Klimawandel Baustelle für alle

Der Klimawandel bedeutet, dass unsere Zivilisation sich wandeln muss: Leidenschaftliche Plädoyers von Nicholas Stern, Claus Leggewie, Harald Welzer und Anthony Giddens.

Erst seit Kurzem rückt die Klimafrage in die Mitte der Gesellschaft

Erst seit Kurzem rückt die Klimafrage in die Mitte der Gesellschaft

In britischen Haushalten stehen 3,8 Millionen Fonduetöpfe, die kein Mensch je benutzt hat. Sie stehen nur da, man könnte sagen, sie stören keinen, der Kapitalismus hat immer sein Wachstum gewollt wie der Kunde seinen Fonduetopf. Und dafür geht viel CO₂ in die Luft. Jetzt ist die CO₂-Deponie des Planeten fast voll. Doch den meisten Menschen in Asien und Afrika fehlt noch das meiste.

Die Frage der Verteilungsgerechtigkeit ist in der Weltbürgergesellschaft unabweisbar geworden. Um die verbliebenen Spielräume auf der CO₂-Deponie balgen sich bald neun Milliarden Menschen, und die große Mehrheit von ihnen meint, Emissionen, die der Grundversorgung dienen, seien legitimer als Emissionen des Luxus. Die Zeit verstreicht, die Nachrichten der Klimaforscher werden genauer, das heißt schwärzer, und das Land exportiert übergewichtige Autos in alle Welt. Der Wolf kommt, ruft inzwischen jeder Experte, doch auch daran kann man sich offensichtlich gewöhnen. Wie also ruft man so, dass es Folgen hat?

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Erst seit Kurzem rückt die Klimafrage von den Rändern in die Mitte der Gesellschaft. Da haben die Naturwissenschaftler aus den Weltklimaräten mit ihren Zahlen und Kurven die Debatte vorangetrieben, und der Superstar-Faktor eines Al Gore hat das Massenpublikum mächtig bewegt. Ende 2006 stellte der frühere Chefökonom der Weltbank, Nicholas Stern, mit dem Klimawandel ein erschreckend kostspieliges Marktversagen fest. Naturwissenschaftliche Empirie, mediale Superstar-Macht, ökonomische Kostenanalyse: Das waren die vernehmbarsten Stimmen. Nur wenige Politiker arbeiteten wie Hermann Scheer an einer emissionslosen Wirtschaft, nur wenige Sozialwissenschaftler wie der Theologe Wolfgang Sachs zeichneten am Bild einer Wohlstandsgesellschaft, die weniger verbraucht und besser lebt als Wachstumsökonomien bisher.

Die Autoren der jüngsten wissenschaftlichen Bücher zum Klimawandel kommen nun selbst aus der Mitte der Gesellschaft und aus dem Establishment ihrer Zunft, aber sie argumentieren so radikal wie ihre minoritären Vorgänger es taten. Nicholas Stern hat in seiner jüngsten Programmschrift Global Deal das CO₂-Dilemma neu formuliert: politisch. Das »Haupthindernis«, schreibt er, sei der fehlende politische Wille. Mitten in der Finanzkrise kann jetzt ein Ökonom die Gerechtigkeitsfrage als zentralen Antrieb zur ökologischen Steuerung der Märkte bezeichnen und der eigenen Wissenschaft vorhalten, dass sie sich zu lange mit der Gefahr nicht befasst habe. Sterns Buch ist als Vorlage für die Konferenz von Kopenhagen zu lesen: »Wir brauchen ein Abkommen bis Ende Dezember 2009.«

Nachhaltigkeit
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Politics of Climate Change unsere westlichen Gesellschaften »überentwickelt« und betonen die Eile eines Politik- und Zivilisationswandels, obwohl sie nie in Verdacht waren, Grüne zu sein. Wenn Giddens das schreibt, wird es wahrgenommen. Und auch in Deutschland ist der Klimawandel in den oberen Etagen der Sozialforschung angekommen, wie das Buch vom Ende der Welt, wie wir sie kannten zeigt, verfasst vom Politologen Claus Leggewie und dem Sozialpsychologen Harald Welzer aus Essen. Sie erörtern den demokratischen Weg in den Mainstream: wie Demokratien den kommenden Umbrüchen gewachsen sein können.

Jetzt nennen selbst regierungsberatende Starsoziologen wie der Brite Anthony Giddens in seinem jüngsten Buch

Diese Stimmen verstärken einander, trotz aller Differenzen. Wie macht man mit der Illusionspolitik des »Weiter so« Schluss?, fragen alle, wie gewinnt man Menschen in aller Welt für radikale Emissionsarmut, wie vor allem gelingt es den Industrieländern, schnell von Kohle und Öl wegzukommen, damit sie für andere glaubhafter werden?

Die Autoren sind sich einig: Das Problem kann nur politisch gelöst werden, aber wer es zu lösen versucht, verändert Gewohnheiten, Gesetze, Märkte, also ganze Gesellschaften und braucht deren Zustimmung, zumal in den wohlhabenden Demokratien. Mobilität, Ernährung, Bauen, Bekleidung, Heizen, nichts bliebe unberührt, nichts geschähe ohne Konflikte, ohne Interessenskollisionen, ohne Basteln und Fremdeln.

Wie alle Politiker wissen auch diese Wissenschaftler, dass man selbst die ungemütlichste Nachricht heutzutage am besten motivierend als Chance anpreisen sollte, wenn sie Wirkung entfalten soll. Die Nachrichten zum Klimawandel aber korrigieren derzeit die Zahlen ständig ins Schlechtere, noch höhere zu erwartende Kosten, noch höhere Zahlen zu erwartender Flutopfer und Flüchtlinge, noch höhere Temperaturen, noch schneller schmelzendes Eis. Das bringt inzwischen der Ikea-Family-Katalog unters Volk, der von Ikeas Unterstützung pestizidfreier und wassersparender Baumwollproduktion in Indien erzählt, der auflistet, wie viel Tonnen CO₂ schlecht gepackte Möbellaster unnötig emittieren, und der das Billy natürlich trotzdem bewirbt. In Indien fehlt es noch an Billy-Regalen.

Leser-Kommentare
  1. ...der trete als erstes Fernseher/Wäschetrockner/privates KFZ in die Tonne.

    Ich für meinen Teil will das nicht. Ich will meinen Lebensstandard beibehalten, solange es eben geht. Und ich wage sogar zu behaupten, dass ich damit nichtmal einen krassen Minderheitenstandpunkt formuliere. Natürlich spricht nichts dagegen, sondern sogar sehr viel dafür, sparsame Autos und Elektroartikel zu kaufen sowie den Wohnraum zu isolieren und auf extreme Klimatisierung zu verzichten. Aber Einschränkungen solcherart wären nur ein Tropfen auf den heißen Stein, wollte man auf der Welt tatsächlich "Energiegerechtigkeit" herstellen. Da geht es nichtmehr darum, dass der wohlgenährte Westler mal hie und da 15-25% seines Energieverbrauchs zusammenstreicht, nein, 80-90% müssten dann ein realistisches Ziel sein. Dies wäre dann in der Tat, das "Ende der Welt, wie wir sie kennen". Und ich sehe nicht, welches Interesse ich daran haben könnte. Die wohlhabenden Bewohner Mitteleuropas werden höchstwahrscheinlich die letzten sein, denen es "an den Kragen geht", wenn Ressourcen zur Neige gehen und der Klimawandel zuschlägt. Warum sollte ich dieses (noch ferne) Unheil, denn in vorauseilendem Gehorsam mir selbst zufügen?

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    • ofos
    • 20.09.2009 um 20:53 Uhr

    ... sicherlich ironisch sein, stimmt's? Aber tun wir einfach mal so, als ob Dein Kommentar ernst gemeint war:

    Über die Frage, ob Dein so genannter "Lebensstandard" es überhaupt wert ist, beibehalten zu werden (sprich: ob der Wohlstand, dessen wir uns erfreuen, uns wirklich glücklicher macht), will ich gar nicht mal diskutieren. Ich bin mir sicher, daß wir auf dieser Ebene nicht weit kommen werden.

    Aber vielleicht überdenkst Du Deinen Egoismus, wenn Du Dir mal die Mühe machst und Dir vor Augen führst, welche Auswirkungen er hat. Daß Dein fast schon infantiles "ich will aber nicht teilen" Menschen die Lebensgrundlagen entzieht. Menschen, die jetzt schon in irgendwelchen anderen Ecken dieses Planeten ums Überleben kämpfen. Menschen, die irgendwann mal nach uns hier leben wollen. Das klingt dermaßen banal, daß man es fast gar nicht schreiben möchte, aber offensichtlich sind das Gedanken, die Dir noch fremd sind. Andererseits, wer den Verzicht auf Fernseher, Wäschetrockner oder Auto als Unheil bezeichnet, der scheint eh ein Problem mit den richtigen Maßstäben zu haben :-)

    • ofos
    • 20.09.2009 um 20:53 Uhr

    ... sicherlich ironisch sein, stimmt's? Aber tun wir einfach mal so, als ob Dein Kommentar ernst gemeint war:

    Über die Frage, ob Dein so genannter "Lebensstandard" es überhaupt wert ist, beibehalten zu werden (sprich: ob der Wohlstand, dessen wir uns erfreuen, uns wirklich glücklicher macht), will ich gar nicht mal diskutieren. Ich bin mir sicher, daß wir auf dieser Ebene nicht weit kommen werden.

    Aber vielleicht überdenkst Du Deinen Egoismus, wenn Du Dir mal die Mühe machst und Dir vor Augen führst, welche Auswirkungen er hat. Daß Dein fast schon infantiles "ich will aber nicht teilen" Menschen die Lebensgrundlagen entzieht. Menschen, die jetzt schon in irgendwelchen anderen Ecken dieses Planeten ums Überleben kämpfen. Menschen, die irgendwann mal nach uns hier leben wollen. Das klingt dermaßen banal, daß man es fast gar nicht schreiben möchte, aber offensichtlich sind das Gedanken, die Dir noch fremd sind. Andererseits, wer den Verzicht auf Fernseher, Wäschetrockner oder Auto als Unheil bezeichnet, der scheint eh ein Problem mit den richtigen Maßstäben zu haben :-)

  2. ich kann mich noch an den globalen Winter erinnern der uns vor einigen Jahren noch bedrohte, jetzt ist es die globale Erwärmung, dann kommt die globale Überschwemmung oder die globale Trockenheit.
    Hauptsache Katastrophe und irgendjemand kann uns dafür oder dagegen etwas verkaufen, 10fach überteuerte Glühwürmchen oder Zertifikate zum Pupsen.

    • ofos
    • 20.09.2009 um 20:53 Uhr

    ... sicherlich ironisch sein, stimmt's? Aber tun wir einfach mal so, als ob Dein Kommentar ernst gemeint war:

    Über die Frage, ob Dein so genannter "Lebensstandard" es überhaupt wert ist, beibehalten zu werden (sprich: ob der Wohlstand, dessen wir uns erfreuen, uns wirklich glücklicher macht), will ich gar nicht mal diskutieren. Ich bin mir sicher, daß wir auf dieser Ebene nicht weit kommen werden.

    Aber vielleicht überdenkst Du Deinen Egoismus, wenn Du Dir mal die Mühe machst und Dir vor Augen führst, welche Auswirkungen er hat. Daß Dein fast schon infantiles "ich will aber nicht teilen" Menschen die Lebensgrundlagen entzieht. Menschen, die jetzt schon in irgendwelchen anderen Ecken dieses Planeten ums Überleben kämpfen. Menschen, die irgendwann mal nach uns hier leben wollen. Das klingt dermaßen banal, daß man es fast gar nicht schreiben möchte, aber offensichtlich sind das Gedanken, die Dir noch fremd sind. Andererseits, wer den Verzicht auf Fernseher, Wäschetrockner oder Auto als Unheil bezeichnet, der scheint eh ein Problem mit den richtigen Maßstäben zu haben :-)

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    ... denn oftmals kann man seinen Lebensstandard sogar erhöhen UND Energie sparen.

    Beispiel 1: Ein A Kühlschrank benötigt ca. 43% weniger Strom als ein A Kühlschrank.

    Als ich meine B/C Kühl/Gefrierschränke nach langen Jahren gegen ein A Kombigerät ausgetauscht habe, habe ich nicht nur den Energiespareffekt mitgenommen, sondern auch gleich ein größeres und viel besser konzipiertes Gerät gekauft. Dies würde ich als gesteigerten Komfort ansehen.

    Einsparung p.a. - ca. 300 kWh.

    Beispiel 2: Ein Notebook verbraucht meist nur 25% des Stroms eines PC.

    Ich habe meinen alten PC samt fetten Röhrenmonitor gegen ein modernes Notebook getauscht. Neben der viel höheren Rechenleistung, Grafikpower und Festplattengröße würde ich die neue Mobilität schon als extremen Komfortgewinn ansehen.

    Einsparung p.a. - ca. 150 kWh

    Über die letzten 5 Jahre habe ich meinen Stromverbrauch um ca. 60% gesenkt. Auch meinen Heizaufwand konnte ich alleine durch geringe Verhaltensänderungen um ca. 50% senken.

    All dies hat meinen Komfort wesentlich erhöht. Einerseits durch neueste technische Spielereien. Andererseit dadurch, dass mir die stetigen Preiserhöhungen für Strom und zum Heizen gar nicths ausgemacht haben. Ich zahle heute weniger dafür, als vor 3 Jahren - und habe so mehr Geld für andere Dinge.

    ... denn oftmals kann man seinen Lebensstandard sogar erhöhen UND Energie sparen.

    Beispiel 1: Ein A Kühlschrank benötigt ca. 43% weniger Strom als ein A Kühlschrank.

    Als ich meine B/C Kühl/Gefrierschränke nach langen Jahren gegen ein A Kombigerät ausgetauscht habe, habe ich nicht nur den Energiespareffekt mitgenommen, sondern auch gleich ein größeres und viel besser konzipiertes Gerät gekauft. Dies würde ich als gesteigerten Komfort ansehen.

    Einsparung p.a. - ca. 300 kWh.

    Beispiel 2: Ein Notebook verbraucht meist nur 25% des Stroms eines PC.

    Ich habe meinen alten PC samt fetten Röhrenmonitor gegen ein modernes Notebook getauscht. Neben der viel höheren Rechenleistung, Grafikpower und Festplattengröße würde ich die neue Mobilität schon als extremen Komfortgewinn ansehen.

    Einsparung p.a. - ca. 150 kWh

    Über die letzten 5 Jahre habe ich meinen Stromverbrauch um ca. 60% gesenkt. Auch meinen Heizaufwand konnte ich alleine durch geringe Verhaltensänderungen um ca. 50% senken.

    All dies hat meinen Komfort wesentlich erhöht. Einerseits durch neueste technische Spielereien. Andererseit dadurch, dass mir die stetigen Preiserhöhungen für Strom und zum Heizen gar nicths ausgemacht haben. Ich zahle heute weniger dafür, als vor 3 Jahren - und habe so mehr Geld für andere Dinge.

  3. ... denn oftmals kann man seinen Lebensstandard sogar erhöhen UND Energie sparen.

    Beispiel 1: Ein A Kühlschrank benötigt ca. 43% weniger Strom als ein A Kühlschrank.

    Als ich meine B/C Kühl/Gefrierschränke nach langen Jahren gegen ein A Kombigerät ausgetauscht habe, habe ich nicht nur den Energiespareffekt mitgenommen, sondern auch gleich ein größeres und viel besser konzipiertes Gerät gekauft. Dies würde ich als gesteigerten Komfort ansehen.

    Einsparung p.a. - ca. 300 kWh.

    Beispiel 2: Ein Notebook verbraucht meist nur 25% des Stroms eines PC.

    Ich habe meinen alten PC samt fetten Röhrenmonitor gegen ein modernes Notebook getauscht. Neben der viel höheren Rechenleistung, Grafikpower und Festplattengröße würde ich die neue Mobilität schon als extremen Komfortgewinn ansehen.

    Einsparung p.a. - ca. 150 kWh

    Über die letzten 5 Jahre habe ich meinen Stromverbrauch um ca. 60% gesenkt. Auch meinen Heizaufwand konnte ich alleine durch geringe Verhaltensänderungen um ca. 50% senken.

    All dies hat meinen Komfort wesentlich erhöht. Einerseits durch neueste technische Spielereien. Andererseit dadurch, dass mir die stetigen Preiserhöhungen für Strom und zum Heizen gar nicths ausgemacht haben. Ich zahle heute weniger dafür, als vor 3 Jahren - und habe so mehr Geld für andere Dinge.

    Antwort auf "Das soll..."
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    Offensichtlich kann die Kommentarfunktion nicht mit "PLUS"-Zeichen umgehen.

    Daher zum Beispiel 1: Ein A-plus-plus-Kühlschrank vs. einem einfachen A-Kühlschrank.

    Ferner habe ich B/C-Geräte gegen ein A-plus-Kombigerät getauscht.

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    Daher zum Beispiel 1: Ein A-plus-plus-Kühlschrank vs. einem einfachen A-Kühlschrank.

    Ferner habe ich B/C-Geräte gegen ein A-plus-Kombigerät getauscht.

  4. Offensichtlich kann die Kommentarfunktion nicht mit "PLUS"-Zeichen umgehen.

    Daher zum Beispiel 1: Ein A-plus-plus-Kühlschrank vs. einem einfachen A-Kühlschrank.

    Ferner habe ich B/C-Geräte gegen ein A-plus-Kombigerät getauscht.

    • Yadgar
    • 20.09.2009 um 21:44 Uhr

    ...das hieße für die jetzige Mittelschicht ein Leben, wie es gegenwärtig Hartzer führen (und damit meine ich jetzt nicht die Schmarotzer-Klischee-Hartzer aus den RTL-Nachmittagskrawalltalkshows mit den Plasmaglotzen, drei Kühlschränken und immer den neuesten Handys): 25 m²-Wohnklo statt großzügigem Loft, Fahrrad statt SUV, Baggersee statt Malediven.

    Und für die jetzige Unterschicht - den sicheren Hunger- und Kältetod (ja, trotz globaler Erwärmung)! Oder etwa doch nicht?

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    ... denken Sie mal darüber nach, wie man 80-90% der PRIMÄRenergie einsparen kann.

    Übrigens kann ich nicht ganz nachvollziehen, warum Sie die Oberschicht von den Einsparungen ausklammern wollen. Wo doch gerade dort das Kapital für teuerere Investitionen vorhanden ist.

    ... denken Sie mal darüber nach, wie man 80-90% der PRIMÄRenergie einsparen kann.

    Übrigens kann ich nicht ganz nachvollziehen, warum Sie die Oberschicht von den Einsparungen ausklammern wollen. Wo doch gerade dort das Kapital für teuerere Investitionen vorhanden ist.

  5. ... denken Sie mal darüber nach, wie man 80-90% der PRIMÄRenergie einsparen kann.

    Übrigens kann ich nicht ganz nachvollziehen, warum Sie die Oberschicht von den Einsparungen ausklammern wollen. Wo doch gerade dort das Kapital für teuerere Investitionen vorhanden ist.

    Antwort auf "80 bis 90 % weniger..."
    • spacko
    • 20.09.2009 um 23:13 Uhr

    Was für ein lustiger Vergleich! Hat irgendjemand ein Beispiel für einen kulturellen Fall, in dem eine ganze Gesellschaft freiwillig auf irgendeinen "Fortschritt"/Luxusgut oder dergleichen verzichtet hat?

    Na klar, der Junkers musste warmes Wasser bewerben, ich nehme an, auch die Klospülung, der Kühlschrank und der Urlaub auf Malle mussten erst erklärt/beworben werden - das heißt aber nicht, dass eine Mehrheit der Gesellschaft freiwillig darauf verzichten bzw. auch nur mehr dafür zu bezahlen bereit ist, wenn es irgend anders geht - und anders geht es nur durch objektive Zwänge, d.h. Ressourcenverknappung. Erdöl wird erst dann nicht mehr verbrannt, wenn es keins mehr gibt. So einfach - da nutzen alle Klimawandelkassandereien nix.

    Der Mensch ist nur dann bereit, grundlegende Dinge zu ändern, wenn er sich davon einen ökonomischen Vorteil ("Fortschritt") erhofft (und seien es auch 57 Jungfrauen im Jenseits), der Ruf nach "Freiheit" meinte für die Masse doch nur die Freiheit, reich zu werden, dass ein paar intelektuelle "Vordenker" das Ganze nett ideologisch unterfüttert haben ändert doch nichts an der Tatsache (niemand fährt Fahrrad, damit weniger Inder ersaufen).

    Wer nichts zu verlieren hat, oder "nichts als seine Ketten", der revoluzzt leichter. Wir haben viel zu verlieren, und die meisten von und sind nunmal keine Klimawandelbefürchter, sondern Malle/Bulle/Ischgl-Säufer, DSDS-Gucker und BMW-Tuner.

    Und wir (die erste Welt) werden demographisch untergehen, nicht klimatisch.

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