hat?
Wäre die Evolution etwas schneller bei der genetischen Anpassung an veränderte lebensweisen, dann hätten wir heute wahrscheinlich ohnehin keine Intimbehaarung mehr. Denn die von der Evolution einst vorgesehenen Aufgaben kann bzw. muss die Intimbehaarung bei der heute üblichen Lebensweise ohnehin nicht mehr erfüllen.
...der naheliegendste grund, aber hätte der autor ihn angeführt, wäre kein platz mehr für die üblichen buzzwords (die ich hier sicher nicht nochmal aufzählen muß...) gewesen.
DAS hätte Darwin zu denken gegeben! Oder hatte er einfach ein ignorantes Verhältnis zu Oralsex?
...der naheliegendste grund, aber hätte der autor ihn angeführt, wäre kein platz mehr für die üblichen buzzwords (die ich hier sicher nicht nochmal aufzählen muß...) gewesen.
DAS hätte Darwin zu denken gegeben! Oder hatte er einfach ein ignorantes Verhältnis zu Oralsex?
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