Heiratsvermittlung Jeder Mann ein Star

"Willst du mich heiraten?" In der Ukraine gibt es keine Zeit zu verlieren. Schon gar nicht auf einer Brautschau, die eine amerikanische Heiratsagentur organisiert hat

Pünktlich um sechs Uhr abends melde ich mich in einem kleinen Saal im vierten Stock des Hotels Odessa. Entgegen meiner Gewohnheit setze ich mich in die erste Reihe. Endlich einmal will ich mir beim Suchen nach meiner Braut richtig Mühe geben. Neben mir sitzt Pete, ungefähr in meinem Alter, Ende dreißig, ein Mann mit Brille und dünnem Haar. Er war Mathematiklehrer in der Sekundarstufe, hat sich aber zum Krankenpfleger umschulen lassen. Jetzt arbeitet er in einem Zentrum für Brandverletzte in North Carolina. Er redet mit leiser, ernsthafter Stimme, der Stimme eines Mannes, der viele Brandwunden gesehen hat. Genau wie ich hat er ein Notizbuch dabei.

Später werden mir ein paar Frauen erzählen, dass Pete beim ersten social, einem Kennenlernabend in Odessa, jede Frau mit "Willst du mich heiraten?" begrüßte. Das Umgekehrte jedoch kommt ebenso vor. Frauen, die auf socials ohne Umschweife ein Gespräch mit "I love you« beginnen oder: "Darf ich dir übers Haar streicheln?" In der Ukraine gibt es keine Zeit zu verlieren. Außerdem fehlt oft die gemeinsame Sprache.

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Dennoch wäre es eine Lüge, zu behaupten, die Männer, die an dieser Tour teilnehmen, seien schon auf den ersten Blick Verlierer. Sie sind weniger alt und hässlich, als ich erwartet hatte. Das Durchschnittsalter in unserer Gruppe liegt meiner Einschätzung nach knapp unter fünfzig. Viele Männer haben schon Kinder sowie eine oder mehrere Ehen hinter sich. Nach Kleidung, Gesprächen und den Berufen zu urteilen, entstammt ein Großteil der unteren Mittelschicht. Doch Mangel an Geld, höherer Bildung und Status allein machen noch niemanden zum Loser. Später wird eine ukrainische Dame, die Erfahrung mit dieser Art Reisen besitzt, mir allerdings sagen: "Von den ungefähr fünfundzwanzig Männern auf jeder Tour sind nur so rund vier bis fünf normal. Der Rest ist ein bisschen bis hundertprozentig plemplem."

Kurz nach sechs ergreift unser Reiseleiter John Adams das Wort. Er erklärt, dass viele Frauen, die wir treffen werden, kein oder kaum Englisch sprechen. Wer ein Date hat, kann für zehn Dollar pro Stunde eine Dolmetscherin mieten. "Sie braucht kein volles Menü mitzuessen", sagt John. "Bestellt ihr einen Salat. Wenn ihr die Dolmetscherin netter findet als das Date, so was kommt vor, schickt das Date dann nach Hause und verabredet euch mit der Dolmetscherin."

Wie auch ich machen einige Männer sich eifrig Notizen.

"Wenn die Frau schon beim ersten Date sagt: ›Los, kauf mir Stiefel‹", meint John, "ist das ein Zeichen, dass vielleicht irgendwas nicht ganz stimmt."

Er macht eine kurze Pause. "Dann zum Sex", sagt er. "Jungs, das hier ist keine Sextour. Eine Sextour könnt ihr anderswo billiger kriegen. Aber irgendwann werden verliebte Leute natürlich tun, was verliebte Leute so tun. Wenn ihr jemanden mit aufs Zimmer nehmt, und sie bleibt über Nacht, meldet sie dann an der Rezeption an. Das kostet zwanzig Dollar extra. Und merkt euch eins: Ihr seid nicht hier, um jemanden zu retten. Ihr seid hier, um eine Frau zu finden. Seid egoistisch. Noch Fragen?"

Ein hoch aufgeschossener Mann bittet ums Wort. Er sagt, dass er frisch aus dem Irak kommt. Ein Irakveteran. Ich kann mir seine Frage nicht merken. Später wird sich herausstellen, dass wir gleichzeitig in der Grünen Zone von Bagdad gewesen sind. Er spricht lieber über Frauen als vom Irak. Dann sagt John zu seinem Assistenten: "Hol die Dolmetscher rein."

Die Dolmetscher sind ausnahmslos Frauen. Es sind auch einige ältere dabei, doch das Durchschnittsalter liegt um die zwanzig oder etwas darunter. Sie stellen sich in einer Reihe auf. Offenbar haben sie für diese Gelegenheit ihre schönsten Kleider aus dem Schrank geholt. Eine nach der anderen stellen sie sich vor. Jede sagt mehr oder weniger das Gleiche: "Hi, ich bin Anja. Ich bin hier, um euch zu helfen, das große Glück zu finden."

Ich muss an die Geschichte eines Freundes und Asienkenners über ein Bordell in Ostasien denken, in dem auf dem Boden eine dicke Linie gezogen war. Auf der einen Seite standen die Frauen, die ausschließlich orale und vaginale Freuden versprachen, auf der anderen jene, die Männer auch über den Hintereingang in den siebenten Himmel einließen.

Die meisten Dolmetscherinnen sind nicht nur Dolmetscherinnen. Sie sind "zu haben". Auch sie stehen fast ausnahmslos auf der Website von "A Foreign Affair", der amerikanischen Heiratsagentur, die diese romance tour organisiert. Auch sie suchen einen ausländischen Bräutigam. Etwas, das mir in dem Moment noch nicht bewusst ist, mir etwas später jedoch unmissverständlich vor Augen geführt wird.

John Adams klatscht in die Hände. "Los, Jungs", sagt er. "Lernt unsere Dolmetscherinnen kennen."

Ich verspüre einen unerklärlichen Drang, andere zu besiegen, nicht die Frauen, sondern die Männer. Eine merkwürdige Angriffslust, im Grunde nichts anderes als erhöhte Wachsamkeit und Konzentration. Eine Art Tunnelblick, verbunden mit Gleichgültigkeit gegen jedwede moralischen und praktischen Konsequenzen. Ich weiß nicht, ob ich das über mich hatte erfahren wollen, aber jetzt weiß ich es.

Als einer der Ersten stehe ich auf und gehe zu einer Dolmetscherin. "Ich heiße Arnon", sage ich. "Und wie war dein Name gleich wieder?"

Einige Dolmetscherinnen kommen aus Moldawien, die meisten aus der Ukraine.

Ich habe mit fast allen Dolmetscherinnen ein wenig geredet. Jetzt spreche ich mit Olga, einem neunzehnjährigen Mädchen. Sie ist blond, hat glattes, halblanges Haar und reicht mir bis zur Nase. (Ich bin 1,71 Meter.) Wie viele ihrer Kolleginnen hat sie sich professionell, doch übermäßig gepudert. Das Gespräch kommt auf meine Herkunft. "Ich bin verrückt auf Juden", sagt sie plötzlich. Mehr Ermutigung braucht es nicht. "Darf ich dich und deine Freundinnen zum Essen einladen?", frage ich sie.

Die meisten anderen Männer sprechen immer noch mit den Dolmetscherinnen, doch einige Herren stehen untätig am Fenster. Ein kleiner, bleicher Mann schaut verträumt vor sich hin. Von einem anderen Teilnehmer der Gruppe habe ich gehört, dass er sich die Nase hat verkleinern lassen und das jetzt bereut.

Zusammen mit Olgas Freundinnen Helene und Ann, zwanzig beziehungsweise neunzehn Jahre alt, gehen wir in die Innenstadt von Odessa. Auf einer der Hauptstraßen begegnen wir zwei Männern aus der Gruppe.

"Wir suchen ein Restaurant", sagen sie.

"Kommt mit uns", lade ich sie ein.

Die Mädchen nehmen uns mit in ein typisch ukrainisches Restaurant. Ich bestelle Blinchiki, die örtliche Variante der russischen Pfannkuchen, mit Kaviar.

Einer der beiden Männer arbeitet für eine Elektrizitätsgesellschaft im Staate Missouri, der andere ist Doktor in Virginia. Ich schätze beide auf Mitte vierzig. Der Doktor hat milchweißes Haar und redet kein Wort. Später wird einer der anderen Teilnehmer über ihn sagen: "Was der Mann dringend braucht, ist ein Blowjob."

Der Doktor wird am Ende der Reise erklären, dass er schon seit fünf Jahren auf der Website von A Foreign Affair nach einer Frau sucht, aber die Tour immer aufgeschoben hat, weil er an den Folgen einer teuren Scheidung herumlaborierte.

Am nächsten Morgen bekommen wir eine Stadtführung. Es sind noch ein paar Männer dazugekommen. Einer von ihnen ist Pedro aus Queens in New York.

Pedro erzählt, dass sein Vater aus Italien stammt; seine Mutter sei halb chinesischer, halb indonesischer Herkunft. Er spricht mit hoher Stimme und kichert, auch wenn es gar nichts zu kichern gibt. Seine Bewegungen sind etwas tuntig.

Wie man hört, war er schon einmal mit einer Frau aus der Ukraine verlobt, aber das ging nicht gut. Als ich ihn frage, warum, kichert er nur. Von Beruf ist er Buchhalter.

"Hast du ein Bügeleisen auf deinem Zimmer gesehen?", will er wissen.

In der Gruppe machen Gerüchte die Runde, dass seine Mutter ihn auf diese Reise geschickt hat und dass er nicht eher nach Hause zurückdarf, bis er eine Frau gefunden hat.

In der Stadt Cherson wird Pedro sich von uns trennen. Die Gruppe wird nach Odessa zurückfahren, doch Pedro wird nicht dabei sein. Zu den socials erscheint er in Anzug und Krawatte. Verlegen geht er von Tisch zu Tisch.

Cherson ist eine der deprimierendsten Städte, die ich jemals gesehen habe. Als hätten wir 1950 und Stalin sei noch am Leben. Man kann dort sehr leicht verschwinden. Die Organe des Opfers werden verkauft, stelle ich mir vor. Streunende Hunde werden die Leiche finden.

Vielleicht hat Pedro in Cherson wirklich ein Mädchen gefunden. Ich würde es ihm wünschen. Je ärmlicher und deprimierender die Stadt, desto williger die Mädchen. Das ist das Gesetz der Liebe.

Vor dem ersten social gehe ich mit Nick, einem Orthopäden aus New Jersey, und Tom, einem Tennislehrer aus Idaho, in eine Weinbar. Wir sind die einzigen Gäste, und die Bedienung scheint erstaunt, dass überhaupt Kundschaft gekommen ist. Wird hier vielleicht Geld gewaschen? Die beiden Männer an meinem Tisch sind um die fünfzig. Tom hat drei Kinder und eine Frau, die ihm das Leben zur Hölle gemacht hat. Er trägt einen Trainingsanzug. In Idaho gibt er Damen in einem exklusiven Country-Club Tennisunterricht. Doch Privatkontakt mit seinen Schülerinnen ist strengstens verboten, andernfalls wird er sofort entlassen. Nick hat drei Ehen hinter sich. Seiner Meinung nach waren die meisten Frauen in seinem Leben Fälle für den Psychiater.

Tom erzählt, dass er gestern beim Kennenlernabend die Frau getroffen hat, die ihn an sein high school sweetheart erinnert. Er korrespondiert schon seit Monaten mit ihr. Er hatte nicht gewusst, dass sie Dolmetscherin ist, doch er hat sie sofort erkannt.

Es ist dunkel, als ich im Restaurant Grand Europe ankomme. Der Saal ist noch geschlossen, doch im Foyer sitzen an verschiedenen Tischen Frauen mit Formularen. Es sind Ukrainerinnen in einer Kleidung, die hier fast Volkstracht zu sein scheint: Stiefel, dazu Röcke und Kleider, die man im Westen leicht für vulgär ansieht, doch die mich wenig stören.

"Ist es so dunkel hier, um uns in Stimmung zu bringen?", frage ich.

Max erklärt, dass der Strom ausgefallen ist.

Viele Männer haben sich zur Feier des Tages in einen Anzug geworfen. Bill, ein Barkeeper aus Kalifornien mit wildem Haar, bleibt jedoch lieber bei seinem Hawaiihemd.

Ich unterhalte mich mit den Dolmetscherinnen, mit denen ich am Abend zuvor ausgegangen bin, während ich gleichzeitig im Auge behalte, was um mich herum vorgeht. Manche Männer haben schon damit begonnen, Damen anzusprechen. Andere stehen aufgekratzt da wie Pferde am Start. John Adams, zu dieser Gelegenheit gleichfalls im Anzug, ruft: "Jungs – seid ihr bereit?" Als wären wir ein Basketballteam, das den Gegner vernichten will.

"Denkt daran", sagt John Adams, "nicht zu lange bei ein und derselben Frau bleiben. Lernt so viele wie möglich kennen, sonst findet ihr nie die Richtige."

Ich sehe, wie eine Frau im blauen Kleid mit herrlichen Augen im Saal verschwindet. Kurz schauen wir uns an. Ich beschließe, nachher als Erstes zu ihr zu gehen.

Die Türen öffnen sich für die Herren. Pete, der Krankenpfleger aus North Carolina, und ich stürmen als Erste den Saal.

"Keine Angst", ruft John Adams uns und den anderen Männern zu, "sie beißen nicht!"

Der Saal wirkt auf mich wie die Kulisse zu einer etwas ärmlichen Hochzeit. Frauen sitzen an nummerierten, einzelnen Tischen. Neben ihnen steht russischer Champagner. Der Champagner ist lauwarm. Auf einem Tablett daneben sind Kanapees angerichtet. Die Kanapees wirken unappetitlich.

Die Männer laufen herum wie Kinder im Spielzeuggeschäft. Doch dieses Spielzeug antwortet, es ist warm, und es atmet.

Ich gehe interessiert an einigen Tischen vorbei, werfe hier und da einen Blick, manche schauen zurück. Ich habe sofort gesehen, wo die Schöne im blauen Kleid sitzt.

Alle professionelle Distanz als Undercover-Journalist ist mit einem Mal wie verflogen. Ich bin einer der Männer. Nichts unterscheidet mich mehr von ihnen.

Wie unappetitlich die Kanapees auch aussehen, sie sind im Handumdrehen verputzt. Die Damen haben Hunger.

Sam, ein Mann aus Indien, wohnhaft in Florida und beschäftigt bei einem pharmazeutischen Unternehmen, ist einundfünfzig, doch er hat sich in seiner Korrespondenz mit ukrainischen Damen regelmäßig als einunddreißig vorgestellt. Weil, so hörte ich ihn unserem Tourführer zuflüstern, "ich mich keinen Tag älter fühle".

Joe, der Irakveteran, ist im Bus stolz darauf, dass er alle Kondome aus seiner Minibar verbraucht hat. Er hat zwei Mädchen mit aufs Zimmer genommen, sich, wie er sagt, "ein Handtuch vorgebunden und ihnen Bier serviert". Er hat sie in die Wanne gesteckt und sich dann mit ihnen vergnügt, so lange, bis alle Kondome verbraucht waren. Stolz fügt er hinzu: "Die Mädchen haben gerufen: 'Oh, Joe, du bist Superman.'" Joe schämt sich nicht, er erzählt es lauthals. Er fügt hinzu: "Auf dieser Tour ist jeder ein Rockstar."

David, ein pensionierter Mann aus Chicago, wird mir später erzählen, dass Joe für die Mädchen bezahlt hat. Doch wo hier die Prostitution anfängt und wo sie endet, ist schwer zu sagen. David verabredet sich mit einer Frau, die einen Sohn hat. Sie machen noch ein Date aus, sie erzählt ihm, dass ihr Sohn neue Turnschuhe braucht. David nennt das Prostitution. Man kann es auch anders nennen: Wohltätigkeit, Großzügigkeit, Liebe, Mitleid, Zärtlichkeit oder einfach nur "neue Turnschuhe".

Der Mann als verhinderter Rockstar, das ist das Bild, das mir von dieser romance tour bleiben wird. Früher oder später wird der Rockstar in jedem Mann geweckt. Das Tier im Käfig, das einen Moment lang herausdarf.

Ich verlasse den social zusammen mit Julia und Olga. Julia ist die Schöne, auf die ich gleich zu Anfang mein Auge hatte fallen lassen. Hier bin auch ich ein verhinderter Rockstar. "Gehen wir zusammen was essen", habe ich gesagt. "Bleiben wir nicht länger hier."

Olga ist zweiundzwanzig und geschieden, Julia ist dreiundzwanzig. Sie spricht voller Lob über Putin und macht sich Sorgen über die russische Kultur, die ihrer Meinung nach in der Ukraine zusehends verschwindet. Julia und Olga führen mich zum Nachtklub Pretoria, doch dort ist kein Platz mehr. Wir gehen woanders hin. Auch essen kann man in Odessa in einem Klub. Das Steak ist nicht besonders, der Wodka dagegen eine Wucht. Olga und Julia bestellen kein Glas, sondern gleich eine Flasche. "Nur Alkoholiker trinken allein", sagt Julia.

Jedes Mal, wenn einer von uns das Glas hebt, müssen die anderen mittrinken und einen Toast aussprechen. Olga und Julia trinken so: In der Linken halten sie das Glas Wodka, in der Rechten ein Glas Sprite oder Orangensaft. Sie trinken nie, ohne an beiden Gläsern zu nippen. Erst ein Schluck Wodka, dann ein Schluck Sprite oder Saft. Vor allem Julia verzieht das Gesicht, wenn sie Wodka hinunterschluckt, doch trotzdem trinkt sie tapfer drauflos. Wir trinken auf das Glück, auf die Liebe, auf Odessa, Wladimir Putin, die russische Kultur und Gogol. Auch meine journalistische Pflicht darf ich nicht vernachlässigen.

"Wie fandet ihr den social?", frage ich. "Das Prinzip der Veranstaltung, meine ich."
"Wir waren da, um zu reden", sagt Olga. "Und wir haben dich kennengelernt, das ist doch cool?"
Bevor ich die nächste Frage stellen kann, um ihre Antwort zu notieren, zischt Olga: "Nie wen allein trinken lassen."

Keinen Moment Ruhe bekommt der rechtschaffene Undercover-Journalist hier.

Olga rollt sich die Bluse ein wenig nach oben, sodass ihr Nabel zum Vorschein kommt. Sie geht tanzen. Julia sagt: "Zum Tanzen habe ich nicht das richtige Kleid an."

Auch ich kann nicht tanzen, aber wenn man zu dritt in anderthalb Stunden eine Flasche Wodka geleert hat, spielen solche Erwägungen keine gewaltige Rolle mehr.

Zu dritt tanzen wir Hand in Hand in einem Nachtklub in Odessa, dessen Name ich schon wieder vergessen habe. Ich tue nichts als meine journalistische Pflicht.

Aus dem Niederländischen von Rainer Kersten

 
Leser-Kommentare
    • JUKOS
    • 31.07.2009 um 18:44 Uhr

    Wie die Beatles schon in den 60er Jahren gesungen haben:

    "The Ukraine girls make you scream and shout, and Jo Jo is always on your mmm mind! .... Back in the USSR!"

    Das einzige was mich hier nervt ist der bloede Irak-Veteran.

    Sonst habe ich als gebuertiger Ukrainer nicht viel hinzuzufuegen oder auszusetzen!

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    • WNYC
    • 01.08.2009 um 21:37 Uhr

    Was ist Dein Problem mit dem Irakveteran? Er hat schließlich Kondome benutzt und Geld dagelassen. Und in den Irak ist er bestimmt nicht gegangen, weil er einen anderen guten Job hätte finden können.

    • WNYC
    • 01.08.2009 um 21:37 Uhr

    Was ist Dein Problem mit dem Irakveteran? Er hat schließlich Kondome benutzt und Geld dagelassen. Und in den Irak ist er bestimmt nicht gegangen, weil er einen anderen guten Job hätte finden können.

  1. Stichworte zu diesem Artikel: "Frau, Heirat, Partnerschaft". Das ganze klingt für mich eher nach Werbung, denn nach kritischer Berichterstattung...

  2. Davon kommt doch nichts. Man bekommt ein wenig Präsenz und Sex, aber niemanden, der einen mag geschweige den liebt.
    Und irgendwann geht man sich noch auf die Nerven und der Sex ist widerwillig.

    Das hat alles keinen Sinn.

  3. ...Ich tue nichts als meine journalistische Pflicht.

    ;)

    • Timo K
    • 01.08.2009 um 15:54 Uhr

    Die armen Männer und Frauen in der Ukraine, denen die Frauen weggekauft werden.
    Widerlich.

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    Die armen Männer und Frauen in der Ukraine, denen die Frauen weggekauft werden.

    Na, ja, eine quantitative Rolle spielt das wohl kaum. So ganz im Gegensatz zu Dunkeldeutschland, vor allem im Norden, wo die jungen Frauen derart Scharenweise die Flucht ergreifen, dass das Verhältnis Männer zu Frauen irgendwo bei 5:4 liegt. Frank Schirrmacher sieht Parallelen zur Verbreitung rechten Gedankenguts und nennt die Restbewohner dort "Triebwähler".

    Aber zurück zur Ukraine: Entweder haben die amerikanischen Frauen es nicht so nötig, oder es entsteht irgendwann ein Markt für ukrainische Männer, wenn die wohlalimentierten Ex-Frauen auf Bräutigamschau gehen.

    Ich kann die Frauen verstehen. Man ist ja nicht schuld daran, am Arsch der Welt geboren zu sein. Warum soll man sein Leben wegwerfen, indem man da bleibt? Wie liebevoll mögen Ehen dort sein, unter permanentem Existenzdauerstress? Sicher vielfach nicht besser als eine mit einem Ausländer, mit dem man sich halbwegs versteht. Ich las mal den vielleicht nicht mal zynisch gemeinten Spruch eines älteren Herrn, dass nicht so wichtig sei, ob man einander (OK, hier würde man wohl sagen: sich) bei der Heirat liebe, weil man das nach 20 Jahren sowieso nicht mehr tue. Aber jemanden, den man nicht geliebt habe, könne man nach 20 Jahren ganz gut leiden.

    Die echten Probleme liegen übrigens ganz woanders: In Asien, vor allem China und Indien, "fehlen" etwa einhundert Millionen Frauen. Da findet man als Mann keine Frau, weil so viele Eltern ihren weiblichen Nachwuchs - je nach Möglichkeit - abtreiben oder nach der Geburt umbringen. Töchter kosten ja nur. Und diesen kranken Wahnsinn schauen wir uns untätig an. Wir wollen uns ja nicht in anderer Leute innere Angelegenheiten einmischen. Nur bei passenden Nichtigkeiten, ein paar Ausländern auf Brautsuche in der Ukraine, fällt uns unser humanistischer Primat wieder ein und wir erheben die Stimme... Ich bin beeindruckt.

    Die armen Männer und Frauen in der Ukraine, denen die Frauen weggekauft werden.

    Na, ja, eine quantitative Rolle spielt das wohl kaum. So ganz im Gegensatz zu Dunkeldeutschland, vor allem im Norden, wo die jungen Frauen derart Scharenweise die Flucht ergreifen, dass das Verhältnis Männer zu Frauen irgendwo bei 5:4 liegt. Frank Schirrmacher sieht Parallelen zur Verbreitung rechten Gedankenguts und nennt die Restbewohner dort "Triebwähler".

    Aber zurück zur Ukraine: Entweder haben die amerikanischen Frauen es nicht so nötig, oder es entsteht irgendwann ein Markt für ukrainische Männer, wenn die wohlalimentierten Ex-Frauen auf Bräutigamschau gehen.

    Ich kann die Frauen verstehen. Man ist ja nicht schuld daran, am Arsch der Welt geboren zu sein. Warum soll man sein Leben wegwerfen, indem man da bleibt? Wie liebevoll mögen Ehen dort sein, unter permanentem Existenzdauerstress? Sicher vielfach nicht besser als eine mit einem Ausländer, mit dem man sich halbwegs versteht. Ich las mal den vielleicht nicht mal zynisch gemeinten Spruch eines älteren Herrn, dass nicht so wichtig sei, ob man einander (OK, hier würde man wohl sagen: sich) bei der Heirat liebe, weil man das nach 20 Jahren sowieso nicht mehr tue. Aber jemanden, den man nicht geliebt habe, könne man nach 20 Jahren ganz gut leiden.

    Die echten Probleme liegen übrigens ganz woanders: In Asien, vor allem China und Indien, "fehlen" etwa einhundert Millionen Frauen. Da findet man als Mann keine Frau, weil so viele Eltern ihren weiblichen Nachwuchs - je nach Möglichkeit - abtreiben oder nach der Geburt umbringen. Töchter kosten ja nur. Und diesen kranken Wahnsinn schauen wir uns untätig an. Wir wollen uns ja nicht in anderer Leute innere Angelegenheiten einmischen. Nur bei passenden Nichtigkeiten, ein paar Ausländern auf Brautsuche in der Ukraine, fällt uns unser humanistischer Primat wieder ein und wir erheben die Stimme... Ich bin beeindruckt.

  4. 6. toll

    [Entfernt. Bitte formulieren Sie Kritik sachlich und verzichten Sie auf Pauschalisierungen. Vielen Dank. / Die Redaktion as]

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    • WNYC
    • 01.08.2009 um 21:43 Uhr

    Kommentar von Ihnen. Es ist eine Beldeidigung. Ich habe selber holländische Familienmitglieder und die würden stilistisch bestimmt besser schreiben (auch wenn sie in der Fahrzeugbranche tätig sind). Diese Pauschalisirungen und Beleidigungen sisnd gegen das ZEIT Forums. Ich hoffe, dass man Sie auf das Hausrecht verweist.

    • WNYC
    • 01.08.2009 um 21:43 Uhr

    Kommentar von Ihnen. Es ist eine Beldeidigung. Ich habe selber holländische Familienmitglieder und die würden stilistisch bestimmt besser schreiben (auch wenn sie in der Fahrzeugbranche tätig sind). Diese Pauschalisirungen und Beleidigungen sisnd gegen das ZEIT Forums. Ich hoffe, dass man Sie auf das Hausrecht verweist.

  5. Die armen Männer und Frauen in der Ukraine, denen die Frauen weggekauft werden.

    Na, ja, eine quantitative Rolle spielt das wohl kaum. So ganz im Gegensatz zu Dunkeldeutschland, vor allem im Norden, wo die jungen Frauen derart Scharenweise die Flucht ergreifen, dass das Verhältnis Männer zu Frauen irgendwo bei 5:4 liegt. Frank Schirrmacher sieht Parallelen zur Verbreitung rechten Gedankenguts und nennt die Restbewohner dort "Triebwähler".

    Aber zurück zur Ukraine: Entweder haben die amerikanischen Frauen es nicht so nötig, oder es entsteht irgendwann ein Markt für ukrainische Männer, wenn die wohlalimentierten Ex-Frauen auf Bräutigamschau gehen.

    Ich kann die Frauen verstehen. Man ist ja nicht schuld daran, am Arsch der Welt geboren zu sein. Warum soll man sein Leben wegwerfen, indem man da bleibt? Wie liebevoll mögen Ehen dort sein, unter permanentem Existenzdauerstress? Sicher vielfach nicht besser als eine mit einem Ausländer, mit dem man sich halbwegs versteht. Ich las mal den vielleicht nicht mal zynisch gemeinten Spruch eines älteren Herrn, dass nicht so wichtig sei, ob man einander (OK, hier würde man wohl sagen: sich) bei der Heirat liebe, weil man das nach 20 Jahren sowieso nicht mehr tue. Aber jemanden, den man nicht geliebt habe, könne man nach 20 Jahren ganz gut leiden.

    Die echten Probleme liegen übrigens ganz woanders: In Asien, vor allem China und Indien, "fehlen" etwa einhundert Millionen Frauen. Da findet man als Mann keine Frau, weil so viele Eltern ihren weiblichen Nachwuchs - je nach Möglichkeit - abtreiben oder nach der Geburt umbringen. Töchter kosten ja nur. Und diesen kranken Wahnsinn schauen wir uns untätig an. Wir wollen uns ja nicht in anderer Leute innere Angelegenheiten einmischen. Nur bei passenden Nichtigkeiten, ein paar Ausländern auf Brautsuche in der Ukraine, fällt uns unser humanistischer Primat wieder ein und wir erheben die Stimme... Ich bin beeindruckt.

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    • JUKOS
    • 02.08.2009 um 16:34 Uhr

    Was soll das heissen, "am Arsch dr Welt? Die Geschichte ist noch lange nicht am Ende der Zeit angelangt, und ganz schnell können sich die Verhältnisse auch wieder ändern. Was meinen Sie wohl wieviele solcher arrnagierten Ausländer Ehen es wohl in Deutschland gäbe, wenn der deutsche Staat aufhören würde sich weiter und immer tiefer zu verschulden indem alle Sozialleistungen einstellt, wenn es keinen Aufbau Ost mehr gäbe usw. Wieviele Frauen in Deutschland wären dann wohl in der gleichen Lage. Aber hier muss ja der Starke den Schwachen mittragen und sehr viele wären am Arsch wenn das nicht mehr so wäre! Aber wenn es nicht mehr so wäre, und es nur noch wie z.B. in den USA und nicht einmal wie in der Ukraine zugehen würde, und in den USA "liebt" man den Partner des Geldes wegen wirklich, und der Sozialrassismus ist noch um ein Vielfaches ausgeprägter als in Deutschland, dann gäbe es in DE für viele Frauen auch nur noch eine Möglichkeit, sich die wirtschalftliche Existenz zu sichern. Enweder jede nacht oder mit einem reichen!

    Haben sie schon mal nachgezählt, bei wievielen Ehen die wirtshaftlche Absicherung die entscheidende Rolle gespielt hat? Ich würde diese Zahl selbst bei in DE geschlossenen Ehen nicht unterschätzen.

    'Mensch, ich wusste ja gar nicht, dass es zwischen Aschaffenburg und Hof so schlimm aussieht!'

    Nur so, um dazu anzuregen, nicht undifferenziert verbal auf bestimmte Gegenden in Deutschland einzuprügeln.

    Obwohl, Bayern ...

    JoshWolf, SLDD

    • JUKOS
    • 02.08.2009 um 16:34 Uhr

    Was soll das heissen, "am Arsch dr Welt? Die Geschichte ist noch lange nicht am Ende der Zeit angelangt, und ganz schnell können sich die Verhältnisse auch wieder ändern. Was meinen Sie wohl wieviele solcher arrnagierten Ausländer Ehen es wohl in Deutschland gäbe, wenn der deutsche Staat aufhören würde sich weiter und immer tiefer zu verschulden indem alle Sozialleistungen einstellt, wenn es keinen Aufbau Ost mehr gäbe usw. Wieviele Frauen in Deutschland wären dann wohl in der gleichen Lage. Aber hier muss ja der Starke den Schwachen mittragen und sehr viele wären am Arsch wenn das nicht mehr so wäre! Aber wenn es nicht mehr so wäre, und es nur noch wie z.B. in den USA und nicht einmal wie in der Ukraine zugehen würde, und in den USA "liebt" man den Partner des Geldes wegen wirklich, und der Sozialrassismus ist noch um ein Vielfaches ausgeprägter als in Deutschland, dann gäbe es in DE für viele Frauen auch nur noch eine Möglichkeit, sich die wirtschalftliche Existenz zu sichern. Enweder jede nacht oder mit einem reichen!

    Haben sie schon mal nachgezählt, bei wievielen Ehen die wirtshaftlche Absicherung die entscheidende Rolle gespielt hat? Ich würde diese Zahl selbst bei in DE geschlossenen Ehen nicht unterschätzen.

    'Mensch, ich wusste ja gar nicht, dass es zwischen Aschaffenburg und Hof so schlimm aussieht!'

    Nur so, um dazu anzuregen, nicht undifferenziert verbal auf bestimmte Gegenden in Deutschland einzuprügeln.

    Obwohl, Bayern ...

    JoshWolf, SLDD

    • WNYC
    • 01.08.2009 um 21:37 Uhr

    Was ist Dein Problem mit dem Irakveteran? Er hat schließlich Kondome benutzt und Geld dagelassen. Und in den Irak ist er bestimmt nicht gegangen, weil er einen anderen guten Job hätte finden können.

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