Süddeutschen Zeitung. Es geht um die Wilhelm-Neuhaus-Schule in Bad Hersfeld, die einzige Schule Hessens, an der schon Erstklässler Schach als reguläres Schulfach haben. Der sieben Jahre alte Niels ist begeistert: "Das ist mein Lieblingsfach." Sein Lehrer ist der 76-jährige Wilhelm Beier, der früher an der Hochschule Biologielehrer ausbildete. Inzwischen wird Schach in Bad Hersfeld an drei weiteren Grundschulen und allen weiterführenden Schulen unterrichtet. Auslöser war eine Studie der Universität Trier, nach der vor allem schwächere Schüler vom Schulschach profitierten. Häufig verbessert sich der Notendurchschnitt ganzer Klassen.

"Am Schachbrett verliert manchmal selbst der Schulleiter gegen Zweitklässler", lese ich in der

Jetzt nach München: An der Paulcke-Schule im Problemviertel Hasenbergl kommt einmal pro Woche Dijana Dengler von der Münchner Schachakademie vorbei. Die Stunde beginnt mit dem "Schachgroove": Auf den Zehenspitzen gehen wie der König, dann krumm machen wie der Springer und anschließend schräg halten wie der Läufer. Offenbar hilft das: Waren es anfangs nur zehn, wollen jetzt alle 24 Schüler der vierten Klasse Schach lernen.

Noch etwas weiter ist da der achtjährige Alan-Ari Hübner aus der Schachgruppe des Schachpädagogen Raymund Stolze in Brandenburg. Bei der brandenburgischen Meisterschaft U10 spielte er als Weißer 17.d6 und gewann schließlich nach 56 Zügen. Mit welcher hübschen Opferabwicklung wärs schneller gegangen?

Lösung aus Nr. 37: