Europa Vier vor zwölf
Klima, Armut, Krise: Bis zum Jahresende wird das Drehbuch der Weltpolitik neu geschrieben
© Stringer/AFP/Getty Images

Hilfe für die Ärmsten: Europa muss den hehren Worten endlich ambitionierte Taten folgen lassen
Jetzt kommt es drauf an: In den nächsten vier Monaten muss Europa über seine zukünftige Rolle in der Welt entscheiden. Denn zum einen wird in diesen kommenden Wochen das Drehbuch globaler Politikgestaltung neu geschrieben, das eine Antwort auf die Finanzkrise, den Klimawandel und globale Sicherheitsbedrohungen geben soll. Zum anderen stehen die Institutionen der Europäischen Union vor einem grundlegenden Umbruch – egal, ob das irische Referendum am 2. Oktober zur Ratifizierung des Lissabonner Vertrags führt oder nicht. So oder so: Bis Januar 2010 werden wir neue Institutionen, neue Führungspersonen und, wenn man so will, ein neues Drehbuch für Europa bekommen. Werden wir auch ein progressives, einflussreiches Europa haben?
Die Finanzkrise hat das Ausmaß der globalen Abhängigkeiten sichtbar gemacht. In Europa schrumpfte die Wirtschaft um ein Prozent, und die Arbeitslosigkeit stieg um zwei Prozentpunkte. Noch viel dramatischer sind die Folgen in Asien und Afrika: In Kambodscha haben 50000 Arbeiter in der Textilindustrie – einer von sieben – ihre Stelle verloren. In Sambia wurde ein Viertel der Minenarbeiter entlassen. Insgesamt sind 100 Millionen Menschen durch die Krise wieder unter die Armutsgrenze gefallen.
»Eine globale Krise erfordert eine globale Lösung.« Das haben die G20, die sich Ende September im amerikanischen Pittsburgh treffen werden, immer wieder betont. Gerade in den Bereichen der Regulierung der Finanzmärkte, der Handelspolitik und der Entwicklungspolitik hat die EU enorm viel beizutragen – schon allein, weil sie fast 60 Prozent der weltweiten Mittel für Entwicklungszusammenarbeit aufbringt.
Ähnliches gilt für die globale Schicksalsfrage des Klimawandels. Im Dezember wird sich bei der UN-Klimaschutzkonferenz in Kopenhagen erweisen, ob die Regierungen dieser Herausforderung gewachsen sind. Noch immer gibt es keinen Konsens über Reduzierung von Emissionen, über Finanzierung und Technologietransfer. Schon ist die Rede davon, dass ein multilaterales Abkommen nicht machbar sei und dass China und die USA als G2 die Klimakrise lösen müssten. Einspruch! An vorderster Front bei den überlebenswichtigen Innovationen steht die EU. Sie hat ein Europäisches Emissionshandelsschema entwickelt, sie hat zugesagt, Treibhausgasemissionen bis 2020 um 20 Prozent zu reduzieren, und falls sich andere Industriestaaten ebenfalls zu Reduktionen bekennen, sogar um 30 Prozent. Die EU hat die Ideen und Ressourcen, um eine Einigung herbeizuführen.
Die sicherheitspolitischen Folgen politischer Untätigkeit in diesen Krisenzeiten sind inzwischen hinlänglich beschrieben: Wenn die Finanzkrise zu einer längerfristigen Rezession führt, dann werden Migration, Kriminalität und Drogenprobleme alle Staaten betreffen. Wenn die Eindämmung des Klimawandels scheitert, können ganze Länder destabilisiert werden.
Um diese großen Herausforderungen anzugehen, braucht es neue Strukturen internationaler Kooperation. Die Vereinten Nationen und die Weltbank sind wichtige Pfeiler. Aber Europa bietet besondere Vorteile. Es arbeitet, oder versucht es zumindest, auf der Grundlage gemeinsamer Werte. Es verfügt über wirtschaftliche, finanzielle, diplomatische und inzwischen auch militärische Werkzeugkästen. Es baut seine Beziehungen zu anderen Regionen auf der Basis gegenseitiger Rechenschaftspflicht auf, zum Beispiel durch die Partnerschaftsabkommen mit 79 Staaten in Afrika, der Karibik und dem Pazifik. Dadurch bietet Europa Größenvorteile und eine effizientere Grundlage für internationale Verhandlungen.
All diese Vorteile könnten in den kommenden Monaten zum Tragen kommen, denn es gibt bereits ein neues Parlament, und bis Januar wird es ein neues Führungsteam in Brüssel geben. Sollte der Lissabon-Vertrag ratifiziert werden, kommen neue Positionen hinzu: die des Präsidenten des Europäischen Rats, ein neuer und mächtigerer Hoher Vertreter der Union für Außen- und Sicherheitspolitik, der gleichzeitig Vizepräsident der Europäischen Kommission sein wird; und ein neuer Europäischer Auswärtiger Dienst. So viel Aufbruch war selten in den europäischen Außenbeziehungen.
All das sind gute Nachrichten. Doch daraus wird erst gute Global Governance, wenn die Entwicklungspolitik massiv aufgewertet wird.
Erstens muss sie mit anderen Politikbereichen vernetzt werden. Die »Silo-Mentalität«, die Konkurrenz zwischen Ressorts, Institutionen und nationalen Interessen muss aufhören. Ab sofort muss das Primat des kohärenten Denkens gelten. Die Folgen dieser »Silo-Mentalität« haben wir in der Vergangenheit auf politischer und wirtschaftlicher Ebene immer wieder erlebt: in Afghanistan und im Irak bei Diplomaten, Militärs und Aufbauhelfern. Oder innerhalb Europas, wenn es um Agrarpolitik geht oder um Migration. Erste Ansätze zur Besserung sind erkennbar: Europa entwickelt gerade gemeinsame Strategien, beispielsweise für Afrika. Aber die Umsetzung dieser Strategien muss dann auch kontrolliert werden.
Zweitens brauchen wir einen starken Entwicklungskommissar in Brüssel. In der Vergangenheit war dies ein Restposten bei der Verteilung der Ämter.
Drittens braucht der Entwicklungskommissar ausreichend Personal und Ressourcen. Die gegenwärtige Ausgestaltung ist absolut unbefriedigend. Die für Politik und Planung zuständige Abteilung und die ausführende Agentur, EuropeAid genannt, sind verschiedenen Ressorts zugeordnet, die verschiedenen Instrumente und regionale Zuständigkeiten der europäischen Entwicklungspolitik sind ebenfalls auf verschiedene Kommissare aufgeteilt.
Viertens muss das Europäische Parlament mehr entwicklungspolitisches Profil zeigen. Der zuständige Ausschuss hat mit der französischen Grünen Eva Joly eine neue Vorsitzende. Ihre Aufgabe wird es sein, die Parlamentarier auf eine ehrgeizigere und umfassendere Vision von Entwicklung einzuschwören.
Denn wenn Entwicklungspolitik nicht stärker auf die ärmsten Menschen in den ärmsten Ländern ausgerichtet wird, können wir die Millennium-Ziele der UN nicht erreichen. Erst eine Reform der Handelspolitik wird in vielen armen Ländern Wachstum begünstigen können. Ohne einen politischen Dialog, in dessen Zentrum Menschenrechte und Geschlechtergerechtigkeit stehen, wird es keine nachhaltige Entwicklung, Demokratie oder keinen Frieden geben. Die EU hat bereits einen Konsens in entwicklungspolitischen Fragen erreicht, der im Dezember 2005 von Regierungschefs im Europäischen Rat, aber ebenso von Parlament und Kommission unterzeichnet wurde. Der Konsens bestärkt das zentrale Ziel der Armutsreduzierung und von Entwicklung »als einem zentralen Ziel an sich«. Aber diesen hehren Worten müssen ambitionierte Taten folgen.
Natürlich ist ein Europa leicht vorstellbar, das vor allem um seine eigenen Probleme kreist, das Entwicklungsländer als Bedrohung oder Adressaten unserer Wohltätigkeit behandelt und der Entwicklungspolitik die Rolle des Dienstmädchens der Außenpolitik zuweist. Aber bis zum Ende dieses Jahres haben wir die Möglichkeit, die Weichen für einen Ansatz zu stellen, der den Herausforderungen der globalen Wirtschafts-, Klima- und Armutskrise wirklich gerecht wird.
Die Autoren:
Der Brite Simon Maxwell war Direktor des Overseas Development Institute in London.
Paul Engel ist Direktor des European Centre for Development Policy Management in Maastricht, Niederlande.
Dirk Messner ist Direktor des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik.
Pierre Schori leitet in Madrid die Fundación para las Relaciones Internacionales y el Diálogo Exterior
- Datum 11.09.2009 - 16:24 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 10.09.2009 Nr. 38
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Entwicklungshilfe und Armutsbekämpfung: Sind das jetzt die neuen Namen des Kolonialismus? Haben andere Länder und Kolturen nicht auch ein Recht, sich selber zu entwickeln, und zwar in ihrem Sinne, mit ihrer Kultur? Müssen wir aller Welt unsere Ideen und Werte aufdrängen?
... aus der Ecke, nur der übliche Seremon "globale Probleme brauchen globale Lösungen", das Denken muss übergreifend werden, die dritte Welt muss von uns errettet werden, mit einer Mischung aus Druck und Almosen. Usw. usw. usw. Währenddessen wird weiter mit Ausfuhrsubventionen ausländische Landwirtschaft platt gemacht, erobern europäische und allen voran deutsche, ausländische Märkte, sichern sich Rohstoffe und Marktanteile. Alles nicht im geringsten berührt von sozialen oder Umwelterwägungen...
Da wird genau angeeckt was sich auch anecken. Allerdings in Artikellänge: sollten sie Interesse an der Ausarbeitung diese Programms haben, lesen Sie doch mal das hier zB: http://www.die-gdi.de/
Einer der Autoren ist da Direktor. Sie können von diesem Artikel keine Auflistung wirschaftspolitischer Massnahmen für Entwicklungspolitik verlangen. Aber sie sollten aufmerksam lesen. Da steht allerhand drin. Viele Grüsse
Da wird genau angeeckt was sich auch anecken. Allerdings in Artikellänge: sollten sie Interesse an der Ausarbeitung diese Programms haben, lesen Sie doch mal das hier zB: http://www.die-gdi.de/
Einer der Autoren ist da Direktor. Sie können von diesem Artikel keine Auflistung wirschaftspolitischer Massnahmen für Entwicklungspolitik verlangen. Aber sie sollten aufmerksam lesen. Da steht allerhand drin. Viele Grüsse
Alle Krisenherde der Gegenwart gehen ausnahmslos auf das Erbe der katastrophalen alteuropäischen Kolonialpolitik zurück. Insofern ist es fair, dass die EU die Verantwortung dafür übernimmt. Andererseits sind die Mächtigen der Welt heute meist außerhalb Europas zu finden. Der größte Umweltverschmutzer China, der weltgrößte Verbraucher USA, das reichste Land in Asien Japan, Indien mit seiner Milliardenbevölkerung, das rohstoffreiche Brasilien -- sie alle müssen beteiligt werden.
´Alle Krisenherde der Gegenwart gehen ausnahmslos auf das Erbe der katastrophalen alteuropäischen Kolonialpolitik zurück.´
Ach was, so eifach ist das?
´Insofern ist es fair, dass die EU die Verantwortung dafür übernimmt.´
Ah, die Kolonien also sind doch noch nicht so ganz erwachsen. Klar, die schiere Verantwortung gebietet, sich da einzumischen, ihnen zu sagen, wo´s langgeht....
´Alle Krisenherde der Gegenwart gehen ausnahmslos auf das Erbe der katastrophalen alteuropäischen Kolonialpolitik zurück.´
Ach was, so eifach ist das?
´Insofern ist es fair, dass die EU die Verantwortung dafür übernimmt.´
Ah, die Kolonien also sind doch noch nicht so ganz erwachsen. Klar, die schiere Verantwortung gebietet, sich da einzumischen, ihnen zu sagen, wo´s langgeht....
´Alle Krisenherde der Gegenwart gehen ausnahmslos auf das Erbe der katastrophalen alteuropäischen Kolonialpolitik zurück.´
Ach was, so eifach ist das?
´Insofern ist es fair, dass die EU die Verantwortung dafür übernimmt.´
Ah, die Kolonien also sind doch noch nicht so ganz erwachsen. Klar, die schiere Verantwortung gebietet, sich da einzumischen, ihnen zu sagen, wo´s langgeht....
Ja,so einfach ist das. Die Expansion Europas seit dem 15. Jht ist der Ausgangspkt der heutigen dramatischen Verhältnisse in den armen Ländern. Seitdem ist einiges an Geschichte passiert,die Verbindung ist natürlich nicht mehr ganz schnurstraks,aber die letzten Kolonien wurden erst in den 1970ern unabhängig. Da ist der Zusammenhang doch offensichtlich.Und die Kolonial-/Ausbeutermentalität ist ja noch vorhanden,nun im Rahmen des 'Liberalismus'! Schöner Liberalsimus, was?Dass diejenigen, die sich Jahrhunderte lang und noch immer an den Rohstoffen etc des Südens bereichert haben, endlich Verantwortung für dieses Ausbeuten übernehmen müssen ist ja klar.Bisher wurden die armen Länder weiterhin schwach und abhängig gehalten und Unruhen/Korruption eher gefördert (da sind nämlich die Rohstoffe billiger!). Damit wurden systematisch die Anstrengungen der ehemaligen Kolonialländer untergraben, mit Hilfe einer gewählten Regierung und einem Justizwesen auf eigenen Beinen zu stehen. Die zu übernehmende Verantwortung wäre nun in der Art und Weise zu leisten, den Ländern Selbstbestimmung zuzusprechen und so das zu wahren, was von einer kulturellen Identität noch übrig ist. Da aber unsere Regierungen und vor allem die Ökonomie meinen, andere in Sachen Demokratie, Menschenrechte und unseren ach so tollen liberalen Werten zu belehren ist das gar nicht so einfach. Aus ihrem 'Vorschlag' lese ich heraus, dass der 'Norden' einfach abziehen soll. Ist das wirklich realistisch und konstruktiv?
Ja,so einfach ist das. Die Expansion Europas seit dem 15. Jht ist der Ausgangspkt der heutigen dramatischen Verhältnisse in den armen Ländern. Seitdem ist einiges an Geschichte passiert,die Verbindung ist natürlich nicht mehr ganz schnurstraks,aber die letzten Kolonien wurden erst in den 1970ern unabhängig. Da ist der Zusammenhang doch offensichtlich.Und die Kolonial-/Ausbeutermentalität ist ja noch vorhanden,nun im Rahmen des 'Liberalismus'! Schöner Liberalsimus, was?Dass diejenigen, die sich Jahrhunderte lang und noch immer an den Rohstoffen etc des Südens bereichert haben, endlich Verantwortung für dieses Ausbeuten übernehmen müssen ist ja klar.Bisher wurden die armen Länder weiterhin schwach und abhängig gehalten und Unruhen/Korruption eher gefördert (da sind nämlich die Rohstoffe billiger!). Damit wurden systematisch die Anstrengungen der ehemaligen Kolonialländer untergraben, mit Hilfe einer gewählten Regierung und einem Justizwesen auf eigenen Beinen zu stehen. Die zu übernehmende Verantwortung wäre nun in der Art und Weise zu leisten, den Ländern Selbstbestimmung zuzusprechen und so das zu wahren, was von einer kulturellen Identität noch übrig ist. Da aber unsere Regierungen und vor allem die Ökonomie meinen, andere in Sachen Demokratie, Menschenrechte und unseren ach so tollen liberalen Werten zu belehren ist das gar nicht so einfach. Aus ihrem 'Vorschlag' lese ich heraus, dass der 'Norden' einfach abziehen soll. Ist das wirklich realistisch und konstruktiv?
Ja,so einfach ist das. Die Expansion Europas seit dem 15. Jht ist der Ausgangspkt der heutigen dramatischen Verhältnisse in den armen Ländern. Seitdem ist einiges an Geschichte passiert,die Verbindung ist natürlich nicht mehr ganz schnurstraks,aber die letzten Kolonien wurden erst in den 1970ern unabhängig. Da ist der Zusammenhang doch offensichtlich.Und die Kolonial-/Ausbeutermentalität ist ja noch vorhanden,nun im Rahmen des 'Liberalismus'! Schöner Liberalsimus, was?Dass diejenigen, die sich Jahrhunderte lang und noch immer an den Rohstoffen etc des Südens bereichert haben, endlich Verantwortung für dieses Ausbeuten übernehmen müssen ist ja klar.Bisher wurden die armen Länder weiterhin schwach und abhängig gehalten und Unruhen/Korruption eher gefördert (da sind nämlich die Rohstoffe billiger!). Damit wurden systematisch die Anstrengungen der ehemaligen Kolonialländer untergraben, mit Hilfe einer gewählten Regierung und einem Justizwesen auf eigenen Beinen zu stehen. Die zu übernehmende Verantwortung wäre nun in der Art und Weise zu leisten, den Ländern Selbstbestimmung zuzusprechen und so das zu wahren, was von einer kulturellen Identität noch übrig ist. Da aber unsere Regierungen und vor allem die Ökonomie meinen, andere in Sachen Demokratie, Menschenrechte und unseren ach so tollen liberalen Werten zu belehren ist das gar nicht so einfach. Aus ihrem 'Vorschlag' lese ich heraus, dass der 'Norden' einfach abziehen soll. Ist das wirklich realistisch und konstruktiv?
Na, wenn das so einfach ist, dann müssen wir ihnen ja nur sagen, wie sie die Krisen beenden können und wie sie das machen müssen, mit der Demokratie, den Menschenrechten, der Justiz, der Korruptionsbekämpfung, der Landwirtschft, der Wirtschaft allgemein und überhaupt mit der staatlichen Organisation. Ach, und natürlich ganz viel Geld geben, hätte ich fast vergessen.
Am westlichen Wesen soll die Welt genesen?
Oder eher an der postkolonialen Verantwortung?
Na, wenn das so einfach ist, dann müssen wir ihnen ja nur sagen, wie sie die Krisen beenden können und wie sie das machen müssen, mit der Demokratie, den Menschenrechten, der Justiz, der Korruptionsbekämpfung, der Landwirtschft, der Wirtschaft allgemein und überhaupt mit der staatlichen Organisation. Ach, und natürlich ganz viel Geld geben, hätte ich fast vergessen.
Am westlichen Wesen soll die Welt genesen?
Oder eher an der postkolonialen Verantwortung?
Da wird genau angeeckt was sich auch anecken. Allerdings in Artikellänge: sollten sie Interesse an der Ausarbeitung diese Programms haben, lesen Sie doch mal das hier zB: http://www.die-gdi.de/
Einer der Autoren ist da Direktor. Sie können von diesem Artikel keine Auflistung wirschaftspolitischer Massnahmen für Entwicklungspolitik verlangen. Aber sie sollten aufmerksam lesen. Da steht allerhand drin. Viele Grüsse
Na, wenn das so einfach ist, dann müssen wir ihnen ja nur sagen, wie sie die Krisen beenden können und wie sie das machen müssen, mit der Demokratie, den Menschenrechten, der Justiz, der Korruptionsbekämpfung, der Landwirtschft, der Wirtschaft allgemein und überhaupt mit der staatlichen Organisation. Ach, und natürlich ganz viel Geld geben, hätte ich fast vergessen.
Am westlichen Wesen soll die Welt genesen?
Oder eher an der postkolonialen Verantwortung?
"Die zu übernehmende Verantwortung wäre nun in der Art und Weise zu leisten, den Ländern Selbstbestimmung zuzusprechen und so das zu wahren, was von einer kulturellen Identität noch übrig ist ..." - Sie verdrehen den Sinn meines Satzes wenn Sie da Bevormundung herauslesen!
Es wird hier ZUSAMMENARBEIT AUF AUGENHÖHE gefordert!
Warum sind Sie so bitter? Verzweifeln Sie an der Sinnlosigkeit des Lebens, der Menschen? Ich habe da einen Tipp, der heisst: Handeln! Machen Sie was, treffen sie sich mit Leuten aus der 'Dritten Welt', im Kulturzentrum, Sportverein, am Arbeitsplatz, der Schule. Reden Sie mit Betroffenen, knüpfen Sie Bekanntschaften, lernen Sie die anderen Menschen mal kennen. Die Leute des Südens wollen nicht einfach losgelassen, quasi in den A... getreten werden. Ausserdem geht dsa eh nicht, schauen Sie sich mal die Flüchtlingsströme, die verwickelten ökonomischen Verbindungen, unseren unersättlichen Rohstoffbedarf an. Diese Menschen wollen Gleichberechtigung, Augenhöhe und Respekt auf allen Ebenen. Das geht nur gemeinsam. Auf politischer, globaler Ebene und im tâglichen Leben des Zusammenlebens.
"Die zu übernehmende Verantwortung wäre nun in der Art und Weise zu leisten, den Ländern Selbstbestimmung zuzusprechen und so das zu wahren, was von einer kulturellen Identität noch übrig ist ..." - Sie verdrehen den Sinn meines Satzes wenn Sie da Bevormundung herauslesen!
Es wird hier ZUSAMMENARBEIT AUF AUGENHÖHE gefordert!
Warum sind Sie so bitter? Verzweifeln Sie an der Sinnlosigkeit des Lebens, der Menschen? Ich habe da einen Tipp, der heisst: Handeln! Machen Sie was, treffen sie sich mit Leuten aus der 'Dritten Welt', im Kulturzentrum, Sportverein, am Arbeitsplatz, der Schule. Reden Sie mit Betroffenen, knüpfen Sie Bekanntschaften, lernen Sie die anderen Menschen mal kennen. Die Leute des Südens wollen nicht einfach losgelassen, quasi in den A... getreten werden. Ausserdem geht dsa eh nicht, schauen Sie sich mal die Flüchtlingsströme, die verwickelten ökonomischen Verbindungen, unseren unersättlichen Rohstoffbedarf an. Diese Menschen wollen Gleichberechtigung, Augenhöhe und Respekt auf allen Ebenen. Das geht nur gemeinsam. Auf politischer, globaler Ebene und im tâglichen Leben des Zusammenlebens.
"Die zu übernehmende Verantwortung wäre nun in der Art und Weise zu leisten, den Ländern Selbstbestimmung zuzusprechen und so das zu wahren, was von einer kulturellen Identität noch übrig ist ..." - Sie verdrehen den Sinn meines Satzes wenn Sie da Bevormundung herauslesen!
Es wird hier ZUSAMMENARBEIT AUF AUGENHÖHE gefordert!
Warum sind Sie so bitter? Verzweifeln Sie an der Sinnlosigkeit des Lebens, der Menschen? Ich habe da einen Tipp, der heisst: Handeln! Machen Sie was, treffen sie sich mit Leuten aus der 'Dritten Welt', im Kulturzentrum, Sportverein, am Arbeitsplatz, der Schule. Reden Sie mit Betroffenen, knüpfen Sie Bekanntschaften, lernen Sie die anderen Menschen mal kennen. Die Leute des Südens wollen nicht einfach losgelassen, quasi in den A... getreten werden. Ausserdem geht dsa eh nicht, schauen Sie sich mal die Flüchtlingsströme, die verwickelten ökonomischen Verbindungen, unseren unersättlichen Rohstoffbedarf an. Diese Menschen wollen Gleichberechtigung, Augenhöhe und Respekt auf allen Ebenen. Das geht nur gemeinsam. Auf politischer, globaler Ebene und im tâglichen Leben des Zusammenlebens.
Seit 25 Jahren bereise ich Schwellenländer und Länder der Dritten Welt. Dabei interessiert mich speziell auch, wie diese Länder politisch, wirtschaftlich und sozial funktionieren. Ich habe mit sehr, sehr vielen Menschen aller Bildungs- und Einkommensstufen (Bettler bis Bankdirektor und Politiker) dort diskutiert, ebenso wie mit anderen Reisenden, habe mir die Arbeit der vielen NGOs angeschaut, habe jede Menge Bekannte und Freunde dort.
Damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich reklamiere für mich nicht, den Stein der Weisen gefunden zu haben, oder im Besitz höherer Einsicht zu sein. Aber ich weiß, was ich gesehen habe. Verbittert? Nein! Aber ich glaube schon lange nicht mehr an diese einseitigen, einfachen Wahrheiten (Der Kolonialismus ist an allem schuld! Oder die Sklaverei! Oder die Rohstoffgier? Egal, möchte man ergänzen, Hauptsache die reichen Weißen, denn die sollen ein schlechtes Gewissen haben und ganz viel Geld geben, natürlich auf Augenhöhe und ohne Kontrolle.), deren Sinn hauptsächlich darin besteht, den Entwicklungsländern jede Eigenverantwortung abzunehmen, b.z.w. sich jedweder eigenen Verantwortung elegant zu entledigen.
Ein genereller Gedanke: Gleiche Augenhöhe wird sehr schwierig, wenn einer der Geber und der andere der Nehmer ist.
Und ein Rat: Gehen Sie nicht in Kulturzentren, Sportvereine etc.! Reisen Sie stattdessen doch mal durch Afrika, Südostasien, oder Zentralasien, oder...
Seit 25 Jahren bereise ich Schwellenländer und Länder der Dritten Welt. Dabei interessiert mich speziell auch, wie diese Länder politisch, wirtschaftlich und sozial funktionieren. Ich habe mit sehr, sehr vielen Menschen aller Bildungs- und Einkommensstufen (Bettler bis Bankdirektor und Politiker) dort diskutiert, ebenso wie mit anderen Reisenden, habe mir die Arbeit der vielen NGOs angeschaut, habe jede Menge Bekannte und Freunde dort.
Damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich reklamiere für mich nicht, den Stein der Weisen gefunden zu haben, oder im Besitz höherer Einsicht zu sein. Aber ich weiß, was ich gesehen habe. Verbittert? Nein! Aber ich glaube schon lange nicht mehr an diese einseitigen, einfachen Wahrheiten (Der Kolonialismus ist an allem schuld! Oder die Sklaverei! Oder die Rohstoffgier? Egal, möchte man ergänzen, Hauptsache die reichen Weißen, denn die sollen ein schlechtes Gewissen haben und ganz viel Geld geben, natürlich auf Augenhöhe und ohne Kontrolle.), deren Sinn hauptsächlich darin besteht, den Entwicklungsländern jede Eigenverantwortung abzunehmen, b.z.w. sich jedweder eigenen Verantwortung elegant zu entledigen.
Ein genereller Gedanke: Gleiche Augenhöhe wird sehr schwierig, wenn einer der Geber und der andere der Nehmer ist.
Und ein Rat: Gehen Sie nicht in Kulturzentren, Sportvereine etc.! Reisen Sie stattdessen doch mal durch Afrika, Südostasien, oder Zentralasien, oder...
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