Umweltschutz Sprit aus BiomaschinenSeite 3/3
Dass das heutige Know-how dafür ausreicht, bezweifeln viele Biologen. Eckhard Boles zum Beispiel hält einen Umbau existierender Bakterien und Hefen für die einfachere Variante. »Wieso soll man das Rad noch einmal neu erfinden?« Kritik kommt auch von Umweltorganisationen, allerdings aus anderen Gründen: Sie befürchten, dass Venters Vorhaben, aber auch andere Pläne für neue Designerorganismen, unkalkulierbare Risiken mit sich bringen könnten. Wenn die gentechnisch veränderten Mikroorganismen mutieren, so die Angst, könnten sie ganze Ökosysteme gefährden.
Der ETH-Forscher Uwe Sauer hält dieses Risiko jedoch für extrem gering: »Diese Organismen sind Krüppel.« Aufgrund ihrer gentechnischen Veränderungen seien die umgebauten Mikroben in freier Natur gar nicht überlebensfähig – und damit auch nicht gefährlich.
- Datum 17.07.2009 - 18:40 Uhr
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- Serie Energie
- Quelle DIE ZEIT, 16.07.2009 Nr. 30
- Kommentare 8
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die aus CO2 Biomasse aufbauen, gibt es schon lange: z.B. Mikroben, die Licht als Energiequelle benutzen (man nennt das Photosynthese) oder Mikroben, die H2 und O2 als Energiequelle benutzen (Knallgasbakterien).
Mikroben, mit deren Hilfe sich aus CO2 Biomasse aufbauen lässt, ohne dass dafür Energie aufgewendet wird, wird auch der smarte Herr Venter nicht inventern können.
Der Faktor "Primärenergie" ist im Artikel kaum angeschnitten worden. Sicher mag es einen Reiz haben, die Stoffwandlungsprozesse zu beeinflussen - Ziele lassen sich da viele definieren. Aber irgendwas muß man auch als Futter reinfüllen. Der Verweis auf "Zellulose" ist nicht zwingend überzeugend. Direkte Nahrungskonkurenz zwar geringer als bei anderen Agrarprodukten. Aber bei den Produktionsfaktoren, z.B. Boden und Wasser, ist die Konkurrenz sofort wieder da. Und die Zellulose selbst steht auch in der Konkurrenz. Zwar nicht zum Magen, aber zum Ofen. Die Märkte für (Öko-)Wärme und (Öko-)Strom zehren ja mit aus dem gleichen Stoffsortiment (und auch ein bischenwas für die stoffliche Nutzung sollte noch übrigbleiben....).
Man mag technische Grundlagen erarbeiten. Aber wie man die verfügbaren Kontingente verteilt, wenn es ernst wird, das dürfte interessant werden.
Auf die Mikroben, die Sprit aus Kohlendioxid machen, können wir ja gespannt sein. Wird DESERTEC die entsprechenden Reaktoren gleich mit in der Sahara aufstellen?
was passieren kann, wenn die "effizienten Biomaschinen" aus dem Labor bzw. der Fabrik entkommen?
Nur mal eine Frage. Vielleicht passiert ja nix. Aber ich es würde es gerne wissen.
Diese Warnung ist nicht nur berechtigt, sondern schon älteren Datums,
und es ist bereits geschehen:
Reetdächer in Norddeutschland, gedeckt mit Reet aus China, lösen sich innnerhalb weniger Jahre auf.
Grund:
Ein in China entwickeltes neues Enzym zur Zerlegung von Zellulose in verwertbare Stoffe (Bio.... genannt).
Eingeschleppt nach Deutschland mit eben diesem Reet.
Holz ist als nächstes dran - an der Entwicklung holzzerlegender Stoffe (Enzyme, Baktereien) wird emsig gearbeitet und dann im großen Stil produziert.
Wehe, wenn sie losgelassen.............
Diese Warnung ist nicht nur berechtigt, sondern schon älteren Datums,
und es ist bereits geschehen:
Reetdächer in Norddeutschland, gedeckt mit Reet aus China, lösen sich innnerhalb weniger Jahre auf.
Grund:
Ein in China entwickeltes neues Enzym zur Zerlegung von Zellulose in verwertbare Stoffe (Bio.... genannt).
Eingeschleppt nach Deutschland mit eben diesem Reet.
Holz ist als nächstes dran - an der Entwicklung holzzerlegender Stoffe (Enzyme, Baktereien) wird emsig gearbeitet und dann im großen Stil produziert.
Wehe, wenn sie losgelassen.............
Diese Warnung ist nicht nur berechtigt, sondern schon älteren Datums,
und es ist bereits geschehen:
Reetdächer in Norddeutschland, gedeckt mit Reet aus China, lösen sich innnerhalb weniger Jahre auf.
Grund:
Ein in China entwickeltes neues Enzym zur Zerlegung von Zellulose in verwertbare Stoffe (Bio.... genannt).
Eingeschleppt nach Deutschland mit eben diesem Reet.
Holz ist als nächstes dran - an der Entwicklung holzzerlegender Stoffe (Enzyme, Baktereien) wird emsig gearbeitet und dann im großen Stil produziert.
Wehe, wenn sie losgelassen.............
dass die Frage, die ich in Kommentar drei gestellt habe, und die exemplarisch von lef in Kommentar vier beantwortet wurde, schon von jedem Journalisten gestellt würde, der einen Artikel über "bahnbrechende Forschungsergebnisse" oder so ähnlich schreibt.
Immer und in jedem Fall muss man bei einem sogenannten "Fortschritt" die Frage nach möglichen damit verbundenen Risiken stellen.
Es gibt heutzutage keinerlei Entschuldigung mehr dafür, wenn man das nicht tut! Die Zeit der naiven Fortschrittsgläubigkeit ist nach all den (Beinahe-)Katastrophen unwiderruflich vorbei!
Dass man dafür von unverbesserlichen Technik-Fanatikern und von den kranken, geldgeilen Interessengruppen, die teilweise hinter den Forschungen stehen, als "Fortschrittsfeind" verleumdet wird, da müsste ein reifer Mensch eigentlich darüber stehen.
lieber antikaputtalist,
die frage nach den risiken wird ja gestellt. allerdings kann man ihr nicht in jedem artikel gleich viel raum widmen. hier ist ein älterer text von mir, der sie ausführlich behandelt: http://www.heise.de/tr/Da...
gruß, nbo
Jetzt sieht die Sache schon ganz anders aus.
Und viel weniger erfreulich.
Gruß
antikaputtalist
Jetzt sieht die Sache schon ganz anders aus.
Und viel weniger erfreulich.
Gruß
antikaputtalist
Jetzt sieht die Sache schon ganz anders aus.
Und viel weniger erfreulich.
Gruß
antikaputtalist
Man kann in Deutschland kaum was positives neu verkünden, ohne die üblichen Dauer Mahner. Sag nein zum Fortschritt und jedes mal wenn man etwas schief läuft, hatte man recht. einfache welt, gell? Wenn man so bedenkt, was alles mit dieser Einstellung verhindert worden wäre, würden wir uns noch im tiefsten Mittelalter befinden
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