Wagner in Bayreuth »Hallo, Herr Hitler!«Seite 5/5
Das Wichtigste zuerst: Ich erzähle ihr von den Äußerungen des Italieners Paolo. Sie bricht in Gelächter aus. »Gerade haben wir einen Brief bekommen, in dem es heißt, dass das Beste an den Festspielen meine Brüste sind.« Was soll ich dazu sagen? Ich bin etwas ratlos und wechsle das Thema: Gibt es in Sachen Wagner und die Nazis noch Dinge, die wir nicht wissen? Katharina erzählt mir von einem »ominösen Schrank in der Nähe von München, der sich im Besitz von vier Familienmitgliedern befindet und dessen Inhalt niemand kennt. Mein Vater sagt: Öffne ihn!, während andere Teile der Familie sagen: Lass ihn zu!«
Ich interessiere mich jedoch mehr für den Dreck am Stecken der Gegenwart als für alte Schränke. Glaubt Katharina Wagner, dass ihr Urgroßvater Negativbilder von Juden im Sinn hatte, als er einige Charaktere entwarf, etwa die Zwerge im Ring oder Beckmesser in den Meistersingern? »Beckmesser ist für mich ein typischer Deutscher, kein Jude.« Ich hake nach: Sie sind eine Nachfahrin eines großen Komponisten, ich bin ein Nachfahre großer Rabbis – und hier sind wir nun endlich zusammengetroffen. Ich frage Sie: Katharina, hat Richard Wagner an Juden gedacht, als er seine Charaktere entwarf? Ich sehe, dass das keine leichte Frage für sie ist, aber Katharina nimmt die Herausforderung beherzt an und antwortet: »Wahrscheinlich doch beim Beckmesser.« Ich schätze den Mut, mit dem sie sich auf ein so schwieriges Thema einlässt.
Ich frage sie: Nehmen wir an, die Götter wären vor Ihrer Geburt zu Ihnen gekommen und hätten Sie gefragt: »Wir werden dich auf die Erde schicken, aber vorher musst du dich entscheiden: Du wirst entweder Richard Wagners Urenkelin sein oder die Urenkelin eines bedeutenden polnischen Rabbis.« Wofür würden Sie sich entscheiden? Überraschend oder nicht, Frau Wagner entscheidet sich für die zweite Alternative.
Nun frage ich Rabbi Katharina von Polen nach ihrem Lebenstraum. Was würde sie gerne erreichen, was ist ihr Ziel? »Das Kapitel über Bayreuths Nazivergangenheit zu schließen, alle Fragen über Bayreuth und die Nazis zu beantworten. Ich will, dass alles auf den Tisch kommt.« Katharina sticht heraus, aber nicht aufgrund ihres Aussehens. Sie beeindruckt mich als eine Frau mit Visionen und Durchsetzungskraft. Bei unserem Treffen ist ein Pressereferent zugegen, aber es kümmert sie nicht im Geringsten, ob ihm ihre Antworten behagen. Und als er ihr sagt, dass es an der Zeit sei, das Interview zu beenden, ignoriert sie ihn. Ein wichtiger Mäzen warte auf sie, mahnt er. Kümmere du dich um ihn, sagt sie. Sie ist wahrscheinlich die intelligenteste Person, die sich dieser Tage auf dem Hügel finden lässt.
Auch wenn Katharina die Zügel in Händen hält – Wagner wird nie das Saft-und-Kraft-Genie sein, für das ich ihn gehalten habe. Die Verdrehtheiten des Rings deuten eher auf einen Wirrkopf als auf einen genialen Denker. Was den Antisemitismus in seiner Musik betrifft: Ich habe keinen entdecken können. Es ist an der Zeit, dass sich sowohl Juden als auch Nazis der Musik zuwenden und dieses Thema auf sich beruhen lassen. Wagner hatte ein paar wirklich dumme Gedanken im Kopf. Und wennschon. Es ist genauso dumm, zu glauben, man würde Gottes Namen heiligen, indem man sechs Millionen Menschen opfert.
Nein, ich werde Polen nicht erobern. Nicht einmal Liechtenstein. Sorry, Woody Allen.
Aus dem Englischen von Michael Adrian
- Datum 07.09.2009 - 14:45 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 13.08.2009 Nr. 34
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Es gibt zwei gänzlich unterschiedliche Lebensentwürfe: Berechnung - oder Gottvertrauen.
In der Literatur werden sie manchmal nebeneinander gestellt, wie etwa im Volksmärchen, wo der oder die Berechnende (oft der ältere Bruder oder die ältere Schwester) dem tumben Tor (oft der jüngste Bruder oder die jüngste Schwester) gegenübergestellt wird. Bei diesem ist der Verstand nicht so gut entwickelt, wohl aber das Gottvertrauen (oder das Urvertrauen in eine höhere Dimension?). Auch im Parzival von Wolfram von Eschenbach stehen der unbedarfte Sohn einer alleinerziehenden Mutter und der berühmte Ritter Gawain nebeneinander.
Oder die beiden Grundhaltungen prallen aufeinander, wie bei Tolkien, bei dem es auch um Ringe geht und bei dem die Hobbits - ohne Aussicht auf Erfolg - gegen die große dunkle Macht der Berechnung antreten (und gegen den abgefallenen weisen Saruman, den manche für einen Salomon halten). Ähnlich auch bei Harry Potter, wo Lord Voldemort sogar seine künftige Existenz vorausberechnen will.
Ich weiß nicht, auf welcher Seite der Typ war, den der Autor dieses Artikels "Ado" nennt. Dieser sprach selber zwar oft davon, auf der Seite der "Vorsehung" zu stehen und bezichtigte die Juden der Berechnung und der Verschlagenheit. Aber "an den Früchten werdet ihr sie erkennen" sagte ein wirklich weiser Jude mit viel Gottvertrauen vor 2000 Jahren schon zu diesem Thema.
Wagner selber hätte wohl keine Chance gehabt, hätte er sich nur auf seine raumzeitlichen Berechnungen verlassen. Irgendwie hatte er das Interface zu der höheren Dimension, an dem seine Festspielteilnehmer so gerne teilhätten.
Von einem jüdischen Rabbi, Friedrich Weinreb stammt der Satz, der das alles zusammenfasst: "Wer nicht glaubt, muss rechnen." (Aus "Die Freuden Hiobs)
soooo viele Worte, und was wollen Sie uns (Neues) sagen? Daß Wagner die Juden nicht mochte, wissen wir, daß Bayreuth und sein Wagnertempel seit Jahr und Tag umstritten sind, auch, und daß der "Ring" für viele Leute eine schwerverdauliche Kost ist, gehört zum Allgemeinplatz.
Und nein, auch deutsche Wagnerverehrer verspüren nach dem Besuch der Opfer keine Versuchung, in Polen einzumarschieren, Ehrenwort! (war selbst noch nicht bei der Vorstellung), die Nebenwirkungen Wagners liest man heute in allen möglichen Beipackzetteln jeder besseren Literatur- und Musikpostille, den Herrn Hitler hat man meines Wissens seit 1945 nicht mehr persönlich bei den Wagner-Festspielen gesehen, und auch die Sauerstoffarmut in den heiligen Hallen sowie das erhöhte Schlafbedürfnis mancher Besucher ist nicht mehr das bestgehütetste Geheimnis Bayreuths.
So what, Tuvia?
An einer Stelle muß ich noch mal richtig böse werden: Was bitte soll die Frage, wer Tankred Dorst sein soll? Dieser offenkundige Geheimtip unter den Theaterautoren hat inzwischen über 80 Lenze auf dem Buckel und zählt zu den wohl meistgespielten Autoren in Deutschland. Auch wenn ich ein sehr humoriger Mensch bin, aber es hat doch alles seine Grenzen .... nicht wahr ....
was wollen Sie uns mit Ihren harschen Worten sagen! Dass ein dahergelaufener Jid nix über Bayreuth zu sagen hat, weil er noch gar nicht weiß, dass 1945 seit fast 65 Jahren rum ist. Dass wenn er schon dahr kommt, er doch bitte schön nicht das schreiben soll, was er sieht und erfährt und hört und denkt und fühlt, sondern dann doch wenigstens soll er verzeihen und nur Gutes schreiben. Und wenn schon einer zwar Woody Allen kennt, aber nicht genau weiß, wer Tankred Dorst ist, der sich wenigsten schon auf dem Chimborazo schrieb, ja dass so einer in der ZEIT schreibt und sie so gräßlich langweilt, ja also, ob das geht?
Vielen Dank, Herr dahergeflogener Tenenbom, ein schöner Artikel ist das, was Sie da schreiben und stimmt und passt und ist Bayreuth und Wagner und die Musik und der Schrecken und die Gegenwart und die Zukunft. Und noch nie hab ich Katharina Wagner leiden können und Sie sind der Erste, der sie mir in einem schönerem Licht zeigt. Da sieht man die Bayreuther Beleuchter ...
was wollen Sie uns mit Ihren harschen Worten sagen! Dass ein dahergelaufener Jid nix über Bayreuth zu sagen hat, weil er noch gar nicht weiß, dass 1945 seit fast 65 Jahren rum ist. Dass wenn er schon dahr kommt, er doch bitte schön nicht das schreiben soll, was er sieht und erfährt und hört und denkt und fühlt, sondern dann doch wenigstens soll er verzeihen und nur Gutes schreiben. Und wenn schon einer zwar Woody Allen kennt, aber nicht genau weiß, wer Tankred Dorst ist, der sich wenigsten schon auf dem Chimborazo schrieb, ja dass so einer in der ZEIT schreibt und sie so gräßlich langweilt, ja also, ob das geht?
Vielen Dank, Herr dahergeflogener Tenenbom, ein schöner Artikel ist das, was Sie da schreiben und stimmt und passt und ist Bayreuth und Wagner und die Musik und der Schrecken und die Gegenwart und die Zukunft. Und noch nie hab ich Katharina Wagner leiden können und Sie sind der Erste, der sie mir in einem schönerem Licht zeigt. Da sieht man die Bayreuther Beleuchter ...
Dear Tuva,
It´s the "Bürgerlichkeit" stupid. He neckteied and highly decorated, at least a distinguished service order pinned on his manly breast , she in silk and satin, without a "Brusttuch".
.....»Und deine Brust muss ein reiner schöner Spiegel sein, holde Jungfrau! « Und auch das Busentuch rauschte im Augenblick zur Erde, und der klare Spiegel auf der Brust der Jungfrau zeigte ein sanftes schönes Bild, das Bild des Jünglings. Da erscholl vom Perlenschifflein ein heller Jubel und freudetönende Musik, und ein Kreis von schönen Frauen und blühenden Männern erhob sich freudevoll vom Schifflein und nahm das holde Paar auf, und der kleine schöne Perlennachen glitt auf der spiegelhellen Wasserfläche dahin, nach der wunderlieblichen Perleninsel, als der Heimat der lieben Braut des Fischerjünglings, um nimmer, nimmer wiederzukehren."
(aus: Ludwig Bechstein, Die Perlenkönigin)
Das stammt von Bechstein, geboren und gestorben an wichtigen Bühnenorten.
Ganz im Ernst, es gibt auch noch die Heidenreich Variante des "Antuns". Die lautet, wo gibt es eine Oper, wo ein Festspiel, wo einen dramatischen Gesang, da will ich hin! Einzige Hinderungsgründe: Ausverkauf, no public viewing, Flugmöglichkeiten nicht gegeben, Terminabstimmungsprobleme.
Die andere Seite: Wir sollten uns doch für unser drei Sparten Theater vor Ort einsetzen. Da gibt es die Chance, mehr zu hören, zu sehen und zu fühlen, als auf dem "Hügel" oder auf den "Wiesn" vor der Großleinwand.
Einziges Problem. Was bieten wir dem Publikum vor der Türe, wenn weder Kanzlerinnen, noch Barone, noch sonstige Goldlöckchen defilieren.
Grüße
Christoph Leusch
was wollen Sie uns mit Ihren harschen Worten sagen! Dass ein dahergelaufener Jid nix über Bayreuth zu sagen hat, weil er noch gar nicht weiß, dass 1945 seit fast 65 Jahren rum ist. Dass wenn er schon dahr kommt, er doch bitte schön nicht das schreiben soll, was er sieht und erfährt und hört und denkt und fühlt, sondern dann doch wenigstens soll er verzeihen und nur Gutes schreiben. Und wenn schon einer zwar Woody Allen kennt, aber nicht genau weiß, wer Tankred Dorst ist, der sich wenigsten schon auf dem Chimborazo schrieb, ja dass so einer in der ZEIT schreibt und sie so gräßlich langweilt, ja also, ob das geht?
Vielen Dank, Herr dahergeflogener Tenenbom, ein schöner Artikel ist das, was Sie da schreiben und stimmt und passt und ist Bayreuth und Wagner und die Musik und der Schrecken und die Gegenwart und die Zukunft. Und noch nie hab ich Katharina Wagner leiden können und Sie sind der Erste, der sie mir in einem schönerem Licht zeigt. Da sieht man die Bayreuther Beleuchter ...
@was wollen Sie uns mit Ihren harschen Worten sagen! Dass ein dahergelaufener Jid nix über Bayreuth zu sagen hat, weil er noch gar nicht weiß, dass 1945 seit fast 65 Jahren rum ist. Dass wenn er schon dahr kommt, er doch bitte schön nicht das schreiben soll, was er sieht und erfährt und hört und denkt und fühlt, sondern dann doch wenigstens soll er verzeihen und nur Gutes schreiben.
Ja, Gott, ob das geht? Der unheilsschwanger bedeutsame Ton Ihres Kommentares sagt es dem Eingeweihten, daß es natürlich nicht geht, denn gerade wir Deutschen .... nach 1945 .... Holocaust .... besondere Verantwortung .... nie wieder ....
Das einzig Überraschende an Ihren Zeilen ist lediglich, daß Sie auf das Attribut antisemitisch oder latent antisemitisch verzichtet haben.
Ich frage dann doch lieber Tenenbom selbst, wie er es gemeint haben könnte. Oder will.
@was wollen Sie uns mit Ihren harschen Worten sagen! Dass ein dahergelaufener Jid nix über Bayreuth zu sagen hat, weil er noch gar nicht weiß, dass 1945 seit fast 65 Jahren rum ist. Dass wenn er schon dahr kommt, er doch bitte schön nicht das schreiben soll, was er sieht und erfährt und hört und denkt und fühlt, sondern dann doch wenigstens soll er verzeihen und nur Gutes schreiben.
Ja, Gott, ob das geht? Der unheilsschwanger bedeutsame Ton Ihres Kommentares sagt es dem Eingeweihten, daß es natürlich nicht geht, denn gerade wir Deutschen .... nach 1945 .... Holocaust .... besondere Verantwortung .... nie wieder ....
Das einzig Überraschende an Ihren Zeilen ist lediglich, daß Sie auf das Attribut antisemitisch oder latent antisemitisch verzichtet haben.
Ich frage dann doch lieber Tenenbom selbst, wie er es gemeint haben könnte. Oder will.
@was wollen Sie uns mit Ihren harschen Worten sagen! Dass ein dahergelaufener Jid nix über Bayreuth zu sagen hat, weil er noch gar nicht weiß, dass 1945 seit fast 65 Jahren rum ist. Dass wenn er schon dahr kommt, er doch bitte schön nicht das schreiben soll, was er sieht und erfährt und hört und denkt und fühlt, sondern dann doch wenigstens soll er verzeihen und nur Gutes schreiben.
Ja, Gott, ob das geht? Der unheilsschwanger bedeutsame Ton Ihres Kommentares sagt es dem Eingeweihten, daß es natürlich nicht geht, denn gerade wir Deutschen .... nach 1945 .... Holocaust .... besondere Verantwortung .... nie wieder ....
Das einzig Überraschende an Ihren Zeilen ist lediglich, daß Sie auf das Attribut antisemitisch oder latent antisemitisch verzichtet haben.
Ich frage dann doch lieber Tenenbom selbst, wie er es gemeint haben könnte. Oder will.
Ich netnahm Ihren kritsichen Worten lediglich, dass sich Herr Tenenbom in Ihren Augen das "Bayreuth" nicht so herüber bringen konnte, dass er Ihnen etwas Neues hätte mitteilen können.
Und unheilschwanger bedeutsam wollte ich schon gar nicht sein. Ich könnte ja mal Herrn Dorst fragen, was er dazu meint, von Herrn Tenenbom bisher so sträflich missachtet worden zu sein.
Also einfach einen Gang runter, dann wird es schon wieder.
Ich netnahm Ihren kritsichen Worten lediglich, dass sich Herr Tenenbom in Ihren Augen das "Bayreuth" nicht so herüber bringen konnte, dass er Ihnen etwas Neues hätte mitteilen können.
Und unheilschwanger bedeutsam wollte ich schon gar nicht sein. Ich könnte ja mal Herrn Dorst fragen, was er dazu meint, von Herrn Tenenbom bisher so sträflich missachtet worden zu sein.
Also einfach einen Gang runter, dann wird es schon wieder.
Ich netnahm Ihren kritsichen Worten lediglich, dass sich Herr Tenenbom in Ihren Augen das "Bayreuth" nicht so herüber bringen konnte, dass er Ihnen etwas Neues hätte mitteilen können.
Und unheilschwanger bedeutsam wollte ich schon gar nicht sein. Ich könnte ja mal Herrn Dorst fragen, was er dazu meint, von Herrn Tenenbom bisher so sträflich missachtet worden zu sein.
Also einfach einen Gang runter, dann wird es schon wieder.
Wagner, ein Wirrkopf, wie richtig charakterisiert, hat halt Musik für andere Wirrköpfe geschrieben. Nicht von ungefähr pilgern die selbsternannten Eliten jährlich nach Bayreuth, um sich wohlig miteinander in ihrer Dekadenz zu suhlen.
Und manchmal gibt es zusätzlich noch tiefe Einblicke ins Dekoltee, die den überhöhten Preis offenbar rechtfertigen. Man darf sogar sicher sein, dass die Hofberichterstattung allseits dabei ist, um dem Mammon und der Macht zu huldigen.
Naja, also ich persönlich mag Wagners Musik und ich gehöre auch zu den Menschen denen völlig egal ist wie der Komponist tikcte solange die Musik gut ist.
Zu Wagners Zeiten war Antisemitismus weit verbreitet, daher muss man mit der Verurteilung der Vertreter von selbigem etwas vorsichtig sein.
Naja, also ich persönlich mag Wagners Musik und ich gehöre auch zu den Menschen denen völlig egal ist wie der Komponist tikcte solange die Musik gut ist.
Zu Wagners Zeiten war Antisemitismus weit verbreitet, daher muss man mit der Verurteilung der Vertreter von selbigem etwas vorsichtig sein.
Respekt, Herr Tenenbom! Sich den Ring an fünf aufeinander folgenden Abenden reinzuziehen (einen freien Tag habe ich gezählt) , zeugt schon von einer robusten Konstitution und klingt nach Extreme Culturing als neuer Trend-Sportart. Mir reicht Wagner live maximal zweimal in der Saison, und ich höre seine Musik wirklich gern.
Allerdings würde mich doch interessieren, ob bei Tankred Dorst auf der Bühne noch weniger los ist als bei Robert Wilsons Parsifal. Sollte ich mich, um das herauszufinden, tatsächlich auf die Warteliste für Karten in Bayreuth setzen lassen? Wohl eher doch nicht, es sei denn, ich käme auch in den Genuss des Consumer Benefits, den der Präsident der Mailänder Wagner-Gesellschaft ausgemacht hat, selbstverständlich rein visuell versteht sich.
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