Sachsen Angekommen
In Sachsen ist die NPD keine Protestpartei mehr
Um die NPD-Ergebnisse bei den Landtagswahlen am Wochenende einzuordnen, sollte man fünf Jahre zurückblenden. Damals, im Sommer 2004, auf dem Höhepunkt der Anti-Hartz-VI-Stimmung, holte die rechtsextremistische Partei in Sachsen 9,2 Prozent. Beobachter und Politiker erklärten danach, dies sei ein einmaliger Sonderfall. Die NPD habe Proteststimmen sammeln können. Im Parlament würden sich die Nazis schon selbst zerlegen, im Übrigen seien die Funktionäre alles zugereiste Westler. Nun hat die NPD in Sachsen mit 5,6 Prozent der Stimmen den Wiedereinzug in einen Landtag geschafft – das erste Mal überhaupt in der 45-jährigen Parteigeschichte. Selbst ohne verbreitete Proteststimmung und trotz der Querelen der Fraktion kam die Partei problemlos über die Fünfprozenthürde. Es ist ihr gelungen, eine Stammwählerschaft an sich zu binden.
Vor allem in den ländlichen Regionen, in der Lausitz, der Sächsischen Schweiz, dem Erzgebirge und dem Leipziger Umland, gibt es Gemeinden, in denen bis zu 20 Prozent der Bürger NPD wählten – und das tun sie stabil seit zehn Jahren. Die NPD ist in Sportvereinen präsent, stellt ehrenamtliche Schöffen, ihre Abgeordneten sitzen in Kreistagen und Gemeinderäten. Die rassistische Partei wird vielerorts als normal empfunden. Sogar CDU-Bürgermeister lassen sich mit NPD-Stimmen wählen. Wenn man den alten und neuen Fraktionschef Holger Apfel im Wahlkampf begleitete, konnte man beobachten, wie ihm Mütter mit Kinderwagen freundlich zunickten oder junge Männer Autogramme erbaten.
Die NPD ist also angekommen in Ostdeutschland – aber auch nur dort. Bei den Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen holte sie am Sonntag nur 0,3 Prozent und eine Handvoll Mandate. Bei der Landtagswahl im Saarland (wo sie 2004 noch auf vier Prozent gekommen war) rutschte sie auf anderthalb Prozent; interessanterweise verlor sie etwa genauso stark wie in Sachsen, nur dass eben dort der Stammwählersockel für den Wiedereinzug ausreichte. Auch in Thüringen war die Fünfprozenthürde in Reichweite.
Die sächsische NPD ist typisch für den relativ gemäßigten Flügel der Partei: Anders als etliche West-Landesverbände gibt sie sich bürgerlich, zumindest im Äußeren. »Sachsens starke Rechte« war Apfels Wahlslogan, von Systemopposition nicht mehr die Rede. Aus der gewohnten NPD-Forderung »Arbeit zuerst für Deutsche« hatte man das »zuerst« gestrichen – und klang so weniger rabiat. In einigen Punkten hat sich Apfels NPD dem ostdeutschen Mainstream angepasst: Das einst strikte Nein zur Abtreibung (weil ja so der Nachwuchs im Rassenkampf verloren gehe) und die Forderung nach einem mehrgliedrigen Schulsystem (um die Elite des Volkes aussieben zu können) waren im sächsischen Wahlprogramm plötzlich verschwunden. Und während sich die NPD-Spitze um Udo Voigt und Jürgen Rieger auf soziale Randgruppen konzentriert, haben die Sachsen den Mittelstand im Blick – so wie es die frühe NPD der sechziger Jahre tat, und auch die NSDAP verdankte ihren Aufstieg einst maßgeblich dem Kleinbürgertum.
Im Frühjahr hatten sich Apfel und Kameraden nach verlorener Kraftprobe gegen Militante und offene NS-Nostalgiker aus der Bundespartei zurückgezogen. Gut möglich, dass der Machtkampf bald wieder aufflammt.
- Datum 04.09.2009 - 17:45 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 03.09.2009 Nr. 37
- Kommentare 27
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Die lag ja wohl in Sachsen nur ganz knapp über 50%. Leider sind diese Zahlen ganz generell in den Medien mal wieder ziemlich untergegangen!
Ändert leider rein gar nichts an dem wieder erschreckenden Ergebnis für eine solche Partei.
... das die Wahlbeteiligung dabei eine große Rolle spielt, denn die NPD bewegt ihre Wähler zur Wahl, das ist sicher. Nur nützt es ja nichts, wenn man nun sagt "die Wahlbeteiligung war schuld", wenn 50% der Leute nicht zur Wahl gehen.
Viel bedenklicher als den Wiedereinzug der NPD finde ich diese geringe Wahlbeteiligung, denn die ist für die Demokratie gefährlicher als die NPD. Denn gäbe es nicht diese massive Politikverdrossenheit, hätten die Stimmen der NPD-Stammwähler nicht das Gewicht, dass die durch die niedrige Wahlbeteiligung haben.
Für den Wiedereinzug war die Wahlbeteiligung sicher ausschlaggebend. Aber auch wenn effektiv der Stammwählersockel etwas kleiner ist, die haben inzwischen ein Stammwählerpotential, das über jugendliche Glatzköpfe und frustrierte Alkoholiker weit hinaus reicht, der Bäcker, die Verkäuferin, der Apotheker, vielleicht gar der Lehre in so manchem Ort wählt diese Menschenverächter - und das ist sicher besorgniserregend.
... das die Wahlbeteiligung dabei eine große Rolle spielt, denn die NPD bewegt ihre Wähler zur Wahl, das ist sicher. Nur nützt es ja nichts, wenn man nun sagt "die Wahlbeteiligung war schuld", wenn 50% der Leute nicht zur Wahl gehen.
Viel bedenklicher als den Wiedereinzug der NPD finde ich diese geringe Wahlbeteiligung, denn die ist für die Demokratie gefährlicher als die NPD. Denn gäbe es nicht diese massive Politikverdrossenheit, hätten die Stimmen der NPD-Stammwähler nicht das Gewicht, dass die durch die niedrige Wahlbeteiligung haben.
Für den Wiedereinzug war die Wahlbeteiligung sicher ausschlaggebend. Aber auch wenn effektiv der Stammwählersockel etwas kleiner ist, die haben inzwischen ein Stammwählerpotential, das über jugendliche Glatzköpfe und frustrierte Alkoholiker weit hinaus reicht, der Bäcker, die Verkäuferin, der Apotheker, vielleicht gar der Lehre in so manchem Ort wählt diese Menschenverächter - und das ist sicher besorgniserregend.
... das die Wahlbeteiligung dabei eine große Rolle spielt, denn die NPD bewegt ihre Wähler zur Wahl, das ist sicher. Nur nützt es ja nichts, wenn man nun sagt "die Wahlbeteiligung war schuld", wenn 50% der Leute nicht zur Wahl gehen.
Viel bedenklicher als den Wiedereinzug der NPD finde ich diese geringe Wahlbeteiligung, denn die ist für die Demokratie gefährlicher als die NPD. Denn gäbe es nicht diese massive Politikverdrossenheit, hätten die Stimmen der NPD-Stammwähler nicht das Gewicht, dass die durch die niedrige Wahlbeteiligung haben.
»Viel bedenklicher als den Wiedereinzug der NPD finde ich diese geringe Wahlbeteiligung, denn die ist für die Demokratie gefährlicher als die NPD.« Genau darum geht es! Minderjährige und Nichtwähler abgezogen werden aus den 5,6% geschätzte 2%.
Radikale Parteien sind immer so erfolgreich, wie seriöse Parteien mangelhaft arbeiten. Das gilt für die NPD, aber auch für andere Parteien, die ihre Vorschläge als »Systemopposition« vermarkten wie z.B. die Grünen oder die Linke.
Dass die NSDAP ihren Aufstieg dem Kleinbürgertum zu verdanken hat, halte ich im übrigen für eine von den sog. ’68ern lancierte Legende, mit der anti-bürgerliche Positionen legitimiert werden sollten. Fakt ist: das Kleinbürgertum der Weimarer Republik war vieles, auch und vor allem aber monarchistisch oder Zentrum. In der Masse stützte sich die NSDAP auf die proletarischen Gesellschaftsschichten.
»Viel bedenklicher als den Wiedereinzug der NPD finde ich diese geringe Wahlbeteiligung, denn die ist für die Demokratie gefährlicher als die NPD.« Genau darum geht es! Minderjährige und Nichtwähler abgezogen werden aus den 5,6% geschätzte 2%.
Radikale Parteien sind immer so erfolgreich, wie seriöse Parteien mangelhaft arbeiten. Das gilt für die NPD, aber auch für andere Parteien, die ihre Vorschläge als »Systemopposition« vermarkten wie z.B. die Grünen oder die Linke.
Dass die NSDAP ihren Aufstieg dem Kleinbürgertum zu verdanken hat, halte ich im übrigen für eine von den sog. ’68ern lancierte Legende, mit der anti-bürgerliche Positionen legitimiert werden sollten. Fakt ist: das Kleinbürgertum der Weimarer Republik war vieles, auch und vor allem aber monarchistisch oder Zentrum. In der Masse stützte sich die NSDAP auf die proletarischen Gesellschaftsschichten.
Welche Partei profitiert eigentlich von dem Vakuum, das auf der konservativen Seite der Politik langsam entsteht?
Wenn in einigen Jahren auch die CDU Schwierigkeiten haben wird, ueber 30% zu kommen, wer wird der juengeren konservativen Waehlerschaft eine Option bieten?
Die Politikverdrossenheit kann eigentlich auf Dauer nur neue Parteien oder Buendnisse auf den Plan rufen, da die etablierten Parteien wenig Flexibilitaet zeigen. Schon der schnelle Erfolg der Piratenpartei zeigt diese Entwicklung, wobei diese warscheinlich vor allem bei Studenten ihre Waehler hat. Auch der Aufstieg der Gruenen in den 80ern kann darauf zurueckgefuehrt werden. Was jetzt noch fehlt, ist eine neue konservative Partei.
Kann das die NPD sein. Ich befuerchte, wenn sie auf ihre Extreme langsam verzichten, haben sie durchaus eine Chance.
Die Linke kann sich schliesslich auch mit Populismus nahe an der 10% Marke halten. Die sind zwar weniger bedenklich als die NPD, aber dafuer haette eine weiche NPD auf der rechten Seite auch kaum Konkurrenz.
Ich frage mich, was das fuer Doerfer sind, wo die NPD 20% bekommt? Ich finde diese Entwicklung schon ein wenig beaengstigend.
U.a. Torgau-Oschatz, Wurzen, Döbeln, Meißen, Riesa, Weißeritzkreis, also die Gegenden wo es kaum Ausländer gibt. Ja, da trifft man Leute, die das alles ganz schlimm finden.
Zum Beispiel die Ausländer, die, ganz schlimm, ich habe noch keinen gesehen, aber man hört ja nichts Gutes. Und dann noch diese Moslemen. Ich weiß zwar nicht was eine Burka ist, aber bei uns gibt es sowas nicht, meine Frau gehört schließlich an den Herd.
Dumm aber war. Und irgendwie traurig, oder jämmerlich, gar erbärmlich?
U.a. Torgau-Oschatz, Wurzen, Döbeln, Meißen, Riesa, Weißeritzkreis, also die Gegenden wo es kaum Ausländer gibt. Ja, da trifft man Leute, die das alles ganz schlimm finden.
Zum Beispiel die Ausländer, die, ganz schlimm, ich habe noch keinen gesehen, aber man hört ja nichts Gutes. Und dann noch diese Moslemen. Ich weiß zwar nicht was eine Burka ist, aber bei uns gibt es sowas nicht, meine Frau gehört schließlich an den Herd.
Dumm aber war. Und irgendwie traurig, oder jämmerlich, gar erbärmlich?
»Viel bedenklicher als den Wiedereinzug der NPD finde ich diese geringe Wahlbeteiligung, denn die ist für die Demokratie gefährlicher als die NPD.« Genau darum geht es! Minderjährige und Nichtwähler abgezogen werden aus den 5,6% geschätzte 2%.
Radikale Parteien sind immer so erfolgreich, wie seriöse Parteien mangelhaft arbeiten. Das gilt für die NPD, aber auch für andere Parteien, die ihre Vorschläge als »Systemopposition« vermarkten wie z.B. die Grünen oder die Linke.
Dass die NSDAP ihren Aufstieg dem Kleinbürgertum zu verdanken hat, halte ich im übrigen für eine von den sog. ’68ern lancierte Legende, mit der anti-bürgerliche Positionen legitimiert werden sollten. Fakt ist: das Kleinbürgertum der Weimarer Republik war vieles, auch und vor allem aber monarchistisch oder Zentrum. In der Masse stützte sich die NSDAP auf die proletarischen Gesellschaftsschichten.
"Dass die NSDAP ihren Aufstieg dem Kleinbürgertum zu verdanken hat, halte ich im übrigen für eine von den sog. ’68ern lancierte Legende, mit der anti-bürgerliche Positionen legitimiert werden sollten. Fakt ist: das Kleinbürgertum der Weimarer Republik war vieles, auch und vor allem aber monarchistisch oder Zentrum. In der Masse stützte sich die NSDAP auf die proletarischen Gesellschaftsschichten."
Die Geschichtsschreibung ist also 68er dominiert und das Bürgertum hatte mit dem Aufstieg der NSDAP rein gar nichts zu tun. Weiß nicht aus welchem Geschichtsbuch Sie das haben, aber ein Abo der "Jungen Freiheit" würde ich Ihnen schon zutrauen. Die Machteliten des nationalsozialistischen Regimes haben sich wohlweislich und ganz ohne 68er-Verblendung aus dem gehobenen Bürgertum, dem Adel und nur zu geringen Teilen aus Proletariern rekrutiert. Die mörderische Drecksarbeit in SA und SS wurde sicher durch "Proletarier" erledigt - auch - aber nicht nur. Und die von Ihnen so beschuldigten proletarischen Gesellschaftsschichten stützten auch SPD und Kommunisten. Um einen nationalsozialistischen Umsturz zu initiieren wären die Proletarier allein wohl zu wenige gewesen. Denken Sie mal darüber nach und beschäftigen Sie sich weniger mit rechtskonservativer Ideologie, sondern mit historischen Fakten. Und wenn Sie die Sächsische Schweiz und deren politische Verhältnisse wirklich kennen würden - und Ihre ideologischen Scheuklappen kurz ablegten - dann würden Sie erkennen, dass genau diese Schichten, das sog. Kleinbürgertum in der Sächsischen Schweiz, ein wichtiger Träger nationaldemokratischer Wahlerfolge ist. Kinderärzte, Autohausbesitzer, Gastronomen, Inhaber von Handwerksbetrieben, Fahrschulbetreiber, Hotelbesitzer etc. Und bei Wahlergebnissen von 25% in einer Gemeinde, können die Proleten nicht mehrheitlich "schuld" sein, dass geht schon rein demogaphisch, also rechnerisch nicht.
Das dies alles nicht in ihr "national-bürgerliches" Weltbild passt glaube ich gern. Aber, die Realität tut manchmal weh.
"Dass die NSDAP ihren Aufstieg dem Kleinbürgertum zu verdanken hat, halte ich im übrigen für eine von den sog. ’68ern lancierte Legende, mit der anti-bürgerliche Positionen legitimiert werden sollten. Fakt ist: das Kleinbürgertum der Weimarer Republik war vieles, auch und vor allem aber monarchistisch oder Zentrum. In der Masse stützte sich die NSDAP auf die proletarischen Gesellschaftsschichten."
Die Geschichtsschreibung ist also 68er dominiert und das Bürgertum hatte mit dem Aufstieg der NSDAP rein gar nichts zu tun. Weiß nicht aus welchem Geschichtsbuch Sie das haben, aber ein Abo der "Jungen Freiheit" würde ich Ihnen schon zutrauen. Die Machteliten des nationalsozialistischen Regimes haben sich wohlweislich und ganz ohne 68er-Verblendung aus dem gehobenen Bürgertum, dem Adel und nur zu geringen Teilen aus Proletariern rekrutiert. Die mörderische Drecksarbeit in SA und SS wurde sicher durch "Proletarier" erledigt - auch - aber nicht nur. Und die von Ihnen so beschuldigten proletarischen Gesellschaftsschichten stützten auch SPD und Kommunisten. Um einen nationalsozialistischen Umsturz zu initiieren wären die Proletarier allein wohl zu wenige gewesen. Denken Sie mal darüber nach und beschäftigen Sie sich weniger mit rechtskonservativer Ideologie, sondern mit historischen Fakten. Und wenn Sie die Sächsische Schweiz und deren politische Verhältnisse wirklich kennen würden - und Ihre ideologischen Scheuklappen kurz ablegten - dann würden Sie erkennen, dass genau diese Schichten, das sog. Kleinbürgertum in der Sächsischen Schweiz, ein wichtiger Träger nationaldemokratischer Wahlerfolge ist. Kinderärzte, Autohausbesitzer, Gastronomen, Inhaber von Handwerksbetrieben, Fahrschulbetreiber, Hotelbesitzer etc. Und bei Wahlergebnissen von 25% in einer Gemeinde, können die Proleten nicht mehrheitlich "schuld" sein, dass geht schon rein demogaphisch, also rechnerisch nicht.
Das dies alles nicht in ihr "national-bürgerliches" Weltbild passt glaube ich gern. Aber, die Realität tut manchmal weh.
Wahrscheinlich haben beim Namen Apfel auch einfach ein paar Verwirrte im Glauben eine Satirepartei zu wählen ihr Kreuzlein gemacht. *gg
U.a. Torgau-Oschatz, Wurzen, Döbeln, Meißen, Riesa, Weißeritzkreis, also die Gegenden wo es kaum Ausländer gibt. Ja, da trifft man Leute, die das alles ganz schlimm finden.
Zum Beispiel die Ausländer, die, ganz schlimm, ich habe noch keinen gesehen, aber man hört ja nichts Gutes. Und dann noch diese Moslemen. Ich weiß zwar nicht was eine Burka ist, aber bei uns gibt es sowas nicht, meine Frau gehört schließlich an den Herd.
Dumm aber war. Und irgendwie traurig, oder jämmerlich, gar erbärmlich?
und kaum sonstige Veränderungen.
Genau das scheint mir - unter anderem - eines der Hauptprobleme zu sein.
...ist Ihr Kommentar.
Sie stellen hier Menschen mit einem Vorurteil als dumm dar, die Sie gar nicht kennen. Die Wahrheit ist wie in dem Artikel erwähnt, dass die NPD deshalb gewählt wird, weil sie als einzige Partei überhaupt Präsenz zeigt, in Sportvereinen, auf den Dörfern, bei den Menschen/Wählern. Und das ist ein Mitverschulden aller anderen Parteien, oder wie tobiasrueger in Kommentar Nr. 4 formuliert: Radikale Parteien sind immer so erfolgreich, wie seriöse Parteien mangelhaft arbeiten.
Sie demontieren Ihren Beitrag schon damit, dass die NPD in keinem der von Ihnen genannten "Dörfer" mehr als 8% der Stimmen bekommen hat, außer im Wahlkreis ihres Spitzenkandidaten H. Apfel mit 8,8%.
ist Ihr Kommentar und vor allem die Sätze, die Sie hier den Ostdeutschen in den Mund legen. Höchstwahrscheinlich, ohne jemals dort gewesen zu sein und einen persönlich gesprochen zu haben.
@Zum Beispiel die Ausländer, die, ganz schlimm, ich habe noch keinen gesehen, aber man hört ja nichts Gutes.
Was glauben Sie, was in Gebieten wie der sächsischen Schweiz alles für "Ausländer" (darf ich das als Synonym für Leute mit nichtdeutscher Herkunft sehen) wandeln, und das alles friedlich und unbehelligt?
Außerdem noch eines: So sehr wenig Ausländer wohnen mittlerweile nun auch nicht mehr in Ostdeutschland. In Städten wie Leipzig hat deren Anteil bereits die 10 %-Marke überschritten, in anderen Städten nähert sich der Anteil diesem Wert.
@Und dann noch diese Moslemen. Ich weiß zwar nicht was eine Burka ist, aber bei uns gibt es sowas nicht,
Die Begeisterung für Kopftücher und Burkas hält sich auch bei der westdeutschen Bevölkerung in Grenzen. In Hessen ist die Burka sogar verboten, in den anderen Ländern ist muslimischen Lehrern das Tragen von Kopftüchern untersagt. In Ostdeutschland weiß man inzwischen sowohl, was "Moslemen" als auch was eine Burka ist. Die Partnerschaften zwischen Leuten deutscher und muslimischer Herkunft (meist die Kombination deutsche Frau/muslimischer Mann (arabischer oder türkischer Herkunft), die in großen Teil zu kulturellen Clashs mit allen negativen Konsequenzen für die Frauen endeten) sind zahlreich.
@meine Frau gehört schließlich an den Herd.
Sie sind ja ein richtiger Schlaumeier: Die ostdeutschen Frauen waren und sind viel häufiger berufstätig als die Frauen im Westen. In der ehemaligen DDR hatten so gut wie alle Frauen einen eigenen Beruf, weil das so üblich war und weil sie das so wollten. Sie waren damit viel unabhängiger von den Männern. Das zeigt, woher Sie Ihre Weisheiten nehmen, die Sie über den Osten verbreiten: Aus der Gerüchteküche und von Sprüchen aus 2. oder 3. Hand.
@Und irgendwie traurig, oder jämmerlich, gar erbärmlich?
Sie sagen es, Tom310. So wie Ihr Beitrag.
und kaum sonstige Veränderungen.
Genau das scheint mir - unter anderem - eines der Hauptprobleme zu sein.
...ist Ihr Kommentar.
Sie stellen hier Menschen mit einem Vorurteil als dumm dar, die Sie gar nicht kennen. Die Wahrheit ist wie in dem Artikel erwähnt, dass die NPD deshalb gewählt wird, weil sie als einzige Partei überhaupt Präsenz zeigt, in Sportvereinen, auf den Dörfern, bei den Menschen/Wählern. Und das ist ein Mitverschulden aller anderen Parteien, oder wie tobiasrueger in Kommentar Nr. 4 formuliert: Radikale Parteien sind immer so erfolgreich, wie seriöse Parteien mangelhaft arbeiten.
Sie demontieren Ihren Beitrag schon damit, dass die NPD in keinem der von Ihnen genannten "Dörfer" mehr als 8% der Stimmen bekommen hat, außer im Wahlkreis ihres Spitzenkandidaten H. Apfel mit 8,8%.
ist Ihr Kommentar und vor allem die Sätze, die Sie hier den Ostdeutschen in den Mund legen. Höchstwahrscheinlich, ohne jemals dort gewesen zu sein und einen persönlich gesprochen zu haben.
@Zum Beispiel die Ausländer, die, ganz schlimm, ich habe noch keinen gesehen, aber man hört ja nichts Gutes.
Was glauben Sie, was in Gebieten wie der sächsischen Schweiz alles für "Ausländer" (darf ich das als Synonym für Leute mit nichtdeutscher Herkunft sehen) wandeln, und das alles friedlich und unbehelligt?
Außerdem noch eines: So sehr wenig Ausländer wohnen mittlerweile nun auch nicht mehr in Ostdeutschland. In Städten wie Leipzig hat deren Anteil bereits die 10 %-Marke überschritten, in anderen Städten nähert sich der Anteil diesem Wert.
@Und dann noch diese Moslemen. Ich weiß zwar nicht was eine Burka ist, aber bei uns gibt es sowas nicht,
Die Begeisterung für Kopftücher und Burkas hält sich auch bei der westdeutschen Bevölkerung in Grenzen. In Hessen ist die Burka sogar verboten, in den anderen Ländern ist muslimischen Lehrern das Tragen von Kopftüchern untersagt. In Ostdeutschland weiß man inzwischen sowohl, was "Moslemen" als auch was eine Burka ist. Die Partnerschaften zwischen Leuten deutscher und muslimischer Herkunft (meist die Kombination deutsche Frau/muslimischer Mann (arabischer oder türkischer Herkunft), die in großen Teil zu kulturellen Clashs mit allen negativen Konsequenzen für die Frauen endeten) sind zahlreich.
@meine Frau gehört schließlich an den Herd.
Sie sind ja ein richtiger Schlaumeier: Die ostdeutschen Frauen waren und sind viel häufiger berufstätig als die Frauen im Westen. In der ehemaligen DDR hatten so gut wie alle Frauen einen eigenen Beruf, weil das so üblich war und weil sie das so wollten. Sie waren damit viel unabhängiger von den Männern. Das zeigt, woher Sie Ihre Weisheiten nehmen, die Sie über den Osten verbreiten: Aus der Gerüchteküche und von Sprüchen aus 2. oder 3. Hand.
@Und irgendwie traurig, oder jämmerlich, gar erbärmlich?
Sie sagen es, Tom310. So wie Ihr Beitrag.
Also ich war ja schon mehrfach in Sachsen, auch in der sächsischen Schweiz. Dort hatte ich auch Kontakt zu Eingeborenen, in Wirtshäusern z.B.
Meiner Meinung nach kann da von Protestwählern nicht die Rede sein. Da ging eine steife Brise, rechtskonservativ, in vereinzelten Fällen auch NPD lastigt: "Die bösen Ausländer auf der anderen Seite der Grenze, die wollen uns ja nur die Arbeitsplätze wegnehmen, ... wenn die Grenzen offen sind geht unsere Heimat unter", etc., etc....
Dabei ist mir folgender Widerspruch aufgefallen:
Wenn man als "guter" deutscher Nationalist anderen Völkern so überlegen ist, wie kann es dann sein, das Zugezogene eine so große Gefahr sind? Man ist Ihnen doch angeblich in allen Bereichen überlegen, müssste ergo darüber lachen, wenn z.B. ein dahergelaufener Slowake versucht genauso gute Arbeit zu leisten, bzw. seinen Arbeitgeber zu überzeugen?
Da hat die NS Ideologie eine wirklich einfache Antwort, auch wenn sie damals auf die Juden gemünzt war, der "Feind" (Jude, Türke, Slawe, Zigeuner/Sinta und Roma, die dunkelhäutigen) gewinne den "Kampf" nicht durch tapferes Streiten, so wie es die heldenhaften Arier täten, sondern durch "Gift", mit dem sie die ach so aufrechten und ehrlichen Deutschen/Arier vergifteten und in die Knie zwängen, man könnte auch sagen unterwandern.
"Politikverdrossenheit", vielleicht fassen einige Menschen das Wort anders auf, für mich heißt es "Kein Interesse an der Politik/politischen Geschehnissen", ob diese Verdrossenheit tatsächlich für die geringer Wählerzahl verantwortlich ist? Oder liegt es daran, dass die Politiker in letzter Zeit wilde Sau spielen? Ich habe mich vor kurzem mit meinen Eltern unterhalten, diese waren der Meinung, dass es in den letzten jahren immer mehr so geworden ist, dass die Politiker (oder sagen wir ein Großteil von ihnen) eifnach tun und lassen was sie gerade wollen und auf den Willen des Volkes nicht viel geben.
Man gibt halt für 4 Jahre seine Stimme ab und das meine ich wörtlich, man gibt sie ab und danach hat man wieder still zu sein und zuzuschauen, keine 130.000 Unterschriften oder Demonstrationen bewegen unsere "Führungselite" dazu von ihren Plänen abzuweichen.
Besonders am Beispiel der Internetsperren sieht man die Doppelzüngigkeit:
Bei dem Thema "Cybermobbing" und Regeln im Internet, kam sofort der Vorschlag, man werde prüfen ob man die Internetsperren auchd afür nützen könnte, vergewaltigte Kinder sind nun also auf der gleichen Stufe wie Cybermobbing? Oder ist es andersherum? Nun wie man es dreht und wendet, diese Ohnmacht, die einem suggeriert wird bei dem Puppenspiel, dass die Politiker veranstalten könnte, meines Erachtens, bald zu Gewalt führen, mal sehen wie weit sie es treiben können, irgendwann steht sogar das Revolutions und Protestfaule Volk der Deutschen auf.
@Also ich war ja schon mehrfach in Sachsen, auch in der sächsischen Schweiz. Dort hatte ich auch Kontakt zu Eingeborenen, in Wirtshäusern z.B.
Es gelang Ihnen also, Kontakt zu den Eingeborenen herzustellen, sehr interessant. Wie haben Sie kommuniziert, wurde dabei Zeichensprache verwendet, oder hatten Sie Sprachkundige dabei? Trug das Angebot von bunten Glasperlen zur Verbesserung des Gesprächsklimas bei? Konnten Sie danach Träger und Ortskundige anmieten, die Ihnen den Weg durch den unwegsamen Dschungel zeigen konnten?
Sollte dieser Beitrag ernst gemeint sein, was ich bei Ihnen befürchte, dann verstehe ich viel besser, woher dieses Zerrbild des Osten in den Augen unserer westdeutschen Mitbürger kommt. Die Hälfte von denen hat ja 20 Jahre nach der Einheit noch nie einen Fuß in die ostdeutschen Bundesländer gesetzt und kennt die Verhältnisse dort leider nur vom Hörensagen, darunter von solche verunglimpfenden Berichten wie dem Ihren.
Die Diskussionen darüber, daß die hiesigen Arbeitgeber hoffen, über die Anwerbung von billigen (und willigen) Fachkräften aus Osteuropa die Löhne und Gehälter niedrig halten zu können, werden landesweit geführt. Manchen Handwerkern im Osten steht das Wasser bis zum Hals. Die Auftragslage und vor allem die Zahlungsmoral führt dazu, daß viele kurz vor knapp stehen. Da werden Sie auch in westdeutschen Landen bei Handwerksbetrieben solche Debatten hören. Die Kriminalität in der Grenzregion hat sich in den Jahren nach der Wende stark erhöht; nach der Grenzöffnung im Rahmen der EU-Erweiterung ist sie noch einmal sprunghaft gestiegen.
Aber was kümmern Sie solche unbedeutenden Kleinigkeiten, wenn Ihr Bild von den "rechtskonservativen, teils NPD-lastigen (haben Sie welche gesprochen) Eingeborenen" bereits feststeht?
Da hat die NS Ideologie eine wirklich einfache Antwort, auch wenn sie damals auf die Juden gemünzt war, der "Feind" (Jude, Türke, Slawe, Zigeuner/Sinta und Roma, die dunkelhäutigen) gewinne den "Kampf" nicht durch tapferes Streiten, so wie es die heldenhaften Arier täten, sondern durch "Gift", mit dem sie die ach so aufrechten und ehrlichen Deutschen/Arier vergifteten und in die Knie zwängen, man könnte auch sagen unterwandern.
"Politikverdrossenheit", vielleicht fassen einige Menschen das Wort anders auf, für mich heißt es "Kein Interesse an der Politik/politischen Geschehnissen", ob diese Verdrossenheit tatsächlich für die geringer Wählerzahl verantwortlich ist? Oder liegt es daran, dass die Politiker in letzter Zeit wilde Sau spielen? Ich habe mich vor kurzem mit meinen Eltern unterhalten, diese waren der Meinung, dass es in den letzten jahren immer mehr so geworden ist, dass die Politiker (oder sagen wir ein Großteil von ihnen) eifnach tun und lassen was sie gerade wollen und auf den Willen des Volkes nicht viel geben.
Man gibt halt für 4 Jahre seine Stimme ab und das meine ich wörtlich, man gibt sie ab und danach hat man wieder still zu sein und zuzuschauen, keine 130.000 Unterschriften oder Demonstrationen bewegen unsere "Führungselite" dazu von ihren Plänen abzuweichen.
Besonders am Beispiel der Internetsperren sieht man die Doppelzüngigkeit:
Bei dem Thema "Cybermobbing" und Regeln im Internet, kam sofort der Vorschlag, man werde prüfen ob man die Internetsperren auchd afür nützen könnte, vergewaltigte Kinder sind nun also auf der gleichen Stufe wie Cybermobbing? Oder ist es andersherum? Nun wie man es dreht und wendet, diese Ohnmacht, die einem suggeriert wird bei dem Puppenspiel, dass die Politiker veranstalten könnte, meines Erachtens, bald zu Gewalt führen, mal sehen wie weit sie es treiben können, irgendwann steht sogar das Revolutions und Protestfaule Volk der Deutschen auf.
@Also ich war ja schon mehrfach in Sachsen, auch in der sächsischen Schweiz. Dort hatte ich auch Kontakt zu Eingeborenen, in Wirtshäusern z.B.
Es gelang Ihnen also, Kontakt zu den Eingeborenen herzustellen, sehr interessant. Wie haben Sie kommuniziert, wurde dabei Zeichensprache verwendet, oder hatten Sie Sprachkundige dabei? Trug das Angebot von bunten Glasperlen zur Verbesserung des Gesprächsklimas bei? Konnten Sie danach Träger und Ortskundige anmieten, die Ihnen den Weg durch den unwegsamen Dschungel zeigen konnten?
Sollte dieser Beitrag ernst gemeint sein, was ich bei Ihnen befürchte, dann verstehe ich viel besser, woher dieses Zerrbild des Osten in den Augen unserer westdeutschen Mitbürger kommt. Die Hälfte von denen hat ja 20 Jahre nach der Einheit noch nie einen Fuß in die ostdeutschen Bundesländer gesetzt und kennt die Verhältnisse dort leider nur vom Hörensagen, darunter von solche verunglimpfenden Berichten wie dem Ihren.
Die Diskussionen darüber, daß die hiesigen Arbeitgeber hoffen, über die Anwerbung von billigen (und willigen) Fachkräften aus Osteuropa die Löhne und Gehälter niedrig halten zu können, werden landesweit geführt. Manchen Handwerkern im Osten steht das Wasser bis zum Hals. Die Auftragslage und vor allem die Zahlungsmoral führt dazu, daß viele kurz vor knapp stehen. Da werden Sie auch in westdeutschen Landen bei Handwerksbetrieben solche Debatten hören. Die Kriminalität in der Grenzregion hat sich in den Jahren nach der Wende stark erhöht; nach der Grenzöffnung im Rahmen der EU-Erweiterung ist sie noch einmal sprunghaft gestiegen.
Aber was kümmern Sie solche unbedeutenden Kleinigkeiten, wenn Ihr Bild von den "rechtskonservativen, teils NPD-lastigen (haben Sie welche gesprochen) Eingeborenen" bereits feststeht?
und kaum sonstige Veränderungen.
Genau das scheint mir - unter anderem - eines der Hauptprobleme zu sein.
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