Kaukasus-Konflikt Russland darf alles

Ein Jahr nach dem Georgienkrieg: Weil der Westen den Kreml braucht, ist die Kritik verstummt. Die Angst der Nachbarn aber bleibt

Kaukasus-Krieg

Russische Panzer im georgischen Örtchen Karaleti (Archivbild vom 30.8.2008)

Was war das, im August vor einem Jahr: ein Ausbruch russischer Großmachtambitionen? Ein neuer Kampf zwischen den USA und Russland um Einflusssphären? Gar die Wiederkehr eines Kalten Krieges, eines ideologischen Gegensatzes, der die Weltpolitik prägen könnte?

Russische Panzer schleppten sich durch georgische Landschaften, machten erst unweit der Hauptstadt halt und luden so einen regionalen Konflikt zu einer internationalen Angelegenheit auf: Der damalige US-Präsidentschaftskandidat John McCain wollte Russland aus der G8 werfen, die Nato fror ihre Zusammenarbeit mit Moskau ein, die Ex-Satellitenstaaten erklärten ihre Solidarität mit Georgien. Und der russische und der amerikanische Botschafter gingen im UN-Sicherheitsrat aufeinander los, als wären sie inmitten der Kubakrise.

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Wie anders sieht die Welt heute aus: Mit George W. Bush und Wladimir Putin sind zwei Präsidenten abgetreten, die zur Generation der Kalten Krieger gehörten. Ihre Nachfolger brachten neue, postideologisch sozialisierte Berater mit. Russland spielt in der G8 mit, es kooperiert mit der Nato. Barack Obama reist mit seiner Familie nach Moskau, und der russische Präsident Dmitrij Medwedjew strahlt wie ein Kind ob seiner Besucher. Der georgische Präsident dagegen kann sich freuen, wenn er überhaupt noch ins Ausland eingeladen wird. Als Michail Saakaschwili in den ersten Kriegstagen zufällig gefilmt wurde, wie er sich wirr vor Sorge seine Krawatte in den Mund stopfte, dürfte er geahnt haben, dass er im Westen bald schon kein gern gesehener Gast mehr sein würde. Immerhin war er derjenige, der bei Nacht den Befehl zum Angriff auf Südossetien gab und so den Konflikt provozierte.

Heißen die wahren Probleme nur noch Klima, Abrüstung und Terror?

Eine grundlegende Konfrontation zwischen Russland und den USA blieb aus – auch deshalb, weil sie sich niemand leisten konnte. Die Weltfinanzkrise setzt Amerikanern wie Russen zu, die USA hatten noch nie mehr Schulden und mehr Aufgaben zu bewältigen, das Öl-Imperium Russland leidet unter den lächerlich niedrigen Rohstoffpreisen – und zwei der größten internationalen Probleme können die beiden Staaten nur gemeinsam lösen: einen nuklear aufrüstenden Iran stoppen und den Afghanistankrieg nicht verlieren.

Doch die Harmonie mit Russland hat ihren Preis – sie funktioniert nur durch Verdrängung. Russland hat seit dem vergangenen August gegen so gut wie jeden Punkt des Friedensabkommens verstoßen, das die Europäische Union ausgehandelt hatte. Es hat die georgischen Republiken Abchasien und Südossetien als eigenständige Staaten anerkannt. 7500 russische Soldaten »sichern« dort noch immer die Grenzen. Es hat die OSZE-Mission beendet und führt die EU-Beobachter vor, die ausgerechnet nicht in die umkämpften Gebiete dürfen, um zu berichten, was dort geschieht. Und noch immer betreibt Russland die pasportizacija, die Ausgabe russischer Pässe im Ausland, um im Ernstfall seine frisch gewonnenen Staatsbürger auch zu verteidigen. Die EU und die USA sehen darüber hinweg – zum Entsetzen vieler mittelosteuropäischer Staaten. Diese sprangen im vergangenen August Georgien zur Seite, weil sie fürchteten, als Nächste dran zu sein. »Wir wissen, was es heißt, alleingelassen zu werden«, sagte der estnische Präsident damals in der ZEIT.

Kurz vor Obamas Besuch in Moskau und dem ersten Jahrestag des Krieges riskierten Amerikas treueste Verbündete eine kleine Eskalation, um den Ausverkauf ihrer Interessen zu verhindern. Ehemalige Präsidenten und Minister aus dem Baltikum, Tschechien, der Slowakei und Polen schrieben an Obama einen offenen Brief und forderten, ihre Region, »New Europe«, nicht zu vergessen; die Freiheit, die sie erst 20 Jahre zuvor erkämpft hätten, sei noch lange nicht sicher.

Leser-Kommentare
  1. [Entfernt, bitte formulieren Sie Kritik sachlich und konstruktiv. Danke. /Die Redaktion pt.]

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    oder beschränken sich Ihre Kommentare auf Beschimpfungen ?

    **************
    "Kommunisten sind in Wirklichkeit nur rotlackierte Doppelausgaben der Nationalsozialisten. Beiden ist gemeinsam der Haß gegen die Demokratie und die Vorliebe für Gewalt."
    Kurt Schumacher (SPD)

    @Russische Panzer schleppten sich durch georgische Landschaften, machten erst unweit der Hauptstadt halt und luden so einen regionalen Konflikt zu einer internationalen Angelegenheit auf: Der damalige US-Präsidentschaftskandidat John McCain wollte Russland aus der G8 werfen, die Nato fror ihre Zusammenarbeit mit Moskau ein, die Ex-Satellitenstaaten erklärten ihre Solidarität mit Georgien. Und der russische und der amerikanische Botschafter gingen im UN-Sicherheitsrat aufeinander los, als wären sie inmitten der Kubakrise.

    Wie anders sieht die Welt heute aus: Mit George W. Bush und Wladimir Putin sind zwei Präsidenten abgetreten, die zur Generation der Kalten Krieger gehörten.

    Es ist mir unklar, wie man in diesen mageren vier Sätzen so viel Tatsachenverdrehungen und tendenzielle Darstellung unterbringen kann.

    Es ist also Rußlands Schuld, daß aus diesem regionalen Konflikt eine internationale Angelegenheit geworden ist? Wer hat denn Georgien mit Waffen vollgestopft, wer hat es denn zum Angriff auf Südossetien ermuntert, wer ist es denn, der seit Jahren eine Einkreisungspolitik Rußlands verfolgt und trotz gegenteiliger Zusicherungen immer näher an die Grenzen des Landes heranrückt?

    Die Unterstellungen an die Adresse Putins, ein kalter Krieger zu sein, geht eindeutig nach hinten los, und zwar in Richtung des dahingegangen G.W.B. und seiner Neocons. Wie hätte sich Putin denn verhalten sollen, damit es das Wohlgefallen der Autorin findet: Den Angriff auf Südossetien und auf die dort stationierten russischen Stabilisierungstruppen dankend hinzunehmen?

    Aber ganz kann man sich den Fakten dann doch nicht entziehen, denn

    @Als Michail Saakaschwili in den ersten Kriegstagen zufällig gefilmt wurde, wie er sich wirr vor Sorge seine Krawatte in den Mund stopfte, dürfte er geahnt haben, dass er im Westen bald schon kein gern gesehener Gast mehr sein würde. Immerhin war er derjenige, der bei Nacht den Befehl zum Angriff auf Südossetien gab und so den Konflikt provozierte.

    Da hätten wir schon in zwei Sätzen die Antwort, warum sich Rußland so und nicht anders verhalten hat.

    @Der Brief liest sich wie ein Testament alter Kämpfer, die nicht wahrhaben wollen, dass sich die Welt grundlegend geändert hat. Dass die Probleme Abrüstung, Klimawandel, Krieg gegen den Terror heißen, nicht Russland.

    Daß die estnischen Staaten nach Erlangung der Unabhängigkeit mit ihren großen russischen Minderheiten nicht eben fair umgesprungen sind, sollte der Vollständigkeit erwähnt werden.

    @Der »russische Hinterhof«, wie die Mittelosteuropäer im großen geopolitischen Spiel gern genannt werden, hat seine Erfahrungen mit täglichen Schikanen, für die Russland keine Soldaten braucht. Es reicht, Gas- und Öllieferungen oder Fleischimporte zu stoppen, um unliebsames Verhalten zu bestrafen.

    Die unnötigen Brüskierungen Rußlands durch die Unterbrechung und illegale Anzapfung von Rohstofflieferungen, die eigentlich für Westeuropa bestimmt waren, sowie das polnische Fleischembargo sind dem entgegenzuhalten. Dann noch solche Kleinigkeiten wie die geplante Stationierung eines sog. "Raketenabwehrschildes" gegen angebliche iranische Interkontinentalraketen dem polnischen und tschechischen Territorium, die es noch gar nicht gibt, und das ohne Absprache mit der Europäischen Gemeinschaft.

    @Ist ein Land nur unwichtig genug, darf Russland einfach alles.

    Wie gemein. So was darf sich natürlich nur die einzig verbliebene Supermacht USA herausnehmen.

    Leider scheint es bei der Zeit immer öfter solche Artikel zu geben. Die Zeit scheint nach dem Georgien Propaganda Kreuzzug Desaster nichts dazugelernt haben.

    Entfernt, bitte formulieren Sie Kritik sachlich und konstruktiv

    Sorry, manchmal passe ich mich dem vorgegebenen Stil des Artikels an ohne nachzudenken an. Ich machs nicht wieder! Versprochen!

    • ziyou
    • 07.08.2009 um 18:11 Uhr

    ich hbae diese kommentar gelesen, wie auch einige Andere.
    Ich kann's nicht wirklich nachvollziehen, warum die Redaktion diese kommentar löschen muss. Es war aus meiner Sicht nicht beleidigend. Es war kritisch aber nicht unsachlich.

    oder beschränken sich Ihre Kommentare auf Beschimpfungen ?

    **************
    "Kommunisten sind in Wirklichkeit nur rotlackierte Doppelausgaben der Nationalsozialisten. Beiden ist gemeinsam der Haß gegen die Demokratie und die Vorliebe für Gewalt."
    Kurt Schumacher (SPD)

    @Russische Panzer schleppten sich durch georgische Landschaften, machten erst unweit der Hauptstadt halt und luden so einen regionalen Konflikt zu einer internationalen Angelegenheit auf: Der damalige US-Präsidentschaftskandidat John McCain wollte Russland aus der G8 werfen, die Nato fror ihre Zusammenarbeit mit Moskau ein, die Ex-Satellitenstaaten erklärten ihre Solidarität mit Georgien. Und der russische und der amerikanische Botschafter gingen im UN-Sicherheitsrat aufeinander los, als wären sie inmitten der Kubakrise.

    Wie anders sieht die Welt heute aus: Mit George W. Bush und Wladimir Putin sind zwei Präsidenten abgetreten, die zur Generation der Kalten Krieger gehörten.

    Es ist mir unklar, wie man in diesen mageren vier Sätzen so viel Tatsachenverdrehungen und tendenzielle Darstellung unterbringen kann.

    Es ist also Rußlands Schuld, daß aus diesem regionalen Konflikt eine internationale Angelegenheit geworden ist? Wer hat denn Georgien mit Waffen vollgestopft, wer hat es denn zum Angriff auf Südossetien ermuntert, wer ist es denn, der seit Jahren eine Einkreisungspolitik Rußlands verfolgt und trotz gegenteiliger Zusicherungen immer näher an die Grenzen des Landes heranrückt?

    Die Unterstellungen an die Adresse Putins, ein kalter Krieger zu sein, geht eindeutig nach hinten los, und zwar in Richtung des dahingegangen G.W.B. und seiner Neocons. Wie hätte sich Putin denn verhalten sollen, damit es das Wohlgefallen der Autorin findet: Den Angriff auf Südossetien und auf die dort stationierten russischen Stabilisierungstruppen dankend hinzunehmen?

    Aber ganz kann man sich den Fakten dann doch nicht entziehen, denn

    @Als Michail Saakaschwili in den ersten Kriegstagen zufällig gefilmt wurde, wie er sich wirr vor Sorge seine Krawatte in den Mund stopfte, dürfte er geahnt haben, dass er im Westen bald schon kein gern gesehener Gast mehr sein würde. Immerhin war er derjenige, der bei Nacht den Befehl zum Angriff auf Südossetien gab und so den Konflikt provozierte.

    Da hätten wir schon in zwei Sätzen die Antwort, warum sich Rußland so und nicht anders verhalten hat.

    @Der Brief liest sich wie ein Testament alter Kämpfer, die nicht wahrhaben wollen, dass sich die Welt grundlegend geändert hat. Dass die Probleme Abrüstung, Klimawandel, Krieg gegen den Terror heißen, nicht Russland.

    Daß die estnischen Staaten nach Erlangung der Unabhängigkeit mit ihren großen russischen Minderheiten nicht eben fair umgesprungen sind, sollte der Vollständigkeit erwähnt werden.

    @Der »russische Hinterhof«, wie die Mittelosteuropäer im großen geopolitischen Spiel gern genannt werden, hat seine Erfahrungen mit täglichen Schikanen, für die Russland keine Soldaten braucht. Es reicht, Gas- und Öllieferungen oder Fleischimporte zu stoppen, um unliebsames Verhalten zu bestrafen.

    Die unnötigen Brüskierungen Rußlands durch die Unterbrechung und illegale Anzapfung von Rohstofflieferungen, die eigentlich für Westeuropa bestimmt waren, sowie das polnische Fleischembargo sind dem entgegenzuhalten. Dann noch solche Kleinigkeiten wie die geplante Stationierung eines sog. "Raketenabwehrschildes" gegen angebliche iranische Interkontinentalraketen dem polnischen und tschechischen Territorium, die es noch gar nicht gibt, und das ohne Absprache mit der Europäischen Gemeinschaft.

    @Ist ein Land nur unwichtig genug, darf Russland einfach alles.

    Wie gemein. So was darf sich natürlich nur die einzig verbliebene Supermacht USA herausnehmen.

    Leider scheint es bei der Zeit immer öfter solche Artikel zu geben. Die Zeit scheint nach dem Georgien Propaganda Kreuzzug Desaster nichts dazugelernt haben.

    Entfernt, bitte formulieren Sie Kritik sachlich und konstruktiv

    Sorry, manchmal passe ich mich dem vorgegebenen Stil des Artikels an ohne nachzudenken an. Ich machs nicht wieder! Versprochen!

    • ziyou
    • 07.08.2009 um 18:11 Uhr

    ich hbae diese kommentar gelesen, wie auch einige Andere.
    Ich kann's nicht wirklich nachvollziehen, warum die Redaktion diese kommentar löschen muss. Es war aus meiner Sicht nicht beleidigend. Es war kritisch aber nicht unsachlich.

  2. Es ist doch inzwischen Jedem klar, daß sich Georgien mit amerikanischer Unterstützung das überwiegend von Russen bewohnte Südossetien zurückholen wollte, und Russland diese Ausweitung der westlichen Einflussspähre nicht dulden konnte.

    Ähnlich wie Israel noch mal kurz vor Abtritt von Bush die Palästinenser bombardierte, ist aber auch Saakaschwili seit Amtsantritt von Obama ruhig.

    Es ist erschreckend, die deutsche Zeitungen versuchen, weiter Desinformation zu betreiben und die Geschichte fälschen. [...]

    [Der Rest wurde gelöscht, bitte verzichten Sie auf Unterstellungen dieser Art. Danke. /Die Redaktion pt.]

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    klare Sachverhalten verdrehen, die Medien beschimpfen und die eigenen, mehr oder weniger wirren Vorstellungen propagieren?

    **************
    "Kommunisten sind in Wirklichkeit nur rotlackierte Doppelausgaben der Nationalsozialisten. Beiden ist gemeinsam der Haß gegen die Demokratie und die Vorliebe für Gewalt."
    Kurt Schumacher (SPD)

    [Gekürzt, bitte bleiben Sie sachlich und sehen Sie von persönlichen Angriffen ab. Danke. /Die Redaktion pt.]

    klare Sachverhalten verdrehen, die Medien beschimpfen und die eigenen, mehr oder weniger wirren Vorstellungen propagieren?

    **************
    "Kommunisten sind in Wirklichkeit nur rotlackierte Doppelausgaben der Nationalsozialisten. Beiden ist gemeinsam der Haß gegen die Demokratie und die Vorliebe für Gewalt."
    Kurt Schumacher (SPD)

    [Gekürzt, bitte bleiben Sie sachlich und sehen Sie von persönlichen Angriffen ab. Danke. /Die Redaktion pt.]

  3. klare Sachverhalten verdrehen, die Medien beschimpfen und die eigenen, mehr oder weniger wirren Vorstellungen propagieren?

    **************
    "Kommunisten sind in Wirklichkeit nur rotlackierte Doppelausgaben der Nationalsozialisten. Beiden ist gemeinsam der Haß gegen die Demokratie und die Vorliebe für Gewalt."
    Kurt Schumacher (SPD)

    [Gekürzt, bitte bleiben Sie sachlich und sehen Sie von persönlichen Angriffen ab. Danke. /Die Redaktion pt.]

    Antwort auf "Geschichtsfälschung"
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    ...Ihre beiden Kommentare kommentieren. Das ist aber unter Wahrung der Forumsregeln kaum möglich, deswegen lasse ich es.

    ...bleiben Sie sachlich, ...vermeiden Sie Polemik, ...werden Sie nicht beleidigend

    daß es die kommunistische Sowjetunion nicht mehr gibt und der Kalte Krieg vorbei ist?

    • Colón
    • 07.08.2009 um 17:55 Uhr

    als jene des "Nicht-Marxisten" Marx zum zu Logo wählen, lieber Tigurinus.

    Dann passt auch die rhetorische Frage. Es dürfte übrigens an der inhärenten, bis heute lieber in diesem Vorurteils- und Sommerlochsumpf dahin miefenden SPD liegen, dass weder Schuhmacher gegen Adenauer Kanzler werden konnte, noch Steinmeier gegen Merkel eine Chance hat. Insgeheim bibbert ja die ganze SPD um das unverdiente Glück, wenigstens Juniorpartner bleiben zu können und damit weiterhin Panzerlimousinen fahren zu dürfen.

    Dies mit Blick auf Ihr Dauerzitat und die Tatsache, dass alle Welt direkt nach dem Kriege der SPD gute Chancen ausrechnete und an dem Faktum, dass demokratische Sozialisten, ob sie nun Brandt oder Wehner hießen, selbst in der SPD heute nur noch als Maskottchen taugen, obwohl der Kandidat eine Brandt-Ikone immer in seiner Arbeitsatmosphäre weiß.

    Ohne neuen Zusammenschluss der Reformierten, lieber Tigurinus, dräut die konservative Gegenreformation.

    Grüße
    Christoph Leusch

    PS: Vielleicht verhält es sich mit ihrer Liebe zur Sozialdemokratie ja auch so, wie sich die Mehrzahl der SPD -Damen und Herren mit Marx auskennen. Nämlich überhaupt nicht.

    ...Ihre beiden Kommentare kommentieren. Das ist aber unter Wahrung der Forumsregeln kaum möglich, deswegen lasse ich es.

    ...bleiben Sie sachlich, ...vermeiden Sie Polemik, ...werden Sie nicht beleidigend

    daß es die kommunistische Sowjetunion nicht mehr gibt und der Kalte Krieg vorbei ist?

    • Colón
    • 07.08.2009 um 17:55 Uhr

    als jene des "Nicht-Marxisten" Marx zum zu Logo wählen, lieber Tigurinus.

    Dann passt auch die rhetorische Frage. Es dürfte übrigens an der inhärenten, bis heute lieber in diesem Vorurteils- und Sommerlochsumpf dahin miefenden SPD liegen, dass weder Schuhmacher gegen Adenauer Kanzler werden konnte, noch Steinmeier gegen Merkel eine Chance hat. Insgeheim bibbert ja die ganze SPD um das unverdiente Glück, wenigstens Juniorpartner bleiben zu können und damit weiterhin Panzerlimousinen fahren zu dürfen.

    Dies mit Blick auf Ihr Dauerzitat und die Tatsache, dass alle Welt direkt nach dem Kriege der SPD gute Chancen ausrechnete und an dem Faktum, dass demokratische Sozialisten, ob sie nun Brandt oder Wehner hießen, selbst in der SPD heute nur noch als Maskottchen taugen, obwohl der Kandidat eine Brandt-Ikone immer in seiner Arbeitsatmosphäre weiß.

    Ohne neuen Zusammenschluss der Reformierten, lieber Tigurinus, dräut die konservative Gegenreformation.

    Grüße
    Christoph Leusch

    PS: Vielleicht verhält es sich mit ihrer Liebe zur Sozialdemokratie ja auch so, wie sich die Mehrzahl der SPD -Damen und Herren mit Marx auskennen. Nämlich überhaupt nicht.

  4. oder beschränken sich Ihre Kommentare auf Beschimpfungen ?

    **************
    "Kommunisten sind in Wirklichkeit nur rotlackierte Doppelausgaben der Nationalsozialisten. Beiden ist gemeinsam der Haß gegen die Demokratie und die Vorliebe für Gewalt."
    Kurt Schumacher (SPD)

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    [Entfernt. Bitte bemühen Sie sich, zu einer sachlichen Diskussionsatmosphäre beizutragen. Danke. /Die Redaktion pt.]

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  5. Ihr letzter Satz ist in leichter Abwandlung auch auf alles andere anzuwenden!Wie sonst erklärt sich der NATO-Überfall auf Serbien, der Angriff auf Afghanistan und letztendlich auch den Irak?
    Hat ein Land zu wenig Einfluss, darf der größere Kontrahent alles! Der Druck auf afrikanische Länder zu Handels- und Fischereiabkommen mit der EU, die Kreditvergaben des IWF und der Weltbank und die daran geknüpften Bedingungen, sowie letztendlich auch die militärische Intervention sind Mittel des Westens, die bei großen Gegnern, wie den Tigerstaaten des fernen Ostens, dem Iran, und auch Russland eben nicht mehr funktionieren, sei es aufgrund zu große wirtschaftlicher Selbstständigkeit, großer selbstverwalteter Rohstoffe oder eben militärischem Know How(A-Waffen u.ä.).

    Ihr Kommentar ist einseitig, denn wo er auch Fehlverhalten eingesteht, so stellt er nie das eigene (westliche) Gebaren im weiteren Weltgeschehen in Frage.

    Ich bin kein Wanderprediger der LINKEn, aber bezüglich einer interventionalistischen Haltung Russlands darf sich nur der-/diejenige aufregen, der/die auch dieselben Maßstäbe an alle andere Länder und Machtblöcke anlegt!

    -------------------------------------------------------------------------------------------------------
    "Diese Zustände werden wir nicht weiter hinnehmen - gegen diesen Haufen kann man sich ja kaum mehr auf der Straße blicken lassen!"

  6. ..Realpolitikerin.

    Rußland geht es nicht, genausowenig wie anderen Staaten, um den Schmusefaktor, sondern um Einfluß und reales Geld für reale Rohstoffe.

    Angesichts der durchweg einseitigen Berichterstattung über das Land fühlt man sich an Aesops Fabel vom Fuchs und dem Raben erinnert. Allerdings sind wir nicht der schlaue Fuchs und Rußland ganz gewiß nicht der dämliche Rabe.

    Oder anders ausgedrückt, "Ist der Ruf erst ruiniert, lebt sichs gänzlich ungeniert".

    ...bleiben Sie sachlich, ...vermeiden Sie Polemik, ...werden Sie nicht beleidigend

  7. 7. [...]

    [Entfernt. Bitte bemühen Sie sich, zu einer sachlichen Diskussionsatmosphäre beizutragen. Danke. /Die Redaktion pt.]

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    wie wäre es denn, wenn Sie Ihre Kommentare nicht so formulierten, dass sie von der Redaktion ständig gelöscht werden?

    **************
    "Kommunisten sind in Wirklichkeit nur rotlackierte Doppelausgaben der Nationalsozialisten. Beiden ist gemeinsam der Haß gegen die Demokratie und die Vorliebe für Gewalt."
    Kurt Schumacher (SPD)

    wie wäre es denn, wenn Sie Ihre Kommentare nicht so formulierten, dass sie von der Redaktion ständig gelöscht werden?

    **************
    "Kommunisten sind in Wirklichkeit nur rotlackierte Doppelausgaben der Nationalsozialisten. Beiden ist gemeinsam der Haß gegen die Demokratie und die Vorliebe für Gewalt."
    Kurt Schumacher (SPD)

  8. ...Ihre beiden Kommentare kommentieren. Das ist aber unter Wahrung der Forumsregeln kaum möglich, deswegen lasse ich es.

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    Sie werfen mir vor, in meinen Kommentaren "beleidigend" zu sein? Welcher Kommentar wurde denn -aus guten Gründen- gelöscht? Meiner - oder der von mir kritisierte ?

    **************
    "Kommunisten sind in Wirklichkeit nur rotlackierte Doppelausgaben der Nationalsozialisten. Beiden ist gemeinsam der Haß gegen die Demokratie und die Vorliebe für Gewalt."
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    Sie werfen mir vor, in meinen Kommentaren "beleidigend" zu sein? Welcher Kommentar wurde denn -aus guten Gründen- gelöscht? Meiner - oder der von mir kritisierte ?

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    "Kommunisten sind in Wirklichkeit nur rotlackierte Doppelausgaben der Nationalsozialisten. Beiden ist gemeinsam der Haß gegen die Demokratie und die Vorliebe für Gewalt."
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