Überfall auf Polen 1939 "Fragt mich!"Seite 5/5

Es ist ein warmer Augusttag, die Sonne scheint durch die Fensterscheiben, Marek Edelman zündet sich eine filterlose Zigarette an. »Genug, Schluss jetzt! Hört auf zu quengeln!« Er lässt sich erschöpft auf das Sofa sinken. An der Wand dahinter hängen Gemälde verschiedener Künstler.

Eine letzte Frage. »Herr Edelman, haben Sie ein Lieblingsbild?« Edelman winkt mit dem Arm. Es hängt im anderen Zimmer. Ein kleines Bild in Öl, seine Schwiegertochter hat es gemalt.

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Es zeigt eine verschneite Landschaft in Treblinka, Steine, kahle Bäume, nasse Erde. Mehr nicht.

Diesen Artikel finden Sie als Audiodatei im Premiumbereich unter www.zeit.de/audio

 
Leser-Kommentare
  1. Der Antisemitismus ist ein europaweite verbreitet Phaenome. Sicher haben andere Laender auch mit unerschiedlichem Ausmassen die Juden verfolgt, aber systematische massive Vernichtung der Juden taten nur die Deutschen.

    Heute ist Gedenkentag fuer deutscher Ueberfall an Polen und des Beginn des Holocaust. Deutsche sollen viel mehr an selbst Schuld denken, als die Finger an andere zu zeigen. Der mitgeschwungene kritsche Ton hier einfach unmoeglich.

    Dieser Artikel hat einen falschen Akzent gelegt. Kein Wunder, dass NDP momentan in BRD den Zulauf hat.

    Inzwischen sind Deutsche zu optimistisch fuer die Versoehnungsarbeit mit Polen. Und viele Deutsche finden, die Zeit gekommen ist, dass sie was "zuruckschiessen" koennen.

    Der Leid der vertriebenen Deutsche aus Ostpeussen und Sudeten soll nicht an die Naachbarlaender zugeschrieben werden, sondern an Deutsch selbst, genau wie ein Moerder nicht die Totverurteilung gegen ihn als Mord , ein Verbrecher nicht die Freiheitsstraf als Einschraenkung seines Menschenrechtes bezeichnen darf.

    Man soll nicht Ursache und Resultat verwechseln.

    Ob Deuschland und Polen wirklich sich versoehnen, kann man nur wissen, wenn eines Tages die Machtverhaeltnis zwischen der Beiden wechselt.

    Anwaerter "Bundespreis fuer Online Literatur"
    Runzheim in Google

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    ...sind heute die, die so über Deutsche und den Krieg sprechen und denken wie sie. Klare Schuldzuweisung, schwarz/weiß, Gut und Böse...jeder kennt diesen Kinderkram.
    Es ist soviel passiert, wachen sie auf. Und noch etwas: "Ob Deuschland und Polen wirklich sich versoehnen, kann man nur wissen, wenn eines Tages die Machtverhaeltnis zwischen der Beiden wechselt."

    Träumen sie weiter...bis ans Ende der Welt.

    ...sind heute die, die so über Deutsche und den Krieg sprechen und denken wie sie. Klare Schuldzuweisung, schwarz/weiß, Gut und Böse...jeder kennt diesen Kinderkram.
    Es ist soviel passiert, wachen sie auf. Und noch etwas: "Ob Deuschland und Polen wirklich sich versoehnen, kann man nur wissen, wenn eines Tages die Machtverhaeltnis zwischen der Beiden wechselt."

    Träumen sie weiter...bis ans Ende der Welt.

  2. Marek Edelman als Zeitzeuge: das ist jemand, von dessen Erinnerungen und Beispiel andere Menschen lernen könnten, wenn sie denn wollten.
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    Schade finde ich nur, dass man hier immer wieder auf Kommentare stößt, aus denen man heraus lesen kann, dass der betreffende Artikel weder gelesen, geschweige denn verstanden wurde.
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    • kvwupp
    • 01.09.2009 um 17:45 Uhr

    Ich kann Ihren Worten nur beipflichten.

    Aber es wird leider immer wieder Menschen geben, die Aussagen wie die von Marek Edelmann in dem Artikel mißverstehen - sei es aus Unvermögen oder mit Vorsatz.

    kvwupp

    • kvwupp
    • 01.09.2009 um 17:45 Uhr

    Ich kann Ihren Worten nur beipflichten.

    Aber es wird leider immer wieder Menschen geben, die Aussagen wie die von Marek Edelmann in dem Artikel mißverstehen - sei es aus Unvermögen oder mit Vorsatz.

    kvwupp

    • kvwupp
    • 01.09.2009 um 17:45 Uhr

    Ich kann Ihren Worten nur beipflichten.

    Aber es wird leider immer wieder Menschen geben, die Aussagen wie die von Marek Edelmann in dem Artikel mißverstehen - sei es aus Unvermögen oder mit Vorsatz.

    kvwupp

  3. ...sind heute die, die so über Deutsche und den Krieg sprechen und denken wie sie. Klare Schuldzuweisung, schwarz/weiß, Gut und Böse...jeder kennt diesen Kinderkram.
    Es ist soviel passiert, wachen sie auf. Und noch etwas: "Ob Deuschland und Polen wirklich sich versoehnen, kann man nur wissen, wenn eines Tages die Machtverhaeltnis zwischen der Beiden wechselt."

    Träumen sie weiter...bis ans Ende der Welt.

    Antwort auf "falscher Akzent"
  4. Ein sehr bewegender Artikel und trotzdem: Jedes Jahr...wieder und wieder.
    Im "besten" Fall handeln wir nach strikter Routine.
    Im schlimmsten Fall leiden wir an Fanatismus, nach dem Motto:
    "Reißt die Wunden wieder auf!! Wieder und wieder!!! Und wenn wir uns bei dem Aufreissen der Narben so entstellen, dass wir uns nichteinmal mehr selbst im Spiegel ertragen können(wie können wir das dann von anderen verlangen?)!!

    Und sollten wir mal daran verbluten...langsam, sehr langsam...dann, naja, dann war es das eben wert. Irgendwelchen toten Juden, Polen, Russen, Deutschen und den vielen anderen zu Liebe...unsere Kinder...egal, legt ihnen die Fesseln der Vergangenheit um...sie verdienen es...sie sind deutsch!!"

    Bin 22...LASST MICH ENDLICH IN RUHE!!!!

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    ...aber leider völliger Unsinn, Narben aufreißen, bis wir uns selber nicht mehr erkennen, entstellt sind und uns im Spiegel nicht mehr betrachten können, wo bekommt man solche Formulierungen her?
    Schuldzuweisungen an das heutige Deutschland halte ich ebenfalls für Fehl am Platze, die Generation der heute etwa 20 Jährigen hat vom Krieg und seinen Auswirkungen wirklich kaum noch etwas mitbekommen, somit lastet auf unseren Schultern keine Schuld. Vielmehr lastet auf unseren Schultern Verantwortung!
    Verantwortung daür, dass soetwas nie mehr geschiet. Das mag ein wenig polemisch klingen, aber so ist das nunmal. Dass jedes Jahr wieder den Opfern des Krieges und des Holocausts gedacht wird, ist nichts, was ich für eine Schuldzuweisung halte, sondern vielmehr eine Errinnerung, auch meine und auch ihre Kinder sollten wissen, was damals 1933 begann und 1945 endete. Es ist und bleibt ein Mahnmal.
    Die Zeit für Schuldzuweisungen ist vorrüber, auch ein ewiges "Wir helfen Israel, wegen des Holocausts" kann ich nicht unterstützen, aber das gehört hier nicht hin.
    Es darf nur einfach nicht vergessen werden!

    Ein Mensch der sich ständig an seine erste Berührung mit der heißen Herdplatte erinnert bekommt nicht gleich wieder Brandblasen. Erinnerung ist dazu da, um schon mal Gelerntes nicht wieder zu vergessen und um angemessener/besser handeln zu können.

    Vom Alter kann diese Einsicht nicht abhängen - ich bin nur ein Jahr älter.

    Du bist 22, du kannst es nicht mehr hören?
    Sag das der NPD, sag das den Skins, sag es den Neonazis, die dieses Land wieder mehr und mehr unterwandern. Sag IHNEN, dass du dich für SIE nicht mehr schämen müssen möchtest. Neonazis sind leider kein Problem von "früher" denn sie werden HEUTE wieder salonfähig.
    Und es liegt an uns, an dir und mir, das die Freiheit, in der wir leben dürfen, uns nicht wieder von faschistischen Mördern und Verbrechern aus den Händen genommen wird.

    Du hast Recht, für die Vergangenheit kannst du keine Verantwortung tragen, aber für die Zukunft... wer sonst, ausser dir?

    ...aber leider völliger Unsinn, Narben aufreißen, bis wir uns selber nicht mehr erkennen, entstellt sind und uns im Spiegel nicht mehr betrachten können, wo bekommt man solche Formulierungen her?
    Schuldzuweisungen an das heutige Deutschland halte ich ebenfalls für Fehl am Platze, die Generation der heute etwa 20 Jährigen hat vom Krieg und seinen Auswirkungen wirklich kaum noch etwas mitbekommen, somit lastet auf unseren Schultern keine Schuld. Vielmehr lastet auf unseren Schultern Verantwortung!
    Verantwortung daür, dass soetwas nie mehr geschiet. Das mag ein wenig polemisch klingen, aber so ist das nunmal. Dass jedes Jahr wieder den Opfern des Krieges und des Holocausts gedacht wird, ist nichts, was ich für eine Schuldzuweisung halte, sondern vielmehr eine Errinnerung, auch meine und auch ihre Kinder sollten wissen, was damals 1933 begann und 1945 endete. Es ist und bleibt ein Mahnmal.
    Die Zeit für Schuldzuweisungen ist vorrüber, auch ein ewiges "Wir helfen Israel, wegen des Holocausts" kann ich nicht unterstützen, aber das gehört hier nicht hin.
    Es darf nur einfach nicht vergessen werden!

    Ein Mensch der sich ständig an seine erste Berührung mit der heißen Herdplatte erinnert bekommt nicht gleich wieder Brandblasen. Erinnerung ist dazu da, um schon mal Gelerntes nicht wieder zu vergessen und um angemessener/besser handeln zu können.

    Vom Alter kann diese Einsicht nicht abhängen - ich bin nur ein Jahr älter.

    Du bist 22, du kannst es nicht mehr hören?
    Sag das der NPD, sag das den Skins, sag es den Neonazis, die dieses Land wieder mehr und mehr unterwandern. Sag IHNEN, dass du dich für SIE nicht mehr schämen müssen möchtest. Neonazis sind leider kein Problem von "früher" denn sie werden HEUTE wieder salonfähig.
    Und es liegt an uns, an dir und mir, das die Freiheit, in der wir leben dürfen, uns nicht wieder von faschistischen Mördern und Verbrechern aus den Händen genommen wird.

    Du hast Recht, für die Vergangenheit kannst du keine Verantwortung tragen, aber für die Zukunft... wer sonst, ausser dir?

  5. die deutschen haben es mit ihrem einmalig barbarischen, mitleidlosen vernichtungsfeldzug vollbracht, nicht nur als mörderischer feind angesehen, sondern bedingungslos gehasst zu werden. was deutschen in den ost-gebieten nach der niederlage widerfuhr, war folge des hasses und der verrohung, die sie selbst in die welt und über ihre opfer gebracht hatten. wer (z.b. aus dem buch von h.krall) von den schrecken des warschauer ghettos weiß und sich etwa den auftrumpfend-fordernden tonfall in so manchen verlautbarungen des bundes d. vertriebenen oder auch nur bornierte schlußstrich-phrasen wie in #5 (mit 22 könnte man es wirklich besser wissen!) antut, dem wird sich, sofern einigermaßen moralisch gefestigt, der magen umdrehen. deutschland hat nicht nur tod und unterjochung, sondern auch auch brutalisierung und sadistische enthemmung über millionen von menschen gebracht. wer die folgen dieser enthumanisierung den opfern in die schuhe schiebt, hat etwas entscheidendes nicht begriffen.

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    die deutschen haben es mit ihrem einmalig barbarischen, mitleidlosen vernichtungsfeldzug vollbracht, nicht nur als mörderischer feind angesehen, sondern bedingungslos gehasst zu werden.

    Das war einmal.

    Wir schreiben mittlerweile das Jahr 2009, und Deutschland ist laut Studien zu einem der beliebtesten Staat der Welt geworden. Hitler folgte übrigens Lenins und Stalins schlechtem Beispiel, von "Einmaligkeit" kann also keine Rede sein, zudem noch die Schreckensregime von Mao und Pol Pot folgten. Mao ist für über 70 Mio. Opfer verantwortlich und Pol Pot tötete ein Viertel seiner eigenen Landsleute (mind. 2. Mio.). Und bereits vor allen genannten ermordeten die Türken bei ihrem Genozid über 1,8 Mio. Armenier.

    "Als Stalin die Menschen zu Kannibalen machte - Erst aßen sie
    Baumblätter, dann Hunde und Katzen, einige wurden sogar zu
    Menschenfressern. Vor 70 Jahren peinigte Stalin die Ukraine mit einer
    Massen-Hungersnot. Millionen starben, doch der "Holodomor" war
    jahrzehntelang ein Tabu - bis jetzt."

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,458006,00.html

    Zwei Seiten derselben Medaille? - Nachtrag zum Historikerstreit: Der
    Briefwechsel zwischen François Furet und Ernst Nolte
    [...] Auch Stéphane Courtois konstatiert nun in dem französischen "Schwarzbuch": "Die Methoden, die Lenin angewandt und die Stalin und seine Nacheiferer systematisiert haben, erinnern nicht nur an die Methoden der Nazis, sondern gehen diesen oft voran." [...]

    http://www.welt.de/print-welt/article645512/Zwei_Seiten_derselben_Med
    aille.html

    Schwarzbuch des Kommunismus
    [...] Was ein verworrenes, neid- und haßgeprägtes Verständnis von "sozialer Gerechtigkeit" anrichten kann, zeigt die Bilanz der Untaten des Kommunismus im 20. Jahrhundert. Nach dem von Stephen Courtois und anderen verfaßten "Schwarzbuch Kommunismus" (1996) gingen 80 bis 100 Millionen Menschen durch Massenmord und indirekte Tötung über Hungerkatastrophen zugrunde. Hätten sie mehr Zeit gehabt, wären die "National-Sozialisten" gewiß auch auf ähnliche Werte gekommen (sie verbuchen etwa 25 Millionen auf ihrem Kerbholz). Es sind eben Kinder derselben Familie: des "Totalitarismus". Ob es nun "Rassen" oder "Klassen" sind, gegen die man sich richtet, ist zweitrangig. [...]

    http://www.welt.de/print-...
    gementalitaet.html

    Das Ritual der Antifaschisten
    [...] Aber die Botschaft aus dem Inneren der totalitären beziehungsweise diktatorischen kommunistischen Regime lautet nicht: Unsere Schreckensnachrichten stellen den vorigen Schrecken in den Schatten. Sie stellen neben das vorige Erschrecken ein neues. Ralph Giordano sagte es, in seinem Ostpreußenbuch 1994, so: "Schluß damit, die Ermordeten der beiden größten historischen Gewaltsysteme zu Rivalen zu degradieren - sie waren es weder zu Lebzeiten noch im Tode." [...]

    http://www.zeit.de/1998/32/199832.schwarzb.letzte_.xml

    die deutschen haben es mit ihrem einmalig barbarischen, mitleidlosen vernichtungsfeldzug vollbracht, nicht nur als mörderischer feind angesehen, sondern bedingungslos gehasst zu werden.

    Das war einmal.

    Wir schreiben mittlerweile das Jahr 2009, und Deutschland ist laut Studien zu einem der beliebtesten Staat der Welt geworden. Hitler folgte übrigens Lenins und Stalins schlechtem Beispiel, von "Einmaligkeit" kann also keine Rede sein, zudem noch die Schreckensregime von Mao und Pol Pot folgten. Mao ist für über 70 Mio. Opfer verantwortlich und Pol Pot tötete ein Viertel seiner eigenen Landsleute (mind. 2. Mio.). Und bereits vor allen genannten ermordeten die Türken bei ihrem Genozid über 1,8 Mio. Armenier.

    "Als Stalin die Menschen zu Kannibalen machte - Erst aßen sie
    Baumblätter, dann Hunde und Katzen, einige wurden sogar zu
    Menschenfressern. Vor 70 Jahren peinigte Stalin die Ukraine mit einer
    Massen-Hungersnot. Millionen starben, doch der "Holodomor" war
    jahrzehntelang ein Tabu - bis jetzt."

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,458006,00.html

    Zwei Seiten derselben Medaille? - Nachtrag zum Historikerstreit: Der
    Briefwechsel zwischen François Furet und Ernst Nolte
    [...] Auch Stéphane Courtois konstatiert nun in dem französischen "Schwarzbuch": "Die Methoden, die Lenin angewandt und die Stalin und seine Nacheiferer systematisiert haben, erinnern nicht nur an die Methoden der Nazis, sondern gehen diesen oft voran." [...]

    http://www.welt.de/print-welt/article645512/Zwei_Seiten_derselben_Med
    aille.html

    Schwarzbuch des Kommunismus
    [...] Was ein verworrenes, neid- und haßgeprägtes Verständnis von "sozialer Gerechtigkeit" anrichten kann, zeigt die Bilanz der Untaten des Kommunismus im 20. Jahrhundert. Nach dem von Stephen Courtois und anderen verfaßten "Schwarzbuch Kommunismus" (1996) gingen 80 bis 100 Millionen Menschen durch Massenmord und indirekte Tötung über Hungerkatastrophen zugrunde. Hätten sie mehr Zeit gehabt, wären die "National-Sozialisten" gewiß auch auf ähnliche Werte gekommen (sie verbuchen etwa 25 Millionen auf ihrem Kerbholz). Es sind eben Kinder derselben Familie: des "Totalitarismus". Ob es nun "Rassen" oder "Klassen" sind, gegen die man sich richtet, ist zweitrangig. [...]

    http://www.welt.de/print-...
    gementalitaet.html

    Das Ritual der Antifaschisten
    [...] Aber die Botschaft aus dem Inneren der totalitären beziehungsweise diktatorischen kommunistischen Regime lautet nicht: Unsere Schreckensnachrichten stellen den vorigen Schrecken in den Schatten. Sie stellen neben das vorige Erschrecken ein neues. Ralph Giordano sagte es, in seinem Ostpreußenbuch 1994, so: "Schluß damit, die Ermordeten der beiden größten historischen Gewaltsysteme zu Rivalen zu degradieren - sie waren es weder zu Lebzeiten noch im Tode." [...]

    http://www.zeit.de/1998/32/199832.schwarzb.letzte_.xml

  6. ...aber leider völliger Unsinn, Narben aufreißen, bis wir uns selber nicht mehr erkennen, entstellt sind und uns im Spiegel nicht mehr betrachten können, wo bekommt man solche Formulierungen her?
    Schuldzuweisungen an das heutige Deutschland halte ich ebenfalls für Fehl am Platze, die Generation der heute etwa 20 Jährigen hat vom Krieg und seinen Auswirkungen wirklich kaum noch etwas mitbekommen, somit lastet auf unseren Schultern keine Schuld. Vielmehr lastet auf unseren Schultern Verantwortung!
    Verantwortung daür, dass soetwas nie mehr geschiet. Das mag ein wenig polemisch klingen, aber so ist das nunmal. Dass jedes Jahr wieder den Opfern des Krieges und des Holocausts gedacht wird, ist nichts, was ich für eine Schuldzuweisung halte, sondern vielmehr eine Errinnerung, auch meine und auch ihre Kinder sollten wissen, was damals 1933 begann und 1945 endete. Es ist und bleibt ein Mahnmal.
    Die Zeit für Schuldzuweisungen ist vorrüber, auch ein ewiges "Wir helfen Israel, wegen des Holocausts" kann ich nicht unterstützen, aber das gehört hier nicht hin.
    Es darf nur einfach nicht vergessen werden!

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    das ist das typische gerede derer, die bei 'gedenkanlässen' rituell-demutsvoll den kopf senken, aber angesichts aktueller, manifester vernichtungsdrohungen gegen juden geflissentlich das maul halten, phrasen über verantwortung dreschen, aber sich mit wohlfeilen schuldentlastungs- und wir-sind-normal!-formeln aus derselben stehlen.
    der schnöde vorwurf des unangebracht 'pathetischen', emotionalen', "unwissenschaftlichen" ist uns übrigens aus den mündern der barings, knopps, mommsens während der sog. 'goldhagen-debatte' noch bestens bekannt - als ob der griff nach dem strohhalm des trivialen 'tatsachenobjektivismus' der einzig angemessene weg der annäherung an die außerbegrifflichen schrecken des nazi-terrors wären!
    glücklicherweise verkriecht sich die jüngere generation, der ich mich selbst zurechne, mehrheitlich nicht hinter den schuldumkehr- und opferphantasien, wie Sie und 'Zeitgeist21' sie zum besten geben.

    das ist das typische gerede derer, die bei 'gedenkanlässen' rituell-demutsvoll den kopf senken, aber angesichts aktueller, manifester vernichtungsdrohungen gegen juden geflissentlich das maul halten, phrasen über verantwortung dreschen, aber sich mit wohlfeilen schuldentlastungs- und wir-sind-normal!-formeln aus derselben stehlen.
    der schnöde vorwurf des unangebracht 'pathetischen', emotionalen', "unwissenschaftlichen" ist uns übrigens aus den mündern der barings, knopps, mommsens während der sog. 'goldhagen-debatte' noch bestens bekannt - als ob der griff nach dem strohhalm des trivialen 'tatsachenobjektivismus' der einzig angemessene weg der annäherung an die außerbegrifflichen schrecken des nazi-terrors wären!
    glücklicherweise verkriecht sich die jüngere generation, der ich mich selbst zurechne, mehrheitlich nicht hinter den schuldumkehr- und opferphantasien, wie Sie und 'Zeitgeist21' sie zum besten geben.

  7. 8. --

    das ist das typische gerede derer, die bei 'gedenkanlässen' rituell-demutsvoll den kopf senken, aber angesichts aktueller, manifester vernichtungsdrohungen gegen juden geflissentlich das maul halten, phrasen über verantwortung dreschen, aber sich mit wohlfeilen schuldentlastungs- und wir-sind-normal!-formeln aus derselben stehlen.
    der schnöde vorwurf des unangebracht 'pathetischen', emotionalen', "unwissenschaftlichen" ist uns übrigens aus den mündern der barings, knopps, mommsens während der sog. 'goldhagen-debatte' noch bestens bekannt - als ob der griff nach dem strohhalm des trivialen 'tatsachenobjektivismus' der einzig angemessene weg der annäherung an die außerbegrifflichen schrecken des nazi-terrors wären!
    glücklicherweise verkriecht sich die jüngere generation, der ich mich selbst zurechne, mehrheitlich nicht hinter den schuldumkehr- und opferphantasien, wie Sie und 'Zeitgeist21' sie zum besten geben.

    Antwort auf "Sehr Pathetisch...."
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    Vielmehr lastet auf unseren Schultern Verantwortung!
    Verantwortung daür, dass soetwas nie mehr geschiet.

    Überlesen, hm? Oder wollten Sie es nur überlesen?

    Von wegen pathetisch, emotional, unwissenschaftlich: Viele (Laien-)Kritiker der Zeit damals neigen leider zu einer absolut subjektiven und entstellenden Darstellung der Zeit damals. In meinen Augen ist das zwar nachvollziehbar, aber gefährlich, weil andere Gruppen diese Übertreibung dann als "Erfindung" für ihre Propaganda nutzen können.
    Wenn man nachhaltig vor Gefahren wie dem Faschismus, Antisemitismus etc. warnen will, dann muss man auch in der Lage sein, diese Dinge sachlich betrachten zu können, sonst macht man sich selbst im Laufe der Zeit unglaubwürdig und das ist das letzte, was man bei so ernsten Themen gebrauchen kann.

    Vielmehr lastet auf unseren Schultern Verantwortung!
    Verantwortung daür, dass soetwas nie mehr geschiet.

    Überlesen, hm? Oder wollten Sie es nur überlesen?

    Von wegen pathetisch, emotional, unwissenschaftlich: Viele (Laien-)Kritiker der Zeit damals neigen leider zu einer absolut subjektiven und entstellenden Darstellung der Zeit damals. In meinen Augen ist das zwar nachvollziehbar, aber gefährlich, weil andere Gruppen diese Übertreibung dann als "Erfindung" für ihre Propaganda nutzen können.
    Wenn man nachhaltig vor Gefahren wie dem Faschismus, Antisemitismus etc. warnen will, dann muss man auch in der Lage sein, diese Dinge sachlich betrachten zu können, sonst macht man sich selbst im Laufe der Zeit unglaubwürdig und das ist das letzte, was man bei so ernsten Themen gebrauchen kann.

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