Martenstein Gerechtigkeit für Besserverdienende
Unser Kolumnist fühlt sich nicht als Verursacher der Weltwirtschaftskrise. Und möchte gefälligst auch nicht immer dafür verantwortlich gemacht werden. Nicht einmal von der SPD!
Der SPD-Finanzexperte Florian Pronold hat in der Zeitung etwas über die Ursachen der Wirtschaftskrise gesagt und über die Steuererhöhungen, die auf uns zukommen. Er sagte: "Die Besserverdienenden müssen stärker herangezogen werden, weil sie starke Schultern haben und mitverantwortlich sind für die Krise."
Der Durchschnittsverdienst in Deutschland beträgt etwa 3000 Euro brutto im Monat. Ich gebe zu: Ich habe mehr als das. Ich schwöre aber, bei allem, was mir heilig ist, dass ich mit der verdammten Krise nichts zu tun habe. Ich war das nicht.
Ich frage mich, wie dieser Herr Pronold, den ich persönlich überhaupt nicht kenne, dazu kommt, mir eine solche Ungeheuerlichkeit wie die Mitschuld an einer Weltwirtschaftskrise mit Zehntausenden ruinierter Existenzen zu unterstellen. Was habe ich diesem Mann getan? Ich habe ehrlich gearbeitet, ist das so schlimm, habe Steuern gezahlt wie das Tier, Steuern, von denen dieser Pronold gemästet wird, habe auch gespendet wie Mutter Teresa, habe sogar gesagt, ich Vollidiot, dass an der SPD nicht alles schlecht ist, zum Dank tritt mir jetzt Florian Pronold vor allen Leuten achtkantig in den Hintern. Bin ich Hitler? Bin ich an allem schuld?
Pronold ist Politiker, nicht ich. Er hätte doch, als Politiker, ganz andere Möglichkeiten gehabt, die Krise zu verhindern, oder zu sparen, als die Wirtschaft noch rund gelaufen ist. Was hat er gemacht? Maulaffen feilgehalten. Was tut er jetzt? Ehrliche Leute beleidigen. Wenn er wenigstens gesagt hätte: "Einige Besserverdienende sind mitverantwortlich für die Krise. Deswegen sollen jetzt alle Besserverdienenden Strafsteuern zahlen. Weil, wenn eine Person aus Daglfing Hühner stiehlt, dann sperren wir von der SPD alle Daglfinger ins Gefängnis, das ist gerecht im Sinne von August Bebel."
- Datum 02.09.2009 - 12:44 Uhr
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- Serie Martenstein
- Quelle DIE ZEIT, 06.08.2009 Nr. 33
- Kommentare 25
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Danke, Herr Martenstein, die Kolumne spricht mir aus dem Herzen, sie hat heute mein Frühstück erheitert, bevor ich mich (als Freiberufler) meiner Arbeit zuwende.
thokel
Und: Bin auf Ihre Kolumnen gespannt, wenn Ihr Sohn sein Studium beginnt: WG-Miete, Semestergebühren, Studiengebühren (diese sind mal nicht der SPD zu verdanken), monatl. Unterstützung, Fahrtkosten, Rechnung Mobiltel, u.a.m. - dann sind Sie gefühlt kein Besserverdienender mehr.
Beste Grüße - Th. Keller
der artikel war so amüsant. und dann kamen die leidigen kausalen nebensätze - oder eben nicht.
warum ist der umgang mit dem wort "weil" als einleitung eines nebensatzes so aus der mode gekommen?
grüße
janssen
verehrter Herr Martenstein.
Sie haben mein uneingeschränktes Mitgefühl, was Ihre Beutelung als Besserverdienender angeht. Und ja, der Unhold Pronold sollte lieber seine Begrifflichkeiten klären bevor er Verdiener und Verursacher in die Tüddel bekommt. Besserverdienende vor! Es lebe das Besserverdienen! Besserverdienen für alle und vor allem die gleichen Chancen für alle auf's Besserverdienen!
Aber - und nun kommt's - Sie sind auch nicht besser.
Bei Ihnen steht dem geschundenen Besserverdiener automatisch wieder einmal der "dumpfe-Hartz IV-versorgte-Staatsgelderempfänger-mit-Kindern-die-eh-nicht-an-die-Uni-gehen" gegenüber (nein, ich zitiere nicht, ich überziehe. Wissentlich.)
Muss dass denn sein? Kann nicht der eine nicht Schuld sein ohne das der andere im Dreck liegt?
Ein Gering-Verdiener kann auch Abitur haben und Kinder die auf dem Gymnasium sind. Ein Gering-Verdiener kann Staatsgelder beziehen weil sein Gehalt schlicht zum Leben nicht reicht (und das oft weil viele meinen, dass eben jene Tätigkeiten, welche von Gering-Verdiener ausgeübt werden, nicht die Bezahlung verdienen, mit der sich eben diese Gering-Verdiener selbstständig OHNE staatliche Hilfe versorgen könnten).
Schließlich sind wir unteren Chargen ja alle nur ein Jahr von Hartz IV entfernt..... Opel, Karstadt, Schiesser, Märklin..... eine Menge "ruinierte-Existenzen-to-be"..... und alle haben brav Steuern gezahlt. Und wer da kein hochbezahlter Spezialist ist, der wird eben nächstes Jahr in einer Ihrer Kolumnen den Zorn und diie Missbilligung der Gesellschaft zu spüren bekommen: Fauler Hartz-IV-ler, Du!
Und Ihre Putzfrau? Kommt die ohne Staatshilfe über den Monat? Ich wünsche es ihr sehr! Und Ihre Bäckereifachverkäuferin mit den 2 Kindern und der Halbtagsstelle? Sie bekommt auch Staatsgelder..... und das ist auch gut so.
Sitzt Ihr Sohn vielleicht neben meinem in der 13. Klasse? Meiner konnte die letzte Klassenreise nicht bezahlen, weil seine Mutter nicht genug verdient. Muss er jetzt da weg, weil bessere Bildung in Deutschland nur für Besserverdienende vorgesehen ist?
Mein alter Herr sagte in solchen Fällen immer sehr treffend: Erst denken, dann reden.
Herr Martenstein, gerade Sie...... Können Sie denn Ihre Position nur klar machen in dem Sie andere Gebeutelte beuteln?
Tststs. Das ist aber unhanseatisch.
Sonnige Grüße
Ihre elblette
Und Ihre Bäckereifachverkäuferin mit den 2 Kindern und der Halbtagsstelle? Sie bekommt auch Staatsgelder..... und das ist auch gut so.
Meine Mutter arbeitet in einer Baeckerei und bekommt keine Staatsgelder...und das ist auch gut so!
Sitzt Ihr Sohn vielleicht neben meinem in der 13. Klasse? Meiner konnte die letzte Klassenreise nicht bezahlen, weil seine Mutter nicht genug verdient.
Mein Bruder und Ich haben beide alle Klassenreisen in allen 13 Schuljahren bezahlen koennen, obwohl unsere Mutter nur in einer Baeckerei arbeitet, fuer weniger als 10 Euro/h!.
Muss er jetzt da weg, weil bessere Bildung in Deutschland nur für Besserverdienende vorgesehen ist?
Wenn Ihr Sohen da weg muss, dann nur wegen Bloedheit!
Mein alter Herr sagte in solchen Fällen immer sehr treffend: Erst denken, dann reden.
Ganz richtig, aber Sie haben Ihren alten Herrn nicht verstanden!
Herr Martenstein, gerade Sie...... Können Sie denn Ihre Position nur klar machen in dem Sie andere Gebeutelte beuteln? ---Ein Zeugnis dafuer, dass Sie nichts verstanden haben!
Obwohl meine Mutter in einer Baeckerei arbeitet und mein Vater einfacher Fabrikarbeiter war, haben mein Bruder und ich nichts an Bildung versaeumt, was es in DE umsonst gab, als wir noch studierten.
Trotz des scheinbar geringen Einkommens meiner beiden Eltern, was unter 3000 Euro pro Monat war, kommen wir uns in keiner Weise gebeutelt vor, nur ziemlich genervt von vermeitlich reichen Leuten, die Ihren Kindern nicht mal ein Kaesebroetchen in die Schule mitgeben wollten aber trotzdem auf uns herabsehen wollen. Ich hatrte es ziemlich gut, weil meine Mutter in einer Baeckerei gearbeitet hat, einer meiner Freunde dessen Eltern beide Lehrer sind, hatte nicht mal genug zu Essen!
Mittlerweile arbeitet mein Bruder als Elektrotechnik Ingeneur bei einer wirklich bedeutenen Firma in DE mit ca 380.000 Mitrarbeitern und verdient ca. 60.000 Euro pro Jahr, waehrend ich mit meinem Maschinenbau Diplom promoviere.
Herr Martenstein spricht mir aus der Seele und Sie haben keine Ahnung!
Und Ihre Bäckereifachverkäuferin mit den 2 Kindern und der Halbtagsstelle? Sie bekommt auch Staatsgelder..... und das ist auch gut so.
Meine Mutter arbeitet in einer Baeckerei und bekommt keine Staatsgelder...und das ist auch gut so!
Sitzt Ihr Sohn vielleicht neben meinem in der 13. Klasse? Meiner konnte die letzte Klassenreise nicht bezahlen, weil seine Mutter nicht genug verdient.
Mein Bruder und Ich haben beide alle Klassenreisen in allen 13 Schuljahren bezahlen koennen, obwohl unsere Mutter nur in einer Baeckerei arbeitet, fuer weniger als 10 Euro/h!.
Muss er jetzt da weg, weil bessere Bildung in Deutschland nur für Besserverdienende vorgesehen ist?
Wenn Ihr Sohen da weg muss, dann nur wegen Bloedheit!
Mein alter Herr sagte in solchen Fällen immer sehr treffend: Erst denken, dann reden.
Ganz richtig, aber Sie haben Ihren alten Herrn nicht verstanden!
Herr Martenstein, gerade Sie...... Können Sie denn Ihre Position nur klar machen in dem Sie andere Gebeutelte beuteln? ---Ein Zeugnis dafuer, dass Sie nichts verstanden haben!
Obwohl meine Mutter in einer Baeckerei arbeitet und mein Vater einfacher Fabrikarbeiter war, haben mein Bruder und ich nichts an Bildung versaeumt, was es in DE umsonst gab, als wir noch studierten.
Trotz des scheinbar geringen Einkommens meiner beiden Eltern, was unter 3000 Euro pro Monat war, kommen wir uns in keiner Weise gebeutelt vor, nur ziemlich genervt von vermeitlich reichen Leuten, die Ihren Kindern nicht mal ein Kaesebroetchen in die Schule mitgeben wollten aber trotzdem auf uns herabsehen wollen. Ich hatrte es ziemlich gut, weil meine Mutter in einer Baeckerei gearbeitet hat, einer meiner Freunde dessen Eltern beide Lehrer sind, hatte nicht mal genug zu Essen!
Mittlerweile arbeitet mein Bruder als Elektrotechnik Ingeneur bei einer wirklich bedeutenen Firma in DE mit ca 380.000 Mitrarbeitern und verdient ca. 60.000 Euro pro Jahr, waehrend ich mit meinem Maschinenbau Diplom promoviere.
Herr Martenstein spricht mir aus der Seele und Sie haben keine Ahnung!
Aber Herr Martenstein, selbst im Dritten Reich muss man doch nicht gleich Hitler gewesen sein, um eine Mit-Schuld zu tragen, wussten Sie das schon?
Immerhin haben sie sich ja mit ihrem kritiklosen Geschwafel bei einem der Hausblätter der deutschen Finanzwirtschaft reich geschrieben, schlimm genug!
... diesen Text habe ich genossen.... auch ich verdiene gut und bin ein netter Typ.
:-)
:-)
Zur letzten, hier eingestellten Magazin -Kolumne, "...Bagger44see", will ich nur anmerken, sie hat mir wirklich gut gefallen, weil sie erkennbar von einer realen Wahrnehmung des Kolumnisten ausging und diese zum Anlass für einen schönen Text nahm.
Nun zur sehr indirekten, kleinsäuligen Aussprache mit Herrn Pronold, die im Grunde nur ein modisches SPD-Bashing der sprachlich gehobeneren Sorte ist:
Manche Schulen mochten sich zu meiner und Ihrer Zeit noch hartnäckig geweigert haben, dazu überhaupt eine Unterrichtseinheit abzuhalten, aber solche Schulen, deren Lehrer mit Mathematik chronisch auf Kriegsfuß stehen, dürfen doch keinen vorgeschobenen Grund liefern, sich nicht wenigstens einmal mit Durchschnittswerten, Mittelwerten und Medianwerten zu beschäftigen, um eine glaubwürdige und treffende Kolumne zum Thema zu schreiben.
Sonst arbeiten Sie ja nur für die Herzen der "Besserverdienenden", in Wahrheit dunkle, kaum von nordischer Transparenz durchleuchtete Pumporgane der Wirtschaft, die sich nur allzu gerne von solchen Klagen über Steuern und Kosten eines chronisch unterbezahlten Kolumnisten umschmeicheln lassen.
Noch besser, um den Besserverdienst einmal wenigstens, ruhig auch ironisch, witzig und satirisch zu würdigen, wäre das Studium einer Perzentiltabelle. - Sie, lieber Martenstein, können sich vielleicht als Betroffener der so genannten, kalten Progression, sie wölbt sich tabellarisch eher geknickt nach oben, betroffen und ausgequetscht fühlen, aber, ihr Gefühl hat weder mit Herrn Pronolds realer Forderung, noch mit den etwas radikaleren Absichten der Linkspartei zu tun. Sie konstruieren sich ihren "Besserverdienst" mit Absicht selbst.
So kommt es nun, dass Sie zu Recht darauf verweisen keine starken Schultern zu haben, an die sich irgend jemand lehnen können sollte. Dabei vergessen Sie, was von Kolumnisten, den Besseren wenigstens, verlangt werden muss, nämlich im Besitz eines Rückrates zu sein. Lieber kaspern Sie gegen Herrn Pronold und die Rosaroten, als die Rückenmuskulatur ein wenig durch Übungen zu bekräftigen. Sie müssen ja nicht an den Medizinball und die Sprossenwand, sondern könnten es mit den zweifellos vorhandenen, aber eben auch Übung benötigenden Geisteskräften probieren.
So endet ihre Geschichte beim billigen Applaus für und von der besser verdienenden Seite, ohne ein Körnchen Wahrhaftigkeit. Weil Sie das so handhaben, irgendwie seit geraumen Zeiten moros verstimmt und im Stile der beleidigten Leberwurst, ähnelt es ganz dem Gefrotzel an den zum Arbeitsplatz umfunktionierten Mahlzeittischen der Politikprominenz und gewisser Höchstleister, die zwar Trinkgeld liegen lassen, aber sonstige Belastungen durch das gemeine Volk, den Staat und seine Steuerfachbehörden mittlerweile auf ein historisches Minimum reduzieren konnten.
Da Sie chronisch nicht antworten, ich habe dafür zwar kein Verständnis, verstehe es aber damit zu leben, helfen diese Hinweise vielleicht anderen Lesern, die im Überschwang, wöchentlich eine Martenstein-Kolumne lesen zu dürfen in der sie sich spiegeln können, über inhaltliche Schwächen milde hinweg sehen. Ich hörte, das ZEIT-Magazin entwickele sich zur "Monopol"-Presse in 10.000 Metern Flughöhe.
Liebe Grüße
Christoph Leusch
na, den Besserverdienenden geht es ja da noch gut, die Manager sollen wenn es nach Pronold auch noch angekettet werden, damit sie nicht zuviel arbeiten. Ansonsten is die SPD wohl eher ein Kaubonbon. Herr Pronold homepage behauptet das zumindest...
„Die Menschen wollen wissen, für welche Politik die Parteien stehen. Ich sage ganz klar, wofür die SPD steht: MAOAM. M für Mindestlohn, A für Arbeitnehmerrechte , O für Ordnung auf den Finanzmärkten, A für Atomausstieg und M für Manager an die Kette legen.“ http://florianpronold.de/
Und Ihre Bäckereifachverkäuferin mit den 2 Kindern und der Halbtagsstelle? Sie bekommt auch Staatsgelder..... und das ist auch gut so.
Meine Mutter arbeitet in einer Baeckerei und bekommt keine Staatsgelder...und das ist auch gut so!
Sitzt Ihr Sohn vielleicht neben meinem in der 13. Klasse? Meiner konnte die letzte Klassenreise nicht bezahlen, weil seine Mutter nicht genug verdient.
Mein Bruder und Ich haben beide alle Klassenreisen in allen 13 Schuljahren bezahlen koennen, obwohl unsere Mutter nur in einer Baeckerei arbeitet, fuer weniger als 10 Euro/h!.
Muss er jetzt da weg, weil bessere Bildung in Deutschland nur für Besserverdienende vorgesehen ist?
Wenn Ihr Sohen da weg muss, dann nur wegen Bloedheit!
Mein alter Herr sagte in solchen Fällen immer sehr treffend: Erst denken, dann reden.
Ganz richtig, aber Sie haben Ihren alten Herrn nicht verstanden!
Herr Martenstein, gerade Sie...... Können Sie denn Ihre Position nur klar machen in dem Sie andere Gebeutelte beuteln? ---Ein Zeugnis dafuer, dass Sie nichts verstanden haben!
Obwohl meine Mutter in einer Baeckerei arbeitet und mein Vater einfacher Fabrikarbeiter war, haben mein Bruder und ich nichts an Bildung versaeumt, was es in DE umsonst gab, als wir noch studierten.
Trotz des scheinbar geringen Einkommens meiner beiden Eltern, was unter 3000 Euro pro Monat war, kommen wir uns in keiner Weise gebeutelt vor, nur ziemlich genervt von vermeitlich reichen Leuten, die Ihren Kindern nicht mal ein Kaesebroetchen in die Schule mitgeben wollten aber trotzdem auf uns herabsehen wollen. Ich hatrte es ziemlich gut, weil meine Mutter in einer Baeckerei gearbeitet hat, einer meiner Freunde dessen Eltern beide Lehrer sind, hatte nicht mal genug zu Essen!
Mittlerweile arbeitet mein Bruder als Elektrotechnik Ingeneur bei einer wirklich bedeutenen Firma in DE mit ca 380.000 Mitrarbeitern und verdient ca. 60.000 Euro pro Jahr, waehrend ich mit meinem Maschinenbau Diplom promoviere.
Herr Martenstein spricht mir aus der Seele und Sie haben keine Ahnung!
Ich danke allen Besserverdienern in DE die mit Ihren Steuerabgaben und Sozialbeitraegen meine Bildung, fuer die ich nichts bezahlen musste, erst ermoeglicht haben. Die Steurabgaben meiner Eltern haetten mit Sicherheit nicht dafuer ausgereicht meinem Bruder und mir das Bafoeg zu finanzieren und die Studienkosten zu decken, denn der Unterhalt einer Universitaet ist nicht gerade guenstig.
Ist ja schön und gut. Sie haben erfahren, dass Bildung und Aufstieg auch für Kinder aus Familien mit eher geringen Einkommen zu haben sind und das soziale Netz noch zu funktionieren scheint. Die Frage ist doch aber gar nicht, ob es momentan noch funktioniert (worüber man natürlich auch unterschiedlicher Meinung sein kann). Es geht darum, wer nach der Bundestagswahl die Zeche zahlt. Wer von uns wird spüren, dass die Verluste der Banken, die sich verzockt haben, sozialisiert wurden? Wird es am Ende der nächsten Legislaturperiode immer noch ein soziales Netz geben?
Ich kann verstehen, dass sich Besserverdienende darüber ärgern, wenn Sie jetzt in Sippenhaft genommen werden. Aber der Ärger darüber lenkt nur von der eigentlichen Frage ab, wie die immensen Kosten verteilt werden sollen, die uns Wirtschafts- und Politikeliten eingebrockt haben.
Wenn die Besserverdienenden verschont bleiben, müssen wohl die bezahlen, deren Einkommen ohnehin kaum zum Leben reichen. Das wird unsere Gesellschaft sicherlich voranbringen.
Ich danke allen Besserverdienern in DE die mit Ihren Steuerabgaben und Sozialbeitraegen meine Bildung, fuer die ich nichts bezahlen musste, erst ermoeglicht haben. Die Steurabgaben meiner Eltern haetten mit Sicherheit nicht dafuer ausgereicht meinem Bruder und mir das Bafoeg zu finanzieren und die Studienkosten zu decken, denn der Unterhalt einer Universitaet ist nicht gerade guenstig.
Ist ja schön und gut. Sie haben erfahren, dass Bildung und Aufstieg auch für Kinder aus Familien mit eher geringen Einkommen zu haben sind und das soziale Netz noch zu funktionieren scheint. Die Frage ist doch aber gar nicht, ob es momentan noch funktioniert (worüber man natürlich auch unterschiedlicher Meinung sein kann). Es geht darum, wer nach der Bundestagswahl die Zeche zahlt. Wer von uns wird spüren, dass die Verluste der Banken, die sich verzockt haben, sozialisiert wurden? Wird es am Ende der nächsten Legislaturperiode immer noch ein soziales Netz geben?
Ich kann verstehen, dass sich Besserverdienende darüber ärgern, wenn Sie jetzt in Sippenhaft genommen werden. Aber der Ärger darüber lenkt nur von der eigentlichen Frage ab, wie die immensen Kosten verteilt werden sollen, die uns Wirtschafts- und Politikeliten eingebrockt haben.
Wenn die Besserverdienenden verschont bleiben, müssen wohl die bezahlen, deren Einkommen ohnehin kaum zum Leben reichen. Das wird unsere Gesellschaft sicherlich voranbringen.
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