Überfall auf Polen 1939 "Fragt mich!"
Marek Edelman war 20 Jahre alt, als Deutschland am 1. September 1939 Polen überfiel. Erst kämpfte er im jüdischen Ghetto, dann im Warschauer Aufstand gegen Hitlers Armee. Begegnung mit einem der letzten Zeitzeugen eines schrecklichen Jahrhunderts
Marek Edelman bleibt nicht mehr viel Zeit. Er ist 90 Jahre alt, er hat nicht mehr viel Geduld. »Fragt, fragt!«, fährt er seine Besucher an. »Stellt endlich konkrete Fragen!«
Edelman sitzt in seiner Wohnung in Warschau, auf dem Sofa, so aufrecht, wie es ihm noch möglich ist. Die Beine hängen herab, sein Rollstuhl steht im Flur. Jemand hat eine Decke auf dem Sofa ausgebreitet, damit er es weich hat und nicht auf dem Leder friert. Wer ihn anschaut, beginnt zu ahnen, wie viel Kraft die vergangenen Jahre gekostet haben müssen, wie sie gezerrt haben, bis aus seinen vollen, starken Zügen ein Greisengesicht hervorgetreten ist. Das dünne Haar trägt er nach hinten gekämmt, die dunklen Augen verschwinden in tiefen Höhlen, aber sie blicken wach. Und fordernd.
»Fragt mich!«
Das Leben des Marek Edelman umspannt alle Schrecken des 20. Jahrhunderts. Er hat den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs erlebt, den Einmarsch der Deutschen in Polen, den Fall Warschaus, den Terror gegen die Zivilbevölkerung, die Verfolgung und Vernichtung der Juden. Er wurde mit über 400000 anderen Juden im Warschauer Ghetto eingemauert und misshandelt, aber er hat sich dagegen gewehrt. Er hat gekämpft, zweimal, mit Pistolen gegen Panzer. Zuerst, 1943, im völlig verzweifelten Aufstand im Warschauer Ghetto, als sich 200 jüdische Männer und Frauen gegen ihre Mörder erhoben. Dann noch einmal, ein Jahr später, im ebenso verzweifelten Warschauer Aufstand, durch den die polnische Nation ihre Freiheit und ihre Ehre zurückzuerobern suchte. Und viel, viel später, ein halbes Leben nach dem Krieg, war Edelman wieder im Untergrund aktiv, um die Solidarność zu unterstützen.
Er könnte ein Held sein, ein polnischer Held. Aber er hat sich dieser Rolle immer verweigert. Edelman tauge nicht zum Helden, schrieb die polnische Schriftstellerin Hanna Krall über ihn, denn er habe nie »gesprochen, wie man zu sprechen hat« als Held: voller Pathos, voller Hass, schreiend. Edelman berichtete stattdessen nüchtern von dem, was er gesehen hat.
Edelman spricht Polnisch, seine Muttersprache. Die Stimme ist schwach und brüchig, wie von weit weg klingt sie herüber. Manchmal wechselt er ins Deutsche. Es macht ihm Mühe, er muss sich sehr konzentrieren, aber er beharrt darauf.
»Für junge Menschen ist es heute sehr schwer, zu begreifen, wie das alles gewesen ist«, sagt er. »Wenn die Erinnerung nicht bleibt, dann kann sich alles wiederholen. Und je mehr man sich erinnert und weiß, desto größer die Chance, dass es sich nicht wiederholt. Der Mensch ist schlecht.«
Die letzten Zeugen der Schrecken des vergangenen Jahrhunderts sind 80, 90 Jahre alt. In zehn Jahren wird kaum mehr einer von ihnen leben. Dann müssen Denkmäler und Museen die Erinnerungen für die nachkommenden Generationen zu bewahren suchen. Aber noch kann einer wie Edelman an diesem 70. Jahrestag des Ausbruchs des Zweiten Weltkriegs erzählen.
Am 1. September 1939 weckten ihn am Morgen die Sirenen. Der Tag hatte schon begonnen, der Krieg auch. Der 20-Jährige lief zum nächsten Rekrutierungsbüro, aber er fand dort niemanden, keinen Offizier, keinen Beamten, keine anderen Rekruten. Erst nach und nach trafen junge Männer ein. Als die deutsche Luftwaffe am Abend erste Angriffe flog, kehrten sie heim. Niedergeschlagen, voller Furcht brauchten sie eine Ewigkeit für den Rückweg im Bombenhagel. 48 Stunden später schlug die Stimmung um. Am 3. September erklärten England und Frankreich Deutschland den Krieg. »Das war ein großer Feiertag«, sagt Edelman. »Auf dem Boulevard Neue Welt versammelten sich die Menschen. Alle dachten, dass nun Hilfe kommt.«
Sie kam nicht. Weder Frankreich noch England griffen militärisch ein. Mitte September besetzte die Rote Armee die östlichen Teile Polens, wie es Hitler und Stalin in einem Geheimabkommen vereinbart hatten. Ende September eroberte die Wehrmacht Warschau, Anfang Oktober kapitulierten die letzten polnischen Einheiten, während die westlichen Alliierten zusahen. Sie unternahmen auch nichts, als 1941 die ersten Zeugen aus dem Warschauer Ghetto von Massentötungen im Vernichtungslager Chełmno berichteten und ein Jahr später Züge voller Menschen nach Treblinka rollten und leer zurückkehrten.
»Es ist eine große Sache, wenn man ohne Kraft und Hoffnung kämpft«
Wenn die Polen an den 1. September 1939 zurückdenken, dann denken die meisten von ihnen an den Tag, als die Deutschen begannen, ihr Land von der Karte Europas zu tilgen, ihr Volk zu versklaven, die polnische Nation auszulöschen. Für den Rest der Welt hingegen, auch für die meisten Deutschen, ist der 1. September 1939 ein Datum auf dem Weg zum Holocaust.
Dieses geteilte Gedächtnis ist ein Problem. Für die Polen, weil in ihrer Erinnerung das Leid der Juden mitunter neben dem eigenen erlittenen Leid verblasst. Aber es ist auch ein Problem für Deutsche und Polen, weil in der kollektiven Erinnerung der Deutschen die Leiden der Polen nicht selten hinter denen der Juden zurücktreten.
In Edelmans Biografie fällt beides zusammen. Er ist Pole und Jude. Wie kein anderer verkörpert er die Geschichte des Holocaust und die des Vernichtungsfeldzuges gegen Polen. Sein ganzes Leben lang hat er um die Erinnerung gekämpft. »Wichtige Sache«, sagt er trocken.
Edelman war einer der wenigen im Ghetto, die einen Passierschein hatten für die »arische Seite«, wie es damals hieß. Er arbeitete als Bote im Krankenhaus, das direkt an den Umschlagplatz angrenzte. Von hier aus wurden täglich Tausende Juden abtransportiert. Man gab den Ausgehungerten Brot und Marmelade, man sagte ihnen, sie würden als Arbeitskräfte gebraucht, und brachte sie nach Treblinka. 400000 Menschen seien an ihm vorbeigegangen, sagt Edelman. Er konnte Einzelne aus der Menge in das Krankenhaus ziehen und retten. Er suchte die Kräftigen aus, die kämpfen konnten. Sie bereiteten den Aufstand vor.
Am 19. April 1943 nimmt Edelman mit 200 jungen Männern und Frauen im Ghetto den Kampf gegen die Deutschen auf. Als um sieben Uhr morgens deutsche Panzer und Panzerwagen ins Ghetto vordringen, werden sie plötzlich mit selbst gebastelten Granaten und Molotowcocktails beworfen. Kein einziger Soldat aus dem Konvoi überlebt. An anderer Stelle kämpfen deutsche Einheiten an der Ghettogrenze, aber sie können nicht eindringen. Sie scheinen von dem Widerstand vollkommen überrascht. Der erste Tag des Aufstandes gilt als »der erste vollkommene Sieg über die Deutschen«, schreibt Edelman später. Aber an diesem Apriltag fürchtet er vor allem eines: dass die Welt ihren Aufstand nicht wahrnimmt.
Der Kampf tobt nur wenige Meter von der Mauer entfernt, die das Ghetto vom nichtjüdischen Teil Warschaus trennt. Vom Ghetto aus sieht man jenseits der Mauer ein Karussell, Musik ist zu hören. Frauen spielen mit ihren Kindern, sie sehen, wie im Ghetto Menschen aus dem zweiten und dritten Stock brennender Häuser springen.
220 Eingekerkerte, von denen jeder nicht mehr hat als einen Revolver, fünf Handgranaten und fünf Benzinflaschen, treten gegen Tausende deutsche Soldaten, mit Panzern und Maschinengewehren ausgestattet, an. Ihr Kampf ist hoffnungslos, sie führen ihn nur, um »würdig zu sterben«, wie Edelman später sagt, und um den Moment des Sterbens so weit wie möglich hinauszuzögern. Mitte Mai schließlich ist der Aufstand niedergeschlagen, kaum jemand im Ghetto überlebt. Der SS-General Jürgen Stroop lässt die Große Synagoge sprengen.
»Es war ein Aufstand, um den Deutschen zu beweisen, dass eine kleine Gruppe ihren eigenen Überzeugungen folgt. Ohne Kraft«, sagt Edelman und schweigt kurz.
»Es ist eine große Sache, wenn man ohne Kraft und Hoffnung kämpft.«
Die Welt sah tatenlos zu. Edelman überlebte als einziger Kommandant das Ghetto, er entkam mit einigen Kameraden durch die Kanalisation auf die »arische Seite« und fand bei einer polnischen Frau Unterschlupf. Er versuchte, sich einem Bataillon polnischer Partisanen anzuschließen, aber niemand wollte ihn aufnehmen, weil er Jude war. Einige seiner Kameraden, die weiterkämpfen wollten, wurden von Partisanen erschossen, weil sie Juden waren. Schließlich fand Edelman eine kommunistische Einheit, die ihn akzeptierte. Als 1944 auch der Warschauer Aufstand verloren war und die Partisanen als Kriegsgefangene aus der Stadt geführt wurden, blieben Edelman und die wenigen anderen jüdischen Kämpfer in den Trümmern von Warschau zurück. Hätte jemand ihre Identität verraten, es wäre ihr sicherer Tod gewesen.
In dem neuen Museum des Warschauer Aufstands, das 2004 eröffnet wurde, erinnern Tausende Dokumente und Ausstellungsstücke an den Kampf der Polen 1944 gegen die Deutschen. Aber nirgendwo findet sich ein Wort darüber, dass antisemitische polnische Partisanen jüdische Widerstandskämpfer umgebracht haben. Und nur ein einziges Exponat ist den kämpfenden Juden gewidmet. Es ist ein Film, in dem Marek Edelman über die Tage von 1944 erzählt. Viele laufen an dem kleinen Bildschirm einfach vorbei.
Warum also kämpfte Edelman für Menschen, die ihn nicht wollten? Warum beteiligte er sich auch am Warschauer Aufstand?
»Es war derselbe Kampf. Gegen die Deutschen. Wir hassten die Deutschen. Es ist nicht leicht, das heute zu erzählen, wir leben jetzt in einer ganz anderen Welt. Aber der Hass war groß. Es war unvorstellbar, mit einem Deutschen befreundet zu sein. Denn jeder Deutsche war ein Feind.«
Als die Rote Armee im Januar 1945 in Warschau einmarschierte, begannen seine jüdischen Freunde aus dem Untergrund, ihre Ausreise nach Palästina zu organisieren. Edelman aber blieb und reiste zunächst ziellos durch sein zerstörtes Land, schrieb schließlich seine Erinnerungen an den Kampf im Ghetto auf. Es seien nicht einfach nur die Deutschen gewesen, die diese Verbrechen begangen hätten, sagte ihm wenig später bei einem Besuch in Paris Léon Blum, der ehemalige französische Premierminister und KZ-Überlebende. Menschen hätten das getan. »Da habe ich verstanden«, sagt Edelman, »dass jeder zu Verbrechen fähig ist und man die Menschen davor warnen muss.«
Ausgerechnet er, der Hitlers Armee in zwei Aufständen bekämpft hatte, setzte sich nun für die Aussöhnung von Deutschen und Polen ein.
»Hören Sie«, sagt Edelman, »am Anfang ist das nicht zu verstehen. Es war eine schwierige Beziehung zwischen Deutschen, Polen und Juden, aber mit der Zeit ändert sich das. Der Hass geht, und die Leute, die in Auschwitz oder Treblinka waren, gehen auch. Das ist jetzt 65 Jahre her, heute ist eine andere Welt, mit einer anderen Mentalität.«
»Die Deutschen verdienen keine Gnade, sie müssen immer noch Buße tun«
Nach dem Krieg studierte Edelman Medizin und arbeitete als Kardiologe. Angebote, als Chirurg im Westen anzufangen, schlug er immer wieder aus. Obwohl er in den achtziger Jahren im Untergrund für die Solidarność kämpfte, obwohl er seine Frau und die Kinder außer Landes schickte. Auf keinen Fall wollte er Polen verlassen – wer würde sonst an den Gräbern seiner Kameraden wachen?
Als die deutschen Vertriebenenverbände ihre Pläne für ein Berliner Zentrum zur Erinnerung an die Opfer der Vertreibungen vorstellten, wurde Edelman noch einmal zornig. »Die Deutschen haben mit der Vertreibung für Hitler bezahlt«, schrieb er in polnischen Zeitungen. »Sie verdienen keine Gnade, sie müssen immer noch Buße tun.«
Edelman sitzt müde auf seinem Sofa, aber mit einem Mal wird seine Stimme fest. »Was steht diesen Banditen denn zu? Ich weiß, dass Erika Steinbach Unrecht widerfahren ist. Aber ihr persönlich ist im Krieg nichts Schreckliches passiert, nichts davon, und jetzt will sie, dass man sie ehrt.«
Fast zehn Jahre dauert in Deutschland nun schon die Debatte um die deutschen Opfer, um die Menschen, die auf der Flucht aus dem Osten oder während der Bombardierung deutscher Städte ums Leben kamen. Für Edelman konkurrieren auch diese Erinnerungen. Er sieht es als seine Aufgabe, daran zu erinnern, wer die Täter und wer die Opfer waren. »Ich habe die Pflicht, darüber zu wachen, dass die Erinnerung an sie nicht stirbt.«
Vor einigen Monaten hat Edelman, schon zu schwach zum Schreiben, seiner Vertrauten Paula Sawicka ein weiteres Buch diktiert. Und es war Liebe im Ghetto heißt der Titel. Es erzählt von der Mutter, die ihre Tochter vor den Gaskammern rettet, indem sie selbst in den Zug steigt. Es erzählt von Frauen und Männern, die sich in dieser dunklen Zeit geliebt haben, und von Freunden, die alles füreinander taten. Sein Leben lang hat Edelman von dem Kampf in Warschau Zeugnis abgelegt; ausgerechnet seine spätesten Erzählungen aber handeln von der Liebe.
Es ist ein warmer Augusttag, die Sonne scheint durch die Fensterscheiben, Marek Edelman zündet sich eine filterlose Zigarette an. »Genug, Schluss jetzt! Hört auf zu quengeln!« Er lässt sich erschöpft auf das Sofa sinken. An der Wand dahinter hängen Gemälde verschiedener Künstler.
Eine letzte Frage. »Herr Edelman, haben Sie ein Lieblingsbild?« Edelman winkt mit dem Arm. Es hängt im anderen Zimmer. Ein kleines Bild in Öl, seine Schwiegertochter hat es gemalt.
Es zeigt eine verschneite Landschaft in Treblinka, Steine, kahle Bäume, nasse Erde. Mehr nicht.
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- Datum 04.09.2009 - 21:19 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 27.08.2009 Nr. 36
- Kommentare 24
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Der Antisemitismus ist ein europaweite verbreitet Phaenome. Sicher haben andere Laender auch mit unerschiedlichem Ausmassen die Juden verfolgt, aber systematische massive Vernichtung der Juden taten nur die Deutschen.
Heute ist Gedenkentag fuer deutscher Ueberfall an Polen und des Beginn des Holocaust. Deutsche sollen viel mehr an selbst Schuld denken, als die Finger an andere zu zeigen. Der mitgeschwungene kritsche Ton hier einfach unmoeglich.
Dieser Artikel hat einen falschen Akzent gelegt. Kein Wunder, dass NDP momentan in BRD den Zulauf hat.
Inzwischen sind Deutsche zu optimistisch fuer die Versoehnungsarbeit mit Polen. Und viele Deutsche finden, die Zeit gekommen ist, dass sie was "zuruckschiessen" koennen.
Der Leid der vertriebenen Deutsche aus Ostpeussen und Sudeten soll nicht an die Naachbarlaender zugeschrieben werden, sondern an Deutsch selbst, genau wie ein Moerder nicht die Totverurteilung gegen ihn als Mord , ein Verbrecher nicht die Freiheitsstraf als Einschraenkung seines Menschenrechtes bezeichnen darf.
Man soll nicht Ursache und Resultat verwechseln.
Ob Deuschland und Polen wirklich sich versoehnen, kann man nur wissen, wenn eines Tages die Machtverhaeltnis zwischen der Beiden wechselt.
Anwaerter "Bundespreis fuer Online Literatur"
Runzheim in Google
...sind heute die, die so über Deutsche und den Krieg sprechen und denken wie sie. Klare Schuldzuweisung, schwarz/weiß, Gut und Böse...jeder kennt diesen Kinderkram.
Es ist soviel passiert, wachen sie auf. Und noch etwas: "Ob Deuschland und Polen wirklich sich versoehnen, kann man nur wissen, wenn eines Tages die Machtverhaeltnis zwischen der Beiden wechselt."
Träumen sie weiter...bis ans Ende der Welt.
...sind heute die, die so über Deutsche und den Krieg sprechen und denken wie sie. Klare Schuldzuweisung, schwarz/weiß, Gut und Böse...jeder kennt diesen Kinderkram.
Es ist soviel passiert, wachen sie auf. Und noch etwas: "Ob Deuschland und Polen wirklich sich versoehnen, kann man nur wissen, wenn eines Tages die Machtverhaeltnis zwischen der Beiden wechselt."
Träumen sie weiter...bis ans Ende der Welt.
Marek Edelman als Zeitzeuge: das ist jemand, von dessen Erinnerungen und Beispiel andere Menschen lernen könnten, wenn sie denn wollten.
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Schade finde ich nur, dass man hier immer wieder auf Kommentare stößt, aus denen man heraus lesen kann, dass der betreffende Artikel weder gelesen, geschweige denn verstanden wurde.
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Ich kann Ihren Worten nur beipflichten.
Aber es wird leider immer wieder Menschen geben, die Aussagen wie die von Marek Edelmann in dem Artikel mißverstehen - sei es aus Unvermögen oder mit Vorsatz.
kvwupp
Ich kann Ihren Worten nur beipflichten.
Aber es wird leider immer wieder Menschen geben, die Aussagen wie die von Marek Edelmann in dem Artikel mißverstehen - sei es aus Unvermögen oder mit Vorsatz.
kvwupp
Ich kann Ihren Worten nur beipflichten.
Aber es wird leider immer wieder Menschen geben, die Aussagen wie die von Marek Edelmann in dem Artikel mißverstehen - sei es aus Unvermögen oder mit Vorsatz.
kvwupp
...sind heute die, die so über Deutsche und den Krieg sprechen und denken wie sie. Klare Schuldzuweisung, schwarz/weiß, Gut und Böse...jeder kennt diesen Kinderkram.
Es ist soviel passiert, wachen sie auf. Und noch etwas: "Ob Deuschland und Polen wirklich sich versoehnen, kann man nur wissen, wenn eines Tages die Machtverhaeltnis zwischen der Beiden wechselt."
Träumen sie weiter...bis ans Ende der Welt.
Ein sehr bewegender Artikel und trotzdem: Jedes Jahr...wieder und wieder.
Im "besten" Fall handeln wir nach strikter Routine.
Im schlimmsten Fall leiden wir an Fanatismus, nach dem Motto:
"Reißt die Wunden wieder auf!! Wieder und wieder!!! Und wenn wir uns bei dem Aufreissen der Narben so entstellen, dass wir uns nichteinmal mehr selbst im Spiegel ertragen können(wie können wir das dann von anderen verlangen?)!!
Und sollten wir mal daran verbluten...langsam, sehr langsam...dann, naja, dann war es das eben wert. Irgendwelchen toten Juden, Polen, Russen, Deutschen und den vielen anderen zu Liebe...unsere Kinder...egal, legt ihnen die Fesseln der Vergangenheit um...sie verdienen es...sie sind deutsch!!"
Bin 22...LASST MICH ENDLICH IN RUHE!!!!
...aber leider völliger Unsinn, Narben aufreißen, bis wir uns selber nicht mehr erkennen, entstellt sind und uns im Spiegel nicht mehr betrachten können, wo bekommt man solche Formulierungen her?
Schuldzuweisungen an das heutige Deutschland halte ich ebenfalls für Fehl am Platze, die Generation der heute etwa 20 Jährigen hat vom Krieg und seinen Auswirkungen wirklich kaum noch etwas mitbekommen, somit lastet auf unseren Schultern keine Schuld. Vielmehr lastet auf unseren Schultern Verantwortung!
Verantwortung daür, dass soetwas nie mehr geschiet. Das mag ein wenig polemisch klingen, aber so ist das nunmal. Dass jedes Jahr wieder den Opfern des Krieges und des Holocausts gedacht wird, ist nichts, was ich für eine Schuldzuweisung halte, sondern vielmehr eine Errinnerung, auch meine und auch ihre Kinder sollten wissen, was damals 1933 begann und 1945 endete. Es ist und bleibt ein Mahnmal.
Die Zeit für Schuldzuweisungen ist vorrüber, auch ein ewiges "Wir helfen Israel, wegen des Holocausts" kann ich nicht unterstützen, aber das gehört hier nicht hin.
Es darf nur einfach nicht vergessen werden!
Ein Mensch der sich ständig an seine erste Berührung mit der heißen Herdplatte erinnert bekommt nicht gleich wieder Brandblasen. Erinnerung ist dazu da, um schon mal Gelerntes nicht wieder zu vergessen und um angemessener/besser handeln zu können.
Vom Alter kann diese Einsicht nicht abhängen - ich bin nur ein Jahr älter.
Du bist 22, du kannst es nicht mehr hören?
Sag das der NPD, sag das den Skins, sag es den Neonazis, die dieses Land wieder mehr und mehr unterwandern. Sag IHNEN, dass du dich für SIE nicht mehr schämen müssen möchtest. Neonazis sind leider kein Problem von "früher" denn sie werden HEUTE wieder salonfähig.
Und es liegt an uns, an dir und mir, das die Freiheit, in der wir leben dürfen, uns nicht wieder von faschistischen Mördern und Verbrechern aus den Händen genommen wird.
Du hast Recht, für die Vergangenheit kannst du keine Verantwortung tragen, aber für die Zukunft... wer sonst, ausser dir?
...aber leider völliger Unsinn, Narben aufreißen, bis wir uns selber nicht mehr erkennen, entstellt sind und uns im Spiegel nicht mehr betrachten können, wo bekommt man solche Formulierungen her?
Schuldzuweisungen an das heutige Deutschland halte ich ebenfalls für Fehl am Platze, die Generation der heute etwa 20 Jährigen hat vom Krieg und seinen Auswirkungen wirklich kaum noch etwas mitbekommen, somit lastet auf unseren Schultern keine Schuld. Vielmehr lastet auf unseren Schultern Verantwortung!
Verantwortung daür, dass soetwas nie mehr geschiet. Das mag ein wenig polemisch klingen, aber so ist das nunmal. Dass jedes Jahr wieder den Opfern des Krieges und des Holocausts gedacht wird, ist nichts, was ich für eine Schuldzuweisung halte, sondern vielmehr eine Errinnerung, auch meine und auch ihre Kinder sollten wissen, was damals 1933 begann und 1945 endete. Es ist und bleibt ein Mahnmal.
Die Zeit für Schuldzuweisungen ist vorrüber, auch ein ewiges "Wir helfen Israel, wegen des Holocausts" kann ich nicht unterstützen, aber das gehört hier nicht hin.
Es darf nur einfach nicht vergessen werden!
Ein Mensch der sich ständig an seine erste Berührung mit der heißen Herdplatte erinnert bekommt nicht gleich wieder Brandblasen. Erinnerung ist dazu da, um schon mal Gelerntes nicht wieder zu vergessen und um angemessener/besser handeln zu können.
Vom Alter kann diese Einsicht nicht abhängen - ich bin nur ein Jahr älter.
Du bist 22, du kannst es nicht mehr hören?
Sag das der NPD, sag das den Skins, sag es den Neonazis, die dieses Land wieder mehr und mehr unterwandern. Sag IHNEN, dass du dich für SIE nicht mehr schämen müssen möchtest. Neonazis sind leider kein Problem von "früher" denn sie werden HEUTE wieder salonfähig.
Und es liegt an uns, an dir und mir, das die Freiheit, in der wir leben dürfen, uns nicht wieder von faschistischen Mördern und Verbrechern aus den Händen genommen wird.
Du hast Recht, für die Vergangenheit kannst du keine Verantwortung tragen, aber für die Zukunft... wer sonst, ausser dir?
die deutschen haben es mit ihrem einmalig barbarischen, mitleidlosen vernichtungsfeldzug vollbracht, nicht nur als mörderischer feind angesehen, sondern bedingungslos gehasst zu werden. was deutschen in den ost-gebieten nach der niederlage widerfuhr, war folge des hasses und der verrohung, die sie selbst in die welt und über ihre opfer gebracht hatten. wer (z.b. aus dem buch von h.krall) von den schrecken des warschauer ghettos weiß und sich etwa den auftrumpfend-fordernden tonfall in so manchen verlautbarungen des bundes d. vertriebenen oder auch nur bornierte schlußstrich-phrasen wie in #5 (mit 22 könnte man es wirklich besser wissen!) antut, dem wird sich, sofern einigermaßen moralisch gefestigt, der magen umdrehen. deutschland hat nicht nur tod und unterjochung, sondern auch auch brutalisierung und sadistische enthemmung über millionen von menschen gebracht. wer die folgen dieser enthumanisierung den opfern in die schuhe schiebt, hat etwas entscheidendes nicht begriffen.
die deutschen haben es mit ihrem einmalig barbarischen, mitleidlosen vernichtungsfeldzug vollbracht, nicht nur als mörderischer feind angesehen, sondern bedingungslos gehasst zu werden.
Das war einmal.
Wir schreiben mittlerweile das Jahr 2009, und Deutschland ist laut Studien zu einem der beliebtesten Staat der Welt geworden. Hitler folgte übrigens Lenins und Stalins schlechtem Beispiel, von "Einmaligkeit" kann also keine Rede sein, zudem noch die Schreckensregime von Mao und Pol Pot folgten. Mao ist für über 70 Mio. Opfer verantwortlich und Pol Pot tötete ein Viertel seiner eigenen Landsleute (mind. 2. Mio.). Und bereits vor allen genannten ermordeten die Türken bei ihrem Genozid über 1,8 Mio. Armenier.
"Als Stalin die Menschen zu Kannibalen machte - Erst aßen sie
Baumblätter, dann Hunde und Katzen, einige wurden sogar zu
Menschenfressern. Vor 70 Jahren peinigte Stalin die Ukraine mit einer
Massen-Hungersnot. Millionen starben, doch der "Holodomor" war
jahrzehntelang ein Tabu - bis jetzt."
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,458006,00.html
Zwei Seiten derselben Medaille? - Nachtrag zum Historikerstreit: Der
Briefwechsel zwischen François Furet und Ernst Nolte
[...] Auch Stéphane Courtois konstatiert nun in dem französischen "Schwarzbuch": "Die Methoden, die Lenin angewandt und die Stalin und seine Nacheiferer systematisiert haben, erinnern nicht nur an die Methoden der Nazis, sondern gehen diesen oft voran." [...]
http://www.welt.de/print-welt/article645512/Zwei_Seiten_derselben_Med
aille.html
Schwarzbuch des Kommunismus
[...] Was ein verworrenes, neid- und haßgeprägtes Verständnis von "sozialer Gerechtigkeit" anrichten kann, zeigt die Bilanz der Untaten des Kommunismus im 20. Jahrhundert. Nach dem von Stephen Courtois und anderen verfaßten "Schwarzbuch Kommunismus" (1996) gingen 80 bis 100 Millionen Menschen durch Massenmord und indirekte Tötung über Hungerkatastrophen zugrunde. Hätten sie mehr Zeit gehabt, wären die "National-Sozialisten" gewiß auch auf ähnliche Werte gekommen (sie verbuchen etwa 25 Millionen auf ihrem Kerbholz). Es sind eben Kinder derselben Familie: des "Totalitarismus". Ob es nun "Rassen" oder "Klassen" sind, gegen die man sich richtet, ist zweitrangig. [...]
http://www.welt.de/print-...
gementalitaet.html
Das Ritual der Antifaschisten
[...] Aber die Botschaft aus dem Inneren der totalitären beziehungsweise diktatorischen kommunistischen Regime lautet nicht: Unsere Schreckensnachrichten stellen den vorigen Schrecken in den Schatten. Sie stellen neben das vorige Erschrecken ein neues. Ralph Giordano sagte es, in seinem Ostpreußenbuch 1994, so: "Schluß damit, die Ermordeten der beiden größten historischen Gewaltsysteme zu Rivalen zu degradieren - sie waren es weder zu Lebzeiten noch im Tode." [...]
http://www.zeit.de/1998/32/199832.schwarzb.letzte_.xml
die deutschen haben es mit ihrem einmalig barbarischen, mitleidlosen vernichtungsfeldzug vollbracht, nicht nur als mörderischer feind angesehen, sondern bedingungslos gehasst zu werden.
Das war einmal.
Wir schreiben mittlerweile das Jahr 2009, und Deutschland ist laut Studien zu einem der beliebtesten Staat der Welt geworden. Hitler folgte übrigens Lenins und Stalins schlechtem Beispiel, von "Einmaligkeit" kann also keine Rede sein, zudem noch die Schreckensregime von Mao und Pol Pot folgten. Mao ist für über 70 Mio. Opfer verantwortlich und Pol Pot tötete ein Viertel seiner eigenen Landsleute (mind. 2. Mio.). Und bereits vor allen genannten ermordeten die Türken bei ihrem Genozid über 1,8 Mio. Armenier.
"Als Stalin die Menschen zu Kannibalen machte - Erst aßen sie
Baumblätter, dann Hunde und Katzen, einige wurden sogar zu
Menschenfressern. Vor 70 Jahren peinigte Stalin die Ukraine mit einer
Massen-Hungersnot. Millionen starben, doch der "Holodomor" war
jahrzehntelang ein Tabu - bis jetzt."
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,458006,00.html
Zwei Seiten derselben Medaille? - Nachtrag zum Historikerstreit: Der
Briefwechsel zwischen François Furet und Ernst Nolte
[...] Auch Stéphane Courtois konstatiert nun in dem französischen "Schwarzbuch": "Die Methoden, die Lenin angewandt und die Stalin und seine Nacheiferer systematisiert haben, erinnern nicht nur an die Methoden der Nazis, sondern gehen diesen oft voran." [...]
http://www.welt.de/print-welt/article645512/Zwei_Seiten_derselben_Med
aille.html
Schwarzbuch des Kommunismus
[...] Was ein verworrenes, neid- und haßgeprägtes Verständnis von "sozialer Gerechtigkeit" anrichten kann, zeigt die Bilanz der Untaten des Kommunismus im 20. Jahrhundert. Nach dem von Stephen Courtois und anderen verfaßten "Schwarzbuch Kommunismus" (1996) gingen 80 bis 100 Millionen Menschen durch Massenmord und indirekte Tötung über Hungerkatastrophen zugrunde. Hätten sie mehr Zeit gehabt, wären die "National-Sozialisten" gewiß auch auf ähnliche Werte gekommen (sie verbuchen etwa 25 Millionen auf ihrem Kerbholz). Es sind eben Kinder derselben Familie: des "Totalitarismus". Ob es nun "Rassen" oder "Klassen" sind, gegen die man sich richtet, ist zweitrangig. [...]
http://www.welt.de/print-...
gementalitaet.html
Das Ritual der Antifaschisten
[...] Aber die Botschaft aus dem Inneren der totalitären beziehungsweise diktatorischen kommunistischen Regime lautet nicht: Unsere Schreckensnachrichten stellen den vorigen Schrecken in den Schatten. Sie stellen neben das vorige Erschrecken ein neues. Ralph Giordano sagte es, in seinem Ostpreußenbuch 1994, so: "Schluß damit, die Ermordeten der beiden größten historischen Gewaltsysteme zu Rivalen zu degradieren - sie waren es weder zu Lebzeiten noch im Tode." [...]
http://www.zeit.de/1998/32/199832.schwarzb.letzte_.xml
...aber leider völliger Unsinn, Narben aufreißen, bis wir uns selber nicht mehr erkennen, entstellt sind und uns im Spiegel nicht mehr betrachten können, wo bekommt man solche Formulierungen her?
Schuldzuweisungen an das heutige Deutschland halte ich ebenfalls für Fehl am Platze, die Generation der heute etwa 20 Jährigen hat vom Krieg und seinen Auswirkungen wirklich kaum noch etwas mitbekommen, somit lastet auf unseren Schultern keine Schuld. Vielmehr lastet auf unseren Schultern Verantwortung!
Verantwortung daür, dass soetwas nie mehr geschiet. Das mag ein wenig polemisch klingen, aber so ist das nunmal. Dass jedes Jahr wieder den Opfern des Krieges und des Holocausts gedacht wird, ist nichts, was ich für eine Schuldzuweisung halte, sondern vielmehr eine Errinnerung, auch meine und auch ihre Kinder sollten wissen, was damals 1933 begann und 1945 endete. Es ist und bleibt ein Mahnmal.
Die Zeit für Schuldzuweisungen ist vorrüber, auch ein ewiges "Wir helfen Israel, wegen des Holocausts" kann ich nicht unterstützen, aber das gehört hier nicht hin.
Es darf nur einfach nicht vergessen werden!
das ist das typische gerede derer, die bei 'gedenkanlässen' rituell-demutsvoll den kopf senken, aber angesichts aktueller, manifester vernichtungsdrohungen gegen juden geflissentlich das maul halten, phrasen über verantwortung dreschen, aber sich mit wohlfeilen schuldentlastungs- und wir-sind-normal!-formeln aus derselben stehlen.
der schnöde vorwurf des unangebracht 'pathetischen', emotionalen', "unwissenschaftlichen" ist uns übrigens aus den mündern der barings, knopps, mommsens während der sog. 'goldhagen-debatte' noch bestens bekannt - als ob der griff nach dem strohhalm des trivialen 'tatsachenobjektivismus' der einzig angemessene weg der annäherung an die außerbegrifflichen schrecken des nazi-terrors wären!
glücklicherweise verkriecht sich die jüngere generation, der ich mich selbst zurechne, mehrheitlich nicht hinter den schuldumkehr- und opferphantasien, wie Sie und 'Zeitgeist21' sie zum besten geben.
das ist das typische gerede derer, die bei 'gedenkanlässen' rituell-demutsvoll den kopf senken, aber angesichts aktueller, manifester vernichtungsdrohungen gegen juden geflissentlich das maul halten, phrasen über verantwortung dreschen, aber sich mit wohlfeilen schuldentlastungs- und wir-sind-normal!-formeln aus derselben stehlen.
der schnöde vorwurf des unangebracht 'pathetischen', emotionalen', "unwissenschaftlichen" ist uns übrigens aus den mündern der barings, knopps, mommsens während der sog. 'goldhagen-debatte' noch bestens bekannt - als ob der griff nach dem strohhalm des trivialen 'tatsachenobjektivismus' der einzig angemessene weg der annäherung an die außerbegrifflichen schrecken des nazi-terrors wären!
glücklicherweise verkriecht sich die jüngere generation, der ich mich selbst zurechne, mehrheitlich nicht hinter den schuldumkehr- und opferphantasien, wie Sie und 'Zeitgeist21' sie zum besten geben.
das ist das typische gerede derer, die bei 'gedenkanlässen' rituell-demutsvoll den kopf senken, aber angesichts aktueller, manifester vernichtungsdrohungen gegen juden geflissentlich das maul halten, phrasen über verantwortung dreschen, aber sich mit wohlfeilen schuldentlastungs- und wir-sind-normal!-formeln aus derselben stehlen.
der schnöde vorwurf des unangebracht 'pathetischen', emotionalen', "unwissenschaftlichen" ist uns übrigens aus den mündern der barings, knopps, mommsens während der sog. 'goldhagen-debatte' noch bestens bekannt - als ob der griff nach dem strohhalm des trivialen 'tatsachenobjektivismus' der einzig angemessene weg der annäherung an die außerbegrifflichen schrecken des nazi-terrors wären!
glücklicherweise verkriecht sich die jüngere generation, der ich mich selbst zurechne, mehrheitlich nicht hinter den schuldumkehr- und opferphantasien, wie Sie und 'Zeitgeist21' sie zum besten geben.
Vielmehr lastet auf unseren Schultern Verantwortung!
Verantwortung daür, dass soetwas nie mehr geschiet.
Überlesen, hm? Oder wollten Sie es nur überlesen?
Von wegen pathetisch, emotional, unwissenschaftlich: Viele (Laien-)Kritiker der Zeit damals neigen leider zu einer absolut subjektiven und entstellenden Darstellung der Zeit damals. In meinen Augen ist das zwar nachvollziehbar, aber gefährlich, weil andere Gruppen diese Übertreibung dann als "Erfindung" für ihre Propaganda nutzen können.
Wenn man nachhaltig vor Gefahren wie dem Faschismus, Antisemitismus etc. warnen will, dann muss man auch in der Lage sein, diese Dinge sachlich betrachten zu können, sonst macht man sich selbst im Laufe der Zeit unglaubwürdig und das ist das letzte, was man bei so ernsten Themen gebrauchen kann.
Vielmehr lastet auf unseren Schultern Verantwortung!
Verantwortung daür, dass soetwas nie mehr geschiet.
Überlesen, hm? Oder wollten Sie es nur überlesen?
Von wegen pathetisch, emotional, unwissenschaftlich: Viele (Laien-)Kritiker der Zeit damals neigen leider zu einer absolut subjektiven und entstellenden Darstellung der Zeit damals. In meinen Augen ist das zwar nachvollziehbar, aber gefährlich, weil andere Gruppen diese Übertreibung dann als "Erfindung" für ihre Propaganda nutzen können.
Wenn man nachhaltig vor Gefahren wie dem Faschismus, Antisemitismus etc. warnen will, dann muss man auch in der Lage sein, diese Dinge sachlich betrachten zu können, sonst macht man sich selbst im Laufe der Zeit unglaubwürdig und das ist das letzte, was man bei so ernsten Themen gebrauchen kann.
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