Schweinegrippe Bitte nicht küssen
Noch haben wir eine Chance, die rasante Ausbreitung der Schweinegrippe in Deutschland zu verlangsamen
© dpa/picture alliance

Die Grippe wird zur persönlichen Angelegenheit: Alle sollten darauf achten, die Mitmenschen vor dem Virus zu schützen
Noch ist Deutschland davon weit entfernt. Schwere Fälle waren bisher sehr selten. Viele Erkrankte gesundeten, noch bevor die Bestätigung für das H1N1-Virus aus dem Labor kam. Es schien, als sei die Schweinegrippe das Problem anderer Leute und anderer Länder.
Doch die Hoffnung, die Grippe könne an uns vorbeigehen, war naiv. Spätestens seit die Weltgesundheitsorganisation Mitte Juni die höchste Alarmstufe ausrief, waren drei Entwicklungen absehbar: Erstens wird sich das Schweinegrippevirus umfassend ausbreiten. Deshalb müssen wir uns in den kommenden Wochen darauf einstellen, dass Verwandte, Freunde und Kollegen erkranken. Zweitens ruft das Virus in den meisten Fällen nur milde Erkrankungen hervor. Aber selbst ein vergleichsweise harmloses Virus kann, wenn es auf eine Bevölkerung ohne Immunschutz trifft, sehr viele Menschen befallen. Drittens kann sich die Situation zuspitzen, etwa wenn der Erreger aggressiver wird – obwohl es dafür bislang keine Anhaltspunkte gibt.
In den deutschen Krankenhäusern war die Lage bis Dienstag dieser Woche noch entspannt. In der größten Klinik Europas, in Aachen, lag »kein einziger Grippepatient«; das Gleiche meldet auch das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf; und das Klinikum rechts der Isar in München ließ wissen, alles sei »relativ ruhig«. Ganz offensichtlich springt das Virus in Deutschland nicht so geschwind von Mensch zu Mensch wie in Großbritannien. Die meisten Fälle gehen nach wie vor auf Urlaubsheimkehrer zurück, viele von ihnen kamen aus Spanien.
In Großbritannien haben sich bisher 30-mal so viele Menschen mit dem Schweinegrippevirus infiziert wie in Deutschland. Wir sollten deshalb die relativ ruhige Lage hierzulande nutzen, um die notwendigen Abwehrmaßnahmen zu ergreifen. Denn jeder Ansteckungsfall weniger verzögert die Ausbreitung des Virus; so gewinnen wir Zeit bis zur Impfstoffauslieferung im Herbst.
Die Schweinegrippe ist jetzt nicht mehr das Problem anderer Leute und Länder, sondern eine ganz persönliche Angelegenheit. Wir alle sollten unsere Umgangsformen anpassen: nicht mehr wie gewohnt beim Niesen die Hand, sondern den stoffbewehrten Ellenbogen vor den Mund halten, nicht mehr zur Begrüßung die Hand schütteln und – so trivial das klingt – häufig die Hände waschen, öfter mal auch desinfizieren. Noch denken die wenigsten beim ersten Anzeichen eines Schnupfens oder bei Gliederschmerzen an Schweinegrippe. Von jetzt an könnte es besser sein, im Zweifelsfall genau davon auszugehen: Könnte ich mich angesteckt haben? Wie halte ich das Virus von meiner Umgebung fern?
- Datum 30.07.2009 - 06:45 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 30.07.2009 Nr. 32
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Europa ist des Todes, sagte Dostojewski, aber woran ist es gestorben? An
einem Virus oder an der Angst vor einem Virus? H5N1? Grippe? Amok?
Tollwut? Terrorismus oder Anti-Terrorismus? Permanente Revolte? Oder
Abschottung und Sicherheitswahn?
Ralf Hinterding, über seine social-fiction-Doku-Soap "Liebe dein Virus wie dich selbst"
Dann werd ich aber lieber krank...
Wer Leben retten will, muss heute schon die Umgebrachten von morgen beklagen.
Wer Leben retten will, muss heute schon die Umgebrachten von morgen beklagen.
Im Buch "Die Pharma Story" von Herrn Ruesch aus dem Jahr 1985 (F. Hirthammer Verlag, D-8000 München 40) steht u.a. auf Seite 132:
.....Die meisten Amerikaner haben von der Kampagne für die Impfung gegen die Schweinegrippe gehört, die sich für Präsident Ford als Bumerang erwies, als die angekündigte Epidemie nicht stattfand, - dagegen Tausende von Impfopfern oder ihre Hinterbliebenen die amerikanische Regierung auf Entschädigung verklagten und Millionen Dollar kassierten. Ähnliche Schwindel mit Impfaktionen treten vermehrt da auf, wo man der Großmacht Medizin erlaubt, das Zepter zu führen.....
.....Obgleich sogar die offizielle Medizin inzwischen wiederholt zugegeben hat, daß Grippeimpfungen trotz der Gefahren, die sie mit sich bringen, durchaus nicht vor der Krankheit bewahren, werden jeden Herbst wieder Millionen von Impfstoffportionen an die arglosen Verbraucher verkauft.....
.....Im Verlauf eines Prozesses, der in Frankreich am 1. Oktober 1981 stattfand, wurde Professor Mercié, ehemaliger Direktor des Instituts Pasteur befragt, warum man dort fortfahre, Grippeimpfstoff herzustellen und zu verkaufen, trotz seiner anerkannten Unwirksamkeit. Professor Merciés aufrichtige Antwort: "Weil wir damit unsere Forschung finanzieren können."..... (auf Seite 132)
Wer möchte, kann auch unter Youtube groteske Impfwerbevideos zu der Schweinegrippe aus den 70ern anschauen.
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„Wir werden als Koalition an dem gemessen, was in Wahlkämpfen gesagt worden ist. Das ist unfair!“ [Märchenonkel]
Wer Leben retten will, muss heute schon die Umgebrachten von morgen beklagen.
Ich versteh' das auch nicht. Augen zu und durch, fertig! Dieses Schweineschnupfentheater nervt langsam. Die Engländer und die Spanier leben auch noch, und Mexiko kümmert sich wieder um seine wirklichen Probleme.
Es ist offensichtlich sogar so, dass viele Leute so gut wie überhaupt keine Symptome haben, kein Mensch weiß, wie viele schon krank waren oder es aktuell sind, nirgends. Die hohen Sterblichkeitsraten in Mexiko kommen wahrscheinlich daher, dass die dort fast komplett krank waren, und die ersten Wochen hat keiner was gemerkt. Die Erklärung lag schon auf der Hand, als die "Experten" offiziell noch vor einem "Rätsel" standen.
Es lebe das Sommerloch.
Die täglichen Meldungen zur Schweinegrippe langweilen nur noch. Die Schweinegrippe ist eine völlig harmlose Grippe. Die Verunsicherung der Bevölkerung soll nur dazu führen, dass Staaten Bevorratungen von Arzneimitteln und Impfstoffen durchführen, die völlig unsinnig sind. Nach 2 bis 3 Jahren sind die bevorrateten Arzneimittel abgelaufen und können kostenpflichtig entsorgt werden.
Sollte die Schweinegrippe eine Mutation zu einer weniger harmlosen Grippe durchläufen, ist nicht klar, ob die bevorrateten Impfstoffe und Arzneimittel wirklich helfen.
Aktuell sind die Arzneimittel gegen die Hühnergrippe abgelaufen. Der Staat hatte ein Bevorratung für 20% der Bevölkerung durchgeführt. Nutzlos, sinnlos, teuer!
Den einzigen, dem diese Krisenstimmung hilft, sind die Pharmafirmen. Warum lassen sich die Medien vor diesen Karren spannen?
An der stinknormalen Grippe sterben jährlich einige tausend Menschen in Deutschland. Hab leider gerad keine konkreten Zahlen vorliegen, aber die Größenordung stimmt.
Im Straßenverkehr sterben jährlich 4000 Menschen in Deutschland.
Durch Ärtzepfusch sterben jährlich 10000 Menschen in Deutschland (wobei ich zugeben muss diese Zahl von Pispers zu haben).
An dieser Schweinegrippe sind überschlagsweise 500 Menschen WELTWEIT gestorben. (Wikipedia nennt detaillierte Zahlen)
Und jetzt stellt sich die Frage:
Wovor haben wir Angst?
Seltsamerweise vor letzterem.....
Erinnert mich irgendwie an die Terrorhysterie vor einigen Jahren.
Keiner wird verletzt aber alle haben Angst davor, während die üblichen Toten weiterhin auftreten (siehe oben).
Was soll das? Warum zum Henker diese Panikmache? Warum berichten Sie nicht mal zur Abwechslung über jeden einzelnen Autounfall mit Todesfolge? Und das mit mindestens 500 Wörtern? DAS wäre wesentlich sinnvoller (zumindest im Vergleich zu H1N1, auch wenn ich das selbst bescheuert finden würde). Da würden sich die meisten Menschen nicht mehr auf die Straße trauen.
Aber nein, wir müssen über die Schweinegrippe informiert werden. Täglich und andauernd. Einfach nur der deutschen Angstlust wegen?
An simplen Wahrheiten führt meist kein Weg vorbei. Zu denen gehört wohl leider auch, dass die Medien lieber schockieren als informieren. Selbst die, die sich Edeltum und Aufgeklärtheit auf die Fahne geschrieben haben. Weil ein schockierter Leser/Hörer/Seher natürlich empfänglicher ist für Meinungsempfehlungen als einer, der sich nur gerade mal informiert hat.
"Noch haben wir eine Chance, die rasante Ausbreitung der Schweinegrippe in Deutschland zu verlangsamen" - bei Friede in Berlin hätte man nur noch ein zynisches "Wissenschaftler rechnen dennoch mit Tausenden Toten" hinzugefügt.
Durchschnittlich 20.000 Menschen sterben jährlich in Deutschland, an einer gewöhnlichen Grippe (brand eins).
Durchschnittlich 20.000 Menschen sterben jährlich in Deutschland, an einer gewöhnlichen Grippe (brand eins).
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