Kindergarten "Die Klagen gegen Kitas sind ein Skandal"

SPD-Familienpolitikerin Manuela Schwesig über die Folgen einer kinderarmen Gesellschaft und die Lehren aus dem Erzieherstreik

DIE ZEIT: Seit Jahren betonen Bildungspolitiker die immense Bedeutung frühkindlicher Bildung. Doch die Erzieherinnen mussten monatelang streiken, um überhaupt etwas mehr Geld zu bekommen. Wie passt das zusammen?

Manuela Schwesig: Gar nicht. Es gibt in Deutschland ein seltsames Missverhältnis. Auf der einen Seite antworten die meisten Menschen auf die Frage, was ihnen im Leben am wichtigsten sei, wie selbstverständlich: Die Familie, die Kinder. Andererseits heißt es immer, es sei kein Geld da, sobald es um Betreuung und Bildung von Kindern geht. Und diejenigen, die vorher noch die Wichtigkeit von Familie betont haben, zucken mit den Schultern.

Anzeige

ZEIT: Wie erklären Sie sich das?

Schwesig: Die Gesellschaft hat sich ein Stück weit abgewöhnt, die Bedürfnisse von Kindern mitzudenken – weil es schlicht nicht mehr so viele von ihnen gibt. Die Menschen wissen auch häufig gar nicht mehr mit Kindern umzugehen. Das fängt bei Kleinigkeiten an, wie den genervten Blicken im Bus, wenn Kinder mal zappeln. Einen Skandal nenne ich, dass Anwohner wegen vermeintlicher Lärmbelästigung Kitas aus Wohngebieten wegklagen können. Eine Gesellschaft, die Kinderlärm als Belästigung sieht, hat ein ernsthaftes Problem.

ZEIT: Wie können wir uns wieder an Kinder gewöhnen?

Schwesig: Indem wir sie in unsere Mitte zurückholen. Das heißt: Eltern müssen von dem Geld, das sie mit Arbeit verdienen, ihre Familie ernähren können, ohne sozial an den Rand gedrängt zu werden. Eltern müssen die Sicherheit haben, dass das Wohl ihrer Kinder nicht in Gefahr gerät, sobald sie ihren Job verlieren. Es bringt wenig, wenn die Politik allein durch Elterngeld und ähnliche Anreize bewirken will, dass wieder mehr Kinder geboren werden. Wir sehen doch bereits, dass das nicht ausreicht.

ZEIT: Was ist die Alternative?

Schwesig: Wir müssen uns auch um jene Kinder kümmern, die schon da sind – und zwar von Anfang an. Statt die Folgen von Bildungsarmut im Nachhinein teuer über den Sozialstaat zu reparieren, müssen wir in hochwertige frühkindliche Bildung für alle investieren. Sind die Chancen erst einmal für alle Kinder gleich groß, werden sich wieder mehr junge Menschen dafür entscheiden, Eltern zu werden.

ZEIT: Die Kommunen warnen, schon durch die gegenwärtigen Gehaltssteigerungen für die Erzieherinnen rücke das Ziel des beitragsfreien Kindergartens in weite Ferne.

Schwesig: Das ist eine merkwürdige Argumentation. Dahinter steckt die Weigerung, der Betreuung und Bildung von Kindern einen höheren Stellenwert einzuräumen. Natürlich verursacht das Ergebnis der Tarifverhandlungen enorme Kosten, aber bessere Bezahlung und soziale Absicherung von Erzieherinnen sind alternativlos. Das sind schließlich die Menschen, die die Zukunft unserer Kinder mitgestalten.

Leser-Kommentare
    • TDU
    • 01.08.2009 um 10:11 Uhr

    wenn Kinder mal zappeln. Genau das kann man täglich feststellen und beileibe ncht nur bei Älteren. Hört sich natürlich gut an, was sie sagt. Aber Mecklenburg Vorpommern ist nicht gerade ein Land, wo sich eine kinderfreundliche Politk, wenn es denn so ist, sich auch wirtschaftlich bewiesen hat. Und es geht ja nicht darum ein Paradies herzustellen, sondern Kinder- und Arbeitsleben gemeinsam zu leben und zu gestalten.

    Immerhin klare Worte, aber bevor sie Ministerin wird, empfehle ich ein Praktikum z. B. in Berlin oder NRW.

  1. Mein Sohn hat gerade eben Fahrrad fahren gelernt. Naturgemäß verfügt ein Vierjähriger noch nicht über die Umsicht und Sicherheit eines Erwachsenen. Deshalb fahren wir bisher auch nur im Park. Aber so wie sich manch eine/r aufführt, wenn der Kleine mal plötzlich ausschert könnte man denken, hierzulande hätten die Kinder vorrangig auf die Erwachsenen Rücksicht zu nehmen und nicht umgekehrt.

  2. "Einen Skandal nenne ich, dass Anwohner wegen vermeintlicher Lärmbelästigung Kitas aus Wohngebieten wegklagen können. Eine Gesellschaft, die Kinderlärm als Belästigung sieht, hat ein ernsthaftes Problem."

    Diesem Satz kann ich nur vollständig zustimmen, ich würde noch weiter gehen und so etwas geradezu als pervers bezeichnen. Aber es trifft leider auf diese merkwürdige Gesellschaft zu.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    direkt neben einem Kindergarten gelebt habe, kann ich mitreden. Ich bin aus anderen Gründen fortgezogen und ziemlich unempfindlich, was Lärm anbelangt. Ich hatte deshalb mit dem Kinderlärm kein Problem. Dennoch kann ich aufgrund meiner früheren Wohnsituation verstehen, wenn Leuten notorischer Kinderlärm auf den Geist geht. Das kann nämlich ganz schön laut werden. Es ist eben keine Selbstverständlichkeit, sich mit Kinderlärm zu arrangieren. Auch das ist eine soziale Leistung, die gewürdigt gehört.

    Eltern, die ihre Kinder im Kindergarten versorgt wissen, könnten sich ruhig einmal bei den verständnisvollen Nachbarn dieser Institute bedanken. Auch das gehört zu einer auf Höflichkeit und Rücksichtnahme wertlegenden Gesellschaft, kommt aber ausgesprochen selten vor. Es gibt nämlich zunächst einmal keinen Anspruch der Eltern auf das Verständnis Unbeteiligter, die mit dem Krach von fremder Leute Kinder zurechtkommen müssen. Allerdings würden den Eltern kleine Gesten der Anerkennung für die Nachbarschaft von Kindergärten keinen Zacken aus der Krone brechen. Ich habe mich zum Bsp. darüber gewundert, dass der Kindergarten in meiner Nachbarschaft zu keinem Zeitpunkt ein kleines Gartenfest für die Anwohner organisiert hat, als Dankeschön für deren Freundlichkeit.

    Der dümmste Satz, der zum Thema mitunter geäußert wird, geht so: "Kinderlärm ist Zukunftsmusik." Um es ganz klar zu sagen: "Mit Musik hat das Geschrei von Kindern nichts zu tun, es ist das Gegenteil davon." Kinderlärm ist natürlich mitunter belästigend. Man nimmt ihn dennoch klaglos hin, ohne ihn deshalb zu genießen. Das ist die Wahrheit.

    direkt neben einem Kindergarten gelebt habe, kann ich mitreden. Ich bin aus anderen Gründen fortgezogen und ziemlich unempfindlich, was Lärm anbelangt. Ich hatte deshalb mit dem Kinderlärm kein Problem. Dennoch kann ich aufgrund meiner früheren Wohnsituation verstehen, wenn Leuten notorischer Kinderlärm auf den Geist geht. Das kann nämlich ganz schön laut werden. Es ist eben keine Selbstverständlichkeit, sich mit Kinderlärm zu arrangieren. Auch das ist eine soziale Leistung, die gewürdigt gehört.

    Eltern, die ihre Kinder im Kindergarten versorgt wissen, könnten sich ruhig einmal bei den verständnisvollen Nachbarn dieser Institute bedanken. Auch das gehört zu einer auf Höflichkeit und Rücksichtnahme wertlegenden Gesellschaft, kommt aber ausgesprochen selten vor. Es gibt nämlich zunächst einmal keinen Anspruch der Eltern auf das Verständnis Unbeteiligter, die mit dem Krach von fremder Leute Kinder zurechtkommen müssen. Allerdings würden den Eltern kleine Gesten der Anerkennung für die Nachbarschaft von Kindergärten keinen Zacken aus der Krone brechen. Ich habe mich zum Bsp. darüber gewundert, dass der Kindergarten in meiner Nachbarschaft zu keinem Zeitpunkt ein kleines Gartenfest für die Anwohner organisiert hat, als Dankeschön für deren Freundlichkeit.

    Der dümmste Satz, der zum Thema mitunter geäußert wird, geht so: "Kinderlärm ist Zukunftsmusik." Um es ganz klar zu sagen: "Mit Musik hat das Geschrei von Kindern nichts zu tun, es ist das Gegenteil davon." Kinderlärm ist natürlich mitunter belästigend. Man nimmt ihn dennoch klaglos hin, ohne ihn deshalb zu genießen. Das ist die Wahrheit.

  3. Ich bin ueber jeden Minister froh, der ein aufrichtiges Interesse an mehr Kinderfreundlichkeit hat. Die geaeusserten Ansichten von Frau Schleswig gehen ausserdem weit ueber Standardphrasen zu dem Thema hinaus. Sie scheint sich wirklich ernsthaft mt dem Thema auseinanderzusetzen. Hoffentlich bleibt es nicht nur bei Ankuendigungen.

    Es wurde leider schon sehr lange nicht mehr ueber das Thema geredet. Wahrscheinlich ist das auch eine Reaktion der Politik, dem schwindenden Interesse an Kindern gerecht zu werden. Ursula von Leyen hat zwar selbst viele Kinder, aber wer nicht weiss, welches Ministeramt sie bekleidet, wird es bei ihr auch kaum erraten koennen.

    Es ist kaum zu ertragen, wie dieses Thema chronisch ignoriert wird und Deutschland wie auf einer Schiene in riesige Probleme schlittert. Es gibt kaum ein Bereich, der so sehr von legislaturperiodischem Denken dominiert wird.

    Dabei ist doch eigentlich klar, dass eine essentielle Grundbedingung, um die Folgen des demographischen Wandels, wie Altersarmut, zu verhindern und die zukuenftige Wettbewerbsfaehigkeit unseres Landes zu sichern, eine hoehere Geburtenrate und eine angemessene Erziehung und Bildung unseres Nachwuchses, unabhaengig vom Elternhaus zu gewaehrleisten, ist

    Wenn das nicht bald angegangen wird, sollte die zukuenftige Generation potenzieller Eltern aus diesem Land fliehen, um ihren Kindern einen Gefallen zu tun.

  4. Ich bin weiß Gott keine Kinderhasserin, aber auch ich habe bis vor kurzem direkt neben einer Grundschule gewohnt und was dort rauskam und gern verniedlichend als "Kinderlachen" bezeichnet wird, kann man nun wirklich nicht mehr als herzerfrischend bezeichnen. Es hörte sich pünktlich zu jeder Pause so an, als habe man ganze Klassenverbände auf den Spieß gesteckt und diese dann über 20 min in feine Scheibchen geschnitten. Kinderlachen ja gern, Schrilles Gekreische nach dem Motto "wer schafft die meisten dezibel" nein danke. Und ja, ich war auch mal Kind und nein, ich habe *nicht* schrill kreischen müssen, um mich mitzuteilen. Überall und Jederzeit.
    Mir kann auch keiner erzählen, daß dieser bestialische Krach nicht auf die Psyche geht. Nicht umsonst gibt es Lärmschutzverordnungen. Mag sein, daß man sich als Erzeuger an den Lärm seiner eigenen Brut gewöhnt (man kriegt da ja auch was zurück, wie einem immer wieder versichert wird), aber als genetisch Unbeteiligter ist man einfach nur belästigt.
    Damit die Gesellschaft Kinder akzeptiert, braucht es eben nicht eine gefälligst leidensfähige Umwelt sondern vor allem Eltern, die ihre Kinder vernünftig erziehen und im Griff haben, und ihnen nicht kumpelartig alles andienern, bis sie sich kreischende Tyrannen herangezüchtet haben. Wir hatten früher (80 Jahre) noch Respekt vor Erwachsenen.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • Katana
    • 01.08.2009 um 15:25 Uhr

    Als Problem sehe ich dabei , das es in dieser Gesellschaft scheinbar nur "Sekt oder Selters" gibt , Kritik wird ganz schnell zu Diskriminierung aufgeplustert um den eigenen Egoismus zu Kaschieren .

    Sie haben nach meinen Erfahrungen absolut Recht , wenn sie kritisieren das nicht zwischen Spiel und Krach machen um des Kraches willen differenziert wird .
    Auch gibt es viel zu viele Eltern bei denen die Gesellschaft schon dann kinderfeindlich ist , wenn sie dem Nachwuchs nicht einfach "Narrenfreiheit" in jeder Hinsicht zubilligt .

    Ich bin selber Vater einer mittlerweile 15jährigen Tochter die auch kein Kind von Traurigkeit ist , war aber nie der Meinung , das sich mein Umfeld nun widerspruchslos jede Laune meiner Tochter gefallen zu lassen hat .

    Unsere Nachbarn haben 3 Kinder und reichlich Spielzeug einschließlich Swimming Pool und Trampolin im Garten , dagegen ist nix einzuwenden , nur als sie sich letztens ausgerechnet auf einem Sonntag noch einmal locker 10 !! Nachbarskinder zu Besuch holten , von denen sich zwei als Kinder nur dadurch definieren , das sie absolut nichts ohne brüllen und offene Aggressivität schaffen ,wurde es mir dann auch zuviel .
    Allerdings kann man sowas ganz locker und ohne Meckerei ausdiskutieren , sofern da eben auch mal Einsicht besteht , das es gerade an Sonntagen auch Grenzen gibt .

    Ebenso wie es bei uns Eltern gibt , die es absolut nicht schaffen auch nur ein Minimum an Verkehrserziehung aufzubringen , da kurven die Sprösslinge mit Rollern , Rollschuhen , Gokarts und Fahrrädern die ganze Straße einschließlich Kurven auf der Gegenfahrbahn rum und dann wird sich gewundert wenn Autofahrer ins Pöbeln kommen , wenn sie eines der Kinder fast auf der Motorhaube haben , OBWOHL sie bei erlaubten Tempo 50 nur 30 fahren .
    Wenns knallt ist nämlich IMMER der Autofahrer der böse .

    Wenn man sowas kritisiert und dafür als kinderfeindlich beschimpft wird , dann darf sich die Gesellschaft über zunehmende Wut , welche sich irgendwann in echter Kinderfeindlichkeit entlädt nicht wundern .

    Unser Land ist einfach zu dicht besiedelt , als das man bestimmten Gruppen in der Bevölkerung einfach Narrenfreiheit zugestehen kann , das gilt leider auch für Kinder .
    Denke ich an meine eigene Kindheit zurück gab es da viel mehr Regelungen und Verbote , da war es tatsächlich noch so absurd , das an der Wiese vor dem Haus ein "betreten verboten" Schild hing , etwas was ich heute schon lange nicht mehr gesehen habe , wie auch viele andere Dinge im Sinne von Kindern toleranter gehandhabt werden .

    Was den Arbeitsmarkt angeht sehe ich es genau so , meine Eltern mussten auch zusehen wie sie mich und Arbeit unter einen Hut bekommen , da forderte noch niemand Arbeitgeber auf doch Familien zu fördern und andere Arbeitszeit Modelle anzubieten .
    Nein die Leute selber waren gefragt dies zu managen und irgendwie finde ich das auch logisch , heute wird da in meinen Augen von Eltern und allen die es werden wollen viel zu oft das Silbertablett gefordert , auf dem alles mund(familien)gerecht serviert wird .
    Bezahlen dürfen das alle anderen , Eigenverantwortung Fehlanzeige .
    Das führte hier bei einem Streik der Schulbusfahrer zu den seltsamen Stilblüten , das Kinder einfach zu Hause behalten wurden , OBWOHL beide Elternteile motorisiert sind , man brachte nicht dies Stück Flexibilität mit , mit dieser Situation auch nur für wenige Tage umgehen zu können und wähnte sich mit diesem Verhalten auch noch im Recht .

    All dies hat unsere Gesellschaft verändert und wie ich meine nicht eben zum Guten , der Schulleiter meiner Tochter drückte das letztens ganz treffend aus in dem er die im ersten Moment befremdliche Aussage machte , das den heutigen Jugendlichen aber auch schon den Eltern die "Leidensfähigkeit" fehlte , das Ganze aber mit einem schmunzeln auf den Lippen , einige Eltern waren trotzdem erbost .

    Er meinte damit nichts anderes , als das die Kinder bei der kleinsten Komplikation zusammenklappen , alles wird immer gleich als Druck gesehen ,lernen und damit verbundene Arbeit sowie sie etwas komplex ist wird fast als Sklaverei und Schikane betrachtet .
    Und genau das nehmen die Kinder mit ins Erwachsenenleben mit der Folge das sofort gejammert wird , wenn nicht alles mundgerecht serviert wird , sondern man sich auch mal strecken muss .
    Ich kann ihm da nur zustimmen und von daher den Worten der angehenden Ministerin nicht viel positives abgewinnen , es wird in meinen Augen durchaus genug für Familien in diesem Land getan , diese können nur allzu oft den Hals nicht voll bekommen , was dazu führt das die Solidarität der Gesellschaft langsam überstrapaziert wird .

    Dazu kommt das Verhalten der Politik , die Menschen in diesem Land systematisch gegeneinander aufzuhetzen indem ich jede Subvention für eine Bevölkerungsgruppe dadurch finanziere , das ich es einer anderen aus der Tasche ziehe .
    Das ist natürlich Schwachsinn , weil es in diesem Land gar keine zweckgebundenen Abgaben gibt , aber es wird so dargestellt und vergiftet das Klima in unserer Gesellschaft .

    Uneinig Volk regiert sich halt besser .

    MfG Katana

    • TDU
    • 01.08.2009 um 16:18 Uhr

    Vor ein paar Jahren waren mein Sohn und die Nachbarskinder alle auf einem Ausflug. Da war es so ruhig wie auf dem Friedhof, eine Wohltat. Aber dann fehlten sie irgendwann doch. Jeder einzelne von denen war gar nicht so laut, es war die Vielzahl der hellen Stimmen, wobei die Mädchen den Jungs in nichts nachstehen. Meine Frau hatte als Aufsicht fast täglich den Lärm, aber sie wurde weder krank noch hat sie einen Gehörschaden.

    ( Die Flugzeuge, die über uns fliegen sind lauter. Aber wir geben zu, dass wir nicht geweckt werden und kriegen deswegen mit Recht keine Jammerprämie).

    Aber ich kann ihren Unmut verstehen. Aber was will man machen. Wenn Sie schon einmal eine Party veranstaltet haben, sehen sie doch auch, das leise sein bei allen Appellen nicht drin ist- und da sind meistens Erwachsene.

    Wie wollen sie es bei Kindern hinkriegen. Elternappelle können gar nichts nützen, die sind gar nicht da und Ermahnungen bei Grundschülern?. Das ganze hat doch eine Eigendynamik. Der Unterschied zu früher ist, dass flächendeckend über Tag gearbeitet wurde und nur die Mütter zu Hause waren. Natürlich könnten die Lehrkräfte sich auch in den Pausen mit den Kindern beschäftigen, aber leise geht das auch nicht ab.

    Nichts gegen Ihren Kommentar aber meine Beobachtung ist folgende: Wovon man krank werden kann, wird man krank, was einen stören kann, stört einen. Was verboten und verhindert werden kann, wird verboten und verhindert. Wir sind halt in Deutschland.

    • Katana
    • 01.08.2009 um 15:25 Uhr

    Als Problem sehe ich dabei , das es in dieser Gesellschaft scheinbar nur "Sekt oder Selters" gibt , Kritik wird ganz schnell zu Diskriminierung aufgeplustert um den eigenen Egoismus zu Kaschieren .

    Sie haben nach meinen Erfahrungen absolut Recht , wenn sie kritisieren das nicht zwischen Spiel und Krach machen um des Kraches willen differenziert wird .
    Auch gibt es viel zu viele Eltern bei denen die Gesellschaft schon dann kinderfeindlich ist , wenn sie dem Nachwuchs nicht einfach "Narrenfreiheit" in jeder Hinsicht zubilligt .

    Ich bin selber Vater einer mittlerweile 15jährigen Tochter die auch kein Kind von Traurigkeit ist , war aber nie der Meinung , das sich mein Umfeld nun widerspruchslos jede Laune meiner Tochter gefallen zu lassen hat .

    Unsere Nachbarn haben 3 Kinder und reichlich Spielzeug einschließlich Swimming Pool und Trampolin im Garten , dagegen ist nix einzuwenden , nur als sie sich letztens ausgerechnet auf einem Sonntag noch einmal locker 10 !! Nachbarskinder zu Besuch holten , von denen sich zwei als Kinder nur dadurch definieren , das sie absolut nichts ohne brüllen und offene Aggressivität schaffen ,wurde es mir dann auch zuviel .
    Allerdings kann man sowas ganz locker und ohne Meckerei ausdiskutieren , sofern da eben auch mal Einsicht besteht , das es gerade an Sonntagen auch Grenzen gibt .

    Ebenso wie es bei uns Eltern gibt , die es absolut nicht schaffen auch nur ein Minimum an Verkehrserziehung aufzubringen , da kurven die Sprösslinge mit Rollern , Rollschuhen , Gokarts und Fahrrädern die ganze Straße einschließlich Kurven auf der Gegenfahrbahn rum und dann wird sich gewundert wenn Autofahrer ins Pöbeln kommen , wenn sie eines der Kinder fast auf der Motorhaube haben , OBWOHL sie bei erlaubten Tempo 50 nur 30 fahren .
    Wenns knallt ist nämlich IMMER der Autofahrer der böse .

    Wenn man sowas kritisiert und dafür als kinderfeindlich beschimpft wird , dann darf sich die Gesellschaft über zunehmende Wut , welche sich irgendwann in echter Kinderfeindlichkeit entlädt nicht wundern .

    Unser Land ist einfach zu dicht besiedelt , als das man bestimmten Gruppen in der Bevölkerung einfach Narrenfreiheit zugestehen kann , das gilt leider auch für Kinder .
    Denke ich an meine eigene Kindheit zurück gab es da viel mehr Regelungen und Verbote , da war es tatsächlich noch so absurd , das an der Wiese vor dem Haus ein "betreten verboten" Schild hing , etwas was ich heute schon lange nicht mehr gesehen habe , wie auch viele andere Dinge im Sinne von Kindern toleranter gehandhabt werden .

    Was den Arbeitsmarkt angeht sehe ich es genau so , meine Eltern mussten auch zusehen wie sie mich und Arbeit unter einen Hut bekommen , da forderte noch niemand Arbeitgeber auf doch Familien zu fördern und andere Arbeitszeit Modelle anzubieten .
    Nein die Leute selber waren gefragt dies zu managen und irgendwie finde ich das auch logisch , heute wird da in meinen Augen von Eltern und allen die es werden wollen viel zu oft das Silbertablett gefordert , auf dem alles mund(familien)gerecht serviert wird .
    Bezahlen dürfen das alle anderen , Eigenverantwortung Fehlanzeige .
    Das führte hier bei einem Streik der Schulbusfahrer zu den seltsamen Stilblüten , das Kinder einfach zu Hause behalten wurden , OBWOHL beide Elternteile motorisiert sind , man brachte nicht dies Stück Flexibilität mit , mit dieser Situation auch nur für wenige Tage umgehen zu können und wähnte sich mit diesem Verhalten auch noch im Recht .

    All dies hat unsere Gesellschaft verändert und wie ich meine nicht eben zum Guten , der Schulleiter meiner Tochter drückte das letztens ganz treffend aus in dem er die im ersten Moment befremdliche Aussage machte , das den heutigen Jugendlichen aber auch schon den Eltern die "Leidensfähigkeit" fehlte , das Ganze aber mit einem schmunzeln auf den Lippen , einige Eltern waren trotzdem erbost .

    Er meinte damit nichts anderes , als das die Kinder bei der kleinsten Komplikation zusammenklappen , alles wird immer gleich als Druck gesehen ,lernen und damit verbundene Arbeit sowie sie etwas komplex ist wird fast als Sklaverei und Schikane betrachtet .
    Und genau das nehmen die Kinder mit ins Erwachsenenleben mit der Folge das sofort gejammert wird , wenn nicht alles mundgerecht serviert wird , sondern man sich auch mal strecken muss .
    Ich kann ihm da nur zustimmen und von daher den Worten der angehenden Ministerin nicht viel positives abgewinnen , es wird in meinen Augen durchaus genug für Familien in diesem Land getan , diese können nur allzu oft den Hals nicht voll bekommen , was dazu führt das die Solidarität der Gesellschaft langsam überstrapaziert wird .

    Dazu kommt das Verhalten der Politik , die Menschen in diesem Land systematisch gegeneinander aufzuhetzen indem ich jede Subvention für eine Bevölkerungsgruppe dadurch finanziere , das ich es einer anderen aus der Tasche ziehe .
    Das ist natürlich Schwachsinn , weil es in diesem Land gar keine zweckgebundenen Abgaben gibt , aber es wird so dargestellt und vergiftet das Klima in unserer Gesellschaft .

    Uneinig Volk regiert sich halt besser .

    MfG Katana

    • TDU
    • 01.08.2009 um 16:18 Uhr

    Vor ein paar Jahren waren mein Sohn und die Nachbarskinder alle auf einem Ausflug. Da war es so ruhig wie auf dem Friedhof, eine Wohltat. Aber dann fehlten sie irgendwann doch. Jeder einzelne von denen war gar nicht so laut, es war die Vielzahl der hellen Stimmen, wobei die Mädchen den Jungs in nichts nachstehen. Meine Frau hatte als Aufsicht fast täglich den Lärm, aber sie wurde weder krank noch hat sie einen Gehörschaden.

    ( Die Flugzeuge, die über uns fliegen sind lauter. Aber wir geben zu, dass wir nicht geweckt werden und kriegen deswegen mit Recht keine Jammerprämie).

    Aber ich kann ihren Unmut verstehen. Aber was will man machen. Wenn Sie schon einmal eine Party veranstaltet haben, sehen sie doch auch, das leise sein bei allen Appellen nicht drin ist- und da sind meistens Erwachsene.

    Wie wollen sie es bei Kindern hinkriegen. Elternappelle können gar nichts nützen, die sind gar nicht da und Ermahnungen bei Grundschülern?. Das ganze hat doch eine Eigendynamik. Der Unterschied zu früher ist, dass flächendeckend über Tag gearbeitet wurde und nur die Mütter zu Hause waren. Natürlich könnten die Lehrkräfte sich auch in den Pausen mit den Kindern beschäftigen, aber leise geht das auch nicht ab.

    Nichts gegen Ihren Kommentar aber meine Beobachtung ist folgende: Wovon man krank werden kann, wird man krank, was einen stören kann, stört einen. Was verboten und verhindert werden kann, wird verboten und verhindert. Wir sind halt in Deutschland.

  5. direkt neben einem Kindergarten gelebt habe, kann ich mitreden. Ich bin aus anderen Gründen fortgezogen und ziemlich unempfindlich, was Lärm anbelangt. Ich hatte deshalb mit dem Kinderlärm kein Problem. Dennoch kann ich aufgrund meiner früheren Wohnsituation verstehen, wenn Leuten notorischer Kinderlärm auf den Geist geht. Das kann nämlich ganz schön laut werden. Es ist eben keine Selbstverständlichkeit, sich mit Kinderlärm zu arrangieren. Auch das ist eine soziale Leistung, die gewürdigt gehört.

    Eltern, die ihre Kinder im Kindergarten versorgt wissen, könnten sich ruhig einmal bei den verständnisvollen Nachbarn dieser Institute bedanken. Auch das gehört zu einer auf Höflichkeit und Rücksichtnahme wertlegenden Gesellschaft, kommt aber ausgesprochen selten vor. Es gibt nämlich zunächst einmal keinen Anspruch der Eltern auf das Verständnis Unbeteiligter, die mit dem Krach von fremder Leute Kinder zurechtkommen müssen. Allerdings würden den Eltern kleine Gesten der Anerkennung für die Nachbarschaft von Kindergärten keinen Zacken aus der Krone brechen. Ich habe mich zum Bsp. darüber gewundert, dass der Kindergarten in meiner Nachbarschaft zu keinem Zeitpunkt ein kleines Gartenfest für die Anwohner organisiert hat, als Dankeschön für deren Freundlichkeit.

    Der dümmste Satz, der zum Thema mitunter geäußert wird, geht so: "Kinderlärm ist Zukunftsmusik." Um es ganz klar zu sagen: "Mit Musik hat das Geschrei von Kindern nichts zu tun, es ist das Gegenteil davon." Kinderlärm ist natürlich mitunter belästigend. Man nimmt ihn dennoch klaglos hin, ohne ihn deshalb zu genießen. Das ist die Wahrheit.

    Antwort auf "Wohl wahr!"
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • Manul
    • 01.08.2009 um 16:15 Uhr

    Eine Gesellschaft, die sich prächtig mit Industrie- und Strassenlärm arrangiert, aber Kinderlärm als eine Belästigung sieht ist einfach nur krank - und anders kann man das gar nicht mehr bezeichnen. So verhält sich nur eine schizophrene Gesellschaft, die sich weigert anzuerkennen, dass Manches zu einer normalen Existenz dazu gehört. Stattdessen wird die Kinderlosigkeit als das normale Status Quo gesehen, wo jede Familie mit einem Kind fast schon wie ein Fremdkörper wirkt und besonders bezeichnend ist es, wenn man dann noch kinderreiche Familien als ASOZIAL schimpft. Da fragt man sich wirklich wie man Begriffe so auf dem Kopf stellen kann.

    • Manul
    • 01.08.2009 um 16:15 Uhr

    Eine Gesellschaft, die sich prächtig mit Industrie- und Strassenlärm arrangiert, aber Kinderlärm als eine Belästigung sieht ist einfach nur krank - und anders kann man das gar nicht mehr bezeichnen. So verhält sich nur eine schizophrene Gesellschaft, die sich weigert anzuerkennen, dass Manches zu einer normalen Existenz dazu gehört. Stattdessen wird die Kinderlosigkeit als das normale Status Quo gesehen, wo jede Familie mit einem Kind fast schon wie ein Fremdkörper wirkt und besonders bezeichnend ist es, wenn man dann noch kinderreiche Familien als ASOZIAL schimpft. Da fragt man sich wirklich wie man Begriffe so auf dem Kopf stellen kann.

    • keox
    • 01.08.2009 um 14:50 Uhr
    7. Kinder

    "Dabei ist doch eigentlich klar, dass eine essentielle Grundbedingung, um die Folgen des demographischen Wandels, wie Altersarmut, zu verhindern und die zukuenftige Wettbewerbsfaehigkeit unseres Landes zu sichern, eine hoehere Geburtenrate und eine angemessene Erziehung und Bildung unseres Nachwuchses, unabhaengig vom Elternhaus zu gewaehrleisten, ist."

    Die Verknüpfung von Geburtenraten, Ausbildung etc pp mit gesellschaftlichem Reichtum, Wettbewerbsfähigkeit, Verhinderung von Altersarmut usw usw stimmt doch bestenfalls auf einer abstrakten Ebene, die alle gesellschaftlichen Nebenbedingungen ausklammert.

    Deutschland ist ein sehr wettbewerbsfähiges, sehr reiches Land, trotzdem erleben wir Kinderarmut, Altersarmut, Armut in jedem Lebensalter.

    Solange gesellschaftlich gemeinsam erarbeiteter Wohlstand wie selbstverständlich von einer winzigen Minderheit für sich reklamiert wird bleibt das auch so.

    Statt also unsere Kinder für ein fremdbestimmtes Leben in einer Gesellschaft dressieren, deren Regeln weder sie noch ihre Eltern festlegen, sollten wir die kleinen Menschen so sehen wie sie sind:

    Schutzbedürftig und förderungswürdig in all ihren Bedürfnissen, jenseits aller Verwertbarkeit.

    Dazu allerdings müssen wir die Regeln ändern, und wohl auch uns selbst.

    • Katana
    • 01.08.2009 um 15:25 Uhr

    Als Problem sehe ich dabei , das es in dieser Gesellschaft scheinbar nur "Sekt oder Selters" gibt , Kritik wird ganz schnell zu Diskriminierung aufgeplustert um den eigenen Egoismus zu Kaschieren .

    Sie haben nach meinen Erfahrungen absolut Recht , wenn sie kritisieren das nicht zwischen Spiel und Krach machen um des Kraches willen differenziert wird .
    Auch gibt es viel zu viele Eltern bei denen die Gesellschaft schon dann kinderfeindlich ist , wenn sie dem Nachwuchs nicht einfach "Narrenfreiheit" in jeder Hinsicht zubilligt .

    Ich bin selber Vater einer mittlerweile 15jährigen Tochter die auch kein Kind von Traurigkeit ist , war aber nie der Meinung , das sich mein Umfeld nun widerspruchslos jede Laune meiner Tochter gefallen zu lassen hat .

    Unsere Nachbarn haben 3 Kinder und reichlich Spielzeug einschließlich Swimming Pool und Trampolin im Garten , dagegen ist nix einzuwenden , nur als sie sich letztens ausgerechnet auf einem Sonntag noch einmal locker 10 !! Nachbarskinder zu Besuch holten , von denen sich zwei als Kinder nur dadurch definieren , das sie absolut nichts ohne brüllen und offene Aggressivität schaffen ,wurde es mir dann auch zuviel .
    Allerdings kann man sowas ganz locker und ohne Meckerei ausdiskutieren , sofern da eben auch mal Einsicht besteht , das es gerade an Sonntagen auch Grenzen gibt .

    Ebenso wie es bei uns Eltern gibt , die es absolut nicht schaffen auch nur ein Minimum an Verkehrserziehung aufzubringen , da kurven die Sprösslinge mit Rollern , Rollschuhen , Gokarts und Fahrrädern die ganze Straße einschließlich Kurven auf der Gegenfahrbahn rum und dann wird sich gewundert wenn Autofahrer ins Pöbeln kommen , wenn sie eines der Kinder fast auf der Motorhaube haben , OBWOHL sie bei erlaubten Tempo 50 nur 30 fahren .
    Wenns knallt ist nämlich IMMER der Autofahrer der böse .

    Wenn man sowas kritisiert und dafür als kinderfeindlich beschimpft wird , dann darf sich die Gesellschaft über zunehmende Wut , welche sich irgendwann in echter Kinderfeindlichkeit entlädt nicht wundern .

    Unser Land ist einfach zu dicht besiedelt , als das man bestimmten Gruppen in der Bevölkerung einfach Narrenfreiheit zugestehen kann , das gilt leider auch für Kinder .
    Denke ich an meine eigene Kindheit zurück gab es da viel mehr Regelungen und Verbote , da war es tatsächlich noch so absurd , das an der Wiese vor dem Haus ein "betreten verboten" Schild hing , etwas was ich heute schon lange nicht mehr gesehen habe , wie auch viele andere Dinge im Sinne von Kindern toleranter gehandhabt werden .

    Was den Arbeitsmarkt angeht sehe ich es genau so , meine Eltern mussten auch zusehen wie sie mich und Arbeit unter einen Hut bekommen , da forderte noch niemand Arbeitgeber auf doch Familien zu fördern und andere Arbeitszeit Modelle anzubieten .
    Nein die Leute selber waren gefragt dies zu managen und irgendwie finde ich das auch logisch , heute wird da in meinen Augen von Eltern und allen die es werden wollen viel zu oft das Silbertablett gefordert , auf dem alles mund(familien)gerecht serviert wird .
    Bezahlen dürfen das alle anderen , Eigenverantwortung Fehlanzeige .
    Das führte hier bei einem Streik der Schulbusfahrer zu den seltsamen Stilblüten , das Kinder einfach zu Hause behalten wurden , OBWOHL beide Elternteile motorisiert sind , man brachte nicht dies Stück Flexibilität mit , mit dieser Situation auch nur für wenige Tage umgehen zu können und wähnte sich mit diesem Verhalten auch noch im Recht .

    All dies hat unsere Gesellschaft verändert und wie ich meine nicht eben zum Guten , der Schulleiter meiner Tochter drückte das letztens ganz treffend aus in dem er die im ersten Moment befremdliche Aussage machte , das den heutigen Jugendlichen aber auch schon den Eltern die "Leidensfähigkeit" fehlte , das Ganze aber mit einem schmunzeln auf den Lippen , einige Eltern waren trotzdem erbost .

    Er meinte damit nichts anderes , als das die Kinder bei der kleinsten Komplikation zusammenklappen , alles wird immer gleich als Druck gesehen ,lernen und damit verbundene Arbeit sowie sie etwas komplex ist wird fast als Sklaverei und Schikane betrachtet .
    Und genau das nehmen die Kinder mit ins Erwachsenenleben mit der Folge das sofort gejammert wird , wenn nicht alles mundgerecht serviert wird , sondern man sich auch mal strecken muss .
    Ich kann ihm da nur zustimmen und von daher den Worten der angehenden Ministerin nicht viel positives abgewinnen , es wird in meinen Augen durchaus genug für Familien in diesem Land getan , diese können nur allzu oft den Hals nicht voll bekommen , was dazu führt das die Solidarität der Gesellschaft langsam überstrapaziert wird .

    Dazu kommt das Verhalten der Politik , die Menschen in diesem Land systematisch gegeneinander aufzuhetzen indem ich jede Subvention für eine Bevölkerungsgruppe dadurch finanziere , das ich es einer anderen aus der Tasche ziehe .
    Das ist natürlich Schwachsinn , weil es in diesem Land gar keine zweckgebundenen Abgaben gibt , aber es wird so dargestellt und vergiftet das Klima in unserer Gesellschaft .

    Uneinig Volk regiert sich halt besser .

    MfG Katana

    Antwort auf "Kinderlärm"
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    • TDU
    • 01.08.2009 um 16:41 Uhr

    Gerade dem letzten Absatz kann ich nur zustimmen. Und da darf man fragen, ob Kinderfeindlichkeit Ursache oder Wirkung dieser Politik ist. Arbeit ist ja grundsätzlich Stress , der auch durch die Freude am Kind nicht relativiert werden darf. Sonst könnte unser Land ja zu einer Leichtigkeit finden, die es nie hatte. Diese bleibt nur den Profiteuren der Konflikte, die aber eher heimlich ausgelebt wird und durch das Abhanden Kommen eines Autos aus der Fasson gerät.

    Letztens bin ich wieder mal auf dem Gehweg von einem Radfahrer fast umgefahren worden. Dass früher losfahren gilt auch nur für Autofahrer, die Radfahrer, gerade auch die Mitte zwanzig, nehmen eben ihre Freiheit war. Und das ist auch ein Problem. Nicht die Freiheit zu zählt sondern die Freiheit von. Und da provoziert schon mal ein Kind eine Masse an Unterdrückung, wenn mal ein Erwachsener einem Kind gemäß reagieren soll.

    • TDU
    • 01.08.2009 um 16:41 Uhr

    Gerade dem letzten Absatz kann ich nur zustimmen. Und da darf man fragen, ob Kinderfeindlichkeit Ursache oder Wirkung dieser Politik ist. Arbeit ist ja grundsätzlich Stress , der auch durch die Freude am Kind nicht relativiert werden darf. Sonst könnte unser Land ja zu einer Leichtigkeit finden, die es nie hatte. Diese bleibt nur den Profiteuren der Konflikte, die aber eher heimlich ausgelebt wird und durch das Abhanden Kommen eines Autos aus der Fasson gerät.

    Letztens bin ich wieder mal auf dem Gehweg von einem Radfahrer fast umgefahren worden. Dass früher losfahren gilt auch nur für Autofahrer, die Radfahrer, gerade auch die Mitte zwanzig, nehmen eben ihre Freiheit war. Und das ist auch ein Problem. Nicht die Freiheit zu zählt sondern die Freiheit von. Und da provoziert schon mal ein Kind eine Masse an Unterdrückung, wenn mal ein Erwachsener einem Kind gemäß reagieren soll.

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service