Ungeziefer Stinkende Socken gegen Mücken
Sie können einem den Urlaub verderben: Warum es so viele Stechmücken gibt und wie man sich wehren kann, verrät Insektenforscher Claus Zebitz
DIE ZEIT: Herr Zebitz, in letzter Zeit häuften sich die Meldungen über Mückenplagen. Sind die Blutsauger in diesem Jahr wirklich so zahlreich?
Claus Zebitz: Ja, etwa in Süddeutschland und Österreich. Dort hat es diesen Sommer mehr geregnet als sonst. Es hat sich jede Menge Wasser angesammelt, in Regentonnen und Teichen, in Pfützen oder den Spurrinnen von Fahrzeugen. Und die meisten Mückenarten legen ihre Eier auf Wasseroberflächen ab.
DIE ZEIT: Haben wir momentan also einfach nur Pech?
Zebitz: Ganz so simpel ist das nicht. Denn hinzu kommt der Klimawandel. Je wärmer es wird, desto mehr subtropische Mücken werden in Europa heimisch. Der Tigermoskito etwa, eine schwarz-weiß gemusterte Mücke, ist eigentlich in Südostasien beheimatet. Neuerdings aber lebt er auch in der Toskana. Letztes Jahr wurde sogar einer in Deutschland gesichtet, nahe einer Autobahnraststätte im Rheintal. Den hatte wohl jemand aus dem Italienurlaub mitgebracht.
DIE ZEIT: Was ist so schlimm daran, wenn unter Millionen Mücken mal ein Tigermoskito schwirrt?
Zebitz: Diese Insekten übertragen Krankheiten wie das Denguefieber. Bisher haben wir in Deutschland und Nordeuropa Glück mit unseren Mücken. Sie übertragen kaum Krankheiten. Das könnte sich nun ändern. In den letzten Jahren ruhte die Mückenforschung in Deutschland etwas. Nun aber ist die Fachwelt aufgeschreckt. Auch aus Furcht vor Malaria.
DIE ZEIT: In Deutschland? Bei Malaria denkt man doch automatisch an die Tropen.
Zebitz: Ja. Aber in milder Form gibt es sie auch in Italien, Griechenland, Südfrankreich und Südspanien. Auch das Rheintal gilt als gefährdet. Nur hatten wir eben das Glück, dass unsere heimischen Anophelesmücken eher harmlos sind.
DIE ZEIT: Aber auch wenn sie keine Krankheiten übertragen, sind Stechmücken alles andere als angenehm. Wird denn etwas unternommen, damit sie sich nicht so stark vermehren?
Zebitz: In einigen Gebieten werden die Larven in ihren Brutgewässern getötet. Früher goss man Dieselöl hinein. Dann sind die Larven erstickt, aber auch alle anderen Tiere. Das ist ökologisch nicht vertretbar. Heute arbeitet man mit dem Bacillus thuringiensis israelensis. Dieser Krankheitserreger ist für Stech- und Kriebelmückenlarven gefährlich, schont aber die übrigen Lebewesen im Wasser. Die Erreger werden etwa über den deutschen Altrheinarmen ausgestreut. Aber natürlich bleiben noch massenhaft Mücken übrig…
- Datum 24.08.2009 - 11:55 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 20.08.2009 Nr. 35
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das werde ich gleich meinem bruder morgen erzählen. der ärgert sich schon seit jahren darüber, dass immer genau er die ganzen mücken abkriegt- selbst wenn er genau neben mir liegt.
trotzdem, dieses sirren macht mich total verrückt. das höre ich auch im tiefschlaf.
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Christdemokraten: Für Alles zu haben, zu Nichts zu gebrauchen.
Wenn es nur das Sirren ist : Da nehme ich einfach Ohropax. Eva Scholl, Dipl.-Biol./Schädlingsbiologie
Wenn es nur das Sirren ist : Da nehme ich einfach Ohropax. Eva Scholl, Dipl.-Biol./Schädlingsbiologie
Von pharmazeutischer Seite wurde mir einmal gesagt, die Einnahme massiver Gaben von Vitamin B12 würde geborene Mückenopfer (wie es der Schreiber ist) für ihre Peiniger unattraktiv machen. Kann ein kundiger Blogger dies bestätigen ?
Vorsicht mit "massiv". Das wäre medizinisch zu hinterfragen. Es gibt aber welche, die auf Hefe, Knoblauch, Vitamine und Calcium schwören, darunter auch "geborene Mückenopfer". Ich denke das spricht für sich. Allerdings hat Juckreiz auch eine psychische Komponente. Eva Scholl, Dipl.-Biol./Schädlingsbiologie
Vorsicht mit "massiv". Das wäre medizinisch zu hinterfragen. Es gibt aber welche, die auf Hefe, Knoblauch, Vitamine und Calcium schwören, darunter auch "geborene Mückenopfer". Ich denke das spricht für sich. Allerdings hat Juckreiz auch eine psychische Komponente. Eva Scholl, Dipl.-Biol./Schädlingsbiologie
ein gutes Interview, danke ! Eva Scholl, Dipl.-Biol./Schädlingsbiologie
Vorsicht mit "massiv". Das wäre medizinisch zu hinterfragen. Es gibt aber welche, die auf Hefe, Knoblauch, Vitamine und Calcium schwören, darunter auch "geborene Mückenopfer". Ich denke das spricht für sich. Allerdings hat Juckreiz auch eine psychische Komponente. Eva Scholl, Dipl.-Biol./Schädlingsbiologie
Dieses möglicherweise wirksame Mittel in die quasi esoterische Ecke zu schieben, ist wenig erhellend. Die Anfrage wurde ausdrücklich an SACHKUNDIGE Blogger gerichtet. Diese seien erneut um Äußerung gebeten.
Dieses möglicherweise wirksame Mittel in die quasi esoterische Ecke zu schieben, ist wenig erhellend. Die Anfrage wurde ausdrücklich an SACHKUNDIGE Blogger gerichtet. Diese seien erneut um Äußerung gebeten.
"Am besten hilft in der Tat DEET. Das ist der Wirkstoff, der etwa in Autan enthalten ist."
"enthalten WAR" ist korrekt. Vor einigen Jahren hat Autan den Wirkstoff DEET durch einen anderen Wirkstoff ersetzt. Die Firma Autan behauptet zwar der neue Wirkstoff sei mindestens genauso wirksam wie DEET, ist es aber leider nicht (meine subjektive Meinung).
Der Wirkstoff DEET ist leider nur noch in im Ausland erhältlichen Anti-Mückensprays wie OFF enthalten. Auch Autan welches in anderen Ländern verkauft wird enthält anscheinend noch DEET.
Autan, welches in Deutschland verkauft wird seit einigen Jahren als "Autan Active" vermarktet, was darauf hinweist dass DEET nicht enthalten ist.
Leider wird kein "Autan Classic" MIT DEET verkauft, um so dem Kunden die Wahl zu lassen.
Anscheinend hängt dieser Wirkstoffwechsel damit zusammen dass die Zeitschrift Ökotest die Gesundheitsschädlichkeit* von DEET in Anti-Mückenmitteln anprangerte. Daraufhin wurde der Wirkstoff gewechselt und Autan als Lifestyle-Produkt (ähnlich Jack Wolfskin) vermarktet. Betriebswirtschaftlich hat dieser Schritt sicher Sinn gemacht, nur wirkt das Produkt nun leider nicht mehr so gut wie früher mit DEET (bzw. eine Wirkung ist nun kaum mehr feststellbar).
*Wenn DEET Rückstände an den Händen in den Mund kommen schmeckt es extrem schlecht, reibt man sich die Augen fangen diese fürchterlich zu brennen an. Außerdem löst DEET Plastik an (Autan mit DEET hat viele Schweizer Taschenmesser auf dem Gewissen). Dagegen hilft Händewaschen nach den Auftragen von DEEt-haltigem Anti-Mückenmittel.
Außerdem wurde davon abgeraten Kleinkinder dauerhaft mit DEET-haltigem Autan zu behandeln.
Aber DEET wirkt gegen Mücken (sogar gegen schwedische und kanadische Mückenschwärme), und das ist mir lieber als ein hautfreundlicher aber weitgehend wirkungsloser "Wirk"stoff wie er heute in Autan verwendet wird.
Ich würde mir wünschen dass Autan neben Autan Active (mit hautfreundlichem, aber weitgehend wirkungslosen Wirkstoff) auch Autan Classic (MIT DEET) anbieten würde, um dem Kunden die Wahl zu lassen.
Dem schließe ich mich an. Autan hat DEET durch den Wirkstoff Icaridin ersetzt, der angeblich genau so wirksam, aber verträglicher sein soll.
Das Problem ist nur: so richtig gleich ist die Wirkung nicht. Jedenfalls nach meiner Erfahrung. Ich habe mehr als manche andere Menschen mit Mücken zu kämpfen und ziehe die magisch an. Gerade in Malariagebieten ist mir da ein wirksamer Schutz vor Insekten wichtiger als die Verträglichkeit. Mit Autan habe ich keine guten Erfahrungen gemacht. Die aktuellen Produkte bringen es nicht, auch früher war es zu niedrig dosiert. Im Ausland beschaffe ich mir Produkte mit mind. 28% DEET und seitdem habe ich auch keine Probleme mehr mit Mückenstichen.
Dem schließe ich mich an. Autan hat DEET durch den Wirkstoff Icaridin ersetzt, der angeblich genau so wirksam, aber verträglicher sein soll.
Das Problem ist nur: so richtig gleich ist die Wirkung nicht. Jedenfalls nach meiner Erfahrung. Ich habe mehr als manche andere Menschen mit Mücken zu kämpfen und ziehe die magisch an. Gerade in Malariagebieten ist mir da ein wirksamer Schutz vor Insekten wichtiger als die Verträglichkeit. Mit Autan habe ich keine guten Erfahrungen gemacht. Die aktuellen Produkte bringen es nicht, auch früher war es zu niedrig dosiert. Im Ausland beschaffe ich mir Produkte mit mind. 28% DEET und seitdem habe ich auch keine Probleme mehr mit Mückenstichen.
Dem schließe ich mich an. Autan hat DEET durch den Wirkstoff Icaridin ersetzt, der angeblich genau so wirksam, aber verträglicher sein soll.
Das Problem ist nur: so richtig gleich ist die Wirkung nicht. Jedenfalls nach meiner Erfahrung. Ich habe mehr als manche andere Menschen mit Mücken zu kämpfen und ziehe die magisch an. Gerade in Malariagebieten ist mir da ein wirksamer Schutz vor Insekten wichtiger als die Verträglichkeit. Mit Autan habe ich keine guten Erfahrungen gemacht. Die aktuellen Produkte bringen es nicht, auch früher war es zu niedrig dosiert. Im Ausland beschaffe ich mir Produkte mit mind. 28% DEET und seitdem habe ich auch keine Probleme mehr mit Mückenstichen.
Man sollte vielleicht noch hinzufügen, dass Mücken, die in der Lage sind Malaria zu übertragen, Malaria nur übertragen wenn es Menschen mit Malaria in der entsprechenden Gegend gibt. (Damit eine Mücke Malaria übertragen kann muss sie zuerst jemanden stechen der bereits Malaria hat. So lange niemand in der Gegend Malaria hat kann keine Mücke Malaria übertragen).
Deshalb gilt: So lange in hiesigen Breitengraden die Gesundheitsversorgung bleibt wie sie ist muss niemand mit Malaria rechnen selbst wenn sich Mücken ausbreiten (sollten) welche theoretisch Malaria übertragen könnten.
Wenn es nur das Sirren ist : Da nehme ich einfach Ohropax. Eva Scholl, Dipl.-Biol./Schädlingsbiologie
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