Umwelt Schönwetter-DemokratenSeite 2/2
Lebendige Demokratien zeichnen sich dadurch aus, dass sie neue Konfliktlinien in der Gesellschaft erkennen, dass sie Agenten des Wandels politisch repräsentieren. Wenn diese Gelegenheit verstreicht, gewinnen postdemokratische Akteure Oberwasser, wie sie zum Beispiel in der Schweiz nicht zufällig als kompromisslose Autolobby auftreten.
Berufspolitiker und Experten wären im Irrtum, wenn sie das Volk in der Klimapolitik für ein Hindernis halten würden. Klimapolitik – das sind Gebote und Verbote, technische Großprojekte und auch Katastrophenschutz – kann nicht par ordre du mufti verordnet werden. Neben grundstürzenden Veränderungen des Alltagsbewusstseins erfordert sie die »Weisheit der vielen«, also eine neue politische Kultur der Teilhabe. Das Verursacherprinzip beim Klimawandel muss so gewendet werden, dass eine aktive Bürgerschaft auch bei der Bewältigung des Problems demokratisch mitwirken kann.
Umgekehrt gilt das genauso: Der Souverän darf nicht fordern, Herr Gabriel und sein amerikanischer Kollege Mister Chu sollten im Dezember in Kopenhagen einen vernünftigen Weltklimavertrag aushandeln, dann werde schon alles gut. Staatliche Regulierung, Marktanreize, alternative Technologien sind nicht alles. Das Projekt einer klimaverträglichen Gesellschaft muss kulturell eingebettet werden.
Für eine aktivierende Klimapolitik heißt das: Erst wenn sich die Bürger als aktive Gestalter ihres Gemeinwesens verstehen, ändern sich Lebensstile und entwickeln sich Handlungsoptionen. Und wenn, wie von der G8 in L’Aquila beschlossen, die Erderwärmung tatsächlich auf zwei Grad begrenzt werden soll, leitet das eine echte Kulturrevolution ein.
Dazu gehört der Mut zu identitätsstiftenden Utopien. Und da besteht kein Grund zur Resignation. Der ökologische Bewusstseinswandel hat in den reichen Demokratien vor vierzig Jahren begonnen, seitdem haben sich weltweit strategische Netzwerke formiert, die längst eine kritische Masse bilden.
Alle Politik sei lokal, heißt ein altes Axiom amerikanischer Gemeindedemokratie; so ist jede gute Tat fürs Klima erst einmal provinziell, aber die lokalen Agenden verzweigen sich – genau wie das Weltklima – kosmopolitisch in alle Richtungen.
Mit Selbstbewusstsein und Fantasie werden die Pioniere einer klimaverträglichen Welt zu Rollenmodellen und können bestimmen, welche Güter und Dienstleistungen heute cool und morgen Mainstream sind. Auf welche Form von Mobilität, Landnutzung und Ernährung (das sind die drei Hauptverursacher von Treibhausgasen im Norden) man besser verzichtet und wie man den gefühlten Verzicht als tatsächlichen Gewinn an Lebensqualität begreift.
In der Kombination vieler guter Einzelbeispiele weicht das lähmende Gefühl, das Klimaproblem sei viel zu komplex und allein könne man ohnehin nichts ausrichten.
Claus Leggewie, Politikwissenschaftler, ist Direktor des Kulturwissenschaftlichen Instituts in Essen
- Datum 18.08.2009 - 10:40 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 23.07.2009 Nr. 31
- Kommentare 37
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Machen wir uns doch nichts vor: China benimmt sich wie ein Umweltrambo, meint, das würde dem Reich der Mitte zustehen - aber kein westliches Land traut sich noch, etwas dagegen zu tun. Jetzt, in der Wirtschaftskrise, hoffen alle auf schöne, schnelle Exportgewinne, es werden so viele Augen zugedrückt.
Dass China nun auch noch das effizientere politische Modell in Sachen Umweltschutz haben soll, das ist ein schlechter Witz. Rücksichtslosigkeit und das Fehlen jeder demokratischen Legitimierung, die Ignoranz gegenüber demokratischen Entscheidungsprozessen, das sind doch gerade die Defizite, durch die China sehenden Auges dieselben Fehler macht wie der Westen vor langer Zeit.
(@CM) Leider sind die Medienlegenden, die Sie hier nachplappern, nicht tragfähig: die Chinesen sind aktuell im Begriff, Deutschland beim Umweltschutz klar zu überrunden und abzuhängen.
Sie sind längst führende Anbieter im Bereich Solarenergie. In Rekordgeschwindigkeit werden dort Solaranlagen auf vielen Millionen Dächern installiert.
Dasselbe gilt für die Windkraft, die von den Chinesen in ganz großem Stil ausgebaut wird, während die Entwicklung bei uns stockt.
Der Anteil an Atomkraft ist und bleibt bei den Chinesen viel geringer, als bei uns.
Und der CO2-Ausstoß je Kopf der Bevölkerung ist ebenfalls viel geringer, als bei uns: hierzulande soll er ja noch erhöht werden durch die neu zugebauten Kohlekraftwerke.
Darüberhinaus ist China auf dem Sprung, Marktführer für den CO2-freien (oder -armen) Autoverkehr zu werden und positioniert sich für die Elektro-KFZ-Technik von morgen.
Hier hat Unternehmensberater Roland Berger schon Politik und Automobilindustrie davor gewarnt, unter die Räder zu geraten, die gute Ausgangsposition der Chinesen zu unterschätzen bzw. mit der fossilen Technik unterzugehen.
Die Chinesen verfügen besonders über einen ganz großen Vorteil: ihre Regierung und ihre Medien sind nicht verfilzt mit den großen fossilen Konzernen und ihren Interessen, wie bei uns: hier bestimmen EON, Vattenfall, RWE, BMW und VW Energie- und Klimapolitik.
Aus diesem Grund wird Deutschland bald abgeschlagen in der hinteren Reihe sitzen, während die Musik in Ostasien spielt - bei Umwelt- / Klimaschutz und bei Energie- und Automobilindustrie.
(@CM) Leider sind die Medienlegenden, die Sie hier nachplappern, nicht tragfähig: die Chinesen sind aktuell im Begriff, Deutschland beim Umweltschutz klar zu überrunden und abzuhängen.
Sie sind längst führende Anbieter im Bereich Solarenergie. In Rekordgeschwindigkeit werden dort Solaranlagen auf vielen Millionen Dächern installiert.
Dasselbe gilt für die Windkraft, die von den Chinesen in ganz großem Stil ausgebaut wird, während die Entwicklung bei uns stockt.
Der Anteil an Atomkraft ist und bleibt bei den Chinesen viel geringer, als bei uns.
Und der CO2-Ausstoß je Kopf der Bevölkerung ist ebenfalls viel geringer, als bei uns: hierzulande soll er ja noch erhöht werden durch die neu zugebauten Kohlekraftwerke.
Darüberhinaus ist China auf dem Sprung, Marktführer für den CO2-freien (oder -armen) Autoverkehr zu werden und positioniert sich für die Elektro-KFZ-Technik von morgen.
Hier hat Unternehmensberater Roland Berger schon Politik und Automobilindustrie davor gewarnt, unter die Räder zu geraten, die gute Ausgangsposition der Chinesen zu unterschätzen bzw. mit der fossilen Technik unterzugehen.
Die Chinesen verfügen besonders über einen ganz großen Vorteil: ihre Regierung und ihre Medien sind nicht verfilzt mit den großen fossilen Konzernen und ihren Interessen, wie bei uns: hier bestimmen EON, Vattenfall, RWE, BMW und VW Energie- und Klimapolitik.
Aus diesem Grund wird Deutschland bald abgeschlagen in der hinteren Reihe sitzen, während die Musik in Ostasien spielt - bei Umwelt- / Klimaschutz und bei Energie- und Automobilindustrie.
Das Volk und die Demokratie dürften weniger ein Problem sein, als die Lobbykratie.
Wenn es nur nach dem Volk ginge, hätten wir schon lange keine Atomkraftwerke mehr und die erneuerbaren Energien würden kräftig gefördert.
Doch das werden die von den Konzernen eingekauften oder "beratenen" Politiker niemals zulassen, sind doch die Konzerngewinne ihr erstes Anliegen. Die betrogenen Bürger lassen sich dann mit ein paar Symbolgesetzen und dank kriecherischer Presse schon wieder zur Stimmabgabe bewegen. Was sollen sie schließlich sonst wählen, wenn die Politikkaste die Reihen fest geschlossen hält?
Solange alle Volksvertreter, die jemals zu Macht kommen, sogleich von professionellen Drückern der Konzerne umgedreht werden, gibt es keine Demokratie. Deshalb -- und zur Verbesserung der Akzeptanz beschlossener Regeln -- sind Volksabstimmungen so wichtig.
...bis auf den teil mit den volksabstimmungen. gerade weil große teile der medien nicht nur kriecherisch sind sondern aktiv im sinne ihrer sponsoren lügen, stellen volksabstimmungen eine enormes risiko dar. das "volk" ist doch z.b. für folter, todesstrafe, zensur und anderen längst vergessen geglaubten schachsinn sofort zu haben, sobald die springerpresse den entsprechenden schalter umlegt. man muß sich doch nur ansehen, wer in diesem land die "beliebtesten" politiker sind.
Poltiker sollten haften wenn sie Mist verzapfen. Z.B. jetzt im Fall der Asse sollten die Verantwortlichen persönlich haften. Gewissermassen haften in Unrechtsstaaten diejenigen die sich vertuen ebenso, oft unverhältnißmäßig. Das brauchen wir nicht. Allerdings geht bei uns Freiheit zu oft vor bzw ohne Verantwortung. Ausgerechnet Kassiererinnen bei Kaiser's müssen dagegen für jeden Cent geradestehen. Eine Frau Schmidt redet sich raus. Natürlich wird das Parlament sowas nie beschliessen. Dann ist es aber auch für das Ende der Demokratie verantwortlich. Mit den Managern hatten wir ja auch schon die Diskussion.
Irgendwie gab's mal eine Therie zur Verantwortungshaftung von John Rawls oder Paul Ricoeur- das ist die juristische Zunkunft, wenn wir eine haben sollen. Da geht's dann auch um weltumspannende Experimente wie Gentechnik oder Mobilfunk. Man würde viele Fliegen mit einer Klappe schlagen.
http://www.borderlands.ne...
...bis auf den teil mit den volksabstimmungen. gerade weil große teile der medien nicht nur kriecherisch sind sondern aktiv im sinne ihrer sponsoren lügen, stellen volksabstimmungen eine enormes risiko dar. das "volk" ist doch z.b. für folter, todesstrafe, zensur und anderen längst vergessen geglaubten schachsinn sofort zu haben, sobald die springerpresse den entsprechenden schalter umlegt. man muß sich doch nur ansehen, wer in diesem land die "beliebtesten" politiker sind.
Poltiker sollten haften wenn sie Mist verzapfen. Z.B. jetzt im Fall der Asse sollten die Verantwortlichen persönlich haften. Gewissermassen haften in Unrechtsstaaten diejenigen die sich vertuen ebenso, oft unverhältnißmäßig. Das brauchen wir nicht. Allerdings geht bei uns Freiheit zu oft vor bzw ohne Verantwortung. Ausgerechnet Kassiererinnen bei Kaiser's müssen dagegen für jeden Cent geradestehen. Eine Frau Schmidt redet sich raus. Natürlich wird das Parlament sowas nie beschliessen. Dann ist es aber auch für das Ende der Demokratie verantwortlich. Mit den Managern hatten wir ja auch schon die Diskussion.
Irgendwie gab's mal eine Therie zur Verantwortungshaftung von John Rawls oder Paul Ricoeur- das ist die juristische Zunkunft, wenn wir eine haben sollen. Da geht's dann auch um weltumspannende Experimente wie Gentechnik oder Mobilfunk. Man würde viele Fliegen mit einer Klappe schlagen.
http://www.borderlands.ne...
...bis auf den teil mit den volksabstimmungen. gerade weil große teile der medien nicht nur kriecherisch sind sondern aktiv im sinne ihrer sponsoren lügen, stellen volksabstimmungen eine enormes risiko dar. das "volk" ist doch z.b. für folter, todesstrafe, zensur und anderen längst vergessen geglaubten schachsinn sofort zu haben, sobald die springerpresse den entsprechenden schalter umlegt. man muß sich doch nur ansehen, wer in diesem land die "beliebtesten" politiker sind.
"...im sinne ihrer sponsoren lügen, stellen volksabstimmungen eine enormes risiko dar..."
Es dürfte schwerer sein ein ganzes Volk umzudrehen, anstatt eine Hand voll Politiker und immerhin muss das Volk es dann selbst ausbaden und lernt daraus...
Nichtsdestotrotz muss es vor Volksentscheiden Zeit für Diskussionen geben und Pro-Kontra-Gegenüberstellungen aus der Fachwelt, unentgeltlich und für alle.
Volksentscheide sind kein Allheilmittel, ob sie positiv, negativ oder vollkommen nutzlos sind, hängt entscheidend von den Nebenbedingungen ab.
"...das "volk" ist doch z.b. für folter, todesstrafe, zensur..."
Gehörst du auch zu denen, die glauben die bundesweit 5% BI*D Leser seien das "Volk"?
Das mit der Todesstrafe wurde sogar in der ZEIT schon wiederlegt.
Abgesehen davon, dass es durchaus eine gewisse Arroganz beinhaltet zu glauben, die eigene Meinung zu einem Thema sei die einzig richtige und philosophisch vertretbare. Dem ist nicht so, lieber "commonsense", auch über die Todesstrafe kann man durchaus streiten, auch wenn in Europa der Mainstream in den letzten Jahrzehnten eine generelle Verteufelung derselben vorzieht. Mir solls recht sein, aber selbstverständlich ist das nicht.
"...im sinne ihrer sponsoren lügen, stellen volksabstimmungen eine enormes risiko dar..."
Es dürfte schwerer sein ein ganzes Volk umzudrehen, anstatt eine Hand voll Politiker und immerhin muss das Volk es dann selbst ausbaden und lernt daraus...
Nichtsdestotrotz muss es vor Volksentscheiden Zeit für Diskussionen geben und Pro-Kontra-Gegenüberstellungen aus der Fachwelt, unentgeltlich und für alle.
Volksentscheide sind kein Allheilmittel, ob sie positiv, negativ oder vollkommen nutzlos sind, hängt entscheidend von den Nebenbedingungen ab.
"...das "volk" ist doch z.b. für folter, todesstrafe, zensur..."
Gehörst du auch zu denen, die glauben die bundesweit 5% BI*D Leser seien das "Volk"?
Das mit der Todesstrafe wurde sogar in der ZEIT schon wiederlegt.
Abgesehen davon, dass es durchaus eine gewisse Arroganz beinhaltet zu glauben, die eigene Meinung zu einem Thema sei die einzig richtige und philosophisch vertretbare. Dem ist nicht so, lieber "commonsense", auch über die Todesstrafe kann man durchaus streiten, auch wenn in Europa der Mainstream in den letzten Jahrzehnten eine generelle Verteufelung derselben vorzieht. Mir solls recht sein, aber selbstverständlich ist das nicht.
Warum sollten sich die Chinesen nicht um eine grünere Politk bemühen?
Die leben auf dem gleichen Planeten wie wir, die haben die gleichen Daten wie wie und die gleichen Probleme.
In Peking kann man an manchen Tagen nicht atmen so schlecht ist die Luft.
Auch die Wüste dringt immer weiter und weiter in Richtung Ballungszentren.
Nur weil die kommunistische Partei Chinas von Mördern und Tyrannen geführt wird, heißt doch nicht das sie Idioten sind.
Seit jeher haben die Machthaber in Peking getan was getan werden musste um an der Macht zu bleiben.
Wenn das Panzer auf Studenten loschicken war wurde was gemacht.
Wenn das heißt die Umwelt zu schonen so wird das gemacht....
Das war schon immer nur eine Distanz von 150km Luftlinie, gerade mal eine größere Hügelkette, eine einzige Wetterscheide dazwischen. Und der Staub in der Luft hat Chinas fruchtbaren Boden geformt - die dicken Löss-Schichten zeugen davon, das ist alles Staub aus dem Himalaya.
Mag sein, dass die schon immer ziemlich staubige Luft im Norden Chinas die Chinesen dazu bewogen hat, bei der Luftreinhaltung besonders nachlässig zu sein, aber zum Teil ist der Dreck dort exportierter Dreck von uns: Weil wir hier seit den 80ern stückweise entsprechende Standards gesetzt haben, sind die größten Öko-Säue einfach abgewandert, in Länder, die keine strengen Gesetze haben. Stahl aus China und Indien, dafür blauer Himmel über dem Ruhrpott - das hängt unmittelbar zusammen.
Ansonsten würde ich sagen: Der Qualitätsmesser, ob Politik gut oder schlecht ist, ist nicht, ob sie demokratisch oder autokratisch ist, sondern, ob sie faktenbasiert, zielgerichtet und dem Allgemeinwohl dienend ist. Korruption und Lobbyismus gibt es hier wie dort. Machtspiele ebenso. Und das Ochsensepp-Prinzip gilt in China seit Konfuzius gesagt hat "Ohne Vertrauen des Volkes kann man kein Land regieren".
Das war schon immer nur eine Distanz von 150km Luftlinie, gerade mal eine größere Hügelkette, eine einzige Wetterscheide dazwischen. Und der Staub in der Luft hat Chinas fruchtbaren Boden geformt - die dicken Löss-Schichten zeugen davon, das ist alles Staub aus dem Himalaya.
Mag sein, dass die schon immer ziemlich staubige Luft im Norden Chinas die Chinesen dazu bewogen hat, bei der Luftreinhaltung besonders nachlässig zu sein, aber zum Teil ist der Dreck dort exportierter Dreck von uns: Weil wir hier seit den 80ern stückweise entsprechende Standards gesetzt haben, sind die größten Öko-Säue einfach abgewandert, in Länder, die keine strengen Gesetze haben. Stahl aus China und Indien, dafür blauer Himmel über dem Ruhrpott - das hängt unmittelbar zusammen.
Ansonsten würde ich sagen: Der Qualitätsmesser, ob Politik gut oder schlecht ist, ist nicht, ob sie demokratisch oder autokratisch ist, sondern, ob sie faktenbasiert, zielgerichtet und dem Allgemeinwohl dienend ist. Korruption und Lobbyismus gibt es hier wie dort. Machtspiele ebenso. Und das Ochsensepp-Prinzip gilt in China seit Konfuzius gesagt hat "Ohne Vertrauen des Volkes kann man kein Land regieren".
Der Politikwissenschaftler Leggewie versucht den Umweltschutz von Demokratien mit dem vom Diktaturen zu vergleichen.
Dabei übersieht er allerdings völlig, daß auch im Kern westlicher Demokratien ein autoritäres System wirtschaftet: Das Kapitalismusprinzip von Befehl und Gehorsam - "Top - Down" also auch hier.
Dessem Primat hat sich auch Merkels Regime bedingungslos unterworfen: "Sozial ist, was Arbeitsplätze schafft".
Dieser Totalitarismus verunmöglicht folglich "Handlungsoptionen" - wie Leggewie sie sieht - nach der sich "Bürger als aktive Gestalter ihres Gemeinwesens verstehen" (siehe Wahlbeteiligung).
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Niemand ist hoffnungsloser versklavt als der, der fälschlich glaubt frei zu sein. [J. W. Goethe]
... zumal schon jemand schrieb, dass unsere Umweltgesetzgebung zu Abwanderung führt, unter anderem nach China. Wenn es keine Grenzen für Güter und Kapital mehr gibt, gibt es auch keine für kapitalistische Unverschämtheiten und Verbrechen.
Aber der Artikel ist auch so dünn wie Pfützeneis, denn Belege für die gute Umweltpolitik Chinas etwa bleibt er schuldig. Vermutlich ist er auf die chinesische Propaganda hereingefallen und hat sich die Mühe zu recherchieren gespart. Sonst wäre vielleicht herausgekommen, dass China nur deshalb die Richtung ändert, weil die Situation heute dort einfach nur als katastrophal gelten kann. So wie in all den 3-Welt-Ländern, die dank unserer Währungsdominanz euphemistisch zu "den Werkbänken der Welt" erklärt werden.
Umweltzerstörung, Quasi-Sklavenarbeit, wachsende Ungerechtigkeiten aber Hauptsache die Statistik weist am Jahresende ein "Wachstum" auf, dann ist alles in Butter.
... zumal schon jemand schrieb, dass unsere Umweltgesetzgebung zu Abwanderung führt, unter anderem nach China. Wenn es keine Grenzen für Güter und Kapital mehr gibt, gibt es auch keine für kapitalistische Unverschämtheiten und Verbrechen.
Aber der Artikel ist auch so dünn wie Pfützeneis, denn Belege für die gute Umweltpolitik Chinas etwa bleibt er schuldig. Vermutlich ist er auf die chinesische Propaganda hereingefallen und hat sich die Mühe zu recherchieren gespart. Sonst wäre vielleicht herausgekommen, dass China nur deshalb die Richtung ändert, weil die Situation heute dort einfach nur als katastrophal gelten kann. So wie in all den 3-Welt-Ländern, die dank unserer Währungsdominanz euphemistisch zu "den Werkbänken der Welt" erklärt werden.
Umweltzerstörung, Quasi-Sklavenarbeit, wachsende Ungerechtigkeiten aber Hauptsache die Statistik weist am Jahresende ein "Wachstum" auf, dann ist alles in Butter.
Das war schon immer nur eine Distanz von 150km Luftlinie, gerade mal eine größere Hügelkette, eine einzige Wetterscheide dazwischen. Und der Staub in der Luft hat Chinas fruchtbaren Boden geformt - die dicken Löss-Schichten zeugen davon, das ist alles Staub aus dem Himalaya.
Mag sein, dass die schon immer ziemlich staubige Luft im Norden Chinas die Chinesen dazu bewogen hat, bei der Luftreinhaltung besonders nachlässig zu sein, aber zum Teil ist der Dreck dort exportierter Dreck von uns: Weil wir hier seit den 80ern stückweise entsprechende Standards gesetzt haben, sind die größten Öko-Säue einfach abgewandert, in Länder, die keine strengen Gesetze haben. Stahl aus China und Indien, dafür blauer Himmel über dem Ruhrpott - das hängt unmittelbar zusammen.
Ansonsten würde ich sagen: Der Qualitätsmesser, ob Politik gut oder schlecht ist, ist nicht, ob sie demokratisch oder autokratisch ist, sondern, ob sie faktenbasiert, zielgerichtet und dem Allgemeinwohl dienend ist. Korruption und Lobbyismus gibt es hier wie dort. Machtspiele ebenso. Und das Ochsensepp-Prinzip gilt in China seit Konfuzius gesagt hat "Ohne Vertrauen des Volkes kann man kein Land regieren".
"Der Qualitätsmesser, ob Politik gut oder schlecht ist, ist nicht, ob sie demokratisch oder autokratisch ist, sondern, ob sie faktenbasiert, zielgerichtet und dem Allgemeinwohl dienend ist."
Das ist die Aufassung von Politik als Verwaltung. Politik ist aber keine Verwaltung, sondern Machtbalance und Kompromisse. Was zielgerichtet und gut fürs Allgemeinwohl ist, können verschiedene Seiten sehr verschieden interpretieren und "faktenbasiert" gibts schon gar nicht, Politik agiert immer im Nebel und in eine ungewisse komplexe Zukunft hinein. Wie dabei welche Fakten (miss)interpretiert werden können sieht man doch an unseren Experten und Politikberatern.
"Der Qualitätsmesser, ob Politik gut oder schlecht ist, ist nicht, ob sie demokratisch oder autokratisch ist, sondern, ob sie faktenbasiert, zielgerichtet und dem Allgemeinwohl dienend ist."
Das ist die Aufassung von Politik als Verwaltung. Politik ist aber keine Verwaltung, sondern Machtbalance und Kompromisse. Was zielgerichtet und gut fürs Allgemeinwohl ist, können verschiedene Seiten sehr verschieden interpretieren und "faktenbasiert" gibts schon gar nicht, Politik agiert immer im Nebel und in eine ungewisse komplexe Zukunft hinein. Wie dabei welche Fakten (miss)interpretiert werden können sieht man doch an unseren Experten und Politikberatern.
Poltiker sollten haften wenn sie Mist verzapfen. Z.B. jetzt im Fall der Asse sollten die Verantwortlichen persönlich haften. Gewissermassen haften in Unrechtsstaaten diejenigen die sich vertuen ebenso, oft unverhältnißmäßig. Das brauchen wir nicht. Allerdings geht bei uns Freiheit zu oft vor bzw ohne Verantwortung. Ausgerechnet Kassiererinnen bei Kaiser's müssen dagegen für jeden Cent geradestehen. Eine Frau Schmidt redet sich raus. Natürlich wird das Parlament sowas nie beschliessen. Dann ist es aber auch für das Ende der Demokratie verantwortlich. Mit den Managern hatten wir ja auch schon die Diskussion.
Irgendwie gab's mal eine Therie zur Verantwortungshaftung von John Rawls oder Paul Ricoeur- das ist die juristische Zunkunft, wenn wir eine haben sollen. Da geht's dann auch um weltumspannende Experimente wie Gentechnik oder Mobilfunk. Man würde viele Fliegen mit einer Klappe schlagen.
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Das war in Kohls Zeiten übrigens eine gewisse Frau Merkel:
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Das war in Kohls Zeiten übrigens eine gewisse Frau Merkel:
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Das war in Kohls Zeiten übrigens eine gewisse Frau Merkel:
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