Jugend "Klug und haushaltend"Seite 2/2
Hurrelmann: Keenies – das trifft es recht gut. In der Mehrzahl sind sie flexibler, stärker, leistungsbereiter, im besten Sinne anpassungsfähiger.
ZEITmagazin: Die Keenies machen Ihnen Hoffnung?
Hurrelmann: Ja. Denn eine so clevere und selbstständige Generation haben wir nach meiner Erinnerung noch nie gehabt.
Das Gespräch führte Matthias Kalle
Klaus Hurrelmann, 65, forscht seit Jahrzehnten über Jugendliche. Er ist Professor an der Hertie School of Governance in Berlin
- Datum 05.09.2009 - 07:47 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 16.07.2009 Nr. 30
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Zum einen Zustimmung: Es ist nur angemessen, die jungen Menschen überhaupt wieder mit ihren Wünschen ernst zu nehmen und nicht in Hysterie zu verfallen.
Aber: viele Freunde, die in der Jugendarbeit unterwegs sind, verzeichnen einen erschreckenden Umgang der Jugendlichen mit sich und ihren Körpern. Sowohl in ihrer Sprache als auch sexuell. Das einfach schönzureden, wie es das Interview unternimmt, hilft überhaupt nicht.
Zit: Der erste Sex findet aber im Durchschnitt erst mit 15, 16 Jahren statt.
ERST? findet das Herr Hurrelmann etwa gut? Durchschnittlich bedeutet doch, etliche sind auch jünger! Und nur, weil das schon seit über zehn Jahren sich nicht ändert, heißt das doch noch nicht, dass dies gut sei? Vielleicht hat das Internet nicht so einen Einfluss, wie angenommen, o.K.
Das schlimme ist, dieses sexualisierte Verständnis von Beziehungen, die Trennung der Entstehung von Leben und körperlicher Gemeinschaft, hinterlässt viele unnötige seelische und körperliche Wunden und erschwert spätere Beziehungen enorm. Ich kenne mehrere Beziehungen, die sich trennen wollten, bzw. getrennt haben und just in diesem Moment wurde die Frau schwanger. Zwangsgemeinschaft, Abtreibung oder Alleinerziehung? Eine bittere Situation.
Wer miteinander schläft, kann immer Vater und Mutter werden. Das ist so banal und wird doch oft vergessen. Es gibt keine absolut sichere Verhütungsmethode. Zahlreiche (Teenager)schwangerschaften gehen nicht auf fehlendes Wissen zurück, produzieren aber eine schlimme Not, vor allem bei Mädchen und Frauen.
Zudem: die Pille unterbricht den bis zu 7 Jahre dauernden Reifungsprozess des weiblichen Zyklusses und hat viele andere schlimme Nebenwirkungen, die manchmal irreversibel sind. Teenagern die Pille zu geben grenzt m.E. an Vergewaltigung.
Viele Jugendliche wünschen sich später eine stabile Ehe und Familie. Wenige zeigen ihnen, aber wie das geht. Sie brauchen aber dringend Angebote, wo sie lernen, wie sie das auch erreichen. Eine der wichtigsten Beziehungsfähigkeiten ist warten und auch Verzichten können. Wer alles sofort will, wird scheitern.
Dass sie sich die unmöglichsten Videos auf den Schulhöfen austauschen ist halt so, und wir werden das nicht mit Zwnang ändern können. Dass sie es nicht ernst nehmen, heißt doch aber noch lange nicht, dass es gut ist.
Eine Versachlichung der Debatte tut not, aber die seelische Not der heutigen Jugendgeneration, die sich an vielen Ecken jedem zeigt, der etwas offene Augen hat, einfach schönzureden, ist genau der falsche Weg. Wir brauchen eine Wertschätzung unserer Körper und unserer Beziehungen. Sie sind etwas unendlich kostbares. Dass für die Jugendlichen Gefühle aber noch so eine große Bedeutung haben, ist ein gutes Zeichen. Wir sollten sie ermuten, das ernster zu nehmen. Warten ist etwas gutes. Wer wartet hat ein Ziel.
Ich habe nie mit einer anderen Frau als meiner Ehefrau geschlafen und bin darüber nur dankbar. Das gibt dieser Beziehung für mich etwas einmaliges. Das Geschenkt dieser Nähe habe ich mir aufgehoben. Das ist ein ganz großer Schatz.
... und kommst ein bisschen puritanisch rüber.
"Aber: viele Freunde, die in der Jugendarbeit unterwegs sind, verzeichnen einen erschreckenden Umgang der Jugendlichen mit sich und ihren Körpern."
Das soll man nicht bagatellisieren, aber Jugendarbeit erreicht wohl in erster Linie Jugendliche mit Problemen und ist sicher nicht repräsentativ.
"ERST? findet das Herr Hurrelmann etwa gut? Durchschnittlich bedeutet doch, etliche sind auch jünger!"
Und?
"Das schlimme ist, dieses sexualisierte Verständnis von Beziehungen, die Trennung der Entstehung von Leben und körperlicher Gemeinschaft, hinterlässt viele unnötige seelische und körperliche Wunden und erschwert spätere Beziehungen enorm."
Wie kommst du darauf, dass Beziehungen unter rein sexualisiertem Verständnis geknüpft werden? Sicher sowas gibt es. Aber ich unterstelle, dass genau das bei der Mehrzahl der Beziehungen nicht der Fall ist.
"Zahlreiche (Teenager)schwangerschaften gehen nicht auf fehlendes Wissen zurück, produzieren aber eine schlimme Not, vor allem bei Mädchen und Frauen."
Wieviele sind das prozentual? Wieviele davon gehen auf nachlässiges Verhalten zurück? Wie willst du das ändern, Geschlechtsverkehr nur nach der Hochzeit und Überprüfung des Lakens, so wie bei den extremeren Türken?
"Viele Jugendliche wünschen sich später eine stabile Ehe und Familie. Wenige zeigen ihnen, aber wie das geht."
Sowas lernen sie von ihren Eltern und zwar fast ausschliesslich.
"Zudem: die Pille unterbricht den bis zu 7 Jahre dauernden Reifungsprozess des weiblichen Zyklusses und hat viele andere schlimme Nebenwirkungen, die manchmal irreversibel sind."
Die modernen Micro-Pille sind mittlerweile recht ausgereift und haben nicht mehr so enorme Nebenwirkungen wie die ersten Generationen. Natürlich hast du recht, eine solche chemische Keule ist nicht das Optimale, aber was ist die Alternative? Es ist nunmal so, dass Jugendliche ihre Sexualität ausprobieren, mit Zwang und Strafen erreichst du schliesslich auch nichts, außer Protestverhalten und ein gestörtes Verhältnis zu gesundem Körperkontakt. Teenagerschwangerschaften sind gerade in besonders restriktiven Gesellschaften ein noch viel größeres Problem.
"Eine der wichtigsten Beziehungsfähigkeiten ist warten und auch Verzichten können. Wer alles sofort will, wird scheitern."
Das klingt ein bisschen nach "True love can wait" Propaganda. Woher willst du wissen, dass die Jugendlichen alles sofort wollen und machen?
Mir hat der Körperkontakt immer gefehlt, als ich in Pubertät war, hoher Hormonspiegel und erzwungene Abstinenz führt imho zu einer total verkrampften Haltung und gestörter Psyche. Außerdem kann man Erfahrungen sammeln, die ein späteres erfülltes Sexualleben erst möglich machen. Jenseits von "Licht aus" und Missionarsstellung.
"Warten ist etwas gutes. Wer wartet hat ein Ziel."
Warten auf was? Wer wartete, seinen Partner richtig kennenzulernen, merkt auch erst später, ob er nicht vielleicht einen Fehler gemacht hat.
"Ich habe nie mit einer anderen Frau als meiner Ehefrau geschlafen und bin darüber nur dankbar. Das gibt dieser Beziehung für mich etwas einmaliges. Das Geschenkt dieser Nähe habe ich mir aufgehoben. Das ist ein ganz großer Schatz."
Schön für dich, aber man kann sich auch viel einreden, genau wie diese konservativen Extremisten, mit ihren Ehrenmorden und so. Ich vermisse diese "Einmaligkeit" nicht im geringsten, eine gesunde Relativität zur Sinnlosigkeit des Lebens macht vieles erträglich.
"Das schlimme ist, dieses sexualisierte Verständnis von Beziehungen,..."
"Die aktuelle Dr.-Sommer-Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Jugendliche ihre ersten Beziehungen, Küsse und romantischen Gefühle schon mit 11, 12 Jahren erleben. Der erste Sex findet aber im Durchschnitt erst mit 15, 16 Jahren statt."
Erstaunliche Schlussfolgerung. Wenn man dem glauben schenkt, dass die emotionalen Teile der Liebesbeziehungen schon 4 Jahre vorher beginnen.
Wie lange sollen die Jugendlichen sich denn auf Sex vorbereiten? Besser 10 Jahre Beziehung üben?
Tolles Interview, es ist sehr erfreulich zur Abwechslung mal kein Negativbild unserer Jugend aufgezeichnet zu bekommen.
Ich möchte Ihnen nicht zu nahe treten aber wenn man Ihren Kommentar liest wird in meinen Augen deutlich das Sie selbst ein derart ungesundes Verhältnis zur Sexualität haben, dass Sie sich Anmaßen das Verhalten von Millionen freier Menschen zu kritisieren.
Ob Ihre Einstellung zu diesem Thema nun religiöse Gründe hat oder nicht, ist für mich vollkommen nebensächlich. Ich möchte Ihnen nur sagen das Sie mit Ihrer Meinung auf dem Holzweg sind!
"Das schlimme ist, dieses sexualisierte Verständnis von Beziehungen, die Trennung der Entstehung von Leben und körperlicher Gemeinschaft, hinterlässt viele unnötige seelische und körperliche Wunden und erschwert spätere Beziehungen enorm. Ich kenne mehrere Beziehungen, die sich trennen wollten, bzw. getrennt haben und just in diesem Moment wurde die Frau schwanger. Zwangsgemeinschaft, Abtreibung oder Alleinerziehung? Eine bittere Situation."
Das sexualisierte Verständnis bei Jugendlichen ist durchaus normal da zu einer normalen und gesunden Beziehung der körperliche Kontakt dazu gehört wie das Wasser zum Meer. Der intensive körperliche Kontakt ist genau das was den Unterschied zwischen einer guten Freundschaft zwischen zwei Geschlechtern und einer Beziehung macht. Verliert eine Beziehung an sexueller Spannung zerbricht diese früher oder später. Das ist bei Jugendlichen genau so wie bei Erwachsenen, daher sollte man nicht versuchen Ihnen ein Verhalten aufzuerzwingen das vielleicht vor 100 Jahren noch dem Bild der Zeit entsprach.
"Wer miteinander schläft, kann immer Vater und Mutter werden. Das ist so banal und wird doch oft vergessen. Es gibt keine absolut sichere Verhütungsmethode. Zahlreiche (Teenager)schwangerschaften gehen nicht auf fehlendes Wissen zurück, produzieren aber eine schlimme Not, vor allem bei Mädchen und Frauen."
Teenagerschwangerschaften gab es schon immer und diese Verhütungsmethoden die sie dort schon fast abwertend erwähnen führen dazu das heute nicht jede 16 Jährige mit einem Kind im Bauch durch die Gegend spaziert. Teenagerschwangerschaften produzieren auch nur dort Not wo das Umfeld schon nicht gerade Kinderfreundlich ist.
"Viele Jugendliche wünschen sich später eine stabile Ehe und Familie. Wenige zeigen ihnen, aber wie das geht. Sie brauchen aber dringend Angebote, wo sie lernen, wie sie das auch erreichen. Eine der wichtigsten Beziehungsfähigkeiten ist warten und auch Verzichten können. Wer alles sofort will, wird scheitern."
Das ist absoluter Käse! Es stimmt das sich so gut wie alle Jugendlichen später eine stabile Ehe und Familie wünschen. Wie man sowas gestaltet brauch man nicht durch dritte erlernen, die Fähigkeit solch eine Beziehung zu führen ergibt sich nur aus eigenen Denkprozessen und Erfahrungen heraus.
Wer alles sofort will und bis zur Ehe mehrere körperliche und auch andauernde Beziehungen geführt hat, erreicht erst dann überhaupt den Erfahrungs- und Reifegrad um zu wissen worauf es ihm selber in einer solche Beziehung ankommt und was nötig ist um diese gesund zu erhalten.
"Dass sie sich die unmöglichsten Videos auf den Schulhöfen austauschen ist halt so, und wir werden das nicht mit Zwnang ändern können. Dass sie es nicht ernst nehmen, heißt doch aber noch lange nicht, dass es gut ist."
Da muss ich Ihnen ausnahmsweise recht geben da meiner Meinung nach durch zu frühen und massiven Konsum von Pornographie die Romantik verloren gehen KANN und Sex mechanisiert werden KANN. Aber nur weil sich die Jugendliche verhalten wie sie sich verhalten würde ich nicht automatisch darauf schließen das sie dadurch irgendwelche Fehlentwicklung erleiden. Diese Menschen sehen die Welt mit anderen Augen und ich werde mir nicht anmaßen dieser Sicht den Stempel Gut oder Schlecht aufzudrücken nur weil es andere Generationen anders gehandhabt haben.
"Eine Versachlichung der Debatte tut not, aber die seelische Not der heutigen Jugendgeneration, die sich an vielen Ecken jedem zeigt, der etwas offene Augen hat, einfach schönzureden, ist genau der falsche Weg. Wir brauchen eine Wertschätzung unserer Körper und unserer Beziehungen. Sie sind etwas unendlich kostbares. Dass für die Jugendlichen Gefühle aber noch so eine große Bedeutung haben, ist ein gutes Zeichen. Wir sollten sie ermuten, das ernster zu nehmen. Warten ist etwas gutes. Wer wartet hat ein Ziel."
Die seelische Not der heutigen Generation von Jugendlichen ist nicht größer wie die vorangegangener Generationen. Die MEISTEN Jugendlichen schätzen ihren Körper sehrwohl und haben auch eine vernünftiges Bild von Beziehungen. Warten macht in allen Dingen nur Sinn wenn man es tut bis die richtige Zeit gekommen ist. Wenn es um Sex geht muss jeder Mensch diese Entscheidung nur für sich allein treffen. Es sollte niemand diese Entscheidung an Gesellschaftlichen oder Religiösen Normen fest machen. Wenn sich Jugendliche dazu bereit fühlen sollen sie nicht warten und ihre Sexualität ausleben. Alles andere kann sogar zu psychischen Problemen führen die ein Leben lang anhalten.
"Ich habe nie mit einer anderen Frau als meiner Ehefrau geschlafen und bin darüber nur dankbar. Das gibt dieser Beziehung für mich etwas einmaliges. Das Geschenkt dieser Nähe habe ich mir aufgehoben. Das ist ein ganz großer Schatz."
Dies liegt natürlich in Ihrem eigenen Ermessen. Ich hoffe nur für Sie das bei Ihnen niemals das (in Ihrer Situation schon fast normale) Gefühl aufkommt etwas verpasst zu haben und Ihre "einmalige Beziehung" in einem Scherbenhaufen endet. Dann kommt nämlich MÖGLICHERWEISE die Erkenntnis das Sie doch nicht so gelebt haben wie sie es vielleicht vom innersten her getan hätten.
... und kommst ein bisschen puritanisch rüber.
"Aber: viele Freunde, die in der Jugendarbeit unterwegs sind, verzeichnen einen erschreckenden Umgang der Jugendlichen mit sich und ihren Körpern."
Das soll man nicht bagatellisieren, aber Jugendarbeit erreicht wohl in erster Linie Jugendliche mit Problemen und ist sicher nicht repräsentativ.
"ERST? findet das Herr Hurrelmann etwa gut? Durchschnittlich bedeutet doch, etliche sind auch jünger!"
Und?
"Das schlimme ist, dieses sexualisierte Verständnis von Beziehungen, die Trennung der Entstehung von Leben und körperlicher Gemeinschaft, hinterlässt viele unnötige seelische und körperliche Wunden und erschwert spätere Beziehungen enorm."
Wie kommst du darauf, dass Beziehungen unter rein sexualisiertem Verständnis geknüpft werden? Sicher sowas gibt es. Aber ich unterstelle, dass genau das bei der Mehrzahl der Beziehungen nicht der Fall ist.
"Zahlreiche (Teenager)schwangerschaften gehen nicht auf fehlendes Wissen zurück, produzieren aber eine schlimme Not, vor allem bei Mädchen und Frauen."
Wieviele sind das prozentual? Wieviele davon gehen auf nachlässiges Verhalten zurück? Wie willst du das ändern, Geschlechtsverkehr nur nach der Hochzeit und Überprüfung des Lakens, so wie bei den extremeren Türken?
"Viele Jugendliche wünschen sich später eine stabile Ehe und Familie. Wenige zeigen ihnen, aber wie das geht."
Sowas lernen sie von ihren Eltern und zwar fast ausschliesslich.
"Zudem: die Pille unterbricht den bis zu 7 Jahre dauernden Reifungsprozess des weiblichen Zyklusses und hat viele andere schlimme Nebenwirkungen, die manchmal irreversibel sind."
Die modernen Micro-Pille sind mittlerweile recht ausgereift und haben nicht mehr so enorme Nebenwirkungen wie die ersten Generationen. Natürlich hast du recht, eine solche chemische Keule ist nicht das Optimale, aber was ist die Alternative? Es ist nunmal so, dass Jugendliche ihre Sexualität ausprobieren, mit Zwang und Strafen erreichst du schliesslich auch nichts, außer Protestverhalten und ein gestörtes Verhältnis zu gesundem Körperkontakt. Teenagerschwangerschaften sind gerade in besonders restriktiven Gesellschaften ein noch viel größeres Problem.
"Eine der wichtigsten Beziehungsfähigkeiten ist warten und auch Verzichten können. Wer alles sofort will, wird scheitern."
Das klingt ein bisschen nach "True love can wait" Propaganda. Woher willst du wissen, dass die Jugendlichen alles sofort wollen und machen?
Mir hat der Körperkontakt immer gefehlt, als ich in Pubertät war, hoher Hormonspiegel und erzwungene Abstinenz führt imho zu einer total verkrampften Haltung und gestörter Psyche. Außerdem kann man Erfahrungen sammeln, die ein späteres erfülltes Sexualleben erst möglich machen. Jenseits von "Licht aus" und Missionarsstellung.
"Warten ist etwas gutes. Wer wartet hat ein Ziel."
Warten auf was? Wer wartete, seinen Partner richtig kennenzulernen, merkt auch erst später, ob er nicht vielleicht einen Fehler gemacht hat.
"Ich habe nie mit einer anderen Frau als meiner Ehefrau geschlafen und bin darüber nur dankbar. Das gibt dieser Beziehung für mich etwas einmaliges. Das Geschenkt dieser Nähe habe ich mir aufgehoben. Das ist ein ganz großer Schatz."
Schön für dich, aber man kann sich auch viel einreden, genau wie diese konservativen Extremisten, mit ihren Ehrenmorden und so. Ich vermisse diese "Einmaligkeit" nicht im geringsten, eine gesunde Relativität zur Sinnlosigkeit des Lebens macht vieles erträglich.
"Das schlimme ist, dieses sexualisierte Verständnis von Beziehungen,..."
"Die aktuelle Dr.-Sommer-Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Jugendliche ihre ersten Beziehungen, Küsse und romantischen Gefühle schon mit 11, 12 Jahren erleben. Der erste Sex findet aber im Durchschnitt erst mit 15, 16 Jahren statt."
Erstaunliche Schlussfolgerung. Wenn man dem glauben schenkt, dass die emotionalen Teile der Liebesbeziehungen schon 4 Jahre vorher beginnen.
Wie lange sollen die Jugendlichen sich denn auf Sex vorbereiten? Besser 10 Jahre Beziehung üben?
Tolles Interview, es ist sehr erfreulich zur Abwechslung mal kein Negativbild unserer Jugend aufgezeichnet zu bekommen.
Ich möchte Ihnen nicht zu nahe treten aber wenn man Ihren Kommentar liest wird in meinen Augen deutlich das Sie selbst ein derart ungesundes Verhältnis zur Sexualität haben, dass Sie sich Anmaßen das Verhalten von Millionen freier Menschen zu kritisieren.
Ob Ihre Einstellung zu diesem Thema nun religiöse Gründe hat oder nicht, ist für mich vollkommen nebensächlich. Ich möchte Ihnen nur sagen das Sie mit Ihrer Meinung auf dem Holzweg sind!
"Das schlimme ist, dieses sexualisierte Verständnis von Beziehungen, die Trennung der Entstehung von Leben und körperlicher Gemeinschaft, hinterlässt viele unnötige seelische und körperliche Wunden und erschwert spätere Beziehungen enorm. Ich kenne mehrere Beziehungen, die sich trennen wollten, bzw. getrennt haben und just in diesem Moment wurde die Frau schwanger. Zwangsgemeinschaft, Abtreibung oder Alleinerziehung? Eine bittere Situation."
Das sexualisierte Verständnis bei Jugendlichen ist durchaus normal da zu einer normalen und gesunden Beziehung der körperliche Kontakt dazu gehört wie das Wasser zum Meer. Der intensive körperliche Kontakt ist genau das was den Unterschied zwischen einer guten Freundschaft zwischen zwei Geschlechtern und einer Beziehung macht. Verliert eine Beziehung an sexueller Spannung zerbricht diese früher oder später. Das ist bei Jugendlichen genau so wie bei Erwachsenen, daher sollte man nicht versuchen Ihnen ein Verhalten aufzuerzwingen das vielleicht vor 100 Jahren noch dem Bild der Zeit entsprach.
"Wer miteinander schläft, kann immer Vater und Mutter werden. Das ist so banal und wird doch oft vergessen. Es gibt keine absolut sichere Verhütungsmethode. Zahlreiche (Teenager)schwangerschaften gehen nicht auf fehlendes Wissen zurück, produzieren aber eine schlimme Not, vor allem bei Mädchen und Frauen."
Teenagerschwangerschaften gab es schon immer und diese Verhütungsmethoden die sie dort schon fast abwertend erwähnen führen dazu das heute nicht jede 16 Jährige mit einem Kind im Bauch durch die Gegend spaziert. Teenagerschwangerschaften produzieren auch nur dort Not wo das Umfeld schon nicht gerade Kinderfreundlich ist.
"Viele Jugendliche wünschen sich später eine stabile Ehe und Familie. Wenige zeigen ihnen, aber wie das geht. Sie brauchen aber dringend Angebote, wo sie lernen, wie sie das auch erreichen. Eine der wichtigsten Beziehungsfähigkeiten ist warten und auch Verzichten können. Wer alles sofort will, wird scheitern."
Das ist absoluter Käse! Es stimmt das sich so gut wie alle Jugendlichen später eine stabile Ehe und Familie wünschen. Wie man sowas gestaltet brauch man nicht durch dritte erlernen, die Fähigkeit solch eine Beziehung zu führen ergibt sich nur aus eigenen Denkprozessen und Erfahrungen heraus.
Wer alles sofort will und bis zur Ehe mehrere körperliche und auch andauernde Beziehungen geführt hat, erreicht erst dann überhaupt den Erfahrungs- und Reifegrad um zu wissen worauf es ihm selber in einer solche Beziehung ankommt und was nötig ist um diese gesund zu erhalten.
"Dass sie sich die unmöglichsten Videos auf den Schulhöfen austauschen ist halt so, und wir werden das nicht mit Zwnang ändern können. Dass sie es nicht ernst nehmen, heißt doch aber noch lange nicht, dass es gut ist."
Da muss ich Ihnen ausnahmsweise recht geben da meiner Meinung nach durch zu frühen und massiven Konsum von Pornographie die Romantik verloren gehen KANN und Sex mechanisiert werden KANN. Aber nur weil sich die Jugendliche verhalten wie sie sich verhalten würde ich nicht automatisch darauf schließen das sie dadurch irgendwelche Fehlentwicklung erleiden. Diese Menschen sehen die Welt mit anderen Augen und ich werde mir nicht anmaßen dieser Sicht den Stempel Gut oder Schlecht aufzudrücken nur weil es andere Generationen anders gehandhabt haben.
"Eine Versachlichung der Debatte tut not, aber die seelische Not der heutigen Jugendgeneration, die sich an vielen Ecken jedem zeigt, der etwas offene Augen hat, einfach schönzureden, ist genau der falsche Weg. Wir brauchen eine Wertschätzung unserer Körper und unserer Beziehungen. Sie sind etwas unendlich kostbares. Dass für die Jugendlichen Gefühle aber noch so eine große Bedeutung haben, ist ein gutes Zeichen. Wir sollten sie ermuten, das ernster zu nehmen. Warten ist etwas gutes. Wer wartet hat ein Ziel."
Die seelische Not der heutigen Generation von Jugendlichen ist nicht größer wie die vorangegangener Generationen. Die MEISTEN Jugendlichen schätzen ihren Körper sehrwohl und haben auch eine vernünftiges Bild von Beziehungen. Warten macht in allen Dingen nur Sinn wenn man es tut bis die richtige Zeit gekommen ist. Wenn es um Sex geht muss jeder Mensch diese Entscheidung nur für sich allein treffen. Es sollte niemand diese Entscheidung an Gesellschaftlichen oder Religiösen Normen fest machen. Wenn sich Jugendliche dazu bereit fühlen sollen sie nicht warten und ihre Sexualität ausleben. Alles andere kann sogar zu psychischen Problemen führen die ein Leben lang anhalten.
"Ich habe nie mit einer anderen Frau als meiner Ehefrau geschlafen und bin darüber nur dankbar. Das gibt dieser Beziehung für mich etwas einmaliges. Das Geschenkt dieser Nähe habe ich mir aufgehoben. Das ist ein ganz großer Schatz."
Dies liegt natürlich in Ihrem eigenen Ermessen. Ich hoffe nur für Sie das bei Ihnen niemals das (in Ihrer Situation schon fast normale) Gefühl aufkommt etwas verpasst zu haben und Ihre "einmalige Beziehung" in einem Scherbenhaufen endet. Dann kommt nämlich MÖGLICHERWEISE die Erkenntnis das Sie doch nicht so gelebt haben wie sie es vielleicht vom innersten her getan hätten.
Man hört so viel vom jugendlichen Komasaufen. Aber das ist wohl nur ein Schreckgespenst. In Wirklichkeit gehen unsere Jugendlichen mit ihrer Liebe und Sexualität "klug und haushaltend" um. Wie darf man sich das vorstellen? Sagt die 14jährige zu ihrem Freund: du darfst mich nur betatschen, wenn du in dem morgigen Mathematiktest mindestens die Note befriedigend schaffst. Schaffst du gut, darfst du mich sogar.. Und bei sehr gut... Ich war in Mathe immer schlecht, aber meine verklemmte Spießer-Fantasie ist jetzt aktiviert!
So kann man die Bestie Sexualität doch zivilisieren! Was schenkt man denn solch einer 14jährigen zum Geburtstag? Einen Bausparvertrag.
nur weil mal nicht die Jugend gebasht wird fühlen Sie sich persönlich angegriffen?
Welch armes Leben Sie führen müssen..
nur weil mal nicht die Jugend gebasht wird fühlen Sie sich persönlich angegriffen?
Welch armes Leben Sie führen müssen..
nur weil mal nicht die Jugend gebasht wird fühlen Sie sich persönlich angegriffen?
Welch armes Leben Sie führen müssen..
... und kommst ein bisschen puritanisch rüber.
"Aber: viele Freunde, die in der Jugendarbeit unterwegs sind, verzeichnen einen erschreckenden Umgang der Jugendlichen mit sich und ihren Körpern."
Das soll man nicht bagatellisieren, aber Jugendarbeit erreicht wohl in erster Linie Jugendliche mit Problemen und ist sicher nicht repräsentativ.
"ERST? findet das Herr Hurrelmann etwa gut? Durchschnittlich bedeutet doch, etliche sind auch jünger!"
Und?
"Das schlimme ist, dieses sexualisierte Verständnis von Beziehungen, die Trennung der Entstehung von Leben und körperlicher Gemeinschaft, hinterlässt viele unnötige seelische und körperliche Wunden und erschwert spätere Beziehungen enorm."
Wie kommst du darauf, dass Beziehungen unter rein sexualisiertem Verständnis geknüpft werden? Sicher sowas gibt es. Aber ich unterstelle, dass genau das bei der Mehrzahl der Beziehungen nicht der Fall ist.
"Zahlreiche (Teenager)schwangerschaften gehen nicht auf fehlendes Wissen zurück, produzieren aber eine schlimme Not, vor allem bei Mädchen und Frauen."
Wieviele sind das prozentual? Wieviele davon gehen auf nachlässiges Verhalten zurück? Wie willst du das ändern, Geschlechtsverkehr nur nach der Hochzeit und Überprüfung des Lakens, so wie bei den extremeren Türken?
"Viele Jugendliche wünschen sich später eine stabile Ehe und Familie. Wenige zeigen ihnen, aber wie das geht."
Sowas lernen sie von ihren Eltern und zwar fast ausschliesslich.
"Zudem: die Pille unterbricht den bis zu 7 Jahre dauernden Reifungsprozess des weiblichen Zyklusses und hat viele andere schlimme Nebenwirkungen, die manchmal irreversibel sind."
Die modernen Micro-Pille sind mittlerweile recht ausgereift und haben nicht mehr so enorme Nebenwirkungen wie die ersten Generationen. Natürlich hast du recht, eine solche chemische Keule ist nicht das Optimale, aber was ist die Alternative? Es ist nunmal so, dass Jugendliche ihre Sexualität ausprobieren, mit Zwang und Strafen erreichst du schliesslich auch nichts, außer Protestverhalten und ein gestörtes Verhältnis zu gesundem Körperkontakt. Teenagerschwangerschaften sind gerade in besonders restriktiven Gesellschaften ein noch viel größeres Problem.
"Eine der wichtigsten Beziehungsfähigkeiten ist warten und auch Verzichten können. Wer alles sofort will, wird scheitern."
Das klingt ein bisschen nach "True love can wait" Propaganda. Woher willst du wissen, dass die Jugendlichen alles sofort wollen und machen?
Mir hat der Körperkontakt immer gefehlt, als ich in Pubertät war, hoher Hormonspiegel und erzwungene Abstinenz führt imho zu einer total verkrampften Haltung und gestörter Psyche. Außerdem kann man Erfahrungen sammeln, die ein späteres erfülltes Sexualleben erst möglich machen. Jenseits von "Licht aus" und Missionarsstellung.
"Warten ist etwas gutes. Wer wartet hat ein Ziel."
Warten auf was? Wer wartete, seinen Partner richtig kennenzulernen, merkt auch erst später, ob er nicht vielleicht einen Fehler gemacht hat.
"Ich habe nie mit einer anderen Frau als meiner Ehefrau geschlafen und bin darüber nur dankbar. Das gibt dieser Beziehung für mich etwas einmaliges. Das Geschenkt dieser Nähe habe ich mir aufgehoben. Das ist ein ganz großer Schatz."
Schön für dich, aber man kann sich auch viel einreden, genau wie diese konservativen Extremisten, mit ihren Ehrenmorden und so. Ich vermisse diese "Einmaligkeit" nicht im geringsten, eine gesunde Relativität zur Sinnlosigkeit des Lebens macht vieles erträglich.
"Das schlimme ist, dieses sexualisierte Verständnis von Beziehungen,..."
"Die aktuelle Dr.-Sommer-Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Jugendliche ihre ersten Beziehungen, Küsse und romantischen Gefühle schon mit 11, 12 Jahren erleben. Der erste Sex findet aber im Durchschnitt erst mit 15, 16 Jahren statt."
Erstaunliche Schlussfolgerung. Wenn man dem glauben schenkt, dass die emotionalen Teile der Liebesbeziehungen schon 4 Jahre vorher beginnen.
Wie lange sollen die Jugendlichen sich denn auf Sex vorbereiten? Besser 10 Jahre Beziehung üben?
Tolles Interview, es ist sehr erfreulich zur Abwechslung mal kein Negativbild unserer Jugend aufgezeichnet zu bekommen.
sind die 11-14 jährigen so oder sollten sie so sein?
ich halte solche verallgemeinerungen grundsätzlich für äusserst bedenklich...
Ich möchte Ihnen nicht zu nahe treten aber wenn man Ihren Kommentar liest wird in meinen Augen deutlich das Sie selbst ein derart ungesundes Verhältnis zur Sexualität haben, dass Sie sich Anmaßen das Verhalten von Millionen freier Menschen zu kritisieren.
Ob Ihre Einstellung zu diesem Thema nun religiöse Gründe hat oder nicht, ist für mich vollkommen nebensächlich. Ich möchte Ihnen nur sagen das Sie mit Ihrer Meinung auf dem Holzweg sind!
"Das schlimme ist, dieses sexualisierte Verständnis von Beziehungen, die Trennung der Entstehung von Leben und körperlicher Gemeinschaft, hinterlässt viele unnötige seelische und körperliche Wunden und erschwert spätere Beziehungen enorm. Ich kenne mehrere Beziehungen, die sich trennen wollten, bzw. getrennt haben und just in diesem Moment wurde die Frau schwanger. Zwangsgemeinschaft, Abtreibung oder Alleinerziehung? Eine bittere Situation."
Das sexualisierte Verständnis bei Jugendlichen ist durchaus normal da zu einer normalen und gesunden Beziehung der körperliche Kontakt dazu gehört wie das Wasser zum Meer. Der intensive körperliche Kontakt ist genau das was den Unterschied zwischen einer guten Freundschaft zwischen zwei Geschlechtern und einer Beziehung macht. Verliert eine Beziehung an sexueller Spannung zerbricht diese früher oder später. Das ist bei Jugendlichen genau so wie bei Erwachsenen, daher sollte man nicht versuchen Ihnen ein Verhalten aufzuerzwingen das vielleicht vor 100 Jahren noch dem Bild der Zeit entsprach.
"Wer miteinander schläft, kann immer Vater und Mutter werden. Das ist so banal und wird doch oft vergessen. Es gibt keine absolut sichere Verhütungsmethode. Zahlreiche (Teenager)schwangerschaften gehen nicht auf fehlendes Wissen zurück, produzieren aber eine schlimme Not, vor allem bei Mädchen und Frauen."
Teenagerschwangerschaften gab es schon immer und diese Verhütungsmethoden die sie dort schon fast abwertend erwähnen führen dazu das heute nicht jede 16 Jährige mit einem Kind im Bauch durch die Gegend spaziert. Teenagerschwangerschaften produzieren auch nur dort Not wo das Umfeld schon nicht gerade Kinderfreundlich ist.
"Viele Jugendliche wünschen sich später eine stabile Ehe und Familie. Wenige zeigen ihnen, aber wie das geht. Sie brauchen aber dringend Angebote, wo sie lernen, wie sie das auch erreichen. Eine der wichtigsten Beziehungsfähigkeiten ist warten und auch Verzichten können. Wer alles sofort will, wird scheitern."
Das ist absoluter Käse! Es stimmt das sich so gut wie alle Jugendlichen später eine stabile Ehe und Familie wünschen. Wie man sowas gestaltet brauch man nicht durch dritte erlernen, die Fähigkeit solch eine Beziehung zu führen ergibt sich nur aus eigenen Denkprozessen und Erfahrungen heraus.
Wer alles sofort will und bis zur Ehe mehrere körperliche und auch andauernde Beziehungen geführt hat, erreicht erst dann überhaupt den Erfahrungs- und Reifegrad um zu wissen worauf es ihm selber in einer solche Beziehung ankommt und was nötig ist um diese gesund zu erhalten.
"Dass sie sich die unmöglichsten Videos auf den Schulhöfen austauschen ist halt so, und wir werden das nicht mit Zwnang ändern können. Dass sie es nicht ernst nehmen, heißt doch aber noch lange nicht, dass es gut ist."
Da muss ich Ihnen ausnahmsweise recht geben da meiner Meinung nach durch zu frühen und massiven Konsum von Pornographie die Romantik verloren gehen KANN und Sex mechanisiert werden KANN. Aber nur weil sich die Jugendliche verhalten wie sie sich verhalten würde ich nicht automatisch darauf schließen das sie dadurch irgendwelche Fehlentwicklung erleiden. Diese Menschen sehen die Welt mit anderen Augen und ich werde mir nicht anmaßen dieser Sicht den Stempel Gut oder Schlecht aufzudrücken nur weil es andere Generationen anders gehandhabt haben.
"Eine Versachlichung der Debatte tut not, aber die seelische Not der heutigen Jugendgeneration, die sich an vielen Ecken jedem zeigt, der etwas offene Augen hat, einfach schönzureden, ist genau der falsche Weg. Wir brauchen eine Wertschätzung unserer Körper und unserer Beziehungen. Sie sind etwas unendlich kostbares. Dass für die Jugendlichen Gefühle aber noch so eine große Bedeutung haben, ist ein gutes Zeichen. Wir sollten sie ermuten, das ernster zu nehmen. Warten ist etwas gutes. Wer wartet hat ein Ziel."
Die seelische Not der heutigen Generation von Jugendlichen ist nicht größer wie die vorangegangener Generationen. Die MEISTEN Jugendlichen schätzen ihren Körper sehrwohl und haben auch eine vernünftiges Bild von Beziehungen. Warten macht in allen Dingen nur Sinn wenn man es tut bis die richtige Zeit gekommen ist. Wenn es um Sex geht muss jeder Mensch diese Entscheidung nur für sich allein treffen. Es sollte niemand diese Entscheidung an Gesellschaftlichen oder Religiösen Normen fest machen. Wenn sich Jugendliche dazu bereit fühlen sollen sie nicht warten und ihre Sexualität ausleben. Alles andere kann sogar zu psychischen Problemen führen die ein Leben lang anhalten.
"Ich habe nie mit einer anderen Frau als meiner Ehefrau geschlafen und bin darüber nur dankbar. Das gibt dieser Beziehung für mich etwas einmaliges. Das Geschenkt dieser Nähe habe ich mir aufgehoben. Das ist ein ganz großer Schatz."
Dies liegt natürlich in Ihrem eigenen Ermessen. Ich hoffe nur für Sie das bei Ihnen niemals das (in Ihrer Situation schon fast normale) Gefühl aufkommt etwas verpasst zu haben und Ihre "einmalige Beziehung" in einem Scherbenhaufen endet. Dann kommt nämlich MÖGLICHERWEISE die Erkenntnis das Sie doch nicht so gelebt haben wie sie es vielleicht vom innersten her getan hätten.
" Zit.: Ich möchte Ihnen nur sagen das Sie mit Ihrer Meinung auf dem Holzweg sind!"
kann ja sein, aber dann ist mein Holzweg ein wunderschöner.
1. Geht es mir und meiner Frau miteinander ausgesprochen gut und wir erleben eine weithin erfüllende und sinnenfrohe Partnerschaft, in allen Bereichen ;-) - m.E. gerade weil uns Verantwortlichkeit, Natürlichkeit und völlige Freiheit des anderen in letzter Zeit noch einmal ganz neu wichtig geworden sind.
2. Was nun ein gestörtes Verhältnis zu Sexualität (das Sie mir vorwerfen) ist und was nicht, sieht jeder anders, entscheidet sich aber letztlich auch daran, wie man den Zusammenhang von Freiheit und Verantwortung, von Sexualität, verbindlicher Partnerschaft, emotionalen Bedürfnissen und der Möglichkeit der Entstehen neuen Lebens sieht.
3. Zum Anmaßungsvorwurf: ich maße mir wie jeder andere an, über die Welt nachzudenken und dann auch zumindest versuchtsweise die Lage und so auch Lebenswege zu beurteilen, warum z.B. so viele Beziehungen heute mehr Leid als Erfüllung bringen. M.E. liegt das eben an dem weithin verderdrehten Beziehung von Freiheit und Verantwortung, wie es sich auch im sexuellen Bereich zeigt.
Eigentlich ist die Frage nach der Zeitpunkt von erstem Sex ganz einfach. Sie entscheidet sich an folgenden Punkten: Was bedeutet Menschen persönlich die körperliche Nähe, wenn sie miteinander schlafen? Was wäre, wenn eine Schwangerschaft eintritt, die ja kein Verhütungsmittel absolut verhindern kann und ist Abtreibung eine selbstverständliche Option? M.E. sind diese Fragen aber meistens alles andere als geklärt.
Und zur Sexualität allgemein suggestiv gefragt: Nehmen wir unsere Furchtbarkeit als etwas Wertvolles und als einen kostbaren aber auch zerbrechlichen Teil unserer Körper an und gehen damit verantwortungsvoll um oder ist sie etwas, das wir wie eine Krankheit mit medizischen und technischen Mitteln "behandeln"/verhindern müssen? Das heißt im weiteren Sinne: wie sehen wir grundsätzlich das Verhältnis von Natur und Kultur? Ist die Natur etwas, das uns beim Ausleben von Freiheit stört oder sollten wir verantwortlich und behutsam mit ihr umgehen?
" Zit.: Ich möchte Ihnen nur sagen das Sie mit Ihrer Meinung auf dem Holzweg sind!"
kann ja sein, aber dann ist mein Holzweg ein wunderschöner.
1. Geht es mir und meiner Frau miteinander ausgesprochen gut und wir erleben eine weithin erfüllende und sinnenfrohe Partnerschaft, in allen Bereichen ;-) - m.E. gerade weil uns Verantwortlichkeit, Natürlichkeit und völlige Freiheit des anderen in letzter Zeit noch einmal ganz neu wichtig geworden sind.
2. Was nun ein gestörtes Verhältnis zu Sexualität (das Sie mir vorwerfen) ist und was nicht, sieht jeder anders, entscheidet sich aber letztlich auch daran, wie man den Zusammenhang von Freiheit und Verantwortung, von Sexualität, verbindlicher Partnerschaft, emotionalen Bedürfnissen und der Möglichkeit der Entstehen neuen Lebens sieht.
3. Zum Anmaßungsvorwurf: ich maße mir wie jeder andere an, über die Welt nachzudenken und dann auch zumindest versuchtsweise die Lage und so auch Lebenswege zu beurteilen, warum z.B. so viele Beziehungen heute mehr Leid als Erfüllung bringen. M.E. liegt das eben an dem weithin verderdrehten Beziehung von Freiheit und Verantwortung, wie es sich auch im sexuellen Bereich zeigt.
Eigentlich ist die Frage nach der Zeitpunkt von erstem Sex ganz einfach. Sie entscheidet sich an folgenden Punkten: Was bedeutet Menschen persönlich die körperliche Nähe, wenn sie miteinander schlafen? Was wäre, wenn eine Schwangerschaft eintritt, die ja kein Verhütungsmittel absolut verhindern kann und ist Abtreibung eine selbstverständliche Option? M.E. sind diese Fragen aber meistens alles andere als geklärt.
Und zur Sexualität allgemein suggestiv gefragt: Nehmen wir unsere Furchtbarkeit als etwas Wertvolles und als einen kostbaren aber auch zerbrechlichen Teil unserer Körper an und gehen damit verantwortungsvoll um oder ist sie etwas, das wir wie eine Krankheit mit medizischen und technischen Mitteln "behandeln"/verhindern müssen? Das heißt im weiteren Sinne: wie sehen wir grundsätzlich das Verhältnis von Natur und Kultur? Ist die Natur etwas, das uns beim Ausleben von Freiheit stört oder sollten wir verantwortlich und behutsam mit ihr umgehen?
DAS war das ganze Interview??
Kaum zu glauben, dass man ein so umfangreiches Thema wie "Der Jugendforscher Klaus Hurrelmann über den Umgang der 11- bis 14-Jährigen mit Liebe und Sex" in einige Zeilen packen kann..
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