Über Männer, die als Pensionäre plötzlich ganztags in der Familie klarkommen müssen, ist viel gelacht worden. Neuerdings bleiben Männer schon nach der Geburt eines Kindes gern daheim – seitdem es ein Gesetz gibt, erfunden von Ursula von der Leyen, welches den Vätern zwei Drittel ihres Nettogehaltes, höchstens 1800 Euro, zusichert, wenn sie sich mindestens zwei Monate lang um das Baby kümmern. Hier wird erstmals dokumentiert, wo wie viele von diesem Recht Gebrauch machen.

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Wer glaubte, die emanzipiertesten Männer lebten im Osten oder in den sozialdemokratischen Zentren des Westens, der liegt falsch. Nirgendwo gibt es mehr Elternzeitmänner als in Bayern – und das trotz vermeintlich traditioneller Rollenverteilung dort. Warum das so ist? Selbst im Familienministerium spricht man von einem Rätsel. Es muss spekuliert werden: Sehnen sich bayerische Väter nach einer Pause von ihren Superjobs? Es könnte weniger die Emanzipation vom alten Männerbild sein, die sie heimtreibt, als der Glaube, das bisschen Wickeln sei gegen einen Tag im Büro doch ein Klacks.

Redaktion: Matthias Stoz; Quelle: Statistische Landesämter und eigene Berechnungen; geografische Erfassung: Lutum + Tappert

Geballtes Wissen: Deutschlandkarte - 101 unbekannte Wahrheiten © Droemer Knaur

Seit mehr als zwei Jahren gibt es die Rubrik "Deutschlandkarte" im ZEITmagazin. Nun sind die ersten 101 Karten als Buch unter dem Titel "Deutschlandkarte - 101 unbekannte Wahrheiten" bei Droemer Knaur erschienen