Energie Brüder, zur SonneSeite 2/2
Ob vom Hunger oder von der Migration die Rede ist, vom Finanzsystem oder vom Klimaschutz, stets taucht die Frage auf, mit welcher Strategie dieser nationalen Beschränktheit begegnet werden kann. Darauf gibt es zwei Antworten. Erstens: indem die nichtstaatlichen Akteure mehr Kompetenzen erhalten. Die Wissenschaftlergruppen, NGOs, Interessenverbände, Zertifizierer. Was ihnen an demokratischer Legitimation fehlt, gleichen sie meist durch Objektivität oder durch Nähe zum Problem aus, durch Expertise oder dadurch, dass ein Markt ihre Fehler bestraft. Die zweite Antwort: Weil die Nationalstaaten bis auf Weiteres die Hauptform des Politischen bleiben werden, muss eine Politik zur Lösung globaler Probleme auch eine Politik der weltweiten Demokratisierung sein. Demokratie und Kooperationsbereitschaft gehören nämlich zusammen.
In modernen Demokratien ist die Pluralität der Interessen anerkannt, die Kontrahenten suchen Kompromisse, Sturheit wird selten belohnt. In Demokratien haben Argumente ein höheres Gewicht als in Diktaturen, denn Gedanken können Mehrheiten ändern. Ganz allgemein verhandelt es sich deshalb leichter mit Demokraten als mit Diktatoren.
Auch Desertec und Nabucco hätten bessere Chancen, wären die Beteiligten allesamt demokratische Staaten. Nur darf man darauf ja nicht warten, und deshalb ist den Protagonisten Fortune zu wünschen. Wer weiß, vielleicht verbessern die Projekte sogar die politischen Verhältnisse in diesen Räumen, in denen »Nachbar« meist nur ein anderes Wort für »Feind« ist.
Utopie? Das Vorhaben, Menschen ins All zu bringen, galt auch einmal als utopisch. Überdies als sinnlos; noch heute geht die Rede, was wolle man denn auf dem Mond oder auf dem Mars, hier unten gebe es doch genug zu tun. Stimmt schon, auf der Erde gibt es viel zu tun. Nur sieht man sie von oben besser.
- Datum 17.07.2009 - 18:25 Uhr
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- Serie opi
- Quelle DIE ZEIT, 16.07.2009 Nr. 30
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"Die Energievorhaben Nabucco und Desertec könnten aus feindlichen Staaten Nachbarn machen."
Ja, und das Weltweit.
Wenn endlich auch der letzte nationale Hinterwäldler begriffen hat daß gemeinsame Interessen, in diesem Fall eine sichere Stromversorgung, der heutzutage einzige Schlüssel zu einer friedlicheren Welt ist.
Dazu gehört auch das Zukunftsprojekt der Globalisierung. Ohne die wären beide Projekte unvorstellbar.
Heute aber sind es faszinierende Chancen, angestossen mal wieder von Menschen die mehr denken können als "Atomstrom" oder "Staatskonzern".
Je näher die Welt zusammenwächst und ich hoffe die aktuellen Probleme sind da nur Geburtsschmerzen, desto mehr Gemeinsamkeiten, gemeinsamen Interessen werden sich zeigen und Chancen für eine bessere Vernetzung der Völker bieten.
Frustrierend vor diesem Hintergund die ewigen konservativen Bremser und Bedenkenträger: "Risiken!", "Politische Instabilität!", "Kosten!".
Ach ja, und wie immer ein schöner und intelligenter Artikel von Herrn Radow. Danke dafür.
Die Erdgaspipeline soll natürlich (und wird auch) Erdgas zu vergleichbaren Preisen liefern - auch nachdem die Transitstaaten ihren Obolus oder Anteil erhalten haben.
Da gibt es ja Konkurrenz, die den Preis minimalisiert, und das ganze Projekt ist ja nun Mal als Konkurrenzmöglichkeit zu Russlands Monopolstellung geplant..
Im Übrigen sind Pipelines bisher immer am Interesse der betroffenen Bevölkerung vorbei geplant worden, profitiert hat davon immer nur eine dünne reiche Oberschicht - ob das hier anders sein wird, ist zu bezweifeln, aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt.
Bei Desertec sieht es etwas anders aus:
Die geplanten ökonomischen Daten sind sehr windig und es gibt erhebliche Probleme nicht nur technischer Art.
Für Afrikas Bevölkerung wird der Nutzen aus dem Produkt nur dann eintreten, wenn der Strom nicht mehr kostet, als vergleichbarer "konventioneller" Strom.
Das ist bislang überhaupt nicht abzusehen - die PRKW- Anlage in Südspanien liefert bis zu 8-fach überteuerten Strom (trotz vorhandener Infrastruktur vor Ort).
Die nicht entwickelten Staaten bzw. deren Bewohner werden ganz sicher nicht einen höheren Preis bezahlen, nur weil Deutschland meint, mit solcher Energieverschwendung die Umwelt retten zu können.
(Höherer Preis bedeutet ja auch: Mehr Energie ist verballert)
Arbeitsplätze für afrikanische Bewohner sind kaum zu erwarten, denn das soll ein Hightec-Projekt werden,
installiert und betrieben wird es also eher von europäischen Technikern, die ganz sicher in der Sahara (vor Ort) nicht so leben wollen, wie die autochtone Bevölkerung (ähnliche Probleme gibt es ja in allen nordafrikanischen Staaten bereits jetzt).
Arbeitspöätze vor Ort für Bewohner überwiegend Hilfs- und Überwachungsaufgaben.
Insgesamt also wird (wenn es denn realisiert wird, was ich selbst nicht erwarte)
das Projekt Desertec wenig Freude bei den Bewohnern auslösen.
Wie da "alte Feindschaften" aufgelöst werden sollen, ist mehr als fragwürdig.
________
Ich selbst favorisiere ja Windkraftparks in Nordwestafrika, da stimmt zumindest ganz sicher der Preis für den Strom und:
- die gesamte Technik ist bereits hoch entwickelt und es ist sicher, dass der Strompreis vor Ort günstiger als "konventioneller" Strom wird.
- sogar Fernkabel nach Europa liegen schon.
mal abgesehen davon, das sie dabei die Basis nicht benennen. (8-fach von was?) Es gibt für mich zu Andasol zwei verlässliche Zahlen. Die investitionssumme liegt ca. 6 mal so hoch wie bei vergleichbaren konventionellen Kraftwerken (incl. Wärmespeicher). Das ist aber mit Sicherheit zum Teilen darin begründet, das die in Andasol verwendeten Parabolrinnen Neuentwicklungen sind. Inwieweit diese Investitionsmehrkosten durch den Entfall der Brennstoffkosten kompensiert werden wird im Moment noch getestet.
Die zweite Zahl ist die Einspeisevergütung nach spanischem EEG, und die liegt je nach durch den Einspeiser gewählten Option, Stand 2008 bei 28 bis ca. 35 ct je kWh. Der Unterschied hier erklärt sich übrigens aus Belangen der Bereitstellung von Regelleistung bzw. der Erzeugung von Regelleistungsbedarf. Aber diesen merkwürdigen Begriff haben sie ja offensichtlich in unserer letzten Diskussion schon nicht begriffen, und schon gar nicht einpreisen können. Warum sollte es jetzt anders sein?
mal abgesehen davon, das sie dabei die Basis nicht benennen. (8-fach von was?) Es gibt für mich zu Andasol zwei verlässliche Zahlen. Die investitionssumme liegt ca. 6 mal so hoch wie bei vergleichbaren konventionellen Kraftwerken (incl. Wärmespeicher). Das ist aber mit Sicherheit zum Teilen darin begründet, das die in Andasol verwendeten Parabolrinnen Neuentwicklungen sind. Inwieweit diese Investitionsmehrkosten durch den Entfall der Brennstoffkosten kompensiert werden wird im Moment noch getestet.
Die zweite Zahl ist die Einspeisevergütung nach spanischem EEG, und die liegt je nach durch den Einspeiser gewählten Option, Stand 2008 bei 28 bis ca. 35 ct je kWh. Der Unterschied hier erklärt sich übrigens aus Belangen der Bereitstellung von Regelleistung bzw. der Erzeugung von Regelleistungsbedarf. Aber diesen merkwürdigen Begriff haben sie ja offensichtlich in unserer letzten Diskussion schon nicht begriffen, und schon gar nicht einpreisen können. Warum sollte es jetzt anders sein?
mal abgesehen davon, das sie dabei die Basis nicht benennen. (8-fach von was?) Es gibt für mich zu Andasol zwei verlässliche Zahlen. Die investitionssumme liegt ca. 6 mal so hoch wie bei vergleichbaren konventionellen Kraftwerken (incl. Wärmespeicher). Das ist aber mit Sicherheit zum Teilen darin begründet, das die in Andasol verwendeten Parabolrinnen Neuentwicklungen sind. Inwieweit diese Investitionsmehrkosten durch den Entfall der Brennstoffkosten kompensiert werden wird im Moment noch getestet.
Die zweite Zahl ist die Einspeisevergütung nach spanischem EEG, und die liegt je nach durch den Einspeiser gewählten Option, Stand 2008 bei 28 bis ca. 35 ct je kWh. Der Unterschied hier erklärt sich übrigens aus Belangen der Bereitstellung von Regelleistung bzw. der Erzeugung von Regelleistungsbedarf. Aber diesen merkwürdigen Begriff haben sie ja offensichtlich in unserer letzten Diskussion schon nicht begriffen, und schon gar nicht einpreisen können. Warum sollte es jetzt anders sein?
Laut der Internetseite des BMWI sollen die Stromerzeugungskosten ohne Kapitaldienst in den 9 Solarthermischen Kraftwerken in der Mojave Wüste (USA), erbaut von 1985 bis 1991, 3 ct/kWh betragen. Allerdings weiß ich nicht, ob da Speicher dran sind. Da es hier aber um die reinen Betriebskosten geht, dürften die Wärmespeicher da nicht so sehr ins Gewicht fallen. Und, auch die älteste Anlage funktioniert heute noch einbandfrei und man darf wohl davon ausgehen, dass das auch noch ein ganz paar Jährchen so bleiben wird.
Wie oben schon gesagt, die Investitonskosten von Solarthermie liegen erheblich über konventionell, aber das ist ja nun bei annähernd jeder Neuentwicklung so (Ob der Faktor 6 hier allerdings gerechtfertigt istt, sollte tatsächlich mal kritisch hinterfragt werden).
Zusammengefasst scheinen solarthermische Kraftwerke eine Entwicklung zu sein, die heute durchaus als High-Tech einzustufen ist, in ihrem Kern aber über eine 25jährige Betriebserfahrung in Wüstenumgebung verfügt, was wollen wir eigentlich mehr?
dass Regelleistung eine Frage des Luxus ist,
den sich die Industriestaaten (noch!!) leisten wollen.
Der Strom ist für Europäer (noch!) recht günstig, weil AKWs und KKWs NOCH laufen.
Deshalb kostet den Verbraucher dieser Komfort "nur" den doppelten Strompreis.
(Hinzu kommt Netzkosten, Stromsteuer ff, insgesamt ca. 21 ct./KWh).
Das könnte sich aber demnächst drastisch ändern - noch haben wirklich neue EE (vor Allem PV) nur einen winzigen Anteil (PV nur 0,3 %!!)
In Westafrika (und vergleichbaren Regionen) ist der Komfort, der durch Regelleistung er/geschaffen wird, nicht nur unbezahlbar, sondern auch einfach nicht unbedingt nötig. Eine Wirtschaft, die sowieso immer Mangelwirtschaft ist, kann einige Stunden Ausfall des Stroms verkraften, und die, die konstanten Strom wollen, werfen dann den Dieselgenerator an - wie ja oben schon beschrieben.
Dafür kostet der Strom den Verbraucher (wenn er denn geliefert wird) dort auch nur 8 ct./KWh (inklusive Netzkosten).
Da wäre es nur schöner, wenn der dort sehr konstante Wind etwas mehr Stromlieferdauer schafft (aber nur zum gleichen Preis!! Also ca. 4 ct/KWh Strompreis!)
Dass für Sie "Regelleistung" vielleicht ein "merkwürdiger Begriff" ist, mag sein, aber wie Sie darauf kommen, dass er für mich auch "merkwürdig" ist, bleibt mir unklar.
Im Gegenteil - das ist ja die Grundlage meiner ausführlichen These, dass jeder Endpreis den Gehalt an Strom (KEA bzw. kumulierten Energieaufwand) repräsentiert, und die Ware Strom natürlich auch.
Und ich habe schon immer sehr viel Mühe, Diskutanten zu erklären, dass der Strompreis frei Steckdose in ihrem Wohnzimmer nur zum sehr geringen Teil (ca. 3 ct. von 21 ct./KWh) wirklich Energiepreis ist.
Hinzu kommen Aufwand für Stabilität (= Regelleistung), Netzkosten, Steuern aller Art ff. Das sind Alles ganz eigenständige Energieaufwändungen.
Das ist vor Allem interessant für die Lügen der PV-Industrie (und leider auch vieler populären Wissenssendungen, wie "nano" von 3Sat, die sehr oft behaupten, PV-Strom dezentral erzeugt würde die Kosten der Großkraftwerke sparen, die behaupten tatsächlich, PV wäre schon dann sinnvoll, wenn der PV-Strompreis auf den Endverbraucherpreis (21 ct./KWh) fällt ("Netz- oder Gridparität").
Die verleugnen, dass dann alle anderen Kosten (wie z.B. Regelleistung") dann durchaus nicht wegfallen, tatsächlich ist dass Gegenteil zu erwarten!
da z.B. "nano" wohl keine ganz Dummen beschäftigt, ist das dreiste Lüge trotz besseren Wissens.
Laut der Internetseite des BMWI sollen die Stromerzeugungskosten ohne Kapitaldienst in den 9 Solarthermischen Kraftwerken in der Mojave Wüste (USA), erbaut von 1985 bis 1991, 3 ct/kWh betragen. Allerdings weiß ich nicht, ob da Speicher dran sind. Da es hier aber um die reinen Betriebskosten geht, dürften die Wärmespeicher da nicht so sehr ins Gewicht fallen. Und, auch die älteste Anlage funktioniert heute noch einbandfrei und man darf wohl davon ausgehen, dass das auch noch ein ganz paar Jährchen so bleiben wird.
Wie oben schon gesagt, die Investitonskosten von Solarthermie liegen erheblich über konventionell, aber das ist ja nun bei annähernd jeder Neuentwicklung so (Ob der Faktor 6 hier allerdings gerechtfertigt istt, sollte tatsächlich mal kritisch hinterfragt werden).
Zusammengefasst scheinen solarthermische Kraftwerke eine Entwicklung zu sein, die heute durchaus als High-Tech einzustufen ist, in ihrem Kern aber über eine 25jährige Betriebserfahrung in Wüstenumgebung verfügt, was wollen wir eigentlich mehr?
dass Regelleistung eine Frage des Luxus ist,
den sich die Industriestaaten (noch!!) leisten wollen.
Der Strom ist für Europäer (noch!) recht günstig, weil AKWs und KKWs NOCH laufen.
Deshalb kostet den Verbraucher dieser Komfort "nur" den doppelten Strompreis.
(Hinzu kommt Netzkosten, Stromsteuer ff, insgesamt ca. 21 ct./KWh).
Das könnte sich aber demnächst drastisch ändern - noch haben wirklich neue EE (vor Allem PV) nur einen winzigen Anteil (PV nur 0,3 %!!)
In Westafrika (und vergleichbaren Regionen) ist der Komfort, der durch Regelleistung er/geschaffen wird, nicht nur unbezahlbar, sondern auch einfach nicht unbedingt nötig. Eine Wirtschaft, die sowieso immer Mangelwirtschaft ist, kann einige Stunden Ausfall des Stroms verkraften, und die, die konstanten Strom wollen, werfen dann den Dieselgenerator an - wie ja oben schon beschrieben.
Dafür kostet der Strom den Verbraucher (wenn er denn geliefert wird) dort auch nur 8 ct./KWh (inklusive Netzkosten).
Da wäre es nur schöner, wenn der dort sehr konstante Wind etwas mehr Stromlieferdauer schafft (aber nur zum gleichen Preis!! Also ca. 4 ct/KWh Strompreis!)
Dass für Sie "Regelleistung" vielleicht ein "merkwürdiger Begriff" ist, mag sein, aber wie Sie darauf kommen, dass er für mich auch "merkwürdig" ist, bleibt mir unklar.
Im Gegenteil - das ist ja die Grundlage meiner ausführlichen These, dass jeder Endpreis den Gehalt an Strom (KEA bzw. kumulierten Energieaufwand) repräsentiert, und die Ware Strom natürlich auch.
Und ich habe schon immer sehr viel Mühe, Diskutanten zu erklären, dass der Strompreis frei Steckdose in ihrem Wohnzimmer nur zum sehr geringen Teil (ca. 3 ct. von 21 ct./KWh) wirklich Energiepreis ist.
Hinzu kommen Aufwand für Stabilität (= Regelleistung), Netzkosten, Steuern aller Art ff. Das sind Alles ganz eigenständige Energieaufwändungen.
Das ist vor Allem interessant für die Lügen der PV-Industrie (und leider auch vieler populären Wissenssendungen, wie "nano" von 3Sat, die sehr oft behaupten, PV-Strom dezentral erzeugt würde die Kosten der Großkraftwerke sparen, die behaupten tatsächlich, PV wäre schon dann sinnvoll, wenn der PV-Strompreis auf den Endverbraucherpreis (21 ct./KWh) fällt ("Netz- oder Gridparität").
Die verleugnen, dass dann alle anderen Kosten (wie z.B. Regelleistung") dann durchaus nicht wegfallen, tatsächlich ist dass Gegenteil zu erwarten!
da z.B. "nano" wohl keine ganz Dummen beschäftigt, ist das dreiste Lüge trotz besseren Wissens.
Laut der Internetseite des BMWI sollen die Stromerzeugungskosten ohne Kapitaldienst in den 9 Solarthermischen Kraftwerken in der Mojave Wüste (USA), erbaut von 1985 bis 1991, 3 ct/kWh betragen. Allerdings weiß ich nicht, ob da Speicher dran sind. Da es hier aber um die reinen Betriebskosten geht, dürften die Wärmespeicher da nicht so sehr ins Gewicht fallen. Und, auch die älteste Anlage funktioniert heute noch einbandfrei und man darf wohl davon ausgehen, dass das auch noch ein ganz paar Jährchen so bleiben wird.
Wie oben schon gesagt, die Investitonskosten von Solarthermie liegen erheblich über konventionell, aber das ist ja nun bei annähernd jeder Neuentwicklung so (Ob der Faktor 6 hier allerdings gerechtfertigt istt, sollte tatsächlich mal kritisch hinterfragt werden).
Zusammengefasst scheinen solarthermische Kraftwerke eine Entwicklung zu sein, die heute durchaus als High-Tech einzustufen ist, in ihrem Kern aber über eine 25jährige Betriebserfahrung in Wüstenumgebung verfügt, was wollen wir eigentlich mehr?
Der PREIS ist entscheidend.
Wenn "Desertec" wirklich für 3 ct./KWh ab Werk Strom liefert, ist das eine ganz tolle Sache und da bin ich jederzeit dafür.
dann kostet der Strom frei Europa ca. das Doppelte, und das ist noch vertretbar.
Allerdings nicht umweltfreundlich, oder gar "sauber", denn diese "Desertec" - Technik muss ja hergestellt werden, und zwar zwangsläufig mit viel "schmutziger" Energie aus AKWs und KKWs.
Kostet der Strom bei Desertec das Gleiche, wie AKW- oder Kohlestrom, dann ist da vorher auch die gleiche Menge an "schmutziger" Energie verballert worden.
(Ganz so einfach ist es nicht, ich weiß, aber ungefähr stimmt es schon, Unschärfe maximal 10%)
Ich meine aber, man sollte sehr misstrauisch sein -
auch die offshore.Windkraftwerke in der Nordsee wurden mal mit ca. 6 ct./KWh Endpreis geplant, und sind jetzt bei 16 ct./KWh.
Wuie Sie wissen liefert "Andasol" für 25 ct./KWh, billiger geht es da scheinbar nicht,
aber "Andasol" ist in Spanien! Nicht mitten in felsiger Sahara!.
Das Gleiche erwarte ich auch bei Desertec.
Der PREIS ist entscheidend.
Wenn "Desertec" wirklich für 3 ct./KWh ab Werk Strom liefert, ist das eine ganz tolle Sache und da bin ich jederzeit dafür.
dann kostet der Strom frei Europa ca. das Doppelte, und das ist noch vertretbar.
Allerdings nicht umweltfreundlich, oder gar "sauber", denn diese "Desertec" - Technik muss ja hergestellt werden, und zwar zwangsläufig mit viel "schmutziger" Energie aus AKWs und KKWs.
Kostet der Strom bei Desertec das Gleiche, wie AKW- oder Kohlestrom, dann ist da vorher auch die gleiche Menge an "schmutziger" Energie verballert worden.
(Ganz so einfach ist es nicht, ich weiß, aber ungefähr stimmt es schon, Unschärfe maximal 10%)
Ich meine aber, man sollte sehr misstrauisch sein -
auch die offshore.Windkraftwerke in der Nordsee wurden mal mit ca. 6 ct./KWh Endpreis geplant, und sind jetzt bei 16 ct./KWh.
Wuie Sie wissen liefert "Andasol" für 25 ct./KWh, billiger geht es da scheinbar nicht,
aber "Andasol" ist in Spanien! Nicht mitten in felsiger Sahara!.
Das Gleiche erwarte ich auch bei Desertec.
dass Regelleistung eine Frage des Luxus ist,
den sich die Industriestaaten (noch!!) leisten wollen.
Der Strom ist für Europäer (noch!) recht günstig, weil AKWs und KKWs NOCH laufen.
Deshalb kostet den Verbraucher dieser Komfort "nur" den doppelten Strompreis.
(Hinzu kommt Netzkosten, Stromsteuer ff, insgesamt ca. 21 ct./KWh).
Das könnte sich aber demnächst drastisch ändern - noch haben wirklich neue EE (vor Allem PV) nur einen winzigen Anteil (PV nur 0,3 %!!)
In Westafrika (und vergleichbaren Regionen) ist der Komfort, der durch Regelleistung er/geschaffen wird, nicht nur unbezahlbar, sondern auch einfach nicht unbedingt nötig. Eine Wirtschaft, die sowieso immer Mangelwirtschaft ist, kann einige Stunden Ausfall des Stroms verkraften, und die, die konstanten Strom wollen, werfen dann den Dieselgenerator an - wie ja oben schon beschrieben.
Dafür kostet der Strom den Verbraucher (wenn er denn geliefert wird) dort auch nur 8 ct./KWh (inklusive Netzkosten).
Da wäre es nur schöner, wenn der dort sehr konstante Wind etwas mehr Stromlieferdauer schafft (aber nur zum gleichen Preis!! Also ca. 4 ct/KWh Strompreis!)
Dass für Sie "Regelleistung" vielleicht ein "merkwürdiger Begriff" ist, mag sein, aber wie Sie darauf kommen, dass er für mich auch "merkwürdig" ist, bleibt mir unklar.
Im Gegenteil - das ist ja die Grundlage meiner ausführlichen These, dass jeder Endpreis den Gehalt an Strom (KEA bzw. kumulierten Energieaufwand) repräsentiert, und die Ware Strom natürlich auch.
Und ich habe schon immer sehr viel Mühe, Diskutanten zu erklären, dass der Strompreis frei Steckdose in ihrem Wohnzimmer nur zum sehr geringen Teil (ca. 3 ct. von 21 ct./KWh) wirklich Energiepreis ist.
Hinzu kommen Aufwand für Stabilität (= Regelleistung), Netzkosten, Steuern aller Art ff. Das sind Alles ganz eigenständige Energieaufwändungen.
Das ist vor Allem interessant für die Lügen der PV-Industrie (und leider auch vieler populären Wissenssendungen, wie "nano" von 3Sat, die sehr oft behaupten, PV-Strom dezentral erzeugt würde die Kosten der Großkraftwerke sparen, die behaupten tatsächlich, PV wäre schon dann sinnvoll, wenn der PV-Strompreis auf den Endverbraucherpreis (21 ct./KWh) fällt ("Netz- oder Gridparität").
Die verleugnen, dass dann alle anderen Kosten (wie z.B. Regelleistung") dann durchaus nicht wegfallen, tatsächlich ist dass Gegenteil zu erwarten!
da z.B. "nano" wohl keine ganz Dummen beschäftigt, ist das dreiste Lüge trotz besseren Wissens.
Der PREIS ist entscheidend.
Wenn "Desertec" wirklich für 3 ct./KWh ab Werk Strom liefert, ist das eine ganz tolle Sache und da bin ich jederzeit dafür.
dann kostet der Strom frei Europa ca. das Doppelte, und das ist noch vertretbar.
Allerdings nicht umweltfreundlich, oder gar "sauber", denn diese "Desertec" - Technik muss ja hergestellt werden, und zwar zwangsläufig mit viel "schmutziger" Energie aus AKWs und KKWs.
Kostet der Strom bei Desertec das Gleiche, wie AKW- oder Kohlestrom, dann ist da vorher auch die gleiche Menge an "schmutziger" Energie verballert worden.
(Ganz so einfach ist es nicht, ich weiß, aber ungefähr stimmt es schon, Unschärfe maximal 10%)
Ich meine aber, man sollte sehr misstrauisch sein -
auch die offshore.Windkraftwerke in der Nordsee wurden mal mit ca. 6 ct./KWh Endpreis geplant, und sind jetzt bei 16 ct./KWh.
Wuie Sie wissen liefert "Andasol" für 25 ct./KWh, billiger geht es da scheinbar nicht,
aber "Andasol" ist in Spanien! Nicht mitten in felsiger Sahara!.
Das Gleiche erwarte ich auch bei Desertec.
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