Forschungsschiff Der Supereisbrecher

Das Eis im Arktischen Ozean schmilzt. Mit einem neuen Forschungs- und Bohrschiff will Europa den Klimawandel und die Geologie an den Polen untersuchen

Die Zeit ist reif für dieses weltweit einzigartige Schiff, das europäischer Forschung und Technik eine Spitzenposition sichern könnte. Die technische Planung des 200 Meter langen und 49 Meter breiten Supereisbrechers wird derzeit abgeschlossen.

Das Eis in der Arktis schmilzt gerade jetzt wieder mit einem Tempo, das zwar nicht den Rekord des Jahres 2007 brechen, aber deutlich über dem langjährigen Mittelwert liegen dürfte. Ist dieser Eisschwund reines Menschenwerk, oder ist er auch auf natürliche Schwankungen zurückzuführen? Könnte das Klima kippen, weil weißes Eis zunehmend dunklem Wasser weicht, das Sonnenlicht schluckt, statt es zu reflektieren?

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Aurora Borealis erstmals ganzjährig den Arktischen Ozean befahren. Das sich öffnende Meer ist noch weitgehend unerforscht, insbesondere zur Winterzeit. Wie überleben Pflanzen und Tiere die extremen Bedingungen?

Mit ihrer Fähigkeit, mehr als 2,5 Meter dickes Eis zu brechen, kann die

Seine größte Stärke verbirgt der Eisbrecher in dem Bohrturm. Mit Tiefbohrungen gesammelte Sediment- und Gesteinsproben werden Einblicke in die Vergangenheit bieten und erklären helfen, warum es hier vor 50 Millionen Jahren plus 18 Grad warm war – vielleicht ist das auch ein Blick in die Zukunft.

In der Arktis läuft derzeit ein Wettstreit der Anrainernationen um künftige Hoheitsgebiete und Rohstoffnutzung am Meeresgrund. Ansprüche erheben unter anderem Russen, Norweger und Dänen (Grönland). Erfreulich: Diese drei europäischen Konkurrenten wollen sich kooperativ an der Aurora Borealis beteiligen. Offenbar wächst die Bereitschaft, nationale Differenzen der gemeinsamen Erforschung globaler Probleme unterzuordnen. Der Bau des Eisbrechers, bei dem Deutschland und die EU eine Schlüsselrolle spielen, drängt auch aus einem weiteren Grund: Die Werftindustrie steckt tief in der Krise. So günstig wie jetzt wird der Technologieträger bald nicht mehr zu bauen sein.

Laden Sie hier die Grafik als PDF herunter, um Details über den Aufbau des Forschungsschiffes zu lernen.

 
Leser-Kommentare
    • carol
    • 16.08.2009 um 12:43 Uhr
    1. klaro

    ein forschungsschiff, dass also auch in sehr widrigen gegenden bohrungen vornehmen kann. und genau die länder die auch ansprüche auf bodenschätze erheben, haben sich finanziell beteiligt.

    was für ein zufall.

    "Offenbar wächst die Bereitschaft, nationale Differenzen der gemeinsamen Erforschung globaler Probleme unterzuordnen."

    diesen satz, liebe redaktion würde ich nochmal überdenken.
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    Christdemokraten: Für Alles zu haben, zu Nichts zu gebrauchen.

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