Thüringen Das lässt niemanden kalt
In Thüringens neuer Skisporthalle können sich Urlauber mit Olympiasiegern im Langlauf messen – an 365 Tagen im Jahr
Es liegt Schnee in Oberhof. Mitten im August. Das hat es noch nie gegeben. Selbst wenn die Sommer hier oben auf 825 Meter Höhe meist kühl, nass und windig sind – der Schnee kommt frühestens im Oktober, November. Doch nun hat Oberhof eine Skihalle gebaut, die vor wenigen Tagen eröffnet wurde. Es ist die erste Anlage dieser Art in Deutschland. Spitzensportler und Feriengäste sollen rund ums Jahr auf künstlichen Loipen ihre Runden ziehen – egal, wie neblig und verregnet es draußen ist. Dieser Ort wird 365 Tage im Jahr schneesicher sein. Bei konstanten 3,5 Grad unter null.
Als Trainingszentrum für Langläufer und Biathleten ist Oberhof international bekannt. Die Skihalle wurde allein für die Nutzung durch die Profis geplant. Doch dann wurde klar, dass die vom Deutschen Skiverband initiierte Anlage rund 700.000 Euro Betriebskosten im Jahr verschlingen würde. Da beschlossen die Betreiber, auch Amateure vom simulierten Winter profitieren zu lassen. Ungefähr die Hälfte der Kosten sollen die zahlenden Hobbylangläufer in Zukunft einfahren. Kerstin Heß, die Chefin des Fremdenverkehrsamts, hofft, dass der Kamm des Thüringer Waldes nun auch im Sommer mehr Urlauber anlockt.
Wie ein weißer Riese hat sich die neue Skihalle in den Wald gelegt. Zwischen dem Kopf, der Schleife am oberen Ende, und den zwei krummen Beinen erhebt sich der Rumpf in Form eines lang gestreckten Quaders. Durch eine Schleuse aus zwei schweren, rot umrahmten Türen ist Heiko Kümmel vom Sommer in den Winter gekommen und hat die Skier angeschnallt. Kümmel ist der Bauherr der 14,4 Millionen Euro teuren Halle. Von der Kältetechnik bis zu den Umkleidekabinen hat er jeden Bauabschnitt überwacht. Vor 13 Monaten standen dort, wo er sich jetzt auf seine Skistöcke stützt, noch 100-jährige Fichten.
Das Weiß der Loipen blendet die Augen. Dunkel ist die Halle nicht, auch wenn das Areal im Sprachgebrauch der Thüringer oft »Skitunnel« heißt. Die gelbe, künstliche Beleuchtung mischt sich mit dem schwachen Nordlicht, das durch wenige Fenster fällt. Kein Sonnenstrahl dringt in den 35 Meter breiten Zentralbereich der Anlage. Der wirkt so leer wie eine Fabrikhalle, aus der man die Maschinen geklaut hat. Hier, im Depot, wird der Schnee für die gesamte Halle produziert. Vier orangefarbene Schneekanonen hängen von der Decke. An ihren Düsen sind die letzten Wassertropfen zu dünnen Eiszapfen erstarrt. Eine schöne Erinnerung an den echten Winter.
»Schauen Sie sich das an!«, ruft Heiko Kümmel und formt mit seinen Handschuhen einen Schneeball. »Schmierig, schleifig, extrem feinkörnig« nennt er die Beschaffenheit der feinen Materie. »So perfekt ist der Schnee draußen kaum zu kriegen«, sagt der Bauherr. Wochenlang haben die Beschneiungsgeräte die unterschiedlichsten Rezepturen ausgespuckt. So wie er jetzt ist, soll der Schnee bleiben. Das haben Kati Wilhelm und ihre Teamkolleginnen aus der Biathlon-Nationalmannschaft entschieden, als sie die Halle testeten.
Amerika, Estland und die Schweiz haben sich schon angemeldet
Die Skitour kann entweder links oder rechts des Schneedepots beginnen. Auf der linken Seite liegt die Westschleife, rechts zweigen zwei schmale Streckenabschnitte mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden ab. Sie tragen die Namen »Schnellkraftrunde« und »Nordostschleife«. Nach 60 beziehungsweise 120 Metern stellt sich Enttäuschung ein: Man muss umkehren. Wo sind die fast zwei Kilometer Streckenlänge, mit der die Skihalle wirbt? Wo lassen sich Arme und Beine in einen ausgewogenen, kraftvollen Rhythmus bringen, ohne dabei am nächsten Hallentor abzuprallen? Und wie ist es überhaupt möglich, bei einer Gebäudelänge von 400 Metern eine Langlaufstrecke von 1,8 Kilometern anzupreisen? Die Fragen machen Heiko Kümmel nicht nervös. Eine einfache Rechenaufgabe sei das: Wer Schnellkraftrunde und Nordostschleife jeweils hoch- und runterlaufe und zweimal die 450 Meter lange Westschleife durchkreuze – einmal von links und einmal von rechts kommend –, der habe am Ende garantiert 1,8 Kilometer zurückgelegt.
Die Zahlentrickserei könnte Hobbylangläufer verärgern. Schließlich kommt ja auch kein Betreiber eines alpinen Skihanges auf die Idee, mit der doppelten Abfahrtstrecke zu werben und die Parole auszugeben: Sie müssen den Hang natürlich zweimal runter! Außerdem kann der maximale Streckenverlauf, wie er für die Profis vorgesehen ist, während der Öffnungszeiten für die Freizeitsportler gar nicht ausgefahren werden, da die Halle dann aus Sicherheitsgründen zur Einbahnstraße wird.
Der steilste Anstieg allerdings stellt eine echte Herausforderung dar. Mit zwölf Prozent Gefälle dient er den gehobenen Ansprüchen der Biathlon-Athleten. Ohne Stöcke laufen sie da hoch. Der Freizeitsportler kommt zum ersten Mal ins Schwitzen. Zur Belohnung geht es mit Schwung zurück in das, was man hier »Tal« nennt. Eisige Kälte kriecht unter die Kopfhaut.
Sich an der Leistung der Olympiasieger zu messen, mit ein wenig Glück auch mal einem Weltmeister wie der Oberhoferin Andrea Henkel zu begegnen – »das ist doch toll für die Leute«, sagt Wolfgang Filbrich. Für den Leiter des Olympiastützpunkts Oberhof ist mit der Skihalle ein Traum in Erfüllung gegangen, für den er sechs Jahre lang gekämpft hat. Jeden Tag erreichen ihn Anfragen aus aller Welt. Jeder will den künstlichen Schnee noch vor dem Winter testen. Die amerikanische Nationalmannschaft der Biathleten wird kommen, die Schweiz hat sich angemeldet und Estland auch. Die deutschen Biathletinnen haben ihre für Oktober vorgesehene Olympiavorbereitung auf einem Gletscher abgesagt und nach Thüringen verlegt. Auch die Schüler des Sportgymnasiums Oberhof werden regelmäßig in der Halle trainieren. »Wo sonst soll der Nachwuchs denn noch das Skifahren lernen? Es liegt doch nirgends mehr Schnee«, sagt Filbrich. Für die deutschen Wintersportprofis bedeute die Halle einen klaren Standortvorteil.
»Für Familien und Kinder könnte die Halle zu anspruchsvoll sein«
Was aber wird aus dem ambitionierten Plan, bis zu 3000 Touristen im Monat auf die künstlichen Loipen zu schleusen? Der Kölner Dirk Bremermann, der seit fünf Wochen für die Vermarktung der Oberhofer Sportstätten zuständig ist, hält die Erwartung für realistisch. Selbst der Skitunnel im finnischen Vuokatti habe so hohe Besucherzahlen erreicht, obwohl man dort durch eine dunkle, beklemmende Röhre laufe. Um eine stichhaltige Prognose über den Touristenzulauf in Oberhof abzugeben, ist es aber noch zu früh. »Die Enthusiasten und sportlich Interessierten werden die Ersten sein, die kommen«, glaubt Bremermann. »Für Anfänger, Familien und Kinder könnte die Halle allerdings zu anspruchsvoll sein.«
Wer beim Skifahren auf Technik und Tempo schaut, den wird es kaum stören, dass die Loipe an Stahlbetonpfeilern und grauen Wänden vorüberführt. Den Himmel wird er nicht vermissen, der über der hohen Decke verborgen bleibt. Der Genießer aber, der beim Skilaufen das Naturerlebnis sucht, wird weiterhin auf den realen Winter setzen, auf den Duft der Fichten, den Anblick der dicken Äste, von denen Pulverschnee auf Mütze und Nase rieselt.
Nicht jeder Urlauber will sich beim Langlauf in einen Kühlschrank sperren lassen. Und mancher wird gerade in Zeiten des Klimawandels den Nutzen einer solchen Anlage in Zweifel ziehen. Am Ende könnte die CO2-Bilanz der Skihalle mit dafür verantwortlich werden, dass es in den deutschen Mittelgebirgen in den nächsten Jahren noch weniger schneit. »Wir haben so energieeffizient gebaut wie möglich«, versichert der Bauherr Heiko Kümmel. Die Kälte werde allein über Strom produziert. »So erreichen wir den höchsten Wirkungsgrad und könnten in Zukunft problemlos auf alternative Energiequellen umstellen.«
Oberhof braucht positive Schlagzeilen. Die kleine Stadt hängt vom Tourismus ab. Doch klar ist auch, dass ihre besten Zeiten längst vorüber sind. Während der zwanziger und dreißiger Jahre galt der Wintersportort als mondänes Urlaubsziel. Das Sankt Moritz Deutschlands wurde Oberhof genannt. Als es die DDR noch gab und das Verreisen staatlich geregelt wurde, waren die Hotelzimmer und Ferienbetten im »Kurort der Werktätigen« zwei Jahre im Voraus ausgebucht. Inzwischen sind viele der 3500 Gästebetten unbelegt, an den Gartenzäunen verkünden weiße Schilder: »Zimmer frei«. Die Urlauber bleiben im Durchschnitt nicht länger als 3,5 Tage.
Wer durch den Ort spaziert, spürt viel von dessen Niedergang. Man trifft auf ein vernarbtes Stadtbild. Im Zentrum der Busbahnhof, drum herum leer stehende Häuser, brache Flächen. Auch die Rennsteig-Therme, mit der der Tourismus schon einmal angekurbelt werden sollte, ist geschlossen. Rund um den Wintersport haben die Oberhofer versucht, die Trainingsstätten auch für Touristen wieder attraktiv zu machen. Das Bike-Fliegen auf der Sprungschanze ist ein Angebot für Freaks geblieben; den Nervenkitzel, beim Eisrafting die Bobbahn hinunterzurasen, leisten sich nur wenige. Nun liegt die Hoffnung auf der Skihalle. Und Dirk Bremermann, der Marketingmanager, fantasiert schon über weitere Pläne, die den Oberhofer Sommer reizvoller gestalten könnten. Direkt neben der Skihalle ließe sich der Alpinhang am Fallbachlift nutzen. Auf Matten könnten die Touristen über grüne Wiesen zu Tal sausen wie auf Schnee. Ob sie das dann auch wollen, ist eine andere Frage.
INFORMATION

Anreise: Der Bahnhof von Oberhof liegt im Tal zwischen Zella-Mehlis und Oberhof, von dort fahren regelmäßig Busse zum Stadtzentrum. Mit dem Auto ist Oberhof von Norden und Süden aus über die neue Thüringer-Wald-Autobahn A71 (Abfahrt Oberhof/Zella-Mehlis) zu erreichen, aus Richtung Westen und Osten über die A4 (Abfahrt Gotha)
Unterkunft: Luxushotels gibt es in Oberhof nicht, dafür sechs Dreisternehäuser. Das Treff Hotel Panorama (Dr.-Theodor-Neubauer-Straße 29, Tel. 036842/504145, www.treff-hotel-panorama.de) war zu DDR-Zeiten begehrt. Es bietet eine Neunmeterkletterwand und die Möglichkeit, Tennis, Squash und Badminton zu spielen. Zimmer mit Frühstück ab 40 Euro pro Person
Kleiner, aber nicht weniger traditionsreich ist das Berghotel Oberhof (Theo-Neubauer-Straße 20, Tel. 036842/270, www.berghotel-oberhof.de). Preise ab 36 Euro pro Person
Skisporthalle: Für Touristen und Hobbysportler wird sie am 1. September geöffnet. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 11 bis 14 Uhr sowie 17 bis 20 Uhr. Samstags von 12 bis 20 Uhr und sonntags von 12 bis 18 Uhr. Der Eintritt für eine Stunde kostet 14 Euro, für einen Tag 35 Euro (wer länger bleibt: 100 Stunden kosten 400 Euro, 10 Tage 204 Euro). Bekleidung und Ski können ausgeliehen werden. Mehr Informationen unter www.oberhof-skisporthalle.de
Auskunft: Oberhof-Information, Tel. 036842/2690, www.oberhof.de
- Datum 03.09.2009 - 15:15 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 27.08.2009 Nr. 36
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wir Bürger dürfen jetzt nur noch "Energiesparlampen" benutzen, dann können eine Handvoll Leute ja jetzt bei 35 Grad Außentemperatur Ski fahren.
Wie konnten die eine Genehmigung für diese Schnapsidee bekommen.
Eine Umweltverträglichkeitsprüfung hätten die doch nie bestanden...
Wieso....
soll das eine "Schnapsidee" sein? Der Wintersport hat an den Standorten ja sehr wohl was mit Wirtschaftsförderung zu tun.
Wieso darf eine Branche nicht investieren?
Und seit wann sollte es verboten sein, für Freizeitspäße (gleich welcher Art....) Strom zu verbraten?
In diesem Sinne auch die Umweltverträglichkeitsprüfung...... was sollen die negativen Auswirkungen den sein?......
Ein Gesetz, das den Energieverbrauch für Freizeit- und Urlaubsaktivitäten reglementiert, ist mir nicht bekannt. Wäre auch interessant, bei wieviel "kWh pro Spaß-Minute" da die Grenze gesetzt werden sollte. Zugegeben, die Ski-Halle im Sommer dürfte da relativ weit oben auf der Skala liegen.
Andere Dinge, in beliebiger Auswahl, könnten da auch mit über die Klinge springen.
Wenn's aber bezahlt wird........
In diesem Sinne auch die Abwärme, die statt ins Fernwärmenetz durch den Kühlturm geht...... bezahlt ist sie. Sonst würde es nicht stattfinden.
Und dann würd ich mal annehmen, daß die Lastkurven im Fernwärmenetz und beim Abwärmeanfall dürften so ziemlich komplementär sein.......also was soll der nett gemeinte Einwand.
Allgemein würd ich sagen, daß -im Gegensatz zur Logik der Wirtschaftsförderung- der Begriff der "Schneesicherheit" im Zeitalter wärmerer Winter vielleicht generell neu zu definieren wäre.
Daß der "Spaß" des Wintersports vielleicht generell etwas anachronistisch ist. Wenn's keinen Schnee mehr gibt.......
So weh es für die Standorte vielleicht auch tut.
Wieso....
soll das eine "Schnapsidee" sein? Der Wintersport hat an den Standorten ja sehr wohl was mit Wirtschaftsförderung zu tun.
Wieso darf eine Branche nicht investieren?
Und seit wann sollte es verboten sein, für Freizeitspäße (gleich welcher Art....) Strom zu verbraten?
In diesem Sinne auch die Umweltverträglichkeitsprüfung...... was sollen die negativen Auswirkungen den sein?......
Ein Gesetz, das den Energieverbrauch für Freizeit- und Urlaubsaktivitäten reglementiert, ist mir nicht bekannt. Wäre auch interessant, bei wieviel "kWh pro Spaß-Minute" da die Grenze gesetzt werden sollte. Zugegeben, die Ski-Halle im Sommer dürfte da relativ weit oben auf der Skala liegen.
Andere Dinge, in beliebiger Auswahl, könnten da auch mit über die Klinge springen.
Wenn's aber bezahlt wird........
In diesem Sinne auch die Abwärme, die statt ins Fernwärmenetz durch den Kühlturm geht...... bezahlt ist sie. Sonst würde es nicht stattfinden.
Und dann würd ich mal annehmen, daß die Lastkurven im Fernwärmenetz und beim Abwärmeanfall dürften so ziemlich komplementär sein.......also was soll der nett gemeinte Einwand.
Allgemein würd ich sagen, daß -im Gegensatz zur Logik der Wirtschaftsförderung- der Begriff der "Schneesicherheit" im Zeitalter wärmerer Winter vielleicht generell neu zu definieren wäre.
Daß der "Spaß" des Wintersports vielleicht generell etwas anachronistisch ist. Wenn's keinen Schnee mehr gibt.......
So weh es für die Standorte vielleicht auch tut.
...den vorteil das kein eiliger autofahrer den fuß vom gas nehmen muss weil jemand mit skating-trainern vor ihm die landstraße entlang jagt. oder anders formuliert wird die umwelt nun doppelt belastet. großartig!!
dass man in Oberhof schon zu DDR-Zeiten nicht alle Latten am Zaune hatte. Und unter einem gewissen Größenwahn litt. Das setzte sich dann nach der Wende mit dem Bau einer nunmehr geschlossenen Therme nahtlos fort und gipfelte dann im Sinne des Wortes in dem Plan, den benachbarten Schneekopf aufzuschütten, damit er mehr als 1000 Meter Höhe über dem Meeresspiegel erreicht (kein Quatsch, das wollten die wirklich...). Und nun eben ein Skitunnel, der - Überraschung- sogar Betriebskosten verursacht.
Ich verstehe diese Kommentare nicht, Erstellungs- und laufende Kosten werden doch garantiert von "uns", Schwestern und Bruedern aus dem Westen, subventioniert. Ich sage nur "Solidaritaetsbeitrag" !!!! Also nicht jammern, "Wir" sind doch alle froh, die bluehenden Landschaften finanzieren zu duerfen.
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Hasta la vista, baby
ich zahle als Thüringer auch den Soli..., genau wie jeder andere
ich zahle als Thüringer auch den Soli..., genau wie jeder andere
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also Steuern für staatliche Leistungen von denen Sie (und auch nur Sie und Ihre Mitbürger in den Neuen Ländern!) profitieren - und finden dies erwähnens/lobenswert?
Die Ostdeutschen haben im Schnitt 80% der Kaufkraft der Westdeutschen, erwirtschaften aber nur 70% der Wirtschaftsleistung Westdeutschlands pro Kopf - die restlichen 10% werden von den Westdeutschen über Steuern "draufgelegt". Wenn diese "Lücke" jetzt auch noch geschlossen werden könnte, dann dürfte man in den Neuen Ländern das eigene Geld gerne verschleudern wie es beliebt. Solange dem aber nicht so ist kommt es in Westdeutschland verdammt schlecht an wenn in den Neuen Ländern Dinge mit Steuergeld gebaut werden von denen man in Westdeutschland nur träumen kann. Aufbau Ost - Abbau West..
Auf diesen immer wieder hervorgebrachten Einwand habe ich gewartet. Wieviel Soli wird denn vom Osten bezahlt ? Wieviel Jobs im Osten haengen denn an den Transferleistungen ? Wenn ich Geld vom Westen kriege, kann ich davon ja auch wieder Soli bezahlen. Wenn es eine Partei gaebe, die diese Katastrophe zurueckdrehen wuerde, sie haette meine Stimme. Dann wuerde sich ein solcher Irrsinn wie eine Kunst-Langlaufloipe eruebrigen. Dieses Projekt ist symptomatisch fuer den ganzen Unsinn der letzten 20 Jahre.
Hasta la vista, baby
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Die Ostdeutschen haben im Schnitt 80% der Kaufkraft der Westdeutschen, erwirtschaften aber nur 70% der Wirtschaftsleistung Westdeutschlands pro Kopf - die restlichen 10% werden von den Westdeutschen über Steuern "draufgelegt". Wenn diese "Lücke" jetzt auch noch geschlossen werden könnte, dann dürfte man in den Neuen Ländern das eigene Geld gerne verschleudern wie es beliebt. Solange dem aber nicht so ist kommt es in Westdeutschland verdammt schlecht an wenn in den Neuen Ländern Dinge mit Steuergeld gebaut werden von denen man in Westdeutschland nur träumen kann. Aufbau Ost - Abbau West..
Auf diesen immer wieder hervorgebrachten Einwand habe ich gewartet. Wieviel Soli wird denn vom Osten bezahlt ? Wieviel Jobs im Osten haengen denn an den Transferleistungen ? Wenn ich Geld vom Westen kriege, kann ich davon ja auch wieder Soli bezahlen. Wenn es eine Partei gaebe, die diese Katastrophe zurueckdrehen wuerde, sie haette meine Stimme. Dann wuerde sich ein solcher Irrsinn wie eine Kunst-Langlaufloipe eruebrigen. Dieses Projekt ist symptomatisch fuer den ganzen Unsinn der letzten 20 Jahre.
Hasta la vista, baby
Diese klaustrophobische Betonoptik würd's mir ja ganz vergällen. Wenn Wintersport dann doch wegen dem "Naturerlebnis", nicht um sich einen Hang hoch und runter zu bewegen. Naja wenn's sche macht..
Am besten san die Berg eh im Sommer. Weniger Leut, und da ist ja alles lebendig, wenn man wandert und brotzeitelt oder mit dem Kanu durch ein naturbelassenes Flüßlein paddelt dann weckt das die Lebensgeister und erinnert einen daran dass man selbst auch ein "Tier" ist und zu diesem Planeten gehört. Das "Natürgefühl" (analog zum "Körpergefühl") geht im Alltag doch schnell verloren, gerade wer in städtischen Gebieten wohnt betritt oft die ganze Woche über nicht einmal einen Rasen - und ich bin immer wieder amüsiert was Norddeutsche schon unter "wilder Natur" verstehen. Nur so kann ich nachvollziehen dass sich Leute nicht nur freiwillig in so eine Anlage begeben sondern dafür auch noch Geld zahlen.. Ja mei.
Wenn man im bayrischen Wald nicht obacht gibt holen einen Luchs und Lupus, das ist wilde Natur ^^
also Steuern für staatliche Leistungen von denen Sie (und auch nur Sie und Ihre Mitbürger in den Neuen Ländern!) profitieren - und finden dies erwähnens/lobenswert?
Die Ostdeutschen haben im Schnitt 80% der Kaufkraft der Westdeutschen, erwirtschaften aber nur 70% der Wirtschaftsleistung Westdeutschlands pro Kopf - die restlichen 10% werden von den Westdeutschen über Steuern "draufgelegt". Wenn diese "Lücke" jetzt auch noch geschlossen werden könnte, dann dürfte man in den Neuen Ländern das eigene Geld gerne verschleudern wie es beliebt. Solange dem aber nicht so ist kommt es in Westdeutschland verdammt schlecht an wenn in den Neuen Ländern Dinge mit Steuergeld gebaut werden von denen man in Westdeutschland nur träumen kann. Aufbau Ost - Abbau West..
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