Essen im Kanzleramt Merkels teurer Freund

Wer was mit wem im Kanzleramt speiste, beschäftigt den Bundestag. Doch ein Skandal ist die Causa Ackermann ebenso wenig wie Schmidts Dienstwagenaffäre

Professor Joachim Sauer, der Ehemann der Kanzlerin, gehörte zu den geladenen Gästen. Doch er war bei jenem "Abendessen zu Ehren von Herrn Doktor Ackermann" am 22. April 2008 verhindert, das nun in manchen Medien als Geburtstagsparty oder Geburtstagssause im Bundeskanzleramt betitelt wird. Verpasst hat er nicht nur Schnitzel und Spargel, sondern ein Ereignis, das Frank Schirrmacher, Herausgeber der FAZ, zu dem Bekenntnis veranlasste: "Ich war dabei. Ich habe gegessen, und ich habe geredet, allerdings kaum getrunken." Ein Abendessen, das es auf die Tagesordnung des Haushaltsausschusses des Bundestags geschafft hat und das wie ein schwarzes Pendant zur Dienstwagenaffäre von Ulla Schmidt wirkt.

Die Geschichte, wie aus Spargel und Schnitzel im Kanzleramt ein Skandal wurde, beginnt mit einer Dokumentation über Angela Merkel, die vor zwei Wochen im ZDF gezeigt wurde. Dort kam auch Josef Ackermann zu Wort, der sichtlich stolz über sein Verhältnis zur Kanzlerin erzählte: "Sie hat mir damals gesagt, sie würde gerne etwas für mich tun. Ich solle doch einmal etwa 30 Freunde und Freundinnen einladen aus Deutschland und der Welt, mit denen ich gerne einen Abend zusammensein würde im Kanzleramt. Und ich muss Ihnen sagen, es war ein wunderschöner Abend." Das Kanzleramt als Festkulisse für Ackermanns Privatvergnügen, bei dem auf Kosten des Steuerzahlers getafelt und gefeiert wird? Eine Amigo-Affäre, nur andersherum?

Anzeige

Essenseinladungen aus dem Bundeskanzleramt an Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur, gerne auch in Gruppen, sind durchaus üblich. Gerhard Schröder hatte in seiner Amtszeit zum Beispiel Großintellektuelle wie Christa Wolf, Günter Grass und Peter Sloterdijk ins Kanzleramt geladen, um sich mit ihnen bei einem Abendessen über die Gefahren des internationalen Terrorismus auszutauschen. Für solche Veranstaltungen sind im Etat des Bundeskanzleramts für 2009 unter dem Titel 529/01 "Außergewöhnlicher Aufwand aus dienstlichem Anlass in besonderen Fällen" 340.000 Euro eingestellt.

Ist der 60. Geburtstag von Ackermann ein dienstlicher Anlass, um "ein Abendessen mit Vertretern aus Wirtschaft und Gesellschaft auszurichten", wie das Bundeskanzleramt die Veranstaltung beschreibt? "Ja", heißt es beim Bund der Steuerzahler. Die Gästeliste zeige, dass es sich um keine private Geburtstagsfeier gehandelt habe. Anwesend waren etwa BASF-Chef Jürgen Hambrecht, Bildungsministerin Annette Schavan, Unternehmerin Maria-Elisabeth Schaeffler und der Präsident des Goethe-Instituts Klaus-Dieter Lehmann. Er sei nicht mit Ackermann befreundet, kenne ihn aber gut, weil der Deutsche-Bank-Chef Gründungsvorsitzender des Wirtschaftsbeirats des Goethe-Instituts sei, sagt Lehmann. "Mit einer Geburtstagsfeier hatte der Abend wenig zu tun, es war vielmehr eine ertragreiche Diskussionsrunde, die von Merkel moderiert wurde", erinnert er sich. Sie habe jeden am Tisch aufgefordert, ein Thema aus seinem Tätigkeitsbereich zu nennen, das ihn besonders beschäftige. Lehmann habe über die Notwendigkeit der Zusammenarbeit von Kultur und Wirtschaft gesprochen.

Auch wenn Ackermann, dessen Rat Merkel seit Ausbruch der Krise immer wieder suchte, seine Nähe zur Kanzlerin zur Schau stellt – dass er vorschlagen durfte, wer auf die Gästeliste gesetzt wird, ist ebenso wenig skandalös wie die Dienstwagennutzung von Ulla Schmidt. Über die allerdings empört sich die Bild- Zeitung anders als über das Ackermann-Essen. Vielleicht weil auch Chefredakteur Kai Dieckmann und Verlagschef Mathias Döpfner an jenem Abend im Kanzleramt gegessen, geredet und gewiss kaum getrunken haben.

 
Leser-Kommentare
  1. rm
    Kein weiterer Kommentar.

  2. diskutiert mit Grass und Sloterdijk über die Gefahren des Internationalen Terrorimsus?

    Ein wunderbares Bild. :D

    • Buker
    • 26.08.2009 um 15:29 Uhr

    Jeden Tag rudert die Presse ein Stück zurück, jeden Tag wird der Skandal ein bißchen kleiner geredet - relativiert.
    Aber, dass ein Wirtschaftsboss die Gästeliste im Kanzleramt zusammenstellt ist ein Skandal!
    Lobbyismus auf Kosten der Steuerzahler nenne ich so was!
    Wobei mich die Kosten für das Essen viel weniger ärgern, als die Milliarden, die uns das enge Verhältnis unserer Kanzlerin zu Ackermann und Konsorten sonst so kostet...

  3. ... die Grenzen sind immer schwimmend. Wo hört politische Arbeit auf und fängt Korruption und Amigo an? Hat die ZEIT Angst um den sicher geglaubten Wahlsieg von Merkel?

    Es ist selbstverständlich, dass ein Amt sich gelegentlich Informationen aus erster Hand besorgt und dazu mag es auch einmal einen Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft zu einem Arbeitsessen laden.

    Es ist aber NICHT Aufgabe eines Amtes:
    - Geburtstagsfeiern auszurichten (egal wie die konkret aussehen)
    - den eingeladenen Vertreter die Gästeliste bestimmen zu überlassen
    - "Elite"-Netzwerke zu organisieren (Springerpresse, Ackermann, Merkel)

    In einer repräsentativen "Demokratie", wie man unsere System euphemistisch nennt, ist es ohnehin schon schwer beim Glauben an unbeeinflusste und dem Wähler verpflichtete Politiker zu glauben. Wenn diese das, in sie gesetzte, Vertrauen, dann derart öffentlich strapazieren, hört der Spaß auf.

    Das Ganze vor dem Hintergrund, dass Ackermann einer der Verbrecher war, der der HRE haufenweise toxische Papiere verkauft hat und der jetzt schon wieder stolz Gewinne herausjubelt, verdient an den zusätzlichen Schuldentiteln des Bundes. Bei sowas schwillt mir der Hals. Nicht nur das Merkel selbst für die kritischen Verbriefungen seinerzeit Lobbyismus getrieben hat, nicht nur dass sie den Banken auf unsere Kosten Mrd. an Euros hinterherwirft, nein, sie hofiert auch noch ganz offensichtlich und ungeniert einen der Hauptkrisenverursacher und die zugehörige Propagandaabteilung (Springer).

    Aber vielleicht richtet das Kanzleramt ja demnächst einen Ball für Erbschaftsmilliardäre aus, zusammen mit der Prominenz aus der Presse, diversen verschwiegenen "Elite"-zirkeln und den größten Waffenexporteuren. Und die ZEIT titelt dann dazu: "Kein Skandal, die Elite trifft sich um über die Probleme Deutschlands zu beraten". Wundern werde ich mich über gar nichts mehr.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Entschuldigung, aber diese ganze Wahlkampfhetze in beide Richtungen ist einfach total Lächerlich. Das Regierungen Abendessen veranstalten und dabei natürlich nicht Hans Otto aus Neustadt dabei sitzt ist doch Usus. Genauso wie Minister ihre Dienstwagen benutzten. Naja, mit dem Kanzleressen gleicht sich das jetzt wenigstens aus. Zwei "Skandale" die in nicht Wahlkampfzeiten nicht mal eine Zeile wert wären. Übrigens veranstaltet nicht nur die Bundesregierung Abendessen. Auch die Landesregierungen, und zwar alle tun dies nicht zu Knapp. Man erinnere sich an den Dalai Lama.

    Und es ist ja auch so schön. Deutschland diskutiert über Schnitzel und Spargel. Ganz nebenbei wird die Bundesregierung bei Opel übern Tisch gezogen und kann dabei bloß hilflos dreinschaun und rufen: "so wollten wir das alles nicht!".

    Von Ackermann hätte ich allerdings ein bisschen mehr politisches Gefühl erwartet. Seinen Gastgeber im Wahlkampf so in die Pfanne hauen, gewollt oder nicht, zeugt wirklich von wenig stil.

    • KlJoK
    • 29.08.2009 um 1:39 Uhr

    dass Ackermann einer der Verbrecher war, der der HRE haufenweise toxische Papiere verkauft hat

    Zum Geschäft gehören immer 2 Parteien. Das die Deutsche Bank ihre toxischen Papiere an die HRE verkauft hat war wohl für diese ein gutes Geschäft (Erfolg haben in Deutschland wird im Allgemeinen sowieso kritisch betrachtet).
    Bei der HRE müssen allerdings Dilettanten beschäftigt gewesen sein (die natürlich auch noch mit einer guten Abfindung verabschiedet wurden).
    Den Schaden hat letztendlich die HRE verursacht und nicht der "Verbrecher" Ackermann.

    Die Kosten des Essens sind noch nicht mal Peenuts. Kontakte zur Wirtschaft und natürlich zu den Gewerkschaften gehören bei allen Parteien zur Tagesordnung und werden auch zukünfig mit einer Bewirtung begleitet, wie auch in der Wirtschaft üblich.
    Diese Artikel sind reine Neiddebatten.

    Entschuldigung, aber diese ganze Wahlkampfhetze in beide Richtungen ist einfach total Lächerlich. Das Regierungen Abendessen veranstalten und dabei natürlich nicht Hans Otto aus Neustadt dabei sitzt ist doch Usus. Genauso wie Minister ihre Dienstwagen benutzten. Naja, mit dem Kanzleressen gleicht sich das jetzt wenigstens aus. Zwei "Skandale" die in nicht Wahlkampfzeiten nicht mal eine Zeile wert wären. Übrigens veranstaltet nicht nur die Bundesregierung Abendessen. Auch die Landesregierungen, und zwar alle tun dies nicht zu Knapp. Man erinnere sich an den Dalai Lama.

    Und es ist ja auch so schön. Deutschland diskutiert über Schnitzel und Spargel. Ganz nebenbei wird die Bundesregierung bei Opel übern Tisch gezogen und kann dabei bloß hilflos dreinschaun und rufen: "so wollten wir das alles nicht!".

    Von Ackermann hätte ich allerdings ein bisschen mehr politisches Gefühl erwartet. Seinen Gastgeber im Wahlkampf so in die Pfanne hauen, gewollt oder nicht, zeugt wirklich von wenig stil.

    • KlJoK
    • 29.08.2009 um 1:39 Uhr

    dass Ackermann einer der Verbrecher war, der der HRE haufenweise toxische Papiere verkauft hat

    Zum Geschäft gehören immer 2 Parteien. Das die Deutsche Bank ihre toxischen Papiere an die HRE verkauft hat war wohl für diese ein gutes Geschäft (Erfolg haben in Deutschland wird im Allgemeinen sowieso kritisch betrachtet).
    Bei der HRE müssen allerdings Dilettanten beschäftigt gewesen sein (die natürlich auch noch mit einer guten Abfindung verabschiedet wurden).
    Den Schaden hat letztendlich die HRE verursacht und nicht der "Verbrecher" Ackermann.

    Die Kosten des Essens sind noch nicht mal Peenuts. Kontakte zur Wirtschaft und natürlich zu den Gewerkschaften gehören bei allen Parteien zur Tagesordnung und werden auch zukünfig mit einer Bewirtung begleitet, wie auch in der Wirtschaft üblich.
    Diese Artikel sind reine Neiddebatten.

  4. rm
    Herr Ackermann fühlt sich geehrt durch die Einladung von Frau Merkel. Hat sich Frau Merkel, als oberste Repräsentanten des Volkes überlegt, was sie da macht. Immerhin ist das Kanzleramt "der repräsentative Ort, wo oberste Entscheidungen fallen".
    Solche Events gehören in ein entsprechend gutes Restaurant. Und für solche Einladungen gibt es auch sicherlich ein entsprechendes Budget.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Hat sich Frau Merkel, als oberste Repräsentanten des Volkes überlegt

    ich widerspreche Ihnen nur ungern, aber Staatsoberhaupt ist der Bundespräsident. Frau Merkel ist nur Kanzlerin, also oberste Chefin der Verwaltung.

    Hat sich Frau Merkel, als oberste Repräsentanten des Volkes überlegt

    ich widerspreche Ihnen nur ungern, aber Staatsoberhaupt ist der Bundespräsident. Frau Merkel ist nur Kanzlerin, also oberste Chefin der Verwaltung.

  5. Entschuldigung, aber diese ganze Wahlkampfhetze in beide Richtungen ist einfach total Lächerlich. Das Regierungen Abendessen veranstalten und dabei natürlich nicht Hans Otto aus Neustadt dabei sitzt ist doch Usus. Genauso wie Minister ihre Dienstwagen benutzten. Naja, mit dem Kanzleressen gleicht sich das jetzt wenigstens aus. Zwei "Skandale" die in nicht Wahlkampfzeiten nicht mal eine Zeile wert wären. Übrigens veranstaltet nicht nur die Bundesregierung Abendessen. Auch die Landesregierungen, und zwar alle tun dies nicht zu Knapp. Man erinnere sich an den Dalai Lama.

    Und es ist ja auch so schön. Deutschland diskutiert über Schnitzel und Spargel. Ganz nebenbei wird die Bundesregierung bei Opel übern Tisch gezogen und kann dabei bloß hilflos dreinschaun und rufen: "so wollten wir das alles nicht!".

    Von Ackermann hätte ich allerdings ein bisschen mehr politisches Gefühl erwartet. Seinen Gastgeber im Wahlkampf so in die Pfanne hauen, gewollt oder nicht, zeugt wirklich von wenig stil.

    Antwort auf "Ja ja..."
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    macht es ja nicht besser! Es mag durchaus notwendig sein, für politische Entscheidungen den passenden Rahmen und Etat parat zu haben, aber der Bogen wurde hier mal wieder bei weitem überspannt. Sparmaßnahmen predigen und selbst aber noch immer für jeden Mist aus dem obersten Regal wirtschaften, passt nich in mein Verständnis.

    "Das Regierungen Abendessen veranstalten und dabei natürlich nicht Hans Otto aus Neustadt dabei sitzt ist doch Usus."

    Solange das öffentliche Veranstaltungen zur Würdigung offizieller Vertreter sind, mit breiter Pressebeteiligung, ist das was anderes (Dalei Lama). Alles andere, egal ob du das als Usus bezeichnest oder nicht und egal wer das macht, rutscht bei mir in die Grauzone Amigo. Insbesondere wenn es sich um Vertreter des Großkapitals und der Industrie handelt, vor dem Gesetz mögen die alle gleich sein, vor mir sind sie es nicht.

    "Zwei "Skandale" die in nicht Wahlkampfzeiten nicht mal eine Zeile wert wären."

    Dass die (geladene) Presse nicht oder wohlwollend darüber schreibt, versteht sich von selbst. Schon Kohl hat das bewusste Ausgrenzen von Pressevertretern als Druckmittel benutzt.

    Das ganze hätte auch nur halb soviel Gschmäckle, wenn die Zustände andere wären und Ackermann nicht so dick von der Freundschaft profitieren würde.

    "...nebenbei wird die Bundesregierung bei Opel übern Tisch gezogen und kann dabei bloß hilflos dreinschaun und rufen: "so wollten wir das alles nicht!".

    Ja, gell? Ebenso wie bei der Bankenrettung?

    Und demnächst lädt unsere liebe Kanzlerin die GM-Oberen, passende Finanzinvestoren und Springer-Pressevertreter zu einem Kaffekränzchen ein, um sich über die hervorragende Zusammenarbeit zu bedanken und wir zahlen die Zeche. Fragt sich wer hier wen über den Tisch zieht.

    macht es ja nicht besser! Es mag durchaus notwendig sein, für politische Entscheidungen den passenden Rahmen und Etat parat zu haben, aber der Bogen wurde hier mal wieder bei weitem überspannt. Sparmaßnahmen predigen und selbst aber noch immer für jeden Mist aus dem obersten Regal wirtschaften, passt nich in mein Verständnis.

    "Das Regierungen Abendessen veranstalten und dabei natürlich nicht Hans Otto aus Neustadt dabei sitzt ist doch Usus."

    Solange das öffentliche Veranstaltungen zur Würdigung offizieller Vertreter sind, mit breiter Pressebeteiligung, ist das was anderes (Dalei Lama). Alles andere, egal ob du das als Usus bezeichnest oder nicht und egal wer das macht, rutscht bei mir in die Grauzone Amigo. Insbesondere wenn es sich um Vertreter des Großkapitals und der Industrie handelt, vor dem Gesetz mögen die alle gleich sein, vor mir sind sie es nicht.

    "Zwei "Skandale" die in nicht Wahlkampfzeiten nicht mal eine Zeile wert wären."

    Dass die (geladene) Presse nicht oder wohlwollend darüber schreibt, versteht sich von selbst. Schon Kohl hat das bewusste Ausgrenzen von Pressevertretern als Druckmittel benutzt.

    Das ganze hätte auch nur halb soviel Gschmäckle, wenn die Zustände andere wären und Ackermann nicht so dick von der Freundschaft profitieren würde.

    "...nebenbei wird die Bundesregierung bei Opel übern Tisch gezogen und kann dabei bloß hilflos dreinschaun und rufen: "so wollten wir das alles nicht!".

    Ja, gell? Ebenso wie bei der Bankenrettung?

    Und demnächst lädt unsere liebe Kanzlerin die GM-Oberen, passende Finanzinvestoren und Springer-Pressevertreter zu einem Kaffekränzchen ein, um sich über die hervorragende Zusammenarbeit zu bedanken und wir zahlen die Zeche. Fragt sich wer hier wen über den Tisch zieht.

  6. Die Konsequenz des Neoliberalismus ist die Indienststellung des Staates für private Zwecke, denn privat geht vor Staat. Demnach kommt immer weniger Schuldbewusstsein auf. Ähnlich wie Sonnenkönig Ludwig XIV. sagte, "der Staat bin ich", so ist der Staat heute mehr und mehr das Privateigentum einer Klasse, der Besitzenden. Der "Erste Stand" herrscht über die ihn tragenden und ernährenden Stände, was mit dem Begriff "Demokratie" verbrämt wird. Früher war die Legitimation ein "Gottesgnadentum".

    Die Französische Revolution begann übrigens mit einer Finanz- und Wirtschaftskrise, in deren Folge sich Ludwig XVI. genötigt sah, die alten Stände zu einer Versammlung einzuberufen.
    Diese hatten dann -salopp gesagt- keine Lust mehr, die Zeche weiterhin zu zahlen ...

    rheinelbe

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Sie haben die Essenz dessen, was praktiziert wird, beschrieben.
    Wir leben in der Postdemokratie.

    Sie haben die Essenz dessen, was praktiziert wird, beschrieben.
    Wir leben in der Postdemokratie.

  7. MORAL.
    Also wenn für diese ganze Veranstaltung Steuergelder genutzt wurden, ist das ein HAmmer! Es ging doch hier um seinen Geburtstag und sonst nichts.
    Herr A. sollte doch durchaus privat in der Lage seine eigne "Party" zu schmeißen die selbst den Etat des Kanzleramtes sprengt und wenn Herr Schröder mit interlektuellen unseres Landes zu EINEM THEMA(!) des politischen Geschehens "speißt" ist dass für mich noch etwas anderes.

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service