Banken Die Welt lernt aus der Krise
Auf ihrem Gipfel in Pittsburgh wollen die G20 neue Finanzregeln verabschieden. Sie können die Kapitalmärkte sicherer machen
Axel Weber ist sich seiner Sache sicher. Im Prinzip, sagt der Bundesbankpräsident, sei man fertig mit den neuen Finanzregeln. Seit mehr als einem halben Jahr feilen Weber und seine Kollegen aus den Zentralbanken, den Finanzministerien und den Bankaufsichtsbehörden nun schon an neuen Vorschriften für die Kapitalmärkte. Sie haben die Wirtschaftsgeschichte studiert, Experten angehört und in nächtelangen Sitzungen um Kompromisse gerungen. Auf dem Gipfel der G20 in Pittsburgh in der kommenden Woche sollen die Staats- und Regierungschefs die Grundzüge der neuen Weltfinanzordnung verabschieden.
Die Politik ist angetreten, um den Finanzkapitalismus zu zähmen. Kann sie ihr Ziel erreichen?
Wer will, findet genug Argumente, um diese Frage zu verneinen: Längst drehen viele Geldinstitute wieder ein großes Rad. Es wird auch künftig gefährliche Finanzprodukte geben. Ein Mechanismus ist nicht in Sicht, der dafür sorgt, dass bei einer Bankenrettung auch die stillen Profiteure zur Kasse gebeten werden – jene zum Beispiel, die den Zockern das Geld geliehen haben und bei einer Pleite alles verlieren würden. »Die Agenda der G20 geht nicht weit genug«, sagt Willem Buiter, Wirtschaftsprofessor an der London School of Economics.
Doch es kommt auch auf die Perspektive an. Gemessen an einer idealen Regulierung, das räumen selbst an den Verhandlungen beteiligte Personen ein, gibt es noch viel zu tun. Gemessen am Status quo jedoch, sind die Fortschritte gewaltig.
Der Umbau des globalen Finanzsystems ist eine Mammutaufgabe. Nationale Interessen müssen zusammengebracht, unterschiedliche Rechtssysteme harmonisiert und neue Gremien geschaffen werden. Genau das passiert. Jedenfalls stimmen die Staaten in vielen Punkten überein – und es bilden sich Allianzen, die noch vor zwei Jahren undenkbar schienen: Ein SPD-Finanzminister macht sich gemeinsam mit einer CDU-Bundeskanzlerin für eine Steuer auf Finanztransaktionen stark. Und der Chef der britischen Finanzaufsicht bezeichnet im Einklang mit dem französischen Staatspräsidenten Teile der Geschäfte der Londoner City als gesellschaftlich nutzlos.
Vieles deutet somit darauf hin, dass die Welt aus der Krise gelernt hat – und das Finanzsystem, wenn auch nicht absolut sicher, so doch ein ganzes Stück sicherer werden wird.
Die Geldhäuser jedenfalls stellen sich bereits darauf ein, dass ihre Arbeit künftig erheblich schwieriger werden wird. »Die Profitabilität der Banken wird strukturell niedriger sein«, sagt Theodor Weimer, Chef der HypoVereinsbank. »Ich gehe davon aus, dass alle quietschen und schreien werden«, so der oberste Commerzbanker Martin Blessing. Laut einer Studie der US-Großbank JPMorgan werden die neuen Finanzregeln die Eigenkapitalrendite im Investmentbanking bis zum Jahr 2011 auf elf Prozent drücken. Die Bankchefs müssten sich fragen, so die Analyse, ob sie sich angesichts solch magerer Aussichten nicht zumindest teilweise aus dem Kapitalmarktgeschäft zurückziehen sollten. Am stärksten betroffen sei die Deutsche Bank, deren Eigenkapitalrendite im Investmentgeschäft auf nur noch 6,7 Prozent schrumpfen werde – Josef Ackermann hatte einst 25 Prozent versprochen.
Dabei ist der Rückgang der Gewinne nur gesund. Durch ihre riskanten Geschäfte haben die Banken ihre Renditen in den vergangenen Jahren künstlich aufgebläht. Jetzt dürften sie auf ein volkswirtschaftlich angemessenes und historisch übliches Maß zurückfallen. Der New Yorker Wirtschaftswissenschaftler Thomas Philippon hat ausgerechnet, dass die Gehälter im Finanzsektor zuletzt im Schnitt um 40 Prozent zu hoch waren.
Kein Wunder, dass das Quietschen und Schreien längst begonnen hat. In einem Brief an Finanzminister Peer Steinbrück warnen die deutschen Bankenverbände vor allzu strengen Regeln. Diese gefährdeten die Kreditversorgung der Wirtschaft. »Wenn wir es übertreiben, werden wir es bereuen«, warnt Charles Dallara, Geschäftsführer des Washingtoner Institute of International Finance und globaler Cheflobbyist des Finanzgewerbes.
Der Druck der Interessengruppen sei »enorm«, sagt ein Berliner Insider. Aus eigenem Antrieb, das ist allen Beteiligten klar, lernt die Branche nicht. Wie alle anderen Manager werden die Bankchefs am Gewinn gemessen – dafür sorgen schon die Investoren, die immer höhere Renditen fordern. So legt JPMorgan Chase den Investmentbanken offen nahe, zwecks Profitsteigerung nach Regulierungslücken Ausschau zu halten. »Selbstbeschränkung läuft in der Gruppe nie«, sagt HypoVereinsbank-Chef Weimer.
- Mehr Überblick
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Regulieren wollen die G20 künftig den Markt für Kreditderivate. Über solche Finanzprodukte sichern sich Banken und andere Unternehmen zum Beispiel gegen Zahlungsausfälle oder Preisschwankungen an den Rohstoffmärkten ab.
Das Problem: Den Handel mit den Derivaten wickeln die Finanzhäuser untereinander ab. Geht eine Bank unter, die anderen eine Absicherung verkauft hat, ist diese Versicherung womöglich wertlos, und die Krise springt auf die zweite Bank über.
Deshalb soll das Geschäft mit Kreditderivaten künftig über reguläre Handelsplattformen mit einer zentralen Abwicklungsstelle laufen. Im Fall einer Pleite springt dann diese Abwicklungsstelle ein – so wird die Kettenreaktion unterbrochen.
Zudem sollen die Produkte standardisiert werden. Den Banken bricht damit ein Milliardengeschäft weg, denn für die außerbörslich gehandelten Kontrakte konnten sie wegen der geringen Transparenz des Marktes sehr hohe Gebühren verlangen.
- Mehr Schutz
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Mit neuen Eigenkapitalvorschriften wollen die G20 die Widerstandskraft der Banken stärken und Übertreibungen entgegenwirken.
Die Institute müssen mehr Kapital vorhalten – besonders für riskante Geschäfte und in Boomzeiten. Großbanken müssen einen zusätzlichen Kapitalpuffer anlegen. Das Eigenkapital muss zudem von höherer Qualität sein.
Bisher können sich die Banken auch sogenanntes Hybridkapital anrechnen lassen. In diese Kategorie fallen etwa Nachranganleihen, die prinzipiell Fremdkapital darstellen, in ihren Charakteristika aber Eigenkapital nahekommen.
Das Problem: Kapital in der klassischen Aktienform absorbiert Verluste und bietet in der Krise Schutz – derartige Anleihen nicht. Speziell deutsche Banken haben viel Hybridkapital in ihren Bilanzen, weshalb sie demnächst womöglich neue Aktien ausgeben müssen. Das würde deren Kurs belasten.
Für Sparkassen und Genossenschaftsbanken gelten schon jetzt Sonderregeln.
- Weniger Exzesse
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Umstritten ist innerhalb der G20, wie streng Bonuszahlungen an Banker reguliert werden sollen.
Deutschland und Frankreich vertreten hier eine harte Linie. So fordert der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy eine Deckelung der Boni. Er stößt damit aber auf Skepsis in den USA sowie in Großbritannien.
Die Vertreter dieser Länder zweifeln daran, dass hohe Boni für die Krise verantwortlich seien. Sie argumentieren, dass die Debatte um die Gehälter weniger mit der Finanzstabilität zu tun, sondern einen verteilungspolitischen Hintergrund habe. Es geht dabei auch um nationale Interessen, denn gerade in London und New York werden hohe Boni bezahlt.
Wahrscheinlich werden sich die G20 in Pittsburgh allgemein auf Standards bei der Vergütung festlegen – unter anderem darauf, dass Boni stärker am langfristigen Geschäftserfolg ausgerichtet werden. Wie diese Empfehlungen ausgelegt werden, wird wohl Sache der nationalen Behörden sein.
- Mehr Kontrolle
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Die Finanzaufsichtsbehörden sollen nach dem Willen der G20 mehr Macht bekommen und sich international besser abstimmen.
So wurde das wichtigste internationale Gremium, das Financial Stability Board, aufgewertet und um die wichtigsten Schwellenländer erweitert. Auch auf europäischer Ebene werden die Kompetenzen der Aufsichtsbehörden für Banken, Versicherungen und Börsen ausgeweitet. Künftig sollen die Kontrolleure zudem Hedgefonds strenger überwachen. Das Financial Stability Board soll regelmäßig die Aufsichtsstandards in Steueroasen überprüfen.
Hierzulande wurden bisher grenzüberschreitende Aufsichtsgremien für die Deutsche Bank, die Commerzbank und die BayernLB eingerichtet.
Die eigentliche Prüfung der Banken liegt aber weiter in nationaler Hand, weil die Staaten keine Kompetenzen an europäische oder internationale Institutionen abgeben wollen.
Also muss der Staat ran. Bislang stehen die G20 zu ihren Plänen. Der politische Wille für Reformen ist da, denn die Bevölkerung will Taten sehen – nicht nur in Deutschland, auch in der Schweiz, in den USA und mit Abstrichen auch in Großbritannien. Eine Übersicht des Bundesfinanzministeriums, Stand Ende August, führt 35 nationale, europäische und internationale Einzelvorhaben auf, die umgesetzt werden oder bereits in Kraft sind – vom »Gesetz zur Stärkung der Finanzmarkt- und Versicherungsaufsicht« bis zur »Einrichtung von grenzüberschreitenden Aufsichtskollegien«.
Immer geht es dabei auch um Standortpolitik. Die Deutschen attackieren Hedgefonds – weil es solche Fonds hierzulande kaum gibt. Die Amerikaner wollen die Banken dazu verpflichten, sich stärker durch die Ausgabe von Aktien statt durch alternative Einlagen zu finanzieren – weil die großen Häuser der Wall Street traditionell stärker auf den Aktienmarkt zurückgreifen als viele deutsche Institute. Dennoch folgen die Regeln einer ökonomischen Logik. Statt die Geschäfte der Banken im Detail zu überwachen, soll die Widerstandsfähigkeit des Finanzsystems erhöht werden. Wenig hält man in G-20-Kreisen von einer Behörde, die Bankprodukte auf ihre Unbedenklichkeit prüft. »Es kommt nicht auf das Produkt an, sondern darauf, was man damit macht. Wir haben gesehen, dass ganz normale Hypotheken eine Katastrophe auslösen können«, sagt ein Unterhändler.
Als Schlüssel zu einem stabileren Finanzsektor gilt das Eigenkapital. Die Banken sollen gezwungen werden, mehr Kapital vorzuhalten, wenn sie riskante Kredite vergeben oder mit komplexen Wertpapieren hantieren. Sie können künftig also nicht mehr so aggressiv wie bisher mit geliehenem Geld ins Risiko gehen. Damit sinkt die Rendite – und es kann weniger Kapital an Mitarbeiter und Aktionäre ausgeschüttet werden. Der Steuerzahler indes wird geschützt, denn je mehr Cash in der Bank bleibt, desto eher kann sie Verluste selbst abfedern, statt auf staatliche Unterstützung zurückgreifen zu müssen. Die Eckpunkte stehen, bis 2010 sollen sie weltweit umgesetzt sein. »Das ist das Herzstück der Reformen«, sagt Jörg Asmussen, Staatssekretär im Finanzministerium.
Der Clou an den Vorschriften: Sie ermöglichen es den Behörden, in Boomzeiten durch eine Verschärfung der Kapitalanforderungen die Kreditvergabe zu bremsen. Sie haben damit ein Instrument, um Finanzblasen zu bekämpfen. Es ist zielgenauer als der Leitzins der Notenbank. Denn eine Verknappung der Geldmenge würde nicht nur den Banken, sondern auch den Produktionsfirmen schaden. »Das Zinsniveau, das man benötigt hätte, um den Immobilienboom zu verhindern, hätte die Wirtschaft erstickt«, so der britische Finanzfachmann Avinash Persaud.
Große Banken müssen künftig gar noch mehr zusätzliches Kapital zurückhalten. Für sie gilt die unausgesprochene Garantie, im Zweifel vom Staat gerettet zu werden, weil ihr Kollaps die Wirtschaft gefährden würde. Dank dieser Garantie können sich die Giganten billig mit Geld versorgen. Das verschafft ihnen einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz – und macht den Staat erpressbar. Die Extraportion Kapital ist nun eine Gegenleistung für die Beistandspflicht. »Diese Banken genießen ein Privileg. Wir werden sie für dieses Privileg bezahlen lassen«, heißt es in Bundesbankkreisen. Man könnte diese Institute zerschlagen, doch so weit will derzeit kein Politiker gehen – zumal viele Experten abraten. Große Unternehmen seien auf große Banken angewiesen, um ihre Geschäfte zu finanzieren.
Parallel wollen die G-20-Experten die Ansteckungsgefahr verringern, die von einer kollabierenden Bank ausgeht. In vielen Ländern – auch in Deutschland – wurden bereits die Rechte der Aufsichtsbehörden gestärkt. Sie können im Krisenfall nun früher eingreifen und eine gefährdete Bank unter ihre Kontrolle bringen. Irgendwann sollen reformierte Insolvenzverfahren ermöglichen, auch große Banken ohne Schaden für das Finanzsystem abzuwickeln. Dabei helfen neue Vorschriften für das bislang unregulierte Geschäft mit hochgefährlichen Finanzderivaten – eine der wichtigsten Ansteckungsquellen. Solche Derivate sollen jetzt über offizielle Börsen gehandelt werden.
Ein großer Teil der neuen Vorschriften tritt allerdings erst in Kraft, wenn die Krise vorbei ist, wahrscheinlich nicht vor 2011. Die Banken können also vorerst weiter mit den alten Regeln leben – und hohe Gewinne erwirtschaften. Die Schonfrist hat Kalkül. In den Bilanzen der Institute klaffen immer noch tiefe Löcher. Wenn der Staat diese Löcher nicht mit neuen Steuergeldern füllen soll, müssen die Institute das selbst tun. Das geht nur über Gewinne. Sie spülen das Kapital herein, das dringend benötigt wird, um Kredite vergeben zu können. Würden die Banken jetzt schon gezwungen, dieses Kapital auf die Seite zu legen, geriete die Kreditversorgung ins Stocken. Überdies hilft die Zockerei derzeit dem Staat bei der Krisenbewältigung. Wenn eine Bank sich bei der Europäischen Zentralbank mit billigem Geld vollsaugt und mit diesem Staatsanleihen kauft, trägt sie zur Finanzierung der Konjunkturprogramme bei, die über die Ausgabe von Anleihen bezahlt werden.
»Das Problem sind nicht die Gewinne. Das Problem ist, wie wir die Banken in der Übergangszeit dazu bringen, dass sie diese Gewinne zur Sanierung ihrer Bilanzen verwenden – statt sie als Dividende oder Bonus auszuschütten«, heißt es in Notenbankkreisen. Bislang vertraut man auf Appelle, doch ob das ausreicht, ist fraglich. In den großen Investmenthäusern wird bereits wieder viel Geld an die Mitarbeiter verteilt. Goldman Sachs hat allein im zweiten Quartal 6,65 Milliarden Dollar für Gehälter und Bonuszahlungen zurückgelegt.
Wenn der Gipfel von Pittsburgh vorbei ist, beginnt für die Experten in den Aufsichtsbehörden die eigentliche Bewährungsprobe. Dann müssen die politischen Vereinbarungen in mühevoller Kleinarbeit in europäische und nationale Vorschriften übertragen werden. Es geht um Paragrafen im deutschen Kreditwesengesetz und in Richtlinien der EU. Die Profis unter den Lobbyisten werden erst dann aktiv. Sie werden die Parlamentarier belagern und die Ministerialbeamten mit Änderungsvorschlägen bestürmen. Vor allem die angeschlagenen Landesbanken bereiten sich auf eine Großoffensive vor. Sie werden enorme Probleme haben, die schärferen Eigenkapitalvorschriften zu erfüllen.
Vorsorglich hat man sich in der G20 auf ein weiteres Gipfeltreffen verständigt, das die Umsetzung überwachen soll. Noch innerhalb der nächsten sechs Monate wollen sich die Staats- und Regierungschefs wieder treffen. Dann in Korea.
- Datum 24.09.2009 - 10:38 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 17.09.2009 Nr. 39
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... ich hab nicht die geringste Hoffnung. Die Bankenlobby hat doch schon im Vorfeld schwer gearbeitet.
Warum z.B. trennt man nicht Kreditgeschäft und Investmentbanken? Sowas gab es imho lange Zeit in den USA (als Folge der ersten Weltwirtschaftskrise). Irgendwann wurde die Machtelite wieder leichtsinnig und die Gier siegte. Genau das wird auch das nächste Mal wieder passieren, wenn die Sachen nicht wirklich demokratisch beschlossen werden.
"Es kommt nicht auf das Produkt an, sondern darauf, was man damit macht. Wir haben gesehen, dass ganz normale Hypotheken eine Katastrophe auslösen können"
Ach und ich dachte die Hypotheken wären nur deshalb so exzessiv verkauft worden, weil man das Risiko in Derivaten verbriefte? Obige Aussage ist eine tyische Lobbyisten-Umdeutung.
"In den Bilanzen der Institute klaffen immer noch tiefe Löcher. Wenn der Staat diese Löcher nicht mit neuen Steuergeldern füllen soll, müssen die Institute das selbst tun. Das geht nur über Gewinne. Sie spülen das Kapital herein, das dringend benötigt wird, um Kredite vergeben zu können."
*lol* dahinter steckt doch immer noch der naive Glaube, man könne mit einer unproduktiven kreditfinanzierten Kasino-Zockerei richtige solide Gewinne machen. Bis 2011 will man mit den "Vorschrift(chen)" warten? Na dann hoffen wir mal, dass sich bis dahin nicht die nächste Pleiterunde einstellt.
"Sie spülen das Kapital herein, das dringend benötigt wird, um Kredite vergeben zu können."
Diese Aussage ist natürlich genauso ökonomischer Schwachsinn. Geschäftsbanken schöpfen Geld, wenn sie Kredite vergeben, dafür brauchen sie kein "hereingespültes" Kapital aus irgendwelchen ominösen Quellen (ja gell? woher kommt eigentlich das Geld?).
"Sie spülen das Kapital herein, das dringend benötigt wird, um Kredite vergeben zu können."
Diese Aussage ist natürlich genauso ökonomischer Schwachsinn. Geschäftsbanken schöpfen Geld, wenn sie Kredite vergeben, dafür brauchen sie kein "hereingespültes" Kapital aus irgendwelchen ominösen Quellen (ja gell? woher kommt eigentlich das Geld?).
"Sie spülen das Kapital herein, das dringend benötigt wird, um Kredite vergeben zu können."
Diese Aussage ist natürlich genauso ökonomischer Schwachsinn. Geschäftsbanken schöpfen Geld, wenn sie Kredite vergeben, dafür brauchen sie kein "hereingespültes" Kapital aus irgendwelchen ominösen Quellen (ja gell? woher kommt eigentlich das Geld?).
In Pittsburgh gilt es eine Antwort auf die Frage zu finden, was mit den immensen frei flottierenden Vermögensmassen künftig zu geschehen hat, die zwar nicht auf Schwarzmärkten gehandelt werden, aber ausschließlich dringlich sind und sich deshalb weigern, eine Form juristischer Personen privaten oder öffentlichen Rechts anzunehmen. Bislang antwortet der Gesetzgeber darauf, diese Vermögensmassen bis auf weiteres nicht verfallen zu lassen. Die strikte Logik des Gesetzgebers verlangt indessen künftig danach, solche Vermögensmassen der Allgemeinheit anheim geben zu müssen, wenn ein (noch zu zirkelndes) zeitliches Datum überschritten sein sollte.
Verstehe ich nicht, wer muss dafür auf Konsum (einkommen verzichten) denn die Wirtschaft in den USA wächst pro Kopf höchsten zwischen 1 - 2%.
Tolle regulierung.
Übrigens die Eigenkapitalquote amerikanischer Banken ist dreimal so hoch wie die deutscher Banken.
Folgende Ansicht bei den G 20 im Zusammenhang mit einer Aussage eines sogenannten Unterhändlers ist wirklich befremdlich: "Wenig hält man in G-20-Kreisen von einer Behörde, die Bankprodukte auf ihre Unbedenklichkeit prüft. »Es kommt nicht auf das Produkt an, sondern darauf, was man damit macht. Wir haben gesehen, dass ganz normale Hypotheken eine Katastrophe auslösen können«, sagt ein Unterhändler."
Das sehe ich völlig anders; natürlich kommt es auf das Produkt an. Eine Hypothek ist eben nicht mehr als normal zu bezeichnen, wenn der Hypothekenschuldner seinen Verpflichtungen nicht nachkommen kann (sein Einkommen ist bereits übermäßig belastet), wenn die Beleihungswerte weit über den Risikoabschlägen angesiedelt sind (sowohl im %-Satz des Marktwertes als auch in der Bestimmung des Marktwertes).
Das geht dann entsprechend mit verschärfter Problematik weiter, wenn in diesem "Kartenhaus" mit riskanten Hypotheken noch zusätzlich weiter Risiken mit undurchsichtigen Wertpapierkonstruktionen aufsattelt werden, die dann außerdem viel zu positiv bewertet werden und auch noch staatliche Absegnungen empfangen. All das ist ja durch Banken, durch Ratingagenturen und nicht zuletzt durch Empfehlungen aus der Politik heraus geschehen.
"Man könnte diese Institute zerschlagen, doch so weit will derzeit kein Politiker gehen – zumal viele Experten abraten. Große Unternehmen seien auf große Banken angewiesen, um ihre Geschäfte zu finanzieren."
Wer behauptet, dass man grosse Unternehmen braucht? Der Lobbyist, der Unternehmensberater, der Geschäftsführer, der Politiker? Wer ist näher am Kunden? Was braucht die Mehrheit der Kunden? Und überhaupt, was ist die Aufgabe einer Bank: Vermittelung der ihr anvertrauten Kundengelder oder Kasinospielen auf Kosten der Allgemeinheit?
Solange solche einfache Fragen nicht beantwortet werden, nützen alle Regeln und Vorschriften nichts, denn es ist gewusst, dass die intelligentesten und bestbezahlten Köpfe auf der Seite stehen, die diese Regeln und Vorschriften umgehen.
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