Netanjahu in Berlin Ein wenig entspanntes Treffen
Der Streit der israelischen Regierung mit Schweden geht alle EU-Staaten etwas an. Auch Kanzlerin Merkel, die Premier Netanjahu in Berlin empfing
© John McDougal/AFP/Getty Images

Es gibt kritische Themen zu besprechen: Israels Premier Netanjahu zu Besuch bei Kanzlerin Merkel in Berlin
Benjamin Netanjahu besucht Berlin. Ein israelischer Ministerpräsident im Kanzleramt, das könnte 44 Jahre nach Aufnahme deutsch-israelischer Beziehungen eine entspannt- freundschaftliche Übung sein. Ist es aber nicht, und das liegt an Netanjahu. Der Mann und sein rechtsauslegendes Kabinett liegen in offener Schlacht mit der schwedischen Regierung. Dieser Streit geht alle EU-Staaten etwas an, denn die Schweden führen seit Juli als Ratspräsidenten die europäischen Geschäfte.
Israelische Minister zeihen die Schweden der »Blutlüge«, sie halten ihnen »Schweigen während des Holocaust« vor, Netanjahu persönlich fordert von Schwedens Regierung die »Verurteilung« einer schwedischen Zeitung. Ganz schweres Geschütz, das zweierlei offenbart: Europa wird es mit der neuen Regierung in Westjerusalem alles andere als leicht haben. Israel tut sich derzeit schwer mit seinen freiheitlichen Prinzipien.
Die Geschichte des Zwists ist schnell erzählt. Am Anfang steht ein Artikel der schwedischen Boulevardgazette Aftonbladet, in welcher der freie Autor Daniel Boström unterstellt, dass israelische Soldaten Organe toter Palästinenser stehlen würden. Eine Räuberpistole auf Seite zwei des Kulturteils, die viele Israelis empört. Zu Recht, denn Boström arbeitet mit sechzehn Jahre alten Indizien, Belege fehlen. Ein kurzer Brief der israelischen Botschaft in Stockholm, vielleicht eine Gegendarstellung in der Zeitung wäre angemessen gewesen.
Stattdessen: eine Art Neuauflage des Karikaturenstreits. Der Kampf der Kulturseiten. Der Zusammenprall der Staatsspitzen. Während israelische und schwedische Schreiber aufeinander eindreschen, beschimpfen israelische Minister die Schweden. Vor der schwedischen Botschaft in Tel Aviv laufen Demonstranten auf, im Internet formieren sich die Empörten, die nun Ikea boykottieren wollen. Absolut Vodka in den Bars von Tel Aviv könnte als Nächstes drankommen. »Wie kindisch sind wir?«, fragt die israelische Zeitung Yedioth Ahronoth.
Vielleicht ist es doch ein Spiel für Erwachsene. Netanjahu und sein Kabinett haben ein Problem mit dem schwedischen Außenminister Carl Bildt, einem nicht auf den Mund gefallenen Kritiker starrköpfig ausgefallener israelischer Politik. Als Bildt im Frühling sagte, ein Nahostfrieden ohne Einbeziehung der islamistischen Hamas sei ebenso illusorisch wie Frieden ohne Netanjahu, da fühlte sich Letzterer schon ob des Vergleichs beleidigt.
- Datum 04.09.2009 - 16:24 Uhr
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- Serie opi
- Quelle DIE ZEIT, 27.08.2009 Nr. 36
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auch Israel muß sich öffentliche Kritik gefallen lassen aber nicht beugen. In dem Fall müßsten für eine solche Unterstellung auch Beweise auftauchen ansonsten wird der Kritiker zum aggressiven Verleumder.
dann sollte man daran arbeiten:
"...Zu Recht, denn Boström arbeitet mit sechzehn Jahre alten Indizien, Belege fehlen...."
Zu dumm, daß das Problem durch die tolle Diplomatie Netaniahus gelößt werden soll. Das hilft nämlich nur kurzfristig- so meine ich.
Ein guter Artikel, der die Position der israelischen Regierung in der Frage kritisch beleuchtet ohne außen vor zu lassen, dass der Artikel in der "Aftonbladet" unhaltbar ist. Die Reaktionen aber sind vollkommen überzogen und die Holocaustvergleiche unappetitlich. Als Israeli würde ich mich ebenfalls dafür schämen.
MfG aus dem Pott
LB
Ein guter Artikel, der die Position der israelischen Regierung in der Frage kritisch beleuchtet ohne außen vor zu lassen, dass der Artikel in der "Aftonbladet" unhaltbar ist. Die Reaktionen aber sind vollkommen überzogen und die Holocaustvergleiche unappetitlich. Als Israeli würde ich mich ebenfalls dafür schämen.
MfG aus dem Pott
LB
Ein guter Artikel, der die Position der israelischen Regierung in der Frage kritisch beleuchtet ohne außen vor zu lassen, dass der Artikel in der "Aftonbladet" unhaltbar ist. Die Reaktionen aber sind vollkommen überzogen und die Holocaustvergleiche unappetitlich. Als Israeli würde ich mich ebenfalls dafür schämen.
MfG aus dem Pott
LB
Da werden sich die "Israelkritiker" unter den Lesern aber freuen, so etwas zu lesen zu bekommen. Daß der Autor so leichtfertig über die Bedrohung Israels durch den Iran hinweggeht, ist unfaßbar. Ich möchte mal wissen, wie die Deutschen reagieren würden, wenn sie auf der Abschußliste eines Terrorstaates stünden, der im Begriff ist, eine Atombombe zu basteln.
Im übrigen vermittelt der Artikel den Eindruck, daß Israels Siedlungspolitik schuld daran sei, daß es mit dem Frieden in Nahost nicht klappt. Tatsache ist aber, daß es mit einem Frieden solange nicht klappen wird, wie die Palästinenser das Existenzrecht Israels nicht anerkennen. Es ist allgemein bekannt, daß die Hamas dies niemals tun will, und daß Hamas vom Iran unterstützt wird. Das sind die wahren Probleme im Nahostkonflikt.
Unsäglich ist auch die Darstellung der Verstimmung zwischen Israel und Schweden. Wer sich über die Hintergründe kundig machen will, ist beim Kölner Stadt-Anzeiger besser aufgehoben: http://www.ksta.de/html/a...
nirgend steht in dem artikel geschrieben, dass die israelische siedlungspolitik die einzige ursache des konfliktes ist. sicher haben Sie recht, dass die palästinenser das existenzrecht israels anerkennen müssen. aber dass sie das - momentan - noch nicht tun (was die zukunft bringt wissen Sie genausowenig wie irgendjemand anderes...) ist keine rechtfertigung für die auf keinerlei rechtsgrundlage stehende siedlungspolitik!
davon abgesehen geht es in dem artikel darum, mit welchen mitteln israel auf kritik reagiert.
und dass die kritik in diesem fall mehr als vage ist wurde auch gesagt.
und wer nicht nur ausnahmsweise heute mal zeitung liest, der wird schon bemerkt haben - oder noch bemerken - dass die israelische führung mit kritik generell ein problem hat...
und das wird sich - meiner persönlichen, ganz unbedeutenden - meinung nach auch nicht ändern, solange man sich für "das auserwählte volk gottes" hält...
und solange wird es auch keinen frieden geben.
was nicht heisst, dass sich nicht auch auf seiten der palästinenser einiges ändern muss!
"Ich möchte mal wissen, wie die Deutschen reagieren würden, wenn sie auf der Abschußliste eines Terrorstaates stünden, der im Begriff ist, eine Atombombe zu basteln."
Darauf könnte es nur eine Antwort geben: energische Lichterketten bis zum endgültigen Weltfrieden, Gewalt ist schließlich keine Lösung.
Und wenn das noch nicht hilft, finanziert die Zeit bestimmt einen Aufstand der Anständigen.
nirgend steht in dem artikel geschrieben, dass die israelische siedlungspolitik die einzige ursache des konfliktes ist. sicher haben Sie recht, dass die palästinenser das existenzrecht israels anerkennen müssen. aber dass sie das - momentan - noch nicht tun (was die zukunft bringt wissen Sie genausowenig wie irgendjemand anderes...) ist keine rechtfertigung für die auf keinerlei rechtsgrundlage stehende siedlungspolitik!
davon abgesehen geht es in dem artikel darum, mit welchen mitteln israel auf kritik reagiert.
und dass die kritik in diesem fall mehr als vage ist wurde auch gesagt.
und wer nicht nur ausnahmsweise heute mal zeitung liest, der wird schon bemerkt haben - oder noch bemerken - dass die israelische führung mit kritik generell ein problem hat...
und das wird sich - meiner persönlichen, ganz unbedeutenden - meinung nach auch nicht ändern, solange man sich für "das auserwählte volk gottes" hält...
und solange wird es auch keinen frieden geben.
was nicht heisst, dass sich nicht auch auf seiten der palästinenser einiges ändern muss!
"Ich möchte mal wissen, wie die Deutschen reagieren würden, wenn sie auf der Abschußliste eines Terrorstaates stünden, der im Begriff ist, eine Atombombe zu basteln."
Darauf könnte es nur eine Antwort geben: energische Lichterketten bis zum endgültigen Weltfrieden, Gewalt ist schließlich keine Lösung.
Und wenn das noch nicht hilft, finanziert die Zeit bestimmt einen Aufstand der Anständigen.
"eine art neuauflage des karikaturen-streits"? wer die erregung der israelis über die massenmediale verbreitung antisemitischer verleumdungen im stil mittelalterlicher ritualmord- und blutsäufer-legenden mit der inszenierten empörung und den blutigen ausschreitungen, anschlägen und morddrohungen durchgeknallter extremisten anlässlich des abdrucks einiger mohammed-bildchen (die flagge der pressefreiheit hing in schweden seinerzeit übr. ausgesprochen tief) vergleicht, muss schon ein ziemlich schräges welt- und geschichtsbild haben. milde ausgedrückt.
(Anmerkung: Bitte formulieren Sie Ihre Kritik sachlich und tragen Sie zu einer ebensolchen Debatte bei. Die Redaktion/jk)
für Betty Ford. Man sollte aber die Oberflächlichkeit der meisten Journalisten nicht unterschätzen. Ein wenig nachdenken hätte sicher zur Erkenntnis geführt, daß die von "Aftonbladet" verbreitete Blut-Legende von viel viel schlimmerer Art ist, als die Karikaturen aus "Jyllandsposten", unter welche man übrigens erst noch ein paar Fälschungen mischen mußte, um den Volkszorn anzuheizen. Die Frage ist, wie man in einer freien Gesellschaft solche Sauereien unterbinden kann.
Das heißt übrigens nicht, daß ich Netanjahus Politik richtig finde. Aber deshalb kann man doch nicht solche Propaganda aus der antisemitischen Mottenkiste akzeptieren.
für Betty Ford. Man sollte aber die Oberflächlichkeit der meisten Journalisten nicht unterschätzen. Ein wenig nachdenken hätte sicher zur Erkenntnis geführt, daß die von "Aftonbladet" verbreitete Blut-Legende von viel viel schlimmerer Art ist, als die Karikaturen aus "Jyllandsposten", unter welche man übrigens erst noch ein paar Fälschungen mischen mußte, um den Volkszorn anzuheizen. Die Frage ist, wie man in einer freien Gesellschaft solche Sauereien unterbinden kann.
Das heißt übrigens nicht, daß ich Netanjahus Politik richtig finde. Aber deshalb kann man doch nicht solche Propaganda aus der antisemitischen Mottenkiste akzeptieren.
Wenn in Europa wegen der Besatzung und ihren Folgen (Besetzung, Landname, Demütigungen, Verweigerung der allgemeinen Bürger- und Menschenrechte seit 1967)
zum Boykott israelischer Produkte aufgerufen wird, wird immer wieder gern ein Zusammenhang zwischen dem historischen "Kauft nicht bei Juden" hergestellt - und damit den Menschen in Europa, die sich mit den Palästinensern solidarisieren und die Besatzung anprangern, Antisemitismus unterstellt.
.
Mit "Kauft nicht bei Schweden" haben die gleichen Kreise aber kein Problem.
Sämtliche Gutmenschen ereifern sich über die Israelische Besiedlung in der West Bank, aber niemand interessiert sich für die polnische Besiedlung in Schlesien, Westpreußen und Pommern, die tschechische Besiedlung des Sudetenlandes oder die französische Besiedlung von Elsaß und Lothringen.
Die Heimatstadt Immanuel Kants heißt heute Kaliningrad und dort leben 0 Deutsche.
Es wird keine Gelegenheit ausgelassen gegen die Israelis zu hetzen, aber es passierte Schlimmeres vor unsere Haustür.
Sämtliche Gutmenschen ereifern sich über die Israelische Besiedlung in der West Bank, aber niemand interessiert sich für die polnische Besiedlung in Schlesien, Westpreußen und Pommern, die tschechische Besiedlung des Sudetenlandes oder die französische Besiedlung von Elsaß und Lothringen.
Die Heimatstadt Immanuel Kants heißt heute Kaliningrad und dort leben 0 Deutsche.
Es wird keine Gelegenheit ausgelassen gegen die Israelis zu hetzen, aber es passierte Schlimmeres vor unsere Haustür.
Der Artikel ist ein Skandal - damit diskreditiert sich die Zeit. Der Text in der schwedischen Zeitung war keine "Meinung" und der Streit hat nichts mit "Pressefreiheit" zu tun, die man hochhalten könnte. Vielmehr handelt es sich um eine Hetzschrift, die sich aus der scheinbar wieder weit offenen (untersten) Schublade imaginärer Zerrbilder bedient und damit antisemitische Propaganda nach Art der sog. "Protokolle der Weisen von Zion" liefert. Der Staat Israel ist unter anderem genau deshalb gegründet worden, damit Juden solche Angriffe NIE mehr wehrlos erdulden müssen. Die israelische Regierung erfüllt also erst mal ihre Aufgabe. Das muss man verstehen - und DANN darüber diskutieren, inwiefern Netanyahu und Lieberman die jüdische Angst für ihre gewiss abzulehnenden Ziele instrumentalisieren. Gerade die israelische Gesellschaft ist bei allem Militarismus und bei aller Gewalt enorm diskussionsfreudig und besitzt eine sehr pluralistische Presse, in der solche Diskussionen geführt werden; es ist nicht nötig, den Israelis Netanyahus Opportunismus und seine Skrupellosigkeit mit einem ekelerregenden Ton von Besserwisserei auf die Nase zu binden. Eine Verbesserung der Lage im Nahen Osten wird sich nicht gemäß nordeuropäischen utopischen Vorstellungen einer Welt von Gutmenschen bewerkstelligen lassen. Es ist doch sehr faul, aus Stockholm oder Hamburg implizit zu einem Gespräch mit Hamas aufzurufen, wo deren (und Irans) Raketen nicht hinzielen. Igitt!
(Anmerkung: Bitte formulieren Sie Ihre Kritik sachlich. Die Redaktion/jk)
- Wir wissen, dass die chinesischen Behörden den von ihnen getöteten Menschen nach Vollzug des Todesurteils Organe entnimmt. In mehr als 50% aller Fälle.
- Wir wissen, dass es eine palästinensische Familie gibt, die ihre Zustimmung gab, dass ihrem Kind, das durch israelische Gewalt getötet wurde, Organe entnommen wurden - und zwar als Spende für israelische Kinder.
Auch vor dem Hintergrund der vielen militärisch gesehen unnötigen Tötungen von palästinensischen Zivilisten während des israelischen Angriffs auf Gaza (1.400 tote Palästinenser, ca 15 tote israelische Soldaten) - man lese dazu z.B. UN-Berichte - scheint es nicht völlig ausgeschlossen, dass die Anschuldigungen der schwedischen Zeitung einen wahren Kern haben könnten.
Der eigentliche Skandal bei dem Vorgang ist, dass kaum ein westliches Medium überhaupt daran interessiert scheint, zu überprüfen, ob die Geschichte wahr ist.
Stattdessen wird skandalisiert, dass man so etwas gegenüber Israel - vor dem Hintergrund des Holocaust - nicht schreiben dürfe.
Dabei ist es ganz einfach:
Trifft die Geschichte nicht zu, dann muss umgehend ein Dementi und eine Entschuldigung erfolgen.
Trifft sie aber zu - und wenn auch nur in wenigen Fällen, dann darf und muss es sogar berichtet werden.
Davor muss aber stehen, dass diese Vorwürfe überprüft werden müssen.
Und dass sich da niemend rantraut weckt einen Verdacht:
Halten einige in unseren Medien die Geschichte zumindest in einigen Fälen für tatsächlich möglich, und scheuen sich vor einem solchen möglichen Ergebnis und trauen sich desshalb nicht ran?
Sich einfach darüber zu empören, dass man Israel mit so etwas nicht beschuldigen dürfe, ist in jedem Fall die Schreibe, mit der man auf der "politisch korrekten" Linie liegt.
Wahrheit?
Ist das überhaupt noch ein wichtiges Kriterium unserer Berichterstattung?
Die erschöpft sich schon seit langem weitestgehend darin zu skandalisieren, wer was gesagt hat, und wer was nicht gesagt haben dürfte.
Und dies trifft nicht nur im Zusammanhang mit Israel zu.
- Wir wissen, dass die chinesischen Behörden den von ihnen getöteten Menschen nach Vollzug des Todesurteils Organe entnimmt. In mehr als 50% aller Fälle.
- Wir wissen, dass es eine palästinensische Familie gibt, die ihre Zustimmung gab, dass ihrem Kind, das durch israelische Gewalt getötet wurde, Organe entnommen wurden - und zwar als Spende für israelische Kinder.
Auch vor dem Hintergrund der vielen militärisch gesehen unnötigen Tötungen von palästinensischen Zivilisten während des israelischen Angriffs auf Gaza (1.400 tote Palästinenser, ca 15 tote israelische Soldaten) - man lese dazu z.B. UN-Berichte - scheint es nicht völlig ausgeschlossen, dass die Anschuldigungen der schwedischen Zeitung einen wahren Kern haben könnten.
Der eigentliche Skandal bei dem Vorgang ist, dass kaum ein westliches Medium überhaupt daran interessiert scheint, zu überprüfen, ob die Geschichte wahr ist.
Stattdessen wird skandalisiert, dass man so etwas gegenüber Israel - vor dem Hintergrund des Holocaust - nicht schreiben dürfe.
Dabei ist es ganz einfach:
Trifft die Geschichte nicht zu, dann muss umgehend ein Dementi und eine Entschuldigung erfolgen.
Trifft sie aber zu - und wenn auch nur in wenigen Fällen, dann darf und muss es sogar berichtet werden.
Davor muss aber stehen, dass diese Vorwürfe überprüft werden müssen.
Und dass sich da niemend rantraut weckt einen Verdacht:
Halten einige in unseren Medien die Geschichte zumindest in einigen Fälen für tatsächlich möglich, und scheuen sich vor einem solchen möglichen Ergebnis und trauen sich desshalb nicht ran?
Sich einfach darüber zu empören, dass man Israel mit so etwas nicht beschuldigen dürfe, ist in jedem Fall die Schreibe, mit der man auf der "politisch korrekten" Linie liegt.
Wahrheit?
Ist das überhaupt noch ein wichtiges Kriterium unserer Berichterstattung?
Die erschöpft sich schon seit langem weitestgehend darin zu skandalisieren, wer was gesagt hat, und wer was nicht gesagt haben dürfte.
Und dies trifft nicht nur im Zusammanhang mit Israel zu.
Eine schwedische Schmonzette übelster Machart bringt einen Artikel von abgrundtiefer Dummheit und nun kommt folgender Satz von Herrn Thumann:
"Der Streit der israelischen Regierung mit Schweden geht alle EU-Staaten etwas an. Auch Kanzlerin Merkel, die Premier Netanjahu in Berlin empfing."
Das heißt alle Europäer sind für diesen Artikel verantwortlich. Sonst geht's noch?
Mein lieber Herr Thumann es gibt keine Erbschuld. Es gibt eine Erbverantwortung.
und
Was ist das für ein Staat, für eine Regierung, für Diplomaten, die offensichtlich nicht in der Lage sind eine Gegendarstellung zu verlangen und zu bekommen?
Das kann Ernst-August von Hannover und seine Caroline besser.
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Sie werden Deutschland nie regieren - Sie nicht!
(Gerhard Schröders wahre Worte)
nirgend steht in dem artikel geschrieben, dass die israelische siedlungspolitik die einzige ursache des konfliktes ist. sicher haben Sie recht, dass die palästinenser das existenzrecht israels anerkennen müssen. aber dass sie das - momentan - noch nicht tun (was die zukunft bringt wissen Sie genausowenig wie irgendjemand anderes...) ist keine rechtfertigung für die auf keinerlei rechtsgrundlage stehende siedlungspolitik!
davon abgesehen geht es in dem artikel darum, mit welchen mitteln israel auf kritik reagiert.
und dass die kritik in diesem fall mehr als vage ist wurde auch gesagt.
und wer nicht nur ausnahmsweise heute mal zeitung liest, der wird schon bemerkt haben - oder noch bemerken - dass die israelische führung mit kritik generell ein problem hat...
und das wird sich - meiner persönlichen, ganz unbedeutenden - meinung nach auch nicht ändern, solange man sich für "das auserwählte volk gottes" hält...
und solange wird es auch keinen frieden geben.
was nicht heisst, dass sich nicht auch auf seiten der palästinenser einiges ändern muss!
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