Religionskritik Gottlos frommSeite 2/2
Aus diesen Auseinandersetzungen mit einzelnen protestantischen (V. Gerhardt, W. Gräb) und katholischen (J. Ratzinger, R. Spaemann) Denkern formt sich kein wirkliches religionsphilosophisches Bild, ebenso wenig aus den Kapiteln zu Carl Schmitt und Jan Assmann, die der Band ebenfalls enthält. Die Brücke zu seinen philosophischen Arbeiten schlägt Schnädelbach immerhin ansatzweise dort, wo er den religiösen Glauben gegen das Missverständnis in Schutz nimmt, eine mindere Form kognitiver Geltungsansprüche zu vertreten. Er schließt aus der Tatsache, dass dies dem Erleben der Gläubigen nicht entspricht, es müsse beim Glauben um etwas anderes gehen als Wahrheit; dieses andere sind für ihn normative Richtigkeiten auf der Basis von subjektiven Evidenzen. Dieses Motiv klingt immer wieder an, wird allerdings an keiner Stelle systematisch durchgeführt.
So überwiegt ein bekenntnishafter Ton, dessen Melancholie sympathisch berührt: Ein Atheist von Schnädelbachs Art ist »nicht kämpferisch, er will niemanden von etwas überzeugen, und somit gesteht er nur ein, dass er das nicht hat, was sein Gegenüber zu besitzen behauptet – den Glauben an Gott. Wenn ihm dies nicht gleichgültig ist, ist er vielleicht sogar ein frommer Atheist, der nicht anders kann, als das, was er nicht hat, ernst zu nehmen und seinen Verlust zu bedauern.« Insofern er den Verlust des Glaubens in dieser Weise beklagt und sogar eine neue »Aufklärung« über die Religion fordert, bietet er sich selbst als Partner für das zeitgenössische Gespräch von Gläubigen und Ungläubigen an.
Enttäuschend ist allerdings, wie wenig Mühe dieser sonst so sorgfältige Denker hier auf seine Argumentation zu verwenden scheint. Schon sein – trotz aller Nachweise historischer und theologischer Schnitzer – unverändert wieder abgedruckter Text von 2000 hatte deutlich spüren lassen, dass ein Schuster nicht bei seinem Leisten geblieben war. Im neuen Buch sind alle empirisch gemeinten Aussagen über die religiöse Lage auf Deutschland bezogen; die ganze übrige Welt tritt nicht in den Blick, und das in einer der größten Expansionsphasen des Christentums in seiner Geschichte. Von den Sozialwissenschaften werden nur ein paar Versatzstücke aus Luhmanns Werk zur Kenntnis genommen. In der Auseinandersetzung mit dem Katholizismus trägt Schnädelbach ein paar gute Argumente gegen die Neigungen Papst Benedikts zu einem christianisierten Platonismus vor, aber seine Einwände werden schon dem Lehramt nicht gerecht und noch weniger der reichen Vielfalt katholischen Denkens oder des Glaubenslebens. Es ist das alte vorurteilsbelastete Verfahren, ein Gebilde größter innerer Komplexität wie den Katholizismus zuerst als »Wunder starrer Konsequenz« (Troeltsch) hinzustellen und dann zu demolieren.
Wer – wie Schnädelbach – behauptet, dass die Kirchenbesucher wegblieben, weil ihnen »statt der frohen Botschaft nur die Standpauke geboten« werde, muss seit Jahrzehnten in keinem bundesrepublikanischen Gottesdienst gewesen sein. Selbst die Kritik an Carl Schmitt, sosehr sie angesichts der weitverbreiteten Mythisierung dieses Denkers zu begrüßen ist, wird davon verzerrt, dass er dessen theologische Reminiszenzen für seinen rabiaten Antiliberalismus verantwortlich macht, statt (wie Jürgen Manemann) Schmitt als politischen Antimonotheisten zu durchschauen. Am irritierendsten sind aber die Schnellschüsse in Schnädelbachs philosophischen Argumentationen. Seine Idee, es müsse sich beim religiösen Glauben, wenn schon nicht um kognitive Wahrheit, dann eben um normative Richtigkeit handeln, überzeugt ja nur, wenn wir von vornherein das Register sprachlichen Ausdrucks auf rationale Argumentationen hin zuschneiden.
Die Vielfalt der Artikulation von Erfahrungen und ihr komplexer Zusammenhang mit rationaler Argumentation wird damit aber mehr verdeckt als erschlossen. Zudem behauptet Schnädelbach, dass »die Signatur moderner Kulturen« den Gedanken erzwinge, nichts sei menschlicher Verfügung prinzipiell entzogen. Aber das widerspricht nicht nur dem religiösen Gedanken der Unverfügbarkeit, sondern all den säkularen Versuchen der Gegenwart, die Autonomie des Menschen auf ihre Entstehungsbedingungen hin zu durchdenken und sie damit nicht einzuschränken, aber als Gabe anzuerkennen. Wer mit Schnädelbach die Leichtfertigkeit beklagt, mit der die militanten Atheisten mit der Geschichte des Glaubens umgehen, der wird gegen Schnädelbach beklagen müssen, dass dieser »fromme Atheist« dieselbe Leichtfertigkeit walten lässt, wenn es um die Gegenwart des Glaubens geht.
- Datum 20.07.2009 - 17:11 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 16.07.2009 Nr. 30
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Während Hans Joas in der ZEIT zu einem weitgehend vernichtenden Urteil bezüglich des neuen von Herbert Schnädelbach herausgegebenen Buches unter dem Titel „Religion in der modernen Welt“ gelangt und als Ergebnis seiner Besprechung resümiert:
„Wer mit Schnädelbach die Leichtfertigkeit beklagt, mit der die militanten Atheisten mit der Geschichte des Glaubens umgehen, der wird gegen Schnädelbach beklagen müssen, dass dieser »fromme Atheist« dieselbe Leichtfertigkeit walten lässt, wenn es um die Gegenwart des Glaubens geht.“
fasst Christian Geier in der FAZ vom 27.4.2009 bereits im Einleitungssatz seine Laudatio mit den Worten zusammen: „Eine intelligentere Religionskritik als Herbert Schädelbachs Einlassungen über ‚Religion der modernen Welt’ hat man selten gelesen.“
Interessierte Leser sind und bleiben sich wohl selbst überlassen mit einem für sie jeweils zutreffenden Urteil – Literaturkritiker sind eben auch nur Menschen mit sehr unterschiedlichen Erwartungshaltungen und ideologischen Vorbehalten!
Es ist schade dass beide Kommentatoren nur zu einem polarisierenden vorurteilsbehafteten Pro und Contra fähig sind und nicht zu einer vernünftigen Analyse des Buches von Schädelbach. Das ist aber die Regel in der gegenwärtigen Presselandschaft. Es fehlt an publizierenden Wissenschaftlern.
Es ist schade dass beide Kommentatoren nur zu einem polarisierenden vorurteilsbehafteten Pro und Contra fähig sind und nicht zu einer vernünftigen Analyse des Buches von Schädelbach. Das ist aber die Regel in der gegenwärtigen Presselandschaft. Es fehlt an publizierenden Wissenschaftlern.
kann doch am besten durch sozio-empirische Untersuchungen überprüft werden. Wenn dann Ergebnisse vorliegen können sich Philosophen darüber her machen. Insofern halte ich Schädelbachs Überlegungen für Luftnummern ohne empirischen Unterbau. Innerhalb Deutschlands deutet vieles darauf hin, dass in volkskirchlich geprägte Landschaften viele sozio-ökonomischen Indikatoren günstiger sind als z.B. in Großstädten oder in Ostdeutschland. Selbst Die Zeit berichtete im Wirtschaftteil über einen Wirtschaftsaufschwung in Westniedersachsen getragen von sozialem religiösem Kitt.
1. Wie lautet die Quelle für die von Ihnen angeführte Studie? ("deutet vieles darauf hin...") Ich hoffe doch sehr, dass Sie sich hierbei auf eine konkrete wissenschaftliche Studie beziehen.
2. Mich erstaunt immer wieder, wie gern die Leute von der Wahrheitsfrage in die Nützlichkeitsfrage abdriften. Als wäre eine Religion auch nur um ein Körnchen Wahrheit reicher, wenn sie in irgendeiner diffusen Weise "nützlich" zu sein scheint. Warum propagieren wir nicht gleich den ernstgemeinten Glauben an den Weihnachtsmann? Der ist zwar genausowenig fundiert, aber doch sooo nützlich...
1. Wie lautet die Quelle für die von Ihnen angeführte Studie? ("deutet vieles darauf hin...") Ich hoffe doch sehr, dass Sie sich hierbei auf eine konkrete wissenschaftliche Studie beziehen.
2. Mich erstaunt immer wieder, wie gern die Leute von der Wahrheitsfrage in die Nützlichkeitsfrage abdriften. Als wäre eine Religion auch nur um ein Körnchen Wahrheit reicher, wenn sie in irgendeiner diffusen Weise "nützlich" zu sein scheint. Warum propagieren wir nicht gleich den ernstgemeinten Glauben an den Weihnachtsmann? Der ist zwar genausowenig fundiert, aber doch sooo nützlich...
Was für ein Geschwafel ...
Es gibt ein paar markige Grundsätze ...
Man soll nicht glauben, wo man wissen kann ...
http://www.binismus.de/ht...
Eine Religion die dem Menschen dient hat auch ein Recht daran zu verdienen.
http://www.binismus.de/ht...
Das sind evidente, axiome Erkenntnisse.
http://www.binismus.de/in...
Gottlos fromm ... Was ist das?
Ein dritter Weg zwischen Glauben und Atheismus?! Was soll denn das für ein Unding sein - dass dieser Weg nicht zu finden ist, liegt einfach daran, dass er logisch undenkbar ist. Die meisten Dinge im Leben sind kontinuierlich, mit vielen grauen Schattierungen zwischen ja und nein - aber die Existenz einer Sache (oder Person) ist definitiv binär, also JA oder NEIN. Alles andere ist Agnostizismus (gibts schon, braucht nicht neu erfunden zu werden) oder Unsinn.
Ich habe den Verdacht, der Herr Schnädelbach gehört in die Generation, die sich noch nicht so richtig vom Glauben lösen kann, weil sein Gewissen ihm das verbietet, aber gleichzeitig unterschwellig weiß, dass das Christentum zum weitaus überwiegenden Teil aus widersprüchlichen und abergläubischen Geschichten basiert, die von der rational-humanischten Aufklärung erst auf heutiges Gilt-nur-in-der-Kirche-Niveau heruntergezähmt werden mussten, um nicht wieder in diverse Missstände auszuarten. Was wir bei ihm und anderen Autoren sehen, sind nur klägliche Rettungsversuche, damit das, "was mir Mami beigebracht hat" noch irgendeine abgespeckte Geltung behalten kann. Dabei übersieht er, dass das, wobei er damit letztendlich landen muss, auch zwangsläufig ein (versteckter) Atheismus ist - nämlich der Nicht-Glaube an den christlichen Gott.
Dass er (und scheinbar auch der betreffende Zeit-Autor) sich so vor dem Atheimus gruselt, liegt vermutlich am ungerechtfertigt schlechten Ruf, den der Atheismus auch heute noch hat. Dabei ist das Nicht-Glauben doch gar keine Ideologie und hat gar kein Programm - sondern es ist einfach nur die Weigerung, immer noch an den (Über-)Weihnachtsmann zu glauben... ;-)
Zwischen Glaube und Atheismus ist, rein logisch, sehr wohl ein Mittelweg, nämlich der eines nicht theistischen Glaubens.
Und auch ist der Atheismus sehr wohl eine Ideologie und hat sehr wohl ein Programm. Schauen sie doch einmal zu Ihren Glaubensbrüdern der Giodano Bruno Stiftung und die missionarischen Bemühungen mit Bussen in Berlin.
Gruß
Hallo Arthur S.
Ein Unding ist er nicht, der Dritte Weg. Es ist der Weg der Mitte zwischen den Extremen. Es ist der Weg jenseits des Pro und Contra - jenseits des Ja oder Nein. Es ist der Weg der rationalen Argumentation, der Weg der Diskussion von Themen. Folge dieser Diskussionen sind rationale Entscheidungen und sinnvolle Projekte und Produkte.
Es mag sein dass der Dritte Weg nicht immer geradlinig ist sondern krumm und mit Überraschungen versehen. Hoffen wir dass es angenehme Überraschungen werden. Planbar ist er nur begrenzt. Und er erfordert Durchhaltevemögen nach Entscheidungen.
Gruss
Zwischen Glaube und Atheismus ist, rein logisch, sehr wohl ein Mittelweg, nämlich der eines nicht theistischen Glaubens.
Und auch ist der Atheismus sehr wohl eine Ideologie und hat sehr wohl ein Programm. Schauen sie doch einmal zu Ihren Glaubensbrüdern der Giodano Bruno Stiftung und die missionarischen Bemühungen mit Bussen in Berlin.
Gruß
Hallo Arthur S.
Ein Unding ist er nicht, der Dritte Weg. Es ist der Weg der Mitte zwischen den Extremen. Es ist der Weg jenseits des Pro und Contra - jenseits des Ja oder Nein. Es ist der Weg der rationalen Argumentation, der Weg der Diskussion von Themen. Folge dieser Diskussionen sind rationale Entscheidungen und sinnvolle Projekte und Produkte.
Es mag sein dass der Dritte Weg nicht immer geradlinig ist sondern krumm und mit Überraschungen versehen. Hoffen wir dass es angenehme Überraschungen werden. Planbar ist er nur begrenzt. Und er erfordert Durchhaltevemögen nach Entscheidungen.
Gruss
Zwischen Glaube und Atheismus ist, rein logisch, sehr wohl ein Mittelweg, nämlich der eines nicht theistischen Glaubens.
Und auch ist der Atheismus sehr wohl eine Ideologie und hat sehr wohl ein Programm. Schauen sie doch einmal zu Ihren Glaubensbrüdern der Giodano Bruno Stiftung und die missionarischen Bemühungen mit Bussen in Berlin.
Gruß
Hier geht es um den GOTTESglauben, also zwangsläufig(!) theistisch. DAS sagt der Artikel und DAS meine auch ich. Jetzt klar?! (Dieses Missverständnis wäre Ihrerseits zwar einfach zu vermeiden gewesen, kann aber mal passieren.)
Zum Bus: Wer sich auch nur ein bisschen mit der Buskampagne befasst hat, muss zwangsläufig über deren immer wiederkehrende Beteuerung "wir wollen keinen missionieren" gestolpert sein. Das Ganze richtete sich an Gleichgesinnte! Bitte lesen Sie erstmal dort nach, bevor Sie anderen Menschen eine Absicht anhängen, die diese gar nicht vefolgt haben.
Zum Programm: Welches Programm soll denn ein Nicht-Glauben haben?! Das heißt doch nur NICHT an etwas zu glauben. Wie um alles in der Welt soll man denn daraus ein Programm oder gar eine Ideologie ableiten?! Ein Programm kommt zwangsläufig aus anderen, ergänzenden Überzeugungen, wie z.B. dem rationalen Humanismus im Falle der Giodano Bruno Stiftung. Sie bringen diese Begriffe durcheinander bzw. ordnen einer Teil-Eigenschaft die Gesamt-Erscheinung zu. Der Atheismus für sich alleine ist bzw. hat keine Ideologie oder Programm. Vom beinharten Naturalisten bis zum Buddhisten sind alle möglichen Menschen Atheisten! Da ist kein Programm, dass hinter all diesen Menschen steht, sondern die vielen verschiedenen Programme kommen erst zum jeweiligen Atheismus hinzu...
Hier geht es um den GOTTESglauben, also zwangsläufig(!) theistisch. DAS sagt der Artikel und DAS meine auch ich. Jetzt klar?! (Dieses Missverständnis wäre Ihrerseits zwar einfach zu vermeiden gewesen, kann aber mal passieren.)
Zum Bus: Wer sich auch nur ein bisschen mit der Buskampagne befasst hat, muss zwangsläufig über deren immer wiederkehrende Beteuerung "wir wollen keinen missionieren" gestolpert sein. Das Ganze richtete sich an Gleichgesinnte! Bitte lesen Sie erstmal dort nach, bevor Sie anderen Menschen eine Absicht anhängen, die diese gar nicht vefolgt haben.
Zum Programm: Welches Programm soll denn ein Nicht-Glauben haben?! Das heißt doch nur NICHT an etwas zu glauben. Wie um alles in der Welt soll man denn daraus ein Programm oder gar eine Ideologie ableiten?! Ein Programm kommt zwangsläufig aus anderen, ergänzenden Überzeugungen, wie z.B. dem rationalen Humanismus im Falle der Giodano Bruno Stiftung. Sie bringen diese Begriffe durcheinander bzw. ordnen einer Teil-Eigenschaft die Gesamt-Erscheinung zu. Der Atheismus für sich alleine ist bzw. hat keine Ideologie oder Programm. Vom beinharten Naturalisten bis zum Buddhisten sind alle möglichen Menschen Atheisten! Da ist kein Programm, dass hinter all diesen Menschen steht, sondern die vielen verschiedenen Programme kommen erst zum jeweiligen Atheismus hinzu...
1. Wie lautet die Quelle für die von Ihnen angeführte Studie? ("deutet vieles darauf hin...") Ich hoffe doch sehr, dass Sie sich hierbei auf eine konkrete wissenschaftliche Studie beziehen.
2. Mich erstaunt immer wieder, wie gern die Leute von der Wahrheitsfrage in die Nützlichkeitsfrage abdriften. Als wäre eine Religion auch nur um ein Körnchen Wahrheit reicher, wenn sie in irgendeiner diffusen Weise "nützlich" zu sein scheint. Warum propagieren wir nicht gleich den ernstgemeinten Glauben an den Weihnachtsmann? Der ist zwar genausowenig fundiert, aber doch sooo nützlich...
Ich habe für das Jahr 2006 interessehalber Korrelationsanalysen auf Bundesländerebene gemacht, für ganz D und getrennt für Ost & West. Die Daten kann man sich vom Statistischen Bundesamt (Arbeitslosigkeit, BIP pro Person, Verbrechenstatistik) und den Kirchen im Internet besorgen. Ich bin mir der Schwäche der Vorgehensweise durchaus bewusst, weil hier mit zusammen gefassten Daten gearbeitet wird, die zu Verzerrungen durch andere Kofaktoren führen können. Trotzdem lassen sich eindeutige Trends ablesen:
Kriminalitätsrate in 2006 (Verbrechen pro 1000 Einwohner)
Ganz Deutschland:
60 Taten für Kirchenmitglieder (EKD & Kath.)
100 Taten für Nichtmitglieder
Nur West mit Berlin
20 Taten für Kirchenmitglieder
200 Taten für Nichtmitglieder
Arbeitslosigkeit in 2000 in Prozent der arbeitsfähigen Bevölkerung
Ganz Deutschland:
5% für Kirchenmitglieder
23% für Nichtmitglieder
Nur West ohne Berlin
6% für Kirchenmitglieder
21% für Nichtmitglieder
Für das BIP ergeben ähnliche Trends.
Es scheint so zu sein, dass cultural christianity in Deutschland positive soziale Effekte hervorbringt. Das steht auch in der Zeit:
Ich habe für das Jahr 2006 interessehalber Korrelationsanalysen auf Bundesländerebene gemacht, für ganz D und getrennt für Ost & West. Die Daten kann man sich vom Statistischen Bundesamt (Arbeitslosigkeit, BIP pro Person, Verbrechenstatistik) und den Kirchen im Internet besorgen. Ich bin mir der Schwäche der Vorgehensweise durchaus bewusst, weil hier mit zusammen gefassten Daten gearbeitet wird, die zu Verzerrungen durch andere Kofaktoren führen können. Trotzdem lassen sich eindeutige Trends ablesen:
Kriminalitätsrate in 2006 (Verbrechen pro 1000 Einwohner)
Ganz Deutschland:
60 Taten für Kirchenmitglieder (EKD & Kath.)
100 Taten für Nichtmitglieder
Nur West mit Berlin
20 Taten für Kirchenmitglieder
200 Taten für Nichtmitglieder
Arbeitslosigkeit in 2000 in Prozent der arbeitsfähigen Bevölkerung
Ganz Deutschland:
5% für Kirchenmitglieder
23% für Nichtmitglieder
Nur West ohne Berlin
6% für Kirchenmitglieder
21% für Nichtmitglieder
Für das BIP ergeben ähnliche Trends.
Es scheint so zu sein, dass cultural christianity in Deutschland positive soziale Effekte hervorbringt. Das steht auch in der Zeit:
Theologie war, was heute die Physik ist: Sie lieferte die allgemein akzeptierte Theorie von Allem, die Weltformel. Es gab noch einige kleinere Probleme, wer ist für das Böse zuständig, und auch: hält sich Gott an seine Naturgesetze, aber im Großen und Ganzen haben alle an ein höheres Wesen geglaubt. Es gab eben keine bessere Theorie.
Seit Darwin gibt es eine bessere Theorie. Deshalb sind ihm die Christen auch so böse. Nicht Newton, nicht Einstein, Darwin hat Gott überflüssig gemacht.
Das Christentum verweigert sich seither der Evolution und ist deshalb zurückgeblieben. Ohne Verbindung zu den Tatsachen verwickelt es sich jetzt immer mehr in seinen verwunderlichen Konstrukten. Die verschrobensten Dogmen wurden erst nach Darwin festgeschrieben. Eine Bestätigung der Glaubenslehre durch Tatsachen wird nicht einmal mehr von der Kirche erwartet.
Na ich denke nicht, denn dann, formal logisch, hätte Darwin auf sich selbst böse sein müssen!
Außerden erklärt die Evolutionstheorie nur die Veränderung von schon bestehenden Arten zu neuen Arten. Sie ist also rein irdisch ausgerichtet.
Und im übrigen war die Theologie das, was die Methaphysik war, aber nie, was die Physik war! Denn es geht ja um darin um das über das Irdisch hinausweisende.
Gruß
Öhm, der überwiegend größte Teil des Christentums kommt sehr gut mit der Evolution aus, was natürlich ihr ganzes Posting unsinnig macht. Nur mal so nebenbei.
Na ich denke nicht, denn dann, formal logisch, hätte Darwin auf sich selbst böse sein müssen!
Außerden erklärt die Evolutionstheorie nur die Veränderung von schon bestehenden Arten zu neuen Arten. Sie ist also rein irdisch ausgerichtet.
Und im übrigen war die Theologie das, was die Methaphysik war, aber nie, was die Physik war! Denn es geht ja um darin um das über das Irdisch hinausweisende.
Gruß
Öhm, der überwiegend größte Teil des Christentums kommt sehr gut mit der Evolution aus, was natürlich ihr ganzes Posting unsinnig macht. Nur mal so nebenbei.
Na ich denke nicht, denn dann, formal logisch, hätte Darwin auf sich selbst böse sein müssen!
Außerden erklärt die Evolutionstheorie nur die Veränderung von schon bestehenden Arten zu neuen Arten. Sie ist also rein irdisch ausgerichtet.
Und im übrigen war die Theologie das, was die Methaphysik war, aber nie, was die Physik war! Denn es geht ja um darin um das über das Irdisch hinausweisende.
Gruß
Es gibt nur eine Welt, die irdische. Die überirdisch geistige gibt es nur in der Literatur: In der Bibel, in Schamanengesängen, Goethes Faust und bei Harry Potter.
Es gibt nur eine Welt, die irdische. Die überirdisch geistige gibt es nur in der Literatur: In der Bibel, in Schamanengesängen, Goethes Faust und bei Harry Potter.
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