Kunstmarkt Emotionale Rendite

Über die heimliche Macht der Kunstberater – und wie sie in der Krise erodiert

Als die Menschen meinten, sie würden zu dick, kamen die Ernährungsberater, mit dem Ozonloch kamen die Umweltberater, mit Pisa Erziehungsberater. Mit Warhol, Richter und Baselitz kamen die Kunstberater. Den Kunstboom der letzten Jahrzehnte haben diese Berater befeuert wie niemand sonst. Ihre Klienten lockten sie mit dem direkten Draht zum Künstlerstar und der Avantgarde von morgen, sie versprachen gute Preise, Prestige, sogar therapeutische Wirkung. Nun, da in der Krise die Preise fallen und Köpfe rollen, stellt sich die Frage: Können die Berater, kann die Kunst ihr Versprechen halten?

Laut Brett Gorvey, Vizechef bei Christie’s und zuständig für zeitgenössische Kunst, wurden noch im vergangenen Jahr 95 Prozent des Kunstumsatzes in New York von Art-Consultants generiert, die mit ihrem Kunden an der Hand Galerien, Messen und Auktionen durchkämmten. Für etliche Sammler sind sie inzwischen unentbehrlich. Sie stellen persönliche Kontakte her und sichern sich das Vorzugskaufrecht neuer Werke; die einflussreichen unter ihnen können Trends setzen und die Preise für Werke mancher Künstler in exorbitante Höhen treiben.

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Der Berater berät nämlich nicht allein den Kunden, er berät auch Künstler. Er sagt ihnen nicht direkt, was sie machen sollen; aber indirekt gibt er zu erkennen, was seinen Kunden gefallen könnte. In den USA, dem Heimatland der Kunstberater, sind sie so mächtig und wichtig wie sonst nur die Psychoanalytiker und die Finanzberater. Manche Sammler beschäftigen gleich mehrere gleichzeitig.

Auch in Deutschland haben sich mittlerweile einige Hundert Kunstberater niedergelassen. Einige, wie die Achenbach Consulting mit Hauptsitz in Düsseldorf, sind große Unternehmen mit mehreren Zweigstellen und Millionen Euro Jahresumsatz. Andere beraten regional, in Bonn oder Bayern. Ob groß oder klein, gegenüber den Galeristen haben Berater den Vorteil, sich unabhängig nennen zu können, weil sie nicht das Werk einiger weniger, sondern potenziell aller Künstler auf dem Markt vertreten. Weil sie keine eigenen Ladenflächen halten, haben sie zudem kaum Kosten und kassieren dennoch eine Vermittlungsprovision – in der Regel um die fünfzehn Prozent des Verkaufspreises.

Dirk Boll, Chef des Auktionshauses Christie’s in Zürich, sieht die Kunstberater daher als Protagonisten einer "Entmaterialisierung des Kunstmarkts": Das Ladengeschäft löse sich ebenso auf wie die enge Bande zwischen Galerist und Sammler, der "sein" Bild in die Hand nimmt, es streichelt und wendet, bevor er es kauft.

Dabei kommt den Berater zugute, dass auch die Kunst selbst nicht selten so virtuell zu werden scheint wie das Geld an der Börse. Auf den Kunstparkett zwischen Miami und Moskau bestimmt den Wert eines Werks nicht selten der Name des Künstlers und sein Rating. Wie das Werk aussieht, spielt für Berater wie Kunde oft die geringere Rolle. So mancher potente Kunstkäufer der Gegenwart hat keine Sammlung, er hat ein Portfolio mit hoch bewerteten Kunstinvestitionen. Wie der Börsenspekulant das Unternehmen, von dem er Papiere kauft, meist nicht kennt, weil er nur auf die Charts schaut, richtet sich auch der Berater oft nach dem Markt. Und dort haben sich beide verzockt.

Die Cy-Twombly-Zeichnung zu 3 Millionen Dollar war ebenso überbewertet wie die Lehman-Aktie zu 30 Dollar. Sollte also am Ende noch einer überbewertet gewesen sein – der Kunstberater?

Art Consultants schlagen aus einem Dilemma des zeitgenössischen Kunstbetriebs Profit, der Kuratoren und vor allem Künstler regelmäßig verzweifeln lässt: dem erotischen Nimbus der Moderne, einzigartig und revolutionär zu sein; und der spröden Tatsache, dass sie längst Mainstream ist. Nimmermüde Berater preisen die Innovationskraft der Kunst, das Querdenken und den unverstellten Blick. Sie werben für Werke mit Begriffen aus den Stellenannoncen für Führungskräfte und offerieren statt Spitzengehältern "emotionale Rendite".

Dass etwa die Deutsche Bank ihren Kunden neben Finanz- und Immobilien- auch Kunstberatung bietet, natürlich ganz individuell und je nach Geldeinlage kostenlos, spricht für sich. Die Statussymbole des modernen Reichen werden hier aus einer Hand geboten: Mein Haus, mein Fonds, mein Neo Rauch. Bei der UBS wurden viele Kunden gar von einem Jean-Christophe Ammann beraten, ehemals Leiter des Museums für Moderne Kunst in Frankfurt.

Dabei bedarf es gar keiner Akkreditierung oder Prüfung, um Kunstberater zu werden. Viele von ihnen haben wenig oder gar keine kunsthistorische Vorbildung. Doch das ist auch nicht nötig. Der Kunstberater ist ein Pragmatiker. Er verkauft eine Dienstleistung und ist lediglich auf die Zufriedenheit seiner Kunden mit einem Produkt angewiesen, von dem diese meist wenig verstehen. Theorien braucht er nicht kennen, Trends und ein paar Telefonnummern reichen. Aber mit den Trends ist es eben so eine Sache. Denn ein Trend bedeutet, dass sehr viele Leute dieselbe Kunst sehr gerne hätten. Wenn also alle dasselbe wollen, werden die Werke weniger Künstler sehr teuer. So geschah es denn auch, bis irgendwann das Geld weg war. Die Logik des Kunstkaufs folgte den Regeln der Wall Street: Gefragt waren Werke, von denen zu erwarten war, dass sie im Wert stiegen, um sie gegebenenfalls leicht wiederverkaufen zu können.

Um sicherzugehen, rieten die Consultants auch deshalb meist zu den "Blue Chips" auf dem Kunstmarkt, "the easy stuff", wie die New Yorker Galeristin Elizabeth Dell die Abstrakte Moderne, die Pop-Art, die Richters und Polkes mit den Millionentaxen abfällig nennt. Mit dem Crash ist der einstige Wert der teuren Werke erst einmal dahin. Die Berater haben ihre Provision in der Tasche. Den Käufern bleibt die emotionale Rendite. Die ist hoch. So hoch wie die Wut auf jene, die sie ihnen eingebrockt haben.

Ähnlich ernüchternd fällt das Bild in vielen Betrieben aus, die ihre Filialen mit Beraterhilfe durch Kunst verschönern wollten. Betriebe sind das Hauptbetätigungsfeld des deutschen Kunstberaters. Zwar lassen sich auch hier die Verhältnisse mit den USA nicht ganz vergleichen – der dortigen Wirtschaft war die Kunst in den achtziger und neunziger Jahren durchschnittlich 700 Millionen Dollar jährlich wert. Doch immerhin, rund vierzig Prozent der 300 größten deutschen Unternehmen besitzen Sammlungen mit mehreren Tausend Werken. Ihr Wert geht in die Milliarden, abgezweigt vom Betriebsvermögen. Gekauft wird auch hier, was groß und teuer ist. Doch ein möglicher Verkauf zu einem späteren Zeitpunkt ist meist nicht das Ziel. Die Großskulptur vor dem Eingangstor, das Riesenformat in der Lobby, die Zeichnung über dem Schreibtisch soll – damit werben die meisten Berater – die Angestellten beflügeln, die Kreativität befördern und ihren Arbeitsplatz veredeln.

Stefan Shaw, gelernter Unternehmensberater bei der Boston Consulting Group und heute Chef der Kunstberatung art matters hat an der Vorstellung Zweifel, dass ein expressiver Pinselstrich über dem Schreibtisch den Versicherungsangestellten schneller rechnen lässt. "Die Kunst kann das in dem meist furchtbar tristen Umfeld der Verwaltungsbauten gar nicht packen." Millionen traurige Meisterwerke in grauen Bürofluren geben ihm recht. Shaws Konzept beruht auf der Corporate Identity des Unternehmens. Die Kunst stehe im Dienst, ein positives Bild der Firma zu vermitteln. Einen Unterschied zwischen Kunst und Branding, also der Markenpflege, kann er nicht erkennen. "Wir sagen: Die Künstler können mehr, die sind zu kreativ, um nur im Museum zu hängen."

Die Perspektive, dass Künstler "mehr" können, als Kunst für Kunstgalerien zu fabrizieren, hat Charme. Verfechter der sogenannten "freien Kunst" würden dem zornig entgegenhalten, dass Künstler, gerade weil sie mehr können, nicht als Werbegrafiker arbeiten, sondern unabhängig und autonom.

Doch was, könnte man fragen, ist dabei, wenn ein Gerhard Richter statt einer Wachskerze für die Sammlung Burda eine Zündkerze für die Firma Bosch malte? Immerhin hatte Richter in jüngeren Jahren nichts dagegen einzuwenden, seine Entwürfe für zwei Schlierenbilder in der Lobby der Düsseldorfer Victoria-Versicherung zu ändern, damit sie dem Vorstandschef gefielen. Vielleicht wäre das die Lösung für die Kunst wie für die Berater: Auftragskunst und Propaganda, wie sie die Großen der Kunstgeschichte, von Giotto bis Rubens, fast ausschließlich malten. Vielleicht wäre die Großkunst dadurch weniger uniform. Und die Rolle des Beraters weit sinnvoller als bisher.

 
Leser-Kommentare
  1. Nun, es ist eine der Hauptarbeiten eines Künstlers sich zu vermarkten - wie heißt es so treffend "der Amateur denkt an die Kunst - der Künstler aber denkt daran, wie er mit seiner Arbeit Geld verdienen kann."
    Nur, wenn es zur Selbstaufgabe führt, die eigenen Gedanken nichtig werden, gibt der Künstler seinen Titel auf! Es gibt zwar in der früheren Geschichte hauptsächlich Auftragsmaler, jedoch sollte in meinen Augen die Kunst frei sein wie der Geist und nicht auf das schnöde Mammon blinzeln. Kunstberater sind etwas, was die Welt eigentlich nicht braucht - die Kunst sollte aus dem Herzen kommen und von selbigen in Besitz genommen werden.

    Phil Leicht

    http://www.artou.de/kuens...

    • Slink
    • 25.08.2009 um 17:01 Uhr

    Der besagte Ex-BCG Berater hat schon bei BCG gelernt: Ziel der Beratung ist die Zufriedenheit des Klienten mit möglichst geringem Aufwand. Wer einen Berater engagiert hat gewisse Erwartungen / Motivationen und die gilt es scheinbar zu erfüllen.
    Was motiviert ein Unternehmen, eine Privatperson dazu, sich mit Kunst auszustaffieren? Vielleicht zwei grundlegende Motive: erstens, die Kapitalanlage - schliesslich gilt es als seriös, mit einem völlig überbewerteten Kunstmarkt, der tatsächlich von genannter Spezies getrieben wird, Geld zu machen. Und wenn nun der Kunstmarkt die Börse als Zockerparadies ablösen kann, wird das weitergehen. Zweitens: wer sich mit Kunst umgibt, die nicht von seinen eigenen Händen stammt, will ein bestimmtes Image erzielen, will für seinen guten Geschmack, seine Bildung etc. geachtet und geliebt werden, erhofft sich einen höheren gesellschaftlichen Status, befriedigt seine Eitelkeit trotz fehlender eigener künstlerischer Kreativität / Gabe. Schliesslich funktioniert das Spiel seit Jahrhunderten, wenn auch oft nach dem Prinzip "des Kaisers neue Kleider".
    Wer wäre eher zu verurteilen, der Käufer, Künstler oder Berater? Keiner!
    Der Mensch ist trotz höherer Erwartungen einfach gestrickt und dem Brimborium stets zugeneigt. Der Künstler wird zwar geachtet, aber durch Bezahlung aber zum Lieferanten degradiert, der Sammler / Berater treibt den Ruf des künstlers nur deswegen nach oben, um höhere Preise zu erzielen, die restliche Verehrung ist geheuchelt. Ein Künstler ist jemand, der den Zugang zu seiner Kreativen Seite gefunden hat und mit Übung und Geschick Ausdruck verleiht. In jedem Mensch steckt ein Künstler, doch der Sammler / Berater ist zu sehr mit dem Geldvermehren beschäftigt, steckt zu tief in den Konventionen, die man einreissen müsste, um an das künstlerische Ich zu gelangen.

  2. Wieder ist jemand auf die Aktivitäten von Helge Achenbach reingefallen. Diesmal der Verfasser dieses Zeit-Artikels. Herr Behrisch schreibt von den Millionenumsätzen der Firma Achenbach. Millionenumsätze? Herr Achenbach ist als "Pretender" in der "Szene" bekannt.

    Aber man kennt ihn auch in Düsseldorf als Inhaber von Discos, Kneipen und Gaststätten. Die Discos, Kneipen und Gaststätten, die einen Besucherschwund verbuchen mussten, überschrieb Achenbach angeblich in den vergangen Monaten an seinen Sohn.

    Immer wieder fallen Menschen auf so-genannte Kunstberater rein. Es sind aber niemals die gleichen Kunden, die rein fallen. Der Trick dieser Berater ist es, immer wieder neue Kunden zu finden, die keine Ahnung haben.

    Es grüsst "Bernie" Madoff.

  3. Was darf denn noch von so einem Ereignis erwartet werden? Ehemals aus Kunst und Adel bestehend und nun zu einem partyhaften Zuhälterspektakel mutiert , wird seine Leere und Langeweile von Diletanten produziert und von faden Bürokraten hinter Preistafen und Schaumschlägereien versteckt. Wie lange soll man noch diesen raffgierigen und unmenschlichen Schwindel dulden und dafür herhalten?

    • robene
    • 29.08.2009 um 20:09 Uhr

    Längst haben wir die Spaltung erreicht zwischen dem Ursumpf des Künstlertums und dem kommerziellen Applaus derer, die sich doch stets auch als Förderer verstanden wissen wollten. Der Grat der Zumutung für die Künstler als Ursysteme ist überschritten, gelangweilt und angewidert schleichen sich die Ausgestellten heimlich von den monetär argumentierten Leistungstreffen der Anschauenden. Unter sich wird dann Kleidung gewechselt, Zigarette gedreht, Meinung offengelegt.
    Womit auch beendet wäre, was Sammler und Jäger lange Zeit so gerne geglaubt haben – den vermeintlichen Schulterschluss derer, die schaffen, und jener, die gaffen.

    Dies ist der neue Trend, ebenfalls längst Realität, dass wir Künstler unsere gefühlte Berufung einem Professionalisierungshype aussetzen, um überhaupt individuell wahrgenommen zu werden.
    Wahr ist auch, dass wir tatsächlich eine ideologische Rückkehr zum Auftragskönner der höfischen Malerei betreiben. Wenn auch unter veränderten Vorzeichen.
    Eben der durch den massiven, meist blinden Society-Konsum von Kunstwerken ideologisch weit geöffnete Markt hat nun dazu geführt, dass jeder seine Nische findet, ob Künstler oder Sammler.
    Ein Richter würde aktuell nicht mehr gebeten, zu verändern, es würde der Marktfokus auf den wenige Kommastellen entfernten Kollegen verschoben. Foyer gerettet, Künstler entdeckt, Image poliert.
    Nur funktionierte die Kunst schon aus der sie antreibenden Eigenliebe heraus nicht immer auch in jeder Nische.
    Künstler und Sammler stehen in einer Phase der ideologischen Orientierungslosigkeit den rhetorischen Präsenzen gelackter Vertretertypen immer wieder kopfnickend da gegenüber, wo sich Widerspruch regen sollte. Widerspruch gegen einen Aufzug, der nie ein Atelier gesehen oder geschweige denn die reale Präsenz eines Werks erfahren hat.

    Bleibt abzuwarten, ob und wann karrieregeile Kuratoren, Sammler ohne Sachverstand und dergleichen bunt schillerndes Kollegenpack hochkant aus den Ateliers und Akademien fliegen.

    Nicht zuletzt liegt es auch an den Künstlern. Und einer staatlichen Förderung, die vor Leichtsinn beim Vertrieb schützen kann.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    * Bleibt abzuwarten, ob und wann karrieregeile Kuratoren, Sammler ohne Sachverstand und dergleichen bunt schillerndes Kollegenpack hochkant aus den Ateliers und Akademien fliegen.

    Das kann ich Ihnen schon sagen: Sobald die, um die es geht (die Kunstproduzenten) genügend Reibach gemacht haben und sich ihre Arroganz auch materiell leisten können. Und die Verachteten werden ab dann wieder gern gesehene und eingeladene Gäste jeder drittklassigen Ausstelung sein, wenn das Geld verprasst wurde.

    Ich habe aber eine Frage an Sie: Wer ist eigentlich in dieser Reihe der größte Idiot?
    1. Der der Schund kauft,
    2. der, der Schund kauft und es für etwas Großes hält,
    3. der, der Schund produziert und ihn zu einem Preis verkauft, als sei es etwas Großes?

    * Und einer staatlichen Förderung, die vor Leichtsinn beim Vertrieb schützen kann.

    Achso, darum ging es Ihnen: Leute, überweist das Geld doch einfach gleich und erwartet bloß keine konkreten Gegenleistungen, denn wir sind Künstler und beschäftigen uns mit so Banalem nicht, dazu ist unser Niveau auch einfach zu hoch.

    * Bleibt abzuwarten, ob und wann karrieregeile Kuratoren, Sammler ohne Sachverstand und dergleichen bunt schillerndes Kollegenpack hochkant aus den Ateliers und Akademien fliegen.

    Das kann ich Ihnen schon sagen: Sobald die, um die es geht (die Kunstproduzenten) genügend Reibach gemacht haben und sich ihre Arroganz auch materiell leisten können. Und die Verachteten werden ab dann wieder gern gesehene und eingeladene Gäste jeder drittklassigen Ausstelung sein, wenn das Geld verprasst wurde.

    Ich habe aber eine Frage an Sie: Wer ist eigentlich in dieser Reihe der größte Idiot?
    1. Der der Schund kauft,
    2. der, der Schund kauft und es für etwas Großes hält,
    3. der, der Schund produziert und ihn zu einem Preis verkauft, als sei es etwas Großes?

    * Und einer staatlichen Förderung, die vor Leichtsinn beim Vertrieb schützen kann.

    Achso, darum ging es Ihnen: Leute, überweist das Geld doch einfach gleich und erwartet bloß keine konkreten Gegenleistungen, denn wir sind Künstler und beschäftigen uns mit so Banalem nicht, dazu ist unser Niveau auch einfach zu hoch.

  4. * Bleibt abzuwarten, ob und wann karrieregeile Kuratoren, Sammler ohne Sachverstand und dergleichen bunt schillerndes Kollegenpack hochkant aus den Ateliers und Akademien fliegen.

    Das kann ich Ihnen schon sagen: Sobald die, um die es geht (die Kunstproduzenten) genügend Reibach gemacht haben und sich ihre Arroganz auch materiell leisten können. Und die Verachteten werden ab dann wieder gern gesehene und eingeladene Gäste jeder drittklassigen Ausstelung sein, wenn das Geld verprasst wurde.

    Ich habe aber eine Frage an Sie: Wer ist eigentlich in dieser Reihe der größte Idiot?
    1. Der der Schund kauft,
    2. der, der Schund kauft und es für etwas Großes hält,
    3. der, der Schund produziert und ihn zu einem Preis verkauft, als sei es etwas Großes?

    * Und einer staatlichen Förderung, die vor Leichtsinn beim Vertrieb schützen kann.

    Achso, darum ging es Ihnen: Leute, überweist das Geld doch einfach gleich und erwartet bloß keine konkreten Gegenleistungen, denn wir sind Künstler und beschäftigen uns mit so Banalem nicht, dazu ist unser Niveau auch einfach zu hoch.

    Antwort auf "Abnabelung statt Armut"
    • Kainyc
    • 19.12.2009 um 10:45 Uhr

    Ihr Artikel spricht ein grosses Problem im Kunstmarkt an, Herr Behrisch. - Vielen Dank hierfuer. Allerdings ist er streckenweise ungenuegend recherchiert und einen Herrn Achenbach als Gradmesser fuer Deutschland anzufuehren ist etwas unserioes. Ihre Undifferenziertheit laesst Ihren Artikel leider auch deshalb nicht voellig ueberzeigen, weil Ihre Aussage "Mit dem Crash ist der einstige Wert der teuren Werke erst einmal dahin." nicht richtig ist, was Ihnen eigentlich heute schon klar sein muesste.

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