Kampagne für Ost-Unis Bloß Klamauk

Die Werbekampagne für ostdeutsche Unis kommt fast ohne Inhalte aus. Einigen Uni-Rektoren passt das nicht

In den ostdeutschen Hochschulen wird Kritik an der Werbekampagne "Studieren in Fernost" laut, die Westabiturienten für ein Studium in den neuen Bundesländern begeistern soll. Klamauk und poppige Bilder allein genügten nicht, um das Informationsbedürfnis junger Menschen zu erfüllen, kritisieren Rektoren. Im Auftrag von Bund und Ländern wirbt die Agentur Scholz & Friends seit April über die Onlineplattform schülerVZ, in der Millionen Schüler registriert sind.

So schlägt eine Suchmaschine passende Studienorte vor, Studenten beantworten als "Campus-Spezialisten" Fragen der Schüler, zudem ist eine Reihe von Kurzfilmen abrufbar, in denen zwei Asiaten namens Gang und Dong die Osthochschulen erkunden. Die Fragen der Suchmaschine seien oberflächlich, die Filme teilweise sogar peinlich, sagt der Rektor der Hochschule Neubrandenburg, Micha Teuscher. "Ich werde mich dagegen wehren, dass so etwas bei uns gedreht wird." Die Präsidentin der Uni Potsdam, Sabine Kunst, drückt sich vorsichtiger aus: "Es gibt eine Diskrepanz zwischen der bunten Aufmachung und der noch unzureichenden Vermittlung an Inhalten." Erfreulich sei aber die hohe Zahl an Interessenten, die gewonnen werden konnten.

Anzeige
Leser-Kommentare
  1. Der Grund warum ein Studium in mittelgroßen Städten wie Greifswald oder Jena nicht so attraktiv ist wie in mittelgroßen Städten wie Heidelberg oder Regensburg ist dass in den letztgenannten Städten einfach ein sehr sehr studenten-, wissenschafts- und bildungsfreundliches Klima unter der gesamten Bevölkerung herrscht. Während ich oft den Eindruck unter gestandenen "Ostdeutschen" habe dass die immer noch dem romantischen Bild der "Maloche" mit Feierabendbier nachhängen und die "Intelligenz" (wie das damals im Ostblock abfällig hieß) immer noch eher mißtrauisch beäugen. Das gibt einfach kein Klima an dem es attraktiv ist immerhin ein paar Jahre seines Lebens mit dem Studieren zu verbringen. Da hilft auch nichts wenn es dort keine Studiengebühren gibt, oder wenn man fast schon amüsante "Zuckerl" wie eine kostenlose Bahncard für Neustudenten sponsort. Kein Mensch wählt nach sowas den Studienort aus. Was für Studenten gilt, gilt mit Sicherheit auch für manchen Professor. Was dann auch die Frage nach Qualität, und letztlich auch Prestige (>Karriere), der Lehre aufwirft.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    dass Sie Regensburg erwähnen. Vor zwei Jahren hat unsere Firma von München aus ihren alljährlichen Firmenausflug dorthin unternommen. Unsere Belegschaft ist zíemlich bunt durchmischt, Deutsche, Amerikaner, Kanadier, Briten, Inder - dementsprechend ist unsere Umgangssprache nicht nur Deutsch, sondern auch Englisch, je nach individueller Vorliebe. Und ich fand es SEHR bemerkenswert, in dieser Stadt mit einem - wie sagten Sie doch gleich? - "studenten-, wissenschafts- und bildungsfreundlichem Klima" einer nicht vernachlässigbaren Anzahl Einheimischer zu begegnen, für die ein paar Brocken Englisch am Nebentisch im Biergarten einer Kriegserklärung gleichkommen. Na ja, finsterstes Bayern eben...

    Landburli: Kommen Sie sich mit Ihren Pauschalisierungen nicht selber irgendwie arrogant und fehlplaziert vor? Was ist denn "ein sehr sehr studenten-, wissenschafts- und bildungsfreundliches Klima unter der gesamten Bevölkerung"? Verstehen Sie darunter, daß Sie mit jedem beliebigen Einwohner aus dem Stehgreif über jeden Studiengang der Uni parlieren können? Also als Student verstehe ich unter einem studentenfreundlichen Klima einer Stadt das Vorhandensein von preiswertem Wohnraum und einem ausreichendem kulturellem und gastronomischen Freizeitangebot für junge Leute, wo man nach den Vorlesungen ausgehen und Menschen kennenlernen kann. Beides ist in Städten wie Greifswald und Jena sehr wohl vorhanden; alles andere ist unispezifisch und liegt nicht in der Hand der ansässigen Bevölkerung.

    @Während ich oft den Eindruck unter gestandenen "Ostdeutschen" habe dass die immer noch dem romantischen Bild der "Maloche" mit Feierabendbier nachhängen und die "Intelligenz" (wie das damals im Ostblock abfällig hieß) immer noch eher mißtrauisch beäugen.

    Bei solchen pauschalen Beurteilungen, denen die Voreingenommenheit aus allen Knopflöchern hervorsieht, frage ich gewöhnlich: Wie gut kennen Sie "die Ostdeutschen", wieviele Menschen kennen Sie, wie oft und wie lange waren Sie an den Unis Ostdeutschlands oder überhaupt in den neuen Ländern?

    • ADoria
    • 31.07.2009 um 11:50 Uhr

    ... und der Welt bestätigen Sie nur die Vermutung vom Hinterwäldler, dem nicht nur in geschützten Habitaten von Ober- und Niederbayern sowie Teilen der Oberpfalz ein Überleben ermöglicht wurde. Eigentlich sind Sie ein Fall für die Kunst- und Wunderkammer auf der Burg Trausnitz.

    Ob dies nun die ethnologische und etymologische Erschließung von Alt-Baiern und Tirol betrifft, die gesellschaftlichen Verhältnisse in Ostdeutschland, Ihre Baustilkunde im besonderen, die Reformation durch den Protestantismus in der Zeit der Spätrenaissance – Sie sollten eine Haftpflichtversicherung für die Dinge abschließen, die Sie postulieren oder aber Ihre Ergüsse mit einem schwarz-gelben Signalanstrich versehen. Um falsche Dinge mit einer solchen Überzeugung zu äußern, bedarf es eigentlich nur einer Voraussetzung:
    „Den leeren Schlauch bläst der Wind auf, den leeren Kopf der Dünkel.“ (Matthias Claudius – norddeutscher Dichter)

    Ein kleiner Tipp zum Schluss: Verwenden Sie bitte die richtigen Präpositionen an entsprechender Stelle. Andernfalls käme ich zu der Erkenntnis, dass Sie meiner Muttersprache misstrauisch bis feindselig gegenüberstehen.

    dass Sie Regensburg erwähnen. Vor zwei Jahren hat unsere Firma von München aus ihren alljährlichen Firmenausflug dorthin unternommen. Unsere Belegschaft ist zíemlich bunt durchmischt, Deutsche, Amerikaner, Kanadier, Briten, Inder - dementsprechend ist unsere Umgangssprache nicht nur Deutsch, sondern auch Englisch, je nach individueller Vorliebe. Und ich fand es SEHR bemerkenswert, in dieser Stadt mit einem - wie sagten Sie doch gleich? - "studenten-, wissenschafts- und bildungsfreundlichem Klima" einer nicht vernachlässigbaren Anzahl Einheimischer zu begegnen, für die ein paar Brocken Englisch am Nebentisch im Biergarten einer Kriegserklärung gleichkommen. Na ja, finsterstes Bayern eben...

    Landburli: Kommen Sie sich mit Ihren Pauschalisierungen nicht selber irgendwie arrogant und fehlplaziert vor? Was ist denn "ein sehr sehr studenten-, wissenschafts- und bildungsfreundliches Klima unter der gesamten Bevölkerung"? Verstehen Sie darunter, daß Sie mit jedem beliebigen Einwohner aus dem Stehgreif über jeden Studiengang der Uni parlieren können? Also als Student verstehe ich unter einem studentenfreundlichen Klima einer Stadt das Vorhandensein von preiswertem Wohnraum und einem ausreichendem kulturellem und gastronomischen Freizeitangebot für junge Leute, wo man nach den Vorlesungen ausgehen und Menschen kennenlernen kann. Beides ist in Städten wie Greifswald und Jena sehr wohl vorhanden; alles andere ist unispezifisch und liegt nicht in der Hand der ansässigen Bevölkerung.

    @Während ich oft den Eindruck unter gestandenen "Ostdeutschen" habe dass die immer noch dem romantischen Bild der "Maloche" mit Feierabendbier nachhängen und die "Intelligenz" (wie das damals im Ostblock abfällig hieß) immer noch eher mißtrauisch beäugen.

    Bei solchen pauschalen Beurteilungen, denen die Voreingenommenheit aus allen Knopflöchern hervorsieht, frage ich gewöhnlich: Wie gut kennen Sie "die Ostdeutschen", wieviele Menschen kennen Sie, wie oft und wie lange waren Sie an den Unis Ostdeutschlands oder überhaupt in den neuen Ländern?

    • ADoria
    • 31.07.2009 um 11:50 Uhr

    ... und der Welt bestätigen Sie nur die Vermutung vom Hinterwäldler, dem nicht nur in geschützten Habitaten von Ober- und Niederbayern sowie Teilen der Oberpfalz ein Überleben ermöglicht wurde. Eigentlich sind Sie ein Fall für die Kunst- und Wunderkammer auf der Burg Trausnitz.

    Ob dies nun die ethnologische und etymologische Erschließung von Alt-Baiern und Tirol betrifft, die gesellschaftlichen Verhältnisse in Ostdeutschland, Ihre Baustilkunde im besonderen, die Reformation durch den Protestantismus in der Zeit der Spätrenaissance – Sie sollten eine Haftpflichtversicherung für die Dinge abschließen, die Sie postulieren oder aber Ihre Ergüsse mit einem schwarz-gelben Signalanstrich versehen. Um falsche Dinge mit einer solchen Überzeugung zu äußern, bedarf es eigentlich nur einer Voraussetzung:
    „Den leeren Schlauch bläst der Wind auf, den leeren Kopf der Dünkel.“ (Matthias Claudius – norddeutscher Dichter)

    Ein kleiner Tipp zum Schluss: Verwenden Sie bitte die richtigen Präpositionen an entsprechender Stelle. Andernfalls käme ich zu der Erkenntnis, dass Sie meiner Muttersprache misstrauisch bis feindselig gegenüberstehen.

  2. dass Sie Regensburg erwähnen. Vor zwei Jahren hat unsere Firma von München aus ihren alljährlichen Firmenausflug dorthin unternommen. Unsere Belegschaft ist zíemlich bunt durchmischt, Deutsche, Amerikaner, Kanadier, Briten, Inder - dementsprechend ist unsere Umgangssprache nicht nur Deutsch, sondern auch Englisch, je nach individueller Vorliebe. Und ich fand es SEHR bemerkenswert, in dieser Stadt mit einem - wie sagten Sie doch gleich? - "studenten-, wissenschafts- und bildungsfreundlichem Klima" einer nicht vernachlässigbaren Anzahl Einheimischer zu begegnen, für die ein paar Brocken Englisch am Nebentisch im Biergarten einer Kriegserklärung gleichkommen. Na ja, finsterstes Bayern eben...

    Antwort auf "Schall und Rauch"
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    A) sind wir hier nicht in Deutschland sondern in Bayern, insofern sind Sie als Deutscher hier ebenfalls Ausländer
    B) wer sagt Ihnen dass die am "Nebentisch" nicht ebenfalls nur Touristen waren, mit Ihnen in einer Touristenfalle bei Fetthaxe mit Tütensauce gelandet?
    C) bin ich selber halber Amerikaner und kann Ihnen garantieren dass normale Amerikaner nicht unbedingt erwarten dass die ganze Welt ihre Sprache spricht oder auch nur sprechen will - das ist meist typisch-deutscher vorauseilender Gehorsam (da kommen dann auch "englische" Begriffe wie Service Point oder Back Shop raus)

    Naja, finsterste Ressentiments eben...

    A) sind wir hier nicht in Deutschland sondern in Bayern, insofern sind Sie als Deutscher hier ebenfalls Ausländer
    B) wer sagt Ihnen dass die am "Nebentisch" nicht ebenfalls nur Touristen waren, mit Ihnen in einer Touristenfalle bei Fetthaxe mit Tütensauce gelandet?
    C) bin ich selber halber Amerikaner und kann Ihnen garantieren dass normale Amerikaner nicht unbedingt erwarten dass die ganze Welt ihre Sprache spricht oder auch nur sprechen will - das ist meist typisch-deutscher vorauseilender Gehorsam (da kommen dann auch "englische" Begriffe wie Service Point oder Back Shop raus)

    Naja, finsterste Ressentiments eben...

  3. 3. soso

    A) sind wir hier nicht in Deutschland sondern in Bayern, insofern sind Sie als Deutscher hier ebenfalls Ausländer
    B) wer sagt Ihnen dass die am "Nebentisch" nicht ebenfalls nur Touristen waren, mit Ihnen in einer Touristenfalle bei Fetthaxe mit Tütensauce gelandet?
    C) bin ich selber halber Amerikaner und kann Ihnen garantieren dass normale Amerikaner nicht unbedingt erwarten dass die ganze Welt ihre Sprache spricht oder auch nur sprechen will - das ist meist typisch-deutscher vorauseilender Gehorsam (da kommen dann auch "englische" Begriffe wie Service Point oder Back Shop raus)

    Naja, finsterste Ressentiments eben...

    Antwort auf "Schön,"
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    zu A: Dann bitte Rückzahlung aller Leistungen aus dem Länderfinanzausgleich seit Bestehen der Bundesrepublik.
    zu B: Ich lebe lange genug in Bayern, um einen bayerischen dialekt als solchen erkennen zu können - und diese A[.....] sprachen Bayerisch, Saubayerisch sogar!
    zu C: Niemand aus unserer Gruppe hat die Bayern angesprochen - die fühlten sich einfach durch fremde Sprache in ihrer Umgebung belästigt.

    Hasta la vista, Burli!

    zu A: Dann bitte Rückzahlung aller Leistungen aus dem Länderfinanzausgleich seit Bestehen der Bundesrepublik.
    zu B: Ich lebe lange genug in Bayern, um einen bayerischen dialekt als solchen erkennen zu können - und diese A[.....] sprachen Bayerisch, Saubayerisch sogar!
    zu C: Niemand aus unserer Gruppe hat die Bayern angesprochen - die fühlten sich einfach durch fremde Sprache in ihrer Umgebung belästigt.

    Hasta la vista, Burli!

  4. 4. Also:

    zu A: Dann bitte Rückzahlung aller Leistungen aus dem Länderfinanzausgleich seit Bestehen der Bundesrepublik.
    zu B: Ich lebe lange genug in Bayern, um einen bayerischen dialekt als solchen erkennen zu können - und diese A[.....] sprachen Bayerisch, Saubayerisch sogar!
    zu C: Niemand aus unserer Gruppe hat die Bayern angesprochen - die fühlten sich einfach durch fremde Sprache in ihrer Umgebung belästigt.

    Hasta la vista, Burli!

    Antwort auf "soso"
  5. Landburli: Kommen Sie sich mit Ihren Pauschalisierungen nicht selber irgendwie arrogant und fehlplaziert vor? Was ist denn "ein sehr sehr studenten-, wissenschafts- und bildungsfreundliches Klima unter der gesamten Bevölkerung"? Verstehen Sie darunter, daß Sie mit jedem beliebigen Einwohner aus dem Stehgreif über jeden Studiengang der Uni parlieren können? Also als Student verstehe ich unter einem studentenfreundlichen Klima einer Stadt das Vorhandensein von preiswertem Wohnraum und einem ausreichendem kulturellem und gastronomischen Freizeitangebot für junge Leute, wo man nach den Vorlesungen ausgehen und Menschen kennenlernen kann. Beides ist in Städten wie Greifswald und Jena sehr wohl vorhanden; alles andere ist unispezifisch und liegt nicht in der Hand der ansässigen Bevölkerung.

    @Während ich oft den Eindruck unter gestandenen "Ostdeutschen" habe dass die immer noch dem romantischen Bild der "Maloche" mit Feierabendbier nachhängen und die "Intelligenz" (wie das damals im Ostblock abfällig hieß) immer noch eher mißtrauisch beäugen.

    Bei solchen pauschalen Beurteilungen, denen die Voreingenommenheit aus allen Knopflöchern hervorsieht, frage ich gewöhnlich: Wie gut kennen Sie "die Ostdeutschen", wieviele Menschen kennen Sie, wie oft und wie lange waren Sie an den Unis Ostdeutschlands oder überhaupt in den neuen Ländern?

    Antwort auf "Schall und Rauch"
    • ADoria
    • 31.07.2009 um 11:50 Uhr

    ... und der Welt bestätigen Sie nur die Vermutung vom Hinterwäldler, dem nicht nur in geschützten Habitaten von Ober- und Niederbayern sowie Teilen der Oberpfalz ein Überleben ermöglicht wurde. Eigentlich sind Sie ein Fall für die Kunst- und Wunderkammer auf der Burg Trausnitz.

    Ob dies nun die ethnologische und etymologische Erschließung von Alt-Baiern und Tirol betrifft, die gesellschaftlichen Verhältnisse in Ostdeutschland, Ihre Baustilkunde im besonderen, die Reformation durch den Protestantismus in der Zeit der Spätrenaissance – Sie sollten eine Haftpflichtversicherung für die Dinge abschließen, die Sie postulieren oder aber Ihre Ergüsse mit einem schwarz-gelben Signalanstrich versehen. Um falsche Dinge mit einer solchen Überzeugung zu äußern, bedarf es eigentlich nur einer Voraussetzung:
    „Den leeren Schlauch bläst der Wind auf, den leeren Kopf der Dünkel.“ (Matthias Claudius – norddeutscher Dichter)

    Ein kleiner Tipp zum Schluss: Verwenden Sie bitte die richtigen Präpositionen an entsprechender Stelle. Andernfalls käme ich zu der Erkenntnis, dass Sie meiner Muttersprache misstrauisch bis feindselig gegenüberstehen.

    Antwort auf "Schall und Rauch"
  6. Ich frage mich ernsthaft, wie, so kurz nach dem Anschlag von Dresden (http://www.zeit.de/2009/3...) diese latent tumb-rassistischen Clips dazu beitragen, (Ost)deutschlands Bild als weltoffener Wissenschaftsstandort zu verbreiten, und wundere mich doch ein bisschen darüber, dass das hier anscheinend niemanden stört. So etwas würde z.B. in den USA, Kanada oder Australien, wo sehr viele Studenten entweder asiatischer Herkunft sind, oder aus direkt aus Asien zum Studium kommen, mit Sicherheit zu grossem Protest führen.
    (Abgesehen davon, dass die Designer von Scholz & Friends smart genug sein sollten, um zu wissen, dass Chinesen ihre Namen normalerweise mit chinesischen und nicht mit japanischen Zeichen schreiben, ist diese Kampagne trotzdem weit weniger peinlich als die Panne mit dem chinesischen Titelbild bei der Max-Planck-Gesellschaft
    (http://www.spiegel.de/wis...,
    http://languagelog.ldc.up...)

  7. ist an diesen Clips schon wieder, wenn auch dieses Mal gnädigerweise nur latent, tumb-rassistisch?

    Auch geht an Sie die Frage, worin der Zusammenhang zwischen dem Mord eines Deutschrussen an einer Ägypterin und einem angeblichen Rassismus in Ostdeutschland besteht? Könnte es sein, daß Sie hier Ihren eigenen Unterstellungen auf den Leim gehen?

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Nein, ich habe mich da vielleicht nicht so gelungen ausgedrückt: der Kommentar/Artikel zu dem Anschlag in Dresden zeichnet ja gerade auf, wie so etwas wie dieses (reale) Ereignis, und ähnliche Vorkommnisse es den Unis in Ostdeutschland schwierig machen, ausländische Kräfte anzuwerben. Und vor diesem Hintergrund finde ich die Wahl der Charaktere Gang und Dong und die damit einhergehenden Witze auf Kosten ethnischer Stereotypen einfach ungeschickt und kontraproduktiv. Ich kann mir nicht vorstellen, dass z.B. die chinesischen, indischen, und amerikanischen Wissenschaftler und Studenten, mit denen ich täglich zusammenarbeite, das besonders witzig oder einladend finden, auch wenn die Kampagne eigentlich an deutsche Abiturienten gerichtet ist, und bestimmt nur als Klamauk gedacht war. Nach einigen Jahren an ausländischen Unis (inclusive eines Studienjahres in China) bin ich da aber vielleicht auch nur etwas übersensibel, und an den deutschen Humor nicht mehr so gewöhnt.

    Der Zwischenfall bei der Max-Planck-Gesellschaft, wo auf dem Titelbild der Zeitung MaxPlanckForschung statt eines altchinesischen Gedichtes eine ziemlich anzügliche Werbung für "Jademädchen" erschien, wird übrigens von einem renommierten Sinologen aus den USA als "reine Unfähigkeit" bezeichnet (http://languagelog.ldc.up...). Hier lag also mit Sicherheit auch keinerlei böse Absicht vor, aber es ist trotzdem ein gutes Beispiel dafür, was ungeschicktes Marketing anrichten kann.

    Schade, denn eigentlich kann man den ostdeutschen Unis nur viel Glück und Erfolg wünschen.

    Nein, ich habe mich da vielleicht nicht so gelungen ausgedrückt: der Kommentar/Artikel zu dem Anschlag in Dresden zeichnet ja gerade auf, wie so etwas wie dieses (reale) Ereignis, und ähnliche Vorkommnisse es den Unis in Ostdeutschland schwierig machen, ausländische Kräfte anzuwerben. Und vor diesem Hintergrund finde ich die Wahl der Charaktere Gang und Dong und die damit einhergehenden Witze auf Kosten ethnischer Stereotypen einfach ungeschickt und kontraproduktiv. Ich kann mir nicht vorstellen, dass z.B. die chinesischen, indischen, und amerikanischen Wissenschaftler und Studenten, mit denen ich täglich zusammenarbeite, das besonders witzig oder einladend finden, auch wenn die Kampagne eigentlich an deutsche Abiturienten gerichtet ist, und bestimmt nur als Klamauk gedacht war. Nach einigen Jahren an ausländischen Unis (inclusive eines Studienjahres in China) bin ich da aber vielleicht auch nur etwas übersensibel, und an den deutschen Humor nicht mehr so gewöhnt.

    Der Zwischenfall bei der Max-Planck-Gesellschaft, wo auf dem Titelbild der Zeitung MaxPlanckForschung statt eines altchinesischen Gedichtes eine ziemlich anzügliche Werbung für "Jademädchen" erschien, wird übrigens von einem renommierten Sinologen aus den USA als "reine Unfähigkeit" bezeichnet (http://languagelog.ldc.up...). Hier lag also mit Sicherheit auch keinerlei böse Absicht vor, aber es ist trotzdem ein gutes Beispiel dafür, was ungeschicktes Marketing anrichten kann.

    Schade, denn eigentlich kann man den ostdeutschen Unis nur viel Glück und Erfolg wünschen.

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service