Man sollte annehmen, über die Schachtanlage Asse II sei alles bekannt. Wie es dazu kam, dass sie zu einem Endlager für radioaktiven Müll wurde. Welche Stoffe in ihr lagern und in welchen Mengen. Welche Gefahren von dem alten Salzbergwerk ausgehen können. Wie einsturzgefährdet das Atommüllager ist.
Atommülllager: Das Lügengrab
Schon bald könnte der niedersächsische Salzstock Asse einstürzen und Atommüll aus 126.000 Fässern freisetzen. Über Jahrzehnte haben alle, die Energiewirtschaft, die Politik und die Wissenschaft, die Öffentlichkeit getäuscht.
Kommentare
Wie will denn der Salzstock
in hunderten Metern Tiefe Radioaktiviät freisetzen?
Freisetzung bedeutete, dass die Radioaktivität zumindest bis ins förderbare Grundwasser gelangt.
Die Endlagerungsproblematik wird maßlos überschätzt und übertrieben.
In Südafrika gibt es Goldminen mit Löchern bis 3000 Metern unter der Erdoberfläche. Wie sollte z.B. aus dieser Tiefe jemals von selbst wieder an die Oberfläche gelangen. Auch aus deutschen Steinkohlebergwerken mit 1000 m Tiege würde nichts vom Müll auch in Millionen Jahren an die Oberfäche gelangen.
Unfug der Vergleich,
der kein brauchbarer ist. Weil die Salztektonik eine stetig aufwärts gerichtete Komponente enthält und warme (heiße) Lösungen weithin migrieren können. Sowohl innerhal wie auch außerhalb des eigentlichen Diapirs; dazu brauche Sie bloß mal auf den Grubenriß zu schauen. Die Mächtigkeit des Hangenden allein sagt nichts über dessen Rückhaltefähigkeit!
Von der komplexen Tektonik abgesehen darf auch nicht vergessen werden zu erwähnen:
Die Außentemperatur der Gebinde bestimmt wesentlich darüber mit ob, auch in "trockenen" Abschnitten, eine Migration von Kristallwasser auf das Gebinde hin einsetzt.
Der Vorgang ist auch spätetens seit 1990 bekannt. Es führt nämlich dazu, das so ein Faß dann in einer unter Gebirgsdruck stehenden recht korrosiven Salzlösung "schwimmt". Nicht eben gut für die Haltbarkeit des Blechmantels. Hinzu kommt bei hochaktivem Material, welches in Glas-cores festgelegt werden soll, ein weiteres Problem.
Es kann zu Entglasungsvorgängen kommen die auch die Festigkeit des cores negativ beeinflussen. Ein solchemaßen beschädigter core widersteht den hydrothermalen Bedingungen aus der Kristallwassermigration ca. 2 Wochen bis er sich aufgelöst hat.
Dazu brauchts nicht einmal Wasserzutritt in die Grube!
Auch die mineralischen Vergußmassen (Beton) sind nicht eben langzeitstabil gegen solche Umweltbedingungen....
Das war alles schon lange bekannt und in der Fachpresse auch veröffentlicht. Wer das wissen wollte konnte sich Klarheit verschaffen.
Alternative Fixierungsvorschläge "Synrock" etc. gab es daher auch schon, warum will das alles nur wieder keiner gewußt haben?
Karl Müller
"Im Schlauchboot, sagt der
"Im Schlauchboot, sagt der heute 47-Jährige, habe er die Brühe überquert, um zu Messpunkten zu gelangen." Unglaublich!
Genauso unglaublich wie der Kommentar über mir, namentlich Kommentar 1.
Wie gut,
Wie
dass bei der Erschaffung der Erde kein Umweltminster zugegen war. Die Erde würde es heute nicht geben.
Man hätte nicht gewusst, wo man all das radioaktive Uran und Thorium hätte ablagern sollen.
In den Bergen des Erzgebirges? Viel zu unsicher, da es von dort aus in Mulde und Elbe gelangt.
Dann dauch noch das radioaktive Kalium 4O für den Stoffwechsel von Leben zu verwenden. Das wäre schon gar nicht gegangen. Konsequenz, es würde weder die Erde noch uns Menschen geben.
Z. B. In Bad Bentheim
fördert man warme Salzlake aus einigen hundert Metern Tiefe aus Bohrlöchern durch Heraufpumpen.
Von heißen natürlichen Quellen habe ich im nördlichen Münsterland noch nichts gehört. Vielleicht bricht ja demnächst eine an die Oberfläche durch. Dann kann man sich das Heraufpumpen der Salzlake ersparen.
Hoffen wir darauf.