Wagner in Bayreuth»Hallo, Herr Hitler!«

Es gibt so viele Opern – warum nur tue ich mir Richard Wagner an? Über das Treiben auf dem Grünen Hügel in Bayreuth. Ein Protokoll

Die Pausenposaunen auf dem Balkon des Festspielhauses

Die Pausenposaunen auf dem Balkon des Festspielhauses

Was mag wohl dabei herauskommen, wenn man einen Juden nimmt, ihn nach Bayreuth fliegt und dort Wagners Opern in Wagners eigenem Opernhaus hören lässt? Wird er zum Wagner-Fan – oder läuft es ihm kalt den Rücken runter? Um diese Frage zu beantworten, fliege ich höchstpersönlich von den Vereinigten Staaten nach Deutschland. Ich sollte dafür so gut taugen wie irgendein anderer Jude.

In etwas über 12000 Meter Höhe brummt mir der Schädel vor lauter Fragen. In seinem Pamphlet Das Judenthum in der Musik behauptete Wagner, den Juden ginge jede Leidenschaft ab und sie wären nicht dazu befähigt, Musik zu schaffen. Ist es mir dann wenigstens gegeben, Musik zu verstehen – Wagner zu verstehen? Der verstorbene Literaturwissenschaftler Edward Said hat sein Leben lang die palästinensische Sache verteidigt. Zwischendurch aber ergriff er immer mal wieder die Gelegenheit, sich mit anderen Themen zu befassen: mit Wagner zum Beispiel, den er verehrte. Als ein anderer Professor, Paul Lawrence Rose, die Behauptung aufstellte, Wagner zu hören bedeute, Antisemitismus am eigenen Leibe zu erfahren, ging Said an die Decke und beschimpfte Rose als »Chomeini der Künste«. Für Said, der von der »schieren Schönheit und Kraft« dieser Musik überwältigt war, galt: Musik ist Musik, Kunst ist Kunst, und die Politik sollte außen vor bleiben. Und so hinderte seine Argumentation Said auch nicht daran, im selben Aufsatz zu dem Schluss zu kommen, Israel und der Zionismus gehörten zum Schlimmsten, was die Menschheit hervorgebracht habe.

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Zwei Fragen schießen mir durch den Kopf: Kann ein Mann Wagner lieben und trotzdem Jude sein? Kann eine Frau mit den Nazis sympathisieren und Wagner trotzdem hassen? Wagners heftiger Antisemitismus und die sakrale Begeisterung, die Hitler und die Nazis für seine Opern empfanden, verhindern, dass man in ihnen bloße Opern sehen kann. Bis heute ist es nahezu unmöglich, Wagner in Israel aufzuführen. Nur jemand wie Daniel Barenboim kann sich das trauen. Freilich ist Barenboim auch ein Ehrenbürger Palästinas. Wie viele Juden können diese Ehre für sich beanspruchen?

Es gibt so viele andere Opern – warum nur tue ich mir Wagner an? Vor etwa zwei Monaten habe ich Puccinis La Bohème in Ramallah gesehen. Ein großartiges Erlebnis. Wohin man auch blickte, überall sah man wohlhabende palästinensische Frauen in den farbenfrohsten und teuersten Hijabs und Männer mit funkelnagelneuen Handys. Um ehrlich zu sein: Die Aufführung war schauderhaft, aber das Publikum ein Fest fürs Auge. Werde ich Hijabs in Bayreuth sehen? Sollte ich den Piloten bitten, den Kurs zu ändern und mich in den Nahen Osten zu fliegen, wo ich geboren wurde?

Noch bevor ich das Cockpit erreiche, ziehe ich den Schwanz ein, und die Maschine landet planmäßig im Vaterland. Mir fällt ein alter Spruch von Woody Allen ein: »Immer wenn ich Wagner höre, spüre ich den inneren Drang, in Polen einmarschieren zu müssen.« Spätestens bei der Zollabfertigung habe ich ernsthafte Bauchschmerzen: Ich werde den Ring sehen, das sind immerhin vier Opern. Werde ich der Versuchung, Polen zu erobern, am Ende der Götterdämmerung nicht widerstehen können? Doch was, zum Kuckuck, soll ich mit Polen? Sorgen habe ich ohnehin schon genug.

Als ich in Bayreuth eintreffe, schöne Stadt übrigens, stelle ich mit Erleichterung fest, dass ich nicht der Einzige bin, dem Nazis und Juden im Kopf herumgeistern. Die Stadt Bayreuth gibt bekannt, dass sie die Israelitische Kultusgemeinde bei der Errichtung eines jüdischen Kultur- und Gemeindezentrums unterstützt. Welcome. Das sind nicht die einzigen guten Nachrichten. Kurz nach meiner Ankunft erfahre ich von dem Vorhaben Katharina Wagners, die Archive zu öffnen und das volle Ausmaß der Beziehungen ihrer Familie zu Adolf Hitler aufklären zu lassen. Mein Magen beruhigt sich. Vielleicht muss ich Polen am Ende des Rings doch nicht den Krieg erklären. Sei froh, sage ich mir. Gewöhnliche Sterbliche warten zehn Jahre auf Eintrittskarten. Und ich habe vier davon! All jene, die nicht so lange warten wollen, können im Internet Karten für bis zu 4500 Euro pro Vorstellung finden. Wo ich geboren wurde, gibt es für dieses Geld eine Ehefrau und zwei Ziegen. Und ich muss keinen Cent ausgeben. Bin ich nicht ein echter jüdischer Glückspilz? Jetzt geht’s mir besser.

Leser-Kommentare
  1. Es gibt zwei gänzlich unterschiedliche Lebensentwürfe: Berechnung - oder Gottvertrauen.

    In der Literatur werden sie manchmal nebeneinander gestellt, wie etwa im Volksmärchen, wo der oder die Berechnende (oft der ältere Bruder oder die ältere Schwester) dem tumben Tor (oft der jüngste Bruder oder die jüngste Schwester) gegenübergestellt wird. Bei diesem ist der Verstand nicht so gut entwickelt, wohl aber das Gottvertrauen (oder das Urvertrauen in eine höhere Dimension?). Auch im Parzival von Wolfram von Eschenbach stehen der unbedarfte Sohn einer alleinerziehenden Mutter und der berühmte Ritter Gawain nebeneinander.

    Oder die beiden Grundhaltungen prallen aufeinander, wie bei Tolkien, bei dem es auch um Ringe geht und bei dem die Hobbits - ohne Aussicht auf Erfolg - gegen die große dunkle Macht der Berechnung antreten (und gegen den abgefallenen weisen Saruman, den manche für einen Salomon halten). Ähnlich auch bei Harry Potter, wo Lord Voldemort sogar seine künftige Existenz vorausberechnen will.

    Ich weiß nicht, auf welcher Seite der Typ war, den der Autor dieses Artikels "Ado" nennt. Dieser sprach selber zwar oft davon, auf der Seite der "Vorsehung" zu stehen und bezichtigte die Juden der Berechnung und der Verschlagenheit. Aber "an den Früchten werdet ihr sie erkennen" sagte ein wirklich weiser Jude mit viel Gottvertrauen vor 2000 Jahren schon zu diesem Thema.

    Wagner selber hätte wohl keine Chance gehabt, hätte er sich nur auf seine raumzeitlichen Berechnungen verlassen. Irgendwie hatte er das Interface zu der höheren Dimension, an dem seine Festspielteilnehmer so gerne teilhätten.

    Von einem jüdischen Rabbi, Friedrich Weinreb stammt der Satz, der das alles zusammenfasst: "Wer nicht glaubt, muss rechnen." (Aus "Die Freuden Hiobs)

  2. soooo viele Worte, und was wollen Sie uns (Neues) sagen? Daß Wagner die Juden nicht mochte, wissen wir, daß Bayreuth und sein Wagnertempel seit Jahr und Tag umstritten sind, auch, und daß der "Ring" für viele Leute eine schwerverdauliche Kost ist, gehört zum Allgemeinplatz.

    Und nein, auch deutsche Wagnerverehrer verspüren nach dem Besuch der Opfer keine Versuchung, in Polen einzumarschieren, Ehrenwort! (war selbst noch nicht bei der Vorstellung), die Nebenwirkungen Wagners liest man heute in allen möglichen Beipackzetteln jeder besseren Literatur- und Musikpostille, den Herrn Hitler hat man meines Wissens seit 1945 nicht mehr persönlich bei den Wagner-Festspielen gesehen, und auch die Sauerstoffarmut in den heiligen Hallen sowie das erhöhte Schlafbedürfnis mancher Besucher ist nicht mehr das bestgehütetste Geheimnis Bayreuths.
    So what, Tuvia?

    An einer Stelle muß ich noch mal richtig böse werden: Was bitte soll die Frage, wer Tankred Dorst sein soll? Dieser offenkundige Geheimtip unter den Theaterautoren hat inzwischen über 80 Lenze auf dem Buckel und zählt zu den wohl meistgespielten Autoren in Deutschland. Auch wenn ich ein sehr humoriger Mensch bin, aber es hat doch alles seine Grenzen .... nicht wahr ....

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    • hardob
    • 13.08.2009 um 22:39 Uhr

    was wollen Sie uns mit Ihren harschen Worten sagen! Dass ein dahergelaufener Jid nix über Bayreuth zu sagen hat, weil er noch gar nicht weiß, dass 1945 seit fast 65 Jahren rum ist. Dass wenn er schon dahr kommt, er doch bitte schön nicht das schreiben soll, was er sieht und erfährt und hört und denkt und fühlt, sondern dann doch wenigstens soll er verzeihen und nur Gutes schreiben. Und wenn schon einer zwar Woody Allen kennt, aber nicht genau weiß, wer Tankred Dorst ist, der sich wenigsten schon auf dem Chimborazo schrieb, ja dass so einer in der ZEIT schreibt und sie so gräßlich langweilt, ja also, ob das geht?

    Vielen Dank, Herr dahergeflogener Tenenbom, ein schöner Artikel ist das, was Sie da schreiben und stimmt und passt und ist Bayreuth und Wagner und die Musik und der Schrecken und die Gegenwart und die Zukunft. Und noch nie hab ich Katharina Wagner leiden können und Sie sind der Erste, der sie mir in einem schönerem Licht zeigt. Da sieht man die Bayreuther Beleuchter ...

    • hardob
    • 13.08.2009 um 22:39 Uhr

    was wollen Sie uns mit Ihren harschen Worten sagen! Dass ein dahergelaufener Jid nix über Bayreuth zu sagen hat, weil er noch gar nicht weiß, dass 1945 seit fast 65 Jahren rum ist. Dass wenn er schon dahr kommt, er doch bitte schön nicht das schreiben soll, was er sieht und erfährt und hört und denkt und fühlt, sondern dann doch wenigstens soll er verzeihen und nur Gutes schreiben. Und wenn schon einer zwar Woody Allen kennt, aber nicht genau weiß, wer Tankred Dorst ist, der sich wenigsten schon auf dem Chimborazo schrieb, ja dass so einer in der ZEIT schreibt und sie so gräßlich langweilt, ja also, ob das geht?

    Vielen Dank, Herr dahergeflogener Tenenbom, ein schöner Artikel ist das, was Sie da schreiben und stimmt und passt und ist Bayreuth und Wagner und die Musik und der Schrecken und die Gegenwart und die Zukunft. Und noch nie hab ich Katharina Wagner leiden können und Sie sind der Erste, der sie mir in einem schönerem Licht zeigt. Da sieht man die Bayreuther Beleuchter ...

    • Colón
    • 13.08.2009 um 22:35 Uhr

    Dear Tuva,

    It´s the "Bürgerlichkeit" stupid. He neckteied and highly decorated, at least a distinguished service order pinned on his manly breast , she in silk and satin, without a "Brusttuch".

    .....»Und deine Brust muss ein reiner schöner Spiegel sein, holde Jungfrau! « Und auch das Busentuch rauschte im Augenblick zur Erde, und der klare Spiegel auf der Brust der Jungfrau zeigte ein sanftes schönes Bild, das Bild des Jünglings. Da erscholl vom Perlenschifflein ein heller Jubel und freudetönende Musik, und ein Kreis von schönen Frauen und blühenden Männern erhob sich freudevoll vom Schifflein und nahm das holde Paar auf, und der kleine schöne Perlennachen glitt auf der spiegelhellen Wasserfläche dahin, nach der wunderlieblichen Perleninsel, als der Heimat der lieben Braut des Fischerjünglings, um nimmer, nimmer wiederzukehren."
    (aus: Ludwig Bechstein, Die Perlenkönigin)
    Das stammt von Bechstein, geboren und gestorben an wichtigen Bühnenorten.

    Ganz im Ernst, es gibt auch noch die Heidenreich Variante des "Antuns". Die lautet, wo gibt es eine Oper, wo ein Festspiel, wo einen dramatischen Gesang, da will ich hin! Einzige Hinderungsgründe: Ausverkauf, no public viewing, Flugmöglichkeiten nicht gegeben, Terminabstimmungsprobleme.

    Die andere Seite: Wir sollten uns doch für unser drei Sparten Theater vor Ort einsetzen. Da gibt es die Chance, mehr zu hören, zu sehen und zu fühlen, als auf dem "Hügel" oder auf den "Wiesn" vor der Großleinwand.

    Einziges Problem. Was bieten wir dem Publikum vor der Türe, wenn weder Kanzlerinnen, noch Barone, noch sonstige Goldlöckchen defilieren.

    Grüße
    Christoph Leusch

    • hardob
    • 13.08.2009 um 22:39 Uhr

    was wollen Sie uns mit Ihren harschen Worten sagen! Dass ein dahergelaufener Jid nix über Bayreuth zu sagen hat, weil er noch gar nicht weiß, dass 1945 seit fast 65 Jahren rum ist. Dass wenn er schon dahr kommt, er doch bitte schön nicht das schreiben soll, was er sieht und erfährt und hört und denkt und fühlt, sondern dann doch wenigstens soll er verzeihen und nur Gutes schreiben. Und wenn schon einer zwar Woody Allen kennt, aber nicht genau weiß, wer Tankred Dorst ist, der sich wenigsten schon auf dem Chimborazo schrieb, ja dass so einer in der ZEIT schreibt und sie so gräßlich langweilt, ja also, ob das geht?

    Vielen Dank, Herr dahergeflogener Tenenbom, ein schöner Artikel ist das, was Sie da schreiben und stimmt und passt und ist Bayreuth und Wagner und die Musik und der Schrecken und die Gegenwart und die Zukunft. Und noch nie hab ich Katharina Wagner leiden können und Sie sind der Erste, der sie mir in einem schönerem Licht zeigt. Da sieht man die Bayreuther Beleuchter ...

    Antwort auf "Lieber Herr Tenenbom"
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    @was wollen Sie uns mit Ihren harschen Worten sagen! Dass ein dahergelaufener Jid nix über Bayreuth zu sagen hat, weil er noch gar nicht weiß, dass 1945 seit fast 65 Jahren rum ist. Dass wenn er schon dahr kommt, er doch bitte schön nicht das schreiben soll, was er sieht und erfährt und hört und denkt und fühlt, sondern dann doch wenigstens soll er verzeihen und nur Gutes schreiben.

    Ja, Gott, ob das geht? Der unheilsschwanger bedeutsame Ton Ihres Kommentares sagt es dem Eingeweihten, daß es natürlich nicht geht, denn gerade wir Deutschen .... nach 1945 .... Holocaust .... besondere Verantwortung .... nie wieder ....

    Das einzig Überraschende an Ihren Zeilen ist lediglich, daß Sie auf das Attribut antisemitisch oder latent antisemitisch verzichtet haben.

    Ich frage dann doch lieber Tenenbom selbst, wie er es gemeint haben könnte. Oder will.

    @was wollen Sie uns mit Ihren harschen Worten sagen! Dass ein dahergelaufener Jid nix über Bayreuth zu sagen hat, weil er noch gar nicht weiß, dass 1945 seit fast 65 Jahren rum ist. Dass wenn er schon dahr kommt, er doch bitte schön nicht das schreiben soll, was er sieht und erfährt und hört und denkt und fühlt, sondern dann doch wenigstens soll er verzeihen und nur Gutes schreiben.

    Ja, Gott, ob das geht? Der unheilsschwanger bedeutsame Ton Ihres Kommentares sagt es dem Eingeweihten, daß es natürlich nicht geht, denn gerade wir Deutschen .... nach 1945 .... Holocaust .... besondere Verantwortung .... nie wieder ....

    Das einzig Überraschende an Ihren Zeilen ist lediglich, daß Sie auf das Attribut antisemitisch oder latent antisemitisch verzichtet haben.

    Ich frage dann doch lieber Tenenbom selbst, wie er es gemeint haben könnte. Oder will.

  3. @was wollen Sie uns mit Ihren harschen Worten sagen! Dass ein dahergelaufener Jid nix über Bayreuth zu sagen hat, weil er noch gar nicht weiß, dass 1945 seit fast 65 Jahren rum ist. Dass wenn er schon dahr kommt, er doch bitte schön nicht das schreiben soll, was er sieht und erfährt und hört und denkt und fühlt, sondern dann doch wenigstens soll er verzeihen und nur Gutes schreiben.

    Ja, Gott, ob das geht? Der unheilsschwanger bedeutsame Ton Ihres Kommentares sagt es dem Eingeweihten, daß es natürlich nicht geht, denn gerade wir Deutschen .... nach 1945 .... Holocaust .... besondere Verantwortung .... nie wieder ....

    Das einzig Überraschende an Ihren Zeilen ist lediglich, daß Sie auf das Attribut antisemitisch oder latent antisemitisch verzichtet haben.

    Ich frage dann doch lieber Tenenbom selbst, wie er es gemeint haben könnte. Oder will.

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    • hardob
    • 13.08.2009 um 23:35 Uhr

    Ich netnahm Ihren kritsichen Worten lediglich, dass sich Herr Tenenbom in Ihren Augen das "Bayreuth" nicht so herüber bringen konnte, dass er Ihnen etwas Neues hätte mitteilen können.
    Und unheilschwanger bedeutsam wollte ich schon gar nicht sein. Ich könnte ja mal Herrn Dorst fragen, was er dazu meint, von Herrn Tenenbom bisher so sträflich missachtet worden zu sein.
    Also einfach einen Gang runter, dann wird es schon wieder.

    • hardob
    • 13.08.2009 um 23:35 Uhr

    Ich netnahm Ihren kritsichen Worten lediglich, dass sich Herr Tenenbom in Ihren Augen das "Bayreuth" nicht so herüber bringen konnte, dass er Ihnen etwas Neues hätte mitteilen können.
    Und unheilschwanger bedeutsam wollte ich schon gar nicht sein. Ich könnte ja mal Herrn Dorst fragen, was er dazu meint, von Herrn Tenenbom bisher so sträflich missachtet worden zu sein.
    Also einfach einen Gang runter, dann wird es schon wieder.

    • hardob
    • 13.08.2009 um 23:35 Uhr

    Ich netnahm Ihren kritsichen Worten lediglich, dass sich Herr Tenenbom in Ihren Augen das "Bayreuth" nicht so herüber bringen konnte, dass er Ihnen etwas Neues hätte mitteilen können.
    Und unheilschwanger bedeutsam wollte ich schon gar nicht sein. Ich könnte ja mal Herrn Dorst fragen, was er dazu meint, von Herrn Tenenbom bisher so sträflich missachtet worden zu sein.
    Also einfach einen Gang runter, dann wird es schon wieder.

    Antwort auf "Oh Mann."
    • HBogon
    • 14.08.2009 um 0:08 Uhr

    Wagner, ein Wirrkopf, wie richtig charakterisiert, hat halt Musik für andere Wirrköpfe geschrieben. Nicht von ungefähr pilgern die selbsternannten Eliten jährlich nach Bayreuth, um sich wohlig miteinander in ihrer Dekadenz zu suhlen.

    Und manchmal gibt es zusätzlich noch tiefe Einblicke ins Dekoltee, die den überhöhten Preis offenbar rechtfertigen. Man darf sogar sicher sein, dass die Hofberichterstattung allseits dabei ist, um dem Mammon und der Macht zu huldigen.

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    Naja, also ich persönlich mag Wagners Musik und ich gehöre auch zu den Menschen denen völlig egal ist wie der Komponist tikcte solange die Musik gut ist.
    Zu Wagners Zeiten war Antisemitismus weit verbreitet, daher muss man mit der Verurteilung der Vertreter von selbigem etwas vorsichtig sein.

    Naja, also ich persönlich mag Wagners Musik und ich gehöre auch zu den Menschen denen völlig egal ist wie der Komponist tikcte solange die Musik gut ist.
    Zu Wagners Zeiten war Antisemitismus weit verbreitet, daher muss man mit der Verurteilung der Vertreter von selbigem etwas vorsichtig sein.

  4. Respekt, Herr Tenenbom! Sich den Ring an fünf aufeinander folgenden Abenden reinzuziehen (einen freien Tag habe ich gezählt) , zeugt schon von einer robusten Konstitution und klingt nach Extreme Culturing als neuer Trend-Sportart. Mir reicht Wagner live maximal zweimal in der Saison, und ich höre seine Musik wirklich gern.

    Allerdings würde mich doch interessieren, ob bei Tankred Dorst auf der Bühne noch weniger los ist als bei Robert Wilsons Parsifal. Sollte ich mich, um das herauszufinden, tatsächlich auf die Warteliste für Karten in Bayreuth setzen lassen? Wohl eher doch nicht, es sei denn, ich käme auch in den Genuss des Consumer Benefits, den der Präsident der Mailänder Wagner-Gesellschaft ausgemacht hat, selbstverständlich rein visuell versteht sich.

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