Flatrate-Bordelle Die schmutzigen Fragen
Der Postfeminismus hat keine Meinung zu Flatrate-Bordellen
Frauenpolitisch kann man es so sehen – oder so. Aus frauenpolitischer Sicht lassen sich gleichermaßen Argumente für oder gegen das Flatrate-Modell in deutschen Billigbordellen anführen, das die Gemüter erhitzt und die Staatsanwaltschaft auf den Plan rief.
Eine Position könnte lauten: Flatrate entzieht der Prostitution den letzten Rest an Menschenwürde. Wenn es allein dem Freier überlassen ist, über die Leistung zu bestimmen, welche die prostituierte Frau zu erbringen hat, haben wir es nicht mehr mit dem ältesten Gewerbe der Welt zu tun, sondern mit der neuesten Form von Sklaverei. Mit Flatrate-Sex kommt nicht nur eine Geschäftsidee in die Welt, sondern auch eine moralische Idee mit Symbolcharakter. Eine Gesellschaft, die heute Flatrate-Sex toleriert, wird morgen zu der Ansicht zurückfinden, es handele sich bei einer Vergewaltigung um ein bedauerliches, aber eben nun mal triebgesteuertes Kavaliersdelikt.
Eine andere Position wäre: Die Flatrate-Praxis dient der Aufklärung. Sie schärft das Empfinden dafür, dass der verkaufte weibliche Körper eben wirklich nichts anderes ist als eine Ware wie Alkohol oder Telefonzeit. Eine Ware, die der allgemeinen Entwicklung auf dem Konsummarkt ausgesetzt ist. Vielleicht gibt es schon im nächsten Sommer Flatrate-Warenhäuser und Flatrate-Kinos. Nähme man indes den Markt der Prostitution von dieser Entwicklung aus, schüfe man ihr lediglich ein verlogenes Reservat. Die Flatrate-Idee entreißt der Prostitution den letzten Rest an Plüsch- und Rotlichtzauber. Dies ist die härtere, aber wohl auch konsequentere Position.
Denkbar ist noch eine Reihe anderer Positionen. Denn die heikle und nicht ganz unschmuddelige Angelegenheit um Bordelle namens Pussy-Club lässt sich höchst kontrovers diskutieren. Es wird auch diskutiert – von den Kirchen, von den Huren-Verbänden, von den Medien, von der Staatsanwaltschaft. Nur von den Frauen selbst erstaunlich wenig. Nein, damit sind nicht die Frauen gemeint, die dem Gewerbe nachgehen. Sondern der Rest der Geschlechtsgenossinnen, jene weiblichen 51 Prozent der deutschen Bevölkerung. Jene Gesellschaftshälfte, für die es von politischem Belang ist, wie das Land, in dem sie lebt, sich zu einer knallhart konkreten Frage wie Flatrate-Prostitution verhält. Nur wirkt es, als sei diese weibliche Gesellschaftshälfte eher gelangweilt, eher genervt vom Igitt-Thema »Pussy-Club«. Das stolze Behagen, in einem Land mit einer Bundeskanzlerin zu leben, scheint die Bereitschaft zu verhindern, sich mit einem solchen Thema zu besudeln. Keine Kampagne oder gar Aktion, keine laute, öffentliche, außerparlamentarische Einmischung weiblicherseits, kein spürbarer Impuls, in der allgemeinen Flatrate-Aufregung die Meinungshoheit zu erringen. Oder überhaupt eine geschlechtsspezifisch verbindliche Meinung zu haben! Eine solche zu formulieren wird dann also doch wieder dem Kölner Dino Alice Schwarzer und ihren Talkshow-Auftritten überlassen bleiben.
Denn ganz besonders wenig ist aus jenen Frauenkreisen jüngerer Generation zu hören, in denen der sogenannte Postfeminismus zu vermuten ist. Von diesem ist die Abwehr gegen die antipatriarchale Paranoia des einstigen Radikalfeminismus bekannt, die Abwehr gegen die Realitätsfremdheit schematischer Geschlechterkämpfe, gegen historisch überholte Emanzipationsforderungen und gegen den selbstherrlichen Auftritt der Alice-Schwarzer-Generation. Alles d’accord. Aber darüber, über diese Bewusstseinsbeschreibung ex negativo, hinaus? Oder ist mit Postfeminismus nur das Problem gemeint, wie in gleichberechtigten Akademikerhaushalten in Prenzlauer Berg die Küchenarbeiten gerecht zu verteilen und die Schließzeiten von Kindergärten mit den Arbeitszeiten von Werbeagenturen und Fernsehsendern zu vereinbaren sind? Weil sich der frauenpolitische Rest von allein erledigt oder vom Frauenüberschuss in Steinmeiers Kompetenzteam erledigt wird?
Niemand bezweifelt ernsthaft, dass im Übergang von der formelhaften Programmatik des kämpferischen Feminismus der siebziger und achtziger Jahre zur politischen Differenzierungsfähigkeit, die den Postfeminismus auszeichnet, ein Fortschritt, ja eine Befreiung zu sehen ist. Nur hätte man diese Differenziertheit, die sich, keineswegs ganz zu Unrecht, gern mit der Aura reiferer feministischer Klugheit umgibt, gerne einmal auf eine Frage wie die nach der Flatrate-Prostitution angewandt gesehen. Darüber, dass es in Deutschland ein paar mehr C-4-Professorinnen, Intendantinnen und Kindergärten geben sollte, lässt sich schon deshalb spielend leicht Einigkeit herstellen, weil der rasante Gang der Emanzipationsgeschichte die beste Prognose darüber erlaubt, dass sich all dies in ein paar Jahren noch weiter gewandelt haben wird. Dafür braucht man kein großes politisch-programmatisches Instrumentarium. Für die Position in einem komplizierten Fall wie dem der Flatrate-Diskussion aber durchaus. Denn es ist keineswegs so spielend leicht, gegenüber einer 19-jährigen Unterschichtlerin, die ihre Tätigkeit in einem miesen Vorortpuff verteidigt, eine politische Haltung einzunehmen.
Eines ist dem alten Feminismus hoch anzurechnen. Er befasste sich nicht nur mit den, nennen wir sie: »sauberen« Themen der Frauenpolitik, mit Themen wie Quote, Gleichheit der Bildungschancen, Mütterzeiten, Väterzeiten. Er quälte sich auch mit den »unhygienischeren« Themen ab, Pornografie, Prostitution, Abtreibung. Und wie es aussieht, ließ der Postfeminismus eben hier in aller Stille ein Tabu ins engagierte Interesse einreißen. Auf dem Weg vom feministischen zum postfeministischen Denken blieb die politische Analyse hinter der feuilletonistischen Stimmungsbeschreibung zurück. Sie erfasst viel und vieles richtig. Aber manches lässt sie lässig links liegen. Es könnte sein, dass wir demnächst in gemischter Runde zusammensitzen, kluge Männer klug über Flatrate diskutieren und wir ein bisschen ratlos in die Luft gucken. Und das, liebe Damen 30 plus, kann’s ja auch nicht sein.
- Datum 10.08.2009 - 11:46 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 06.08.2009 Nr. 33
- Kommentare 147
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Keine intereressierts?
Das zeigt doch lediglich gnadenlos auf, daß dieses Thema lediglich von "interessierten" (siehe unter Diskutanten) Kreisen hochgekocht wurde und weil es eine nette Schlagzeile verspricht von der Presse breiter als nötig getreten wurde.
Zetti
Ich verstehe die postfeministische Haltung so:
Gleiche Rechte!
Und dazu gehören das Recht der freien Wahl des Arbeitsplatzes, und das Recht selbst zu entscheiden, zu welchen Bedingungen man Sex hat.
Nicht der Postfeminismus ließ "hier in aller Stille ein Tabu ins engagierte Interesse einreißen" sondern die Altfeministinnen pflegten z.T. die gleichen Tabus wie das "Patrarchiarat":
Frauen haben "ehrbare" Arbeiten zu erledigen, Frauen bedürfen der gesetzlichen Obhut, damit sie nicht unsittlich werden und sich nicht "verkaufen" -- dieser Ausdruck allein! Darin spiegelt sich die klassisch christlich-islamistische Vorstellung, daß die Frau entwertet ist, wenn zu viele Männer mit ihr intim geworden sind. Ohne ihre "Unschuld" und "Sittsamkeit" hat die Frau alles verkauft, was an ihr wertvoll war: Sie hat sich verkauft. Alice Schwarzer ist eine Pastorentochter aus dem Herzen der rheinischen Frömmelei, dem Bergischen Land - und man hat es immer gemerkt!
Kurz: Für Patriarchen und Altfeministinnen sind Frauen ganz allgemein nicht in der Lage, autonome Entscheidungen für sich zu treffen, da sie dabei immerzu der Versuchung erlegen, sittliche Tabus zu verletzen.
Das Schweigen der Postfeministinnen zum klassischen Boulevard-Aufregerthema "Flatrate-Sex" ehrt sie.
...vielleicht hätten Sie ihre Sätze nicht mit "falsche Tabus" sondern "falsche Zusammenhänge" übertiteln sollen.
Sie reihen sich in die Schwarzer-Kritiker ein, die anscheinend keine Ahnung von ihr und ihren Thesen haben. Das hilft uns nicht weiter.
Und von Prostitution an sich scheinen Sie noch weniger Ahnung zu haben. Auch schade. Dann würden Sie nämlich nicht das schreiben, was Sie schreiben.
"Frauen haben "ehrbare" Arbeiten zu erledigen, Frauen bedürfen der gesetzlichen Obhut, damit sie nicht unsittlich werden und sich nicht "verkaufen" -- dieser Ausdruck allein! Darin spiegelt sich die klassisch christlich-islamistische Vorstellung, daß die Frau entwertet ist, wenn zu viele Männer mit ihr intim geworden sind. Ohne ihre "Unschuld" und "Sittsamkeit" hat die Frau alles verkauft, was an ihr wertvoll war: Sie hat sich verkauft."
Aha. Sagen Sie das bitte den Millionen Frauen, Kindern und auch Männern, die weltweit zur Prostitution gezwungen werden (... und ja, ein Großteil des Geschäfts werden unter Zwang der Prostituierten gemacht, v.a. global betrachtet. Denn der Zwang ist nicht nur der Menschenhandel, sondern auch Erwerbslosigkeit oder eine Drogensucht, die finanziert werden muss, und, und, und... Oder sind Sie so naiv zu glauben, die meisten machten es wirklich "freiwillig"? Niedlich. )
"Du, was da mit dir passiert ist, ist eigentlich gar nicht so schlimm. Es sind nur die bösen Moralvorstellungen der verdammten Gesellschaft, die dich glauben lassen, du seist unsittsam gewesen. Das hat aber auch alles gar nichts mit Sittsamkeit zu tun, scheiß drauf. Du bist trotzdem n guter Mensch!"
Welch Trost Sie diesen Menschen spenden würden!
So einfach kann man es sich also machen, mein Glückwunsch! Da kann man auch mal vergessen, welch Zerstörung der Selbstwertgefühls mit Zwangsprostitution einhergeht... Ist die auch gesellschaftlich bedingt, ja?
Was für ein hirnverbrannter und zugleich herzloser Gedankengang, den Sie da vollziehen. Und Sie meinen Verfechter irgend einer "aufgeklärten Haltung" zu sein? Abartig! Wirklich.
...vielleicht hätten Sie ihre Sätze nicht mit "falsche Tabus" sondern "falsche Zusammenhänge" übertiteln sollen.
Sie reihen sich in die Schwarzer-Kritiker ein, die anscheinend keine Ahnung von ihr und ihren Thesen haben. Das hilft uns nicht weiter.
Und von Prostitution an sich scheinen Sie noch weniger Ahnung zu haben. Auch schade. Dann würden Sie nämlich nicht das schreiben, was Sie schreiben.
"Frauen haben "ehrbare" Arbeiten zu erledigen, Frauen bedürfen der gesetzlichen Obhut, damit sie nicht unsittlich werden und sich nicht "verkaufen" -- dieser Ausdruck allein! Darin spiegelt sich die klassisch christlich-islamistische Vorstellung, daß die Frau entwertet ist, wenn zu viele Männer mit ihr intim geworden sind. Ohne ihre "Unschuld" und "Sittsamkeit" hat die Frau alles verkauft, was an ihr wertvoll war: Sie hat sich verkauft."
Aha. Sagen Sie das bitte den Millionen Frauen, Kindern und auch Männern, die weltweit zur Prostitution gezwungen werden (... und ja, ein Großteil des Geschäfts werden unter Zwang der Prostituierten gemacht, v.a. global betrachtet. Denn der Zwang ist nicht nur der Menschenhandel, sondern auch Erwerbslosigkeit oder eine Drogensucht, die finanziert werden muss, und, und, und... Oder sind Sie so naiv zu glauben, die meisten machten es wirklich "freiwillig"? Niedlich. )
"Du, was da mit dir passiert ist, ist eigentlich gar nicht so schlimm. Es sind nur die bösen Moralvorstellungen der verdammten Gesellschaft, die dich glauben lassen, du seist unsittsam gewesen. Das hat aber auch alles gar nichts mit Sittsamkeit zu tun, scheiß drauf. Du bist trotzdem n guter Mensch!"
Welch Trost Sie diesen Menschen spenden würden!
So einfach kann man es sich also machen, mein Glückwunsch! Da kann man auch mal vergessen, welch Zerstörung der Selbstwertgefühls mit Zwangsprostitution einhergeht... Ist die auch gesellschaftlich bedingt, ja?
Was für ein hirnverbrannter und zugleich herzloser Gedankengang, den Sie da vollziehen. Und Sie meinen Verfechter irgend einer "aufgeklärten Haltung" zu sein? Abartig! Wirklich.
die entscheidende frage ist ja nicht flatrate oder pay-per-f*!k, sondern ob die arbeitsbedingungen stimmen, die prostituierten korrekt bezahlt werden und die tätigkeit freiwillig ausgeübt wird. zwangsprostitution ist natürlich IMMER abzulehnen.
sehr beruhigend, daß das weite teile der bevölkerung scheinbar genauso sachlich betrachten und nur die üblichen pseudomoralischen besserwisser ( kirchen, juristen, presse, radikalfeministinnen ) hier ein problem sehen.
auf die Kritik darin, dass die Postmoderne im philosophischen Sinn (zu welcher auch der sogenannte Postfeminismus zu zählen ist) grundsätzlich dadurch gekennzeichnet ist, dass es nicht nur eine einzige objektive Meinung/Wahrheit zu einem Thema existiert (dies ist ein Kernelement der Moderne), sondern eine Vielzahl verschiedener Meinungen. Auf diese Weise erscheint es mir nicht verwunderlich, dass hier in diesem Beispiel keine einheitliche Position zum Thema Flatrate-Bordelle entstanden ist.
Sollte dies einen allgemeinen Trend dastellen, begrüße ich es sehr. Ich betrachte es nämlich als einen erheblichen Gewinn für Frauen als auch Männer, wenn erstere so selbstbewusst sind, dass sie es nicht mehr nötig haben, einzelnen Leitdogmen und deren Gurus hinterherzuhecheln.
Der ganzen Diskussion liegt der Gedanke zu Grunde, dass Prostituierte in einer Zwangslage sind, ausgebeutet werden etc. pp. In Einzelfällen ist das sicherlich so und damit ebenso menschenunwürdig wie kriminell von Seiten der Ausbeuter.
Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass alle Prostituierten, auch nicht die Mehrheit, gezwungener Maßen anschaffen geht. Sicherlich sind Prostituierte auch keine nymphomanischen Luder, die aus purem Spaß an der Freud drauflos vögeln.
Die Wahrheit liegt sicherlich dazwischen. Es gibt Menschen, die entscheiden sich für so einen "Job", weil ihr einziges "Asset" (im Sinne einer gewinnbringend einsetzbaren Ressource) ihr Gesicht und / oder ihr Körper ist. Das ist aber nicht nur in Bordellen so, sondern auch auf RTL und Pro 7, wo auch immer "Sommermädchen", "Superstars" oder "Next Top-Models" laufen. Hier wie dort wird das physiogonomische Asset ausgebeutet, um Aufmerksamkeit / Geld zu erzielen. Das eine Mal vor Millionen Zuschauern, wo einer die Chance auf sehr viel Geld und Aufmerksamkeit hat, das andere Mal in irgendwelchen Zimmern, wo jeder für jede "Session" Betrag X bekommt, je nach Preisverhandlung.
Ein wenig erinnert mich die Diskussion an die Euthanasie-Diskussion: hier wie dort soll den Menschen vorgeschrieben werden, zu was er oder sie sich aufgrund eines angeblichen "gesellschaftlichen Konsenses bzw. Wertegerüsts" nicht entscheiden darf.
Hier wie dort halte ich das nicht für angebracht, in die freie Willensausübung einzugreifen - explizit die Missbrauchsfälle ausgenommen, die natürlich auch weiterhin verfolgt und unterbunden werden müssen.
Die Feministinen haben zu diesem Thema schon alles gesagt.
Prostitution ist ohne wenn und aber abzulehnen.
Frauen, die sich freiwillig prostituieren, sind gestört oder werden es.
Prostitution ist ohne wenn und aber abzulehnen.
warum?
Frauen, die sich freiwillig prostituieren, sind gestört oder werden es.
wieso? was ist mit männern, die das tun? oder gilt das nur für frauen? wie sieht's aus mit gleichberechtigung?
kurz kanns auch gehen, werte madamef ;-)
Und ich müh mich immer ab, auch dem letzten noch die Kette Missbrauch/Vergewaltigung/Prostitution/Menschenhandel/(Gewalt/Krieg)->Misogynie verständlich zu machen.
In der Tat: alles schon seit Jahrzehnten bekannt und offensichtlich. Aber es ist ja klar: solange das Freiergeschlecht mehrheitlich die Macht hat (und daran ändert auch die erste Bundeskanzlerin wenig), werden wir hauptsächlich durch Bücher und Artikel an die (vermutlich eher wenigen) glücklichen Sexarbeiterinnen erinnert.
Das ist die Pippi-Langstrumpf-Mentalität der Männer, find ich ("...ich mache mir die Welt widde widde wie sie mir gefällt...").
Prostitution ist ohne wenn und aber abzulehnen.
warum?
Frauen, die sich freiwillig prostituieren, sind gestört oder werden es.
wieso? was ist mit männern, die das tun? oder gilt das nur für frauen? wie sieht's aus mit gleichberechtigung?
kurz kanns auch gehen, werte madamef ;-)
Und ich müh mich immer ab, auch dem letzten noch die Kette Missbrauch/Vergewaltigung/Prostitution/Menschenhandel/(Gewalt/Krieg)->Misogynie verständlich zu machen.
In der Tat: alles schon seit Jahrzehnten bekannt und offensichtlich. Aber es ist ja klar: solange das Freiergeschlecht mehrheitlich die Macht hat (und daran ändert auch die erste Bundeskanzlerin wenig), werden wir hauptsächlich durch Bücher und Artikel an die (vermutlich eher wenigen) glücklichen Sexarbeiterinnen erinnert.
Das ist die Pippi-Langstrumpf-Mentalität der Männer, find ich ("...ich mache mir die Welt widde widde wie sie mir gefällt...").
Hat schon mal jemand darüber nachgedacht, dass Prostitution schmerzhaft ist, körperlich und seelisch? Welcher der Herren hier würde eigentlich sein Po-Loch gegen einen guten Batzen Geld einem Homosexuellen zur Verfügung stellen? Wie verzweifelt, psychisch gestört oder durch andere gezwungen müsste man(n) da sein?
...andere homosexuelle mit interesse am schnellen geld vielleicht?
welcher der Herren seine sexuellen Dienste zahlungswilligen Damen zur Verfügung stellen würde. Ein ganzer Haufen ist das. Die können Sie ja dann selbst fragen, wie verzweifelt, psychisch gestört oder durch andere gezwungen sie sind.
...andere homosexuelle mit interesse am schnellen geld vielleicht?
welcher der Herren seine sexuellen Dienste zahlungswilligen Damen zur Verfügung stellen würde. Ein ganzer Haufen ist das. Die können Sie ja dann selbst fragen, wie verzweifelt, psychisch gestört oder durch andere gezwungen sie sind.
Für den Fall, dass es irgendwer übersehen haben sollte:
Hier wurde sehr eifrig zu dem Thema diskutiert. Hauptsächlich meldeten sich zwar Männer zu Wort, die - so wie die Vorkommentatoren hier - da gar kein Problem sehen, in weiblicher Prostitution generell und Flaterate-Tarifen speziell. Merkwürdigerweise entwickelten einige Kommentatoren aber gleichzeitig Mitgefühl für die vermeintlichen Nöte der wenigen männlichen Heteroprostituierten.
Hätte da jemand mal eine Erklärung für?
Also: ich, als bekennende Feministin, habe mir die Finger wund geschrieben in Richtung Freier und (Ex-)Bordellbesitzer (beide Gruppen in dem Thread vertreten), denn es ist ein verdammt wichtiges Thema.
Warum sich da so wenig Frauen zu äußern? Ich tippe: viele haben wohl keinen Bock, allein deshalb weil sie an den Ekelfaktor, die gesundheitlichen Risiken und die doch sehr bescheidenen Einkommensverhältnisse erinnern als lustfeindlich angegriffen zu werden. Ich bin sicher nicht lustfeindlich, aber ich bin für eine Kriminalsierung der Freier. Generell, nicht nur bei "Zwangsprostituierten", wo wir seit Jahr und Tag versuchen eine gesetzliche Regelung zu finden. Schaffen wir nicht. Wie auch:
"Erfahrungen haben gezeigt, dass fast alle Freier, die sich zum Thema Zwangsprostitution äußern, die Meinung vertreten, eine verschleppte Frau sofort zu erkennen, wenn sie ihnen unterkommen sollte (und fügen meistens sofort hinzu, dass das noch nie passiert sei). Eine Aussage, die bezweifelt werden kann. Seit über zwanzig Jahren fliegen Millionen Männer nach Thailand - wer von diesen Männern soll im Stande sein, in Pattaya eine "freiwillige" Prostituierte von einer "gezwungenen" zu unterscheiden? "
Von betroffener Hurenseite aus kann mensch z. B. lesen:
"Du existierst nicht als Mensch. Wenn Kunden kamen, mussten wir schön sein, charmant... Sagen, dass es uns gut geht. Gott behüte, der Kunde merkt, dass wir Angst haben oder über unser Unglück sprechen. Nein, das geht nicht. Wir hatten dazu kein Recht. Wir waren die glücklichsten Menschen auf der Welt: offiziell. Wer weiß, vielleicht schickt er auch Kunden aufs Zimmer, die dich aushorchen. Wenn Kunden gefragt haben 'Wie geht es Dir hier?', wer sagt mir, dass es nicht ein Freund des Chefs ist? Wer weiß das? Wer weiß das!?"
Alles, was wohlwollenden Freiern an Erkennungszeichen in die Hand gegeben wird ist das hier:
"Die folgenden Merkmale müssen nicht, können aber Merkmale für Zwang und bzw. oder Ausbeutung sein.
Skepsis ist angebracht bei:
* Verängstigung und Desorientierung
* Erschöpfung und Übermüdung
* Spuren von Misshandlung
* Anschein von Minderjährigkeit
* mangelnden Deutschkenntnissen
* genereller Hilflosigkeit
* einem durch Dritte ausgehandelten Preis
* einem eher passiven, teilnahmslosen, apathischen Verhalten
* offenbarer sexueller Unerfahrenheit, Ungeübtheit
* Erfüllung aller Wünsche, ohne zu verhandeln
* verschlossenen Räumen
* Überwachung
* Überbringung durch Dritte
* Verschuldung bei „Helfershelfern“
* Abgabe der Einnahmen an Dritte
* Unkenntnis von Rechten und Pflichten als selbstständig Tätige
* mangelndem Wissen über gesundheitliche Versorgung
* Äußerung über illegalen Aufenthalt oder Scheinehe"
Glauben Sie, dass ein Freier all diese Punkte im Auge behalten kann oder will? Und dass er dann auch handelt? Wenn ja, dann suchen Sie vielleicht mal in Hurenforen nach den Erfahrungsberichten von Freiern ... und Ihnen wird sich der Magen umdrehen, da bin ich (beinah) sicher!
"Ich bin sicher nicht lustfeindlich, aber ich bin für eine Kriminalsierung der Freier."
Das haben Sie ja in der von Ihnen angesprochenen Diskussion überdeutlich gemacht und ich bin sicher, dass Sie das Argument, welches ich hier nur kurz einbringen möchte, auch schon gehört. Vielleicht macht es aber einen Unterschied, wenn es nochmals aus einer anderen Richtung kommt:
Sie werden Prostitution nicht verhindern können, egal wen oder wie viele von ihnen Sie kriminalisieren. Sie stehen vor demselben Problem, welches auch Abtreibungsgegner (zu denen ich bestimmt nicht gehöre) vor sich sehen, nämlich der Tatsache, dass das von Ihnen monierte Geschäft, realistisch gesehen, nach einem Verbot genauso weitergehen wird, wie vorher. Mit dem einen Unterschied, dass die Teilnehmer straffällig werden. Es wird immer Männer geben, die bereit sind, für Sex zu bezahlen und Frauen, die für Sex Geld annehmen genauso wie es immer Familien geben wird, die in diesem einen Moment einfach kein weiteres Kind gebrauchen können, das verspreche ich Ihnen. Ihre Forderung könnte also in allen Fällen nur ein (vielleicht notwendiges) Zeichen setzen. Der einzige Effekt wären eben mehr Gefängnisinsassen.
Ihr Argument, Frauen würden durch Prostitution ausgenutzt, ist möglicherweise valide. Daher könnte ich mich vielleicht auch dazu durchringen, Sie zu unterstützen, sofern Sie sich dazu durchringen würden, auch die Kriminalisierung der Bordellbesitzer und der Prostituierten zu fordern. Grund: Wenn der Besuch einer Prostituierten eine Straftat ist, dann ist das Angebot zumindest Anstiftung.
Disclaimer:
Weder bin ich Bordellbesucher, noch -besitzer, noch -hausmeister. Ich kenne weder Prostituierte, noch Zuhälter, noch Freier. Die obigen Aussagen entspringen meinem persönlichen Rechtsempfinden.
Ich kann Ihnen nur zustimmen?
Wohnen Sie in OWL? Ich würde mich freuen, Sie kennenzulernen.
"ich bin für eine Kriminalsierung der Freier. Generell, nicht nur bei 'Zwangsprostituierten'"
Prostitution verbieten, nur weil man Zwangsprostitution schlecht als solche erkennen kann?
Das wäre nun aber eine reichlich totalitäre Lösung.
In einem freien Land geht es niemanden etwas an, aufgrund welcher Überkunft erwachsene Menschen Sex miteinander haben. Sollen wirklich alle Liebe heucheln müssen und -- wie bei der Korruptionsbekämpfung -- etwaig gewährte geldwerte Vorteile amtlich genehmigen lassen dürfen, ehe sie ins Bett steigen?
Staatlich erzwungene Heuchelei, Versteckspiel, Sittenpolizei -- das soll wieder Gesetz werden?
Diese Hineinregiererei in das Sexualleben der Bürger ist menschenunwürdig!
sorry, aber da hört bei mir das verständnis auf - verstehe ich das richtig, sie möchten eine generelle krminalisierung von männern, nur deshalb weil sie eine hure besuchen. bekanntlich das älteste gewerbe der welt und noch weniger ausrottbar als die alkoholsucht während der prohibitation in den usa.
wissen sie wieviel prozent der gesamten männer im land sie damit kriminalisieren möchten. und wer baut die neuen gefängnisse? ein häftling kostet 3000 euro im monat für uns alle.
ich kann da nur zurückschiessen, dass ich solch eine aussage für mittelalterlich, gewalttätig und generell sexfeindlich halte.
eine unverantwortliche position, bei der ich mir die frage stelle ob man vielleicht sie selbst und ihre aussage kriminalisieren sollte (nein ich finde kriminalisierung nicht wirklich gut, sondern in vielen fällen, auch in ihrem, als ausdruck einer erstaunlichen einseitigkeit des standpunkts, eines eingemauerten scheuklappen-blickes, wie wir das von diktaturen kennen).
was wollen sie mit ihrer kriminalisierungs agression? einen neuen krieg zwischen den geschlechtern? einen krieg gegen die sexualität, gegen jede freizügigkeit?
sollen wir alles was es an entspannung in bezug auf sex seit den 60ern gibt, wieder auf den müll werfen? sollen wir, wie der papst das sicher gut fände, zurück ins mittelalter, oder viellecht gar zurück auf die bäume?
die unterdrückung von der sie sprechen, findet auf vielen anderen gebieten ebenfalls statt. millionen arbeiter und frauen prostituieren sich in ganz normalen jobs (wie viele quasi sklaven gibt es denn z.b. in chinesischen restaurants?)
wie viele normale arbeiterinnen werden bis zur agrophobie gemobbt und seelisch zerstört? sollen wir jetzt pauschal alle arbeitgeber kriminalisieren?
was ist mit harz4 empfängern, die zum 1euro zwangsjob von den behörden gezwungen werden. es gibt davon sehr viele im land, die sich da wie sklaven fühlen und wohl auch sklaven sind, denn wenn sie dem zwang nicht gehorchen, dann steht die zwangsräumung und die pleite im raum, es wird mit dem pennerschicksal gedroht.
wieviele der 11000 selbstmorde im land pro jahr sind z. b. auf mobbing in ganz normalen arbeitsstellen zurückzuführen? (und wieso sind eigentlich die züge im lande oft so unpünktlich...)
überall zwang und gewalt und ungerechtigkeit wo man/frau genauer hinschaut.
(schlimmer noch die 30 000 kindern, die täglich global aus armutsgründen sterben, wegen einer weltordnung an der wir alle beteiligt sind...)
wenn man so militant drauf ist, wie sie bei mir rüber kommen, dann verhaften wir uns am besten gleich morgen alle gegenseitig
;-)
Werfen Sie doch einmal einen Blick nach Schweden, Redfox! Da wurde genau das durchgezogen, was Sie hier fordern: Die Freier wurden per Gesetz allesamt kriminalisiert- mit drastischen Konsequenzen für die Prostituierten. Die dürfen nun in noch mieseren Löchern ihrem Gewerbe nachgehen, geniessen keinerlei gesellschaftliche Anerkennung mehr- was angesichts der holländischen Freizügigkeit wie ein Hohn erscheint- und müssen sich mit einem Kundenschwund in noch nie dagewesenem Masse abfinden: Der Sextourismus u. a. nach Dänemark (einfach per Fähre zu erreichen; "Schatz, ich bin dann mal weg..") floriert wie kaum zuvor...
"Ich bin sicher nicht lustfeindlich, aber ich bin für eine Kriminalsierung der Freier."
Das haben Sie ja in der von Ihnen angesprochenen Diskussion überdeutlich gemacht und ich bin sicher, dass Sie das Argument, welches ich hier nur kurz einbringen möchte, auch schon gehört. Vielleicht macht es aber einen Unterschied, wenn es nochmals aus einer anderen Richtung kommt:
Sie werden Prostitution nicht verhindern können, egal wen oder wie viele von ihnen Sie kriminalisieren. Sie stehen vor demselben Problem, welches auch Abtreibungsgegner (zu denen ich bestimmt nicht gehöre) vor sich sehen, nämlich der Tatsache, dass das von Ihnen monierte Geschäft, realistisch gesehen, nach einem Verbot genauso weitergehen wird, wie vorher. Mit dem einen Unterschied, dass die Teilnehmer straffällig werden. Es wird immer Männer geben, die bereit sind, für Sex zu bezahlen und Frauen, die für Sex Geld annehmen genauso wie es immer Familien geben wird, die in diesem einen Moment einfach kein weiteres Kind gebrauchen können, das verspreche ich Ihnen. Ihre Forderung könnte also in allen Fällen nur ein (vielleicht notwendiges) Zeichen setzen. Der einzige Effekt wären eben mehr Gefängnisinsassen.
Ihr Argument, Frauen würden durch Prostitution ausgenutzt, ist möglicherweise valide. Daher könnte ich mich vielleicht auch dazu durchringen, Sie zu unterstützen, sofern Sie sich dazu durchringen würden, auch die Kriminalisierung der Bordellbesitzer und der Prostituierten zu fordern. Grund: Wenn der Besuch einer Prostituierten eine Straftat ist, dann ist das Angebot zumindest Anstiftung.
Disclaimer:
Weder bin ich Bordellbesucher, noch -besitzer, noch -hausmeister. Ich kenne weder Prostituierte, noch Zuhälter, noch Freier. Die obigen Aussagen entspringen meinem persönlichen Rechtsempfinden.
Ich kann Ihnen nur zustimmen?
Wohnen Sie in OWL? Ich würde mich freuen, Sie kennenzulernen.
"ich bin für eine Kriminalsierung der Freier. Generell, nicht nur bei 'Zwangsprostituierten'"
Prostitution verbieten, nur weil man Zwangsprostitution schlecht als solche erkennen kann?
Das wäre nun aber eine reichlich totalitäre Lösung.
In einem freien Land geht es niemanden etwas an, aufgrund welcher Überkunft erwachsene Menschen Sex miteinander haben. Sollen wirklich alle Liebe heucheln müssen und -- wie bei der Korruptionsbekämpfung -- etwaig gewährte geldwerte Vorteile amtlich genehmigen lassen dürfen, ehe sie ins Bett steigen?
Staatlich erzwungene Heuchelei, Versteckspiel, Sittenpolizei -- das soll wieder Gesetz werden?
Diese Hineinregiererei in das Sexualleben der Bürger ist menschenunwürdig!
sorry, aber da hört bei mir das verständnis auf - verstehe ich das richtig, sie möchten eine generelle krminalisierung von männern, nur deshalb weil sie eine hure besuchen. bekanntlich das älteste gewerbe der welt und noch weniger ausrottbar als die alkoholsucht während der prohibitation in den usa.
wissen sie wieviel prozent der gesamten männer im land sie damit kriminalisieren möchten. und wer baut die neuen gefängnisse? ein häftling kostet 3000 euro im monat für uns alle.
ich kann da nur zurückschiessen, dass ich solch eine aussage für mittelalterlich, gewalttätig und generell sexfeindlich halte.
eine unverantwortliche position, bei der ich mir die frage stelle ob man vielleicht sie selbst und ihre aussage kriminalisieren sollte (nein ich finde kriminalisierung nicht wirklich gut, sondern in vielen fällen, auch in ihrem, als ausdruck einer erstaunlichen einseitigkeit des standpunkts, eines eingemauerten scheuklappen-blickes, wie wir das von diktaturen kennen).
was wollen sie mit ihrer kriminalisierungs agression? einen neuen krieg zwischen den geschlechtern? einen krieg gegen die sexualität, gegen jede freizügigkeit?
sollen wir alles was es an entspannung in bezug auf sex seit den 60ern gibt, wieder auf den müll werfen? sollen wir, wie der papst das sicher gut fände, zurück ins mittelalter, oder viellecht gar zurück auf die bäume?
die unterdrückung von der sie sprechen, findet auf vielen anderen gebieten ebenfalls statt. millionen arbeiter und frauen prostituieren sich in ganz normalen jobs (wie viele quasi sklaven gibt es denn z.b. in chinesischen restaurants?)
wie viele normale arbeiterinnen werden bis zur agrophobie gemobbt und seelisch zerstört? sollen wir jetzt pauschal alle arbeitgeber kriminalisieren?
was ist mit harz4 empfängern, die zum 1euro zwangsjob von den behörden gezwungen werden. es gibt davon sehr viele im land, die sich da wie sklaven fühlen und wohl auch sklaven sind, denn wenn sie dem zwang nicht gehorchen, dann steht die zwangsräumung und die pleite im raum, es wird mit dem pennerschicksal gedroht.
wieviele der 11000 selbstmorde im land pro jahr sind z. b. auf mobbing in ganz normalen arbeitsstellen zurückzuführen? (und wieso sind eigentlich die züge im lande oft so unpünktlich...)
überall zwang und gewalt und ungerechtigkeit wo man/frau genauer hinschaut.
(schlimmer noch die 30 000 kindern, die täglich global aus armutsgründen sterben, wegen einer weltordnung an der wir alle beteiligt sind...)
wenn man so militant drauf ist, wie sie bei mir rüber kommen, dann verhaften wir uns am besten gleich morgen alle gegenseitig
;-)
Werfen Sie doch einmal einen Blick nach Schweden, Redfox! Da wurde genau das durchgezogen, was Sie hier fordern: Die Freier wurden per Gesetz allesamt kriminalisiert- mit drastischen Konsequenzen für die Prostituierten. Die dürfen nun in noch mieseren Löchern ihrem Gewerbe nachgehen, geniessen keinerlei gesellschaftliche Anerkennung mehr- was angesichts der holländischen Freizügigkeit wie ein Hohn erscheint- und müssen sich mit einem Kundenschwund in noch nie dagewesenem Masse abfinden: Der Sextourismus u. a. nach Dänemark (einfach per Fähre zu erreichen; "Schatz, ich bin dann mal weg..") floriert wie kaum zuvor...
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