Energie Von der Last, grün zu werden
Der Energieversorger RWE erzielt mit Kohle und Kernenergie Milliardengewinne. Doch der Klimawandel und politischer Druck zwingen den Essener Konzern, alternative Wege auszuprobieren
Großen Momenten begegnet Jürgen Großmann gern mit einer gewissen Nonchalance, so ist er nun mal. Der Vorstandsvorsitzende des Rheinisch-Westfälischen Elektrizitätswerks (RWE) ist mit zwei Dutzend seiner 66.000 Mitarbeiter im Museum unterwegs. Leicht verschüchterte Auszubildende besuchen mit dem obersten Chef eine Ausstellung in Haltern, die der Varusschlacht gewidmet ist. Das historische Ereignis im Teutoburger Wald brach vor 2000 Jahren das Machtmonopol der Römer in Germanien. Großmann beäugt Cäsarenbüsten und imperiale Weltkarten. Schließlich legt er den Azubis zur Entscheidung vor, was ihn selber gerade bewegt: "Was denkt ihr, wer sind wir? Römer oder Germanen?" Wir meint RWE, und die Antwort, die Großmann hören möchte, heißt Römer. Denn technologisch waren die spitze. "Wie wir", sagt Großmann. "Aber man muss aufpassen, dass man in keinen Hinterhalt gerät."
Gemessen an den Herausforderungen, vor denen RWE derzeit steht, war die Varusschlacht nur eine kleinere Rangelei der Weltgeschichte. Die großen Energieversorger im Land sollen, dramatisch ausgedrückt, dabei helfen, den Untergang der Welt abzuwenden. Sie sollen den Ausstoß der Kraftwerke an Treibhausgasen so stark mindern, dass der fatale Klimawandel aufhört. Angesichts wachsender Bemühungen der europäischen Politik, die Energiemärkte preissenkend zu regulieren und zugleich den Stromerzeugern ein hartes Regime des Klimaschutzes aufzuerlegen, stellt sich für RWE – hinter E.on die Nummer zwei unter den deutschen Energieversorgern – exemplarisch die Frage: Kann ein Schwergewicht des CO₂-Zeitalters den Übergang in eine saubere Ära bewältigen?
Großmann und RWE bekennen sich zur Rettung der Welt. Das neue Firmenmaskottchen ist der grüne Energieriese. In Werbefilmen trabt der moosbewachsene Gigant durchs Land, pflanzt hier ein Windrad, setzt dort ein Flusskraftwerk ins Wasser oder vergräbt einen Biogastank. Freundlich winkt er aus dem Braunkohletagebau, dessen Ränder er mit Rollrasen begrünt. Jürgen Großmann erzählt seinen Azubis, dass er anfangs Zweifel hatte, ob der Kerl als Sympathieträger tauge: "Aber meine Familie fand ihn niedlich, also gut, habe ich dann gesagt."
Bei Greenpeace kam der grüne Riese weniger gut an. Die Umweltschützer kritisieren die Klimakampagne als reines greenwashing , in einem satirischen Gegenspot zeigen sie ein Kernkraftwerk nach dem Super-GAU und weisen darauf hin, dass RWE derzeit gerade einmal zwei Prozent seiner Kraftwerke mit regenerativen Energien speist. (Hier ein Überblick über die Energiequellen, die RWE nutzt)
Vorstandschef Jürgen Großmann ist Schwerindustrieller durch und durch
Großmann will einen anderen Weg gehen als die meisten, denen das Klima am Herzen liegt. Seinen Azubis verklart der Konzernchef das so: "Wie findet ihr, dass wir aus der Kernkraft aussteigen?" Die Antwort, die er hören will: Wenigstens längere Restlaufzeiten wären gut, um die Atomkraft als Brückentechnologie zu nutzen, bis neue klimaschonende Techniken ausgereift sind. "Was glaubt ihr, brauchen wir Stein- und Braunkohle noch zur Stromerzeugung?" Die Antwort, natürlich: Wir brauchen sie. "Aber viele Leute sehen das anders und meinen, wir könnten auf zwei Drittel unserer momentanen Primärenergieträger verzichten", sagt Großmann.
Der Vorstandschef ist Schwerindustrieller durch und durch. Denkt er an Versorgung, sieht er Tausende von Industriebetrieben, die auf seine Lieferungen von Strom und Gas angewiesen sind. Der Konzern RWE betreibt rund 100 Kraftwerke mit unterschiedlichen Primärenergiequellen. Er versorgt in den kontinentüberspannenden Netzen 20 Millionen europäische Kunden mit 220 Milliarden Kilowattstunden Strom im Jahr und 10 Millionen Abnehmer mit 3 Milliarden Kubikmetern Gas.
Großmann denkt in den Kategorien des Machbaren, denn machen, das kann er. Vor zwei Jahren hat er einen Fünfjahresvertrag als RWE-Chef unterschrieben. Zuvor hatte er das abgewirtschaftete kleine Stahlwerk Georgsmarienhütte gekauft, flottgemacht und dann im Stahlboom ein Vermögen verdient. Mit den hemdsärmeligen Methoden, die er sich dort als Alleinunternehmer leisten konnte, mischt er nun RWE auf. Er hat zum Beispiel die Dienstleistungstochter Systems und die Zwischenholding Energy abgeschafft und deren Funktionen in die Essener Zentrale geholt. Mittags herrscht jetzt Gedränge in der Kantine des gläsernen RWE-Turms, wo nun nicht mehr 350, sondern 700 Leute arbeiten. Mancher Manager murrt, dass nicht nur die Küche, sondern die ganze Zentrale auf Dauer überfordert sein könnte. Als "Extrempersönlichkeit" bezeichnen Zuarbeiter den aus Mülheim gebürtigen Ruhrpottmann und als "Mitglied im Verein für deutliche Sprache". Nicht jeder meint das anerkennend.
Was Großmann vor zwei Jahren in Essen vorfand, war ein profitables Unternehmen. Im vergangenen Jahr erzielte RWE 8,3 Milliarden Euro Gewinn, aus 49 Milliarden Euro Umsatz. Das ist eine Umsatzrendite von schönen 17 Prozent. Der größte Teil des Konzerns ist in der Hand institutioneller Investoren
Im Meer vor Oostende baut RWE einen Park mit 60 Windmühlen
Der wirtschaftliche Erfolg hat das Unternehmen der Öffentlichkeit jedoch wenig sympathisch gemacht. Es wird beklagt, der Konzern nutze – wie andere Versorger auch – die Gebietsmonopole seiner Strom- und Gasnetze, um die Preise zulasten der Verbraucher unangemessen hoch zu halten. Außerdem gelten die RWE-Gewinne als schmutzig, weil Europas fünftgrößter Energieversorger der europaweit größte Emittent von Kohlendioxid ist. Er macht 60 Prozent seines Stroms in Kraftwerken, die mit CO₂-trächtiger Stein- und Braunkohle befeuert werden.
Tüchtige Leute sind das beim RWE, hervorragende Experten. Aber manchmal auch umständlich, ein wenig langsam, formal, nicht immer kostenorientiert.
Jürgen Großmann, RWE-Vorstandschef
Jürgen Großmann war über die Lage im Bilde, als er den Chefposten antrat. Ehe er zusagte, hatte er sich bei Unternehmens- und Branchenkennern kundig gemacht. "Ich war ja ein Neuling, ich musste ein ganz neues Vokabular erlernen", sagt er. Unterm Strich erfuhr er: "Tüchtige Leute sind das beim RWE, hervorragende Experten. Aber manchmal auch umständlich, ein wenig langsam, formal, nicht immer kostenorientiert." Die neue Aufgabe verstand er deshalb erst einmal als Flottmach-Job, als Restrukturierungsprojekt. Und die Energiewende, die Rettung der Menschheit? War er sich der Größe dieser Aufgabe bewusst? Von Großmann ist darauf keine bekennende Antwort zu bekommen. "Die Zukunft der Menschheit hängt doch von unser aller Verhalten ab", sagt er nur.
Mittlerweile sieht es allerdings so aus, als könnte das zufällige Zusammentreffen des Machertyps an der Konzernspitze mit der akuten Herausforderung des Energiewandels doch so etwas wie ein historischer Moment werden für RWE. Neues ist im Konzern jedenfalls genug zu sehen.
In Essen zum Beispiel, exakt an der Stätte, wo RWE vor 111 Jahren seinen Anfang nahm. Auf dem Gelände der Zeche Victoria Mathias hat Gründer Hugo Stinnes 1898 das erste Kraftwerk bauen lassen. Von dem Pütt, der noch bis 1965 fast in der Innenstadt aus 1100 Meter Tiefe gefördert hat, ist heute nur noch ein Modell erhalten – es steht unter Glas im Foyer des Geschäftsbereichs Supply and Trading. Dort wird nicht mehr produziert. In einem sporthallengroßen Saal handeln junge RWE-Mitarbeiter stattdessen mit allem, was sich auf Energiemärkten hökern lässt: Kohle, Gas, Stromkontrakte für den nächsten Tag oder auf Termin in fünf Jahren, Durchleitungsrechte, CO₂-Zertifikate. Dass der Konzerngewinn im ersten Halbjahr 2009 trotz der Wirtschaftskrise und des sinkenden Absatzes von Strom und Gas im Vorjahresvergleich um fast vier Prozent stieg, lag daran, dass allein die provisionsgedopten Händler 738 Millionen Euro Gewinn einfuhren. Und vor der Tür stehen noch nicht einmal Sportwagen von Porsche. An den Steckdosensäulen im Hof werden batteriegetriebene Smarts aufgeladen: mit dem Projekt E-Mobility, das gerade auf Roadshow durch Deutschland geht, will RWE die Entwicklung von Elektroautos vorwärtstreiben – und Gutes für sein Image tun.
Grüne Erwägungen sind es auch, derentwegen der RWE-Konzern auch bei Desertec dabei ist, dem vor Kurzem von einem Konsortium gestarteten Projekt für die Erzeugung von Strom in Nordafrikas Wüsten. Geprüft wird dafür der Bau von gigantischen thermischen Solarkraftwerken und der Leitungstransport durchs Mittelmeer nach Europa. Den Medienhype darum hält Jürgen Großmann aber für unangemessen: "Das wird noch viel Zeit und Mühe kosten." Ein anderes grünes Großprojekt von RWE steht hingegen schon – in der Nordsee, vor Belgiens Küste bei Oostende.
Bedrohlich, wie ein kolossales Schwert kommt das Rotorblatt aus dem Himmel herniedergefahren, genau auf das Versorgungsboot zu, das zu Füßen des Windmühlenturms in der Dünung treibt. Es bleibt dann aber doch noch ein Abstand von 17 Metern, in dem die Rotorspitze über das Schiff hinwegzieht. Auf See, ohne vertraute Anhaltspunkte für das Auge, sind Distanzen und Größenverhältnisse schwer einzuschätzen. Aber diese Türme sind schon gewaltig, an Land wären sie eine Konkurrenz für den Kölner Dom. Auf ihrem höchsten Punkt schneiden die Rotorspitzen in 184 Meter Höhe durch den Himmel. Würde der Wind stark blasen, wäre es riskant, sich mit dem Boot den Rotoren zu nähern.
Trotz ihrer Größe sind die Windräder aus dreißig Kilometer Entfernung in Oostende nicht zu sehen. Thierry Aelens lacht: "Hier muss sich kein Kurdirektor sorgen, dass wir ihm den Sonnenuntergang schreddern. Die Maschinen stehen weit genug im Meer." Der Belgier leitet das Offshorewindgeschäft von Innogy und damit auch jenes auf der Thorntonbank in der Nordsee. Innogy führt das Konsortium, das dort einen Windpark nach dem neuesten Stand der Technik baut. Sechs Windkrafträder stehen, sechzig sind geplant, genehmigt ist eine Gesamtleistung von 300 Megawatt, das würde zur Stromversorgung von 600.000 Menschen reichen. Jede Windmühle kostet rund 15 Millionen Euro, Innogy allein investiert 270 Millionen Euro in das Projekt.
"Das hier wird jetzt eine richtig große Industrie", sagt Thierry Aelens. Und in dieser Größenordnung passt die Windkraft auch in die Welt von RWE und in die Denkweise von Jürgen Großmann. Ein Chart zeigt, wie die Windkrafträder gewachsen sind, vor zehn Jahren hatten sie gerade ein Zehntel der heutigen Größe. "Die Maschinen da draußen sind noch beinahe Handarbeit, weil wir an ihnen lernen", sagt Aelens, "Jede leistet fünf Megawatt, die nächsten, die wir installieren, werden schon sechs Megawatt machen. Wir werden am Ende weniger als sechzig Maschinen brauchen, um auf unsere 300 Megawatt zu kommen. Das spart Investitions- und Unterhaltungskosten. Offshorewind wird immer rentabler. In fünf Jahren haben wir den Durchbruch." Natürlich kennt Aelens die Einwände gegen Offshoreparks: Horizontverschmutzung, Vogelmord, Negativwirkungen auf Fischbestände, Stromkabel unter Schifffahrtswegen. Auf jeden Einwand hat er ein Gegenargument. Für ihn läuft es darauf hinaus: Wenn Offshore nicht geht, was soll dann für das Klima gehen?
RWE Innogy will massiv in die Technik investieren. Der Offshorepark Greater Gabbard vor Englands Südostküste soll in zwei Jahren 500 Megawatt leisten, Gwynt y Mor vor Wales in fünf Jahren 750 Megawatt und Innogy Nordsee1 vor Juist fast 1000 Megawatt. Bis 2020 sollen 17 Prozent der RWE-Kraftwerksleistung aus grünen Quellen kommen – vor allem aus dem Wind. Dann käme der Konzern der Zielvorgabe der Europäischen Union nahe, nach der 20 Prozent des Stroms regenerativ erzeugt werden sollen.
Ein Ort, an dem der Wind des Wandels gerade schwach ankommt, ist Brauweiler bei Köln. 16 Meter breit, 4 Meter hoch ist die Anzeigetafel in der Netzwarte, der Kommandostand im Raumschiff Enterprise ist nichts dagegen. Leuchtende grüne und rote Linien bilden auf schwarzem Grund das Leitungsnetz von RWE ab. Hier, aus der Hauptschaltleitung Brauweiler, werden die Stromflüsse für ganz Nordeuropa gelenkt. Der Konzern ist sogenannter Regelblockführer, steuert also das Netz der drei deutschen Stromversorger E.on, Vattenfall und EnBW mit. Hier melden Kraftwerke ihre Lieferungen an und Kunden ihren Bedarf. Von hier aus wird der Stromaustausch Deutschlands mit den Nachbarländern gelenkt. Hier wird bestimmt, welche Stromerzeuger mit welcher Leistung ins Netz dürfen. Täglich sind das mehr als 11.000 Lieferanmeldungen, und alle Stromflüsse ins Netz hinein und wieder heraus müssen sich zu null summieren, damit die Frequenz bei 50 Hertz stabil bleibt. Sonst regulieren die Ingenieure nach.
Heinz-Dieter Ziesemann, der Chef der Warte, lässt die aktuelle Windstromlage aufzoomen. Von den 24.000 Megawatt Leistung, die in Deutschland derzeit insgesamt installiert sind, sind gerade ganze 1128 Megawatt am Netz – nur fünf Prozent der möglichen Windleistung. Die Erzeuger dürfen immer ins Netz, das ist gesetzlich festgelegt. Sie können aber nicht immer, weil der Wind nicht immer weht, wie eben jetzt. Die Spannung im Netz wird durch den Windstrom also volatil. Ziesemann sagt: "Die Windstromeinspeisung ist die größte Herausforderung für die Netzführung. Wir müssen ein ziemliches Gezappel bewältigen."
Aus der Perspektive der Netzbetreiber ist die Windenergie deshalb eine teure Angelegenheit. "Sie ersetzt ja nicht einfach konventionelle Kraftwerke, die man aufgeben könnte. Weil sie stark schwankt, muss man Schattenkraftwerke vorhalten, die einspringen können. Und deren Preiskalkulation kommt durcheinander", sagt Klaus Kleinekorte. Er ist Ziesemanns Vorgesetzter und Geschäftsführer der RWE-Netzgesellschaft Amprion. Der Ingenieur bekommt eine weiche Stimme, wenn er über die Schönheit von Umspannanlagen spricht, wo der Strom von 380 Kilovolt in Transformatoren auf 220 Kilovolt heruntergespannt wird.
Was er vor allem klarmacht: "Energie hat immer mit Nachhaltigkeit zu tun. Wir betreiben ein Geschäft in sehr, sehr langen Zyklen. Unsere Transformatoren halten 50 Jahre, unsere Leitungen und Masten sind für 80 Jahre gebaut, wir sind hier nicht in der Handybranche." In den nächsten zehn Jahren will RWE drei Milliarden Euro in den Ausbau des Netzes investieren. Vor allem um die Herausforderungen der Windeinspeisung zu bewältigen, sagt Kleinekorte. Die Energiewende, das ist die Botschaft des Ingenieurs, kann keine Sache von heute auf morgen sein.
Wie sehr der Energieversorger RWE an langen Zeiträumen hängt, wird auch im nahe gelegenen Neurath klar. Mehr als 170 Meter hoch ragen dort zwei Betongehäuse in die Höhe, in denen die Feuerungskessel des dann modernsten Braunkohlekraftwerks der Welt installiert werden sollen. Wenn die beiden 1100-Megawatt-Blöcke 2011 ans Netz gehen, werden seit dem Planungsbeginn acht Jahre vergangen und 2,2 Milliarden Euro investiert sein. Vierzig Jahre lang sollen sie dann laufen, nach der Hälfte dieser Zeit haben sie sich amortisiert und beginnen, Gewinne auszuschwitzen.
In Niederaußem basteln Ingenieure an effizienteren Braunkohlewerken
Der Konzern baut also noch fossile Kraftwerke, und er baut sie riesengroß. Sie werden weiter Kohlendioxid ausstoßen. Noch sind keine technischen Verfahren im Einsatz, die das CO₂ ganz abscheiden. Gleichwohl sollen die neuen Blöcke die CO₂-Bilanz verbessern, denn sie ersetzen sechs alte Blöcke im nahen Frimmersdorf, welche den Brennwert der eingesetzten Braunkohle nur zu 31 Prozent nutzten. Die neuen kommen auf einen Wirkungsgrad von 43 Prozent, vielleicht eines Tages von 47 Prozent.
Wie die Ingenieure sich bemühen, die fossile Technik zu verbessern, lässt sich nicht weit von Neurath in Niederaußem sehen. Dort läuft seit 2003 ein 1000-Megawatt-Block, den der Konzern als den aktuell effizientesten der Welt bezeichnet. Abwärme wird dort für die Trocknung der Braunkohle eingesetzt, ehe sie in die Brennkammer geblasen wird. Das verbessert den Wirkungsgrad. Eine größere Lösung kann Werksleiter Bert Brucherseifer erst als unvollendeten Prototyp zeigen. Mechaniker schrauben unten neben dem Kesselhaus an einem Gebilde aus Rohren und edelstählernen Tanks. Mit einer Waschflüssigkeit sollen hier 90 Prozent des Kohlendioxids aus den Rauchgasen gespült werden. RWE plant den Bau eines 450-Megawatt-Braunkohlekraftwerks mit dieser CO₂-Wäsche in Hürth. Allerdings müsste das abgeschiedene CO₂ irgendwo gelagert werden können.
Von der neuen Großtechnik CCS (Carbon Capture and Storage) versprechen sich die Energieversorger den entscheidenden Beitrag zur Klimarettung. Auch RWE möchte die unterirdische Lagerung des CO₂ gern erproben. Die Bundesregierung wollte in diesem Jahr die gesetzlichen Voraussetzungen dafür schaffen. Aber die Landesregierung von Schleswig-Holstein, wo die Probelager in salinischen Formationen tief unter der Erdoberfläche vorgesehen waren, fürchtete Bürgerproteste und kündigte Widerstand im Bundesrat an. Der Bundestag ließ den Gesetzentwurf fallen.
Auf absehbare Zeit sei die Grundlastversorgung der Industrie nur mit fossilen Energieträgern zu schaffen – so steht es in der großen Strategie von RWE. Bis 2012 will der Versorger 26 Milliarden Euro investieren, 6,5 Milliarden Euro jährlich. Der größte Batzen davon soll in neue Gas- und Kohlekraftwerke gehen, wie etwa in Neurath. Der CO₂-Ausstoß des Kraftwerksparks soll durch Umrüstung um 20 Prozent sinken.
Kritische Beobachter äußern große Zweifel an der Entschiedenheit von RWE, den Energiewandel voranzutreiben. Bernd Hirschl vom Berliner Institut für ökologische Wirtschaftsforschung hat im Auftrag von Greenpeace die Investitionspläne der vier großen Energiekonzerne in erneuerbare Energien minutiös untersucht. Sein Fazit: Unter dem Eindruck der drängenden Klimaschutzdiskussion haben die Konzerne vor allem ihre Marketing- und Werbemaschinen angeworfen. Die wirklich erwartbaren Ergebnisse seien weniger beeindruckend.
RWE investiere zu wenig und zu spät in grüne Energien, sagen Kritiker
Für RWE rechnet Hirschl vor, dass allenfalls zwölf Prozent des Stroms 2020 tatsächlich aus regenerativen Quellen kommen können – wenn man nicht die installierte Leistung, sondern die tatsächlichen durchschnittlichen Volllaststunden betrachte. Der Konzern setze stark auf den volatilen Wind. Und sollten sich die ehrgeizigen Offshorepläne nicht voll, sondern nur zur Hälfte umsetzen lassen, käme der Regenerativ-Anteil an der Erzeugung nur noch auf gut neun Prozent.
Für Hirschl kommen die Investitionen von RWE in grüne Energie viel zu spät, zudem reichen sie in seinen Augen nicht aus: "Eine Milliarde für Innogy jährlich von insgesamt 6,5 im Konzern sind gerade einmal fünfzehn Prozent. Das ist nicht hinlänglich überproportional, um den Rückstand des Regenerativ-Anteils in der Erzeugung aufzuholen." Vor allem aber kritisiert Hirschl, dass der RWE-Konzern weiter auf große zentrale Fossilkraftwerke setzt. "Eigentlich", sagt er, "müsste man dieses Grundlastkonzept aufgeben und zu einer dezentralen Versorgung kommen: eine Vielzahl kleiner, marktnaher, möglichst gasbetriebener Kraftwerke mit Kraft-Wärme-Kopplung. Durch ein intelligentes Lastmanagement ließe sich dann auch der Strom aus Wind und Biomasse leichter integrieren."
Doch das würde die Bedeutung der heute noch dominierenden Energieversorger reduzieren. Hirschls Kritik rührt also an die Grundlagen der Energiepolitik: Sollen die Versorger im rohstoffarmen Europa mächtig sein, damit den Lieferanten von Öl und Gas in Nahost und Russland starke Verhandlungspartner entgegentreten? Oder sollte man ihre Marktmacht, die zu hohen Verbraucherpreisen führen kann, beschränken? Wären viele kleine Versorger in Stadtwerkegröße die flexible Lösung der Zukunft?
Fritz Vahrenholt hat auf diese Fragen klare Antworten. Er ist der Chef von RWE Innogy und der grüne Vorzeigemann des Konzerns. Vahrenholt war Umweltsenator in Hamburg, dann Topmanager beim Windmaschinenhersteller Repower, nun soll er bei RWE das Geschäft mit regenerativer Energie voranbringen. Er pariert den Vorwurf, der Konzern investiere zu wenig ins Grüne, so: "Wenn man aus den Gesamtinvestitionen von 6,5 Milliarden alles herausrechnet, was nicht in Kraftwerke geht, bleiben noch 4 Milliarden. Davon eine Milliarde in Regenerative, sind 25 Prozent – wenn das nicht überproportional ist!"
Zum Abschied vom Grundlastkonzept und zur dezentralen Versorgung sagt er: "Erzählen Sie mal dem Chef eines Stahlwerks oder einer Chemiefabrik, dass er auf den billigen und kontinuierlich fließenden Grundlaststrom verzichten soll." Größe müsse sein, weil die Stadtwerke Oer-Erkenschwick mit dem Riesen Gasprom nicht auf Augenhöhe über die Preise verhandeln könnten.
Nein, sagt Vahrenholt, die Erträge aus den fossilen Großkraftwerken seien nötig, um den Aufbau der alternativen Energien zu finanzieren: "Für meine Mühlen gebe ich ja Geld aus, das in anderen Teilen des Konzerns verdient wird. Was mich stört, ist dieses Schwarz-Weiß-Denken, die Erwartung, dass es die eine große Lösung gibt, und das auch noch schnell. Wir brauchen Zeit, und wir brauchen alle Energieträger. Und dass der grüne Riese so groß ist, das ist schon gut."
- Datum 11.09.2009 - 15:50 Uhr
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- Serie Energie
- Quelle DIE ZEIT, 10.09.2009 Nr. 38
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..das dieser Artikel noch gar nicht kommentiert wurde.
Aus anderen Foren ist mir solches gar nicht vertraut, da wären schon Dutzende Kommentare mit rüden Wortgefechten zu lesen.
Die euphemistische Umschreibung der volatilen Einspeisung durch Windkraftanlagen, für eine "parasitäre" Technik, bringt in dem Artikel eindeutig nicht das zu Ausdruck was deutlich gesagt werden muss. Es ist alleine dem EEG zu verdanken, daß sich die absurdesten Vorstellungen zu einer komplexen Technik verbreiten, die seit den "Nürnberger Rasse-Gesetzen", von Seiten des Gesetzgebers, keine solche Art der Legitimierung mehr erfahren haben.
Allein durch Langzeit Subvention ein Marktunfähiges Produkt etablieren zu wollen, ist schon mehr als fragwürdig. Aber die Verbreitung skurriler Phantasmen um arglosen Stromkunden das Geld aus der Tasche zu ziehen ist eine bodenlose Verantwortungslosigkeit.
Haarsträubenste Argumente von allen möglich Seiten, nicht nur von Greenpeace, scheinen den verantwortlichen wohl die Sicht auf die Realität bereits vollständig getrübt zu haben. Das es keine privaten Investoren zu diesem Thema, bei großen Projekten gibt, das ja eine Technik umsetzten zu wollen und zu können vorgibt die bereits seit ca. 150 Jahre bestens umgesetzt wird, scheint da nicht irgendwie Grund genug zu nachdenken zu sein.
"Potemkin'sche Energie-Dörfer" können auf alle Fälle nicht halten was sie versprechen. Auch nicht durch statistische Zahlenspielerei zu stochastisch verwertbaren Daten.
Na auf wessen Gehaltsliste stehen Sie denn?
Über Windkraft als "parasitäre Technik" zu sprechen...
Ihre Aussage beschränkt sich - abgesehen vom schlicht weg hummeldummen Vergleich mit den Nürnberger Rassegesetzen - darauf, Windenergie zu verteufeln, da sie momentan ohne Subventionen noch nicht mit den Preisen von Kohle- und Atomstrom konkurrieren kann. Hierbei übersehen sie einige eminent wichtige Punkte:
1. Technologische Innovationen bedürfen bei geplanter Einführung für Massennutzung stets großer Investitionen in Forschung und Entwicklung!
Natürlich muss auch die vorhandene Infrastruktur (Stromnetze) umgestellt werden. Nur dadurch können neue Produkte mit bereits etablierten konkurrieren. Wäre nicht bereits seit den 50er Jahren massiv in die Erforschung der Atomkraft investiert worden, so wäre sie heute nach wie vor keine günstige Alternative. Betrachtet man die Entwicklung der Erzeugungskosten von Wind- oder Solarenergie, so sieht man, dass diese in den letzten 10 Jahren um ein vielfaches gesunken sind.
2. Je mehr kleinere Anbieter Strom aus regenerativen Energiequellen einspeisen, desto geringer wird die Marktmacht der größten Erzeuger, die bisher Strompreise manipulieren können, da sie für den Großteil der Erzeugten Energie aufkommen und durch vorübergehendes Abschalten von Kraftwerken Stromengpässe erzeugen können und somit Preise gezielt senken oder anheben können.
Meine Antwort auf Ihren Kommentar ist im Kommentar darunter zu lesen...
3. Vielleicht haben Sie es ja noch nicht mitbekommen, aber es gibt da ein kleines Problem mit dem CO2-Ausstoss. Außer Ihrer Kritik auf die bisher verfolgte Strategie der Subventionierung co2 neutraler Energien nennen Sie keinerlei Alternativen, wie der Klimaerwärmung sonst entgegnet werden soll.
Na auf wessen Gehaltsliste stehen Sie denn?
Über Windkraft als "parasitäre Technik" zu sprechen...
Ihre Aussage beschränkt sich - abgesehen vom schlicht weg hummeldummen Vergleich mit den Nürnberger Rassegesetzen - darauf, Windenergie zu verteufeln, da sie momentan ohne Subventionen noch nicht mit den Preisen von Kohle- und Atomstrom konkurrieren kann. Hierbei übersehen sie einige eminent wichtige Punkte:
1. Technologische Innovationen bedürfen bei geplanter Einführung für Massennutzung stets großer Investitionen in Forschung und Entwicklung!
Natürlich muss auch die vorhandene Infrastruktur (Stromnetze) umgestellt werden. Nur dadurch können neue Produkte mit bereits etablierten konkurrieren. Wäre nicht bereits seit den 50er Jahren massiv in die Erforschung der Atomkraft investiert worden, so wäre sie heute nach wie vor keine günstige Alternative. Betrachtet man die Entwicklung der Erzeugungskosten von Wind- oder Solarenergie, so sieht man, dass diese in den letzten 10 Jahren um ein vielfaches gesunken sind.
2. Je mehr kleinere Anbieter Strom aus regenerativen Energiequellen einspeisen, desto geringer wird die Marktmacht der größten Erzeuger, die bisher Strompreise manipulieren können, da sie für den Großteil der Erzeugten Energie aufkommen und durch vorübergehendes Abschalten von Kraftwerken Stromengpässe erzeugen können und somit Preise gezielt senken oder anheben können.
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3. Vielleicht haben Sie es ja noch nicht mitbekommen, aber es gibt da ein kleines Problem mit dem CO2-Ausstoss. Außer Ihrer Kritik auf die bisher verfolgte Strategie der Subventionierung co2 neutraler Energien nennen Sie keinerlei Alternativen, wie der Klimaerwärmung sonst entgegnet werden soll.
Na auf wessen Gehaltsliste stehen Sie denn?
Über Windkraft als "parasitäre Technik" zu sprechen...
Ihre Aussage beschränkt sich - abgesehen vom schlicht weg hummeldummen Vergleich mit den Nürnberger Rassegesetzen - darauf, Windenergie zu verteufeln, da sie momentan ohne Subventionen noch nicht mit den Preisen von Kohle- und Atomstrom konkurrieren kann. Hierbei übersehen sie einige eminent wichtige Punkte:
1. Technologische Innovationen bedürfen bei geplanter Einführung für Massennutzung stets großer Investitionen in Forschung und Entwicklung!
Natürlich muss auch die vorhandene Infrastruktur (Stromnetze) umgestellt werden. Nur dadurch können neue Produkte mit bereits etablierten konkurrieren. Wäre nicht bereits seit den 50er Jahren massiv in die Erforschung der Atomkraft investiert worden, so wäre sie heute nach wie vor keine günstige Alternative. Betrachtet man die Entwicklung der Erzeugungskosten von Wind- oder Solarenergie, so sieht man, dass diese in den letzten 10 Jahren um ein vielfaches gesunken sind.
2. Je mehr kleinere Anbieter Strom aus regenerativen Energiequellen einspeisen, desto geringer wird die Marktmacht der größten Erzeuger, die bisher Strompreise manipulieren können, da sie für den Großteil der Erzeugten Energie aufkommen und durch vorübergehendes Abschalten von Kraftwerken Stromengpässe erzeugen können und somit Preise gezielt senken oder anheben können.
Meine Antwort auf Ihren Kommentar ist im Kommentar darunter zu lesen...
3. Vielleicht haben Sie es ja noch nicht mitbekommen, aber es gibt da ein kleines Problem mit dem CO2-Ausstoss. Außer Ihrer Kritik auf die bisher verfolgte Strategie der Subventionierung co2 neutraler Energien nennen Sie keinerlei Alternativen, wie der Klimaerwärmung sonst entgegnet werden soll.
Da gehen die Meinungen sehr weit auseinander; ich halte es für Propaganda, den Einfluß des menschgemachten CO_2 als DEN "Gottstehunsbei" hochzuhalten.
Vielleicht sollte sich der Autor dieses gut recherchierten und weitgehend frei von eigenen Deutungen gehaltenen Artikels dessen mal annehmen.
Ebenso interessant wäre mal ne längere Darstellung des angeschnittenen Gegenentwurfs zu den großen Energieerzeugern, also kleinteilige Lösungen als Ergänzung zu Großkraftwerken für die so genannte "Grundlast".
Was ich für richtigen Blödsinn halte, ist die CO_2-Abscheidung und Ablagerung. Klar isses gut, wenn Kohlekraftwerke energieeffizienter werden und die Abgase weitestgehend entschwefelt und entstickt (=Stickoxide raus) werden; nur würde ma die höhere Effizienz meines Erachten schlicht und einfach dafür verballern, um das CO_2 loszuwerden. Halte ich für mehr als fragwürdig.
daß es Menschen gibt, die der physikalisch nicht nachwesbaren, von der Deutschen Meteorologischen Gesellschaft so beschriebenen Hypothese :
"Es ist unstrittig, daß der anthropogene Treibhauseffekt noch nicht unzweifelhaft nachgewiesen werden konnte........"
einen irgendwie gearteten Zusammenhang unterstellen, der sehr an die Vorstellungen erinnert, daß Menschen etwas zur Hälfte oder einem Viertel oder Achtel oder sogar Sechszehntel sein können, je nach dem der wievielten Generation an Vorfahren etwas entsprechend anteilig vorhanden sein soll, aber nur bis 01.01.1800. Das war zwar noch nie biologisch beweisbar, aber irgendwie doch ganz plausibel vorstellbar ?
Ganz ähnliches beim Thema Klima, wo kann das nur alles her sein ?
Wo auch immer es her ist, hierzu gibt es auch ganz andere Meinungen als die der Medien und des Mainstream :
http://www.angewandte-geo...
Da gehen die Meinungen sehr weit auseinander; ich halte es für Propaganda, den Einfluß des menschgemachten CO_2 als DEN "Gottstehunsbei" hochzuhalten.
Vielleicht sollte sich der Autor dieses gut recherchierten und weitgehend frei von eigenen Deutungen gehaltenen Artikels dessen mal annehmen.
Ebenso interessant wäre mal ne längere Darstellung des angeschnittenen Gegenentwurfs zu den großen Energieerzeugern, also kleinteilige Lösungen als Ergänzung zu Großkraftwerken für die so genannte "Grundlast".
Was ich für richtigen Blödsinn halte, ist die CO_2-Abscheidung und Ablagerung. Klar isses gut, wenn Kohlekraftwerke energieeffizienter werden und die Abgase weitestgehend entschwefelt und entstickt (=Stickoxide raus) werden; nur würde ma die höhere Effizienz meines Erachten schlicht und einfach dafür verballern, um das CO_2 loszuwerden. Halte ich für mehr als fragwürdig.
daß es Menschen gibt, die der physikalisch nicht nachwesbaren, von der Deutschen Meteorologischen Gesellschaft so beschriebenen Hypothese :
"Es ist unstrittig, daß der anthropogene Treibhauseffekt noch nicht unzweifelhaft nachgewiesen werden konnte........"
einen irgendwie gearteten Zusammenhang unterstellen, der sehr an die Vorstellungen erinnert, daß Menschen etwas zur Hälfte oder einem Viertel oder Achtel oder sogar Sechszehntel sein können, je nach dem der wievielten Generation an Vorfahren etwas entsprechend anteilig vorhanden sein soll, aber nur bis 01.01.1800. Das war zwar noch nie biologisch beweisbar, aber irgendwie doch ganz plausibel vorstellbar ?
Ganz ähnliches beim Thema Klima, wo kann das nur alles her sein ?
Wo auch immer es her ist, hierzu gibt es auch ganz andere Meinungen als die der Medien und des Mainstream :
http://www.angewandte-geo...
schade das die großen bösen Anbieter, die sich ja alles unter den Nagel reißen seit die EU den Strommarkt liberalisiert hat, einfach nicht dieses sagenumwobenen Umsatz- und Gewinnplus auch noch dankbar einstreichen wollen und so alle kleinen Anbieter ausboten. Wo es doch so ein leichtes wäre für die großen bösen Wölfe am Strommarkt. Denn "Wind und Sonne schicken ja keine Rechnung". Warum wollen denn die dies Qusimonopolisten denn nicht dieses Stück Kuchen auch haben ?
Bis vor zwei Jahren hätte ich gar nicht gedacht das es sowas wie Lohnschreiber in öffentlichen Foren geben könnte, aber da mir der Vorwurf schon beim ersten Beitrag begegnet nehme ich an, Sie kennen sich mit Agitation wesentlich besser aus als mit Elektrotechnik. Denn seltsamer Weise wird die grundsätzlich ignoriert und wer aus keinem anderen Grund als der Fortführung technischer Sicherheit wie bisher argumentiert, wird schwups als Lohnschreiber verunglimpft.
Welche technische Entwicklung Sie da beschreiben ist Ihnen offensichtlich nicht im geringsten klar. Da drehen sich im Wasserkraftwerk Generatoren wie im Windrad. Das ist weder neu noch innovativ.
Solange keine Speichermöglichkeiten im Vordergrund der Investitionen stehen, sondern Zufallsstrom den Ausbau von konventionellen Kraftwerken befördert ohne auch nur die durchschnittlichen 6% Substitutionspotentials sicher stellen zu können ist das eine "parasitäre Technik" die noch nicht mal die Fähigkeit erlangen möchte selbständig funktionieren zu können.
Da gehen die Meinungen sehr weit auseinander; ich halte es für Propaganda, den Einfluß des menschgemachten CO_2 als DEN "Gottstehunsbei" hochzuhalten.
Vielleicht sollte sich der Autor dieses gut recherchierten und weitgehend frei von eigenen Deutungen gehaltenen Artikels dessen mal annehmen.
Ebenso interessant wäre mal ne längere Darstellung des angeschnittenen Gegenentwurfs zu den großen Energieerzeugern, also kleinteilige Lösungen als Ergänzung zu Großkraftwerken für die so genannte "Grundlast".
Was ich für richtigen Blödsinn halte, ist die CO_2-Abscheidung und Ablagerung. Klar isses gut, wenn Kohlekraftwerke energieeffizienter werden und die Abgase weitestgehend entschwefelt und entstickt (=Stickoxide raus) werden; nur würde ma die höhere Effizienz meines Erachten schlicht und einfach dafür verballern, um das CO_2 loszuwerden. Halte ich für mehr als fragwürdig.
daß es Menschen gibt, die der physikalisch nicht nachwesbaren, von der Deutschen Meteorologischen Gesellschaft so beschriebenen Hypothese :
"Es ist unstrittig, daß der anthropogene Treibhauseffekt noch nicht unzweifelhaft nachgewiesen werden konnte........"
einen irgendwie gearteten Zusammenhang unterstellen, der sehr an die Vorstellungen erinnert, daß Menschen etwas zur Hälfte oder einem Viertel oder Achtel oder sogar Sechszehntel sein können, je nach dem der wievielten Generation an Vorfahren etwas entsprechend anteilig vorhanden sein soll, aber nur bis 01.01.1800. Das war zwar noch nie biologisch beweisbar, aber irgendwie doch ganz plausibel vorstellbar ?
Ganz ähnliches beim Thema Klima, wo kann das nur alles her sein ?
Wo auch immer es her ist, hierzu gibt es auch ganz andere Meinungen als die der Medien und des Mainstream :
http://www.angewandte-geo...
och,
mal im Ernst. Fakt ist das wir auf unserem kleinen Raumschiff genannt Erde, zu sehen müssen das wir den Laden in Schuss halten. Da unsere Bevölkerung quasi explodiert und immer mehr Ressourcen benötigt werden, kann es keine Diskussion darüber geben in neue Energiequellen zu investieren. Dann noch eine Diskussion darüber zu führen ob der Mensch am Treibhauseffekt Schuld ist oder nicht, treibt die Bezeichnung" gesunder Menschenverstand" schon an den Rande der Glaubwürdigkeit. Es ist im Grunde auch völlig egal ob es so ist oder nicht. Das sind nun mal die Vorraussetzungen mit denen wir jetzt arbeiten müssen. Da hilft es auch nichts jetzt einen Schuldigen zu suchen. Den werden wir nicht finden, will ja eh keiner gewesen sein.
Atommeiler länger laufen lassen findet der Herr von RWE natürlich toll, was anderes kann er ja auch gar nicht sagen. Was würden denn die Aktionäre sagen?! Es geht hier natürlich um ein riesiges Kapital, was ja auch nicht schlecht ist. Wie lange sollten den die Meiler noch laufen...ein Vorschlag der Versorger würde mich mal interessieren. Ob die sich auf ein Datum festlegen würden?? Ich glaube nicht. Wenn sie jetzt sagen würden, ok bis 2025 haben wir alle Meiler vom Netz, kann man davon ausgehen das sie 2020 anfangen darüber zu sprechen, ob das mit dem Atomausstieg wirklich so eine gute Sache ist....usw....
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