West-Berlin Stadt der SpioneSeite 3/3
Und noch einen Typus gab es, den unwahrscheinlichsten von allen, der selbst Opfer der Stasi gewesen war und nach Jahren in DDR-Haft seine Verpflichtungserklärung für das MfS unterschrieb. Manche brachen den Kontakt ab, nachdem man sie in den Westen entlassen hatte. Sie hatten offenbar aus der Not heraus unterschrieben. Aber es gab auch die, welche die Stasi-Haft als lebenslang treue Stasi-Spione verließen.
Ein prominenter Fall ist William Borm, jener Grandseigneur der Bundes-FDP und Berliner Landesvorsitzende der sechziger Jahre. Er diente dem MfS seit seiner Haft in Bautzen in den Fünfzigern. Mit moralischer Verve spielte er das strategische Spiel der DDR-Westpolitik. Seinem Parteifreund Hans-Dietrich Genscher warf er in den siebziger Jahren vor, mit seiner Entspannungspolitik letztlich das friedensgefährdende Ziel der Wiedervereinigung zu verfolgen. Wichtige Parlamentsreden Borms, etwa die als Alterspräsident des Deutschen Bundestages – das war er von 1969 bis 1972 –, soll Stasi-Chef Markus Wolf selbst redigiert haben.
Ein anderer prominenter Fall ist Dirk Schneider, der die Deutschlandpolitik der Alternativen Liste (AL) und der Grünen zu beeinflussen suchte. Ganze IM-Corps waren auf CDU und SPD angesetzt: Funktionäre, Unternehmer, Abgeordnete, alles dabei. In den machtrelevanten Bereichen zeigt sich, dass das manchmal lächerlich erscheinende Sammeln von Unmengen von Informationen durch das MfS von politischer Einflussnahme auf das "Operationsgebiet" nicht zu trennen war.
Was unsere Karte nicht zeigt, ist die Planung des MfS für den Tag X der militärischen Eroberung West-Berlins. Nachdem die Panzerspitzen am Sender Freies Berlin zusammengetroffen wären, hätte man begonnen, MfS-Kreisdienststellen in allen Westbezirken zu errichten. Die MfS-Majore und Oberstleutnants an der Spitze sowie das MfS-Personal standen fest und wurden jedes Jahr bestätigt. MfS-Dienststelle Charlottenburg: Major Z. mit 44 Mann. MfS-Dienststelle Kreuzberg: Major L. mit 41 Mann. Und das alles nicht etwa mitten im Kalten Krieg, sondern mitten in den friedensrhetorisch hochaktiven achtziger Jahren.
Ein Gedanke noch zu Kurras. Ist eigentlich jemandem aufgefallen, wie stark das historische Datum des 2. Juni 1967 mit inoffiziellen Mitarbeitern verbunden war? Es war ja nicht nur Kurras’ Schuss. Ein Reporter der Morgenpost, IM auch er, schoss ein damals bekanntes Foto vom Tatort. Und Till Meyer, später ebenfalls IM, gründete die terroristische Bewegung 2. Juni mit. Kurras’ Schuss veränderte Berlin. Und ganz allgemein lässt sich sagen, ohne in wilde Spekulation abzugleiten: Wenn es brannte in West-Berlin, war das MfS schneller da als die Feuerwehr.
Mitarbeit: Marian Blasberg
- Datum 03.02.2010 - 14:26 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 23.07.2009 Nr. 31
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keit gerät. Die Fakten waren doch sicherlich auch bereits Anfang der ’90er zugänglich. Zumindest zu den Enthüllungen um Kurras kann man sagen, dass es vermutlich keinen Außenminister Fischer gegeben hätte, wenn sie 15 Jahre früher stattgefunden hätten.
Hat es Kräfte gegeben, die lenkend in die Aufarbeitung eingegriffen haben?
da war Anfang der 90er Jahre die Gelegenheit vorhanden, einen Außenminister Fischer zu verhindern. Kohl, Gaus u.a. haben das nicht verhindert. Warum? Ich glaube, dem Artikel entnehmen zu können, dass West-Berlin ein Produkt der Stasi war. Denn kaum hatte sich die Stasi aufgelöst, gab es auch kein West-Berlin mehr. erkennen Sie den Zusammenhang. Wenn dann Herr Büscher uns noch ein Karte der alten Bundesrepublik zeichnet, was werden wir erkennen, auch die BRD (alt) war ein Produkt der Stasi. Deswegen zwangsläufig, Stasi weg, alte BRD weg. Sie fragen richtig, wer hat lenkend eingegriffen. War es die unsichtbare Hand des Marktes. Nein, es war die Meta-Stasi, leicht zu erkennen, ein Ableitung des Wortes Metastasen. Also diese Meta-Stasi-Metastasen lebten und leben, wenn auch noch nicht ausreichend diagnostiziert von Dr. Birthler, der anerkannten Kapazität diese Forschungsgebiets, im Staatswesen weiter. Aber es besteht Hoffnung, in den nächsten beiden Monaten vielleicht doch noch das eine oder andere Ergebnis ihrer fleißigen Untersuchungen bestaunen zu dürfen.
da war Anfang der 90er Jahre die Gelegenheit vorhanden, einen Außenminister Fischer zu verhindern. Kohl, Gaus u.a. haben das nicht verhindert. Warum? Ich glaube, dem Artikel entnehmen zu können, dass West-Berlin ein Produkt der Stasi war. Denn kaum hatte sich die Stasi aufgelöst, gab es auch kein West-Berlin mehr. erkennen Sie den Zusammenhang. Wenn dann Herr Büscher uns noch ein Karte der alten Bundesrepublik zeichnet, was werden wir erkennen, auch die BRD (alt) war ein Produkt der Stasi. Deswegen zwangsläufig, Stasi weg, alte BRD weg. Sie fragen richtig, wer hat lenkend eingegriffen. War es die unsichtbare Hand des Marktes. Nein, es war die Meta-Stasi, leicht zu erkennen, ein Ableitung des Wortes Metastasen. Also diese Meta-Stasi-Metastasen lebten und leben, wenn auch noch nicht ausreichend diagnostiziert von Dr. Birthler, der anerkannten Kapazität diese Forschungsgebiets, im Staatswesen weiter. Aber es besteht Hoffnung, in den nächsten beiden Monaten vielleicht doch noch das eine oder andere Ergebnis ihrer fleißigen Untersuchungen bestaunen zu dürfen.
Von wegen West-Berlin war unterwandert, die ganze ehemalige BRD war unterwandert. Deshalb hatten die Politiker in der Wendezeit auch kein Interesse an einer Aufklärung, wer für die Stasi als Maulwurf tätig war. Genscher wurde in die Bundesrepublik eingeschleust um die FDP umzudrehen. Erst wenn diese alten Männer mal nicht mehr sind, wird das ganze Ausmaß dieser Schweinereien offensichtlich werden.
Die Stasi hat 1989 die Mauer eingerissen und damit das größte Hindernis zur Unterwanderung und Umdrehung der BRD beseitigt. Und jetzt, jetzt haben wir den Salat. Selbst die Stasi war von der Stasi unterwandert. Man will es kaum glauben. Aber es ist die Wahrheit. Bei Gelegenheit folgt ein Organigramm analog zum dem Artikel beiliegendem Stadtplan. Und weil Sie schon über Genscher reden, wollen wir Strauß als Finanzier der Stasi nicht vergessen. Er war quasi der Zahlmeister all der Agenten, die mit Ostmark nicht zufrieden waren. Und das waren viele, steht ja auch im Artikel. Furchtbar das alles.
Die Stasi hat 1989 die Mauer eingerissen und damit das größte Hindernis zur Unterwanderung und Umdrehung der BRD beseitigt. Und jetzt, jetzt haben wir den Salat. Selbst die Stasi war von der Stasi unterwandert. Man will es kaum glauben. Aber es ist die Wahrheit. Bei Gelegenheit folgt ein Organigramm analog zum dem Artikel beiliegendem Stadtplan. Und weil Sie schon über Genscher reden, wollen wir Strauß als Finanzier der Stasi nicht vergessen. Er war quasi der Zahlmeister all der Agenten, die mit Ostmark nicht zufrieden waren. Und das waren viele, steht ja auch im Artikel. Furchtbar das alles.
aber gar nicht gefallen. Wo sind sie eigentlich alle - sonst sind doch so ziemlich alle online Foren voll von ihnen...
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Das Credo der 68er:
1. Politik ist Scheiße.
2. Moral ist Scheiße.
3. Geld stinkt nicht.
4. Macht ist geil.
Ergo: ich rebelliere solange gegen "die da oben", bis ich selber dazu gehöre.
Ist doch prima geschrieben und voll phantasieanregend. Die Geschichte, auch die Geschichte der Westberliner Feuerwehr muss neu geschrieben werden. Auf ihr historischen Fakultäten frisch ans Werk. Gilt auch für Heimatforscher.
Ist doch prima geschrieben und voll phantasieanregend. Die Geschichte, auch die Geschichte der Westberliner Feuerwehr muss neu geschrieben werden. Auf ihr historischen Fakultäten frisch ans Werk. Gilt auch für Heimatforscher.
der Westberliner die für die Geheimdienste des Westens tätig waren und - im Gegensatz zu den Stasikollegen - vermutlich heute noch sind?
Die Stasi hat 1989 die Mauer eingerissen und damit das größte Hindernis zur Unterwanderung und Umdrehung der BRD beseitigt. Und jetzt, jetzt haben wir den Salat. Selbst die Stasi war von der Stasi unterwandert. Man will es kaum glauben. Aber es ist die Wahrheit. Bei Gelegenheit folgt ein Organigramm analog zum dem Artikel beiliegendem Stadtplan. Und weil Sie schon über Genscher reden, wollen wir Strauß als Finanzier der Stasi nicht vergessen. Er war quasi der Zahlmeister all der Agenten, die mit Ostmark nicht zufrieden waren. Und das waren viele, steht ja auch im Artikel. Furchtbar das alles.
da war Anfang der 90er Jahre die Gelegenheit vorhanden, einen Außenminister Fischer zu verhindern. Kohl, Gaus u.a. haben das nicht verhindert. Warum? Ich glaube, dem Artikel entnehmen zu können, dass West-Berlin ein Produkt der Stasi war. Denn kaum hatte sich die Stasi aufgelöst, gab es auch kein West-Berlin mehr. erkennen Sie den Zusammenhang. Wenn dann Herr Büscher uns noch ein Karte der alten Bundesrepublik zeichnet, was werden wir erkennen, auch die BRD (alt) war ein Produkt der Stasi. Deswegen zwangsläufig, Stasi weg, alte BRD weg. Sie fragen richtig, wer hat lenkend eingegriffen. War es die unsichtbare Hand des Marktes. Nein, es war die Meta-Stasi, leicht zu erkennen, ein Ableitung des Wortes Metastasen. Also diese Meta-Stasi-Metastasen lebten und leben, wenn auch noch nicht ausreichend diagnostiziert von Dr. Birthler, der anerkannten Kapazität diese Forschungsgebiets, im Staatswesen weiter. Aber es besteht Hoffnung, in den nächsten beiden Monaten vielleicht doch noch das eine oder andere Ergebnis ihrer fleißigen Untersuchungen bestaunen zu dürfen.
Ist doch prima geschrieben und voll phantasieanregend. Die Geschichte, auch die Geschichte der Westberliner Feuerwehr muss neu geschrieben werden. Auf ihr historischen Fakultäten frisch ans Werk. Gilt auch für Heimatforscher.
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