Geologie Das »Städtle« zerfällt
Erdwärme fürs Rathaus – dieser Plan wurde für das südbadische Staufen zum Fluch. Unter der historischen Altstadt hebt sich der Boden. Eine Zerreißprobe für die Bürger
Der Tisch im Rathaus-Café wackelt. Von seinen vier Beinen stehen nur drei auf dem Pflaster, eines hängt in der Luft. Vom Brunnen auf der Mitte des Rathausplatzes bis zum Café geht es ein ganzes Stück bergauf. Man braucht keine Wasserwaage, um zu begreifen, was hier passiert ist. Es genügt, ein Glas Apfelsaftschorle auf den Tisch zu stellen.
Das Rathaus der südbadischen Kleinstadt Staufen steigt unaufhörlich in die Höhe. Heute ragt es fast 20 Zentimeter weiter in den Himmel als noch im Oktober 2007. Damals war das historische Gebäude gerade fertig saniert, die 7700 Bürger feierten Einweihung. Nicht nur hübsch zurechtgemacht, auch nachhaltig beheizt sollte das Bauwerk aus dem 16. Jahrhundert künftig sein: Einige Tage vor dem Fest hatte eine österreichische Firma hinter dem Rathaus sieben Löcher in den Boden gebohrt. In Tiefen zwischen 105 und 140 Metern versenkte sie Sonden, um damit Erdwärme zu nutzen (siehe Kasten). Doch wenige Wochen nach dem Fest tauchten in der frisch renovierten Fassade die ersten Risse auf.
»Wir dachten zuerst, dass nur der Putz betroffen ist«, erzählt Wolfgang Schuhmann, der in Staufen zehn Jahre lang Feuerwehrkommandant war. »Nach einer Sanierung dauert es ja oft eine Weile, bis das Gebäude zur Ruhe kommt.« Aber das Rathaus kam nicht zur Ruhe. Inzwischen durchziehen zentimeterbreite Risse die gesamte Bausubstanz, den Turm mit dem Treppenaufgang hält nur noch ein Metallanker. Auch durch die Front des Nachbarhauses, durch den Schriftzug »Rathaus-Café«, verläuft ein Spalt. Bisher sind in mehr als 200 Gebäuden der Altstadt Risse aufgetreten. Im Gasthaus Löwen haben schon Gäste angerufen und gefragt: »Kann man bei euch noch sicher übernachten?«
Tief unter dem Rathaus ist etwas geschehen. Inzwischen herrschen kaum noch Zweifel daran, was: Erst stieß der Bohrer auf eine Gipsschicht, dann auf unter Druck stehendes Grundwasser. Beides ist nicht ungewöhnlich für den Untergrund Baden-Württembergs. Irgendwann zwischen der Bohrung und dem Entstehen der Risse muss Wasser zuerst in das Bohrloch und dann auch in die Gipsschicht eingedrungen sein. Ungewöhnliches Pech für die Staufener war, dass die Schicht noch Anhydrit enthielt, ein Mineral, das erst bei Kontakt mit Wasser zu Gips umgewandelt wird. Bei dieser chemischen Reaktion dehnt sich das Anhydrit aus – um bis zu 60 Prozent.
Der Boden unter dem Rathaus steigt jeden Monat um einen Zentimeter
Sollten sich nicht sämtliche Fachleute täuschen, ist das der Grund für die Risse in Staufen: Die denkmalgeschützte Altstadt, von ihren Einwohnern liebevoll »Städtle« genannt, wird von aufquellendem Anhydrit nach oben gedrückt. Die Analyse von Satellitendaten zeigt eine streng gleichmäßige Hebung, der Boden steigt Monat für Monat um einen Zentimeter. Eine Erkundungsbohrung, die seit März läuft, verheißt nichts Gutes: Die Gipsschicht enthält noch eine Menge quellfähiges Material. Falls die Reaktion im Untergrund nicht aufgehalten wird, könnte es für einen Anstieg um mehrere Meter ausreichen.
Wer von Freiburg nach Staufen hineinfährt, sieht rechts von der Straße Obstbäume und abgemähte Heuwiesen. Links erhebt sich auf einem steilen Hügel die Ruine der Staufener Burg, die Augustsonne scheint auf den weinbewachsenen Hang. Idyllisch zwischen den Hängen des Südschwarzwaldes und der fruchtbaren Ebene des Oberrheingrabens gelegen, ist Staufen ein Kleinod der Region. An diesem Freitagnachmittag haben die Staufener Festzelte und Bierbänke aufgebaut. Vier Tage dauert das Markgräfler Weinfest. »Bezirkskelterei Efringen-Kirchen« steht auf einem Kühlwagen, die lokalen Winzergenossenschaften präsentieren Gutedel, Müller-Thurgau, Spätburgunder und Weißherbst. Die Tische vor dem Rathaus-Café haben sich gefüllt, gleich soll hier der Festzug entlangkommen. Von den Rissen abgesehen, sind die Fassaden schmuck herausgeputzt: Wo vor den Fenstern keine Blumenkästen voller roter Geranien hängen, haben die Bürger Fahnen mit dem Stadtwappen befestigt, drei gelbe Kelche und fünf Sterne auf rotem Grund.
Bis zur Bohrung, sagt der Vermessungsingenieur Elmar Bernauer, habe man sich als Staufener Bürger richtig belohnt gefühlt.
Die Menschen auf dem Rathausplatz bilden eine Gasse für die Blaskapelle. Es folgen Trachtenvereine mit festlich geschmückten Weinreben, und dann holpert eine Kutsche mit einer herausgeputzten jungen Frau und einem müde aussehenden Mann über das Kopfsteinpflaster. An der Seite der Markgräfler Weinprinzessin fährt Bürgermeister Michael Benitz zum Festplatz, 45 Jahre alt, seit acht Jahren im Amt.
Inzwischen kommen ganze Busladungen voller »Risstouristen«
Es war damals nicht seine Idee, aber auch er ist dafür gewesen. Der Gemeinderat beschloss im Jahr 2007 einstimmig, das Rathaus mit Erdwärme zu beheizen – viele Besucher kommen aus dem grünen Freiburg, ein ökologischer Anstrich würde Staufen gut tun. Michael Benitz stammt aus der Freien Wählergemeinschaft. Ein Parteiloser als Bürgermeister, das passt zum Lebensgefühl der Staufener: Mit der großen Politik wollen sie wenig zu tun haben. Ausflügler sieht man zwar gerne, aber bitte nicht in Massen. Inzwischen kommen Busladungen voller »Risstouristen«. Bevor Benitz in die Festkutsche gestiegen ist, hat er die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag empfangen, am Tag zuvor war der baden-württembergische Finanzminister da. Der Schaden beträgt schon jetzt mehr als 40 Millionen Euro, so viel Geld hat die Kommune nicht.
Die Weinprinzessin lobt auf der Festbühne die »Vielfalt der Weine im Markgräfler Land«, das Mikrofon knackt, Benitz wippt auf den Fußballen. Als er schließlich selbst ans Rednerpult tritt, liegt Trotz in seiner Stimme. »Wir wollen all unsere Probleme für vier Tage vergessen«, ruft er und fügt im typisch südbadischen Dialekt hinzu: »Staufen kann mehr wie Risse!«
Elmar Bernauer fällt es schwer, die Staufener Probleme zu vergessen. Sein Büro für Vermessungstechnik liegt keine 50 Meter vom Rathaus entfernt. Wenn er morgens zur Arbeit geht, klemmt in dem Neubau die Tür, weil der Rahmen sich verzogen hat. Wie viele Staufener kommt Bernauer nicht nur zum Arbeiten in die Altstadt – »wir schaffen nicht nur, wir leben auch hier«, sagt er. Die Bürger, an deren Häusern Schäden aufgetreten sind, haben sich in der Interessengemeinschaft der Rissgeschädigten (IGR) gesammelt, Bernauer ist einer ihrer Sprecher. »Es ist eine zunehmende emotionale und psychische Belastung, den Rissen beim Wachsen zuzusehen«, sagt er. Nicht alleine zu sein mache die Situation etwas erträglicher. Viele ältere Menschen haben ihr Haus als Spardose betrachtet: Irgendwann sollte der Verkauf genug Geld für den Lebensabend bringen. Jetzt sind die denkmalgeschützten Gebäude nichts mehr wert. »Hier um die Ecke ist gerade ein Käufer abgesprungen«, sagt Bernauer.
Die Sanierungsrechnungen der Geschädigten sollen irgendwann aus einem Fonds beglichen werden, in den Stadt, Land und vielleicht sogar der Bund und die EU einzahlen könnten. Der baden-württembergische Ministerpräsident hat Staufen finanzielle Hilfe in zweistelliger Millionenhöhe in Aussicht gestellt, jedoch keine konkrete Summe genannt. Bürgermeister Benitz will alle Beteiligten an einem Tisch versammeln, wirbt für eine »politische, also nicht juristische Lösung«. Dieser Slogan soll als sozialer Kitt dienen.
Denn knapp zwei Jahre nach den Erdwärmebohrungen verlaufen die Risse längst nicht mehr nur durch die Häuser, sondern auch quer durch die Bürgerschaft. Soll man die Stadt auf Schadensersatz verklagen, zumindest einen Anwalt nehmen, oder erst einmal abwarten, dem Bürgermeister vertrauen? Überhaupt, wer ist Schuld an der Tragödie? Benitz als höchster Vertreter der Stadt, die den Auftrag zur Bohrung erteilte? Der Gemeinderat, der die Verlegung der Sonden beschloss? Die Spezialfirma, die nach dem Grundwasser-Fund weiterbohrte? Oder das Landesamt für Geologie in Freiburg, das grünes Licht für die Bohrung gab?
Inzwischen haben sich Fachleute gemeldet, die der Meinung sind, dass die Anhydrit-Katastrophe vermeidbar gewesen wäre. Einer von ihnen ist der Geowissenschaftler Ingo Sass von der TU Darmstadt. Unter Druck stehendes Grundwasser sei bei Geothermie-Bohrungen ein Warnsignal, sagt er. Er könne nicht verstehen, weshalb das Landesamt nach diesem Fund keine strengen Auflagen angeordnet habe. Ralph Watzel, der Leiter des Amtes, weist den Vorwurf entschieden zurück. Man habe sehr wohl eine Abdichtung des Bohrlochs verlangt. Außerdem sei man davon ausgegangen, dass die Bohrfirma Probleme mit Grundwasser technisch im Griff habe. Das Unternehmen selbst reagiert nicht auf Anfragen. Widersprüche, Spekulationen – fest steht bisher nur, dass bei der kleinen Bohrfirma nicht viel Geld zu holen ist.
Aus Angst, dass die Risse die Stadt entzweien, hat der ehemalige Feuerwehrkommandant Schuhmann eine Bürgerinitiative gegründet, der Name: »Wir halten Staufen zusammen«. Es sei unbedingt notwendig, in dieser brenzligen Lage weiter als Gemeinschaft zu funktionieren, sagt Schuhmann. Er sei »im Rissgebiet geboren«, und auch wenn sein Haus noch nicht betroffen sei, tue es ihm weh, das »Städtle« zerfallen zu sehen. Die Initiative soll verhindern, dass die Bevölkerung in Lager zerfällt.
Manche fühlen sich von der Devise »Zusammenhalten« auch unter Druck gesetzt. Der Familie von Claudia Herbig gehört ein Gemischtwarenladen in der Altstadt, sie fürchtet um ihren Besitz. Als eine von wenigen Familien haben die Herbigs Rechtsbeistand gesucht. »Die Leute fragen: Wieso habt ihr denn jetzt einen Anwalt?«, sagt sie. »Man kann doch nicht Menschen Frontenbildung vorwerfen, die verzweifelt um ihre Existenz kämpfen!«
Zu allem Überfluss sind im Herbst auch noch Bürgermeisterwahlen. Michael Benitz hat sich wieder auf den Posten beworben, einen Gegenkandidaten gibt es bisher nicht. Benitz sagt, er wolle versuchen, mithilfe seines Expertenrats aus Gutachtern und Ingenieuren »das Problem in den Griff zu kriegen«, auch wenn die Fachleute selbst noch nicht wissen, wie das gehen soll. Die Löcher vereisen oder mit einer Zementsuspension füllen? Das Grundwasser abpumpen? Elmar Bernauer von der IGR findet, dass die Stadt alle bisher gesammelten Erkenntnisse im Internet veröffentlichen sollte, damit externe Experten sich ein Bild von der Lage machen können. »Vielleicht ist da draußen irgendwo jemand, der was weiß«, sagt er.
Hinweise auf mögliche Lösungen erhoffen sich die Staufener von der laufenden Erkundungsbohrung. Ursprünglich war sie auf sechs Wochen angelegt, inzwischen dauert sie schon länger als vier Monate – das sind in der Staufener Zeitrechnung vier Zentimeter mehr in der Vertikalen.
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- Datum 28.08.2009 - 15:15 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 27.08.2009 Nr. 36
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bleibt eben auch so etwas nicht aus. Schon der Blick auf die rezente Oberfläche der Keuperlandschaft gemahnt hier zu großer Vorsicht.
Aber die hier eigentlich notwendige geophysikalische Erundung incl. Erkundungsbohrung(en) waren wohl zu teuer eingeschätzt. Nun kann jeder sehen, dass es eben nicht immer mit einer primitiven Verrohrung und etwas Bentonit getan ist.
Die zum Ende des Textes aufgeführten Vorschläge sind übrigens unbrauchbar. Betonphasen sind gegen Sulfatwässer nicht besonders beständig, Gefrieren bringt wegen der unsicheren Lagerungsverhältnisse wenig...etc und wer GW abziehen will ,sollte nicht vergessen das sich über zwei Jahre ein erhebliches Massendefizit im Anhydrit ergeben kann das nur durch den Überdruck noch ein Gebirgsversagen begrenzt.
Typischer Politpfusch!
Karl Müller
sehr geehrter herr karl müller!
sie haben drastisch aufgezeigt, wie man ihrer ansicht nach diese katastrophe, des untergangs der altstadt staufens, nicht verhindert.
mindestens genauso wichtig aber wäre, aufzuzeigen, wie man diese sich abzeichnende katastrophe verhindert.eine lösung muss es ganz einfach geben. koste es was es wolle. man kann staufen -das ich sicher besuchen werde, aber!gottstehmirbei, nicht der risse wegen, sondern seiner historie und schönheit willen-nicht seinem schicksal überlassen. zum teufel mit den erdwärmebohrungen, wenn die so oft solche probleme verursachen.g.w.
sehr geehrter herr karl müller!
sie haben drastisch aufgezeigt, wie man ihrer ansicht nach diese katastrophe, des untergangs der altstadt staufens, nicht verhindert.
mindestens genauso wichtig aber wäre, aufzuzeigen, wie man diese sich abzeichnende katastrophe verhindert.eine lösung muss es ganz einfach geben. koste es was es wolle. man kann staufen -das ich sicher besuchen werde, aber!gottstehmirbei, nicht der risse wegen, sondern seiner historie und schönheit willen-nicht seinem schicksal überlassen. zum teufel mit den erdwärmebohrungen, wenn die so oft solche probleme verursachen.g.w.
sehr geehrter herr karl müller!
sie haben drastisch aufgezeigt, wie man ihrer ansicht nach diese katastrophe, des untergangs der altstadt staufens, nicht verhindert.
mindestens genauso wichtig aber wäre, aufzuzeigen, wie man diese sich abzeichnende katastrophe verhindert.eine lösung muss es ganz einfach geben. koste es was es wolle. man kann staufen -das ich sicher besuchen werde, aber!gottstehmirbei, nicht der risse wegen, sondern seiner historie und schönheit willen-nicht seinem schicksal überlassen. zum teufel mit den erdwärmebohrungen, wenn die so oft solche probleme verursachen.g.w.
ich darf Ihnen versichern, gäbe es eine funktionsfähige Lösung, so hätte ich diese längst angeboten!
Mit dem 1. Beitrag wollte ich eben aufzeigen das es sehr wahrscheinlich keine erfreuliche Lösung geben wird!
Erdwärmebohrungen an sich sind tatsächlich nicht das Problem, sondern Dellitantismus in der Ausführung und ein nicht fachgerechter Sparwahn der politisch Verantwortlichen.
Denn alleine die sachgerechte Erkundung hätte hier deutlich mehr gekostet als für die ausgeführten Arbeiten bezahlt worden ist.
MfG
Karl Müller
ich darf Ihnen versichern, gäbe es eine funktionsfähige Lösung, so hätte ich diese längst angeboten!
Mit dem 1. Beitrag wollte ich eben aufzeigen das es sehr wahrscheinlich keine erfreuliche Lösung geben wird!
Erdwärmebohrungen an sich sind tatsächlich nicht das Problem, sondern Dellitantismus in der Ausführung und ein nicht fachgerechter Sparwahn der politisch Verantwortlichen.
Denn alleine die sachgerechte Erkundung hätte hier deutlich mehr gekostet als für die ausgeführten Arbeiten bezahlt worden ist.
MfG
Karl Müller
ich darf Ihnen versichern, gäbe es eine funktionsfähige Lösung, so hätte ich diese längst angeboten!
Mit dem 1. Beitrag wollte ich eben aufzeigen das es sehr wahrscheinlich keine erfreuliche Lösung geben wird!
Erdwärmebohrungen an sich sind tatsächlich nicht das Problem, sondern Dellitantismus in der Ausführung und ein nicht fachgerechter Sparwahn der politisch Verantwortlichen.
Denn alleine die sachgerechte Erkundung hätte hier deutlich mehr gekostet als für die ausgeführten Arbeiten bezahlt worden ist.
MfG
Karl Müller
sehr geehrter herr müller karl!
herzlichen dank für ihre ausführungen.
wollen wie im sinne der menschen von staufen-dieser interessanten und schönen stadt, hoffen, dass sich die natur wieder beruhigt, wenn sie in ruhe gelassen wird.alles gute, g.w.
sehr geehrter herr müller karl!
herzlichen dank für ihre ausführungen.
wollen wie im sinne der menschen von staufen-dieser interessanten und schönen stadt, hoffen, dass sich die natur wieder beruhigt, wenn sie in ruhe gelassen wird.alles gute, g.w.
Faust
(erhebt sich vom Schreibtisch):
[Nicht in Goethes Faust-Drama, sondern in Christian Dietrich Grabbes „Don Juan und Faust“ (I,2)]
O, welche Flammenschrift brennt mir im Haupte?
»Nichts glauben kannst du, eh du es nicht weißt,
Nichts wissen kannst du, eh du es nicht glaubst!«
Kein irdscher Geist, der dieses Rätsel ahnt,
Und nicht nach seiner Lösung seufzte, – Keiner,
Der sie gefunden, – Selig die, die schwach
Genug sind, um vom Schein geblendet, Schein
Für Licht zu halten, – blindlings glauben, weil
Sie blindlings hoffen!
**
Die allwissenden Fachleute (hier die naseweisen Geologen) müssen Lehrgeld bezahlen; pardon: natürlich die Bürger! ... statt auf Bescheidenheit, Verzicht und Energiesparen als politische, pädagogische Aufgabe setzen.
*
Solch ein hypertechnisches Experiment mit dem Heimatboden erinnert mich an einen beispielgebenden musealen Kirchen-Ausbau in Goch am Niederrhein, in der St. Maria Magdalena-Kirche:
Musealisierung,
Trockenlegung,
Einbau eines fünfglockigen Prunkgeläutes im mittelalterlichen, rissgefährdeten Turm, hallelujamäßig in Gang gesetzt, computergesteuert, mit einer aufwändigen Gegenpendelanlage (mit hängendem, fünf m langem Doppel-T-Träger zum Ausgleich der Schwingbewegungen), weil man es sich leisten konnte.
Konsequenz 1 (gräulich):
Die Kirche am Tag des Kirchturmeinsturzes (24. Mai 1993):
http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:M-M.jpg
(Aus: Buch Flug über den Niederrhein, von Voigt, C.; Frankewitz, St.; ISBN 3-89355-089-5 - Fotograf: Frankewitz, Stefan. - Die Lizenz für Google wurde am 22. April 2006 durch Herrn Dr. Frankewitz erteilt.)
*
Die Konsequenz 2 (erfreulich):
Die Aufrüstung mittelalter Kirchen mit solchen überflüssig-unsinnigen Glockenkonstruktionen in alten Kirchtürmen wurde aufgegeben.
Die allwissenden Fachleute (hier die naseweisen Geologen) müssen Lehrgeld bezahlen; pardon: natürlich die Bürger! ... statt auf Bescheidenheit, Verzicht und Energiesparen als politische, pädagogische Aufgabe setzen.
Die Fachleute? Wohl kaum. Wenn jemand Schuld ist, dann der Auftraggeber, wie mein Vorposter Hr. Müller schon geschrieben hat.
Wenn ein nicht genehmigter Hausbau durchgeführt wird, wird ja auch der Bauherr belangt und nicht der Maurer.
Hoffentlich kann der Schaden irgendwie eingedämmt werden.
Die allwissenden Fachleute (hier die naseweisen Geologen) müssen Lehrgeld bezahlen; pardon: natürlich die Bürger! ... statt auf Bescheidenheit, Verzicht und Energiesparen als politische, pädagogische Aufgabe setzen.
Die Fachleute? Wohl kaum. Wenn jemand Schuld ist, dann der Auftraggeber, wie mein Vorposter Hr. Müller schon geschrieben hat.
Wenn ein nicht genehmigter Hausbau durchgeführt wird, wird ja auch der Bauherr belangt und nicht der Maurer.
Hoffentlich kann der Schaden irgendwie eingedämmt werden.
sehr geehrter herr müller karl!
herzlichen dank für ihre ausführungen.
wollen wie im sinne der menschen von staufen-dieser interessanten und schönen stadt, hoffen, dass sich die natur wieder beruhigt, wenn sie in ruhe gelassen wird.alles gute, g.w.
Die allwissenden Fachleute (hier die naseweisen Geologen) müssen Lehrgeld bezahlen; pardon: natürlich die Bürger! ... statt auf Bescheidenheit, Verzicht und Energiesparen als politische, pädagogische Aufgabe setzen.
Die Fachleute? Wohl kaum. Wenn jemand Schuld ist, dann der Auftraggeber, wie mein Vorposter Hr. Müller schon geschrieben hat.
Wenn ein nicht genehmigter Hausbau durchgeführt wird, wird ja auch der Bauherr belangt und nicht der Maurer.
Hoffentlich kann der Schaden irgendwie eingedämmt werden.
stehen Modelle der ehemaligen wundeschönen Altstadt von Hannover - vor und nach den Bombennächten des 2. Weltkrieges, der heute vor 70 Jahren begann. D a s war Dummheit und menschliches Versagen. Und diese Dummheit, die ganze Kontinente zerstört, wiederholt sich gerade, weil wir kollektiv CO2, Methan und Lachgas in die Atmosphäre pumpen nach dem Motto "Nach uns die Sintflut". Die Leute in Baden, die sich um die CO2-freie Beheizung Gedanken gemacht haben, sollten alle Hilfe des Staates bekommen (die Banken haben sie ja auch bekommen) - z.B. aus der Ökosteuer. Guter Wille sollte gerade jetzt nicht bestraft werden. Gerade weil sie Pioniere sind, haben sie ein höheres Risiko.
Ihre Argumentation ist von keiner Sachkenntnis getrübt und leider totaler Unfug!
Hier hat der Bauträger die notwendige und, angesichts der geologischen Verhältnisse dringend gebotene, Sorgfalt überhaup nicht beachtet!
Mithin handelt es sich um eine vom fachlichen Standpunkt vermeidbare Katastrophe; die Keuperproblematik bezogen auf Anhydrit und Ts ist altbekannt.
Somit sind Sie leider unreflektiert dabei schlichten strafwürdige Leichtsinnn zu entschuldigen(was motiviert Sie eigentlich dazu?), denn mit dem von Ihnen vorgetragenen Ökomystizismus treiben Sie hier nur den "Terror der Tugend" auf ein neues und unsachliches Niveau!
Um Pioniere bei der Erdwärmegewinnung handelt es sich zudem auch nicht, "Pioniere" eher im Bezug auf abgrundtiefe Unfähigkeit in hydrologisch sensiblen Schichtgliedern bauen zu lassen.
Karl Müller
Ihre Argumentation ist von keiner Sachkenntnis getrübt und leider totaler Unfug!
Hier hat der Bauträger die notwendige und, angesichts der geologischen Verhältnisse dringend gebotene, Sorgfalt überhaup nicht beachtet!
Mithin handelt es sich um eine vom fachlichen Standpunkt vermeidbare Katastrophe; die Keuperproblematik bezogen auf Anhydrit und Ts ist altbekannt.
Somit sind Sie leider unreflektiert dabei schlichten strafwürdige Leichtsinnn zu entschuldigen(was motiviert Sie eigentlich dazu?), denn mit dem von Ihnen vorgetragenen Ökomystizismus treiben Sie hier nur den "Terror der Tugend" auf ein neues und unsachliches Niveau!
Um Pioniere bei der Erdwärmegewinnung handelt es sich zudem auch nicht, "Pioniere" eher im Bezug auf abgrundtiefe Unfähigkeit in hydrologisch sensiblen Schichtgliedern bauen zu lassen.
Karl Müller
Ihre Argumentation ist von keiner Sachkenntnis getrübt und leider totaler Unfug!
Hier hat der Bauträger die notwendige und, angesichts der geologischen Verhältnisse dringend gebotene, Sorgfalt überhaup nicht beachtet!
Mithin handelt es sich um eine vom fachlichen Standpunkt vermeidbare Katastrophe; die Keuperproblematik bezogen auf Anhydrit und Ts ist altbekannt.
Somit sind Sie leider unreflektiert dabei schlichten strafwürdige Leichtsinnn zu entschuldigen(was motiviert Sie eigentlich dazu?), denn mit dem von Ihnen vorgetragenen Ökomystizismus treiben Sie hier nur den "Terror der Tugend" auf ein neues und unsachliches Niveau!
Um Pioniere bei der Erdwärmegewinnung handelt es sich zudem auch nicht, "Pioniere" eher im Bezug auf abgrundtiefe Unfähigkeit in hydrologisch sensiblen Schichtgliedern bauen zu lassen.
Karl Müller
Hinterher ist man immer schlauer. Nach den Weltkriegen, nach der Klimakatastrophe und nach dem Zerfall des Städtles.
Aber bei weiteren Bohrungen steht ja jetzt der berühmte Sachverständige Karl Müller zur Verfügung!
Hinterher ist man immer schlauer. Nach den Weltkriegen, nach der Klimakatastrophe und nach dem Zerfall des Städtles.
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