Als William Highinbottom im Jahr 1958 für den Tag der offenen Tür am Brookhaven National Laboratory ein elektronisches Tennisspiel bastelte, nahm er, was im Labor herumlag: ein Oszilloskop und zwei Drehregler, wie sie an jedem Radio prangten. Damit konnten Besucher zwei Schläger steuern, die einen Punkt hin und her warfen – die Urform von »Pong« war geboren.

Anderthalb Jahrzehnte später hielten die ersten Videospiele Einzug in die Haushalte, und wieder drehten die Spieler an den Eingabegeräten, den Controllern, herum. Aber wollte die Welt so spielen? Bald kamen Controller mit Tastenfeldern auf, dazu Joysticks, dem Steuerknüppel von Piloten nachempfunden. Ende der siebziger Jahre gab es fast ebenso viele Designs wie Hersteller.

Aber wie die Spiele (linke Spalte) wurden auch die Steuergeräte der Konsolen komplexer. Die Zahl der Schalter wuchs linear – der Funktionsumfang exponentiell.

Die technische Evolution der Controller schien auf einen ergonomischen Konsens hinauszulaufen: Feuerknöpfe rechts, ein Steuerkreuz links. Aber gerade als in den Neunzigern jede neue Spielkonsole (Namen in Schwarz) mit einem solchen »Gamepad« ausgeliefert wurde, kamen die Knüppel zurück – als Miniatursticks für die Daumenspitze.

Eine Infografik der Entwicklung der Spielecontroller können Sie hier als PDF herunterladen.

Recherche: Stefan Schmitt