Matthew Robson kam als Praktikant und schrieb einfach mal auf, wie seine Freunde verschiedene Medien nutzen. Das schlug ein. The Report that shook the City titelte die englische Zeitung Guardian, was so viel heißt wie »Der Bericht, der die Kapitalmärkte bewegte«. Fondsmanager und Medienunternehmen rissen sich förmlich um die Schüleranalyse. Was hatte Robson getan?

Lakonisch hatte er aufgezählt, warum seine Freunde keine Zeitungen kaufen, kaum Radio hören, fürs Telefonieren selten bezahlen und so fort. Auf den Punkt gebracht: Sie zahlen nicht für etwas, das sie anderswo geschenkt bekommen. Musik hören sie werbefrei im Internet; PC-Computerspiele gibt es dort ebenfalls kostenlos (weil irgendjemand zuvor den Kopierschutz geknackt hat). Fürs Telefonieren nutzen Teenager zunehmend Spielkonsolen wie XBox und Playstation, die kostenlose Internettelefonie bieten. Sogar Zeitungen lesen Robsons Freunde – wenn sie handlich sind und in der U-Bahn ausliegen.

Also zahlen Teenager für gar nichts? Die Einschätzung wäre falsch. Sie geben Geld für Konzerte aus und für Computerspiele, die auf Konsolen laufen. Beide sind gut geschützt. Die einen durch einen Zaun, die anderen durch guten Kopierschutz. Am Ende beschreibt Robson eine einfache Wahrheit: Wer etwas verkaufen will, braucht ein unverwechselbares Produkt und muss es schützen. (GOH)