China : Tödliche Harmonie

Im Einheitswahn zerstört China das kulturelle Erbe seiner Minderheiten

Man könnte ja mal den Versuch wagen, sich mit verbundenen Augen in ein Flugzeug zu setzen und irgendwo nach China zu fliegen. Man steigt aus, setzt sich ins Taxi, nimmt die Augenklappe ab und fragt: Wo bin ich? Smog, Stadtautobahnen, vielstöckige Wohnhäuser – so gleichförmig, als seien sie von der Stange. Könnte Peking sein. Oder Chengdu, 1500 Kilometer entfernt. Oder jede x-beliebige der mehr als 160 anderen Millionenstädte.

Jede von ihnen hat ihre eigene Geschichte, ihre eigenen Helden und Stadtverrückten. Und doch ähneln sich ihre Gesichter seit einigen Jahren so sehr, als habe es diese Geschichten nie gegeben. Weil sie alle dem gespenstisch gleichen Plan folgen müssen, der schon im Ansatz, in Peking und Shanghai, nicht funktioniert. Einem Plan, der zu schnell zu viel will, zu sehr nach dem Wohin fragt und so gar nicht nach dem Woher.

Soeben hat die Stadtverwaltung in der uigurischen Stadt Kashgar begonnen, die Altstadt abzureißen. Kashgar ist das kulturelle Zentrum der chinesischen Provinz Xinjiang, in der es in der vergangenen Woche zu schweren Ausschreitungen zwischen Han-Chinesen und muslimischen Uiguren kam. Die Altstadt Kashgars ist ein architektonisches Kleinod, ein jahrtausendealtes Labyrinth traditioneller Lehmhäuser, Zeugnis der einzigartigen Kultur an der Seidenstraße. Man wolle doch nur, so die Stadtverwaltung, die Bewohner vor Erdbeben schützen.

Die allerdings glauben, dass hinter der Modernisierung noch ganz andere Absichten stecken: Die Unzufriedenheit der uigurischen Minderheit mit der chinesischen Herrschaft ist groß, immer wieder kommt es zu Anschlägen, und nicht wenige argwöhnen, dass die Regierung die Bevölkerung vor allem stärker kontrollieren und assimilieren wolle.

Der Plan, dem die Modernisierung Kashgars folgen soll, scheint auch diesmal der ewig gleiche zu sein: Alles, was alt, schief und schmutzig ist, kommt weg, breite Straßen werden durch die Brachen geprügelt, ein kleiner Rest wird touristentauglich aufgehübscht. So wird auch in Kashgar geschehen, was in anderen traditionellen Städten Alltag ist: Die meisten der alten Bewohner werden umgesiedelt, in ihre Häuser ziehen Händler ein, die Kunsthandwerk und fröhlichen Traditionskitsch verkaufen.

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Kommentare

72 Kommentare Seite 1 von 4 Kommentieren

Es gibt keine Freiheit.

Es gibt keine Demokratie. Minderheiten werden systematisch unterdrückt. Der Polizeiapparat geht rigoros gegen freie Meinungsäusserungen vor, die Justiz ist ein willfähriger Vasall der herrschenden Schicht. Für diese Situation gibt es in den politischen Wissenschaften eine eindeutige Bezeichnung.
Was nun den Umgang mit historischen Gebäuden und Stadtteilen angeht, da allerdings wird Kritik aus Deutschland kompliziert, denn es waren deutsche Stadtplaner, die das Wenige, was die allierten Bomberverbände stehen gelassen haben, der Idee von der "autogerchten Stadt" opferten. Und das war in den 60/70ern. Und jeder, der dagegen war, war ein kommunistischer Spinner, der "nach drüben" gehen sollte.
Weil es leicht fallen sollte, auf mit Pflanzenschutzmitteln kontaminierten Tee, giftige Kinderspielzeuge und Computerbauteile mit klappernden Lüftern zu verzichten: Machen sie das so. Und nicht vergessen: Es gibt ein demokratisches China, aus dem Produkte in hervorragender Qualität zu uns kommen: die Republik Taiwan.

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Lassen wir Taten folgen:
Werden Sie Mitglied, wählen Sie die Piratenpartei.
Für Freiheit und Demokratie.
Denn etwas besseres als den Tod finden wir überall.

die Tawainesen nennen ihr Land "RoC".

Die Taiwanesen nennen sich Chinesen (98% d. Bevölkerung sind HAN Chinesen)
Die Taiwanesische Fluggesellschaft nennt sich China Airlines
Die Taiwanesen pflegen die chin. Kultur (z.T. besser als als im Festland)
Die Taiwanesen verehren Sun Yat-sen genauso sowie Festlandchinesen das tun.
Sun Yat.sen nennen Chinesen Vater Chinas und seine Frau Song Qingling Mutter Chinas (Foto)

und die Karte v. Republic of China fand ich schon immer beeindruckt
(hat eine Ähnlichkeit mit der Karte v. Volksrepublik China)

Korrektur

Hallo Ziyou,

ich stimme Ihrer Kurzschilderung im Großen und Ganzen zu, einen Punkt muss ich aber doch ein wenig korrigieren. Sie sagen:

die Karte v. Republic of China fand ich schon immer beeindruckt
(hat eine Ähnlichkeit mit der Karte v. Volksrepublik China)

und zeigen als Beleg eine Karte von Wikipedia. Ich habe Sie hier im Zeitforum aber schon mindestens zweimal darauf hingewiesen, dass die heutige Regierung der Republik China auf Taiwan jeglichen Anspruch auf Festlandchina aufgegeben hat. Sicher haben Sie es nur vergessen. An dieser Stelle empfehle ich, an der Quelle, nämlich auf der offiziellen Webseite der taiwanischen Regierung nachzulesen. Zitat:

"The Republic of China (ROC), commonly known throughout the world as Taiwan, is an oceanic nation of 23 million people with a combined area of approximately 36,000 sq. km (13,900 sq. miles), making it slightly smaller than the Netherlands. It comprises the main island of Taiwan (see “Taiwan Proper” below), the archipelagoes of Penghu (the Pescadores), Kinmen (Quemoy), and Matsu, and a number of other islands."

Die Taiwaner und auch ihre Regierung sehen China heute einzig und allein als Territorium der VR China an. Kulturell und geschichtlich identifiziert man sich sicherlich noch in weiten Teilen mit China, geografisch und politisch überhaupt nicht mehr.

jede seine Quelle

dass die heutige Regierung der Republik China auf Taiwan jeglichen Anspruch auf Festlandchina aufgegeben hat...Sicher haben Sie es nur vergessen.
nein.
WIKI wird von sovielen Foristen verwendet. Bitte lassen Sie es meine Freiheit sein, ob ich WIKI weiterhin als Quelle angebe.
Oder sorgen Sie dafür, dass diese schöne Karte verschwendet. (Wäre sehr schade)

Diese Karte ist ein Nachweis, dass es Taiwan - Insel und Festland China um ein und daselbe Land handelt.

"...offiziellen Webseite der taiwanischen Regierung..."
Sie können weiterhin IHRE Quelle zeigen. Ist doch schön.

Jeder darf und soll die Dinge von unterschiedlichen Blickwinkel betrachten.

was das chin. Teritorium angeht:
Das (von mir aus ehemalige) Territorium von Republic of China ist fast genau (bzw. sogar größer) = heutige V.R.China

Da sie nur ihre Quellen

anerkennen koennen wir hiermit also offiziell bestaetigen das sie nur das glauben was die KPC ihnen vorsetzt. Im Gegensatz zu China hat Taiwan eine Demokratie und historisch gesehen war und ist es noch nie Teil von China gewesen. Oder erkennen sie jetzt Chiank Kai Check, der Maos groesster Feind war und auch Feind der KPC als neuen Freund von China da? Damit verfaelschen sie ja sogar KPC Geschichte. Da fragt man sich ob die Wu Mao Dang verdient gewesen sind.

Wirklichkeit und Fiktion

"Kashgar ist das kulturelle Zentrum der chinesischen Provinz Xinjiang,"

Ich bezweifele, dass die Autorin jemals in Kashgar war, geschweige denn in Xinjiang. Kashgar ist ein Provinznest, in einer Reihe mit Hetian oder Akesu.

Wahrscheinlich ist der ganze Artikel aber sowieso nur irgendwo abgekupfert,
auf Yahoo Amerika gab es vor kurzem einen aehnlichen Artikel, meine ich.

" Die Altstadt Kashgars ist ein architektonisches Kleinod, ein jahrtausendealtes Labyrinth traditioneller Lehmhäuser, Zeugnis der einzigartigen Kultur an der Seidenstraße. "

In Wirklichkeit sind das nur ein paar Lehmhuetten ohne Sanitaereinrichtungen, und die Bewohner freuen sich, neue Wohnungen zu bekommen. Aber vielen westlichen Sozialromantikern ist das ja egal. Mit Sicherheit wuerden Sie daheim auch in aehnlichen Behausungen leben wollen, nur um den japansichen Touristen zu gefallen.

Kashgars Lehmhäuser

Es geht nicht darum, dass die Lehmhäuser keine sanitären Einrichtungen haben. Viele dieser Häuser sind ohnehin nicht mehr bewohnt, dennoch sind sie als geschichtliches und kulturelles Erbe von hohem Wert für die Uiguren (und auch, wie Sie richtig schreiben, ein wichtiges touristisches Ziel und somit von wirtschaftlicher Bedeutung). Spätestens durch den drohenden Abriss sind sie - für die Uiguren, aber die fragt eher niemand - ein Symbol für die Bedrohung der uigurischen Kultur geworden. Ihr Abriss hat aus diesen Gründen keine Unterstützung in der uigurischen Bevölkerung und würde nur zu weiterer Unzufriedenheit führen.

Wenn man den Uiguren moderne Häuser bauen will, was ja nichts Schlechtes ist, kann man es völlig problemlos an anderer Stelle tun.

Egal wie, die Entscheidung über solche städtebaulichen Maßnahmen liegt laut Autonomiegesetzen bei den Uiguren selbst. Falls die Zentralregierung den Abriss durchdrückt (noch ist es ja nicht passiert), beugt sie leider wieder einmal das Recht der Uiguren auf Selbstbestimmung in inneren Angelegenheiten.

Hallo Cem

Ich habe nicht geschrieben, dass die Altsatdt von Kashgar
ein wichtiges touristisches Ziel ist.
Allein Hetian ist in China viel beruehmter, aufgrund der Jadevorkommen.
Auch Turfan ist viel beruehmter als Kashgar, tja....die Wahrheit ist: Kashgar ist eigentlich gar nicht beruehmt.
Nur westliche Touristen traeumen viel von der Seidenstrasse.....

Wenn die Altstadt von Kashgar angeblich so eine grosse Touristenattraktion darstellt, dann kann ich mir schwer vorstellen, dass die Chinesen oder die Uiguren so eine Einnahmequelle niederreissen wollen.

Ich persoenlich bin auch ein Liebhaber von alten Strukturen, nur vermute ich, in Kashgar ist nicht viel zu sehen, das Ganze wird hier eher von den Medien aufgebauscht.
Wie gesagt, westliche Sozialromantik plus eine Brise "die boesen Chinesen".

Ich war schon mehrmals in Xinjiang, u.a. in Hetian,YeCheng und Akesu.
Freunde, die persoenlich in Kashgar waren, haben mir gesagt, dass es dort auch nicht viel anders ist. Ich lasse mich aber gern vom Gegenteil ueberzeugen.
Hat jemand ein paar Bilder von der Altstadt in Kashgar ?

meine chin. Arbeitskollegen waren letztes Jahr in Yunnan, einer Provinz im Sueden. Eine Provinz mit vielen Minderheiten, ich kann diese gar nicht aufzaehlen. Die Kollegen sind mit einer Reisegruppe aus Shanghai geflogen, 2 bis 3 h Flugzeit sind das, dann ein paar h mit dem Bus weiter.
5 Tage Urlaub verbracht und wieder zurueck im Buero gab es wunderbare Bilder Dia Shows, die Bilder haben unsere Kollegen mit Ihren teuren Spiegelreflex Kameras gemacht. Auf der einen Seite wurden hier Fotografisch technische Gespraeche gefuehrt und auf der anderen Seite die Urlaubsszene durchgesprochen. Was fuer tolles Essen...aber in Shanghai schmeckt es besser. Was fuer eine gruene Natur...das vermissen wir in Shanghai auch. Und hier, das sind die Minderheiten in ihren Trachten, in ihren traditionellen Haeusern, da haben die Minderheiten einen Tanz aufgefuehrt. Jung und Alt waren zu sehen auf den Bildern.
Interessant war eine Tafel auf Chinesesisch, mein Kollege hat uebersetzt, das der Staat hier Jahr fuer Jahr einen Betrag X investiert um die Lebensqualitaet zu erhoehen. Eine Schule die Hochchinesisch unterrichtet, Strassen, Sanitaeren Einrichtungen, Hotels. Alles mit Geldern aus Peking!

Diese Investitionen sind natuerlich in Firmen geflossen die von Han Chinesen gefuehrt werden, natuerlich auch das die mehr Erfahrung haben im Bau als einer der aus der Tourismusbranche kommt. Aber die Bauarbeiter koennten wenigstens aus der Minderheiten Gruppe kommen. Die Lehrer an der Schule koennten doch auch die Sprache, Kultur und Geschichte der Minderheiten vermitteln.

Uiguren, Tibeter und wahrscheinlich die Mongolen bilden doch die groesste Gruppe von Minderheiten in China. Daher ist deren Intergration schwieriger als die der 53 anderen Volksgruppen.

Aber ich sehe vorraus, das China wesentlich schneller und besser auf diese Integrationsprobleme reagiert als Europa mit Ihren Einwanderern! Wie sie das erreicht wird ist ein chin Geheimniss.

Aber die Bauarbeiter koennten wenigstens aus der Minderheiten Gruppe kommen.

echt?

http://209.85.129.132/sea...

zitat:

"Für den Bau der Bahn sowie die technische Unterstützung der Strecke mit Strom, Telefon etc. wurden nach chinesischen Regierungsquellen für die Dauer des Bahnbaus permanent 67.000 chinesische Fachkräfte sowie saisonal
16.000 lokale Hilfskräfte beschäftigt (ICT 2003). Wenn überhaupt, so sind einheimische tibetische Arbeitskräfte nur saisonal, also kurzzeitig eingesetzt worden, und hier wiederum überwiegend als unausgebildete Hilfskräfte mit niedrigem Lohn. Aufgrund der Chinaweiten Vergabe der Aufträge
an Konsortien dürften die technisch anspruchsvollen Bauarbeiten der Großprojekte weitgehend von eingewanderten Han-Chinesen durchgeführt worden sein.
[...]
Dies ist ein Beispiel dafür, was auch alle (westlichen) Berichte oder Untersuchungen bestätigen, dass die in Tibet erwirtschafteten Profite weitgehend chinesischen Geldgebern bzw. den im Dienstleistungsbereich oder der Bauwirtschaft tätigen chinesischen Einwanderern zugute kom-
men.

"

Uiguren, Tibeter und wahrscheinlich die Mongolen bilden doch die groesste Gruppe von Minderheiten in China.

Das ist auch nicht richtig.Die Zhuang bilden mit 16 Millionen Menschen die größte Minderheit Chinas.Die zweitgrößte Minderheitengruppe sind die Mandschuren (10 Millionen).

http://www.ibiblio.org/ch...

Zitat:"

The People's Republic of China (PRC) officially recognizes 56 distinct ethnic groups, the largest of which are Han Chinese, who constitute about 91.9% of the total population. Large ethnic minorities include the Zhuang (16 million), Manchu (10 million), Hui (9 million), Miao (8 million), Uighur (7 million), Yi (7 million), Tujia (5.75 million), Mongolian (5 million), Tibetan (5 million), Buyi (3 million), and Korean (2 million).
"

Dass manche ethnische

Dass manche ethnische Minderheiten Chinas wie die Zhuang keine politische separatistische Bewegung entwickelt haben, liegt es vorallem daran, dass sie seit 2000 Jahren keine eigenen Staaten gegründet und kein eigenes Staatswesen entwickelt haben.Tibet war hingegen vor 1950 nie von han-Chinesischen Kaiserreichen beherrscht worden.

Die Seidenstraße in Xinjiang wurde auch nur zeitweise von han-chinesischen Garnisonen während der Han-Zeit und Tang-Zeit kontrolliert.Die Han-Chinesen waren deshalb vor 1949 nur eine sehr kleine Minderheit in Xinjiang. Die "Autonome Region Guangxi der Nationalität Zhuang" wurde aber seit mehreren Jahrhunderten von Han-Chinesen beherrscht und massiv besiedelt.Heute machen die Han-Chinesen über 60% der Bevölkerung Guangxis aus.

Tibeter und Uiguren sind keine Einwanderer!

Aber ich sehe voraus, das China wesentlich schneller und besser auf diese Integrationsprobleme reagiert als Europa mit Ihren Einwanderern!

Tibeter und Uiguren sind eigenene Völker, sie sind keine Einwanderer, China hat sich Ihr angestammtes Gebiet einverleibt und weigert sich, die vertraglich zugesicherte Autonomie anzuerkennen.

Ich will sehr hoffen, das Europa sich kein Beispiel an der Reaktionen Chinas auf Probleme nimmt und auch weiterhin auf Folter, Massenverhaftungen und Gewalt verzichtet.

Was China will, ist Assimilierung, keine Integration.

Die verschiedenen Perspektiven einer gleichen Sache:

Peking hat mehr als 3 Milliarden RMB, also ungef. 330 Mio. Euro, aus der Zentralregierung in den Bau der Infrastruktur von Kashgar investiert, um den Lebensstandard der Leute von Kashgar zu erhöhen. Das heisst hier eine kuturelle Zerstörung. Wenn kein Geld an die uigurischen Städte fliesst, heisst es eine Diskriminierung und Unterdrückung des uigurischen Volkes.

Allerdings, haben die Uigure nicht das Recht, in schönen Wohnungen zu leben oder auf Autobahn zu fahren? Nur die Deutschen haben das Recht? Der Autor kritisiert die Art und Weise, dass der Bauplan nicht mit berücksitigt hat, die Kultur vor Ort besser zu pflegen, das ist gut. Diese kritischen Perspektive brauchen wir immer. Aber keine Halb-Wahrheit. Die ganze Wahrheit ist: Die Pekinger Regierung hat 330 Mio. Euro in die Stadt investiert, aus Steuerzahlern von ganz China, doch wie benutzt man, vor allem der uigurische Bürgermeister von Kashgar, dieses Finanzmittel? Diese Frage ist konstruktiv. Im Großen und Ganzen: Es ist keine schlechte Sache, dass man Geld von der Zentralregierung bekommen kann, um einheimische Wirtschaft zu verstärken. Der Journalist hier hat kein Recht, diese Investierung zu kritisieren. Was für eine Denkweise ist das?

Das Geld, das in die Gebiete der Minderheiten fließt

kommt hauptsächlich den eingewanderten Han-Chinesen zu Gute. Von den 100 Millionen ärmsten Chinesen z. B. gehören ca. 50 % einer Minderheit an, die Minderheiten bilden aber nur ca 8 % der Bevölkerung.

Was die Uiguren vor allem haben, ist das Recht, auf wirtschaftliche, kulturelle und politischen Autonomie! Das hat China vertraglich zugesichert und nie eingehalten.

Ich habe den Eindruck, dass die meisten Quellen von Ihren Beiträgen nur second-handed Quellen. Diese schon von bestimmten Leuten oder Organisationen können schon ignoriert werden.

Mein Beleg und Argument:

Das Investment kann schon beweisen, dass Finanzmittel aus allen Chinesen in die wirtschaftlich nicht so fortgeschrittenen Gebiete Chinas geflossen sind. Wer das Regierungsprojekte erwerben kann, gibt es viele Faktoren und Bedingungen. Auch in Europa müssen potenzielle Unternehmen über bestimmte Bedingungen und Qualifikationen verfügen, um ein staatliches Projekt zu erwerben. Praktisch ist weltweit der Fall oder das Verfahren. auch ein Schüler vom deutschen Gymnasium kann das Verstehen, ich brauche es nicht weiter zu erläutern, ich glaube an der Intelligenz der Zeit-Leser.

Dass Kadeer sehr reich war, gibt es zahlreiche Berichte. Sie war nach Fortune eine der reichsten Frauen Chinas von damals. Das Reichtum kam in kurzer Zeit in ihre Tasche ein. Woher aber so viel Geld in so kurzer Zeit? Fragwürdig. In Deutschland würde schon das Steueramt längst eingreifen und untersuchen.

Für die Regierungsprojekte in den Minderheitengebieten wie den Bau der Tibet-Bahn sind zumeist han-chinesische Wanderarbeiter aus dem chinesischen Kernland eingesetzt worden.Laut der Untersuchung der chinesischen Landwirtschaftsuniversität in der südchinesischen Stadt Nanchang haben etwa 80% der Wanderarbeiter nicht mal die Mittelschule besucht [1] , d.h. nur die Grundschule.Das war noch in der relativ wohlhabenden Stadt im Süden Chinas (vergleich mit dem Westen Chinas).

und Sie sprechen hier von "Bedingungen und Qualifikationen" der Wanderarbeiter?

Allerdings sind die chinesischen Wanderbeiter Han-Chinesen, daher können sie auch Chinesisch.Viele Tibeter hingegen sprechen schlechtes Chinesisch.

Umgekehrt brauchen diese han-chinesischen Wanderarbeiter kein Tibetisch zu können um dort zu arbeiten, selbst wenn Tibet offiziell eine "Autonome Region
der Tibeter" ist.

[1]
http://www.sociology.cass...

Der Bau der Bahnstreck nach Tibet ist doch ein staatlich-strategisches Projekt. Natürlich müssen die Arbeiter da alles verständigen können. Es tut mir leid, dass nicht so viele Arbeiter aus Tibet mit arbeiten konnten. Die Gründe könnten darin bestehen: Um die tibetische Sprache zu pflegen oder um den Vorwurf vom Westen zu vermeiden, dass Tibet systematisch sinisiert wird, wird an vielen Schulen von Tibet auf Tibetisch unterrichtet. Auch wenn die Kinder da Chinesisch lernen können, können sie die Sprache nicht so gut beherrschen. Was dazu geführt hat und führt, dass viele Leute da nicht so einfach eine Arbeitstelle finden.
-
Ich kann es nicht verstehen: Was ist schlecht, wenn man eine Sprache mehr beherrschen kann? Warum werfen die westlichen Menschenrechtler China immer vor, dass alle Chinesisch in China lernen müssen? Ist das nicht gut? Wenn man in Deutschland auf den Flughafen gelandet ist, hat man schon die erste Frage am Zoll: Sprechen Sie Deutsch? Wenn man kein Deutsch aber nur die Muttersprache spricht, kann man hier eine Arbeitsstelle finden? Wraum müssen auch hier die Türken Deutsch lernen? Nicht um eine bessere Integration?
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Doppelmoral!

Sie verdrehen die Sachen so, dass es für die Tibeter selbstverstänlich wäre, Chinesisch zu können, weil sie ja "integrieren müssen", als ob sie Migranten in einem fremden Land wären!

Es wäre eine Selbstverständlichkeit, Chinesisch zu beherrschen, wenn Tibeter in den han-chinesischen Provinzen und Städten arbeiten und leben würden.

Aber Tibet ist nun mal die Heimat der Tibeter, die laut der chinesischen Verfassung eine Autonomie der Tibeter ist!

Warum brauchen die han-Chinesischen Arbeiter und Einwanderer kein Tibetisch zu können um in der "Autonomen Region Tibet" arbeiten und leben zu können?

Warum müssen umgekehrt die Tibeter Chinesisch beherrschen um solche Bauarbeit in ihrer Heimat Tibet verrichten zu können?!

Warum müssen auch die Deutsch-Türken Deutsch können, die auch die deutsche Staatsangehörigkeit haben? Die Türken hier sind auch in Deutschland zu Hause. Die können mindestens zwei Sprachen. Ist das nicht gut?

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Warum müssen die Tibeter Chinesisch können, ganz einfach: Die Tibeter sind auch in China zu Hause. Nur die Westler halten sie als keine Chinesen. DIE SIND PRAKTISCH CHINESEN, Tibet-Chinesen. Wenn sie Chinesisch können, können Sie viel besser arbeiten. Es gibt schon viele gute Beispiele.

keine braucht nirgendwas lernen wenn er nicht will

Warum müssen umgekehrt die Tibeter Chinesisch beherrschen um solche Bauarbeit in ihrer Heimat Tibet verrichten zu können?!
ich finde: die Tibeter oder die Uiguren müssen kein chinesisch beherrschen wenn sie nicht wollen. und Die Han Chinesen müssen kein tibetsich od. uigurisch beherrschen wenn sie nicht wollen.

Alle brauchen kein english oder Deutsch oder Spanisch oder Französich lernen wenn sie nicht wollen.

Jeder sucht sein Glück od. Unglück.
Wo ist das Problem?

"die Tibeter oder die

"die Tibeter oder die Uiguren müssen kein chinesisch beherrschen wenn sie nicht wollen. und Die Han Chinesen müssen kein tibetsich od. uigurisch beherrschen wenn sie nicht wollen."

Das ist falsch. Alle Chinesen sind pflichtig, für neun Jahre gebildet zu werden. Im Curriculum Chinas wird schon vorgeschrieben, welche Sprachen man beherrschen muss. Dass man Chinesisch lernen muss, ist notwendig für die Berufsaussicht: Wenn die meisten Chinesisch können, aber du nicht, hast du schon Probleme bei der Arbeitsuche. Genau wie in Deutschland. Alle müssen Deutsch können.

natürlich ist das falsch

Das ist falsch.
natürlich ist das falsch. Und die chin. Sprache zu erlenen, ist wie Sie sagten, eine entscheidende Faktor, um in China eine berufliche Zukunft zu haben.
Man sieht ja, warum viele uigurische jugendliche arbeitslos bzw. zum Kriminellen wurden. Ja wohl, weil sie die chin. Sprachen nicht lernen (wollen?), oder die uig. Kultur die wichtigkeit der Bildung der Kinder noch nicht so verinnerlicht haben (Fragezeich). Das gilt zu verändern.

Nur, langsam hat man die Nase gesrichen voll, dass das chin. lernen mit Zerstörung tibetische od. uigurische Kultur gleich gesetzt zu werden.

Viele vergessen auch so gern, dass die Indiana ohne engl. Sprachkennis auch KEIN JOB bekommen werden.

Vorher haben sie einen Artikel geschrieben

das Han, Hui, Uhiguren, Tibeter und alle anderen keine Minderheiten sind sondern auch Chinesen und man bitte sich nicht gegenseitig toeten sollte. Jetzt verfallen sie wieder in die Vorurteile gegenueber Uhiguren. Sie betitteln diese wieder als Kriminelle.
Man sieht ja, warum viele uigurische jugendliche arbeitslos bzw. zum Kriminellen wurden.
Mal eine Frage sprechen sie tuerkisch, wenn nicht so sollten sie nach ihrer Argumentation keinen Job in Deutschland finden.