Bundestagswahl Am Tag danach
Was wird die SPD tun, falls sie die Wahl verliert? In der Partei werden zwei Szenarien erörtert. Das optimistische ist ziemlich finster
Zwölf, es müssen zwölf sein, zwölf, so sagt Franz Müntefering, »ist die absolute Zahl«.
Zwölf Porträts hängen seit wenigen Tagen im Büro des SPD-Vorsitzenden. Wenn man reinkommt, gleich rechts an der Wand, je vier in drei Reihen. Zwölf Männer und Frauen, die Deutschlands Sozialdemokratie geprägt haben. Von Kurt Schumacher bis Regine Hildebrandt, von Annemarie Renger bis Johannes Rau. Die Nachkriegsgeschichte der SPD in Weiß, Grau, Hellblau und Glutrot. Eine Einheit aus Individuen, zwölf Sozialdemokraten – ein Bild.
Schräg gegenüber, hinter Münteferings Schreibtisch, hängt ein weiteres Bild. Es nimmt die Farben der Ahnengalerie wieder auf. Eine graue Frauenfigur läuft auf einer weißen, kerzengeraden Straße, die über eine hellblaue Ebene führt, einem glutroten Horizont entgegen. Sie ist allein.
Eine Szene wie aus einem Endzeitfilm.
Der Weg,
so heißt der Titel des Bildes. Gemalt hat es die Berliner Künstlerin Susanne Ludwig. Beim Präsentationsempfang sieht Müntefering das Wesen der deutschen Sozialdemokratie getroffen: »Es gibt kein Ziel. Es wird immer nur der Weg sein, auf immer und ewig.« Jeder wisse, so schließt er seine kleine Rede, wie wohl er sich fühle. Hier im Bug des Willy-Brandt-Hauses, hier auf der Kommandobrücke der SPD. »Und jetzt fühle ich mich noch ein bisschen wohler.«
Die Bilder werden bleiben, auch wenn Müntefering geht.
Acht Wochen sind es noch bis zur Bundestagswahl. Acht Wochen, in denen Deutschlands Sozialdemokraten für etwas kämpfen, das die meisten von ihnen bereits verloren glauben. Acht Wochen, in denen sie sich nach außen zu Optimismus und Siegeszuversicht zwingen werden, während durch ihre Köpfe bereits Niederlagen-Szenarien geistern. In diesen acht Wochen werden die Sozialdemokraten, ein Feldversuch in kollektiver Schizophrenie, in zwei Welten gleichzeitig leben müssen. In der einen gibt es nur das Jetzt, in der anderen nur das Morgen. Die eine heißt Wahlkampf und die andere Wildnis. In der ersten ist alles auf den 27. September ausgerichtet, auf die Bundestagswahl. In ihr ist Politik noch Organisation. In der zweiten konzentriert sich alles auf den Tag danach, auf The Day After. In ihr herrscht Chaos.
Die Vorbereitung auf die Niederlage bremst längst den Kampf um den Sieg
Im Wahlkampf schaltet die Sozialdemokratie jetzt auf Dauersendung. Plakate werden geklebt, Reden gehalten, Internet-Offensiven gestartet, Sommertouren absolviert, Broschüren verteilt, Hände geschüttelt. Von kostenloser Bildung werden sie viel reden in dieser Welt, vom flächendeckenden Mindestlohn, vom Nein zur Atomenergie, von frischen Impulsen und entschlossenem Handeln. Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier ist in dieser Welt durchsetzungsstark, Kanzlerin Angela Merkel führungsschwach, Schwarz-Gelb das neoliberale Grauen und die SPD die Rettung. In dieser Welt präsentiert der Kandidat ein Kompetenzteam. In dieser Welt kämpfen jetzt alle für die Wende, für die Sensation in letzter Minute. Bis zum 27. September, 18 Uhr. Dann steht das Ergebnis fest.
In der Wildnis hat die SPD schon verloren.
In der Wildnis liegt die Sozialdemokratie in Trümmern, am Tag danach. Wie geht es jetzt weiter auf dem weißen Weg zum glutroten Horizont? Wie geht es weiter mit Steinmeier und Müntefering, wie weiter mit der SPD? Am Tag danach müssen Fragen beantwortet werden. Es ist der Moment, in dem die Wildnis zu einer Welt der Taten wird.
Wer sich vorher die Wildnis nicht ausgemalt hat, wird nicht wissen, was er dann tun muss.
Wenn man sich umhört unter Sozialdemokraten, wenn man mit ihnen spricht, spürt man, wie viel Raum die Wildnis bereits einnimmt, wie viel Energie sie abzieht aus der anderen Welt, dem Wahlkampf. Die Wildnis breitet sich aus und setzt sich fest. Weil die Kanzlerin in den Umfragen ihren Beliebtheitsvorsprung vor dem Kandidaten weiter ausbaut. Weil sich der ausgemachte Lieblingsfeind, Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg, nicht, wie erhofft, als Wiedergänger des »Herrn Professor aus Heidelberg« entpuppt, des Wahlkampfschlagers von 2005, sondern als dessen popkultureller Gegenentwurf. Weil, just zu dem Zeitpunkt, da die Sozialdemokraten alle mediale Aufmerksamkeit auf Steinmeiers Kompetenztruppe lenken wollen, Gesundheitsministerin Ulla Schmidt sich eine ausgewachsene Dienstwagenaffäre gönnt – und der Wahlkampfleitung damit ein Dilemma beschert. Soll sie gehen oder bleiben? Bleiben ist schlimm, gehen wäre noch schlimmer. Sie bleibt.
Aber was passiert denn nun am Tag danach?
- Datum 29.07.2009 - 17:12 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 30.07.2009 Nr. 32
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"Falls" sie die Wahl verliert?
Was würde sie denn eigentlich tun, "falls" sie gewinnt?
Und genau weil sich Letzteres dem Wähler nicht mehr ganz so erschließt, kann man in der Überschrift auf das „falls“ gut und gern verzichten.
"Wir wollen das Schonvermögen für private oder betriebliche Altersvorsorge einschließlich der Riester- und Rürup-Renten auf 750 Euro je Lebensjahr verdreifachen", sagte FDP-Chef Guido Westerwelle der "Berliner Zeitung" am 30.7.2009
Die Verwalter der sozialen Verelendung in Deutschland sollten eine Legislaturperiode in der Opposition verbringen und mit ihren politischen Partnern in Europa in Klausur gehen, um eine soziale Marktwirtschaft auf europäischer Ebene zu erarbeiten. Möglichweise begreifen sie dann, welchen nachhaltigen wirtschaftlichen Schaden sie bei ihrer 'Stammwählerschaft' angerichtet hat.
Michel Katzentisch
"Wir wollen das Schonvermögen für private oder betriebliche Altersvorsorge einschließlich der Riester- und Rürup-Renten auf 750 Euro je Lebensjahr verdreifachen", sagte FDP-Chef Guido Westerwelle der "Berliner Zeitung" am 30.7.2009
Die Verwalter der sozialen Verelendung in Deutschland sollten eine Legislaturperiode in der Opposition verbringen und mit ihren politischen Partnern in Europa in Klausur gehen, um eine soziale Marktwirtschaft auf europäischer Ebene zu erarbeiten. Möglichweise begreifen sie dann, welchen nachhaltigen wirtschaftlichen Schaden sie bei ihrer 'Stammwählerschaft' angerichtet hat.
Michel Katzentisch
Ganz exakt deswegen ist die SPD da wo sie ist und hingehört, im Keller.
Nicht weil Frau Schmidt sich Ungereimtheiten mit ihrem Dienstwagen erlaubte, nein. Das Problem ist, daß man wenn es hart auf hart kommt,dann doch lieber den bequemen Weg geht. Das wäre DIE Chance für Frank Walter Steinmeier gewesen Führungsstärke zu beweisen und mit einem klaren NEIN, Frau Schmidt in den Ruhestand zu schicken. Mag sein, daß das ein wenig zuviel des Guten in Bezug auf das Vergehen gewesen wäre, es hätte aber ein Signal gesetzt, was die SPD dringender braúcht als alles andere: Integrität und Glaubwürdigkeit.
So aber.....
- kein Profil
- kein Ziel
- keine Überzeugung
- keine Kraft
- kein Durchsetzungsvermögen
- keine Vision
...und entsprechend wird der Wähler die SPD auch völlig zu Recht abstrafen: "Setzen, 6!".
sie fliegt vom Urlaub in Südtirol mit der Flugbereitschaft nach Sylt, dort signiert sie ihr Buch und fliegt mit dem Hubschrauber wieder zurück.
So macht das Spass. Zumindest in Sylt gab es nette Bilder und kritisiert wird Merkel ja sowieso nicht.
Was wohl so ein Hubschrauberflug kostet?
na, geben wir ihr doch eine 5 der SPD, mangelhaft seit HARTZ 4 und ich wundere mich sowieso, dass HARTZ 4 noch so heisst ! 'arno-cote d'azur
sie fliegt vom Urlaub in Südtirol mit der Flugbereitschaft nach Sylt, dort signiert sie ihr Buch und fliegt mit dem Hubschrauber wieder zurück.
So macht das Spass. Zumindest in Sylt gab es nette Bilder und kritisiert wird Merkel ja sowieso nicht.
Was wohl so ein Hubschrauberflug kostet?
na, geben wir ihr doch eine 5 der SPD, mangelhaft seit HARTZ 4 und ich wundere mich sowieso, dass HARTZ 4 noch so heisst ! 'arno-cote d'azur
Lange Zeit schien es, als sei eine Fortsetzung der Großen Koalition ausgemachte Sache. Die Wirtschaftskrise begünstigte diesen Eindruck, weil die Bevölkerung in Umfragen dem Regierungshandeln umso mehr vertraute, je mehr die Koalition Beschlüsse zur Überwindung der Rezession traf: Kurzarbeit, Abwrackprämie, Investitionsprogramm usw. Spätestens seit die SPD-Spitze aber die Wahlrechtsreform hat scheitern lassen und damit ihr eigenes Ende viel wahrscheinlicher gemacht hat, stehen Alle Ampeln auf Schwarz-Gelb.
Warum haben Steinmeier und Müntefering das getan? Ein verfassungswidriges Wahlrecht weiter gelten zu lassen, zeugt weder von hoher politischer Moral noch diente es in diesem Fall den eigenen Karriereinteressen. Na gut, von Müntefering könnte man annehmen, er habe mit seinen bald 70 Jahren genug von der Politik und dem Amt des SPD-Vorsitzenden. Aber Steinmeier? Nein, viel wahrscheinlicher ist, dass auch das politische Ziel von Münte und Steinmeier Schwarz-Gelb ist.
Nächster Vorsitzender könnte Wowereit werden – weil sonst niemand da ist. Es sei denn, man greift auf die bereits "verbrauchten" Chefs Platzeck und Beck zurück. Gott verschone uns damit. Die Chancen für eine Annäherung von SPD und Linke nach dem 27. September sind garnicht mal so schlecht. Die Bundestagsfraktion wird linker, und die alten Blockierer in der SPD-Spitze sind weg. Letzteren dürfte der Abgang übrigens alles andere als schwer fallen, jedenfalls nicht schwerer als Herrn Schröder, der schon Monate nach dem Ausscheiden Platz in diversen Aufsichtsräten genommen hat.
verliert diese Partei, weil diese sich vom Volk weit entfernt hat und nichts aber auch garnichts mit soz. zu tun hat. Wer SPD wählt, kann gleich CDU,FDP und CSU wählen, der Unterschied war die letzten Jahre nicht zu spüren. Jede Stimme für die SPD ist eine verlorene Stimme für die Sozialen. Die SPD ist nur noch zur Schwächung der Linken zu gebrauchen und zu nichts anderen. Das gab es schon einmal in der Geschichte Deutschlands, wo die SPD total versagt hat und Hitler freie Hand hatte. Was soll man mit dieser scheinheiligen mehrheitverschaffengen Klintel wohl machen ? Jedenfalls nicht wählen, weil man als Arbeitnehmer dann sich auch glei einen Strick drehen kann ! Mit den Stimmen der SPD ist Deutschand schon einmal untergegangen, weil sich die SPD für das Kapital und nicht für Sozial entschied !
SOZIALES GEWISSEN: Scheinbar sind Ihnen einige Dinge durcheinandergeraten. Es gibt schon diverse große, wie kleine Punkte die CDU/FDP und die SPD unterscheiden. Wer die ZEIT in den letzten Ausgaben gelesen hat, sollte dieses auch wissen. Wenn schon die Geschichte zitiert wird, dann bitte richtig. Die Linke wurde bisher immer nur durch die extreme Linke geschwächt. Fehler die während des ersten Weltkrieges gemacht wurden (Kriegskredite als Stichwort, falls nicht bekannt) wurden später nicht mehr begangen. Wie sich die extreme Linke in der Zeit während und nach des 2. Weltkrieges verhalten hat, ist bekannt. War das besser? Ich empfehle, sich dann einmal Hohenschönhausen anzuschauen.
Nichts desto Trotz: Wenn eine Partei im Moment Mut hat die Probleme unser Zeit zu thematisiern und auch anzupacken, dann ist das die SPD. Ein schwaches weiter so, unser Land braucht Steuersenkungen, von CDU/FDP und alle bekommen mehr von den Linken, ist nicht der richtige Weg. Sicher hat die SPD in den vergangen Jahren viel Porzellan zerschlagen. Rente mit 67 ist sicher nicht populär und ich möchte keinen Schlosser, Dachdecker oder andere Berufe mit 67 vor einer Maschine liegen oder auf dem Dach sehen. Aber gab es denn aus der Linken Ecke einen adäquaten Vorschlag? Im Programm der Linken sehe ich keinen. Und bei einer Wirtschaftskrise, in der uns die Banken an den Boden gebracht haben mit ihrer Gier, Steuern der Besserverdienenden zu senken und Bankbossen (wie in schleswig-Holstein) noch Millionenabfindungen zu geben, ist sicher weder moralisch noch der richtige Weg. Das ist werder christlich, noch demoktratisch!
Ich hoffe auf eine dritte Version:
Frank Walter Steinmeier wird der neue Bundeskanzler. Angela Merkel fährt weiterhin nach Bayreuth, allerdings als Privatperson. Und endlich gibt es wieder durch alle Parteien einen pragmatisches Politikverständnis. Um es mit Helmut Schmidt zu sagen: Pragmatisches Handel zum Wohle der Menschen. Das ist Politik und das kann die SPD am besten.
Besse kann man es nicht beschreiben !
Angefangen hatte es schon einmal mit den Herren Ebert und Noske.
Ich glaube, ich lese nicht richtig:
Das gab es schon einmal in der Geschichte Deutschlands, wo die SPD total versagt hat und Hitler freie Hand hatte
Heißt das, Sie behaupten hier in einem öffentlichen Forum, dass die SPD allein für die Nazi-Diktatur verantwortlich gewesen ist?
Mein damaliger Geschichtslehrer (ein bekennender FDP-Wähler) hat uns etwas anderes erzählt, und das kann man auch in der einschlägigen Literatur nachlesen. Die SPD-Reichtagsabgeordneten waren die einzigen, die '33 gegen das 4. Ermächtigungsgesetz stimmten. Im Gegensatz etwa zur Zentrumspartei.
http://de.wikipedia.org/w...
http://de.wikipedia.org/w...
Sind wir also wieder soweit, dass sich jeder die Geschichte so zurechtbiegen kann, wie es ihm gerade in den Kram passt? Da bin ich ja froh, dass die Grenzen noch offen sind.
Ansonsten hat Ihr Kommentar was an sich!
SOZIALES GEWISSEN: Scheinbar sind Ihnen einige Dinge durcheinandergeraten. Es gibt schon diverse große, wie kleine Punkte die CDU/FDP und die SPD unterscheiden. Wer die ZEIT in den letzten Ausgaben gelesen hat, sollte dieses auch wissen. Wenn schon die Geschichte zitiert wird, dann bitte richtig. Die Linke wurde bisher immer nur durch die extreme Linke geschwächt. Fehler die während des ersten Weltkrieges gemacht wurden (Kriegskredite als Stichwort, falls nicht bekannt) wurden später nicht mehr begangen. Wie sich die extreme Linke in der Zeit während und nach des 2. Weltkrieges verhalten hat, ist bekannt. War das besser? Ich empfehle, sich dann einmal Hohenschönhausen anzuschauen.
Nichts desto Trotz: Wenn eine Partei im Moment Mut hat die Probleme unser Zeit zu thematisiern und auch anzupacken, dann ist das die SPD. Ein schwaches weiter so, unser Land braucht Steuersenkungen, von CDU/FDP und alle bekommen mehr von den Linken, ist nicht der richtige Weg. Sicher hat die SPD in den vergangen Jahren viel Porzellan zerschlagen. Rente mit 67 ist sicher nicht populär und ich möchte keinen Schlosser, Dachdecker oder andere Berufe mit 67 vor einer Maschine liegen oder auf dem Dach sehen. Aber gab es denn aus der Linken Ecke einen adäquaten Vorschlag? Im Programm der Linken sehe ich keinen. Und bei einer Wirtschaftskrise, in der uns die Banken an den Boden gebracht haben mit ihrer Gier, Steuern der Besserverdienenden zu senken und Bankbossen (wie in schleswig-Holstein) noch Millionenabfindungen zu geben, ist sicher weder moralisch noch der richtige Weg. Das ist werder christlich, noch demoktratisch!
Ich hoffe auf eine dritte Version:
Frank Walter Steinmeier wird der neue Bundeskanzler. Angela Merkel fährt weiterhin nach Bayreuth, allerdings als Privatperson. Und endlich gibt es wieder durch alle Parteien einen pragmatisches Politikverständnis. Um es mit Helmut Schmidt zu sagen: Pragmatisches Handel zum Wohle der Menschen. Das ist Politik und das kann die SPD am besten.
Besse kann man es nicht beschreiben !
Angefangen hatte es schon einmal mit den Herren Ebert und Noske.
Ich glaube, ich lese nicht richtig:
Das gab es schon einmal in der Geschichte Deutschlands, wo die SPD total versagt hat und Hitler freie Hand hatte
Heißt das, Sie behaupten hier in einem öffentlichen Forum, dass die SPD allein für die Nazi-Diktatur verantwortlich gewesen ist?
Mein damaliger Geschichtslehrer (ein bekennender FDP-Wähler) hat uns etwas anderes erzählt, und das kann man auch in der einschlägigen Literatur nachlesen. Die SPD-Reichtagsabgeordneten waren die einzigen, die '33 gegen das 4. Ermächtigungsgesetz stimmten. Im Gegensatz etwa zur Zentrumspartei.
http://de.wikipedia.org/w...
http://de.wikipedia.org/w...
Sind wir also wieder soweit, dass sich jeder die Geschichte so zurechtbiegen kann, wie es ihm gerade in den Kram passt? Da bin ich ja froh, dass die Grenzen noch offen sind.
Ansonsten hat Ihr Kommentar was an sich!
und ein bisschen der Demokratie, wie wir sie bisher kennen. Bei dieser Wahl muss es knarren im Gebälk der Demokratie, die Zahnräder müssen reiben. Wirklich wissen, wie es weiter geht, tut keiner. Perspektivlosigkeit ist die Überschrift der meisten Parteiprogramme auch wenn die Politiker gerne etwas anderes Präsentieren. Aber eines fehlt der SPD, wie allen anderen auch: Der Mut zu wirklichen Veränderungen. Das beste Beispiel scheint mir das Steuersystem: Mehrheitlich zur finanzierung der Staatsaufgaben würde eine radikale Stuerereform eben auch ein Umdenken im Verständnis des Staatshandelns erfordern. Leider sind die wenigsten Politiker so weitsichtig und bleiben bei Umverteilungen.
Was also bleibt ist ein großes Fragezeichen und die Hoffnung, dass diese Bundestagswahl das bringt, was dieses Land so dringend braucht: Mutige Köpfe.
.....mehr standhaftigkeit wie es schröder verkörperte, mehr herz wie es beck verkörpert und mehr soziale politik wie es frau ypsilanti verkörperte ... auch ein engagement von ulla schmidt tut gut.
dann gehen wir mal davon aus, da dieses in der SPD heute nicht zu finden ist und die meine Stimme nicht haben.
Aufwachen!
Wir leben jetzt in einem "nachsozialen, neoliberalen Zeitalter"
Endlich kann sich die Natur wieder durchsetzen. Nur das Starke überlebt.
Das Schwache stirbt aus.
(Herr Wessterwelle ist nur eine Ausnahme, der die Regel bestätigt. Wenn das System der Stärke erst mal zu 100 Prozent durchgeboxt wurde, braucht man ihn auch nicht mehr.)
dann gehen wir mal davon aus, da dieses in der SPD heute nicht zu finden ist und die meine Stimme nicht haben.
Aufwachen!
Wir leben jetzt in einem "nachsozialen, neoliberalen Zeitalter"
Endlich kann sich die Natur wieder durchsetzen. Nur das Starke überlebt.
Das Schwache stirbt aus.
(Herr Wessterwelle ist nur eine Ausnahme, der die Regel bestätigt. Wenn das System der Stärke erst mal zu 100 Prozent durchgeboxt wurde, braucht man ihn auch nicht mehr.)
Was macht die SPD am Tag danach? *rofl*
Franz Müntefering = wird Ältestenrat?
F.W. Steinmeier = Sammelt die Kräfte um 2018 Bundeskanzler zu werden.
Ypsilanti = Isch mach' waitar!
Super Nanny = wechselt von RTL zu ARD.
Ulla Schmidt = wird als Dank von der CDU/FDP zur Bundesministerin der Finanzen ernannt?
Steinbrück = macht weiter
Sigmar Gabriel = macht so wie immer weiter
Olaf Scholz = ?
Wieczorek-Zeul = sie bekommt nicht mit, dass eine neue Regierung gewählt wurde und macht so weiter wie bisher
Aber es sind auch andere Szenarios (Plural) möglich. Nichts ist unmöglich....
als die CDU/CSU bzw. die FDP. Aus unterschiedlichen Gründen.
Die CDU/CSU hat für mich immer zu stark das ausgrenzende, provinzielle repräsentiert. Die traditions-konservative Strömung, die Festlegung auf klassischen Familienstrukturen - auch wenn diese längst nicht Realität sind - die Ablehnung von Fortschritt ist hier am stärksten ausgeprägt. Interessanterweise im Wahlprogramm wesentlich heftiger als im Regierungshandeln.Gleichzeitig gewichtet die Union Sicherheit für mein Empfinden zu stark gegenüber Freiheit.
Die FDP dagegen will in der derzeitigen Besetzung Freiheit um jeden Preis. Ich kann vielen Ideen etwas abgewinnen. Ich zweifle hier aber noch stärker an der Umsetzung als bei den Ideen anderer Parteien. FDP als Korrektiv gegen ein Übermaß an staatlichem Handeln lasse ich mir einreden. An vielen Stellen bin ich trotzdem der Überzeugung, dass der Staat oder die Staatengemeinschaften die Regeln für Waren-, Dienstleistungs- und Geldverkehr noch verschärfen muss.
Die SPD ist irgendwie meine alte Heimat, mit der ich nicht zufrieden bin. Mich stört dabei der sogenannte linke Flügel mehr als die regierenden "Realos". Ich kann z.B. verbindlichem Mindestlohn viel abgewinnen - jeder sollte von einem Vollzeitjob leben können. Ich halte einige Auswirkungen der Sozialreformen unter der Regierung Schröder für extrem unglücklich, die heutige SPD will da nachbessern, das halte ich auch mit einem Kanzlerkandidaten Steinmeier für glaubhaft. Ich bin nach wie vor der Überzeugung, dass Anstrengungen unternommen werden müssen, um möglichst alle Menschen in einen politischen Prozess einzubeziehen. Da sind alle anderen Parteien (einschliesslich der Linken) dogmatischer und ausgrenzender (zumindest wie schon beschreiben programmatisch, ich bin in keiner Partei).
Trotzdem, der SPD ist die Idee abhanden gekommen, es ist nicht mehr klar, welche Art von Gesellschaft sie eigentlich will. Dies geht zwar auch anderen Politikern so (wer weiss, wofür z.B. Merkel steht, muss Hellseher sein), ihre Parteien haben aber immer noch ein Profil. Die FDP mit 'Freiheit und Markt' ebenso wie die Union mit ihrem Konservatismus um jeden Preis, die GRÜNEN mit einem Öko- und Verbraucherschwerpunkt, die LINKE mit ihrer "mehr Geld für alle" und "kein Krieg"-Programmatik.
Die SPD hat versäumt zu formulieren (oder es nicht deutlich genug formuliert?), wofür sie nach der Ära Schröder steht. Personaldebatten und Flügelkämpfe haben die Außendarstellung dominiert. Wofür könnte eine moderne Sozialdemokratie stehen, welche Positionen werden nicht von anderen Parteien vertreten? Kein Partei scheint heute noch an Fortschritt zu glauben. An Entwicklungen, die nicht nur die Wertschöpfung erhöhen (und viele arbeitslos machen), sondern die vielen Menschen zu einem selbstbestimmteren Dasein verhelfen.
Keine Partei glaubt heute noch an internationale Solidarität, von links bis rechts wird die Konkurrenz der Staaten betont. Eine moderne Sozialdemokratie müsste eine soziale Zukunft gestalten wollen. Nicht der Vergangenheit hinterhertrauern wie die Konservativen, nicht alles Neue ablehnen wie die Grünen, nicht die Schwächeren vernachlässigen wie die liberalen und nicht das Manna vom Himmel regnen lassen wollen, wie die Linken. (Ich weiss, dass ich hier übertreibe.)
Wer in der SPD glaubt noch an eine soziale und glückliche Zukunft für alle Menschen?
1. Machtgierig ud um Ihr Einkommen besort. D.h. Egoismus und nicht Sozial !
2. Hatte diese Partei alle Zeit der Welt uns eines anderen zu belehren!
3. Sollte ich hier aufzählen müssen was unsoz. gelaufen ist ,hätten wir wohl lesestoff für lange Zeit !
4. Diese Partei ist so unnütz wie ein Ver..kel am Ar....
1. Machtgierig ud um Ihr Einkommen besort. D.h. Egoismus und nicht Sozial !
2. Hatte diese Partei alle Zeit der Welt uns eines anderen zu belehren!
3. Sollte ich hier aufzählen müssen was unsoz. gelaufen ist ,hätten wir wohl lesestoff für lange Zeit !
4. Diese Partei ist so unnütz wie ein Ver..kel am Ar....
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